Zwangsbewirtschaftungen und die Energiewende

17. November 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Politik, Profiteure

Aus der Kriegswirtschaft zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges kennt man einige Verfahren, die zur Herstellung von Gütern oder Rohstoffen verwendet wurden, weil auf Grund der besonderen Situation im Krieg nicht genügend für alle vorhanden war. Man versuchte Ersatz, Substitute, zu schaffen. Und wo das nicht ging, musste man eben verzichten, vor allem im zivilen Leben; die Bedürfnisse des militärischen Sektors hatte Vorrang. Ressourcen wurden alloziert, zugewiesen, verteilt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Ressourcenallokation, die nicht nur in Zeiten der Krise oder des Krieges notwendig ist, sondern allgegenwärtig.⁽¹⁾

Im Normalfall sorgen Marktmechanismen für die Verteilung. Eine Ressourcenproblematik entsteht erst durch politische oder militärische Konflikte, da unter diesen Umständen davon ausgegangen wird, dass die Marktwirtschaft versagt. Konflikte oder Krisen erzeugen Knappheiten, die im Zuge der Knappheitsbewältigung wieder neue Konflikte hervorrufen. In einem Tagungsbericht vom 49. Historikertag in Mainz heißt es dazu:⁽²⁾

In der Folge lassen ihre Lösungsversuche wiederum neue Konfliktfelder entstehen, und zwar sowohl dort, wo sie (scheinbar) erfolgreich waren als auch dort, wo das Versprechen einer Aufhebung der Ressourcenproblematik uneingelöst blieb.

Es zeigte sich, dass Wirtschaft und Gesellschaft unterschiedlich auf die Kriege vorbereitet wurden. Im ersten Weltkrieg hat es praktisch keine Strategie gegeben um knappe Güter und Ressourcen durch andere ersetzen zu können. Die technikwissenschaftliche Forschung sei erst nach Kriegsbeginn zur Entwicklung von Ersatzstoffen mobilisiert worden, für eine Umsetzung in die Praxis fehlte die Zeit und die Ressourcen um praktikable Lösungen zu entwickeln. Im zweiten Weltkrieg gelang die Umstellung ein wenig besser, da schon vor Kriegsbeginn im Rahmen eines Vierjahresplanes mit der gezielten Forschung von Ersatzstoffen begonnen wurde und es dadurch eine Reihe von Produkten gab die es bis zur Alltagstauglichkeit schafften. Als die kriegsbedingte Zwangsbewirtschaftung beendet wurde, konnten sich aber nur die wenigsten dieser Innovationen behaupten. In der Friedenswirtschaft erwiesen sie sich als unpraktikabel.

Am Beispiel der Siemens-Schuckertwerke führte Luxbacher aus, das nur zehn Prozent der Ersatzstoffprojekte auch als in der Friedenswirtschaft verwendungsfähig eingestuft worden seien. Ein ganz ähnliches Bild zeige die Ersatzstoffwirtschaft des Zweiten Weltkrieges, auch wenn die Materialforschung zu diesem Zeitpunkt bereits weiter entwickelt gewesen und die Umstellung in der Bewirtschaftung mit größerem Vorlauf erfolgt sei.

Heute haben wir zwar keinen Krieg, doch eine Krise rund um Ressourcen schon. Nehmen wir als Beispiel die fossilen Brennstoffe, die zwar nicht knapp sind, es in absehbarer Zeit auch nicht werden, aber dennoch alloziert werden sollen. Als Grund wird die angenommene Aufnahmefähigkeitgrenze der Ressource Atmosphäre genannt. Mit den Mitteln der Zwangsbewitschaftung sollen die Voraussetzungen geschaffen werden diese angenommene Knappheit überwinden zu können. Ob diese Knappheit eine reelle ist, oder nur eine angenommene, spielt bei dieser Betrachtung hier keine Rolle.

Zwangsbewirtschaftung kennen wir natürlich auch in Friedenszeiten, vor allem aus der sozialistischen Plan- oder Zentralwirtschaft, bei der der Preismechanismus als Knappheitsindikator außer Kraft gesetzt wurde, was sich aber nur sehr bedingt innerhalb des Systems durchsetzten ließ, und nur dort. Auf weltwirtschaftlicher Ebene mussten sich diese aus diesem System hervorgehenden Produkte dem marktwirtschaftlichen Preismechanismus stellen. In diesem Wettstreit wurde klar, was wir auch an Hand der Kriegsbewirtschaftung sehen, dass nur ein sehr geringer Anteil der entwickelten Lösungen marktfähig waren und nach Zusammenbruch des Systems kaum noch eine Rolle spielten.⁽³⁾ Wahrscheinlich war der Anteil der verwertungsfähigen Produkte und Innovationen auch nur so um die zehn Prozent, wie oben angeführt.

Zwangsbewirtschaftung, das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, führen also nicht in nennenswertem Umfang zu Innovationen, Produkten oder Substituten welche sich am Markt behaupten können. Nur in abgeschotteten Wirtschaftsbereichen, wie sie im Krieg oder in der Planwirtschaft entstehen, können sie sich behaupten und tragen nur sehr selten zur Lösung von Problemen bei. Vielmehr entstehen bei diesen Problemlösungsversuchen neue Probleme welche die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Vor allem am Beispiel »Zweiter Weltkrieg« wird aber ein Aspekt deutlich, dessen positive Auswirkungen oftmals fehl gedeutet werden. Zum Ende des Krieges hatte „die durch die von NS-Deutschland forcierte Ersatzstoffforschung zur Folge, dass die deutsche Metallforschung eine internationale Spitzenstellung inne hatte.“⁽⁴⁾ Diesen positiven Wissensvorsprung konnte man aber erst nutzen, als die Zwangsbewirtschaftung nicht mehr wirksam war.⁽⁵⁾

Kommen wir nun zur Energiewende, welche ihrem Wesen nach ebenfalls eine Zwangsbewirtschaftung darstellt. Grundannahme ist, dass die Ressource Atmosphäre an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit gekommen ist, oder demnächst kommt. Ob diese Annahme stimmt oder nicht ist erst mal egal, wie weiter oben schon angeführt ist. Die Frage ist, was will man mit dem Konzept der Energiewende erreichen. Klimaschutz ist nur im globalen Maßstab möglich, also muss es andere Gründe geben, die aber bislang eher wenig in der Öffentlichkeit angesprochen wurden. Der gewichtigste ist, dass Techniken zur Marktreife gebracht werden sollen und von denen erhofft wird, dass diese ein großer Exporterfolg werden. So berichtet Peter Heller im Science-Skeptical-Blog von einem Vortrag Klaus Töpfers am 17. Oktober 2012:⁽⁶⁾

Man habe sich schlicht eine Welt vor Augen geführt, in der bald neun Milliarden Menschen leben. Neun Milliarden mit einem wachsenden Energiehunger. Dann habe man sich gefragt, welche Technologien denn Deutschland exportieren könne, um diesen Bedarf zu stillen. Und die Kernenergie habe man eben ausgeschlossen. Sie sei für ein Entwicklungsland schlicht zu teuer und zu kompliziert.
[…
Nein, die Energiewende ist eigentlich ein Auftrag an die deutsche Industrie, die Technologien zu entwickeln, an deren zukünftiges weltweites Wachstum die Politik glaubt.

Öffentlich wird oft einer gewünschten Vorreiterrolle Deutschlands gesprochen, nur die Deutschen könnten zeigen wie es geht. Oder: „Wenn es Deutschland nicht schafft, dann schafft es niemand.“ Was auch heißen könnte: „Wenn wir es schaffen haben wir einen erheblichen Vorteil und Vorsprung auf den Weltmärkten.“ Ins gleich Horn blies auch Umweltminister Altmaier in einer Rede bei der Jungen Union Waldhessen, die gemeinsam mit der Fima Kirchner Solar Group (!), eingeladen hatte.⁽⁷⁾ Auch er geht wie Töpfer davon aus, dass der Energiehunger der Weltbevölkerung steigt und man in Zukunft nicht mehr in der Lage sein wird, diesen mit fossilen Energien zu stillen und da die Kernkraft zu unsicher sei, müsse man diese Bedürfnisse der aufstrebenden Nationen mit sogenannten Erneuerbaren Energien stillen. „Wenn wir es klug anstellen,“ so meint Altmaier, „wird die dafür notwendige Technik in Deutschland produziert und exportiert werden. Und weiter:

„Wir haben uns aus Eigeninteresse dafür entschieden die Kernkraftwerke nicht durch konventionelle Kraftwerke zu ersetzen“

Wenn wir das unterschiedliche Publikum berücksichtigen, vor dem diese Reden gehalten wurden, dann sind die Gemeinsamkeiten in den Argumentation schon verblüffend. Klimaschutz, Ressourcenproblematik – alles kalter Kaffee. In Wirklichkeit geht es darum sich bestmöglich im internationalem Wettbewerb zu positionieren, von dem man glaubt zu wissen, wie er denn in de Zukunft aussieht. Das ist einer der Hauptfehler bei diesem Denkansatz. Ein weiterer ist, vorzugaukeln, der Staat wüsste welche Technologien und Möglichkeiten in Zukunft vorhanden sind.

Ich bin nach der Rede Altmaiers ein wenig irritiert, weil mir nicht klar ist, was er eigentlich so richtig meint. Innerhalb weniger Minuten bringt er gleich zwei Beispiele, die sich aber in ihrer Logik widersprechen. Er sagt zum einen, man müse vorsichtig mit Masterplänen sein, man könne nicht alles im voraus regeln. Als Beispiel beschrieb er die Handys etwa um 1993 als: „Groß wie Brikett, schwer wie ein Brikett und dumm wie ein Brikett.“ Wenn man damals einen Masterplan entwickelt hätte, wie denn Handys für Jahr 2012 auszusehen hätten, nämlich: „Halb so groß wie ein Brikett, halb so schwer wie ein Brikett und halb so dumm wie Brikett,“ dann hätten wir heute nicht das was diese kleinen Dinger zu leisten im Stande sind. Mit diesem Beispiel hat er sehr Recht, um aber umgekehrt zu argumentieren, dass es auch für eine alte Frau es sich lohnen würde, ihr kleines Häuschen energetisch zu sanieren, statt ihr Geld zu vererben. Die Erben würden ja von der Investition profitieren und so auch Geld sparen.

Die alte Frau handelt klug wenn sie sagt, dass so wie es jetzt ist, für sie in Ordnung ist. Und dafür lieber das Geld vererbt, als ein energetisch saniertes Häuschen. Einfach weil sie nicht weiß welche Bedürfnisse unsere Nachkommen haben, und vor allem nicht, welche Möglichkeiten. Altmaier bevormundet mit seinem Vorschlag sowohl die gegenwärtige Generation, als auch die künftige. Die Entwicklung des Handy konnte ja auch nicht vorhergesehen werden, wie er anschaulich verdeutlichte. Aber heute weiß man natürlich was richtig ist. Welch eine Anmaßung.

Dieses beanspruchte Zukunftswissen ist auch solch ein Aspekt, der immer wieder in den Argumentationen der NIE-Befürworteter vorkommt. Weshalb auch so allergisch reagiert wird, wenn von einem Komplettumbau oder Abschaffung des EEG die Rede ist. Mit besonderen Argwohn wird nun Richtung Brüssel geschaut, denn die EU will Leitlinien für die NIE-Förderung einführen lassen.⁽⁸⁾ Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kommentierte dies so:

“Ein funktionierender Energiebinnenmarkt ist von entscheidender Bedeutung für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Europa. Deshalb müssen Wettbewerbsverzerrungen durch konsequente Anwendung der Binnenmarktregeln und Wettbewerbsvorschriften abgebaut werden. Dabei begrüße ich, dass sich die Kommission mit den Themen Versorgungssicherheit und Erneuerbare Energien befassen will, da wir für ein wirtschaftlich starkes Europa auch in diesen Bereichen ein markt- und wettbewerbsorientiertes Umfeld brauchen. ….”

Dies würde aber ein Ende der Zwangsbewirtschaftung nach derzeitigen Stil bedeuten. Wenn die NIE sich dem offenen Wettbewerb stellen müssen sind sie tot. Alles was im Rahmen dieses EEG geschehen ist, war nur unter dieser Zwangsbewirtschaftung möglich. So wie das im Krieg oder im Einflussbereich der ehemaligen Sowjetunion üblich war. Was von diesen Produkten und Technologien übrig blieb, nachdem die Rahmenbedingungen sich änderten, sieht man heute. Vielleicht 10%, so jedenfalls auf dem Historikertag in Mainz genannt. Es wird höchste Zeit zu erkennen, dass Zwangsbewirtschaftung nicht nur kaum etwas zur weiteren Entwicklung von Technologie, Produkten oder zur besseren Ressourcennutzung beiträgt, sondern auch noch dabei die Wirtschaftsbereiche schädigt, die nicht direkt von dieser Zwangsbewirtschaftung betroffen sind.

Verweise / Erläuterungen:

(1) Ressourcenallokation ist die Zuordnung und Verteilung knapper Ressourcen wie Arbeit, Kapital, Boden und Rohstoffen zur Produktion von Gütern. Von der Frage der Allokation zu unterscheiden ist die Frage der Verteilung (Distribution) der produzierten Güter auf Individuen oder gesellschaftliche Gruppen.
[Wikipedia: Ressourcenallokation]

(2)Deutlich wurde aber, dass die Lösung von Ressourcenkonflikten nicht nur historische, sondern aktuelle Dimensionen besitzt, die zukünftige interdisziplinäre Forschungen als attraktiv erscheinen lassen.
[HT 2012: Ersatzstoffwirtschaft als innovative Lösungen für Ressourcenkonflikte im Ersten und Zweiten Weltkrieg?]

(3) Wenn heute der Marktanteil der »Ostprodukte« betrachtet wird, so täuscht dieser Anteil darüber hinweg, dass viele dieser Produkte nur noch den Markennahmen haben, aber im Prinzip nichts mehr gemeinsam mit dem ursprünlichen Produkt haben.
[Die Zeit: Ost-Produkte verlieren den DDR-Bonus]
[absatzwirtschaft.de: Marktforschung / Die neuen Bundeslaender / Ein Jahr danach]
[Welt.de: Diese Ostmarken haben sich im Westen behauptet]

(4)So unternahm HELMUT MAIER (Bochum) einen Vergleich der Ersatzstoffentwicklung der beiden Weltkriege am Beispiel von Zink. Als Ersatz für knappen Kupfer habe Zink in beiden Weltkriegen eine Verlängerung der Rohstoffdecke ermöglicht. Anfängliche Schwierigkeiten in der Anwendung hätten durch die technikwissenschaftliche Forschung gelöst werden können. …
[HT 2012: Ersatzstoffwirtschaft als innovative Lösungen für Ressourcenkonflikte im Ersten und Zweiten Weltkrieg?]

(5) In der Bundesrepublik Deutschland generierte in den 1950er Jahren der Wiederaufbau das „Wirtschaftswunder“. Namentlich hinterließ es einen tiefen und bleibenden positiven Eindruck, dass ab dem Montag nach der Währungsreform die Zwangsbewirtschaftung, ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg, praktisch aufgehoben wurde und Industrie und Einzelhandel sich vorbereitet hatten: Die Läden waren auf einmal voll.
[Wikipedia: Nachkriegszeit]

(6) Das ist, was Klaus Töpfer unter der Energiewende versteht. Nachhaltigkeitsideologie? Klimaschutz? Atomangst? Alles irgendwie dabei, aber eben nicht so wichtig. Nein, die Energiewende ist eigentlich ein Auftrag an die deutsche Industrie, die Technologien zu entwickeln, an deren zukünftiges weltweites Wachstum die Politik glaubt. Diese Töpfer-Wende bestimmte den Hauptteil seines Vortrages.
[Peter Heller: Die Töpfer-Wende]

(7) Am 13.11.2012 besuchte Peter Altmaier die Kirchner Solar Group in Alheim-Heinebach. Thema: Chancen und Herausforderungen der Energiewende in Deutschland. Die Rede wurde per Videostream im Netz übertragen und nun bei Youtube zu sehen.
[Youtube: Bundesumweltminister Peter Altmaier zu Besuch in Waldhessen]

(8) Er soll auf europäischer und nationaler Ebene den Verbrauchern die Nutzung der Vorteile, die aus der Energiemarktliberalisierung resultieren, weiter erleichtern. Zudem soll der Ausbau der Energieinfrastruktur beschleunigt und die Versorgungssicherheit durch europäische Regelungen gewährleistet werden. Die Kommission kündigte für 2013 an, Leitlinien zu einer Reform von Fördermechanismen und zur Förderung Erneuerbarer Energien vorzulegen.
[iwr.de: EU will 2013 Leitlinien für Reform bei EE-Förderung vorlegen]

Beitrag ebenfalls erschienen in Glitzerwasser

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124 Kommentare
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  1. Guter Artikel, Quentin!

  2. Sicher ist das EEG eine Zwangsbewirtschaftung. Das Problem dabei ist nur, dass wir keinen Krieg haben, den Weltraum nicht erobern wollen und auch eigentlich auch sonst keine so richtige Aufgabe ansteht, die so einen riskanten Umbau, wie die Energiewende rechtfertigen könnte. Ich lasse jetzt die Klimaproblematik mal aussen vor, weil da ein deutscher oder auch europäischer Alleingang nur vernachlässigbare Effekte hätte. Wenn ich in dem Rahmen die Zukunft der deutschen Exportwirtschaft thematisiere, dann bin ich sicher weit in der Zukunft. So noch einige hundert Jahre dürfte es mit der Versorgung durch fossile Brennstoffe wohl keine einschneidenden Probleme geben. Noch so ein paar Jahrzehnte EEG wedfen uns aber wohl von unserer Exportwirtschaft befreien und sollten tatsächlich die Meeresspiegel über Gebühr ansteigen, werden wir kaum die Mittel haben uns da zu adaptieren. Wir haben schlicht und einfach die Chancen der zukünftigen Generationen versenkt. Die Hoffnung, dass ausgerechnet die NIEs sich aus so einer Phase der Zwangsbewirtschaftung als Erfolg erweisen sollten, erinnert mehr an einen Pokerspieler, der alles auf die nächste Karte setzt.

  3. Neulich bei Zettel

    Die Stromversorgung ist in diesem Land bereits wesentlich der Umweltpolitik untergeordnet; der Umwelt- und nicht der Wirtschaftsminister wird als federführend bei der “Energiewende” betrachtet. Jetzt wird die Entscheidung über Fracking der Umweltpolitik untergeordnet werden. …..

    In Deutschland werden wie in kaum einem anderen Land der Welt Entscheidungen immer weniger unter den üblichen Gesichtspunkten getroffen, was rentabel ist, was der wirtschaftlichen Entwicklung dient, den Wohlstand fördert, die Zukunft des Landes sichert. Das tritt zurück hinter den Schutz der Umwelt.

    Wenn das Denken und Entscheiden einer Gesellschaft von einem einzigen, derart dominanten übergeordneten Gesichtspunkt beherrscht wird, der alle Bereiche durchdringt, dann ist diese Gesellschaft ideologisiert.

    Da isse wieder, meine Umweltbürokratikrake……..das Monster, das uns alle mit Haut und Haaren fressen wird.
    Umweltschutz muss man sich leisten können, arme Menschen, die ums Überleben kämpfen müssen ist der Wald scheiß egal, der Fluss scheiß egal…….und irgendwelche geschützten Tiere sowieso, erst kommt das Fressen und dann die Moral.
    Dekadenz der geistig verfetteten Sesselpupsers……..die Lebensgefühl mit Überleben verwechselt, Menschen die nie hart arbeiten mussten, für die schon ein kaputter Bürostuhl eine Katastrophe ist, die sich am Blatt Papier schneiden oder anderen Menschen das Gehirn vergurken……werden demnächst erleben, was es heißt ein Loch zu buddeln um seine Notdurft zu verrichten, was Hunger aus einen Menschen machen kann, was passiert wenn das ganze tolle Elektronikspielzeug samt sozialer Netzwerke plötzlich nicht mehr funktioniert.
    Tja, der Münchner Juppi durfte dat ja schon mal ne Stunde testen……aber ich gehe fest davon aus, das der Stromausfall keinerlei Denkvorgang auslösen wird……die Blaumänner werden dat schon machen…….denkt Ihr, Pustekuchen.

    Naja, bald wird das Geld so knapp sein, das wir uns auch kein Umweltministerium mehr leisten können, den einen Trost hab ick noch…….wenn der plündernde Mob durchs Land ziehen wird.
    Sorry….meine Glaskugel ist heute ganz mies drauf.
    H.E.

  4. @Heinz Eng #3

    Naja, bald wird das Geld so knapp sein, das wir uns auch kein Umweltministerium mehr leisten können, den einen Trost hab ick noch…….wenn der plündernde Mob durchs Land ziehen wird.

    Der wird wohl als erstes durch die Städte ziehen und das fehlende Umweltministerium ist da dann auch nicht so das Problem sondern die korrupten Entscheider, die sich durch Steuerung dieses Mobs noch Freiräume schaffen werden. So könnte man das jedenfalls mit einer gewissen Portion Sarkasmus sehen.

  5. Die Erfahrung lehrt, das auch die geballte und in parteiübergreifendem Konsens vernagelte Dummheit der Regierenden nicht mächtig genug ist, den technischen Fortschritt aufzuhalten bzw. die Gesetze des Marktes außer Kraft zu setzen.

    Den durchidiotisierten Parteien, die heute die Geschicke Deutschlands lenken, steht daher in den nächsten Jahren ein schmerzhafter Lernprozess bevor. Ausgelöst dürfte er durch die Energierevolution in den USA werden. Die dortigen konkurrenzlos niedrigen Preise für Gas werden das gesamte Energiepreisniveau nach unten drücken. Bereits heute sind, wie das Beispiel SGL-Carbon gezeigt hat, die Energiepreise in den USA ein entscheidender Standortvorteil gegenüber dem grün verdummten Deutschland.

    Dieser Standortvorteil dürfte wegen der deutschen Idiotenpolitik noch zunehmen. Es sieht daher alles danach aus, dass die USA vor einer Phase der Reindustrialisierung stehen, während in Deutschland die Phase des Morgenthauplans beginnt.

    Nachdem die Vorstände der großen deutschen Unternehmen in feigem Duckmäusertum bisher die “Energiewende” unterstützt haben oder zumindest dazu geschwiegen haben, sind jetzt einzelne erste Stimmen der Kritik zu hören, zaghaft zwar und immer noch in Waschlappenmentalität, aber immerhin. Wenn der Auszug der Industrie aus Deutschland und die neuen Gründerjahre in den USA jedoch erst in aller Breite eingesetzt haben, werden auch unsere deutschen Dummenpolitiker die Folterinstrumente (Massenarbeitslosigkeit und Massenverarmung) sehen und anfangen, die Gesetze der Physik und die vier Grundrechenarten zu beachten. Dies wird, davon bin ich überzeugt, schon in der nächsten Legislaturperiode des Bundestages der Fall sein.

  6. @Reiner
    “””durchidiotisierten Parteien””””………die mit Hilfe der NGO´s versuchen die Gesellschaft zum sabbernden Kleinkind zurück zu entwickeln. Das Ende vom Lied……die Intelligenten hauen ab, wenn es sein muss nach Amerika.
    Kleines Zitat das ich im Bezug zu Israel gefunden habe:

    Durch Einwanderungen aus der ehemaligen Sowjetunion kamen Wissenschaftler und Akademiker ins Land, die für Israels Zukunft von beträchtlichem Wert sind. Der Zustrom, verbunden mit der Öffnung neuer Märkte nach dem Ende des Kalten Krieges, belebte Israels Wirtschaft und sorgte während der 1990er Jahre für ein rasches Wachstum……

    Deutschland verspielt seine Chancen in mehrfacher Hinsicht……Wirtschaftsmotor bei High-Teck Produkten zu sein und seine technische-wissenschaftliche Elite zu verlieren, was man inzwischen bei der Atom- und Genforschung sieht.

    Der deutsche Wohlfühlmensch steckt sein Kopp in den Sand……was ich nicht sehe, kann mir auch keine Angst machen…….und vergisst dabei, das das dann eben andere machen.
    Also werden wir fein artig auf den großen Knall warten müssen, der so brutal sein muss, das endlich ein Umdenken in der Gesellschaft statt findet, denn vorher glaubt das Volk eben weiterhin den Lügen, die uns die Politik und Sozialwissenschaften auftischen.
    H.E.

  7. Hallo Herr Quenscher,

    eine interessante Aussage kam im Presseclub von einer Journalistin der Zeit.
    Sinngemäß hat sie gesagt: “Jetzt da man eingesehen hat, dass man für die Energiewirtschaft eine Art Planwirtschaft braucht.”
    Es gibt eben Menschen die sich weigern aus Erfahrung zu lernen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  8. Ich möchte da nun aber auch mal den Advocatus Diaboli spielen und die Gegenposition erläutern, die ist nämlich nicht ganz ohne. Schauen wir mal an. was Zwang an Dnamik entfesseln kann!

    Die Salpeterfrage
    Die deutsche Heeresleitung ging mit gerdezu absurden Vorstellungen über die Kriegsdauer und vor allem dem Materialverbrauch in den Krieg. Zudem sollte sich fast augenblicklich die Flottenplanung als gigantischer Fehlschlag erweisen.
    Neben vielem anderen war vor allem der Salpeter ein Grenzfaktor. Aus Salpeter macht man Salpetersäure und mit der Salpetersäure wiederum praktisch sämtliche Schieß- und Sprengstoffe.
    Salpeter wurde bereits vor dem Weltkrieg durch die enormen Fortschritte in der Rüstungstechnik (Hinterlader mit Magazin für die Infantrie, Maschinengewehre, Schnellfeuergeschütze von immer grösserem Kaliber, Brisanzgranaten) nicht mehr in ausreichendem Maß aus einheimischen Quellen gewinnbar (Man laugte zu diesem Zweck Dung und den Mauerbewurf von Ställen sowie Abdeckergruben etc aus, wo aus Eiweiß bzw. Harnstoff durch bakterielle Zersetzung erst Ammoniak und schliesslich durch Luftsauerstoff Nitrat/Salpeter (Beides bezeichnet das gleiche) entstand.
    Salpeter war also ein ‘nachwachsender Rohstoff’ und wie heute genügte die biologische Nachwuchsgeschwindigkeit nicht mehr für den wachsenden Bedarf einer Industriegesellschaft.
    Salpeter gab es aber auch als ‘Bodenschatz’, allerdings nur in der extrem trockenen Atacamawüste Chiles. Dieser Chilesalpeter wurde mit Schiffen nach Europa gebracht.

    “Schon eine Woche nach Kriegsbeginn wurde Walter von Rathenau -- damals Chef der AEG -- bei General Erich von Falkenhayn vorstellig, um ihm eine schlechte Nachricht zu überbringen [...]
    Nach Rathenaus Ansicht war der Generalstab so sehr auf einen kurzen Krieg fixiert, dass er keine Nachschubpläne für einen langen Krieg erstellt und der Rolle der Industrie keine Beachtung geschenkt hatte. Rathenau führte die mangelnden Vorbereitungen für einen kontinuierlichen Nachschub industrieller Rohstoffe an, der selbst die Schießpulver- und Rüstungsindustrie betraf. Deutschlands schwierige Position im Krieg wurde durch seine natürliche Rohstoffarmut verschlechtert. Eine große Zahl wichtiger Rohstoffe wie Nitrate, Öl, Gummi und verschiedene Metalle konnten nur aus dem Ausland bezogen werden. Ohne diese Importe war Deutschlands Kriegsproduktion sehr anfällig. Sollten diese Rohstoffe für längere Zeit ausfallen, würden einige wichtige Produktionszweige zum Stillstand kommen.

    Man muss sich nun zuerst mal die unglaubliche Dummheit der führende Militärs klar machen. Schon Napoleon wusste: ‘Generäle denken strategisch, Feldherren logistisch!’. Doch der berühmte Grosse Generalstab des preussischen Kaiserreichs vergaß einfach, an die Munition zu denken! Es gab im Reich nur Salpeter- und Sprengstoffvorräte für gerade mal 3 Monate!

    Derweil steigerte sich der Munitionsverbrauch der Front im beginnenden Stellungskrieg fast täglich.Mit grösster Anstrengung wurden Geschütze und Maschinengewehre produziert und an die Front geworfen. Doch es war abzusehen, wann sie schweigen würden, wenn es nicht gelang, Salpeter herbei zu schaffen.
    Großadmiral Tirpitz, der glaubte, seine ‘Risikoflotte’ würde die Royal Navy daran hindern, die deutschen Seehäfen zu blockieren, wurde regelrecht vorgeführt, als die britischen Schlachtschiffe sich nicht vor die Hafenmündungen setzten, wo sie von Ausfällen der Reichsflotte stark bedroht gewesen wären, sondern einen Kordon hoch im Norden, an den Zufahren zur Nordsee (Der Kanal war für deutsche Schiffe ohnehin unpassierbar, da von Feindstaaten begrenzt) zwischen Schottland, den Orkneys, Shetland und Bergen in Norwegen errichteten. Die deutsche Flotte konnte nun nicht den Feind in den Heimatgewässern erwarten, sondern hätte selbst eine höchst gefahrvolle Fart in die ‘Höhle des Löwen’ antreten müssen, um die Blockade zu brechen und es war die britsche Flotte die vor ihrem sicheren Kriegshafen Scapa Flow in Ruhe auf die Beute warten konnte. Das durfte die Reichsflotte aber keinesfalls wagen, es wäre, aufgrund ihrer trotz der Rüstungsanstrengungen fortbestehenden numerischen Unterlegenheit, ihr sicherer Untergang gewesen. Dieser eine Schachzug machte die gewaltige wilhelminische Flottenrüstung, die auch sehr zu Lasten des Heeres ging, umgehend zu zunichte, die teuren Schiffe und ihre Besatzung waren wertlos, das Geld vergeudet, das Heer aber dadurch so geschwächt, dass der grosse Durchbruch im Westen an der Marne scheiterte.

    Kurz vor dem Krieg hatte allerdings Fritz Haber seine bahnbrechende Erfindung der Ammoniak-Synthese gemacht und sie wurde sogar schon im bescheidenem Maß industriell umgesetzt. Es gab zwar vor dem Krieg keinen Plan B, diese neue Technologie anstelle des Chilesalpeters zu nutzen, doch nun gingen Rathenau und Haber sowie sein kongenialer Ingenieurskollege Carl Bosch das Problem mit enormer Energie und unbegrenzten Mitteln an. Was im Frieden viele Jahre gedauert hätte, schafften sie in Monaten: Die gewaltigen Fabriken in Oppau und Leuna wuchsen aus dem Boden, ihre Produktion stieg trotz der vielfältigen Probleme, die einer neuen Technik in neuen Produktions-Grössenordnungen zwangsläufig anhafteten, sprunghaft an und sehr bald hatte die Front keinerlei Mangel an Sprengstoff mehr -- Leider! Denn ohne diese Wissenschaftler und Manager wäre der Krieg tatsächlich Weihnachten mangels Munition mit der deutschen Kapitulation zu Ende gegangen und das große, vier Jahre dauernde Schlachten wäre mit dem gleichen Resultat, aber viel weniger Blut und Kosten zu Ende gewesen bevor es überhaupt richtig begonnen hätte.
    Nach dem Krieg wurde das Haber-Bosch-Verfahren sehr rasch auf der ganzen Welt zum Leitverfahren der Stickstoffchemie und löste durch die nun mögliche umfassende Mineraldüngung die Bevölkerungsexplosion aus, die noch heute andauert.

    So, da haben wir also ein Beispiel, wie Zwangswirtschaft tatsächlich den Lauf der ganzen Welt dramatisch veränderte: -- Nach der raschen Kapitulation wäre wohl weiterhin ein Kaiser (wenn auch wohl nicht Wilhelm II) an der Spitze Deutschlands gestanden -- es gab ja keinen Grund für eine Revolution, die soziale Lage war entspannt, die Friedensbedingungen wären viel milder geworden und schon die Einsparungen bei der Flottenrüstung, die sicherlich eingestellt worden wäre, hätten bald mehr eingebracht als der Waffengang bis dahin gekostet hätte.
    -- Es hätte keinen Versailler Vertrag gegeben, auch keine Weltwirtschaftskrise in der scharfen Form der 20er Jahre, die Versöhnung mit den Kriegsgegnern wäre ohne das jahrelange gegenseitige Abschlachten und das Gift der Kriegspropaganda sehr viel einfacher geworden, vielleicht sogar bis hin zu einer Art Europäischer Union.
    -- Hitler wäre irgendwann unbeachtet in München in irgend einem Armenhaus oder Kellerloch gestorben ohne dass auch nur ein Hahn nach ihm gekräht hätte.
    -- Die Kolonialreiche hätten viel länger Bestand gehabt, das alte Europa wäre auch nicht so schell gegen die USA ins Hintertreffen geraten.
    -- Das Zarenreich wäre nicht tödlich erschüttert worden, Lenin wäre in der Schweiz als armer Emigrant mit verrückten Ideen genau so unbeachtet dahingeschieden wie Hitler in München. Der Zar hätte vielleicht auch unter diesen Umständen bald abdanken müssen, aber die Bolschewiki wären wohl nie an die Macht gekommen und Stalin hätte seinen Lebensunterhalt irgendwo als orthodoxer Dorfpfarrer bestritten oder wäre in einem Gefängnis gelandet.
    -- Der Zweite Weltkrieg wäre natürlich nie ausgebrochen, zumindest nicht in annähernd der schrecklichen Form, die er unter Hitler annahm.
    -- Die Bevölkerungsexplosion hätte wohl erst sehr viel später, möglicherweise mit einer Verzögerung von Jahrzehnten, eingesetzt.
    Kurz: Eine Handvoll Männer (Damals gab es noch keine Frauenquoten und wenn es die damals schon gegeben hätte, wäre der Krieg trotz Rathenau, Haber und Bosch doch Weihnachten zu Ende gegangen) haben in einem entscheidenden Moment, unter dem Zwang eines Kriegs und mit den Vollmachten einer Zwangswirtschaft, den Lauf der Welt völlig verändert!

    So, das reicht für heute. Ich fürchte, das Thema ist zu kompex um es im Kommentarbereich so auszubreiten wie es sein müsste; ich muss mich wohl auf den Hosenboden setzen und einen Artikel dazu schreiben.

    Aber ein paar Nachdenksachen hab’ ich schon:
    -- Ist das obige wirklich ein Beweis für die Überlegenheit der gelenkten Zwangswirtschaft, zumindest in ganz bestimmten Fällen?
    -- Lässt sich die Ammoniaksynthese mit den NIE in der Planung, Ausführung und den Konsequenzen vergleichen?
    -- Wenn nicht, wo liegen denn die entscheidenden(!) Unterschiede?
    -- Was können wir aus dieser Geschichte über die Qualitäten und die Möglichkeiten staatlicher Planung und Prognostik lernen?
    -- Welchen Einfluss haben denn Politiker tatsächlich auf den Lauf der Welt; wie bedeutend ist ihr Werk, wenn man es mit dem der Wirtschaft und dem der Wissenschaft vergleicht?

    Und noch eine recht einfache:
    -- Wo bestehen Parallelen zwischen der wilhelminischen Flottenpolitik und der ‘Energiewende’ bzw dem ‘Klimaschutz’?
    -- Wo gibt es Unterschiede?
    -- Wie bedeutend sind diese Unterschiede tatsächlich?

    Und ganz zum Schluss: Das Haber-Bosch-Verfahren wird nicht das einzige Argument des Advocatus Diaboli sein. Welche Beispiele für ähnlich einflussreiche ‘Notstandsprogramme’ fallen euch denn so ein?

    (Hmmm, jetzt hab’ ich doch tatsächlich, passend zur Rolle, ein ganz teuflisches Grinsen im Gesicht :-) )

  9. Lieber Herr Tritium,
    Sowohl das Haber-Bosch Verfahren als auch das Ostwaldverfahren zur katalytischen Ammoniakverbrennung
    wurden großtechnisch 1913 eingeführt. Die Patente sind von 1910 und 1902.
    Man könnte auch sagen, dass die chemische Industrie sich vorbereitet hatte, auf die ansteigende Nachfrage zu reagieren.
    Der Nobelpreis schon 1918 an Fritz Haber zeigt, dass die Fachwelt wußte was dieses Verfahren auch für den zivilen Bereich für Chancen eröffnet, wenn man günstige Energie zur Verfügung hat..
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  10. Peter Altmaier hat geantwortet.

    Lieber Tritium,

    ich denke einen spekulativen Blick in die Geschichte zu werfen, nach der Art »was wäre wenn« bringt uns nicht arg weiter. In Bezug auf Salpeter, die erste großtechnische Anlage wurde ja schon 1913 in Betrieb genommen, es handelt sich hier ja nicht um eine Innovation die unter Zwangswirtschaft entstanden ist. Nur der massive Ausbau kann auf die besonderen Umstände des Krieges geschoben werden.

    Es gab aber auch noch andere Bereiche die nach dem Krieg weiter geführt worden und erfolgreich waren. Raketentechnik beispielsweise.

    Auf dem Historikertag war man zu diesem Thema der Meinung, dass etwa 10% der entwickelten Verfahren oder Ersatzstoffe nach dem Krieg und dem Ende der Zwangswirtschaft weiter verwendet wurden. Hier war tatsächlich eine Innovation gelungen, doch zu welchem Preis? Und welche andere Entwicklungen wurden vernachlässigt, weil die Ressourcen dafür nicht ausreichten?

    Was soll als Notbehelf über eine schwierige Zeit helfen, so wie das bei der Zwangswirtschaft der Fall ist, und was soll ist darüber hinaus zu verwenden. Der Kohleverflüssigung wurde ja auch schon mal eine große Zukunft voraus gesagt.

    Ich werde es morgen noch etwas konkretisieren.

  11. Guten Morgen, Herr Heß,

    Ihre Ausführungen sind natürlich richtig.
    Aber sie sind nicht im Widerspruch, wenn man die Ereignisse Ammoniaksynthese und ‘Energiewende’ verknüpfen möchte.
    Denn der Advocatus Diaboli wird Ihnen sofort antworten, dass es Windmühlen und PV natürlich auch schon vorher gab und dass beides schon vorher auch technisch eingesetzt wurde.
    Die Erfindung an sich ist ist also nicht das entscheidende, sondern erst die großtechnische Umsetzung und die Integration in die bestehende industrielle Infrastruktur. Dass hier Trägheitskräfte sowie hohe Anfangsinvestionen tatsächlich ein starkes Hindernis sein können, ist unbestreitbar. Als Beispiel kann man auf dem Energiesektor leicht die Kernkraft nennen, die ohne staatlichen Anschub kaum ihren Platz im Energiemix gefunden hätte. Da wurde also auch, sogar in Fruiedenszeiten, Planwirtschaft betrieben, oder nicht?

  12. @ Tritium

    Nicht Trägheitsmomente oder zu hohe Kosten für die Anschubinvestition führen dazu, dass die planwirtschaftliche Energiewende scheitern wird. Es ist einfach die Tatsache, dass Wind- und Solarstrom aus allseits bekannten physikalischen Gründe einfach nicht marktfähig sein können. Der Markt wird daher sehr schnell dafür sorgen, dass die deutsche Energiewende wie ein Kartenhaus in sich zusammenfälltt, leider nicht, ohne vorher und für die Entsorgung der Anlagen unübersehbar hohe volkswirtschaftliche Schäden verursacht zu haben.

    Zum Beleg für diese These verweise ich auf einen Bericht in der Berliner Zeitung von heute. Siehe:
    http://www.berliner-zeitung.de/energiewende/ausbau-der-meiler-temel-n-und-dukovany-tschechien-baut-neue-atom-kraftwerke,10808242,20832826.html=

    Aus diesem Bericht geht hervor, dass Tschechien seine Kernkraftkapazitäten deutlich ausbauen will und im Gegenzug die Förderung des untauglichen Ökostroms einstellen will. Ausdrücklich wird diese strategische Entscheidung damit begründet, dass man die Industrie nicht länger zwingen will, überhöhte Strompreise für Ökostrom zu zahlen.

    Ich bin ziemlich sicher, dass diese Entscheidung z.B. im VW-Konzern zu der Frage führen wird, ob man nicht Produktionen von Deutschland in die konzerneigenen Skodawerke nach Tschechien verlagern soll, um Kosten zu sparen. Zumindest wird man verstärkt Komponenten von Zulieferern, die mit im Verhältnis zur Wertschöpfung hohem Energieaufwand hergestellt werden, z.B. aus dem weniger idiotisch regierten Tschechien beziehen. Ähnliche Überlegungen werden in anderen Unternehmen mit Sicherheit ebenfalls angestellt werden. Für Arbeitsplätze in Deutschland ist das keine gute Nachricht.

    Das Beispiel Tschechien zeigt einmal mehr: Der Markt wird am Ende stärker sein als die deutsche Idiotenpolitik.

  13. Tschechien weist übrigens, mangels Euro, eine gute Wirtschaftsentwicklung auf.

  14. Lieber Tritium

    Die Energiewende ist eine Strategie zur Bewältigung von Knappheiten (Globale öffentliche Güter ). Mit anderen Worten Klimaschutz. So wie dies ein globales Problem ist, kann es auch nur global gelöst werden, deshalb ist die Energiewende völlig ungeeignet für diese Problematik, sofern man dies überhaupt als Problem ansieht, aber gehen wir einfach mal davon aus.

    Diese Knappheiten sind ein Ressourcenproblem das sich nicht mit Marktmechanismen regeln lässt, weshalb diese Ressourcen nach politischen Kriterien aufgeteilt werden. Aber auch das funktioniert nur global. ist also völlig ungeeignet für die Lösung dieses angenommenen Problems. Deshalb setzt man darauf, sich eine Technologie zu schaffen die es ermöglicht das Ressourcenproblem zu bewältigen, was aber gleichzeitig auch noch konkurrenzfähig und attraktiv für Nachahmer ist.

    Dies ist momentan nicht der Fall, aus vielfältigen Gründen, dennoch wird es großtechnisch eingesetzt, obwohl es noch nicht marktreif ist. Verbraucher werden gezwungen den NIE-Strom zu kaufen. Damit werden aber keine Innovationen gefördert, sondern nur ein angenommener Mangel verwaltet. Wie das etwa bei Wohnungseinweisungen für Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Krieg geschah, wobei Wohnraum tatsächlich eine Mangel war. Mit der Zwangsbewirtschaftung werden keine zukunftsfähigen Lösungen gefunden, sondern stellen immer einen Notbehelf dar.

    Beim EEG-Zuschlag kommen gleich mehrere Aspekte einer Planwirtschaft zum tragen. Erstens Subventionen. Doch auch wenn ein Gut subventioniert wird, was ja aus politischen Gründen öfters vorkommt, muss es sich am Markt bewähren. Das müssen die NIE nicht, die bekommen eine feste Vergütung und der Markt wird gezwungen das Produkt zu staatlich garantierten Preisen abzukaufen. Das bewirkt aber gerade das Gegenteil von Innovationsfördung, ist also kontraproduktiv wenn es darum geht, ein Produkt marktfähig zu machen.

    Der Vergleich mit der Salpeterfrage geht in diesem Zusammenhang ebenfalls fehl, die Rüstungsindustrie wurde ja nicht gezwungen ein Substitut zu kaufen, sondern verlangte danach. Es bestand also eine Nachfrage, die aber wegen der internationalen Blockade nicht befriedigt werden konnte.

    Zwangsbewirtschaftung und Subventionen sind zweierlei. Beim EEG trifft aber beides zu.

  15. Alles schön und gut.
    Glaub’ ich sogar das meiste. Ein Advocatus Diaboli ist kein Zweifler, sondern er SPIELT den Zweifler.
    Du hast da was durchaus treffendes gemeint, lieber Quentin. Nur, wenn du das diskutierst und kommst an einen geschickten Kontrahenten, dann nagelt der dich mühelos an die Wand. Deshalb hat es keinenZweck, hier eine Ponyhof-Diskussion zu betreiben.

    Du sagst ‘Nur 10% erfolgreich’
    Na und?
    Wieviele Startups sind denn erfolgreich? Steht da die Marktwirtschaft besser da? Ich bezeifle es!
    Und selbst wenn?
    Wiegt nicht EINE so bedeutsame Entwicklung wie die Ammoniaksynthese hunderte andere auf?

    Wenn ‘der Untergang der Hochzivilisationen’ auf dem Spiel steht, dann sind die Folgen mit einem Weltkrieg vergleichbar. Wenn es um Leben oder Tod geht, kann man das nicht mit Friedenszeiten vergleichen.
    Das heisst auch: Nur weil sich eine bestimmte Produktion im Frieden marktwirtschaftlich nicht rentiert, ist es noch lange nicht falsch, sie im Krieg anzuwenden.

    Was heisst ‘was wäre wenn’ sollte man nicht diskutieren, das würde nicht weiter bringen? Glaubst, dein Kontrahent macht da brav mit?
    Zumal es tatsächlich sehr wohl zu vertreten ist, sich einmal anhand verschiedener Szenarien den wahrscheinlichen Impact vorzustellen. JEDE Planung beruht darauf, alternative Entwicklungen durchzuspielen, die es nicht gab oder noch nicht gibt.

    Du sagtst: “…die Rüstungsindustrie wurde ja nicht gezwungen ein Substitut zu kaufen, sondern verlangte danach.”
    Das ist falsch. DER STAAT verlangte danach, er war der Endkunde, der Sprengstoff wollte und die Industrie lieferte.
    Jetzt will der Staat NIE--Strom und die Industrie liefert. Da kann ich keinen Unterschied erkennen.

  16. Lieber Tritium

    Wieviele Startups sind denn erfolgreich? Steht da die Marktwirtschaft besser da?

    Eindeutig ja. Von den 10% von den ich sprach, war ja nichts davon ein Startup, sondern nur ein Substitut. Richtig müsste es heißen: Wie viele Startups schaffen es unter Bedingungen der Zwangswirtschaft erfolgreich zu sein, und wie viele sind es auch noch nach Wegfall dieser Umstände?

    Wiegt nicht EINE so bedeutsame Entwicklung wie die Ammoniaksynthese hunderte andere auf?

    Die Ammoniaksynthese wurde schon vor eintreten der Zwangsbewirtschaftung genutzt und wäre, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch ohne Krieg erfolgreich gewesen.

    Nur weil sich eine bestimmte Produktion im Frieden marktwirtschaftlich nicht rentiert, ist es noch lange nicht falsch, sie im Krieg anzuwenden.

    Auch im Krieg gelten Effizienzregeln. Gerade da. Um einen Sieg zu erlangen, muss ich meine Ressourcen mit dem Ziel einsetzen zu gewinnen. Zur Zeit wird mit dem EEG völlig ineffizient gewirtschaftet, so dass der Vergleich mit dem Krieg nicht passt. Viel besser würde »Missionierung« passen.

    Was heisst ‘was wäre wenn’ sollte man nicht diskutieren, das würde nicht weiter bringen? Glaubst, dein Kontrahent macht da brav mit?

    „Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hase erwischt.“ Wer auf diesem Niveau mit mir diskutieren möchte, sollte jemand anderen suchen. Da mache ich nicht brav mit.

    JEDE Planung beruht darauf, alternative Entwicklungen durchzuspielen, die es nicht gab oder noch nicht gibt.

    Selbstverständlich wird das gemacht. Doch was die Vergangenheit anbetrifft, so wird man nur sagen können was nicht passiert wäre. Aber nicht was konkret passiert wäre, das ist genauso Spekulation wie heute.

    DER STAAT verlangte danach, er war der Endkunde, der Sprengstoff wollte und die Industrie lieferte.
    Jetzt will der Staat NIE--Strom und die Industrie liefert. Da kann ich keinen Unterschied erkennen.

    Diese Aussage ist auch nicht korrekt. Der Staat wollte Krieg führen und brauche dafür Sprengstoff. Wo der herkommt war egal. Nur was damals dafür benutzt wurde stand nicht mehr zur Verfügung, also musste ein Ersatz her. Der Staat hatte der Industrie ja nicht vorgeschrieben mit welchem Verfahren die Rohstoffe hergestellt werden, wenn es andere gegeben hätte, welche die Ressourcenschonender gewesen wären, dann hätte man eben andere benutzt. Heute werden die gewünschten Verfahren vorgeschrieben.

    Ein Advocatus Diaboli ist kein Zweifler, sondern er SPIELT den Zweifler.

    Klaro, weiß ich doch.

  17. Hallo Tritium

    Im 1. Weltkrieg bestand ein gravierender Mangel an Schießpulver, welcher durch ein existierendes alternatives technisches Verfahren gelöst werden konnte.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass es in Deutschland in den letzten Jahren einen gravierenden Mangel an Elektroenergie gegeben hat. Die EE sind auch kein existierendes alternatives Verfahren, denn sie sind eben weder heute noch in absehbarer Zukunft in der Lage, Elektroenergie gleichmäßig zur Verfügung zu stellen. Mit der Energiewende wird also kein Mangel behoben sondern ein Mangel geschaffen.
    Ihr Beispiel ist diesbezüglich als Analogie für die Energiewende völlig ungeeignet.

    Bleibt nur noch die Frage übrig, welche wirtschaftlichen Auswirkungen denn solche Zwangsmaßnahmen nach sich führen. Am Ende des 1. Weltkriegs war die deutsche Wirtschaft noch nicht einmal mehr in der Lage, das Volk ausreichend mit Essen zu versorgen. Das war einzig und allein Folge dieser Zwangswirtschaft, denn Zerstörungen durch den Krieg gab es in Deutschland nicht.
    Die Energiewende führt offensichtlich dazu, dass in Deutschland die Bevölkerung nicht mehr kontinuierlich mit Elektroenergie versorgt werden kann (s. Anstieg der Zwangsabschaltungen / extrem steigende Gefahr von Stromabschaltungen).
    Bezüglich der Folgen von Zwangswirtschaft für die Bevölkerung existiert also eine Analogie zwischen dem 1. Weltkrieg und der Energiewende.

    MfG

    PS:
    Als grüner „Advocatus Diaboli“ sind Sie ungeeignet! Sie versuchen, die Energiewende mit sinnvollen Überlegungen zu verteidigen. Das macht keiner auf der „Gegenseite“! Aber ist schon klar, sich immer wieder mit den dümmlichen pro-Energiewende-„Argumenten“ wie „Das Erdöl schickt keine Rechnung!“ auseinanderzusetzen nervt ziemlich stark.

  18. Lieber Herr Langer,

    jetzt kommen wir dem näher, was ich meinte :-)
    Man muss das nämlich mehr generalisieren und ein bisschen tiefer graben.

    Meine eigenen Überlegungen gehen in diese Richtung:
    Die ‘Salpeterfrage’ ist tatsächlich ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass staatliche ‘Vorsorgepolitik’ mit einem krachenden Aufprall endet. Denn die ‘Vorsorge’ des Kaiserreichs war ja gar nicht die Forcierung des Haber-Bosch-Verfahrens, sondern die Kriegsmarine!
    Die Flotte wurde mit riesigem Propagandaaufwand als ‘Zukunftsversicherung’ populär gemacht, wie die Windräder heute und wenn man sich anschaut, wie das durch Staat und ‘NGOs’ wie dem Flottenverein gemacht wurde, dann erkennt man genau die heutigen Muster; nur als Beispiel möchte ich den ‘Matrosenanzug’ erwähnen, der schon bei den Kindern die ‘richtige’ Haltung erzeugen sollte und gleichzeitig natürlich die ‘richtige’ Gesinnung der Eltern vorzeigte.
    Diese sündteure Kriegsmarine versagte im Ernstfall blamabel, das Gespenst der Seeblockade wurde Realität, ungeheure, jahrzehntelange Investitionen in die Zukunftssicherung waren wertlos, wie Admiral Spees Vorstoß nach Südamerika schon im November 1914, 3 Monate nach Kriegsbeginn bewies; seine Flotte wurde vor den Falklands zusammengeschossen und damit war der Weg nach Chile und der Salpeterwüste für das Deutsche Reich endgültig verschlossen.
    Es besteht kein Zweifel, dass die NIE genau so versagen würden wenn der Tag X, ‘Peak-Oil’, käme.

    Statt der ‘Vosorge’ des Staats erwies sich dagegen eine revolutionäre neue Technologie, das Haber-Bosch-Verfahren, als enorm effizient. Der Schlüssel war nicht das ‘Bewahren’ mit Hilfe gigantomanischer alter Technologie, sondern das Vertrauen darauf, dass die Zukunft nicht nur neue Probleme, sondern auch neue Lösungen bringen wird, wie schon immer in der Menschheitsgeschichte.
    Analog würden wir im ‘Ernstfall’ der wegfallenden fossilen Brennstoffe ebenfalls revolutionären Ersatz finden, seien das nun Kernkraftwerke der IV Generation oder gar Fusionsenergie. Und unsere gigantomanischen Windräder würden genau so nutzlos verrotten wie damals die kaiserliche Flotte in Wilhelmshaven.
    ———————————-
    Ist es nicht erstaunlich, wie eine Umorientierung der Sichtweise nun ein völlig anderes Licht auf den selben Gegenstand, die ‘Salpeterfrage’ wirft?
    Die Einwände von Ihnen und auch den anderen waren instinktiv richtig: Mit meiner ‘diabolischen’ Interpretation stimmte etwas ganz und gar nicht! Jetzt, nachdem wir einige Inhalte umettiketiert haben, wird es auf einmal logisch.

    Und die Moral aus der Geschichte:
    Man muss den Kern der ideologischen Überzeugung angreifen. Dazu muss man ihn aber erst mal selber richtig erkennen.
    ‘Vorsorge’ und die fast gleichwertige ‘Nachhaltigkeit’ sind solche Kernüberzeugungen unserer Kontrahenten, sie sind die Wurzel des Übels. Sie legen die Sichtweise fest, mit der die Öko-Ideologie ihr Weltbild projiziert und interpretiert. Fällt diese Sichtweise, fällt auch die Ideologie. Denn der Gedanke der Planwirtschaft beruht ja darauf, dass man der Meinung ist, man könne tatsächlich ‘Vorsorge’ betreiben was aber voraussetzt, man könne die Zukunft voraussehen.
    Dass letzteres unmöglich ist und jeder Versuch dazu dramatisch scheiterte, kann man den Öko-Ideologen gar nicht oft genug um dier Ohren hauen, mit historischen Beispielen.
    Mir gefällt Quentins Bemühung daher ungemein, sein Artikel tut ja genau das.
    Aber der Artikel hat argumentative Schwächen die ihn angreifbar machen, das wollte ich als Advocatus Diaboli zeigen.

  19. Tritium,

    ‘Vorsorge’ und die fast gleichwertige ‘Nachhaltigkeit’ sind solche Kernüberzeugungen unserer Kontrahenten, sie sind die Wurzel des Übels.

    Ganz meine Meinung, Nachhaltigkeit ist der neue “Klassenkampf”. Kommunismus, Nationalsozialismus, Ökologismus haben die gleichen Erfinder und Finanziers. Zuerst probierte man es mit einer soziologischen , dann mit einer biologischen und jetzt mit einer geopolitischen Ursache, in jedem Fall muß der Mensch umerzogen werden und keiner von den jeweiligen Ideologen legte Wert darauf, dass seine Ökonomie wirklich funktionierte zum Wohle des Menschen.

    Die Grundüberzeugungen sind konditioniert angelegt. ” Auch wenn wir keine Speicher haben, wichtig ist, wir tun was, denn das ÖL ist bald alle” Dagegen kommt man nicht an.

  20. Herr Langer,

    Am Ende des 1. Weltkriegs war die deutsche Wirtschaft noch nicht einmal mehr in der Lage, das Volk ausreichend mit Essen zu versorgen. Das war einzig und allein Folge dieser Zwangswirtschaft, denn Zerstörungen durch den Krieg gab es in Deutschland nicht.

    Die Lage war im damaligen Deutschen Reich vor WKI etwas anders. Die Wirtschaft wuchs etwa doppelt so schnell wie in England.Nur Rußland hatte noch größeres Wachstum. Mein Urgroßvater baute sogar als Arbeiter mit Landwirtschaft im Nebenerwerb ein Haus. Den Leuten ging es gut. Ca. 40% der Lebensmittel wurden importiert. Der Kaiser wollte keinen Krieg. Er wollte angesichts des wirtschaftlichen Macht des Deutschen Reiches mit seinen Verwandten in Europa gleichziehen. Paralllel baute er sogar ab 1906 die Berlin- Bagdadbahn. Er war eine Gefahr für das British Empire.

    Durch Churchills Seeblockade wurde die Hungersnot ausgelöst. Die meisten verhungerten dabei nach Kriegsende, weil Churchill die Blockade nicht auflöste bis 1919, lange nach Versailles. Da nahm er auch auf die Belgier keine Rücksicht als Verbündete. Auch die Dänen hungerten mit. Da Zivilisten verhungerten, nennt man dies ein Kriegsverbrechen.

  21. @ W.Rassbach:
    Übrigens, der Fachbegriff für diese ökologistische ‘Vorsorge’ ist eigentlich: Reaktionär.
    Denn es soll gar nicht vorgesorgt, sondern der Status quo, ja sogar der Status quo ante, also das Jetzt oder die verklärte ‘gute alte Zeit’ konserviert werden. Da hat Fortschritt natürlich keinen Platz

  22. Sehr geehrter Herr Rassbach,

    sicher spielte die Seeblockade eine Rolle bei der Hungerproblematik. Der Hauptauslöser für die mangelnde Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln war m.E. aber die Kriegswirtschaft (s. auch wiki: „Die Wirtschaftsgeschichte im Ersten Weltkrieg“). Ressourcen, die für den Krieg verwendet wurden, standen der Nahrungsgüterproduktion nicht zur Verfügung. Ein schönes Beispiel ist ja da die Ammoniaksynthese. Damit kann man nicht nur tollen Sprengstoff produzieren sondern auch Düngemittel. Allein mit einer ausreichenden Düngung wäre in Deutschland zu Beginn des 20. Jhd. eine Selbstversorgung kein Problem gewesen.
    Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch die Versuche der damaligen Politik, die Nahrungskrise zu bewältigen. Dort wurden die gleichen Methoden erfolglos ausprobiert, die uns heute die Ökobrigade nahebringen will, wie z.B.:
    -- hohe Preise zur Reduzierung des Verbrauchs
    -- drastische Reduzierung des Fleischverbrauchs

    MfG

  23. Herr Langer,
    die Lage war nunmal so, dass das Deutsche Reich von Kaiser Wilhelm zu den reichsten Ländern der Welt gehörte. Durch den immensen Handelsüberschuß waren sie in der Lage, 40% der benötigten Lebensmittel zu importieren.

    Dieser Import wurde durch die Seeblockade unterbunden. Das deutet für mich daraufhin, dass der Kaiser nicht mit einem Krieg rechnete, sonst hätte er dieses Problem gelöst.Sie hatten nichtmal genügend Saatgut, weil es zur Fleischproduktion verfüttert wurde, es kam bis 1919 auch nichts mehr rein, also was sollte gedüngt werden?
    Die Dänen gaben ihr Getreide übrigens an die Bevölkerung aus, was die Rate der Hungertoden verringerte.

  24. Herr Rassbach, mit so einer Art Krieg hatte damals niemand gerechnet.
    Man dachte immer noch in ‘Feldzügen’ napoleonischer Art.
    Doch, wohlgemerkt: Die Flottenrüstung wurde neben der Sicherung des Kolonialbesitzes vor allem mit der Abwehr einer möglichen Blockade begründet!*
    Das Tirpitz-Konzept der ‘Risikoflotte’ war nicht offensiv gegen Großbritannien gerichtet -- dazu reichten die Mittel nicht -- sondern sollte defensiv stark genug sein, der Royal Navy so schwere Schäden zuzufügen, dass diese ihre globale Tüchtigkeit verliert. Dazu gehörte auch, den Kampf nur unter günstigen Beedingungen aufzunehmen; als ‘Ausfallflotte’ sollte die Reichsmarine Blockadegeschwader vor den deutschen Seehäfen angreifen. Wie ich weiter oben schon ausführte, durchkreuzte die Royal Navy diesen Plan aber von Anfang an durch die Fernblockade der Northern Approaches auf Höhe der Orkneys und Shetlands, viel zu weit von den deutschen Kriegshäfen entfernt als dass die Reichsmarine es hätte wagen dürfen, dort eine Schlacht zu liefern; sie wäre, durch die zwangsläufig lange Vorwarnzeit, der vereinigten Home Fleet direkt in den offen Rachen geschwommen und hätte ausserdem damit rechnen müssen dass ihr der Rückmarsch abgeschnitten wird.
    Der Kaiser rechnete also sehr wohl, aber falsch. Die Nahblockade, mit der die Royal Navy einst Napoleon in die Knie zwang, war bereits Geschichte.
    Dass die Lenkung der Ammoniak-Produktion in die Rüstungsindustrie die Nahrungsproduktion extrem schädigte, steht ausser Frage: Das Reich war ja auch von den reinen Düngemittelimporten (Guano!) abgeschnitten und brauchte Stickstoffdünger notwendiger denn je. Um die Grössenordnung zu verdeutlichen: Stickstoff-Mineraldüngung vervierfacht die Ernterträge!

    *Die Kolonien waren in einem Krieg maritim ohnehin unhaltbar, da es der deutschen Marine an Kohlestationen fehlte. Für den Schutz der Kolonien wären auch Kreuzer der richtige Schiffstyp gewesen. Gebaut wurden aber vor allem Linienschiffe, schwere Einheiten, die den Hauptkampf mit starken gegnerischen Einheiten durchfechten können. Das war eindeutig gegen die Home Fleet gerichtet, mit der Nordsee als Kampfraum.

  25. OT, aber ich kann mir einer sagen, was an dem Artikel faul ist? Meine Frage ist ehrlich gemeint.

    Es wird behauptet:

    Studien zeigen: Wind, Wasser und Sonne liefern schon heute die Energie billiger als Atom- und Kohlekraftwerke. Das fällt aber nicht auf. Die hohen Subventionen für konventionelle Erzeuger, die nicht auf der Stromrechnung erscheinen, müssen die Steuerzahler tragen.

    http://www.sueddeutsche.de/geld/studie-zu-energiekosten-das-maerchen-vom-teuren-oekostrom-1.1515904

    Schon die Quelle ist mir suspekt, die Studie wurde anscheinend nicht von einem neutralen Institut erstellt, sondern einem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

    Danke!

  26. @Constanze
    Was faul daran ist?

    “Die versteckten Zusatzkosten zahlen die Verbraucher durch Steuern und Abgaben”, sagt Meyer. Wie viel genau, das zeigt die Studie des FÖS im Auftrag von Greenpeace Energy und dem Bundesverband Windenergie.

    Dat sollte als Erklärung eigentlich schon reichen.
    Die Studie lügt in zweifacher Hinsicht…….denn sie berücksichtigt NICHT die externen Kosten der Erneuerbaren (Netzausbau, nötige Speicher etc)……..knallt aber im Gegenzug den Fossilen den Makel “Klimaschwein” und dessen unendliche negative externe Kosten an die Backe.

    Wenn es auch im ganzen Wendegedöhns meist untergeht…….Die Energieversorgung ist national die wichtigste Infrastruktur die wir besitzen. Wenn zum Aufbau und unterhalt Steuererleichterungen und Subventionen geflossen sind, dann diente das unseren Wohlstand und dem Aufbau zu einer schlagkräftigen Industriegesellschaft, die ja heute schon ganz Europa über Wasser hält.

    Wichtig……ein Windrad oder eine Solarzelle ist nur ein HALBES Kraftwerk……denn es fehlt die gespeicherte Energie um dann Strom zeitgenau zu erzeugen, wenn er auch benötigt wird…..Punkt um und Aus.

    Derzeit läuft medial eine Rufmordkampangne gegen die angestammte Energiewirtschaft…….die mich einfach nur noch wütend macht…….der Mohr hat seine Schuldigkeit getan….nun kann er gehängt werden.
    Sämtliche Wendekriegsgewinnler/Lobbyisten samt unterwanderten Umwelt-NGO + Politik präsentiert den Michel ein Feindbild und versucht selbst jetzt noch, die Wende und deren Kosten schön zu reden.
    Wir werden schlichtweg verarscht…….mehr ist aus meiner Fach-Sicht nicht mehr zu diesen Thema zu sagen.
    H.E……..alias Energie-Ossi

  27. @ Constanze:

    Gerade dieser Artikel und der Kommentarbereich hier enthält die Antworten, denke ich. Einfach mal ein bisschen schmökern.

    Bei konkreteren Fragen helfen wir dann noch gerne :-)

  28. Uuuups…
    Hab ich mich verschaut.
    Den da meine ich: Die fünf Rechentricks der Ökobranche nebst einem Kommentar

  29. @Nachtrag
    Die Steinkohlesubventionen dienten einzig und alleine dem Erhalt der Arbeitsplätze im deutschen Steinkohlebergbau…..weil die Weltmarktpreise schon teilweise weit unter der Häfte des Preises der deutschen Steinkohle lagen.
    Ausserdem……hat man früher noch etwas strategischer gedacht……einheimische Kohle diente der Unabhängigkeit von Importen und dessen Unsicherheiten.
    H.E.

  30. Danke. das mit den externen Kosten kam mir auch gleich in den Sinn, war mir aber unsicher.. Ich würde ja nicht so blöd fragen, werde aber ständig mit solchen “Studien” konfrontiert, wenn ich mich kritisch zu dem ganzen Energiewahnsinn äußere.

    Sicher habe ich den Artikel und die Kommentare zu den Rechentricks der Ökobranche gelesen, wirklich sehr gut und sucht seinesgleichen in den Medien.

  31. Zettel:

    Die Energiewende, die Erziehung unserer Menschen und der Traum des Wolfgang Harich

    In einer Marktwirtschaft wird das produziert, was der Konsument nachfragt. In einer Mangelwirtschaft sucht der planende Staat “seine Menschen” so zu erziehen, daß sie ihr Konsumverhalten an das jeweilige, in der Regel unzureichende Angebot anpassen.

    Mit der “Energiewende” hat Deutschland den Schritt in die Mangelwirtschaft und damit die Planwirtschaft getan. Wer teure Formen der Energieerzeugung an die Stelle von billigen setzen will; wer auf Energien “umsteigen” will, die unabhängig von der Nachfrage je nach Laune der Natur erzeugt werden, der kann das nicht innerhalb einer Marktwirtschaft tun….

  32. „Leben mit der Energiewende” – Der Film

    Is schon schlimm, wenn man als Kämpfer für das Wahre und Gute und gegen Lüge und Ausbeuterei net genügend gewürdigt wird, gelle? So wie der Fernsehjournalist Frank Farenski. Der hat nämlich jetzt endlich mal Tacheles geredet über die Energiewende! Aber keiner mag ihm so richtig zuhören.

    Dabei gibbed die Kinokarten schon zum Sonderpreis, wie das Ur-alte Franzl auf seiner Sonnenseite bekannt gibt:

    Der Film hat in Berlin (heute -- 21.11.2012) im Berliner Filmtheater am Friedrichhain Premiere und ist bis Ende Februar auf gesonderten Vorführungen in Deutschland für 1,68 Cent pro Kinokarte zu sehen.

    Der taz vertraute der Schöpfer des Filmkunstwerkes jetzt an: „Ich hatte eine Schere im Kopf“

    Mein Film ist ein Plädoyer für die Erneuerbaren. Auch wenn natürlich die Gegenpositionen zu Wort kommen – mein Film ist nicht ausgewogen. Aber alles, was ist sage, stimmt. Es ist nichts falsch und nichts weggelassen. Der Film wird wahrscheinlich niemals im Fernsehen laufen, weil kein Sender so einen Stoff in die Hand nehmen würde.

    …..na, so’n Scheiß aber auch!

    Dabei ist es für den selbsternannten Volksaufklärer natürlich sonnenklar: Die Propagandakampagne gegen die Energiewende durch Energiewende-bremsende Medien wie die FAZ (natürlich gesteuert durch die Finsterlinge vom „fossil-atomaren Komplex” !!!) muss endlich ein Ende haben! Deshalb gibt er nun sein Filmchen sogar zur öffentlichen Verwertung frei, damit sich die Wahrheit weiter den Weg ans Licht bahne. Das Volk hat schließlich ein Recht darauf!

    Die Zuschauer dürfen das Material selbst weiterverwenden. Was glauben Sie, was die daraus machen?

    Ich hoffe natürlich, dass sie es zumindest weitergeben, damit sich die Informationen und die Argumentation verbreiten. Darüber hinaus gibt es unheimlich viele Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien, Bürgermeister, Initiativen. Da gibt es bestimmt jemanden, der sich hinsetzt oder daran nochmal was macht. Was? Das müssen wir abwarten.


    Und hier ist nun eine Kostprobe des Erneuerbaren Meisterwerkes:

    httpv://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=CqDS3OhGnoM#!

  33. #32

    Einbetten klappt net…. 2. Versuch:

    httpv://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=CqDS3OhGnoM#!

  34. @admin

    Rudolf, kannste bitte mal checken, warum sich das Video net einbetten lässt?

    [Ich habe es mit einer anderen Version hinbekommen. Der Player scheint Probleme mit "embeded" Videos zu haben. RK]

  35. Oje, Ich habe mir gerade die ersten 3 Minuten angesehen…Herrje hat da jemand keine Ahnung…

  36. #34

    danke Rudolf. Noch viel unterirdischer ist jedoch diese Version, auf die ich verlinken wollte.

    LEBEN MIT DER ENERGIEWENDE -- DER FILM -- Teil 1

    Da soll dem Kinogänger das Meisterwerk gelebter Großer Transformation so richtig schmackhaft gemacht werden, weshalb sich der Herr Filmschaffende höchstselbst ins Bild wuchtet und mit markigen Worten und wehendem Haar nun dem dummen deutschen Energiewende-Muffel die Wahrheit verkündet.

    …..der Mann mit dem Artur-Chip in der Rübe.

  37. Vielleicht ein bissel OT, aber -- unbedingt hörenswert gerade eben im DEUTSCHLANDFUNK, Roland Koch im INTERVIEW DER WOCHE!

    Herzliche Grüße!
    Helix P.

  38. P.S. Der Link zum Text des Interviews von Kindermann mit KOCH ist hier.

  39. @Helix

    Der Link funktioniert leider nicht.

  40. @#39

    da fehlte der : hinter dem http

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1930554/

  41. @ Tim Hardenberg

    Oh, sorry, tut mir schrecklich leid. Hatte mein Brillchen noch nicht auf!

    @ Michael M.

    Dankeschön!

  42. # 26:
    Tim,
    ich hab’s bie 1:55 geschafft, dann hab’ ich meinen persönlichen Ausstieg aus diesem Film von Dummköpfen für Dummköpfe vollzogen.
    Schon vorher haben die Finger gezuckt, bei dem Satz “Was für ein Riesenaufwand nur für diesen einen Moment”: Die Rede war von der Kohlelogistik, die doch so ungeheuer schwer und so leicht vermeidbar sei.
    Und dann, als ich glaubte, ich hätte mich da wohl verhört, übertrumpft er sich tatsächlich mit dem Brustton des abgeklärten Gutmenschen mit der Bemerkung, der Ausbau der Solarenergie würde ‘politisch bekämpft’-
    Da war dann die Schmerzgrenze bei mir überschritten.
    Das zeugt von einem so unglaublichen Unverständnis für die elementartsen Zusammenhänge, dass es mich tatsächlich in seiner Naivität und abgrundtiefen Dummheit an ‘Artur’ erinnerte.
    Der ‘Filmemacher’ hat in seinem Machwerk nur den persönlichen Offenbarungseid abgelegt, dass er absolut keine Ahnung davon hat, was ‘Markt’ ist.
    ‘Markt’ ist das exakte Maß für den Aufwand, den man betreiben muss, um ein Bedürfnis zu befredigen.
    Betrachtet man den Preis der Steinkohle und deren Transportkosten, so wundert sich dieser Vollpfosten zwar, dass das ja so bilig sei, Kohle um die halbe Welt zu schippern, kommt aber keinen Moment aud die Idee, sich mal zu fragen, wie groß, in Relation, denn der Aufwand tatsächlich sein kann, wenn es so wenig kostet -- ‘Aufwand’ muss doch bezahlt werden!
    Und wenn Kohle aus Australien so billig ist, wenn die Brennstoffkosten beim Steinkohlestrom nur bei läppischen 1,5 Cent/kWh liegen, dann ist das der klare Beweis dafür, dass der ‘Aufwand’ eben tatsächlich nur sehr gering ist!

    Wie man dann aber so betonköpfig sein kann, zu glauben, es wären politische Gründe, die der Solarenergie den Durchbruch verweigern und nicht der ‘Aufwand’, also die Kosten, die der Markt unbarmherzig aufdeckt und beziffert und die bei Solarstrom eben ungeheuer hoch sind, entzieht sich meinem Verstand.
    Der ‘Aufwand’ für beide Energieerzeugungsarten kann ein 10-jähriger Hauptschüler* nach wenigen Stunden themenbezogenem Unterricht höchst einfach berechnen:
    Brennstoffkosten Kohle/kWh 1,5 Crnt/kWh
    Erzeugungskosten Solarstrom 25 Cent/ kWh
    Aufwand im Verhältnis Kohlegewinnung und -Transport zu Solarstromerzeugung ist gleich 1:16,7
    Der Aufwand für das Einsammeln einzelner solarer Photonen zum Zweck der Energiegewinnung ist -zigfach hüher als der für die Steinkohlenutzung.
    “Setzern, Sechs!” heist das dann, für Film und Autor. Nach 1:55 Minuten. Denn ganz egal was noch kommen mag, es kann diesen Offenbarungseid nicht mehr entkräften.

    *Sagen wir mal: Vor ein paar Jahrzehnten wäre das für einen 10-jährigen bayerischen Hauptschüler tatsäch kein großes Problem gewesen. Heute scheitern an dieser kleinen Aufgabe aber sogar Akademiker reihenweise. Da kann einem tatsächlich das Gruseln kommen. So ein Gefühl, als sei man von Zombies umgeben.

  43. @Tritium #42

    ich hab’s bie 1:55 geschafft, dann hab’ ich meinen persönlichen Ausstieg aus diesem Film von Dummköpfen für Dummköpfe vollzogen.

    ….wat meinste wohl, warum die Kinokarten 1,68 Cent (in Worten: Eins komma achtundsechzig Eurocent) kosten.

  44. *lacht*
    Ich bestehe aber auf meinem Wechselgeld!

  45. @Tritium

    ….hi hi, sicher fragt die Kassiererin vorher: „Bar oder Karte?”

  46. Vorhim habe ich in ard nur 55sec geschafft, die haben tatsächlich die Methanrülpser der australischen Kühe nachgemessen. für die Rülpser einer Herde kann ein fossiles Auto 300000km fahren, die Kühe sind klimaschädlich, wie auch die 160000 australischen Kamele

    ein Film von Kamelen für Kamele

  47. Die grünkommunistischen Agitatoren feiern 20 % EE im Strommix 2011.

    das findet man blind im Netz. Dahinter steht 3% Solar und 8% Wind, 2010 2% und 6,2%, da muß man schon googeln.

    Den Ausbauzustand , der dahinter steckt, findet man nicht so leicht, weil von den Propagandisten schön verschleiert.

    Prof.Alt sagt dazu egal was noch zugebaut wird, die täglichen NUllstellen werden bei Solar und Wind immer bleiben.

  48. OT
    Verständlich, daß zur Zeit die Nerven blankliegen. Trotzdem halte ich, nicht nur wegen der guten Lesbarkeit, persönliche Beleidigungen und ähnliches für überflüssig. Das haben wir nicht nötig. :) mfG.

  49. Letzte Warnung, W.Rassbach

    ich lasse das jetzt noch stehen, #46, #47, missbillige diese Äußerungen aber.

    Können Sie sich nicht woanders austoben!

    Widerlich.

  50. QQ,

    ich nehme Ihre Mißbilligung zur Kenntnis,dabei habe ich doch schon dazu gelernt, kein Nazivergleich, keine unterstellten Hirninsuffizienzen…

    Ich entschuldige mich für meinen emotionalen Ausbruch, ich nehme an, ich lasse mal “grünkommunistisch” und die Kamele weg?

    Nach dem Film LEBEN MIT DER ENERGIEWENDE — DER FILM — Teil 1, wer hat nur diesen Schwachsinn hier rein gestellt, war ich wegen dessen offener physikloser Propaganda erzürnt. Solche Propaganda kannte ich nur aus der früheren ddr. Dann schaltete ich , aus Versehen,Klimaexpeditionen -- Forschung am Limit
    Moderation: Dennis Wilms
    ein und hörte dies:

    - Ein Cow Girl als Klimaretterin
    Wenn die Kühe der Welt weniger Blähungen hätten, wäre die Klimakrise fast besiegt.
    Auf diesen Punkt könnte man die wissenschaftliche Arbeit von “Cow Girl” Kirsty Hammond bringen. „Cow Girl” nennt man die neuseeländische Agrarwissenschaftlerin deshalb, weil sie sich bei ihrer Forschung hauptsächlich mit Kühen befasst. Kühe pusten weltweit die größte Menge Methan in die Atmosphäre, das zweitgefährlichste Treibhausgas nach CO2. Selbst eine geringfügige Reduktion könnte große Effekte bei der Bekämpfung des Klimawandels bringen. “W wie Wissen” besucht die junge Forscherin am anderen Ende der Welt, in Neuseeland.

    In diesem Auschnitt ging es aber um Australien, da fielen mir die armen 160000 Kamele ein, die Klimaschützer in Australien dieses Jahr unbedingt zur Rettung von Mutter Erde “abschaffen” wollten. Daher die Kamele.

    Also bitte, ändern Sie “grünkommunistisch” in “ökodktatorisch” und die Kamele . die können schließlich nichts dafür, in ökologistische Filmschaffende um.

    Oder kamen Sie mit dem Schwachsinn des Strommixes 2011 nicht klar? Das dröhnt seit einer Woche als Propaganda aus dem Radio.

    2011 haben EE mit 20% die Kernkraft überholt.
    Dahinter steht Solar von 2 auf 3% erhöht. Da 2010 25 GW installiert war , hatten wir 2011 wohl schon 37 GW Solar.
    Dazu kommt immer der Hinweis, 2050 sind 80 bis 100% EE Versorgung möglich.

    Wenn Solar mal 20% erzeugt, sind dann 250 GW installiert, Prost Mahlzeit für die Netzbetreiber, wenn mal doch die Sonne scheint.

    Wind nicht anders. 25000 Windmühlen produzieren 8% Strom, bei 80% haben wir dann 250000 Windmühlen in Deutschland stehen.

    Das wären zusammen 100%, das funkktioniert aber erst, wenn wir in Deutschland die Physik ganz abschaffen.

    Wer soll sich da nicht aufregen? Einfach widerlich, diese pseudowissenschaftliche Propaganda.

    QQ, mich interessiert nur Physik, mit soziologischen Betrachtungen kann ich nichts anfangen.

  51. @ W.Rassbach

    mit soziologischen Betrachtungen kann ich nichts anfangen.

    Warum ergehen Sie sich dann ständig in unflätigen Beschimpfungen. Genau genommen sind das nämlich soziologischen Betrachtungen.

    Und ich will es nochmal deutlich machen. Ich werde diese Art von Diskussionen, bei den Artikeln die ich hier einstelle, nicht mehr zulassen und rigoros löschen. Für den Fall dass Peter oder Rudolf damit nicht einverstanden sind, lösche ich den ganzen Artikel.

    Das betrifft auch insbesondere folgende Äußerungen, von denen ich mich ausdrücklich distanziere:

    #3: Dekadenz der geistig verfetteten Sesselpupsers
    #5: durchidiotisierten Parteien
    #5: deutschen Dummenpolitiker

    Das nur als Beispiel. Einiges habe ich erst jetzt gelesen, da ich hier schon lange nicht mehr den Kommentarbereich hier bei Science-Skeptical so gründlich verfolge wie noch vor einem Jahr.

    Also, überlegt es Euch was ihr tut. Wenn ich hier etwas schreibe, dann biete ich einen gedeckten Tisch an. Das kredenzte muss nicht schmecken, vielleicht ist es auch wirklich schlecht und Kritik ist willkommen und erwünscht. Das berechtigt aber nicht, wie hier manchmal vorkommt, dass Kommentatoren sich bei Tisch unflätig benehmen. Das ist respektlos.

  52. @ Quentin:

    Für den Fall dass Peter oder Rudolf damit nicht einverstanden sind, lösche ich den ganzen Artikel.

    Ich stehe in dieser Sache voll auf Deiner Seite. Aber ich habe den Glauben an Besserung verloren. Die Leute wollen halt pöbeln. Und schaffen damit eine Umgebung, in der man einfach keine Lust mehr hat, Artikel zu plazieren. Zugunsten einer kurzfristigen emotionalen Befriedigung (“jetzt habe ich aber mal so richtig die Sau rausgelassen”) gefährden sie den langfristigen Erfolg dieser Seite. Ich sehe keine Lösung.

  53. QQ #51,

    Das nur als Beispiel. Einiges habe ich erst jetzt gelesen, da ich hier schon lange nicht mehr den Kommentarbereich hier bei Science-Skeptical so gründlich verfolge wie noch vor einem Jahr.

    Das ist es, ich würde eine inhaltliche Diskussion auch mehr begrüßen und ich wäre hier auch für formelle Kritiken empfänglich. Vielleicht habe ich ja auch nur soziologisch mit Begriffen experimentiert, um Reaktionen hervorzurufen?

    Sie sind von der Rede Altmaiers irritiert, ich nicht, ich habe sie genauso erwartet. Mit der Einführung des Begriffes Zwangsbewirtschaftung werden wir kaum etwas erreichen, da hat Prof.H.Alt für mich besser auf Altmaiers Rede reagiert. Die hatte ich hier schon zur Diskussion gestellt, aber keine Reaktion gesehen.
    Energiewende, Altmaier in Aachen am 31.10.2012

    Mit dem Ziel „Energiewende“ sind alle Parteien des deutschen Bundestages vorbehaltlos einverstan-den. Was soll der Stromkunde denn glauben, wenn die Politiker aller Parteien und viele namhafte Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft und sogar Verantwortliche unserer Energieversorgungsun-ternehmen -- die allerdings in aller Regel Banker, Volkswirte, Architekten, Lehrer oder Juristen, aber keine Elektrotechniker sind, -- selbst verkünden, dass der Atomausstieg bis 2022 und die Energie-wendeziele zeitlich machbar seien.
    Welcher technische Mehraufwand erforderlich ist und was das dann kostet, wird nicht thematisiert.

  54. Hallo Quentin,

    Für den Fall dass Peter oder Rudolf damit nicht einverstanden sind, lösche ich den ganzen Artikel.

    Ich würde das sehr bedauern, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen weil ich den Text für sehr gelungen halte und er einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Umgestaltung der Energieversorgung darstellt.

    Zum anderen, und das ist der für mich gewichtigere Grund, fände ich es wirklich schade, wenn Kommentatoren so viel Einfluss auf diesen Blog zugesprochen würde. Auch wenn ich da ein etwas dickeres Fell zu haben scheine und bei der Auslegung der Regeln zum Umgang miteinander hier im Blog etwas nachlässiger bin, kann ich Deine und Peters Verärgerung verstehen.

    Mein Vorschlag wäre, die Diskussionsregeln hier wieder kompromissloser anzuwenden (was vor allem an mich gerichtet ist). Bevor wir darüber nachdenken Artikel zu löschen halte ich das Löschen von Kommentaren für den sinnvolleren und zielführenderen Weg. Es kann schließlich nicht angehen, dass wir als Autoren uns hier beschränken, weil sich einige Kommentatoren nicht an grundsätzliche Regeln des Anstands halten können oder wollen.

  55. @Rassbach
    Wenn Du immer noch nicht begriffen hast wie hier neuerdings der Hase hoppelt, dann ist Dir auch nicht mehr zu helfen.

    Wir sind hier lediglich Gäste…..und den Weisungen der Blog-Betreiber ist unbedingt Folge zu leisten, kapische.
    H.E.

  56. @ Heinz

    Die einzige “Weisung” der hier “Folge zu leisten” ist, sind die Diskussionsregeln. Und diese spiegeln lediglich das wieder, was man im allgemeinen als Grundlage für eine vernünftige Diskussion ansieht. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt genug andere Stellen im Netz wo man seinen Drang die Emotionen gegenüber laufen zu lassen ausleben kann. Da sollte es doch keinem schwer fallen (was die allermeisten Kommentatoren hier ja auch immer wieder beweisen) sich in der Diskussion hier mal etwas am Riemen zu reißen.

  57. @Rudolf

    Da sollte es doch keinem schwer fallen (was die allermeisten Kommentatoren hier ja auch immer wieder beweisen) sich in der Diskussion hier mal etwas am Riemen zu reißen.

    Ich war es nie und werde es auch nie sein…….ein angepasster Schlipsträger.
    Blogregeln sind in gewisser Weise interpretierbar, wobei natürlich persönliche Beleidigungen zu unterbleiben sind.
    Inzwischen werden aber die Blogregeln so ziemlich einseitig ausgelegt, so das ich mir fest vorgenommen habe, so minimalistisch wie möglich hier zu kommentieren.

    Emotionen…..wer diese verleugnet, hat immer noch nicht begriffen, wie der Infokrieg in den Medien geführt wird.
    Dieser war in den letzten Tagen ganz prima an der Strompreisdiskussion zu erleben, wo fast alle gedruckten und auch Online-Medien mit den “Studien” vom Bund der Energieverbraucher massive Hetze gegen die Energiewirtschaft gefahren haben, obwohl wir ja eigentlich wissen, wer der wahre Strompreistreiber ist.
    Sorry….als einer von knapp 270.000 Mitarbeiter dieser Branche, empfinde ich das als persönliche Beleidigung, da ich meinen Job mit einer Menge Herzblut ausübe.

    Inzwischen, auch um meine seelische Gesundheit nicht noch mehr zu gefährden, hab ich mir die nötige “Leg mich am Arsch”-Stimmung zugelegt…..dienstlich wie auch hier im Blog, wenn man nix mehr erreichen kann, wenn man nix mehr ändern kann, kommen eben fatalistische Grundstimmungen zum tragen.
    Ehe ich mich verbiegen lasse…..nehm ich lieber den Hut.
    Ganz Liebe Grüße
    Heinz Eng

  58. @ Peter #52

    Ich sehe keine Lösung.

    So wie es momentan gehandhabt wird, wird es keine Lösung geben. Das sehe ich auch so. Eine Zeitlang geht es gut, dann schleifen sich wieder die alten Gewohnheiten ein. Hatten wir ja alles schon ein paar mal.

  59. Heinz,
    das habe ich kapiert und akzeptiere jegliche Angst vor voreilig gewählten Begriffen.
    Obwohl, sagte das nicht schon Matt Ridley so schön, wir Ketzer können nichts kaputt machen oder gefährden, weil wir ja nichts anrichten. Wir setzen die Physik nicht außer Kraft , wir versuchen sie zu erhalten.

    Wirklich ernst gemeint habe ich seit Tagen die Frage nach Prof.Alt. ER hat die Unmöglichkeit der E Wende in Zahlen begründet. Hatte ich jetzt erst gefunden. Kanntest Du das schon?

    SGK Weiterbildungsseminar
    Risiken und Chancen der Energiestrategie 2050
    „Energiewende zwischen Wunsch und Wirklichkeit“
    Donnerstag 22.11.2012, 9.15 Uhr, Conference Center Olten, Swisscomgasse 1, 4600 Olten

    ganz frisch mit allen, sonst schwer zu findenden Zahlen, die Propaganda ist leicht zu widerlegen.

  60. @Rassbach
    Diesbezüglich habe ich mehrfach lautstark Kritik geäussert…….woraus ich auch seit Kurzem meine Konsequenzen gezogen habe.
    Nobel geht die Welt zugrund……..wegen mir.
    Ich werde auch nicht mehr auf direkte oder versteckte Provokationen reagieren, die versuchen mich zu verleiten den Choleriker raus hängen zu lassen um mich anschließend freudestrahlend hier zu entfernen.
    Als Skeptiker hab ich den Zweifrontenkrieg satt…..es ist alles gesagt, es ist alles versucht worden…..die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten, warum also noch aufregen, hat doch eh keinen Zweck mehr.
    Da streite ich mich lieber mit moderaten Warmaholics…….die sind wenigstens nicht so schnell eingeschnappt.
    Ok, das wars zu diesem Thema……Sendeschluss.!!!!!

    Prof. Alt……ich kenne die meisten Sachen, die dieser gute Mann gemacht und geschrieben hat, trotzdem vielen Dank für Deinen Link, den ich die nächste Zeit mal anständig durchackern werde.
    Es gibt viele E-Profis und Fachleute, die schon seit Jahren warnen, ob nun Herr Keil oder Herr Wagner von Energiefakten……..es nützt aber alles nix, wenn entsprechende Stellen lieber auf Elektrikerlose-Ökoinstitute hören als auf die Fachwelt, die sich zu meinen Leidwesen in Teilen inzwischen auch unter dem grünen Mäntelchen versteckt um den unberechtigten “Volkszorn” zu überleben.
    Ganz Deutschland lügt sich selber in die Taschen…….und wir hier, wie auch EIKE sind nur ein paar vereinzelte Störenfriede, die niemand ernst nimmt……oder als rückwärtsgewande Bremser der schönen neuen Ökowelt disqualifiziert.
    Ich sehe mich nur noch als Archivar des Irrsinns……oder halte mit Gleichgesinnten etwas fachchinesisches Energiezeuchsgebabbel.
    Erst wenn man beginnt, sich selber nicht mehr so ernst zu nehmen, wird man wirklich frei.
    Hochachtungsvoll, Ihr ergebener Diener
    Onkel Heinz……..Ekel mit Seelenfrieden

  61. Heinz,
    Homepage von Prof. Dr.-Ing. H. Alt

    nehme den zum schmökern ;-) Prof. Alt ist auf deiner Seite, aber er ist höflich auch zu Altmaier in seinem Brief an ihn, den Juristen ;-)

    Was soll der Stromkunde denn glauben, wenn die Politiker aller Parteien und viele der Verantwortlichen unserer Energieversorgungsunternehmen -- die allerdings in aller Regel Banker, Volkswirte, Architekten, Lehrer oder Juristen, aber keine Elektrotechniker sind, -- selbst verkünden, dass der Atomausstieg bis 2020 machbar sei.
    Welcher technischer Mehraufwand erforderlich ist und was das dann kostet, wird nicht thematisiert.
    Das ist so, als wenn ein Elektrotechniker erklären würde, dass bis 2020 der Durchbruch zur Heilung jeder Krebserkrankung möglich sei.

    Oder den hier:

    Die 150 Mrd. kWh jährliche
    Stromerzeugung aus Kernenergie in Deutschland zu
    5 ct/kWh macht 7,5 Mrd. €, die gleiche Strommenge
    aus offshore Windanlagen zu 15 ct/kWh und
    Sonnenanlagen zu 30 ct/kWh je zur Hälfte im Mix
    (beides gesetzlich für 20 Jahre garantiert!) macht
    22,5 ct/kWh und somit Stromerzeugungskosten -- zu
    Zeiten wo der Wind weht und die Sonne scheint --
    von 33,75 Mrd. €, also eine Mehrkostendifferenz von
    26,25 Mrd. € pro Jahr. Dividiert durch 40 Millionen
    deutsche Haushalte macht eine jährliche Belastung
    je Haushalt von 656,25 €, ganz egal wie das bei
    jedem einzelnen ankommt plus den Kosten für neue
    Gaskraftwerke und 3.600 km Leitungen!

    Skeptiker sind nie homogen, am putzigsten finde ich Greenpeace Aussteiger Werner Altnickel, Was wettert der gegen die grüne Bürokratie, für die er mal arbeitete aber er unterschreibt noch immer mit sonnigen Grüßen ;-) für die hat er auch gearbeitet ;-) Er müsste mal Prof.Alt lesen, den letzten Prof. , der noch Physik verbreitet ;-)
    Also nimms locker, meine Mädchen beruhigen sich auch immer wieder. Sie wissen doch auch nichts.

  62. @ Rassbach, #59:

    Wirklich ernst gemeint habe ich seit Tagen die Frage nach Prof.Alt. ER hat die Unmöglichkeit der E Wende in Zahlen begründet. Hatte ich jetzt erst gefunden. Kanntest Du das schon?

    In diesem Beitrag, Herr Rassbach, zeigt sich das Problem sehr deutlich. Zum wiederholten Mal wundern Sie sich, warum hier niemand auf Ihre Hinweise auf Prof. Alt eingeht. Zunächst sind der Mann selbst und seine Thesen lange bekannt. Die Botschaft, daß da jemand ist, der unsere Haltung teilt, ist schön. Wird zur Kenntnis genommen. Und gut. Die Folien aber (bspw.), die Sie oben verlinken, sind einfach scheußlich (bislang dachte ich, Monckton macht die schrecklichsten Folien, aber Alt schlägt ihn um Längen). Sie sind in keiner Weise geeignet, strukturiert und pointiert Laien vom Unsinn der Energiewende zu überzeugen. Und was ganz wichtig ist: Nichts auf diesen Folien wurde nicht irgendwo hier in irgendeinem Artikel schon mal intensiv besprochen und diskutiert. Und zwar wesentlich eingängiger und massentauglicher, als Prof. Alt das herüberbringt.

    Interessant für das Blog wäre also bspw. die Botschaft, was denn Prof. Alt an neuen, wirklich neuen Argumenten bringt, die wir hier nocht nicht besprochen haben. Das wäre dann eine Botschaft, die einen Kommentar und eine nähere Betrachtung lohnt.

    Das ist hier ein Autorenblog. Dieser lebt eben davon, daß sich ein paar Menschen viel Zeit und Mühe machen, hier intelligente und anregende Inhalte zu gestalten. Ohne Artikel kein Blog -- so einfach ist das. Und wir brauchen dringend, um Attraktivität weiter zu gewährleisten und das Interesse aufrecht zu erhalten, mehr Autoren. Denn die paar Köpfe, die das hier tragen, sind zunehmend zeitlich überfordert. Und sind naturgemäß dann frustriert, wenn gleich die ersten Kommentare bei einem neuen Text das Thema wechseln und/oder in Pöbeleien und/oder in sonstige destruktive Debatten abgleiten. Auf Science Skeptical sollten die Inhalte von Science Skeptical im Vordergrund stehen. Und nicht die Inhalte anderer Blogs. Alles andere ist eben nicht hilfreich, Menschen dazu zu animieren, hier Ihre Gedanken zur Debatte zu stellen.

    Sicher passt Prof. Alt zu Quentins Beschreibung der Energiewende als Zwangswirtschaft, keine Frage. Aber wenn Sie eben lieber über den Professor selbst diskutieren wollen, dann verlassen Sie Ihre Erwartungshaltung an andere und werden Sie selbst aktiv. Schreiben Sie ihm, interviewen Sie ihn, schreiben Sie einen Text und würzen Sie diesen mit einigen aussagekräftigen Grafiken (am besten selbst erstellt, um keine Copyright-Verletzung zu riskieren). Dann stellen wir Ihren Artikel hier online. Und dann haben Sie genau, was Sie wollen: Eine Diskussion über Prof. Alt und seine Thesen.

    Daß ein Blog so funktioniert -- und anders nicht -- sollte eine banale Selbstverständlichkeit sein. Warum das nicht so ist, wundert mich seit einiger Zeit.

  63. @Heller #62

    Die Folien aber (bspw.), die Sie oben verlinken, sind einfach scheußlich (bislang dachte ich, Monckton macht die schrecklichsten Folien, aber Alt schlägt ihn um Längen). Sie sind in keiner Weise geeignet, strukturiert und pointiert Laien vom Unsinn der Energiewende zu überzeugen.

    Ich hab mich bisher mit meinem Kommentar zu dem PDF von Prof. Helmut Alt zurückgehalten, weil ich dachte, dass vielleicht nur ich das so sehe, lese jetzt aber von Peter Heller haargenau meine eigenen Gedanken.

    Unabhängig vom Inhalt ist die Präsentation in einer so grottenscheußlichen Form abgefasst, dass mir schon auf der ersten Seite übel wird (das erinnert mich nurmehr an die zusammengeschnipseten Jubiläumszeitungen zum 80. oder die schrecklichen DDR-Schul-Wandzeitungen, die auf den Pioniernachmittagen gebastelt wurden), so dass mir die Lust auf irgendwelches Lesen vergeht. Weder strukturiert noch in irgendeiner Weise grafisch gestaltet oder aufbereitet. Ein wirrer Haufen bunter Schnipsel, aus dem sich der Leser dann das passende rausklamüsern möge, einfach eine Zumutung. Schade um die Mühe, ich frag mich ernsthaft, wen Herr Alt mit einem solchen Bastelwerk erreichen will?

    Kein Mensch erwartet, dass ein Uni-Professor über die gestalterischen Fertigkeiten eines Grafikers verfügt. Aber auch für so was gibt es ja schließlich Fachleute. Zumal, wenn es sich um ein so ernstes Thema handelt.

    Tja, leider macht eben auch die Form den Inhalt, so wie der Ton die Musik macht……. hatten wir das Thema net gerade?

  64. #63

    Kein Mensch erwartet, dass ein Uni-Professor über die gestalterischen Fertigkeiten eines Grafikers verfügt. Aber auch für so was gibt es ja schließlich Fachleute. Zumal, wenn es sich um ein so ernstes Thema handelt.

    öhm, auch wenn ich inhaltlich zustimme, sollte man doch bedenken das prof. alt dies privat macht ;)

  65. #63
    Na,na Herr Hartenberg,
    nun übertreiben Sie aber.
    Herrn Hellers Kritik in #62 kann ich ja noch nachvollziehen. Er setzt sich ja mit der Aussagekraft der Alt´schen Botschaften für diesen Blog auseinander. Sie aber machen Prof. Alts Wirken generell zur Sau (s.auch #63)!
    Auf der anderen Seite wird hier Artur fast hofiert (ich weiß, nicht von Ihnen)!
    Mein Gott, was ist das manchmal hier nur für ein Ton.
    Trotzdem: Ich empfehle immer wieder diese Seite weiter für meine Schüler und andere nicht Lernresistente.
    JH

  66. Ich habe mir dieses PDF jetzt auch angeschaut, normalerweise folge ich den Links von W.Rassbach nicht mehr, da war einfach zu selten was dabei, was sich auch anzuschauen lohnte. Und so war es hier jetzt auch.

    Der Herr Alt hat es sicher gut gemeint, und inhaltlich bin ich voll auf seiner Seite, wie ich es beim überfliegen feststellen konnte; dennoch ist das Ding grottenschlecht gemacht. Da bin ich ganz auf Tim Hardenbergs Linie.

    Mit so einer dilettantischen Darstellung richtet man mehr Schaden als Nutzen an.

    @ Hartung

    Auf der anderen Seite wird hier Artur fast hofiert

    Hofiert wird der Artur nur von denjenigen die ihn beschimpfen, und sich dabei selbst entblöden.

    Die Krakeeler sollten mal daran denken, dass der Artur möglicherweise das glaubt, was er hier verkündet, und sich selbst im Besitz der Wahrheit wähnt, und nebenbei auch noch denkt, ein guter Mensch zu sein. Der möchte etwas »Gutes« tun. Mit jeder Beschimpfung wird er sich nur noch mehr bestätigt fühlen.

    Ich verstehe das alles nicht mehr. Hier haben wir in vielen Beiträgen dargelegt, dass die Klimaschützer und Ökologisten im Grunde mit religiösen Bewegungen vergleichbar sind. Wenn man dies so annimmt, dann ist es mir unverständlich, warum man mit Beschimpfungen reagiert. Damit wird er zum Märtyrer und fühlt sich erst recht im Recht.

    Ich will nicht verteidigen was er sagt, das meiste ist Humbug. Aber es ist etwas an was er glaubt. Auch das verdient Respekt.

  67. @ Hartung

    Mein Gott, was ist das manchmal hier nur für ein Ton.

    Der Meinung bin auch, und ich darf Ihnen versichern, dass ich dem Tun hier nicht mehr länger tatenlos zuschauen werde. Da wird ein eisiger Wind wehen wenn ich mal richtig los lege. Der ist aber auch auch dringend notwendig.

  68. Nun, ich hatte schon mal das “Vergnügen” einen Vortrag von Herrn Prof. Alt hören zu “dürfen”. Die Folien sind nicht nur verwirrend (und seine Folien für die Vorlesungen, die sich auf seiner Homepage finden sind auch nicht wirklich besser), das Ganze wird auch in einem rasenden Tempo vorgetragen. Für mich ein typischer Fall von verpasster didaktischer Reduktion. Weniger wäre echt mehr, und vor allem: Ich würde wesentliche Schlussfolgerungen klar darstellen, und den ganzen Rest textlich weglassen.

    Die Rohdaten sind ganz nett, aber das Design, der didaktische Aufbau und anderes sind aus meiner Sicht eher verwirrend und erweisen der Sache einen Bärendienst, denn es erscheint so, als ob der Mann etwas wirr ist.

  69. Oh mein Gott, kommt mal alle wieder etwas runter…..denn fachlich kann hier kein einziger (einschließlich Meinereiner) den Prof. Alt das Wasser reichen.
    Ick hab mir mal eine Reihe seiner Folien angeguckt und auf einen Blick die relevanten Informationen erfasst.
    Der jute Mann bevorzugt das minimalistische Prinzip, kein ewiges rumgelaber sonder Fakten…die für so manch Laien wohl etwas unverständlich sind.
    Wir alle kennen den Begriff “Fachidiot”…..meist in seinen Fach eine Kapazität, doch leider schaffen es die wenigsten dieser Spezialisten, ihr Wissen auch dem geneigten Laien zu vermitteln, solche Leute dann aber alleine wegen “ungenügender” Präsentationsfähigkeiten dann komplett in die Tonne zu treten, halt ick persönlich etwas überzogen.

    Nun ja, gegen die allerneusten Klickibunti PP-Shows sind seine altbackenen Folien wohl eher Höhlenmalereien…..mir als Fachkraft reicht dat aber allemale.

    PS. Eisige Winde…….da gibbet gegen Handschuh, Pudelmützen, und ein fetten Mantel……ersatzweise dreht man einfach die Heizung etwas höher. *grins*
    … und wech
    H.E.

  70. @Jürgen Hartung #65

    Na,na Herr Hartenberg, nun übertreiben Sie aber. Herrn Hellers Kritik in #62 kann ich ja noch nachvollziehen. Er setzt sich ja mit der Aussagekraft der Alt´schen Botschaften für diesen Blog auseinander. Sie aber machen Prof. Alts Wirken generell zur Sau.

    Sorry, dann hab ich mich nicht verständlich ausgedrückt (richtige Kommunikation is eben ’ne komplizierte Sache). Ich wollte auf keinen Fall die fachlichen Kompetenzen von Prof. Alt in Frage stellen oder ihn gar generell „zur Sau machen”. Mein „Unabhängig vom Inhalt…” ist da wohl komplett untergegangen.

    Dennoch dürfte einleuchten, dass eine Präsentation in einer derart dillettantischen Form schlichtweg nach hinten losgeht. Kompetenz und Seriosität des Inhalts eines Schriftstückes / einer Dokumentation etc. werden eben in entscheidendem Maße von der gestalterischen Qualität und einer klaren Strukturierung transportiert und mitbestimmt – wer etwas von Unternehmenskommunikation versteht, wird wissen, wovon ich rede. Beides ist in dem Dokument von Herrn Alt leider nicht gegeben, das Gegenteil ist der Fall. Deshalb finde ich auch den Einwand von Micha (#64), dass Prof. Alt das ja in seiner Freizeit mache, wohl verständlich, aber nicht gerechtfertigt. Eine solch brisante Thematik muss in kompetenter Form kommuniziert werden, um beim Adressaten anzukommen (und das ist ja wohl m.E. auch das Anliegen von Herrn Alt). Insofern sehe ich das so wie Helium (#68), das Prof. Alt damit der Sache einen Bärendienst erweist.

    Kleines simples Beispiel zur Anschauung: Sie suchen eine Kfz-Werkstatt. Jemand drückt Ihnen eine fettige, zerknautschte Visitenkarte in die Hand mit dem Hinweis, das sei eine sehr kompetente Werkstatt, die absolut präzise und zuverlässig arbeitet. Hätten Sie große Lust, diese Werkstatt jemals aufzusuchen?

  71. @Peter Heller #62
    Diese Aufforderung an Herrn Rassbach, selbst aktiv werden kann ich nur teilen. Jeder, der bestimmte, dem Themenkreis bei Science Skeptikal gerecht werdende Diskussionen anstossen will, hat die Möglichkeit, als Autor eben solche zu “stimulieren”. Das ist doch das schöne an Science Skeptikal. Also Herr Rassbach -- frisch ans Werk !!!

    @Quentin #66
    Volle Zustimmung zu diesem Posting … besonders hier:

    Hofiert wird der Artur nur von denjenigen die ihn beschimpfen, und sich dabei selbst entblöden.

  72. @Tim
    Einspruch Euer Ehren……
    Ick kann ja rein menschlich verstehen, dat die Folien des Professors Dein ästhetisches Empfinden beleidigt aber was Du dann daraus konstruierst…….ist die Vergötterung der Blender.

    Ick zeig Dir reihenweise perfekt gestylte Studien zur Machbarkeit einer 100% EE-Vollversorgung, toll anzusehen…..geschmacklich erste Sahne…..nur der Inhalt ist kompletter Schrott.
    Fangen wir jetzt auch an uns von Fassaden blenden zu lassen?
    Zählen jetzt plötzlich nur noch äussere Werte ?
    Ist ein Mensch im Arbeitsanzug nur zweite Wahl? (tja, ist leider wirklich so, hab ick mehrfach selbst erlebt)
    Ist ein Techniker, der rhetorisch eine Niete ist, plötzlich nur noch halb so viel wert, weil seine Massage nicht perfekt genug rüber kommt?

    Und ja…..Prof. Alt ist einer der ganz wenigen vom Fach, der sich auch traut den Mund aufzumachen….während der Rest seiner Kollegen den Schwanz einziehen oder sich feige abducken.
    Sollten wir diesen Herren nicht viel lieber unterstützen und seine Daten (optisch aufgehübscht) an den Mann/Frau bringen?
    Sorry, manchmal versteh ick hier nur noch Bahnhof…Bratkartoffeln….Regenschirm……..

    Onkel Heinz …..Alien auf Erdpatroille
    PS…Könnte es sein, das der Autoschrauber mehr Wert legt auf eine erstklassige Reparatur als auf die äussere Form seiner Visitenkarte?

  73. @Onkel Heinz

    Fangen wir jetzt auch an uns von Fassaden blenden zu lassen?
    Zählen jetzt plötzlich nur noch äussere Werte ?

    ….nee, ganz bestimmt nich …. und das hat nix mit „ästhetischem Empfinden” zu tun ….nächstes Missverständnis…..

    Ja klar hast Du recht mit sowas wie: „Sattle eine Sau, es wird trotzdem kein Rennpferd draus”. Aber hier ist der Zusammenhang doch etwas anders gelagert. Die Gegenseite lechzt doch geradezu ständig danach, jedwede Argumente von Skeptikern als „inkompetent” zu „entlarven” – häufig das Argument Nr. 1 der klimaalarmistischen Propaganda (neben so genüsslich-diffamierenden Wortschöpfungen wie „alterssenil”, „Tabaklobbyist” u.a. – insbesondere im Zusammenhang mit Leuten, die für EIKE aktiv sind)….. und was ja auch von vielen naiven Leuten geglaubt wird…… da ist doch ein Dokument wie das hier genannte geradezu ’ne Steilvorlage.

    …..womit ich nix gegen Blaumänner gesagt haben will…..

  74. @Onkel Heinz

    Nachtrag zu #73

    PS…Könnte es sein, das der Autoschrauber mehr Wert legt auf eine erstklassige Reparatur als auf die äussere Form seiner Visitenkarte?

    …..wenn ick jemandem ne zerfledderte Visitenkarte von mir gebe, dann isses egal, wie kompetent ich sonst meinen Job mache, kommen wird trotzdem keiner….. genau das ist eines der „Grundgeheimnisse” von Werbung und Marketing.

  75. @Heinz
    Noch’n Einspruch, Heinz. Ich meine, es geht wohl nicht hauptsächlich um das “ästhetische Empfinden”, sondern darum, das Prof. Alt gewichtige Informationen in einer schwer rezipierbaren, leicht chaotisch organisierten Form anbietet. Von mir aus soll er doch das “unästhetisch” machen, wenn nur seine Argumente klar strukturiert ‘rüberkommen würden. Ein “perfektes Styling” verlangt und erwartet wohl niemand.

    (kann mir dieses Posting zu dieser unerwünschten Meta-Diskussion nicht verkneifen. Eigentlich sollte Postings hier einen Bezug zu Quentins Artikel haben)

  76. Also, bevor wir die besonderen moralischen Überlegenheiten der Blaumänner gegenüber denen der Akademiker diskutieren, oder umgekehrt, möchte ich noch mal auf den Ursprung hinweisen.

    W.Rassbach hatte sich gewundert, warum keiner den von ihn hier eingestellten Link kommentieren wollte, und das ist nun geklärt. Mehr Raum brauchen wir dem hier nicht zu geben. Wenn W.Rassbach das PDF besprechen will, da es ihm ja offensichtlich einigen Erkenntnisgewinn gebracht hat, dann soll er das tun, nur nicht hier

  77. Danke CO, die Postings haben sich überschnitten. Doch doppelt hält besser.

  78. OT
    @Heinz #72
    Alter !!! Das heisst nicht “Erdpatroille”, sondern “Erdpatrouille” — Als Fan von Raumpatrouille-Orion dreht sich mir ja da der Magen um. ;-)

  79. Ein letzter Satz noch…….vllt kann ich mit den Folien mehr als Ihr anfangen, weil wohl meine Birne ähnlich chaotisch organisiert ist.
    Ok….Ende und aus, wir wollen ja nicht den Autor verärgern.
    H.E.

  80. Mal wieder zurück zum Thema…. ähmm….. zu Quentins Artikel:

    Zwangsbewirtschaftung, das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, führen also nicht in nennenswertem Umfang zu Innovationen, Produkten oder Substituten welche sich am Markt behaupten können. Nur in abgeschotteten Wirtschaftsbereichen, wie sie im Krieg oder in der Planwirtschaft entstehen, können sie sich behaupten und tragen nur sehr selten zur Lösung von Problemen bei. Vielmehr entstehen bei diesen Problemlösungsversuchen neue Probleme welche die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.

    ….so wie das Problem Netzstabilität, zu dem sich jatzt auch GREENP***SS äußert (natürlich nach dem bewährten Rezept „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!”):

    Greenpeace Kommentar zur Netzstabilität

    Hamburg (Greenpeace) – Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt haben heute gemeinsam den Energie-Monitoring-Bericht zur Energieversorgung und Netzstabilität veröffentlicht. Danach kommt es aufgrund der zunehmenden Einspeisung Erneuerbarer Energien häufiger zu angespannten Situationen im Stromnetz. Es kommentiert Niklas Schinerl, Energie-Experte von Greenpeace:

    „Es kann niemanden überraschen, dass mehr Wind- und Solarstrom zu mehr Fluktuation im Stromnetz führt. Wenn die Übertragungsnetzbetreiber nun öfter in die Stromnetze eingreifen müssen, ist dies nicht automatisch eine Gefahr für die Versorgungssicherheit. Das Netzmanagement kann und muss das unter Kontrolle haben. Alle unabhängigen Prognosen sagen, dass es im Winter keinen Black-out gibt.

    Nach der Strompreisdebatte wird nun die Blackout-Sau durchs Dorf gejagt. Dies ist nichts weiter als Panikmache gegen die Energiewende.

    ….jo, klar, alles nur Panikmache gegen die Energiewende….. dagegen hilft zuverlässig das alte Prinzip „Fliegenklatsche”: Da war mal ’n Problem….. und schon isses weg!

  81. @Tim #80

    Das Netzmanagement kann und muss das unter Kontrolle haben. Alle unabhängigen Prognosen sagen, dass es im Winter keinen Black-out gibt.

    Stimmt, meine Oma kann das bestätigen, aus der Steckdose an der Wand kam schon immer Strom……warum soll der plötzlich wegbleiben, wenn der Wind weht.
    Während man alles kommentarlos frisst wat dat Umweltministerium so von sich gibt…….ist natürlich im Umkehrschluss jedes Wort aus dem Wirtschaftsministerium erstunken und erlogen……ja klar doch.

    Greenpeace Austria……Niklas Schinerl

    Niklas ist Atom- und Klima-Kampaigner in Österreich. Studiert Philosophie.

    Na gugge mal einer Schau…….wat für ein Energieexperte………..mir schlottern gerade die Knie.
    Lach und wech
    H.E.

  82. zu Greenpxxxx-Kommentar zur Netzstabilität (Tim #80):

    Also, wenn Greenpxxxx zu einem drohenden Blackout nix anderes einfällt als

    “Das Netzmanagement kann und muss das unter Kontrolle haben.”

    dann brauch ich ‘nen Eimer. Es genügt ein bisschen technisches Grundverständnis, um zu wissen, dass die Möglichkeiten des Netzmanagements unweigerlich(!) ihre technischen Grenzen haben. Der Bericht der Bundesnetzagentur warnt letztendlich vor der Gefahr, dass diese überschritten werden könnten.

    Die sinnlose Greenpixxx-Forderung ist ungefähr soviel wert, wie die Feststellung “Flugzeuge haben nicht abzustürzen”. Stimmt — nur wird das nicht im mindesten verhindern, dass dies vorhersehbar eben doch passieren wird. Genau wie ein Blackout eintreten wird, wenn das Netzmanagements an die technischen und physikalischen Grenzen seiner Möglichkeiten stösst.

  83. @C-O und O-H

    …..der Kompetenzfaktor solcher Statements ist wohl ähnlich hoch wie bei dem, was der BUND-Chef gelegentlich so alles absondert:

    „Dass wir immer schon mal Klimawandel hatten, das bestreitet ja niemand.”

    „Klima hat ja nichts zu tun mit Wetter!”

    „Da ist nicht nur CO2 beteiligt, da ist Wasserstoff in der Atmosphäre dabei.”

  84. #82. C-O

    zu Greenpxxxx-Kommentar zur Netzstabilität (Tim #80):

    Also, wenn Greenpxxxx zu einem drohenden Blackout nix anderes einfällt als

    “Das Netzmanagement kann und muss das unter Kontrolle haben.”

    Das wundert Dich doch nicht wirklich ;-) Das ganze EEG basiert doch zu einem Großteil auf Wunschdenken, frei nach dem Motto, “es wird schon gutgehen” oder “Augen zu und durch”. Die Nagelprobe wird alsbald folgen, denn der Winter klopft an die Tür und es sieht so aus, als wenn es nicht nur bei uns kalt wird! Lassen wir uns mal überraschen, was die großmäuligen GreenpiXXer dann so von sich geben.

    karl.s

  85. @Karl

    Das wundert Dich doch nicht wirklich

    Du hast mich durchschaut. ;-)

  86. @karlchen #84

    Lassen wir uns mal überraschen, was die großmäuligen GreenpiXXer dann so von sich geben.

    …..die Erklärung liegt schon abschussbereit in der Schublade: „Schuld sind die vier Stromriesen!”

  87. #72

    das Thema ist hier beendet. QQ

  88. @admins

    könnt ihr die diskussion um prof. alt bitte in, eine noch zu eröffnende, plauderecke 3 verschieben?

    danke

    [dann dies bitte auch in der Plauderecke posten und nicht hier. QQ]

  89. Lieber Herr Heller #62,

    leider mißverstehen Sie mich gründlich.Letzte Woche war ich lediglich auf der Suche nach Zahlen, weil ein Kollege mich auf die E Wende ansprach. Ich fand nichts zum gegenwärtigen Ausbauzustand von Solar und Wind. Da tauchten die Unterlagen von Prof. Alt auf. Ich kannte ihn nicht, wußte auch nicht , dass er kürzlich einen Brief an Altmaier schrieb.

    Am Wochenende las ich viel bei ihm, jede Menge interessante elektrotechnische News für mich. Ich studierte damals auch mehr in die elektrotechnische, elektronische Richtung (Nachrichtentechnik Schröder). Für mich sind seine Vorlesungsfolien sehr interessant. Auch seine bunten Vortragsfolien mit Infos zur tragischen E Wende.

    Aus dem Vortrag Hanns Seidel Stiftung Seite 21:

    Ist es Zufall, dass nur ehemalige Politiker
    die nicht mehr gewählt werden wollen oder
    Emeritis unserer Hochschulen die Wahrheit sagen?

    ( meine Antwort:Nein)
    Prof. Alt hat meinen Respekt und seine Folien sind für mich perfekt. Er unterrichtet schließlich keine Laien.
    ZU den kulurrevolutionären Aüßerungen zur Folienkultur sage ich mal lieber nichts.
    Ich halte es jetzt mit Dieter Nuhr, einfach mal die Fr……

    QQ,
    Sie sind nicht wegen der Folien auf mich wütend geworden, sondern wegen #46,47
    Ich war aufgeregt wegen des Filmes “Leben mit der E Wende” und wegen der aktuellen Propaganda Strommix.
    Ich hätte mich besser ausdrücken müssen, Entschuldigung !!!!
    Ihre Linkblockade gegen meine Links ist mir egal.
    Ich lerne aber lasse mich nicht umerziehen.

    Heinz,

    es lebe das Wechselstromschaltung Paradoxon ;-)

  90. Inzwischen haben wir Deutschen über 50 GW Stromerzeuger ZUSÄTZLICH ins Land gepappt um irgendwie unsere Energie zu wenden….ähmm, um dieses Land eines schönen Tages allein nur mit Wind und Sonne mit Strom zu versorgen…….und dann passiert dat hier:

    Bund zahlt Prämie für Nichtnutzung von Strom

    Neuer Plan zur Stabilisierung des Stromnetzes: Der Bund will großen Betrieben künftig Geld zahlen, wenn sie temporär vom Netz gehen und keinen Strom verbrauchen. Die Rechnung erhält der Verbraucher.

    Um die Blackout-Gefahr im Winter einzudämmen, will die Regierung Industriebetriebe für den Verzicht auf Stromlieferungen entschädigen. Das Bundeskabinett will am Mittwoch die Verordnung zu den sogenannten abschaltbaren Lasten auf den Weg bringen……

    Die Betriebe sollen sowohl für die Abschaltung an sich Geld erhalten als auch schon für die Bereitschaft dazu. Diese solle nun mit maximal 20.000 Euro pro Jahr und Megawatt vergütet werden, hieß es in Regierungskreisen. Anfangs waren bis zu 60.000 Euro im Gespräch.

    Die Abschaltleistung beträgt pro Monat bis zu 3000 Megawatt, sie soll über eine Internetplattform ausgeschrieben werden……

    Ja liebe Leser……einer der modernsten Industriegesellschaften der Welt, ehemaliger Exportweltmeister mit der stabilsten Stromversorgung ever……….muss bald auch noch Geld dafür bezahlen, das Industriebetriebe in Strom-Notzeiten den Saft freiwillig (und bezahlt) abschalten.

    Wir haben immer fleißig über die Amis gelästert, weil bei deren marode Energieversorgung solcherart Vorgänge normal waren und nun…..schlittern wir selber rein, wie ein Demenzkranker, der vergessen hat wie es früher einmal war.
    Energiewende…….. ich schäme mich, deutscher Techniker zu sein.
    H.E.

  91. @Onkel Heinz #90

    …..dann wird es wohl auch bald Prämien in Form von Wollschals und Kerzen für den Gemeinen Deutschen Bundesdeppen geben, wenn er freiwillig auf Licht und Heizung verzichtet….. schließlich ist ja Kerzenschein auch viel romantischer.

  92. @Timmi

    In freudiger Erwartung auf bitterkalte Winternächte…..hab ick vorige Woche meine Bestände an warmen Kuscheldecken aufgestockt……zumal die gerade im Sonderangebot waren.
    Irgenwie fehlt mir der passende Wortschatz um Fäkalienfrei die derzeitige und zukünfte Energieversorgung auch nur im Ansatz zu beschreiben………zumindest werden die Kübel gigantisch werden um all das Übel noch aunehmen zu können, das gerade durch mein Verdauungssystem schlittert.

    Was, um Himmels Willen, ist nur aus Deutschland geworden?
    Onkel Heinz…….Dat Koppschüttelt nimmt gesundheitsbedrohende Ausmaße an

  93. #91. Tim Hardenberg

    Bundesdeppen geben, wenn er freiwillig auf Licht und Heizung verzichtet….. schließlich ist ja Kerzenschein auch viel romantischer.

    jo, Tim. Und wir kriegen endlich die auf dem Kopf stehende Alterspyramide wieder auf die Beine, denn “im Dunkeln ist gut munkeln” ;-)

    karl.s

  94. @karlchen

    denn “im Dunkeln ist gut munkeln”….

    ….hi hi, wobei dann allerdings die Gefahr peinlicher Verwechslungen nicht auszuschließen ist.

  95. Wie die Absicht des Bundes einzuordnen ist, der Industrie Prämien für die Nichtnutzung von Strom zahlen zu wollen (vgl. #90), wird durch eine Feststellung unterstrichen, die Holger Krahmer, industrie- und umweltpolitischer Sprecher der FDP im EU-Parlament, in einem Interview äußerte:

    Angesichts der kürzlich vorgestellten neuen Industriestrategie der EU-Kommission sagen sie, mehr Industrie und mehr Klimaschutz sei ein Widerspruch. Muss man das Eine dem Anderen vorziehen?

    Die Zielsetzungen sind ein Widerspruch. Man kann nicht CO2 mindern und gleichzeitig die industrielle Wertschöpfung ausbauen wollen. Das funktioniert nicht, denn für industrielle Wertschöpfung braucht man Energie. Und nur mit erneuerbaren Energien, die wir in Europa besonders stark vorantreiben, wird man eine Industrieproduktion nicht betreiben können, weil diese Energieform unzuverlässig und zu teuer ist. Es gibt einige EU-Länder, die auf die Nutzung der CO2-emissionsfreien Kernkraft verzichten wollen, gleichzeitig ein Problem mit dem Bau neuer fossiler Kraftwerke haben, viel auf die Karte der erneuerbaren Energien setzen und zugleich sagen, wir müssen an unsere Industrie denken. Das ist die Quadratur des Kreises – es funktioniert nicht.

    Wenn die Industrie dafür bezahlt wird, ihre Wertschöpfung zu SENKEN, muss dieses Geld, was der Bund da ausgeben will, irgenwo zusätzlich erwirtschaftet worden sein. Das ist aber schwer möglich, weil die Wirtschaft, die das zusätzlich erwirtschaften müsste, ja eben dafür bezahlt wird, weniger zu erwirtschaften. Das MUSS also auf Kosten des allgemeinen “Wohlstands” gehen. Die Katze beisst sich in den Schwanz.

    Wir sind also auf dem ABSICHTLICH beschrittenen Weg des Niedergangs unserer Volkswirtschaft. Wovon zukünftige Generationen dann leben sollen, steht in den Sternen. Diejenigen, die vorgeben, sich um die Zukunft “unserer Kinder” sorgen machen, zerstören in Wahrheit diese Zukunft. Gute Nacht, Deutschland.

    P.S.
    @Heinz: ich habe deine Entdeckung mal hierher übernommen, um den Zusammenhang zu unterstreichen. Finde ich wichtig.

  96. @C-O
    Hihi…..ok……hier passt dat Zeuch auch gut rein.

    Genau das passiert, wenn grüne Lobbyisten ohne jeden Plan, ohne jede Grenze, ohne den Rest der Energieinfrastruktur zu berücksichtigen…….die Sau raus lassen dürfen, die Probleme explodieren im selben Mass, wie der sinnlose Ausbau der NIE im Lande.
    Die Netze kommen nicht hinterher, die Fossilen arbeiten zunehmend unwirtschaftlich, Speicher in der benötigten gewaltigen Dimension gibbet nich……und nun liegt das Kind schon derart tief im Brunnen, das wir auch noch den Verbrauch der Industrie als letzten Notnagel, kappen müssen.
    Und…..wat so nebenbei für uns Verbraucher am Schlimmsten ist, wir zahlen den lobbyistischen Irrsinn direkt und indirekt komplett aus unserer eigenen Brieftasche.

    Und Logik mein Freund…..seh ich schon seit Jahren nicht mehr beim Umbau unsere Energieinfrastruktur……nur noch Gier und Neid……Argumente, die die Medien ja auch perfekt bedienen derzeit.

    Die Physik wurde per Parlamentsbeschluss ausser Kraft gesetzt, Basta.
    H.E.

  97. Boah ey…….erst die Meldung mit der Bezahlung des Nichtverbrauches…….dann die Meldung der Bezahlung von “Nichterzeugung”.

    407 Gigawattstunden Strom lösen sich in Luft auf

    Die deutschen Windparkbetreiber konnten vergangenes Jahr einen Rekordwert an Strom nicht einspeisen – wegen fehlender Netze. Die Kosten dafür muss erneut der Verbraucher tragen……

    Wegen fehlender Netze ist die Zwangsabschaltung von Windparks in Deutschland um fast 300 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmen Ecofys im Auftrag des Bundesverbands Windenergie.

    Demnach ging vergangenes Jahr der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh. Da die Betreiber für solche Produktionsdrosselungen entschädigt werden müssen und dies auf die Stromverbraucher abgewälzt wird, entstehen den Bürgern Millionenbelastungen für nicht eingespeisten Strom.

    Die Kosten können nach Schätzungen aus der Windbranche 18 bis 35 Millionen Euro für 2011 betragen…………..

    Der Parasit frisst seinen Wirt…..nur das der diesmal “Verteilnetz” heißt, das zum Beispiel in Brandenburg, nach Willen der derzeitigen Landesregierung, nur noch verkabelt werden darf, mit bis zu 4 fachen Kosten.
    Die Hiobsbotschaften brechen einfach nicht mehr ab……wie soll sich da meine Beule am Kopp noch erholen, wenn der alle paar Stunden die Tischplatte rammen muss?

    Aber…..dazu passt dann auch die ältere Meldung, das wir schon 25 Stunden lang an 8 Tagen den Strom zu negativen Preisen verscherbeln mussten……..was auch gut mit den “nichtproduzierten Windströmlingen” hätte passiert können, also sollten wir schon froh sein, das die Nichtproduktion unter Umständen billiger wurde als die Produktion.

    Herr Ober, einen neuen Kübel büdde.
    H.E.

  98. @Onkel Heinz

    Herr Ober, einen neuen Kübel büdde.

    …..da wird wohl gleich ein Kübel net ganz reichen.

    Immer bereit!

    Die jungen Klima-Pioniere:

    … einige Kinder halten sich die Ohren zu – es gibt also noch Hoffnung.

    …..meine Fresse, wat der Miersch immer so ausgräbt!

  99. [dann dies bitte auch in der Plauderecke posten und nicht hier. QQ]

    sorry, das ist mir erst nach meinem vorherigen post eingefallen :)

  100. Bitte mal nachdenken:

    1) 400 GWh Verschwendung sind weniger als 1% einer Produktiion von mehr als 40 TWh. Oder im Schnitt weniger als vier Produktionstage im Jahr. Und um Verschwendung in dieser kaum sichtbaren Größenordnung zu vermeiden, sollen nun zig Milliarden Euro in den Ausbau der Netzinfrastruktur investiert werden? Welche Amortisationszeit hat diese Investition denn?

    2) Die Schwächen im Netz wurden bisher durch Redispatch und Abwürgen (Neusprech: Einspeisemanagement/Erzeugermanagement) umgangen. Das bedeutete für die Teile Deutschlands, die sich hinter Netzengpässen verbargen, daß sie bevorzugt durch steuerbare Erzeuger dezentral und verbrauchernah versorgt werden konnten. Eine Beseitigung der Engpässe wird neben den damit verbundenen hohen Kosten unweigerlich dazu führen, daß
    a) diese Erzeugung künftig verstärkt verdrängt werden wird; diese Kraftwerke werden dann zunehmend unrentabler zu betreiben,
    b) dieser verdrängende Windstrom künftig quer (besser: längs) durch Deutschland transportiert werden kann … mit Transmissionsverlusten, die insgesamt deutlich über 1% liegen dürften.

    Kurzum, wir investieren dann enorm (I) dafür, die ohnehin schon schwächelnde und zunehmend unsichere Versorgung in Bayern und Baden-Württemberg weiter auszudünnen (II) und die Windstrom-Transmissionsverluste im deutschen Netz insgesamt hochzutreiben (III). Zugegeben, der Punkt III ist spekulativ, fällt unter ‘mögliche, unbeabsichtigte Konsequenzen’. Worüber eigentlich der Netzentwicklungsplan explizit Auskunft geben sollte (kann jemand eine NEP-Fundstelle dazu anbieten?). Aber die Punkte I, II sind zwangsläufig.

  101. Ja, NOCH ist es nicht viel.
    Aber es ist politisch enorm schädlich, dass NIE-Strom vernichtet wird. Deshalb wohl die grossen Mühen und Ausgaben um das zu vermeiden.

  102. Ja, ja….unser Wolfgang wieder, mit seinen glasklaren Analysen…….denen ich hiermit vollumfänglich zustimme.
    Wie ich schon mehrfach schrieb….ist der absolute Einspeisevorrang nicht mehr lange zu halten, auch WKA müssen sich zukünftig an die Fahrpläne halten, die allein der Last geschuldet sind.
    Jedes popelige fossile Kraftwerk muss drosseln……wenn es das Netz verlangt und dat ganz ohne Finanzausgleich, warum also dies nicht auch für die NIE endlich einführen?
    Ups…..da könnte ja die Rendite, die für 20 Jahre staatlich garantiert wurde, einbrechen.

    Nach den NEP such ick morgen mal….hab heute keine Lust mehr, kurz vor dem Bettkartenstempeln.
    MfG
    H.E.

  103. @Tritium

    Ja, NOCH ist es nicht viel.

    Wann wäre es denn viel … ZU viel? M.E. erst dann, wenn die ‘Vermeidung der Verschwendung’ tatsächlich diese Investitionen in den Netzausbau ökonomisch rechtfertigt (von den übrigen Punkten II+III mal abgesehen).

    Aber es ist politisch enorm schädlich, dass NIE-Strom vernichtet wird. Deshalb wohl die grossen Mühen und Ausgaben um das zu vermeiden.

    Da muß man sich in der Argumentation doch mal entscheiden. “Ja, NOCH ist es nicht viel” legt nahe, daß der Netzausbau in naher Zukunft ökonomisch geboten sein könnte. Das vorstehende Zitat hingegen legt nahe, daß das Vorantreiben des Netzausbaus lediglich der politischen Imagepflege dient. Wie denn nun?

  104. @ Wolfgang Flamme

    Ist es diese, was gesucht wird?

    http://www.netzentwicklungsplan.de/content/netzentwicklungsplan-2012-2-entwurf

    Beste Grüße B.

  105. # 103:

    Ich dachte eigentlich, es sei klar ersichtlich:
    Die technisch-rationale Sichtweise ist nur eine von mehreren.
    Was technisch noch als vernachlässigbar gelten mag, kann politisch von grösster Tragweite sein (und natürlich umgekehrt).
    Deshalb ist einer rein technische Sicht zu kurz.

  106. @W.Flamme #100

    400 GWh Verschwendung sind weniger als 1% einer Produktiion von mehr als 40 TWh. Oder im Schnitt weniger als vier Produktionstage im Jahr. Und um Verschwendung in dieser kaum sichtbaren Größenordnung zu vermeiden,

    Naja Herr Flamme, die Zuordnung des Attributs “kaum sichtbar” ist ja wohl eine Ermessensfrage. Ihre Rechnung mag ja richtig sein (das Sie mal falsch rechnen hab ich noch nie erlebt), aber der springende Punkt ist doch, dass diese nicht erzeugten 400 GWh den Endverbrauchern qua EEG in Rechnung gestellt werden. Und Sie werden nicht bestreiten wollen, dass die Endverbraucher-Strompreise in Deutschland mittlerweile ein kaum tragbares Niveau erreicht haben. Insbesondere für die einkommensarmen Bevölkerungsschichten. Also zählt jeder Cent.
    Beste Grüsse.

  107. Tja, anscheinend nimmt sich die EU-Kommission nun doch der deutschen Zwangswirtschaft an…..

    EU-Kommission greift deutsche Energiepolitik an

    Die EU-Kommission nimmt die deutsche Energiepolitik ins Visier. Aus Sicht von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in doppelter Hinsicht angreifbar. Die Befreiung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten will Almunia nicht länger dulden und droht den Unternehmen, die von der Regelung profitiert haben, sogar mit der Rückzahlung bereits gewährter Befreiungen. Belegt wird der Frontalangriff aus Brüssel durch einen dreiseitigen Vermerk aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Der Vermerk, der dem Handelsblatt vorliegt, dokumentiert ein Gespräch, das Beamte aus dem Umwelt- und dem Wirtschaftsministerium mit Spitzenvertretern der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission geführt haben. …….

    Tja, dat könnte für die deutsche Politik und Wirtschaft eventuell eine herbe Niederlage werden…..mal schauen wie es weiter geht.
    Hier meldet sich ein Experte, der gar bitterböse Zukunftsvisionen in Aussicht stellt….

    Energie-Experte sieht Stromnetz-Sicherheit gefährdet

    Falls das Stromnetz zusammenbrechen würde, rechnet Benser “im schlimmsten aller Fälle mit mehr als 200 000 Toten”. Der Grund: Rund 90 Prozent aller Kliniken könnten ihre Notstromversorgung maximal 24 Stunden aufrechterhalten. “Der Ernstfall kommt immer näher”, glaubt Benser. “Wir stehen jeden zweiten Tag vor dem Black-out.” Schuld habe die ungeplante Stromeinspeisung durch erneuerbare Energien. Windenergie werde eben auch dann ins Netz eingespeist, wenn keiner sie benötigt.

    Benser warnt einerseits vor den Folgen eines Ausfalls. Andererseits kritisiert er fehlende Standards. “Es ist nirgendwo geregelt, was passieren muss und soll im Falle einer Krise. Es ist nirgendwo geregelt, welche Sprache denn gesprochen wird.” Auch sei nicht klar, wer unter welchen Voraussetzungen ein für die Sicherheit Europas wichtiges System überhaupt führen dürfe.

    Nun hat die Bezeichnung “Energie-Experte” letzte Zeit so ein schalen Beigeschmack, weil anscheinend jeder Experte ist, der fehlerfrei ein Lichtschalter bedienen kann…….aber diesmal spricht jemand, der Personal der Energiewirtschaft ausbildet und nebenbei einen Simulator für Netzdingens betreibt.

    Gegründet wurde GridLab GmbH im Jahr 2010. Der “GridLab-Systemtrainer” – ein Simulator – wurde in mehrjähriger Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus und dem ostdeutschen Netzbetreiber 50 Hertz Transmission entwickelt.

    Na gut, überzeugte Grünlinge werden jetzt wieder sagen,….ihhh, ein Atom/Kohle-Lobbyist…..wegen mir, träumt doch weiter, wir dagegen wissen, das dieser Mann nicht so weit weg von der Wahrheit ist.
    H.E.

  108. @Bibliothekar

    Ja, genau da.
    Hintergrund: Ich hatte im Konsultationsverfahren eine Stellungnahme abgegeben, in der ich zweierlei zweierlei gewünscht hatte: a) Die Aufnahme eines Referenzszenarios ‘kein Netzausbau’ und transparente Kosten-/Nutzenrechnungen für die jeweiligen Szenarien.

    Ziel des Einwandes war, einmal belastbare und nachvollziehbare Zahlen darüber vorgelegt zu bekommen, inwieweit ein Netzausbau uns überhaupt Vorteile bringt, statt die Notwendigkeit eines Ausbaus einfach immer nur vorauszusetzen. Und folgendermaßen ist man auf diesen Wunsch eingegangen:

    “Das Abschneiden der regenerativen Erzeugungsspitzen kann den Netzausbau reduzieren. Die Höhe der abgeschnittenen Leistung und der daraus resultierenden nicht übertragbaren Energiemengen ist eine entscheidende Einflussgröße für den Netzausbaubedarf. Auf Basis der aktuell gültigen gesetzlichen Regelungen ist der EEG-Strom jedoch vollständig aufzunehmen und zu übertragen. Deshalb wird diese Möglichkeit des Abschneidens von Erzeugungsspitzen im NEP nicht systematisch betrachtet.”

    Kurzum: Wir diskutieren eine Notwendigkeit als solche einfach nicht (Deutsch sein heißt schließlich, eine Sache um ihrer selbst willen zu betreiben).

    Anzumerken ist noch, daß die vorgeschobene Begründung offensichtlich unwahr ist, denn §6 EEG 2012, Abs. 2 macht eine solche angeblich ‘ungesetzliche’ Drosselung ja bereits zur gesetzlichen Pflicht.

    … und später …

    “Der Netzausbau ist elementarer Bestandteil eines Gelingens der Energiewende, denn das Tempo des Netzausbaus bestimmt das Tempo der Energiewende. Wenn er weiterhin hinter der Ausbaugeschwindigkeit der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zurück bleibt, sind die Erreichung der Ziele der Energiewende und die Versorgungssicherheit gefährdet. Ein Verzicht auf Optimierung, Verstärkung und Ausbau des Übertragungsnetzes würde darüber hinaus an anderer Stelle hohe Kosten verursachen, beispielsweise durch das Auseinanderfallen des gemeinsamen Marktgebietes in Deutschland und die Herausbildung von Zonen mit unterschiedlichen Großhandelspreisen für Strom (sog. Market-Splitting), zunehmende regionale Abschaltungen von Erzeugern regenerativer Energien bzw. von Verbrauchern (Einspeisemanagement) und immer höhere Kosten für Redispatch. Zusätzlich zum Übertragungsnetz ist Netzausbau auch für die Verteilnetzebene und für die Offshore-Anbindung nötig.

    Keine Zahlen, nichts Belastbares.
    Originell fand ich “das Auseinanderfallen des gemeinsamen Marktgebietes in Deutschland und die Herausbildung von Zonen mit unterschiedlichen Großhandelspreisen für Strom”. Demnach ist der Netzausbau alleine schon deshalb dringend geboten, damit wir gefälligst allesamt gleich tief in der Scheiße stecken. Wo kämen wir da auch hin, wenn da jemand aus der Reihe tanzt und damit auch noch wirtschaftlich erfolgreicher ist … das wär’ ja -- festhalten, bitte: Marktwirtschaft! Was für eine asoziale Vorstellung!

  109. @Tritium #101, 105
    Ganz richtig. Man muß sich vor Augen halten, daß die Politik (insbesondere auf höchster Ebene) nicht in einer rational technisch-wissenschaftlichen, sondern in der magischen Welt des Beschwörens und Besprechens lebt. Es kommt hier in erster Linie darauf an, durch das Sprechen der richtigen Worte und das Schreiben der richtigen Sprüche (Pressemitteilungen & Verordnungen) den Geist der Massenseele in die richtige Richtung zu lenken, bis es wieder zum regelmäßigen Ritual der Wahlurne geht.
    Deshalb ist es wichtig, wie etwas aussieht, wie es auf die Öffentlichkeit wirkt, daß man keinen Gesichtsverlust erleidet, daß der Gegner eine auch noch so oberflächliche und substanzlose Schlappe erleidet usw.

    Daß etwas politisch Organisiertes und auf den Weg Gebrachtes einmal nicht nur gute Schlagzeilen liefert, sondern auch nachher noch ordentlich funktioniert, ist dabei nur ein gelegentlicher glücklicher Zufall. (Bei Energiewende und Euro-Finanzpolitik war ein solcher Glücksfall immer extrem unwahrscheinlich und ist mittlerweile wohl leider vollkommen ausgeschlossen.)

  110. (Anm.: Die vorige Version dieses Postings litt unter Fehlformatierungen und kann gelöscht werden, bitte!)

    @Bibliothekar

    Ja, genau da.
    Hintergrund: Ich hatte im Konsultationsverfahren eine Stellungnahme abgegeben, in der ich zweierlei zweierlei gewünscht hatte: a) Die Aufnahme eines Referenzszenarios ‘kein Netzausbau’ und transparente Kosten-/Nutzenrechnungen für die jeweiligen Szenarien.

    Ziel des Einwandes war, einmal belastbare und nachvollziehbare Zahlen darüber vorgelegt zu bekommen, inwieweit ein Netzausbau uns überhaupt Vorteile bringt, statt die Notwendigkeit eines Ausbaus einfach immer nur vorauszusetzen. Und folgendermaßen ist man auf diesen Wunsch eingegangen:

    “Das Abschneiden der regenerativen Erzeugungsspitzen kann den Netzausbau reduzieren. Die Höhe der abgeschnittenen Leistung und der daraus resultierenden nicht übertragbaren Energiemengen ist eine entscheidende Einflussgröße für den Netzausbaubedarf. Auf Basis der aktuell gültigen gesetzlichen Regelungen ist der EEG-Strom jedoch vollständig aufzunehmen und zu übertragen. Deshalb wird diese Möglichkeit des Abschneidens von Erzeugungsspitzen im NEP nicht systematisch betrachtet.”

    Kurzum: Wir diskutieren eine Notwendigkeit als solche einfach nicht (Deutsch sein heißt schließlich, eine Sache um ihrer selbst willen zu betreiben).

    Anzumerken ist noch, daß die vorgeschobene Begründung offensichtlich unwahr ist, denn §6 EEG 2012, Abs. 2 macht eine solche angeblich ‘ungesetzliche’ Drosselung ja bereits zur gesetzlichen Pflicht.

    … und später …

    “Der Netzausbau ist elementarer Bestandteil eines Gelingens der Energiewende, denn das Tempo des Netzausbaus bestimmt das Tempo der Energiewende. Wenn er weiterhin hinter der Ausbaugeschwindigkeit der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zurück bleibt, sind die Erreichung der Ziele der Energiewende und die Versorgungssicherheit gefährdet. Ein Verzicht auf Optimierung, Verstärkung und Ausbau des Übertragungsnetzes würde darüber hinaus an anderer Stelle hohe Kosten verursachen, beispielsweise durch das Auseinanderfallen des gemeinsamen Marktgebietes in Deutschland und die Herausbildung von Zonen mit unterschiedlichen Großhandelspreisen für Strom (sog. Market-Splitting), zunehmende regionale Abschaltungen von Erzeugern regenerativer Energien bzw. von Verbrauchern (Einspeisemanagement) und immer höhere Kosten für Redispatch. Zusätzlich zum Übertragungsnetz ist Netzausbau auch für die Verteilnetzebene und für die Offshore-Anbindung nötig.”

    Keine Zahlen, nichts Belastbares.
    Originell fand ich “das Auseinanderfallen des gemeinsamen Marktgebietes in Deutschland und die Herausbildung von Zonen mit unterschiedlichen Großhandelspreisen für Strom”. Demnach ist der Netzausbau alleine schon deshalb dringend geboten, damit wir gefälligst allesamt gleich tief in der Scheiße stecken. Wo kämen wir da auch hin, wenn da jemand aus der Reihe tanzt und damit auch noch wirtschaftlich erfolgreicher ist … das wär’ ja -- festhalten, bitte: Marktwirtschaft! Was für eine asoziale Vorstellung!

  111. #109
    Gut gesagt.

  112. @110 W.Flamme
    Kurzum……bauen wir die A1 zehnspurig aus, damit zu den Feiertagen kein Stau entsteht.
    Bezahlt wird das ganze dann von den Einwohnern im Einzugsgebiet der Autobahn.
    H.E.

  113. @C-O (#106)

    Naja Herr Flamme, die Zuordnung des Attributs “kaum sichtbar” ist ja wohl eine Ermessensfrage. Ihre Rechnung mag ja richtig sein (das Sie mal falsch rechnen hab ich noch nie erlebt), aber der springende Punkt ist doch, dass diese nicht erzeugten 400 GWh den Endverbrauchern qua EEG in Rechnung gestellt werden. Und Sie werden nicht bestreiten wollen, dass die Endverbraucher-Strompreise in Deutschland mittlerweile ein kaum tragbares Niveau erreicht haben. Insbesondere für die einkommensarmen Bevölkerungsschichten. Also zählt jeder Cent.

    Ich kann dieser besonderen Logik gerade im Interesse der Endverbraucher nicht folgen. Es sollen 20 … 25 Mrd. € von den Endverbrauchern investiert werden, um damit jährlich eine Verschwendung von 40..50 Mio. € zu verhindern?

    Wissen Sie was? Ich habe hier eine Broschüre in Arbeit, die Ihnen aufzeigt, wie Sie pro Jahr etwa einen Euro sparen können. Die verkaufe ich Ihnen für 500 Euro. Das Angebot können Sie doch unmöglich ablehnen, schließlich zählt jeder ersparte Cent.

  114. #109. Fluminist

    Es kommt hier in erster Linie darauf an, durch das Sprechen der richtigen Worte und das Schreiben der richtigen Sprüche (Pressemitteilungen & Verordnungen) den Geist der Massenseele in die richtige Richtung zu lenken, bis es wieder zum regelmäßigen Ritual der Wahlurne geht.

    genauso ist es. Nach der Wahl ist vor der Wahl, nur wiedergewählt werden, um nichts anderes geht es!

    karl.s

  115. @W.Flamme
    Ich verstehe nicht, was Sie da reitet. Ihre Betrachtung bezieht sich auf die Zukunft. Da mische ich mich nicht ein. Aber die genannten 400 MWh (genau 407) gingen in 2011 verloren. Lt. EEG §12 Härtefallregelung haben die NIE-Lieferanten Anspruch auf sogenannte “Entschädigung”. Von einer “besondereb Logik” kann nicht die Rede sein.

    Ihr “Verkaufsangebot” betrachte ich als Witz.

  116. @ Fluminist.
    Im speziellen Fall ist es allerdings sehr sinnvoll, sich um diese rational betrachtet marginale Menge tatsächlich Gedanken zu machen:
    Es geht schliesslich um die grundsätzliche Frage, ob die NICHTPRODUKTION einer Ware erstattet werden soll, die keinen Markt hat -- Ist ja schliesslich ziemlich irrsinnig, so etwas überhaupt per Gesetz zu beschliessen. Sogar dann, wenn es nur eine einzige kWh gewesen wäre, ist die politische Entscheidung und der Geist, der hinter ihr steht, höchst bedeutend und diskussionswürdig.

  117. #116

    Es geht schliesslich um die grundsätzliche Frage, ob die NICHTPRODUKTION einer Ware erstattet werden soll, die keinen Markt hat — Ist ja schliesslich ziemlich irrsinnig, so etwas überhaupt per Gesetz zu beschliessen.

    Allerdings. Intellektuell möglich wurde dieser Kunstgriff (dem jetzt ja auf Abnehmerseite eine Belohnung für NICHTABNAHME einer Ware entgegengestellt werden soll) wohl nur durch die jahrzehntelange Übung der EWG/EG/EU-Agrarpolitik, bei der Bauern für das Nichtproduzieren von Lebensmitteln Vergütung erhielten (was freilich einen Apparat von Kontrolleuren voraussetzt, die darauf achten, daß nicht einer diese Vergütung kassiert und dann doch auch noch Rüben auf dem Acker hat).

    Im Extremfall haben wir dann eine deutsche Energiewirtschaft, bei der die Energieproduzenten verdienen, ohne etwas zu produzieren, und auch die industriellen Energieabnehmer an der nicht-Abnahme verdienen, ohne etwas zu produzieren. Letztlich sagt das wahrscheinlich nur noch etwas über den realen Wert des Geldes, das da über den Tresen geht, aus.

  118. Vom EWI Köln ist eine Studie durchgeführt worden, in der die weitere Entwicklung der EEG-Kosten untersucht wird. Danach steigen die Kosten für den Verbraucher bis 2018 um 60 Prozent. “Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist weiterhin der Ausbau von Solaranlagen trotz der reduzierten Vergütungssätze”. Die bislang unveröffentlichte EWI-Studie wurde von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Auftrag gegeben, die sich für eine marktwirtschaftliche Reform der Ökostrom-Förderung stark macht.

    Artikel in der Welt

  119. @C-O (#115)

    Ich verstehe nicht, was Sie da reitet. Ihre Betrachtung bezieht sich auf die Zukunft. Da mische ich mich nicht ein. Aber die genannten 400 MWh (genau 407) gingen in 2011 verloren. Lt. EEG §12 Härtefallregelung haben die NIE-Lieferanten Anspruch auf sogenannte “Entschädigung”. Von einer “besondereb Logik” kann nicht die Rede sein.

    Ihr “Verkaufsangebot” betrachte ich als Witz.

    Die Politik (und nicht zuletzt die Netzwirtschaft und ihre Zulieferer) macht Ihnen doch ein Angebot mit genau denselben Proportionen: Lieber Michel, kaufe jetzt für 20 Millarden € etwas, womit Du dann jedes Jahr 40 Mio. Euro Verschwendung vermeidest. Anders ausgedrückt: Je 500€ Investition beträgt die jährliche Ersparnis 1€.

    (Btw: Es waren ~400 GWh ..)

  120. #3 @ Heinz

    das soll jetzt ein Kurzer in einer 110kV Leitung gewesen sein.

    http://www.welt.de/newsticker/news3/article111996875/Kurzschluss-fuer-grossen-Stromausfall-in-Muenchen-verantwortlich.html

  121. @Andi
    Danke für den Tip……….aber irgendwie steh ick immer noch auf den Schlauch.

    Auf der rund 45 Kilometer langen Überlandleitung zwischen München und Moosburg war es zu einem Spannungsüberschlag vom Stromkabel zur Erde oder einem Mast gekommen.

    Hmm, dat wäre ein klassischer Erdschluss…..am naheliegendsten ein defekter Isolator oder Fremdeingriff.
    Wäre es aber ein Isolator…..

    Die genaue Ursache für den Kurzschluss sei aber nicht mehr rekonstruierbar, betonte der Ingenieur.

    hätte das defekte Bauteil gefunden und gewechselt werden können. Dumm, wenn dann auch noch die Schutztechnik versagt, im Prinzip bin ich kein Deut schlauer geworden was da wirklich die Ursache des Erdschlusses gewesen ist.
    Mysteriös
    H.E.

  122. @ Heinz:

    Mal eine Frage (Kam mir so, als icjh an ‘Wetter’ als Ursache dachte):
    Normalerweise dürften doch die Kabel von Überlandleitungen nicht oder nur in Ausnahmen wirklich vereisen, weil sie durch den Strom bzw. dem Widerstand geheizt werden?

    Wie sieht das denn aber aus, wenn man ‘Energiewende’-Leitungen durchs Land zieht, die womöglich wochenlang gar nicht gebraucht und deshalb auch nicht geheizt werden? Müssten die nicht wegen möglicher grösserer Eislast deutlich stärker ausgelegt werden?

  123. @Tritium
    Hmm, gute Frage.
    Ick weiß jetzt nicht, ob man die Extraleitungen mit rumlungern lässt und nur zuschaltet, wenn der Wind an der Küste weht…..oder ob alle leise mitschleichen, wat dann ganz lustig die Netzverluste in die Höhe treibt.
    Eislasten, werden wohl die neuen Masten ganz gut abkönnen…falls nicht wieder ein Jahrhundertereignis für a bisserl “ZUVIEL” an Eisregen sorgt. Im Winter werden ja die Leiterseile ganz gut gekühlt vom Wind und den niedrigen Aussentemperaturen, so das die wohl trotzdem vereisen können, obwohl sie in Betrieb sind.

    Aber…..da bin ick jetzt etwas überfragt…..ist nicht ganz mein Spezialgebiet.
    MfG
    H.E.

  124. #123

    ich kenne mich damit nicht aus, bin Fachfremd und hatte nur vermutet das es ein typischer Schaden ist und stutzte bei dem Satz

    Die genaue Ursache für den Kurzschluss sei aber nicht mehr rekonstruierbar, betonte der Ingenieur.

    wenn dann nicht mal jemand vom Fach schlauer daraus wird, soll wohl die “ganze Wahrheit” nicht ans Licht.