Bojanowski platzt die Hutschnur

18. November 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Politik

avatar-quentinNach dem mich Facebook rausgeschmissen hat, ich mich aber dennoch nicht aus den sozialen Netzwerken verabschieden möchte, habe ich Twitter ein wenig mehr Aufmerksamkeit gewidmet, und muss sagen, zur Informationsbeschaffung ist der Kurznachrichtendienst gar nicht so schlecht. Doch dazu vielleicht später einmal ein paar Zeilen. Erst mal finde ich es gut, dass wenn sich irgendwo etwas tut, man sich relativ einfach einklinken kann, auch ohne ein sogenannter Follower zu sein. Als Client benutze ich Hotot, und mit einem Klick auf den Namen der Person die ich beobachten möchte, erscheinen alle Nachrichten in einer separaten Spalte.

Momentan habe ich die Grünenpolitiker Hermann Ott und Sven Giegold auf dieser Liste, die Journalisten Gabor Paal, Axel Bojanowski und noch ein paar andere, jeweils. So ist mir denn auch nicht entgangen, dass sich der Grüne Ott und der Journalist Bojanowski (Spiegel) ganz ordentlich in die Wolle geraten sind. Anlass war der Artikel Bojanowskis im SPIEGEL, in dem er berichtet, dass der sogenannte Synthesereport des IPCC einige ordentliche Fehler enthielt, Dinge verzerrt und falsch dargestellt wurden, immer mit der Tendenz »Alarm vor Genauigkeit«.

Am Anfang ginge es noch ganz normal zu.
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oder das hier:
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Was hier schon auffällt, ist der Anspruch von Ott & Co. eine Deutungshoheit zu besitzen, nicht nur über den IPCC-Bericht, oder dem Synthesereport, sondern gleichzeitig bestimmen zu wollen, was in der Presse darüber steht. Hier soll Druck ausgeübt werden, Journalisten sollen gefälligst so schreiben, dass die Autorität des IPCC nicht in Frage gestellt wird. Ganz eifrige, um nicht zu sagen Eiferer, wie der grüne Aktivist Jens Wieting initiieren schon mal eine Petition in der die Unterzeichner fordern, der SPIEGEL möge den unbequemen Journalisten Bojanowski „nicht länger mit dem Thema Klima betrauen“ und „Der SPIEGEL sollte eine eindeutige Stellungnahme zu den Gefahren des Klimawandels veröffentlichen, um der bereits angerichteten Verwirrung entgegenzutreten“. Richtig zur Sache ging es aber dann, als sich ein paar Leute aus dem Dunstkreis von Klimaretter.info an die Widerlegung der Darstellung Bojanowskis machten, und behaupteten, seine Darstellung wäre eine Fälschung. Der wehrte sich natürlich dagegen, wie man ebenfalls schön auf Twitter verfolgen konnte.
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Dann ging es weiter mit gegenseitigen Beschuldigungen und Rechtfertigungen; wenngleich Bojanowski dachte, nach ein paar Korrekturen seines Textes, die aber nicht seine Hauptaussage relativierten, welche eben »Alarm vor Genauigkeit« ist, wäre die Sache geklärt.
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Damit wollte man sich auf der Gegenseite allerdings nicht zufrieden geben, zu sehr hatte man sich schon aus dem Fenster gelehnt, als dass man nun ohne Gesichtsverlust einfach aufhören könnte.
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Nach ein paar weiteren Tweets dazu, platzte dann Bojanowski die Hutschnur, wohl auch, weil sich die Aktivisten immer mehr in der Rolle der gerechten Hüter einer politischen Interpretation des IPCC-Berichts gefielen. Um Wissenschaft geht es da nämlich nur vordergründig.
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Hier schien die Auseinandersetzung nun endgültig zu eskalieren, doch Bojanowski lenkte dann doch noch ein und stellte eine öffentliche Diskussion in Aussicht, mit der Voraussetzung: Sachlichkeit. Da war dann erst mal die Luft raus und es ging weiter mit Vorverhandlungen wie wann wo diese Diskussion statt finden soll, und vor allem, mit wem:
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Offensichtlich hat es nebenbei noch einen weiteren Austausch per Email gegeben und man ist sich einig geworden, dass diese öffentliche Diskussion statt findet.
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Hier können wir diese Auseinandersetzung auf Twitter verlassen, und uns auf die Diskussion freuen; Bojanowski jedenfalls scheint gewillt seine Darstellungen zu verteidigen, und Medienprofi ist er sicherlich auch genug, um zu wissen, dass die Klimaschützeraktivisten versuchen werden über die politische Argumentation die Oberhoheit zu gewinnen.

Was lehrt uns dieser kleiner Ausflug in die Niederungen der politisierten Klimawandeldebatte? Da wäre zuerst die Frage, warum die Klimaaktivisten den Bojanowski Artikel nicht einfach ignoriert haben, und akzeptieren, dass in einer pluralistischen Gesellschaft eben verschiedene Meinungen zu einem Sachverhalt existieren? Das ist um so verwunderlicher, gerade wenn man den Klimawandelzirkus schon eine Weile beobachtet, weil in dieser Debatte die absonderlichsten Annahmen und Standpunkte publiziert werden. Von beiden Seiten. Nein, hier wurde ein Shitstorm losgetreten, eine Petition initiiert, um die Deutungshoheit in der Öffentlichkeit nicht zu verlieren. Wenn Skeptiker das sagen, was Bojanowski sagte – was die ja ständig tun – dann interessiert das keine Sau, die können in ihrem eigenen Kosmos tun was sie wollen, es tangiert die Aktivisten wenig, solange diese Aussagen nicht in die Medien gelangen welchen eine gewisse Meinungsführerschaft nachgesagt werden. Doch noch viel wichtiger ist, wer was sagt. Bojanowski hat sich Reputation als Wissenschaftsjournalist erworben, auch und gerade, weil er meist über die Sache berichtete und wenig Rücksicht auf das allgemeine Meinungsklima nahm. Was ihm auch in der Vergangenheit schon einige Anfeindungen eingebrockt hat.

Nun hat man versucht ihn mundtod zu machen, nicht anders kann man die vielen Tweeds und die Petitionen deuten, und der Verdacht keimt auf, dass die Klimaschutzaktivisten mit dieser Einschüchterungsstrategie bei anderen Journalisten oder Medien damit recht erfolgreich gewesen sind. Diejenigen die sich noch nicht die Reputation eines Bojanowski erarbeitet haben, oder für ein Blatt oder einen Sender arbeiten, denen es mehr um die Bedienung der öffentlichen Meinung geht, oder gar um die Pädagogisierung der Gesellschaft, als um guten Journalismus, werden bei einem derartigen Angriff, wie er von den Aktivisten vorgetragen wurde, einknicken.

Abschließend bleibt aus meiner Sicht nur, zu hoffen, dass es genügend Leute gibt, die den IPCC-Bericht lesen, so wie das Edenhofer auf der Pressekonferenz empfahl, und gleichzeitig die dortigen Aussagen mit dem Synthesebericht vergleichen. So wie dieser nämlich zu Stande gekommen ist, als politisches Aushandlungsergebnis, ist zu vermuten, dass es dort noch wesentlich mehr Falschaussagen gibt als bislang öffentlich bekannt.

Ich allerdings werde den Bericht nicht lesen, noch rund ein Dutzend Bücher liegen auf dem Schreibtisch wartend herum, und die habe ich schon so oft vertröstet, dass es mir langsam ein schlechtes Gewissen macht. Außerdem fehlt mir das Fachwissen, was dann auch wieder schlagartig deutlich werden lässt, wie wichtig glaubwürdiger Journalismus ist. Bojanowski wird also bei der nun anstehenden Diskussion diese seine Glaubwürdigkeit verteidigen müssen. Ich denke, er schafft das, und ich wünsche mir, dass mehr Journalisten nicht vor Anfeindungen dieser Art, wie sie hier geschehen sind, einknicken.


Beitrag zuerst erschienen auf Glitzerwasser
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77 Kommentare
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  1. Was ist seit 1933 neu an diesen Methoden? Wir müssten einmal eine Art schwarze Liste erstellen mit den Namen der ehrlichen objektiven investigativen Journalisten. Na ja Liste ist etwas hochgegriffen, Zettelchen genügt!

  2. Ich habe Probleme mit dem Einbetten von Twitterfeeds bei WordPress. Werde mal schauen ob ich es bis morgen noch mal überarbeiten kann, damit es optisch ein wenig ansprechender ist. Muss erst mal schauen wie es geht.

  3. @QQ #2
    Meistens werden die Tweets als Ausschnitt eines Screenshots als jpg eingebettet.

  4. @@ #2 -- Nachtrag:
    http://www.blogtrainer.de/2013/12/07/tweets-in-wordpress-einbinden-ohne-plugins

    (Danke für den Hinweis. Das hatte ich schon probiert, da aber manche Tweeds Antworten auf andere sind, werden teilweise die Ursprungstweeds mit angezeigt. In dem Fall hier wäre das nicht so toll, weil zu viel Durcheinander. Ich werde es erst mal so lassen und schauen ob ich morgen Screenshots einfüge. QQ)

  5. @Quentin

    Der Synthesebericht ist eine politische Interpretation des gesamten IPCC Berichtes.
    Bojanowski weist die Öffentlichkeit mit seinem Artikel darauf hin.
    Die Strategie der Aktivisten ala Klimaretter ist es aber den Synthesebericht als wissenschaftlichen Bericht zu verkaufen.
    Das ist Etikettenschwindel.
    Bojanowski deckt das auf und spuckt ihnen in die Suppe.
    Bojanowski tut also genau das was kritische Medien tun sollten und klärt den Bürger auf.
    Das ist für die Klimaretter Politaktivisten unbequem.
    Die Klimaretter ala Ott zeigen mit ihren Tweets dass sie uns Bürgern Informationen vorenthalten wollen.

  6. Als jpg einbinden klappt immer. Ist nur ein wenig Arbeit, das sehe ich ein.

    Ich hoffe jetzt nur, daß Bojanowski nicht aus irgendeinem gefühlten Zwang zu political correctness einknickt. Sei Text bei Spiegel Online war ein Lichtblick, ich sehe das ebenso wie Günter.

    Ob allerdings die Fakten wirklich stimmen, oder ob er überinterpretiert, wie das die „Klimaretter“ annehmen, konnte ich bislang nicht überprüfen. Mir fehlt im Moment dazu die Zeit. Wäre wirklich schön, Günter, wenn Du Dich der Sache mal annehmen könntest.

    Ansonsten, Herr Bojanowski (falls Sie das hier jemals lesen): Wir munitionieren Sie gerne für eine Diskussion mit Ott & Co. Herrmann Ott mag es nicht, skeptische Texte bei Spiegel Online zu lesen. Wie würde er sich dann wohl fühlen, wenn er uns hier sähe, die wir ausschließlich skeptische Artikel schreiben…

  7. @QQ
    Du kannst doch einen Shot nur des Tweets machen, das geht recht flott.
    Beispiel

  8. @Günter Hess #5

    Die Klimaretter ala Ott zeigen mit ihren Tweets dass sie uns Bürgern Informationen vorenthalten wollen.

    Wozu mir das hier einfällt.

  9. @Krishna Gans

    Ja, der Krauss hat ja auch auf der Klimazwiebel beschrieben was die Klimaretter machen:

    Draußen wartet schon die Meute, den Befund zur Untermauerung der eigenen Position zu entwenden und schert sich wenig um das Kleingedruckte, aber viel um die eigene politische Meinung.

    Zudem sind ja auch unsere Geisterwissenschaftler der Meinung, dass es gefährlich ist vorläufige Befunde wie den IPCC Bericht zu veröffentlichen, siehe Klimazwiebel:

    Deinen Hinweis darauf, dass die Autorin die Notwendigkeit nunmehr qualitativer Studien betont finde ich zentral. So mancher Kommentar hier zeigt jedoch, wie gefährlich es tatsächlich ist, vorläufige Befunde (und meistens sind ja Befunde vorläufig) zu veröffentlichen.

    Wir unmündigen Bürger brauchen eben so Klimaretter, um uns die Befunde zu übersetzen. Deshalb gibt es den Synthesebericht der Politaktivisten des IPCC.

  10. Bojanowski ist ja auch gerade ein rotes Tuch für „unseren“ Klimaguru aus Potsdam, und, natürlich auch für seine Speichellecker im Dunstkreis von Primaklima.

  11. Danke für den Artikel.

    Leider ist die Klimadebatte nur einer von vielen Bereichen in denen es extrem schief läuft. Leider sind die Menschen schon so abgehärtet, dass sie die Absurditäten des Politisch Korrekten und der linksgrünen Politik gar nicht mehr erkennen.
    Mindestlohn? Mietpreisbremse? Höchsten Steuereinnahmen je und dennoch wird laut darüber nachgedacht, wie man von den Bürgern noch mehr nehmen kann. Maut? Öttinger und Internetsteuern? Schwarze Null? Und die Gegner fahren immer größere Geschütze auf. Wenn wir jetzt die Schwarze Null durchziehen und der Staat nicht „investiert“ und auch noch in guten Zeiten Schulden macht, dann wird sich die Nazizeit wiederholen, sagen zumindest die Linken immer wieder im Staatsfernsehen.

    Und dazu kommen immer weitere Versuche die Freiheit abzuschaffen. http://online.wsj.com/articles/harvey-silverglate-liberals-are-killing-the-liberal-arts-1415573959

    Ist es noch aufzuhalten? Wie kann man es noch stoppen?

  12. Ging doch recht flott mit den Screenshots. Beitrag ist jetzt etwas ansehnlicher.

    Ich will noch auf ein Missverständnis hinweisen. Axel Bojanowski meldete sich bei mir per Twitter:

    @QQuencher Recht amüsant zu lesen. Aber dass ich meinen Text korrigiert hätte, ist nur eine der vielen Falschbehauptungen dieser Leute.

    Da hatte ich wohl etwas vorschnell eine Behauptung übernommen, ich lasse es aber einfach so stehen, weil es an der Grundaussage nichts ändert.

    @Peter,
    den Ott habe ich ja schon mindestens seit der Enquete auf dem Schirm, der ist sehr gut in der Klimaalermistenaktivistenszene vernetzt, national wie international, wie mir ein anderes Enquete-Mitglied mal erzählte.

    Wäre wirklich schön, wenn wir Bojanowski noch ein wenig aufmunitionieren können, sofern das nötig ist. Falls hier Entsprechendes als Kommentar erscheint, werde ich ihn darauf aufmerksam machen.

    @Günter,
    ja, die Trennung von politischen Aussagen und naturwissenschaftlichen Beweisen wurde in der Öffentlichkeit zu oft vermischt. Das ist strickt zu trennen. Genauso wie gesicherte naturwissenschaftliche Beweise, sowie Prognosen und Vermutungen. Da wird in der Klimawandel- und Klimapolitikdebatte immer alles gerne vermischt.

  13. Oh mein Gott…..ick bin weder bei Face-Book angemeldet, noch habe ick jemals bei Twitter gezwitschert…..jeder Shitstorm ist spurenlos an mir vorbei gegangen, weil ick einfach von nix wusste…..irgendwie fühl ick mich gerade, wie ein digitaler Neandertaler……
    ok, Spass beiseite.

    Seit dem ick weder bei Primaklima noch bei den Klimarettern mitlese…..gehts mir plötzlich viel besser……irgendwann kann man diese Propaganda einfach nich mehr ertragen, irgendwann kostet dat einfach zu viel Nerven……irgendwann kommt der Punkt im Leben, wo man mit seiner restlichen Lebenszeit was besseres anfangen sollte.

    Was mich wundert, das der Spiegel sich noch den Herrn Bojanowski hält…..soll wohl so ne Art „Vielfalt“ suggerieren…oder ist das Maskottchen der Redaktion oder aber, soll etwas für Quote sorgen…..bitte nicht missverstehen…ich dachte da nur gerade an den gestrigen Panikartikel….
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaerwaermung-temperatur-der-ozeane-erreicht-rekordhoch-a-1003342.html
    der witziger Weise lediglich als Autor das Kürzel „jme“ aufweist…..da will wohl niemand mit seinem echten Namen die Verantwortung übernehmen…oder?

    Bei Leuten wie dem Ott(er) oder dem weltschmerzdreinblickenden Sauerrahm weiß ick oft nicht…ist dat nur blinder Fanatismus oder agieren die im Auftrag oder stecken direkte finanzielle Interessen hinter dem Bashing, dat se unliebsamen Schreiberlingen angedeihen lasssen.

    Im Prinzip ist dieser pseudoakademische Kleinkrieg um die Deutungshoheit eh nur ein Sturm im Wasserglas…..weil es wohl den überwiegenden Teil der Bevölkerung am Popo vorbeigeht.
    Die Menschen, die eh schon ein karges Einkommen haben…..schützen schon dadurch ungewollt das Klima…..die Leute, die täglich in Keller müssen um die Knete umzuschichten, interessiert dat eh nich, höchstens welche Luxusvilla denn nächstes Jahr gekauft wird….und der Rest, der sich als intellektueller Pseudoelite tarnt, hat eher das Problem, ob Toleranz nicht auch nur ne neue Form von Diskriminierung darstellt…..(siehe Kolumne von Fleischhauer)

    Lösung des Problems……lasst den Ott eine Gegendarstellung im Spiegel veröffentlichen….sodas dann Herr Bojanowski genüsslich dieses Schriftstück, auf seine eigene Art und Weise, öffentlich zerlegen kann……und ick dat auch mitlesen darf, ohne mich in diesen komischen pseudosozialen Netzwerken ( NSA-gerecht)….rumtreiben zu müssen.

    Viel Glück…..und die Boxhandschuhe nich vergessen.
    Heinz Eng

  14. Weitgehende Zustimmung zu allem hier. Ich halte es für skandalös, wenn aktive Politker Einfluss auf Presseberichterstattung nehmen wollen, wenn da etwas steht, was sie nicht mögen. Ich denke, das sollte ruhig auch breiter diekutiert werden. Gerade, wenn die linksgrüne Fraktion ohnehin tendenziell berichtet, dann sind Stimmen wie die von Bojanowski ein großer Lichtblick.

    Ich wünsche mir eine Berichterstattung, die sich mehr an journalistischen Idealen als an dem Maintream orientiert. Unter diesen Umständen hätte man den Spiegelbericht eher kritisieren können, dass er die wirklichen Schwächen des IPCC-Berichtes und des Synthese-Reports gar nicht nennt, sondern sich an randständigen Fakten abarbeitet.

    Unter den gegebenen Umständen wäre das aber kaum opportun, sondern zunächat mal Lob angezeigt, dass er es wagt, überhaupt kritische Töne zu veröffentlichen.

  15. … und noch was. Hier wird wieder deutlich, dass es zwar bei den Skeptikern auch eine Betonfraktion gibt -- ich habe sie Radikalskeptiker genannt -- aber die Alermisten mindestens ebenso. Der kleine Unterschied: Bei den Skeptikern lassen die Radikalskeptiker gerne ihren Dampf ohne breite Relevanz ab, bei den Klimarettern werden diese aber zu aktiven Playern mit Einfluss im politischen Spiel.

    Ich finde es richtig und gut, wenn man sich hier um das kümmert, was wichtig ist, anstelle sich an Nebenkriegsschauplätzen zu verzetteln.

  16. @Heinz Eng
    Hinter dem Kürzel jme bei spon versteckt sich das Fräulein Julia Merlot (lassen wir mal das Spielchen mit Blondinen ), Jahrgang 1988, Sozialisation komplett im linksgrünen Bildungsapparat. Wissenschaftsjournalistin mit Schwerpunkt Biochemie. Was an ihrer Ausbildung sie dazu befähigt erschließt sich mir leider nicht. Zumindest ist der verlinkte Artikel offensichtlich kein ‚Meinungsartikel‘, sondern normaler Klimawahn-Mainstream, dessen aufgeführte Fakten man zumindest überprüfen kann. Obwohl -- DAS wäre eigentlich die Aufgabe der Wissenschaftsjournalistin…

  17. @Martin
    „““Es ist skandalös, das der Spiegel immer noch klimaskeptische Artikel schreiben lässt“““

    Es ist in einer Demokratie extrem skandalös……wenn ein gewählter Volksvetreter das Grundrecht auf Meinungsfreiheit hinterfragt…….nun ja, bei der geplanten „Transformation“ in eine Kohlenstofffreie Gesellschaft……werden wohl die Grundrechte als erstes geopfert werden, sozusagen aus Einsicht in die Notwendigkeit…..dahingehend ist die Bemerkung von Ott…….zukunftsweisend.
    Vorwärts immer, Rückwärts nimmer……die Transformation in ihrem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.
    In guter alter deutscher Tradition, werden uns Ott und seine Gesinnungsgenossen zeigen, wo der Klimafrosch seine Locken hat……Pionierehrenwort.

    Weißt Du, wenn dieses Twitterdingens von Ott ein einmaliger Ausrutscher gewesen wäre,….Schwamm drüber……aber, er betreibt diese Art von Gegenpropaganda seit Jahren systematisch……weswegen sich Quentin zu Recht über diesen Typen aufregt…..gegenteilige Meinungen werden nicht mehr geduldet…..ergo…..Spiegel……wann werft ihr denn nun endlich mal diesen Schreiberling raus….oder so ähnlich.

    Aus der Geschichte lernen, heißt siegen lernen…….oder in meinem Falle…..die Zukunft vorhersagen zu können.
    H.E.

  18. @Dietmar

    Herzliche Dank für die Aufklärung……bin ick wieder a bisserl schlauer als gestern…..

    MfG
    H.E.

  19. “””Es ist skandalös, das der Spiegel immer noch klimaskeptische Artikel schreiben lässt”””

    Der eigentliche Skandal ist, dass Ott einen solchen Satz überhaupt schreiben kann, ohne von den Medien zerissen zu werden, deren Recht im Verfassungsrang er hier fundamental, auf totalitäre Weise in Frage stellt.

    Wer so etwas spontan oder geplant schreibt, sagt sehr viel über sein Demokratie- und Pluralismusverständnis.

  20. Dietmar Burow 19. November 2014 10:35

    Hinter dem Kürzel jme bei spon versteckt sich das Fräulein Julia Merlot …

    Die Dame (ist das politisch korrekt? Fräulein gewiss nicht) ist vermutlich klüger als man meinen könnte. Zumindest weiß sie, auf welcher Seite das Brot gebuttert wird, und Don Quixotte nur in der Fiktion als Held durchgeht. Muss nun auch Frau Merlot mit eine Shit-Storm wegen Ihres Artikels rechnen? vermutlich nicht.

    Aus der Vergangenheit wissen wir, dass derartige Interventionen zuweilen recht erfolgreich die Beschäftigungslage der Redakteur beeinflusste. Es wäre nicht wirklich überraschend, wenn man Bojanowski zurückpfeift und statt dessen Merlot die Klimaartikel schreiben lässt. Immerhin weiß die ja, worauf es wirklich ankommt.

    Zu ihrem Artikel: Nichts davon passt zu den sonstigen Daten -- http://www.woodfortrees.org/plot/gistemp/from:2010/plot/rss/from:2010
    Die Atmosphäre reagiert sehr sensibel auf Ozeanerwärmung. Wenn es eine derartige Rekorderwärmung gegeben hätte, wäre dass auch bei den anderen Datenreihen erkennbar gewesen. Ist aber nicht. Aus der Karte der NOOA geht zwar eine Erwärmung des Nordpazifiks hervor, was sicher auch im Kontext der PDO diskutiert werden kann. Aber die südlichen Ozeane zeigen eine Abkühlung. Auch die Gebiete, die den angekündigten El Nino bestimmen sollten, sind blau. Hmmm …

  21. @Heinz #13
    Der Wahnsinn hat Methode im grünsozialistischen EU-Deutschland (DDR 2.0-Fremdgesteuert). Genieß mal dieses Video….https://www.youtube.com/watch?v=2cW5x_-D5WE

  22. @Heinz #17
    Der Spiegel wirft diesen grünsozialistischen Schreiberling erst raus, wenn die Zuwendungen (Geldtransfers) von Greenpeace und den Kommunisten eingestellt werden. In diesem Sinn ist der Spiegel ganz Marktwirtschaftler (Kapitalist) ;))

    (Noch mehr von diesem geistigen Dünnschiss, und ich lösche Ihre Kommentare ungelesen und komplett. QQ)

  23. @Martin

    Aus der Vergangenheit wissen wir, dass derartige Interventionen zuweilen recht erfolgreich die Beschäftigungslage der Redakteur beeinflusste. Es wäre nicht wirklich überraschend, wenn man Bojanowski zurückpfeift und statt dessen Merlot die Klimaartikel schreiben lässt. Immerhin weiß die ja, worauf es wirklich ankommt.

    Is jarnich so weit hergeholt……man sollte sich die aktuelle Entwicklung bei der WIWO angucken, dann weiß man, wie der Hase humpeln könnte.
    In diesen speziellen Fall sehe ich es nicht als großen Verlust an…die WIWO ist raus aus meiner Favoritenliste…..dafür is Cheffe persönlich, statt dessen an dieser Link-Stelle gelandet ( http://www.rolandtichy.de/ )…….übrigens als Direktlink auch hier bei ScSk fest verankert.
    Inzwischen wurde ja auch Bettina Röhl, fast der einzige Grund, warum ick die Seite bis vor kurzem noch gelesen hatte, aus dem WIWO-Eigenheim geworfen ….und hat nun auch bei Tichy ihre Ersatzheimat gefunden hat.

    Ich kann nur hoffen und beten (und dat als Atheist) das ähnliches nicht auch dem Herren Bojanowski beim Spiegel passiert…….und wenn doch, fliegt auch der SPON bei mir raus aus der Liste, janz einfach.
    Ähnliche Tendenzen sind übrigens auch bei der FAZ zu spüren……..so richtig toll finde ick den Verein inzwischen auch net mehr.

    Wie lange noch, wollen uns diese Medientypen eigentlich dieses Theater, einer angeblichen freien Presse, vorspielen?

    H.E.

  24. Heinz,

    Wie lange noch, wollen uns diese Medientypen eigentlich dieses Theater, einer angeblichen freien Presse, vorspielen?

    Solange wir mitspielen 😉

    http://www.hoerstel.ch/ Christoph Hörstel war auch beim ZDF und wollte nicht mehr lügen

    http://www.gekaufte-journalisten.de/ Dr. Udo Ulfkotte war bei der FAZ und wollte nicht mehr lügen

  25. #19. FK 9 Pilot

    Wer so etwas spontan oder geplant schreibt, sagt sehr viel über sein Demokratie- und Pluralismusverständnis.

    Grüne und Demokratieverständnis verhält sich wie „Feuer und Wasser“, dafür sorgt schon das knallrote Innenleben dieser Ökofreaks.

    karl.s

  26. So unsäglich die Einlassungen des Herrn Ott und so verwerflich (als Attacke auf die Pressefreiheit und noch dazu auf eine bestimmte Person) die Petition des Herrn Wieting auch sind, man sollte nicht deswegen nicht in das genau entgegengesetzte aber gleichartige Extrem verfallen.

    Bojanowski schreibt ja selbst auf Twitter, wie ähnlich sich Skeptiker und Alarmisten doch seien. Eine Beschreibung, die auch Hans von Storch teilt. Ich sehe das überhaupt nicht so -- aber ich verstehe, wie man darauf kommen kann.

    Meine Forderung ist gerade nicht, daß nun vermehrt „skeptische“ Artikel in den Leidmedien erscheinen, um eine tendenziöse alarmistische Berichterstattung auszugleichen. Und ich denke auch nicht, daß Bojanowski auf die Seite der Skeptiker wechseln sollte.

    Guter Journalismus ist kritisch und aufklärend in alle Richtungen. Und vor diesem Hintergrund ist Bojanowskis Spiegel-Artikel ein Lichtblick. Er sollte sich seine Unabhängigkeit bewahren. Wie heißt es so schön: Ein guter Journalist sollte sich nie mit einer Sache gemein machen.

    Der Skandal ist daher nicht, daß ein Ott den Spiegel auffordert, alarmistisch zu berichten. Der Skandal ist, daß er ihn auffordert, seine Unabhängigkeit aufzugeben. Das mag haarspalterisch klingen, aber das ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Unterschied.

    Daß übrigens der klassische Wissenschaftsjournalismus (in allgemein orientierten Zeitschriften und Zeitungen) ein Qualitätsproblem hat, ist nicht ein Spezifikum der Klimadebatte. Dies gilt für alle technisch/naturwissenschaftlichen Bereiche. Der Spiegel ist in dieser Hinsicht besonders unterirdisch, das ist wahr. Aber der Focus ist (manchmal) noch schlimmer. Einzig die FAZ scheint in Deutschland noch willens und in der Lage, ihren Lesern zuzumuten, sich komplexe Zusammenhänge aus einer entsprechenden Darstellung heraus zu erarbeiten.

    Übrigens: Ich mag den Spiegel in seiner Gesamtheit durchaus und ich lese ihn gerne. Man hat sich dort als linksliberales publizistisches Flaggschiff der Republik die Distanz zum Regierungshandeln (gleich welcher Regierung) durchaus erhalten. Sicher fährt man auch Kampagnen -- aber das gehört zum Konzept der Zeitschrift einfach dazu. Man neutralisiert sich in der Redaktion gegenseitig schon -- manchmal auf sehr kreative Weise. Da gibt es bspw. eine klare Anti-Raucher-Fraktion, die immer mal wieder Platz für ihre Ergüsse bekommt. Gleichzeitig veröffentlicht das Kulturressort dann aber verstärkt Bilder von rauchenden Künstlern und kaum ein Artikel kommt aus ohne „er/sie zündete sich eine Zigarette an“ (oder ähnliche Formulierungen). Und wenn in der einen Ausgabe mal wieder Regulierung gefordert wird, kann man sicher sein, daß in der nächsten Neubacher oder Fleischhauer das genaue Gegenteil schreiben dürfen.

    Ich denke, man kann den Spiegel nicht so leicht in eine Ecke drücken. Und das ärgert eben beide Seiten. Uns hier, wie auch die Alarmisten. Aber das ist gerade gut so. So sollte eine freie Presse sein.

  27. @Peter Heller #26

    daß nun vermehrt “skeptische” Artikel in den Leidmedien erscheinen,

    Irgendwie ein passender Freud’scher Lapsus 😀

  28. @Peter,

    Bojanowski schreibt ja selbst auf Twitter, wie ähnlich sich Skeptiker und Alarmisten doch seien. Eine Beschreibung, die auch Hans von Storch teilt. Ich sehe das überhaupt nicht so — aber ich verstehe, wie man darauf kommen kann.

    Ähnliches habe ich aber oft gesagt, und damit die selektive Wahrnehmung gemeint, die Gruppenbildung und Gruppensolidarität im Hinblick auf die politische Auseinandersetzung. Dies findet man natürlich auch bei anderen Themen, solche die nichts mit diesem Disput zu tun haben. Also die üblichen Freund-Feind-Unterscheidungen, aus der heraus die Argumente gewichtet werden, nicht die Wahrheitsfindung im Vordergrund steht, sondern die Bekämpfung des Gegners. Schnell kann es dann passieren, dass Medien und Personen in diese Freund-Feind-Unterscheidung einbezogen werden, unterstützt und bekämpft werden, je nach eigenem Standpunkt.

    Solange solche Auseinandersetzungen nach Regeln geschehen, die Moral und Geist einer pluralistischen Gesellschaft würdig sind, ist das auch alles kein Problem. Und hier kommen wir vielleicht zu einem Punkt, der ein Unterscheidungsmerkmal in der Klimawandeldebatte ist, nämlich, mit welchen Mitteln eine Deutungshoheit angestrebt wird. Ich will mal in diesem Zusammenhang an das Weimann-Gutachten für die Enquet »Wachstum ..« erinnern. In Novo-Argumente schilderte Prof. Joachim Weimann unter welchen Umständen dieses Gutachten der Kommission präsentiert wurde.

    Die mündliche Vorstellung der Expertise fand übrigens unter sehr merkwürdigen Bedingungen statt. Der Vortrag wurde kurzfristig in einen viel zu kleinen Raum verlegt und es gab eine strikte Redezeitbegrenzung, die es unmöglich machte, auch nur die wichtigsten Argumente so vorzustellen, dass sie jemand nachvollziehen konnte, der die Expertise nicht gelesen hatte. Einige Tage nach der Präsentation in Berlin haben sich einzelne Abgeordnete bei mir gemeldet und sich für die Art und Weise, wie mit mir umgegangen wurde, entschuldigt. Das wäre nicht nötig gewesen, aber es war einfach schon sehr klar, dass meine Argumente der Mehrheit der Kommissionsmitglieder nicht willkommen waren und deshalb (erfolgreich) der Versuch unternommen wurde, sie gar nicht erst zur Kenntnis zu bringen. Das sagt viel über das Demokratieverständnis unserer Parlamentarier.

    Unliebsame Nachrichten, Sachverhalte, oder auch nur Hypothesen sollen gar nicht zur Sprache kommen. Da wird Druck aufgebaut (wie bei Bojanowski) oder mit taktischen Spielerein (wie bei der Enquete) gearbeitet, weil man an einem Diskurs mit offenen Ausgang in keiner Weise interessiert ist. Das Ergebnis steht als Überzeugung fest, es fehlt nur noch der Weg dahin.

    Alarmisten brauchen Macht, um ihre Überzeugungen einer Gesellschaft über zu stülpen. Skeptiker genügt es, wenn keiner Macht hat und die Dinge nach dem Prinzip »Best Practice« gehändelt werden. In dieses Prinzip lassen sich, im Rahmen eines politischen Aushandlungsprozesses, sogar Alarmisten integrieren, sofern sie sich noch nicht vom übergeordneten Prinzip Pluralismus verabschiedet haben. Aber gerade dies ist denen ein Graus. Obwohl, an Lippenbekenntnissen fehlt es nicht.

  29. Wie wird hier eigentlich Ranga Yogeshwar eingeordnet?
    Ich war lange Zeit sehr angetan von seiner Sendung und seinen Büchern, aber er scheint mittlerweile zu den Propagandisten der Energiewende und anderen linksgrünen Positionen konvertiert zu sein, vielleicht kann man auf Dauer im WDR nicht anders überleben, aber mit seinem früheren Anspruch hat das alles nichts mehr zu tun.

  30. Ich denke auch. Es ist schon erstaunlich.
    Bojanowski schreibt ja immerhin:

    Der zugrunde liegende Sachstand des Klimawissens, der am Sonntag mit dem Synthesereport zusammengefasst wird, bleibt gleichwohl besorgniserregend.

    Was ihn nicht daran hinter die Art und Weise wie die Öffentlichkeit von den Politaktivisten des IPCC informiert wird kritisch zu sehen. Aber diese Kritik ist natürlich unerwünscht.

    Da schließe ich mich Peter an:

    Guter Journalismus ist kritisch und aufklärend in alle Richtungen. Und vor diesem Hintergrund ist Bojanowskis Spiegel-Artikel ein Lichtblick. Er sollte sich seine Unabhängigkeit bewahren. Wie heißt es so schön: Ein guter Journalist sollte sich nie mit einer Sache gemein machen.

  31. @Jürgen Althoff

    War er das nicht immer?

  32. @Jürgen Althoff #29

    aber mit seinem früheren Anspruch hat das alles nichts mehr zu tun.

    Den Anspruch kenne ich zwar nicht, aber ich habe ihn noch nie ab gekonnt, mehr so ein Quoten / Alibi Wissenschaftler mit viel Scheuklappen und einem sehr hohen Tellerrand, oder auch ein Pausenclown.

  33. @Jürgen Althoff

    Ich hatte hier Ranga Yogeshwar zwei mal zum Thema. Danach habe ich mich nicht mehr um ihn gekümmert.

    Ranga und die letzten Wünsche
    Klaus Töpfer und der König von Bhutan

  34. Manchmal denke ich, dass durch die Globalisierung deas Zeitalter der Aufklärung und der Wissenschaft vorbei ist.
    Vor allem wenn ich folgendes lese:

    Für Erdogan ist ganz Amerika muslimisches Ur-Land Zunächst sprach der Präsident von einer Moschee auf Kuba vor der Entdeckung durch Kolumbus. Jetzt verbreiten regierungsnahe Medien, dass der Islam bereits im siebten Jahrhundert den Kontinent eroberte.

    Ich denke weltweit von Russland, China über die Türkei und Europa in die USA treten die Medien an um eine Welt zu konstruieren die mit der objektiven Realität nichts zu tun hat.

    Pseudowissenschaftliche nichtlegitimierte PolitOrganisationen wie das IPCC kämpfen um die Deutungshoheit.

  35. @Günter Hess #34
    Entdeckt haben die Moslems amerika sicher nicht, aber es werden sicher schon welche vor Kolumbus da gewesen sein, zu der Zeit, als Spanien noch moslemisch war. Da scheint es Belege zugeben.
    Kolumbus war ja definitiv nicht der Erste, der Amerika „entdeckte“
    Was aber Erdogans Anspruch angeht, ’ne Lachnumer 😀

  36. Hallo Herr Gans,

    Man muss sich ja im Klaren sein, dass die Geschichte eine Interpretation ist die sich ändert und nur ein pluralistische System
    uns Bürger vor Manipulation schützt. Das gilt meines Erachtens auch für die IPCC Synthesisreports.
    Die wählen aus einer Vielzahl von Erkenntnissen aus und fokussieren das auf eine Meinung einer sehr großen Politaktivistengruppe.
    Damit wir nicht manipuliert werden braucht es kritische Journalisten wie Herrn Bojanowski.

  37. Daß übrigens der klassische Wissenschaftsjournalismus (in allgemein orientierten Zeitschriften und Zeitungen) ein Qualitätsproblem hat, ist nicht ein Spezifikum der Klimadebatte. Dies gilt für alle technisch/naturwissenschaftlichen Bereiche.

    Können Sie getrost auch auf den Bereich Wirtschaft übertragen.
    Ok, man hat hier mehr Auswahl. Aber man muss dann schon die reinen Wirtschaftsblätter lesen. Dort findet ab und an auch ein EEG kritischer Artikel seine Platz.
    Überhaupt sollte Klimawandel und EEG getrennt betrachtet werden. Das EEG ist mal eine reine Geldvernichtungs und Umverteilmaschine. CO2 Einsparung— Fehlanzeige. IMO liegt hier auch die Möglichkeit „Wählerstimmen zu fangen“
    Oder beide Lager zu einem Konsens zu treiben. Beide müssen den erhöhten Strompreis zahlen und sind im selben Boot.
    Mehr kritische Artikel zum hohen Strompreis (der müsste nicht sein). Mehr kritische Artikel über die fehlende CO2 Einsparung.

    IMO
    Steinzeit

  38. 32 Beitraege und keinen interessiert auch nur im Entferntesten, was denn nun der Bojanowski geschrieben hat. Lustig.

  39. Sorry, 37

  40. @Georg Hoffmann #38/9
    Thema ist ja nicht der Artikel von AB, sondern die Reaktion gewisser interessierte Kreise.

    @Günter Heß #36

    Damit wir nicht manipuliert werden braucht es kritische Journalisten wie Herrn Bojanowski.

    Sind wir einer Meinung.

    Man muss sich ja im Klaren sein, dass die Geschichte eine Interpretation ist die sich ändert und nur ein pluralistische System uns Bürger vor Manipulation schützt.

    Wenn es Belege für eine Anwesenheit gibt, dann interpretiert man bestenfalls deren Bedeutung, wohingegen es dann für eine Anwesenheit keinen Interpretationsspielraum mehr gibt.
    Man kann uns aber Belege vorenthalten, da greifen dann wiederum die Vorteile des pluralistischen Systems. 😀

  41. Günter Heß 20. November 2014 07:26

    Man muss sich ja im Klaren sein, dass die Geschichte eine Interpretation ist die sich ändert und nur ein pluralistische System uns Bürger vor Manipulation schützt.

    Volle Zustimmung.

    Allerdings zur Klärung: Ich glaube, dass es eine Realgeschichte gibt, die sehr wohl auch falsch und verzerrend berichtet werden kann. Diese Kritik ist aber eine andere, als zwischen seriösen Interpretationsspielräumen zu vermitteln.

  42. @Gans
    “ Thema ist ja nicht der Artikel von AB, sondern die Reaktion gewisser interessierte Kreise.“

    „gewisse interessierte Kreise“: conspiration theory speech.

    Eben, es interessiert nur die Reaktion, nicht die Aktion. Lustig.

  43. Gemach, gemach, lieber Georg Hoffmann. Warten wir erst mal die angekündigte öffentliche Diskussion zwischen Bojanowski und den verschiedenen Widersachern ab. Ich hoffe ja, dass das per Video dokumentiert wird.

    Aber ich will gerne noch mal erklären, warum ich Bojanowskis Einschätzung »Alarm vor Genauigkeit« für plausibel halte. Das hat mit der Entstehung dieses Synthesebericht zu tun. Edenhofer schilderte auf der Pressekonferenz die Schwierigkeiten die bestanden, diesen Text zu erstellen. Um jedes Wort wurde gerungen. Aber vom wem? Wer hat mit wem um was gerungen? Nur die Wissenschaftler untereinander oder vielmehr auch andere Interessierte? Es wurde immer wieder betont, wie schwierig es war, alle die verschiedenen Nationen und Interessen unter einen Hut zu bekommen.

    Wenn ich solche Schilderungen vernehme, schleichen sich bei mir starke Zweifel ein, ob unter solchen Umständen überhaupt noch von einem Synthesebericht gesprochen werden kann, oder ob das vielleicht viel mehr ein politisches Papier ist, welches sich seine Argumente (selektiv) aus dem Hauptbericht zieht.

    Im übrigen hat Krishna völlig recht. Mir ging es nicht darum zu beweisen dass Bojanowki Recht hat, sondern mit welchen teils infamen Mitteln um die Deutungshoheit gekämpft wird.

    Ich wünsche mir auch, dass sich genügend Leute finden, die den IPCC-Bericht mit dem Synthesereport vergleichen, nicht nur wegen der Punkte die Bojanowski angeführt hat. Ich fühle mich nicht dazu berufen, wie schon oben im Artikel erklärt.

  44. @Georg Hoffmann.

    Nachtrag. In der Pressekonferenz sprach Edenhofer von einem „erkenntnistheoretischem Wunder“ in Hinblick des Synthesereport. Mein Glaube an Wunder hält sich in sehr engen Grenzen. Mit solchen Beschreibungen wird meist etwas schön geredet um das Produkt, den Synthesereport eben, zu erhöhen und vor allzu kritischer Begutachtung zu schützen.

  45. Ich habe mich gefragt, warum das ganze ‚Synthesereport‘ heißt.

    Ist es, weil alte Aussagen ohne Grundlage neu synthetisiert werden?

    Oder im Hegel’schen Sinn: These & Antithese = Synthese!
    Konkret: Schwache Detailreports (These) & fehlende naturwissenschaftliche Grundlagen (Anti-These) = Politikberatung (Synthese)

  46. @Quentin
    Warum habe ich icht nur bei Ihnen, aber besonders bei Ihnen den Eindruck, Sie haben nicht gelesen, worueber Sie reden?
    Jede Aussage der Synthese sollte sich in sehr aehnlicher Form im Vollbericht finden lassen. Kapitel sind angegeben. Dazu brauch man nichts von Artensterben verstehen. Jedesmal wenn da also in Klammern steht (likely) oder (very likeley), dann hat es vorher eine Aussage gegeben, die man im Gesamtbericht finden sollte.

    „Aber vom wem? “

    Das haben Sie echt nicht rausbekommen? Heilige EInfalt.
    http://www.ipcc-syr.nl/index.php/authors-and-review-editors

  47. 46
    lach
    Die Uhr ist auf 5 vor 12 , seit 2007
    deutlich höhere Temperaturen bis 2100
    Der Hype startet, vor der Konferenz, mann (Singer) muss sich überlegen wie man das Wasser heiß hält (für die nächsten 7 Jahre)

    Arividerci Georgi

  48. Unabhängigkeit in Gefahr? Deutsche Top-Journalisten und transatlantische Netzwerke

    (Oh Rassbach, Sie mal wieder mit Dingen die nicht hier her gehören. Und Quellen benutzen, die unter aller Sau sind. Das ist die rote Karte hier für Sie. QQ)

  49. @ Hoffmann:

    und keinen interessiert auch nur im Entferntesten, was denn nun der Bojanowski geschrieben hat. Lustig.

    Sie irren. Hier hat wahrscheinlich jeder den Artikel von Bojanowski gelesen. Und interessiert zur Kenntnis genommen. Die Frage, ob er so einen Artikel denn auch schreiben darf, die allerdings stellen wir uns nicht. Natürlich darf er. Grüne Aktivisten sehen das anders. Darum geht es. Diese Debatte ist Ihnen natürlich unangenehm. Weil Sie einmal mehr vor Augen geführt bekommen, welch ungute Reflexe alarmistische Klimaforscher hervorrufen.

    Ob Bojanowksi in der Sache richtig liegt, ist auch keine Frage, die uns bisher beschäftigt hätte. Denn ich glaube, niemand hier hat diesen einzelnen Text bei Spiegel Online als bedeutend genug angesehen, sich mit diesem näher zu befassen. Interessant geworden ist der Artikel doch erst durch die Petition, die ein Schreibverbot für Bojanowski fordert.

    Hier auf Science Skeptical ist noch nie eine Kampagne mit dem Ziel gestartet worden, daß ein Medium einem seiner Mitarbeiter Sprech- oder Schreibverbot erteilt. Da zeigen sich Abgründe, die zumindest ich nur mit Verwirrung und Unverständnis zur Kenntnis nehmen kann. Mit diesen Abgründen beschäftigt sich Quentin. Wenn Sie dazu etwas beizutragen haben, dann gerne.

    Wenn Sie unbedingt etwas zu einem Artikel beitragen möchten, der noch nicht geschrieben wurde („Hat Bojanowski wirklich recht?“), dann allerdings können Sie damit auch warten, bis ein solcher Text erschienen ist. Da wir alle berufstätig sind, kann das dauern. Vielleicht erscheint ein solcher Text auch nie, weil den Autoren andere Themen wichtiger sind. Sie können einen solchen Artikel daher gerne selbst schreiben.

    Aber von wem?

    http://ipcc.ch/pdf/ipcc-principles/ipcc-principles-appendix-a-final.pdf

    Welche Regierungsvertreter beim zweiten Review auf den Text in welcher Form Einfluß genommen haben, kann man sicher herausfinden. Irgendwie. Wenn man sich drei Monate nur dafür Zeit nimmt.

    IPCC ist nur ein Synonym für Intransparenz.

  50. @ Hoffmann

    Edenhofer auf der Pressekonferenz:

    Und dann gibt es eine dritte Ebene, das sind die sogenannten Zusammenfassungen für Entscheidungsträger. Und diese Zusammenfassung für Entscheidungsträger die wird dann in einer sogenannten Plenarsitzung abgestimmt. Und zwar Wort für Wort, die hat nur neuntausend Wörter. Und diese neuntausend Wörter die wir da jetzt verhandeln, jetzt zum Beispiel in Kopenhagen, über eine Woche hinweg, das ist -- hier sitzen auch Mitglieder der deutschen Delegation -- eine äußerst zeit- und nervenaufreibende Tätigkeit; man schläft wenig -- ich bin jetzt gerade aus Kopenhagen gekommen, ich bin völlig übernächtigt -- und man hat manchmal so das Gefühl, nach so 36 Stunden auf dem Podium, entwickelt man eine neue Beziehung zu dem was normalerweise Realität heißt. Es ist aber trotzdem sehr bedeutsam, diese neuntausend Wörter zunächst einmal in seiner ganzen Wucht zu würdigen. Vielleicht würde ein oberflächlicher Leser dieser neuntausend Wörter, die wir hier verabschiedet haben, zu dem Ergebnis kommen: Na ja, da hat jetzt der Weltklimarat in dieser Zusammenfassung für Entscheidungsträger tatsächlich so viel Neues gesagt? Ich glaube, man kann das nur dann würdigen, wenn man weiß, dass diese neuntausend Wörter im Konsens abgestimmt werden, und zwar mit allen Regierungen. Also da sitzen dann eben auch die Regierungen des Königreichs Saudi-Arabien mit drin, Brasilien, Indien, China. Und das ist aus meiner Sicht, ehrlich gesagt, ein kleines erkenntnistheoretisches Wunder, dass man zwischen so verschiedenen Interessen überhaupt Text produziert die auf Zustimmung stoßen, auf Konsens stoßen. … .

    Das ist so zum quieken, ich kann mich kaum zurückhalten aus jedem zweiten Satz einen Kalauer zu machen. Zum Beispiel über die „neue Beziehung zur Realität“. Oder über das Wunder dass überhaupt Text produziert wurde. usw usf.

    Es geht doch klar aus diesen Äußerungen hervor, dass diese Zusammenfassung kein wissenschaftliches Papier ist, nur scheinbar auf Wissenschaft basiert, weil die verschiedenen Interessen, nicht zuletzt der Regierungen, auf einen Konsens eingedampft werden mussten. Da muss sich viel verflüchtigt haben. Geht gar nicht anders. Die Frage ist nur: Was hat sich verflüchtigt? Nach Bojanowskis Ansicht die Genauigkeit. Gut, das ist simpel, auch das geht gar nicht anders. Aber wird tatsächlich mehr Alarm geschlagen, als es der IPCC-Bericht her gibt? Das ist ja der Grundvorwurf, der nach wie vor im Raum steht, auch unabhängig von Bojanowskis Beispielen. Um das zu beurteilen genügt es nicht, zu erkennen, ob irgendwelche Zitate nun korrekt sind, sondern ob der Tenor des Berichts mit dem der Zusammenfassung vergleichbar ist. Das wäre eine ziemlich zeitaufwendige Analyse, von der ich mir wünschte, dass dies kompetente Leute tun. Wenn aber schon die Ministerinnen zu kichern beginnen, wenn Edenhofer vorschlägt, dass die Leute den ganzen IPCC-Bericht lesen sollen, diese vielen tausend Seiten, dann wird klar, so richtig tut das keiner.

    Aber kehren wir noch mal zurück zu den Interessen, von denen Edenhofer sprach. Er spricht von einer großen Neuerung in diesem Synthesebericht:

    Das Erste und Wichtigste, aus meiner Sicht was neu ist, dass der Weltklimarat, in dieser Abstimmung mit allen Regierungen, sagt, das globale Klimaproblem ist im Wesentlichen ein Problem der Gerechtigkeit. Das ist eine hocherstaunliche Einsicht. Für jemand der Philosophieseminare besucht hat, vielleicht eine Selbstverständlichkeit, aber dass jetzt anerkannt wird, dass das Klimaproblem nicht nur ein ökonomisches Problem darstellt, sondern dass es eben auch im Wesentlichen ein Problem der Gerechtigkeit, der Fairness, der Verteilung ist, ist aus meiner Sicht äußerst bemerkenswert.

    Wer saß da gleich noch mal alles im Plenum welches den Synthesebericht, Wort für Wort, verhandelt hat? Und was bedeutet die Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang. Hier drängt sich mir sofort der Begriff »Klimafond« in den Vordergrund. Wurde hier Zustimmung erkauft? Die Frage danach muss man stellen.

    Es ist theoretisch möglich, dass der Synthesebericht tatsächlich weitestgehend dem IPCC-Bericht entspricht und Bojanowskis Vorwurf »Alarm vor Genauigkeit« falsch ist. Angesichts der Umstände und des Prozedere darum, scheint dies mir aber sehr unwahrscheinlich zu sein. Aber für diese Analyse braucht es wirklich viel Zeit. Ich hoffe immer noch, dass dies jemand tut.

  51. Mit diesen Abgründen beschäftigt sich Quentin.

    Danke Peter, genau genommen ist das der einzige Grund, warum ich mich an dieser, von mir eigentlich verabscheuten, Klimawandeldebatte beteilige. Es dient mir auch gewissermaßen als Anschauungsmaterial, als Beobachtungsobjekt, um zu verstehen wie Menschen sich organisieren, wie sie sich unter bestimmten Vorgaben verhalten, welche Querverbindungen entstehen. Deswegen stehen in meinen Berichten auch fast immer irgendwelche Menschen im Mittelpunkt, und nicht Daten oder Formeln. Das hat vielleicht in der Vergangenheit zu Missverständnissen geführt, weil meine Betrachtungsweise eben eine ganz andere ist, als die eines Naturwissenschaftlers. Man kann dies eigentlich nicht richtig vergleichen, und auch nicht das eine über das andere stellen.

  52. Ach, wie immer: aus der Frage, ob jemand wahrheitswidrig Dinge behauptet, wird die Frage nach Zensur und grüner meinungsdiktatur gemacht. Erinnert an die Aufregung um die Broschüre des Umweltbundesamtes. Sind die damals darin kritisierten Personen eigentlich endlich verhaftet worden oder zumindest mit auftittsverboten belegt worden? Nicht? Mist eine Diktatur ist auch nicht mehr, was sie mal war…muss an den Gutmenschen liegen…

    Doch zurück zum thread:
    Wird nicht gerade hier immer wieder wert darauf gelegt, die Debatte zu versachlichen und zu entpolitisieren? Anscheinend nicht diesesmal. Ich jedenfalls fand die Kritik von klima-luegendetektor in vielen punkten recht überzeugend. Die Reaktion von a.b. dagegen war es nicht. Das die Argumente weder vom threadersteller thematisiert werden noch bei den meisten Beiträen hier auch nur die kleinste Rolle spielen, ist doch enttäuschend.

    Und jetzt von juristischen Drohungen zu hören ist etwas, was mich nicht überrascht, da ich dies auch schon mal indirekt erleben konnte von a.b., der wirklich immer schön aus teilt, aber nix einstecken kann. Oh, ist ja eh eine jounalistenkrankheit… Egal: auf eine öffentliche Debatte darüber würde ich mich auch freuen.

  53. @ treverer:

    Natürlich wird die Petition ohne Folgen bleiben. Das erwarte ich zumindest. Die Frage ist doch: Welch‘ Geistes Kind muß man sein, um derlei Petitionen überhaupt zu formulieren?

    Wird das jetzt die neue Aktivisten-Taktik im Internet? Einzelne Personen auf diese Weise an den Pranger zu stellen? Eine Art „Shitstorm 2.0“? Ich erinnere nur an diese unsägliche Petition gegen Markus Lanz. Hier forderten hunderttausende am Ende das ZDF auf. Herrn Lanz zu entlassen. Ich mag ihn auch nicht. Aber auf so eine krude Idee käme ich nicht, das verbietet mir mein Respekt vor den Menschen. Ich schalte Lanz halt nicht ein. Und wer Bojanowski nicht mag, muß ihn ja nicht lesen.

    Nun fordert man also den Spiegel auf, Bojanowski zu maßregeln. Wann eigentlich gibt es die erste Petition dahingehend, daß Google uns nicht mehr als Suchergebnis anzeigt? Wann wird mein Arbeitgeber aufgefordert, mich zu entlassen (oder mir zu verbieten, mich zu Klima- und Energiethemen zu äußern)?

    Und wann, treverer, trifft es Sie?

    Ein gutes hat die Sache allerdings auch: Die Petition gegen Bojanowski findet kaum Unterstützer. Daran sieht man, daß solche Aktivisten selbst unter ihren eigenen Leuten doch auf gewisse Weise isoliert sind. Noch.

    Wird nicht gerade hier immer wieder wert darauf gelegt, die Debatte zu versachlichen und zu entpolitisieren?

    Versachlichen schon. Aber „entpolitisieren“? Das wäre ganz sicher nicht mein Weg. Ich trachte danach, die Debatte endlich ordentlich zu politisieren. Denn in diese Sphäre gehört sie. Klimaschutz ist Wirtschaftspolitik und sollte unter diesem Aspekt betrachtet werden. Der IPCC-Synthesebericht ist ein Text von Politikern (bzw. von Autoren, die als solche agieren) an Politiker und sollte daher auch wie ein solcher behandelt werden. Die Vorstellung, hier handele es sich um eine wissenschaftliche Studie, die absolute Wahrheiten neutral präsentiert, ist naiv.

    P.S.: Im Moment haben wir mal wieder eine Hochphase mit vielen Zugriffen. Und es mehren sich Kommentare der Form: Schreibt doch mehr über dieses, mehr über jenes und über solches! Daher zum wiederholten Mal meine Aufforderung: Wer meint, hier fehle ein Text zu xyz, der soll diesen bitteschön selbst schreiben.

  54. Mal im Ernst….

    Die Tatsache, das der Primaklimawissenschaftler Onkel Georg sich höchst persönlich bemüßigt fühlt, in die Niederungen des Skeptiker-Underground zu begeben, zeigt mir persönlich, das Quentin mit diesen Artikel genau den richtigen Leuten auf die Zehen getreten ist.
    Das nachträgliche Aufschlagen eines gewissen „Treverer“ untermauert meine These.
    Es ist für uns ja kein Geheimnis, das in gewissen Kreisen der Bojanowski ein rotes Tuch darstellt….an den man sich dann auch regelmäßig abarbeitet…….anscheinend ist jetzt wohl der Zeitpunkt gekommen, diesen Schreiberling ein für alle mal aus den Verkehr zu ziehen, weswegen wohl genau jetzt diese konzentrierte Aktion der selbsternannten Klimaretter gestartet wurde.

    Die Meinungshoheit muss unter allen Umständen beibehalten werden, störende Elemente sind mit den üblichen und erprobten Mitteln wegzumobben……auf das auch morgen noch, die Forschungsgelder fließen werden, wie Milch und Honig.

    Für den ökoindustriellen Komplex steht einfach zu viel Geld auf dem Spiel, als das man sich von solchen Subjekten in die Suppe spucken lässt.
    Die Transformation in ihren Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf……..Rot Front Genossen.

    Onkel Heinz……kramt schon mal vorsorglich sein Pionierhalstuch raus.

  55. @Heller

    Hier hat wahrscheinlich jeder den Artikel von Bojanowski gelesen.

    Kann sein (eher unwahrscheinlich, aus meiner Erfahrung hier). Nur meinte ich den SPM auf den Bojanowski sich bezieht.

    Die Frage, ob er so einen Artikel denn auch schreiben darf, die allerdings stellen wir uns nicht. Natürlich darf er. Grüne Aktivisten sehen das anders. Darum geht es

    Ganz genau. Und so habe ich es auch geschrieben http://scienceblogs.de/primaklima/2014/11/04/der-neue-dies-und-das-was-wissen-wir-eigentlich-ueber-die-menschliche-psyche/#comment-62781
    und ich darf schreiben, was mir daran nicht gefaellt und auflisten, was alles daran falsch ist.

    Man sollte also nicht so etwas versuchen, wie Leute zum Schweigen zu bringen, niemals:

    http://www.nytimes.com/2006/01/29/science/earth/29climate.html?pagewanted=all&_r=0

    http://www.breakingnewsagency.com/articles/a-nasa-scientist-censured-over-greenhouse-gas-comments/

    http://en.wikipedia.org/wiki/Attorney_General_of_Virginia%27s_climate_science_investigation

    http://www.theguardian.com/environment/2010/mar/01/inhofe-climate-mccarthyite

    Aber ich bin sicher, dass das jetzt ganz anders gelegene Faelle, die eben nicht belegen, wie eine sehr einflussreiche politische Gruppierung Wissenschaftler zum Schweigen bringen wollen.

    Hier auf Science Skeptical ist noch nie eine Kampagne mit dem Ziel gestartet worden, daß ein Medium einem seiner Mitarbeiter Sprech- oder Schreibverbot erteilt.

    Deswegen reden Sie und der Rest des Karnevalsvereins ja auch permanent von gleichgeschalteter Presse, staatlich vorgeschriebener Presse und was es sonst noch im Vokubal des Wutbuergerles und Konspirationtheoretikers so gibt,

    Sie finden eben interessant, dass jmd eine Petition herausgibt und ich finde eben interessant, worum es inhaltlich geht und wer welche Argumente zur Sache hat. Der Rest ist doch offensichtlich albern (als ob der Spiegel sich von einer Internetpetition beeindrucken lassen wuerde. Ich nehme an, es ist ein EInstellungskriterium beim Spiegel mindestens
    drei Petitionen gegen sich losgetreten zu haben).

  56. Kommentar liegt irgendwo im Niemandsland.

  57. @Heinz

    Für den ökoindustriellen Komplex steht einfach zu viel Geld auf dem Spiel, als das man sich von solchen Subjekten in die Suppe spucken lässt.

    Wenn du so weiter machst, Heinz, schmeisst der Heller dich noch raus. Allzuviel Spinnereien und konspirative Paranoia kann auch er nicht vertragen.
    Milch und Honig in der Klimaforschung? Du hast echt einen an der Waffel. Du solltest mal versuchen einen einzigen Proposal durchzubekommen.

  58. Eines ist immer wieder schön zu sehen, wie sich eine Ideologie (3.Reich, DDR oder wie jetzt die Energiewende auf Basis einer menschengemachten CO2-Erwärmung) selbst ins Bein schießt. Mit Statistiken, medialen Manipulierten Darstellungen, politisch erzwungene Propaganda und Gestzen bzw. Verboten will man eine Gesellschaft dazu bringen an einer unfreien Sklavengesellschaft teilzunehmen. Das diese Ideologien stets an der Realität einer freien Marktgesellschaft (Marktwirtschaft) gescheitert sind, daraus lernen solche ideologischen Gesellschaftsunterdrücker nie. Und genauso wird es bzw. ist es schon bei der Energiewende/EEG gekommen. Das Lied vom bösen menschengemachten CO2 Klimaerwärmer wird schon lange nicht mehr gehört und zerschellt an der Realität des zunehmenden gesunden Menschenverstand. Mit der Energiewende per EEG wird nämlich der Mangel und die Armut propagierd (angebetet). Per Energieeinsparparolen soll auf eine neue Mangel und Armutszeit eingestimmt werden. Nur haben diese neuen ideologischen Propheten ein Problem. In einer Gesellschaft in der Mangel und Armut vorherrscht wird auch bald das Kapital zur Neige gehen bzw. das zu investierente Kapital einen Bogen um diesen Armuts- Mangel- und Ideologischen Diktatstaat machen. Das Kapital fühlt sich nur da wohl, wo es sich frei und zum Wohle der Investoren und der Gesellschaft in der es investiert wird entfalten kann. Der Investor/Kapital lebt nämlich von einen gesunden/wohlhabenden Umfeld (Gesellschaft) besser als von einen Mangel- Armut staatlichen Diktatumfeld. Der Investor/Kapital braucht klare marktwirtschaftliche Regeln die vom Staat nicht abwürgend wirken, sondern förderlich. Kein Investor wird mehr in Deutschland unter dem EEG investieren. Die Willkür und die Mißachtung durch die Politik (EEG) bewirken, dass sich das gutwollende Kapital aus Deutschland verabschiedet und das Zocker/Abzocker Investment Kapital durch die Versprechungen (Steuer Abgaben) der Ideologie angezogen werden.
    Das politische EEG ist das genau Gegenteil einer sich frei und offen entfaltenden Marktgesellschaft in der die Wohlstandschancen für alle gelegt wird.

  59. @Georg

    Nöö….rausschmeißen geht nicht, ick erfüll hier die Behindertenquote.

    Proposal……kann ja nich so wild bei Euch Klimafroscher sein…..ick kenn da andere Wissenschaftler aus anderen Disziplinen….die sich teilweise von einen viertel/halbjahresvertrag zum nächsten hangeln müssen.
    Jammern auf hohen Niveau.

    ökoindustriellen Komplex……Weißt Du eigentlich, welcher enorme bürokratische Aufwand in Deutschland alleine nur für den Emissionshandel betrieben wird? Oh Mann…..da muss sich sogar der Zertifizierer EU-gerecht zertifizieren lassen…..und wenn der dann uns zertifizieren soll……kann ick schon mal ne LKW-Ladung an Unterlagen abkippen.
    Ausserdem und sowieso……rate mal, wer sich bei einen globalen CO2-Handel wirklich die Hände reiben wird?

    Oder nehmen wir einfach mal Greenpeace Energy……die mittels „genehme Studien“ die Konventionellen madig machen…wo se doch selber Strom verkaufen, den se sich aus Österreichischen Wasserkraftwerken besorgen….oder die tolle Solar-Industrie…..oder die tollen Seelen-..ähm, Windradverkäufer……die übers Land ziehen……oder guck dir mal an, wer eigentlich hinter den „Klimarettern“ steht……..astreine EE-Lobbyisten.
    Dann den ganzen Filz hinter Eurosolar und Friends……muss ich noch mehr sagen oder guckste hier bei ScSk einfach mal die Beiträge an, die handfest beweisen…..das ick kein Spinner bin.

    Naja……wenn ihr argumentativ nich weiter kommt……die „Verschwörungstheoretiker-Keule“ geht allemal.
    Nöö, Du machst es Dir zu einfach…….leider.

    MfG
    H.E.

  60. @Georg Hoffmann

    Sie finden eben interessant, dass jmd eine Petition herausgibt und ich finde eben interessant, worum es inhaltlich geht und wer welche Argumente zur Sache hat. Der Rest ist doch offensichtlich albern

    Was mich dazu angeregt hat, diesen Artikel zu schreiben, habe ich ja auf Primaklima erklärt. Deshalb hier nochmal:

    @axel & s.hader Ich bin auf diese Petition durch einen Tweet von hvw aufmerksam geworden. Vermutlich ist das der hvw, der auch auf der Klimaziebel aktiv ist, jedenfalls gehört Werner Krauss zu den Followern. Dieser Tweet von hvw wurde von Hermann Ott retweetet (wie man so neudeutsch sagt). Dies ist im Kontext der allgemeinen Aufregung über Bojanowski zu sehen, bei der sich der Grüne Ott besonders hervorgetan hat. Und wenn dieser nun per Twitter (Retweet) auf diese Petition aufmerksam macht und teilweise die gleichen Vorwürfe und Forderungen wie der Initiator der Petition erhebt, so muss man zumindest Ott und hvw zu den Unterstützern dieser Petition zählen. Ob diese sie auch unterzeichnet haben, weiß ich momentan nicht, hoffe aber, darüber noch Infos zu bekommen. Was mich aber positiv stimmt, ist, dass diese Petition bislang von nur Wenigen unterzeichnet wurde.

    Hier sind Prozesse im Gange, Netzwerke entstanden und aktiv, die einfach beleuchtet werden müssen. Eine gewissen Trennung zwischen Politiker und Aktivisten verschwindet, was einen Lobbismus entstehen lässt, der sich nicht mehr an die Regeln unser freiheitlichen Gesellschaft hält, nach der Pluralismus eines der wichtigen Punkte ist. Im ersten von oben im Artikel gezeigten Tweed heißt es: »Skandalös, dass @SPIEGELONLINE immer noch klimaskeptische Artikel schreiben lässt!« Die freie Meinungsäußerung, zu der auch die Interpretation eines Berichts zählt, wird skandalisiert und diffamiert. Das Schreiben eines ‚klimaskeptischen Artikels‘ ist also ein Skandal, oder nach anderer Betrachtungsweise, und hier beginnt der Angriff auf die Person, dass der Spiegel solche Artikel bringt ist ein Skandal. Mal abgesehen davon, dass ich im Bojanowski-Artikel nicht erkennen kann, dass der nun Skeptiker sein soll.

    Diese Prozesse, wie Aktivisten ihre Methoden in der Politik anwenden, dabei auch elementare Werte unser Gesellschaft mit Füßen getreten werden, die interessieren mich. Das ganze andere Gedöhns, diese ganze ekelhafte Rechthaberei die die Klimawandeldebatte kennzeichnet, interessiert mich nicht.

    Freilich verstehe ich diejenigen, die meinen, dass dieses was ich da aufdecke eine dünne Basis ist, wenn es nur auf ein paar Tweeds beruht. Doch an diesem Beispiel, welches ich aufführte, wird das System und die Struktur sichtbar, die sich die Aktivisten geschaffen haben. Und ich darf versichern, das diese meine Betrachtung und die gezogenen Schlüsse, nicht nur auf den Fall Bojanowski begrenzt ist, sondern nur die Struktur aufzeigt mit der versucht wird, unliebsame Nachrichten aus der Öffentlichkeit fern zu halten, und zweitens die freiheitsfeindlichen Praktiken dieser Aktivisten aufzeigt.

    Speziell die Grünen betrachten die NGOs immer unverhohlener als eigene Hilfstruppen, und versuchen diese bei jeder Gelegenheit in die Politik zu integrieren. Das ist denen schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sich Politiker wie Ott ungeniert diese Petition zu nutze machen. Auch wenn es nur durch einen unkommentierten Retweet ist, der, indem er so gebracht wurden ist, wie er es ist, zum Argument wird. Es kommt eben nie immer nur auf die eigentliche Aussage an, sondern diese ist immer im Kontext zu sehen. Mit diesem Verständnis, auch der Politik, tun sich oftmals Naturwissenschaftler schwer.

  61. @Hoffmann

    Für den ökoindustriellen Komplex steht einfach zu viel Geld auf dem Spiel, als das man sich von solchen Subjekten in die Suppe spucken lässt.

    Wenn du so weiter machst, Heinz, schmeisst der Heller dich noch raus. Allzuviel Spinnereien und konspirative Paranoia kann auch er nicht vertragen.
    Milch und Honig in der Klimaforschung? Du hast echt einen an der Waffel. Du solltest mal versuchen einen einzigen Proposal durchzubekommen.

    Ich habe weder Bojanowskis noch Deinen Gegen-Artikel dazu ganz gelesen. Ist einfach zu mühselig, uninteressant, dass alles durch zugehen. Verstehe ich nicht, die Aufregung über Bojanowski und Deine Aufregung über ihn. Völlig belanglos und unwichtig. Langweilig.

    Milch und Honig scheinen tatsächlich bei einigen Klimaforschern zu fließen. Was das PIK alleine an Zuwendungen vom Staat erhält und auch von der Automobilindustrie. Die CRU wird sogar von Big Oil finanziert. Dir in Spanien scheint es ja auch nicht schlecht zu gehen. Bezahlt wird Dir sogar noch das Jetten um die Welt. AGU in San Francisco, etc.. Was soll man dazu noch sagen. Und während Deiner Arbeitszeit produzierst Du dann noch solche Artikel auf primaklima. Rahmstorf macht das übrigens auch in seiner Arbeitszeit. Bei jedem anderen Geowissenschaftler bedeutet das der Rausschmiss. Aber die „Klimaforscher“ dürfen sich sowas leisten. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass das staatlich finanziert wird.

  62. Hallo Quentin,

    ich denke das ist genau der Punkt.
    Besonders verdeutlicht das für mich die Person Fritz Vahrenholt. Ich kaufte mir vor 2 Jahren sein Buch „Seveso ist Überall“. Als ich das Buch las stellte ich fest, das viele Dinge die er in diesem Buch schrieb nicht naturwissenschaftlich abgesichert waren. Ich kann ebenfalls alarmistische Tendenzen darin entdecken. Allerdings war Vahrenholt damals Speerspitze der Bewegung aus Grünen und Linken. zwei Jahrzehnte später hat er dann mit ähnlichen Methoden das Buch „Die kalte Sonne“ veröffentlicht. Und natürlich hat er auch mit diesem Buch nicht immer Recht. Mit beiden Büchern hat er aber den Finger in die Wunde des „Mainstream“ gelegt. Damals wurde er von jenen gefeiert von denen er heute beschimpft wird. Er ist eben heute in der Gegenbewegung, aber seinem Ideal eines kritischen Journalisten treu geblieben. Auch Axel Bojanowski hat nicht immer Recht. Aber es sind kritische Journalisten und Bürger wie Bojanowski und Vahrenholt die unsere Demokratie ausmachen und für Pluralismus sorgen, auch wenn sie nicht immer Recht haben. Aber es sind eben auch solche Journalisten die es in der DDR nicht gab, weil si dort unterdrückt wurden. An Politikern die Journalisten und Politaktivisten das Wort verbieten wollten hatte die DDR ausnahmsweise Überfluß, an kritischen Journalisten nicht. Ebenfalls an Wissenschaftlern die im Mainstream segeln.

    Grüße
    Günter

  63. @ Krüger:

    Ist einfach zu mühselig, uninteressant, dass alles durch zugehen. Verstehe ich nicht, die Aufregung über Bojanowski und Deine Aufregung über ihn. Völlig belanglos und unwichtig. Langweilig.

    Im Kern sehe ich das ja auch so. Der Artikel wäre mir keine Zeile wert gewesen -- wenn es eben nicht diese Petition gegeben hätte.

    Ergo habe ich mir jetzt die Mühseligkeit angetan:

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/bojanowski-und-die-klimafanatiker/0013054/

    Soll niemand sagen, ich würde keine Leserwünsche erfüllen.

    Und nun können sich alle übers Wochenende darüber in die Haare kriegen. Ich habe dann mal Pause.

  64. Zitat heller: `Der IPCC-Synthesebericht ist ein Text von Politikern (bzw. von Autoren, die als solche agieren) an Politiker und sollte daher auch wie ein solcher behandelt werden. Die Vorstellung, hier handele es sich um eine wissenschaftliche Studie, die absolute Wahrheiten neutral präsentiert, ist naiv.`

    So, jetzt denken sie selbst doch mal nochmals darüber nach, was a.b., sie und ihre gesinnungsgenossen dem ippc Bericht vorwerfen! Nämlich angeblich nicht wissenschaftliche Wahrheiten zu präsentieren, sondern falsche aussagen, um Politik zu betreiben. Nun, erstens, woher kommt auf einmal der Anspruch nach absoluten wahrheiten? Doch nur von ihnen, wenn es um das diskreditieren geht. Zweitens, wenn es die Aufgabe des syntheseberichtes ist, entscheidungsträgern eine politische handlungsanweiusung zu geben -- wie sie selbst sagen -, wo genau besteht dann ihr Problem? Aha -- nämlich nicht darin, das anweisungen/Hilfe gegeben wird, sondern in welche Richtung es geht. Ist ja auch bei a.b. so: der kritisiert nicht, was ihn wirklich stört, sondern die angeblich schwache wissenschaftliche Fundierung der entscheidungsanweisungen. Nur, um genauso wie sie, ihre eigene politische agenda zu kaschieren. So etwas nenne ich verlogen.

    Worüber wollen sie also nun diskutieren? Darüber, dass die wissentschafliche Grundlagen des syntheseberichts schwach seien? Ich denke, da ziehen sie und ihre Mitstreiter den kürzeren, wenngleich die behaarlichkeit, mit der selbst hier noch Grundlagen des Treibhauseffektes bezweifelt werden auf keinerlei Einsicht hoffen lassen. Oder wollen sie darüber streiten, das Entscheidungsträger sich wissenschaftliche Erkenntnisse zu Rate ziehen? Nö, sie machen es genau wie a.b.: sie vermischen munter beide Aspekte, Hauptsache es bleibt was hängen. Wenn was an den wissenschaftlichen Grundlagen falsch ist, kritisieren sie diese, verbessern sie diese. Die Menschheit wird profitieren. Wenn etwas an den politischen Folgerungen falsch ist, kritisieren sie diese, verändern sie diese. Die Menschheit wird profitieren.

    Doch was sie und ihresgleichen machen ist ganz offensichtlich folgendes: sie behaupten, (klima-)Wissenschaft sei politisiert und Politik sei (falschen) wissenschaftlichen erkenntnissen auf gesessen. Die Argumente hierzu sind nicht sehr überzeugend, aber sue erreichen damit, das beide -- sowohl Politik als auch Wissenschaft -- auf einem Feld kämpfen müssen, welches nicht das ihre ist. Nur, um dann erneut der Wissenschaft vorwerfen zu können, zu politisch zu sein. Und der Politik vorwerfen zu können von Wissenschaft keine ahnug zu haben (folglich ja nur Ideologie betreibe, einem glauben Folge). Perfide Strategie -- aber auch so peinlich, wenn dann einer der ihren im Landtags Ausschuss über den Mond labert).

    Also, zurück zu a.b., wo diese Strategie immer wieder deutlich wird und es auch recht peinlich ist, zu behaupten, in seinen Artikeln sei doch der klimawandelleugner bisher gar nicht erkennbar geworden: er behauptet, der Synthese Bericht Stimme nicht mit den wissenschaftlichen Fakten über ein. Der Grund hierfür sei natürlich mal wieder unberechtigter, da unwissenschaftlicher alarmismus, eben politisch motivierte lügerei des ippc. Hat er irgendwo gesagt, so wie sie, das es bei dem Bericht nicht mehr um wissenschaftlichkeit geht, sondern um politische Handlungsanweisung für jene, die Entscheidungsmacht haben und eben nicht in ihrem leben ein klimawissenschaftsstudium absolviert haben. Nö, die Aufgabe des Berichtes interessiert ihn auch nur insofern er ihn skandalisieren kann. Und er hat dann ja auch absolut entscheidende Differenzen benannt..haha…eben nicht. Aber er hat mal wieder auf seine typische Art einen Widerspruch konstruiert, so dass sich alle fein bestätigt fühlen, die einer VT glauben und/oder meinen Politik und Wissenschaftler seien eh nur Lügner. Für mich ist a.b. nur noch ein gekaufter lakei, nämlich genau so, wie er es tausenden anderen beim Thema Klimaerwärmung immer und immer wieder unterstellt. Und er hat so oft shice behauptet, wie sie und ihresgleichen es bei keinem sogenannten alarmisten akzeptieren würden. Aber all das interessiert hier mal wieder nicht, nur weil er -- in ihren Augen -- auf der richtigen Seite steht.

  65. @treverer

    Sie haben echt Probleme mit logischen Herleitungen. Wenn jemand auf Unsicherheiten hinweist, postuliert er keine ‚absolute Wahrheiten‘, sondern das Gegenteil. Er kritisiert postulierte Wahrheiten, so wie sie einige Alarmisten und manchmal auch Skeptiker mitunter verbreiten.

    Wie intensiv sie sich mit den Texten hier auf Science-Skeptical auseinander gesetzt haben, macht Ihr Ausspruch deutlich:

    Ich denke, da ziehen sie und ihre Mitstreiter den kürzeren, wenngleich die behaarlichkeit, mit der selbst hier noch Grundlagen des Treibhauseffektes bezweifelt werden auf keinerlei Einsicht hoffen lassen.

    Bevor Sie weiter derartig dümmliche Behauptungen aufstellen, lesen Sie erst mal die Texte von Peter Heller, Michael Krüger und Günter Heß zu diesem Thema.

    Die Person Bojanowski scheint bei einigen Eiferern aus der Alarmistenszene, zu der Sie offensichtlich gehören, einen Beißreflex auszulösen.

    Ich will auf ihre weitere Aussagen nicht weiter eingehen, und ich sage es ehrlich warum: diese sind einfach logisch falsch, hergeleitet aus einem Eifer, der sich ein Weltbild konstruiert, welches aber der Realität nicht im geringsten nahe kommt.

  66. @Jürgen Althoff #29

    Wie wird hier eigentlich Ranga Yogeshwar eingeordnet?

    Bilden Sie sich einen eigenen Eindruck:



  67. Milch und Honig scheinen tatsächlich bei einigen Klimaforschern zu fließen. Was das PIK alleine an Zuwendungen vom Staat erhält und auch von der Automobilindustrie. Die CRU wird sogar von Big Oil finanziert. Dir in Spanien scheint es ja auch nicht schlecht zu gehen. Bezahlt wird Dir sogar noch das Jetten um die Welt. AGU in San Francisco, etc.. Was soll man dazu noch sagen. Und während Deiner Arbeitszeit produzierst Du dann noch solche Artikel auf primaklima. Rahmstorf macht das übrigens auch in seiner Arbeitszeit. Bei jedem anderen Geowissenschaftler bedeutet das der Rausschmiss. Aber die “Klimaforscher” dürfen sich sowas leisten. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass das staatlich finanziert wird.

    Georgi
    macht doch noch jede Menge Proposal und causes und letter of intend
    Geht alles runter wie öl Herr Krüger—danke!
    Steinzeit

  68. @treverer #64

    So, jetzt denken sie selbst doch mal nochmals darüber nach, was a.b., sie und ihre gesinnungsgenossen dem ippc Bericht vorwerfen! Nämlich angeblich nicht wissenschaftliche Wahrheiten zu präsentieren, sondern falsche aussagen, um Politik zu betreiben.

    Nein, die Frage ob die angebliche Wissenschaft falsch oder richtig ist, ist nur ein Nebenschauplatz. Die Hauptkritik ist, dass Wissenschaft und Politik vermischt werden.

    Nun, erstens, woher kommt auf einmal der Anspruch nach absoluten wahrheiten?

    Von den Alarmisten, die erheben darauf mit Hinweis auf angebliche Wissenschaft den Anspruch.

    Zweitens, wenn es die Aufgabe des syntheseberichtes ist, entscheidungsträgern eine politische handlungsanweiusung zu geben — wie sie selbst sagen -, wo genau besteht dann ihr Problem?

    Dass es nicht Aufgabe irgendwelcher Gremien sein kann, der Politik Handlungsanweisungen zu geben, egal wie diese Gremien zusammengesetzt sein mögen oder wie sie arbeiten. Demokratische Willensbildung hat die Abbildung des Volkswillens zu sein. Wahlen und Abstimmungen sind der Kern der Politik.

  69. treverer 22. November 2014 03:56

    …..
    Die Vorstellung, hier handele es sich um eine wissenschaftliche Studie, die absolute Wahrheiten neutral präsentiert, ist naiv.`

    So, jetzt denken sie selbst doch mal nochmals darüber nach, was a.b., sie und ihre gesinnungsgenossen dem ippc Bericht vorwerfen! Nämlich angeblich nicht wissenschaftliche Wahrheiten zu präsentieren, sondern falsche aussagen, um Politik zu betreiben. Nun, erstens, woher kommt auf einmal der Anspruch nach absoluten wahrheiten? Doch nur von ihnen, wenn es um das diskreditieren geht.

    Sie irren gewaltig. Natürlich geht es bei wissenschaftlichen Studien darum einen Sachstand festzustellen. Dieser muss objektiven Ansprüchen genügen -- sonst ist es keine Wissenschaft. Auch unbegründete Urteile von Wissenschaftlern ist keine Wissenschaft.

    Tatsächlich wird aber gerade die IPCC-Produkte für wissenschaftliche und objektive Aussagen unhinterfragt gehalten. Und das erfindet auch Peter Heller nicht, sondern ist in den Behauptungen der PolitikerInnen und Medien zu entnehmen und bestens belegt.

    Zweitens, wenn es die Aufgabe des syntheseberichtes ist, entscheidungsträgern eine politische handlungsanweiusung zu geben — wie sie selbst sagen -, wo genau besteht dann ihr Problem? Aha — nämlich nicht darin, das anweisungen/Hilfe gegeben wird, sondern in welche Richtung es geht. Ist ja auch bei a.b. so: der kritisiert nicht, was ihn wirklich stört, sondern die angeblich schwache wissenschaftliche Fundierung der entscheidungsanweisungen. Nur, um genauso wie sie, ihre eigene politische agenda zu kaschieren. So etwas nenne ich verlogen.

    Von was reden Sie eigentlich? Es ist äußerst umstritten, ob Wissenschaftler bei schwacher Beleglage überhaupt politische Empfehlungen geben dürfen. Das ist der Punkt, den bereits Bojanowski zu Recht in Frage stellte. Denn wenn ausgewählte Wissenschaftler ihre unzureichend begründeten Meinungen vertreten, agieren sie nicht als Wissenschaftler, sondern als engagierte Aktivisten. Ihre Meinung kann dann aber nicht den Anspruch der Objektivität tragen.

    Wenn Heller das kritisiert, tut er es mit vollem Recht. Natürlich kann Heller oder Sie auch eine politische Position vertreten. Es macht aber einen Unterschied, ob Sie das in ein berechtigtes politisches Statement packen, oder ob sie fälschlich Objektivität vortäuschen, wo keine ist.

    Wenn Sie Heller also Lüge vorwerfen, müssen sie zeigen, wo er eine Falschbehauptung wissentlich vertrat.

    Doch was sie und ihresgleichen machen ist ganz offensichtlich folgendes: sie behaupten, (klima-)Wissenschaft sei politisiert und Politik sei (falschen) wissenschaftlichen erkenntnissen auf gesessen.

    Das ist korrekt und keine Falschbehauptung.

    Die Argumente hierzu sind nicht sehr überzeugend,

    Es steht Ihnen frei Argumente zu ignorieren oder anders zu bewerten. Das aber sagt nichts dazu, wie Heller oder Dritte diese Argumente bewerten. Wenn Sie die Argumente ohne nähere Begründung zurück weisen, ist es schlicht eine unbegründete Kritik.

    aber sue erreichen damit, das beide — sowohl Politik als auch Wissenschaft — auf einem Feld kämpfen müssen, welches nicht das ihre ist.

    Wie Bitte? Peter Heller soll das erreichen? Ist das nicht eher der fragwürdige Verdienst, des IPCC?

    Nur, um dann erneut der Wissenschaft vorwerfen zu können, zu politisch zu sein.

    Bestrieten Sie das?

    Und der Politik vorwerfen zu können von Wissenschaft keine ahnug zu haben (folglich ja nur Ideologie betreibe, einem glauben Folge). Perfide Strategie — aber auch so peinlich, wenn dann einer der ihren im Landtags Ausschuss über den Mond labert).

    Perfide? Kann es sein, dass Sie in einem Paralleluniversum leben, in dem die Begriffe eine andere Bedeutung haben? Wo eben Demokratie = Diktatur ist?

    … sei doch der klimawandelleugner bisher gar nicht erkennbar geworden: er behauptet, der Synthese Bericht Stimme nicht mit den wissenschaftlichen Fakten über ein.

    Bojanowski ist nun ein ‚klimawandelleugner‘, weil er auf die signifikanten Gegensätze zwischen dem AR5 und dem Synthesereport hinweist? Geht’s noch?

    Für mich ist a.b. nur noch ein gekaufter lakei, nämlich genau so, wie er es tausenden anderen beim Thema Klimaerwärmung immer und immer wieder unterstellt.

    Es ist Ihnen klar, dass Agit-Prop eher was mit Verschwörungstheorien un Realsatire zu tun hat als mit einem Argument?

    Aber all das interessiert hier mal wieder nicht, nur weil er — in ihren Augen — auf der richtigen Seite steht.

    Dumm nur, dass er das nicht tut. Die wirkliche Welt ist nicht binär, nicht nur Schwarz-weiß ohne Graustufen. Aber das werden sie vermutlich nicht verstehen.

  70. Bojanowski und die Klimaretter peilen einen Termin für die öffentliche Diskussion Ende Januar im TAZcafe an. Ich berichte wenn das definitiv steht.
    https://twitter.com/wirklimaretter/status/536987725392805889

  71. Ha, das Vorfeldgeplänkel könnte auch noch interessant werden. So meldet AB per Twitter:

    1/3Hr Staud möchte als Moderator seinen Freund Pötter :-)

    2/3 und er will mir nur 5 Minuten Vortrag einräumen ^^

    3/3 War ja klar. Könnte evtl jmd anderes Orga übernehmen?

    https://twitter.com/Axel_Bojanowski/status/537540258154680320

  72. Ich würde mich glatt als Moderator anbieten, da ich beiden Seiten kritisch gegenüberstehe. Aufs Honorar würde ich auch verzichten, Fahrtkostenerstattung genügt.

  73. Ja Peter, das wäre eine gute Lösung, mit dir als Moderator. Momentan streiten sie sich aber auch noch, wer wie viel reden möchte oder darf. Bojanowski möchte 20-30min sprechen, die Klimaretter wollen dass Jeder 5min redet. Irgendwie Kindergarten.
    https://twitter.com/Axel_Bojanowski/status/537595957073174528

    Ich meine, in 5min kann der doch gerade mal seinen Artikel vorlesen, die anderen auch. Besonders schön fand ich den Vorschlag der Klimaretter, die meinten, Bojanowski könnte doch eine Erwiderung auf den Beitrag bei Klimaretter.info schreiben, die würden den dann auch bringen. AB meinte dazu nur:

    Ich schreibe Text für Sie?Darf ich vielleicht auch noch Ihr Fahrrad reparieren? 😉
    https://twitter.com/Axel_Bojanowski/status/537611827296104448

    Oberflächlich betrachtet hat diese Auseinandersetzung einigen Unterhaltungswert, aber es geht knallhart darum, wer wie viel Öffentlichkeit zugesprochen bekommt, und wo. Klimaretter.info ist eine Lobby- und Aktivistenseite, die würden sich natürlich richtig freuen, wenn der AB diese aufwertet.

    Man sieht also, es werden Fallen gestellt, oder versucht den Andern aufs Glatteis zu führen. Es greifen die medialen Gesetzmäßigkeiten wonach Aufmerksamkeit und Präsenz ganz oben steht. Was denn so gesagt wird, kann man hinterher immer noch verdrehen oder relativieren.

  74. #59

    Weißt Du eigentlich, welcher enorme bürokratische Aufwand in Deutschland alleine nur für den Emissionshandel betrieben wird?

    oh jaaa… da kann ich bisl mitreden.
    ich war vor paar jahren mitverantwortlich für die einführung eines messtechnischen co2-monitoringsystems bei kanalquerschnitten von 6m (oder so).
    da gab es eu-richtlinien in denen forderungen, zb hinsichtlich der messunsicherheiten, enthalten waren, die mit dem stand der technik von vor paar jahren so noch nicht zu erfüllen waren.

    damals wurde ein haufen geld in die hand genommen um die anforderungen zu erfüllen. und es hat auch funtioniert und funktioniert heut immer noch.
    aber fragt nicht nach den kosten und der arbeit die benötigt wurde, um der behörde zur erklären und nachzuweisen was da wie passiert.

    zum glück konnte ich das theme kurz vor schluss nem kollegen überhelfen 😀 war schon arg nervig… wobei die betreuung dieses systems auch gut arbeit mit sich bringt. gibt ne gewisse grundauslastung für ihn…^^
    ***
    #60 QQ
    schade das hier keiner nen wohl dotierten posten in nem elfenbeinturm hat^^
    man müsste aus spass ma wirklich ne gegenpetition starten. das ganze online nochn bisl verbreitet und es könnte was zum lachen geben 😀

  75. #72 @PH

    Ich würde mich glatt als Moderator anbieten, da ich beiden Seiten kritisch gegenüberstehe. Aufs Honorar würde ich auch verzichten, Fahrtkostenerstattung genügt.

    muahaha, das wäre schon cool!

    sollten Sie wider erwarten doch in die nähere auswahl kommen und sollte es dann an der fahrkostenerstattung scheitern, dann übernehm ich die sofort :)

    auf wunsch übersende ich diese zusage sogar schriftlich per post… :)

  76. Pierre Gosselin hat Stefan Aust als Moderator ins Gespräch gebracht. Dass der es macht, halte ich für unwahrscheinlich. Doch ein anderer Vorschlag scheint auf Akzeptanz zu stoßen: Martin Schneider vom SWR. Der hat sich immerhin mit der Wissenschaftskommunikationsdebatte befasst.

  77. Mal was lustiges nebenbei. Der Artikel hier hatte einen Vorläufer, ein paar Gedanken und Formulierungen wurden von mir niedergeschrieben. Dann wurde ich abgelenkt, oder musste irgendwas erledigen -- ich weiß nicht mehr genau. Jedenfalls, als ich Stunden später zurück an den Rechner kam, saß mein Kleinster (4 Jahre alt) davor, und spielte. Irgendwas mit Autos auf der Seite Spielaffe.de. Meine Datei, in die ich meine ersten Formulierungen tippte, die war aber weg. Habe mich auch nicht lange auf die Suche begeben, sondern wieder von vorne angefangen, dachte, so schlimm ist das nicht, ‚du hast ja noch alles im Kopf‘. Weit gefehlt, gerade eben habe ich, durch Zufall, diese Datei wiedergefunden (gebe zu, bin kein sehr ordentlicher Mensch -- auch am Rechner nicht). Nur zur Info, will ich einige diese erste Gedanken zum Thema, hier nachtragen:

    Politiker und Medien verteidigen nun diesen fälschlich so genannten Synthesereport und geben ihn aus als etwas was er nicht ist: Wissenschaft. Dabei haben sie diesen selbst geschrieben und deshalb ist auch der Untertitel falsch: Summery for Policmakers. Der Bericht wurde von Politikern geschrieben, nicht für solche. Das Ziel dieses Vorhabens dient also nicht dem Erkenntnisprozess für Politiker, sondern des offen halten der Handlungsoption, die der Öffentlichkeit nicht mehr vermittelt werden könnte, wenn einzelne Länder aus dem Prozess aussteigen.

    Der Erfolg dieses Papier ist also nicht eine Zusammenfassung oder Popularisierung von Wissenschaft, sondern die Herstellung eines politischen Kompromisses über Kontinente hinweg. Das eine Land möchte dieses, das andere jenes, und wenn dieses oder jenes nicht aufgeführt wird, ist der Kompromiss gefährdet. Bojanowski hat an einigen wenigen Beispielen gezeigt, weitere werden sich sicher finden, wie wenig Rücksicht auf die Wissenschaft genommen wurde, Erkenntnisse und Unsicherheiten so zurecht gebogen wurden um den politischen Akteuren den von ihnen gewünschten Handlungsspielraum zu geben, und gleichzeitig dem politischen Gegner eben diesen Spielraum zu nehmen. Wir haben es also mit einem politischen Strategiepapier zu tun, welches nur vorgibt, die Handlungsanweisungen ergäben sich zwingend aus der Wissenschaft.

    Wer auf die Widersprüche zwischen dem sogenannten Synthesereport und dem eigentlichen IPCC-Bericht hinweist, greift nicht die Klimawissenschaft an, sondern bedroht den Handlungsspielraum der Poltik, einen den sie sich mühsam mittels Zurechtbiegung oder Verfälschung geschaffen hat. Kein Wunder also, dass sich nun Bojanowski vermehrt Diffamierungen aus der Politik gegenüber sieht. Ein Blick auf Twitteracounts der üblichen Verdächtigen genügt um zu erkennen, welche Brisanz Bojanowskis Vergleiche haben. Der Grüne Sven Giegold beginnt mit der Diffamierung:

    Mieser Klima-Journalismus bei SPON: Angebliche Fehler des IPCC als Aufmacher, Fakten des Klimaberichts als Anhängsel

    Georg P. Kössler, ebenfalls Grüner, wird gleich persönlich, indem er meint:

    ein typischer @Axel_Bojanowski Artikel, spielt gekonnt an der Schnittstelle zu Klimawandelskeptikern

    Und Hermann Ott, ebenfalls Grüner und den Lesern dieses Blogs sicher nicht unbekannt, wundert sich:

    …traurig! Lieber @Axel_Bojanowski, jetzt haben wir uns schon so oft über den Klimawandel unterhalten -- für was?

    Schon an diesen wenigen Beispielen wird deutlich, nicht aus dem IPCC-Bericht wird die Klimaschutzpolitik legitimiert, sondern aus dem Synthesereport, welcher aber eine irreführenden Namen trägt, weil er keine Synthese aus dem tausende Seiten dicken IPCC-Bericht ist. Politiker haben diesen Report geschrieben um ihr Handeln zu legitimieren. Dabei wird der Öffentlichkeit Sand in die Augen gestreut um eigene Handlungsspielräume zu schaffen. Derjenige der den Blick wieder klar machen möchte, greift nicht die Klimawissenschaft an, sondern die Politik.

    Schon komisch irgendwie, wie schnell sich die eigene Stimmung verändert, und somit auch die Sicht auf einen Artikel.

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