Bremen ohne Kohle!

8. Februar 2019 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Klimawandel, Kohle, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

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In Bremen haben sich unter‭ „‬Federführung‭“ ‬der Klimawerkstadt Bremen verschiedene Anti-Kohle-Bündnisse gebildet,‭ ‬die der Kohleindustrie den Kampf angesagt haben und eine Abschaltung aller Kohlekraftwerke fordern.‭ ‬Am besten ab sofort.‭ ‬Wer steckt dahinter‭? ‬Das möchte ich hier einmal kurz beleuchten.‭

Die Bremer Klimawerkstadt

Im Jahr‭ ‬2012‭ ‬wurde in Bremen das Projekt Klimawerkstadt gegründet.‭ ‬Der Verein Sozialökologie e.V.‭ ‬und Ökostadt Bremen e.V.‭ ‬haben das Projekt im Juni‭ ‬2012‭ ‬ins Leben gerufen.‭ ‬Ziel des Projekts‭ „‬Bremer Klimawerkstätten‭“ ‬war es,‭ ‬Bremer Bürgerinnen und Bürger in ihrer Entwicklung hin zu zukunftsfähigen Lebensstilen zu unterstützen:‭ ‬klimafreundlich,‭ ‬ressourcenschonend,‭ ‬selbstbestimmt und kreativ.‭ ‬Dafür wurde das Projekt bereits‭ ‬2012‭ ‬vom Senator für Umwelt,‭ ‬Bau und Verkehr‭ (‬GRÜNE‭) ‬gefördert und wird heute noch vom grünen Umweltressort gefördert.‭ ‬Die Klimawerkstadt Bremen wird weiter vom Bundesministerium für Umwelt,‭ ‬Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.‭ Inzwischen werden 11 Bremer Projekte vom BMU gefördert. Klimawerkstadt, Kinder- und Jugendfarm Bremen e. V., Friedehorst, Klimazone Bremen-Findorff, Leuchtturmfabrik e.V., NABU Bremen, BUND Bremen, Treffpunkt Natur & Umwelt e.V.

Die Bremer Ortsgruppe Ende Gelände

Ende Januar‭ ‬2019‭ ‬wurde von der Klimawerkstadt Bremen die Ortsgruppe Ende Gelände Bremen ins Leben gerufen.‭ ‬Unter dem Motto,‭ „‬die Ergebnisse der Kohlekomission werden nicht unbeantwortet bleiben.‭ ‬Liebe Klimakämpfer*innen,‭ ‬das Jahr‭ ‬2018‭ ‬war ein großer Erfolg für die‭ ‬Klimagerechtigkeitsbewegung‭!‬ Immer mehr Menschen sehen,‭ ‬dass es so wie es ist nicht weiter gehen kann:‭ ‬die kapitalistische Produktionsweise zerstört unser aller Lebensgrundlage.‭ ‬Und dies geschieht trotz aller Versprechungen von Politik und Wirtschaft nicht langsamer sondern immer schneller.‭ ‬Doch‭ ‬2018‭ ‬hat uns auch Mut gemacht.‭ ‬Wir haben wieder gelernt,‭ ‬dass wir gemeinsam etwas bewirken können:‭ ‬tausende Menschen haben sich für den Erhalt des Hambacher Forsts gerade gemacht und mit Ende Gelände haben wir gezeigt,‭ ‬dass massenhafter ziviler Ungehorsam das vielleicht wirksamste Mittel gegen Klimawandel ist.‭ ‬Und so wollen wir‭ ‬2019‭ ‬auch weiter machen‭!“

Inzwischen hat sich unter Federführung der Klimawerkstadt Bremen,‭ ‬der Ende Gelände Ortsgruppe Bremen und Schülern,‭ ‬die jeden Freitag in Bremen an den Fridays for Future Demonstrationen teilnehmen ein Bündnis mit‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬gegründet.‭

Das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“

Das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬besteht aus verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen.‭ ‬Das Bündnis schreibt auf seiner Internetseite:‭ „‬Wir kämpfen für ein ‭ ‬Bremen in dem weder Kohle verbrannt wird noch finanzielle Mittel in die Kohleindustrie fließen.‭ ‬Wir ‭ ‬fordern daher unter anderem den sofortigen Kohleausstieg Bremens.‭ ‬Nachdruck verleihen wollen wir unseren ‭ ‬Forderungen vor allem mit Hilfe von ‭ ‬kreativen,‭ ‬öffentlichkeitswirksamen und wenn nötig auch störenden Aktionen.‭“

Es geht u.a.‭ ‬auch darum den Verkehr zu blockieren und mit Aktionen Aufmerksamkeit für die gemeinsame Sache zur erreichen,‭ ‬wie mir die Bündnisteilnehmer mitteilten.‭

Wer steckt hinter der Klimawerkstadt Bremen‭?

Die Interventionistische Linke Bremen ist Ansprechpartner der Klimawerkstadt Bremen.‭ ‬Alle Aktionen der Klimawerkstadt laufen unter der E-Mail-Adresse der‭ ‬Interventionistischen Linken Bremen.‭ ‬Diese organisiert jeden Mittwoch um‭ ‬20:15‭ ‬bzw.‭ ‬20:30‭ ‬Uhr Treffen in der‭ ‬KlimaWerkStadt Bremen/Neustadt‭ (‬Westerstraße‭ ‬58,‭ ‬28199‭ ‬Bremen‭)‬.‭ ‬Sitz der‭ ‬Interventionistischen Linken Bremen ist in der‭ ‬St.-Pauli-Str.‭ ‬10-12‭ ‬im Bremer-Viertel.‭

IL-Bremen

Aktivisten der IL sind zudem im Asta an der Universität Bremen zu finden (Ex-Hochburg der K-Gruppen in Bremen) und am Hochschulring am Unisee, wohin die Gartenbesetzer umgesiedelt sind nachdem im Findorff ein Neubaugebiet hochgezogen wurde.

Auch das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬hat den Sitz gemäß Impressum im Bremer-Viertel.

Das Bremer-Viertel

Das Bremer-Viertel ist bekannt für seine linke und grüne Szene.‭ ‬Rudi Dutschke trat dort schon‭ ‬1967‭ ‬in der Lila Eule auf,‭ ‬um die Weltrevolution zu propagieren.‭ ‬1967‭ ‬wetterte dabei der Soziologiestudent und Studentenführer in Bremen in der Lila Eule gegen das Establishment,‭ ‬gegen manipulierende Eliten und eine Lügenpresse.‭ ‬Auch der Roman/‭ ‬Film Neue Vahr Süd von Sven Regener spielt zum Großteil im Viertel von Bremen.‭

Wer ist die‭ ‬Interventionistische Linke‭ (‬IL‭)?‬

Die‭ ‬Interventionistische Linke‭ (‬IL‭) ‬ist eine linksradikale‭ ‬Organisation mit etwa‭ ‬850‭ ‬Mitgliedern.‭ ‬Sie wurde zum Jahreswechsel‭ ‬2005‭ ‬als Bündnis aus rund‭ ‬30‭ ‬deutschen und österreichischen Ortsgruppen sowie Einzelpersonen gegründet.‭ ‬Die Interventionistische Linke beschreibt sich selbst als‭ „‬multizentrische postautonome Organisation‭“‬,‭ ‬welche die‭ „‬Abschaffung aller Verhältnisse,‭ ‬in denen der Mensch ein erniedrigtes,‭ ‬ein geknechtetes,‭ ‬ein verlassenes,‭ ‬ein verächtliches Wesen ist‭“ ‬anstrebe und sich damit auf Karl Marx beruft.‭ ‬Bereits‭ ‬1999‭ ‬fanden erste Kooperationen der späteren Bündnispartner statt,‭ ‬mit dem Ziel,‭ „‬nach der misslungenen linksradikalen Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Köln‭“ ‬den‭ „‬Tiefpunkt‭“ ‬der radikalen Linken in Deutschland zu überwinden.‭

Nach einem mehrjährigen Diskussionsprozess veröffentlichte die IL‭ ‬2014‭ ‬das sogenannte‭ „‬Zwischenstandspapier‭“‬,‭ ‬in dem ihre Ziele genauer theoretisch bestimmt wurden.‭ ‬Demnach möchte die IL eine Linke sein,‭ ‬die‭ „‬selbstbewusst und sprechfähig in politische Kämpfe eingreift und fähig ist,‭ ‬auch außerhalb ihrer Subkulturen,‭ ‬Kieze und Freiräume zu agieren.‭“ ‬Das Zwischenstandspapier erklärt‭ „‬Patriarchat,‭ ‬Rassismus und Kapitalismus insgesamt‭“ ‬zu Gegnern der IL.‭ ‬Diese wolle man bekämpfen und‭ „‬immer wieder neue Allianzen‭“ ‬suchen und‭ „‬lieber Fehler machen und aus ihnen lernen,‭ ‬anstatt sich im Zynismus der reinen Kritik zu verlieren.‭“ ‬In der Wahl ihrer Mittel dazu sieht sich IL in der Tradition von Karl Marx.‭ ‬Sie setzt auf‭ „‬den revolutionären Bruch‭“‬,‭ ‬um‭ „‬alle Formen von Unterdrückung,‭ ‬Entrechtung und Diskriminierung‭“ ‬zu überwinden.‭

Zu den bundesweiten Hauptprojekten der IL gehörten bzw.‭ ‬gehören der G8‭ ‬Gipfel in Heiligendamm,‭ ‬Castor Schottern,‭ ‬Stopp Nato,‭ ‬Ende Gelände und Dresden Nazifrei.‭ ‬Die IL ist Mitglied im Bündnis Aufstehen gegen Rassismus,‭ ‬das sich gegen die AfD und Pegida wendet.‭

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang,‭ ‬dass das Attentat im Januar‭ ‬2019‭ ‬auf den Bremer AfD-Politiker Frank Magnitz unweit dem Büro der IL im Bremer-Viertel stattfand.‭ ‬Das Büro der IL ist nur‭ ‬150‭ ‬m weit vom Anschlagort am Bremer Goethetheater entfernt und die IL hat zuvor schon gegen Magnitz auf ihrer Internetseite gewettert.

Neue Aktionen des Bündnis‭ “‬Bremen ohne Kohle‭”

Das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬hat gerade eine neue Aktion gestartet.‭ ‬Dabei wird dafür geworben das Licht für eine Minute auszuschalten,‭ ‬um Kohle einzusparen.‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬schreibt:‭ „‬Schalte auch du diesen Samstag um‭ ‬20‭ ‬Uhr dein Licht für eine Minute aus und schick uns ein Video davon.‭ ‬Denn jede Minute in der weiter Kohle verbrannt werden ist eine Minute zu viel‭!“

Aktuell wirbt Eva Kischenmann von der Klimawerkstadt Bremen und dem Verein Kulturpflanzen für weitere Klimaschutzprojekte in Bremen. 11 Projekte werden bereits vom BMU gefördert. Eva Kirschenmann ist Geowissenschaftlerin (Msc.) und hat während ihres Studiums für das Alfred-Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung sowie beim Potsdam Institut für Klimafolgenforschung gearbeitet.

Wie sieht die Realität aus‭?

Bremen-CO2-Kohle

Bremens Energieversorgung‭ (‬Strom,‭ ‬Heizung,‭ ‬Verkehr‭) ‬basiert zu über‭ ‬50%‭ ‬auf Steinkohle und zu über‭ ‬90%‭ ‬auf konventionelle Energieträger wie Steinkohle,‭ ‬Erdöl und Erdgas.‭ ‬Nur ca.‭ ‬5%‭ ‬der Energieversorgung in Bremen kommt aus sogenannten Erneuerbaren Energien.‭ ‬Die Stromversorgung Bremens basiert auch nur zu‭ ‬12%‭ ‬auf Erneuerbaren Energien.‭ ‬Ein Ausbau ist auch nicht möglich,‭ ‬da Bremen schlichtweg die Fläche und das Geld dafür fehlt.

Strom-HB

Rund‭ ‬50%‭ ‬der CO2-Emissionen Bremens produzieren die Stahlwerke Bremen.‭ ‬Nur ca.‭ ‬25%‭ ‬die Kohlekraftwerke Bremen Hafen,‭ ‬Farge und Hastedt.‭ ‬Die CO2-Emissionen in Bremen betragen im Jahr rund‭ ‬13‭ ‬Millionen Tonnen CO2‭ ‬und haben sich seit‭ ‬1990‭ (‬großteils unter rot-grüner Regierung‭) ‬kaum reduziert.‭ ‬Die Grünen‭ (‬Bau-‭ ‬und Umweltressort‭) ‬in Bremen planen bis‭ ‬2025‭ ‬alle Kohlekraftwerke in Bremen abzuschalten.‭ ‬Für die Stahlwerke Bremen sind keine großen Einsparungsmaßnahmen angedacht,‭ ‬nur ein Kraftwerksneubau,‭ ‬der wie bisher das bei der Stahlproduktion anfallenden Hüttengas zur Stromherstellung nutzt.‭ ‬U.a.‭ ‬für das Stahlwerk selbst und die Deutsche Bahn/‭ ‬Bahnstrom.‭

Fernwaermenetz

Das Kohlekraftwerk Hafen versorgt einen Großteil des Bremer Westens mit Strom und Fernwärme.‭ ‬Das Kohlekraftwerk Hastedt versorgt einen Großteil des Bremer Ostens mit Strom und Fernwärme.‭ ‬Diese Kraftwerke gedenken die Bremer Grünen bis‭ ‬2025‭ ‬abzuschalten,‭ ‬Ende Gelände und das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬möchten die Kraftwerke ab sofort abschalten.‭ ‬Damit gehen in Bremer Westen und Osten die Lichter und Heizungen aus,‭ ‬wenn man Bremen nicht aus dem Umland mit Strom und Wärme versorgt.‭ ‬Genau das fordert das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬mit seinen Aktionen die durch die Grünen in Bremen und das Bundesumweltministerium über die verschiedenen Unterorganisationen mit gefördert werden.‭ ‬

Das Land Bremen und die Bundesregierung fördert somit mit die sofortige Abschaltung von Kohlekraft und somit von Strom und Wärme in Bremen.‭ ‬Und das geschieht nicht nur in Bremen,‭ ‬sondern bundesweit.‭ ‬Ziviler Ungehorsam wird gefördert,‭ ‬um die kapitalistische Produktionsweise der Energieversorger zu torpedieren.‭ ‬Das Kraftwerk Hafen und das Kraftwerk Hastedt gehören der swb,‭ ‬ehemals Stadtwerke Bremen.‭ ‬Die Stadtwerke Bremen wurden‭ ‬1999‭ ‬von der Freien Hasestadt Bremen veräußert und privatisiert.‭ ‬Nun möchte man die Kraftwerke den privaten Betreibern möglichst wieder entziehen,‭ ‬oder am besten ganz dicht machen.‭ ‬Hauptakteur dahinter ist die‭ ‬Interventionistische Linke‭ (‬IL‭) ‬Bremen.‭ ‬Dies dürfte auch der rot-grünen Regierung in Bremen bekannt sein. Allerdings dürfte der Mehrheit der Demonstranten nicht bekannt sein, für wen und was sie dort demonstrieren. Diese werden einfach instrumentalisiert.

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42 Kommentare
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  1. Lieber Herr Krüger,
    immer wieder stößt man auf die staatliche und/oder halbstaatliche Finanzierung dieser Illegalen. Erschreckend wie selbstverständlich diese Leute das Geld der Steuerzahler zweckentfremden um diesen zu schaden.
    Eine Frage. Das 1. Bild mit den „tapferen“ Demonstranten -- wer hält das Copyright? Sieht nach Ende Gelände aus, oder diesen IL Leuten. Wenn ja, haben die überhaupt einen Rechtsstatus?
    Mit freundlichen Grüßen
    M. Limburg

  2. Wie hieß es so „schön“ ?
    „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ -- Wusste aber nicht, dass Licht und Wärme zu den Kaputtmachern zählen. Man lernt nie aus :-/

  3. @Limburg

    Das Foto haben IL, Fridays for Future und Ende Gelände und Bremen ohne Kohleüberall getwittert.

    In Bremen ist es so, dass die K-Gruppen seit den 70ern Tradition haben. Mit Gründung der Uni. Trittin, etc. kommen auch aus Bremen. Die Altkommunisten und deren Nachfolger sitzen auch noch an der Uni und in den Ämtern. Besonders, Bau und Umwelt und „Soziales“. Daher der Klüngel.

  4. @Krishna

    Richtig! Und die Pleitemanagerin der Band und von Rio war Claudia Roth. Die lebten auf einen Hof in SH. Ein Mitglied der Band versuchte mit einer Axt den Tisch zu zerschlagen.

    Leute wie Trittin, Böhmermann und Bärbel Schäfer kommen übrigens auch aus Bremen. Aus der linken Szene. Bärbel erzählt noch heute gerne, wie sie damals in den 70-80er Jahren im Bremer-Viertel über parkende PKWs lief.

  5. Ein Ausschnitt aus Neue Vahr Süd. Der Film spielt zum großen Teil im Bremer-Viertel und wurde dort auch zum Teil gedreht. Die Sielwallkreuzung wurde dazu gesperrt. Es musste nur eine alte Straßenbahn als Kulisse verwendet werden. Da es dort eh noch wie vor 40 Jahren aussieht. Auch die politische Einstellung der Anwohner hat sich seither nicht geändert.

  6. Auch das Kundenzentrum von swb wird belagert.

    https://twitter.com/EndeGelaendeHB/status/1092382858117816320

  7. Gemeinsam mit Klimaschutzprojekten aus anderen Stadtteilen haben wir Forderungen an die Bremer Poltik verfasst, um nachhaltige Lebensstile zu erleichtern. Gestern standen die Forderungen im WESER-KURIER: Finanzierung von Räumen und Personal für Klimaschutz-Projekte wie uns -- lokal verankert in JEDEM Stadtteil!
    Kinder- und Jugendfarm Bremen e. V., Friedehorst, Klimazone Bremen-Findorff, Leuchtturmfabrik e.V., NABU Bremen, BUND Bremen, Treffpunkt Natur & Umwelt e.V.

    https://www.facebook.com/klimawerkstadt/photos/a.365984477192826/611104349347503/?type=3&theater

    11 Bremer Projekte werden mittlerweile vom BMU gefördert. Darunter einige, die die sofortige Abschaltung aller Kohlekraftwerke fordern!

    Die Dame von der Klimawerkstadt, die die Forderungen stellt, Eva Kirschenmann war übrigens beim AWI. Also eine Kollegin. Und hat auch beim, mit dem PIK zusammen gearbeitet.

  8. die Kohlekraft wird ja nicht abgeschafft, es wird nur z.B. Stahl in Asien produziert. Folgerichtig wurde im Pariser Klimaschutzabkommen CO2 Zuwächse für China und Indien gestattet. Die Einstellung, Kohle hier zu vermeiden, zulasten anderer, zeigt eine zutiefst kolonialistische Haltung, sollen doch die anderen Umweltprobleme haben, wir werden diesen Banausen später schon zeigen, wie man die Welt rettet. Nach Gutsherrenart wird vor Klimaerhitzung gewarnt und Müll, als Wertstoff deklariert, in Länder geschickt, denen es an allen Mitteln zur Lösung der eigenen Müllprobleme fehlt. Mit welcher Hybris diese Klimaretter fordern, dass andere für ihren Lebensstil aufkommen, das ist unfassbar dreist.

  9. @Thomas

    Sehe ich genauso. Das ist auch der Grund warum ich zivilen Ungehorsam gegen die IL und Mitläufer praktiziere. Nicht das man glaubt, dass ich AfDler wäre.

  10. @TP #8

    Die Einstellung, Kohle hier zu vermeiden, zulasten anderer, zeigt eine zutiefst kolonialistische Haltung

    Seh ich anders, das ist eine zutiefst selbstzerstörerische Haltung. Die anderen haben dann nämlich die Wertschöpfung, wir haben die Arbeitslosen.

  11. Sie schreiben ziemlichen Unsinn :O

    „Für uns hingegen ist der Mensch Gestalter seiner Umwelt und nicht Zerstörer, er schafft sich seine Lebensgrundlagen selbst und dies auf immer wieder neue und optimalere Weise.“ <-- Den Satz gab es in ihrer "über uns" Rubrik. Sie schauen aber schon Nachrichten, oder?

  12. #8 Thomas Potschka 10. Februar 2019 15:52

    dass andere für ihren Lebensstil aufkommen, das ist unfassbar dreist.

    Es ist alles ein bißchen komplizierter. Diejenigen, die behaupten, daß die CO2-Vermeidung Arbeitsplätze kostet sind die wahren Kolonialherren, denn China usw. haben z.Z. eine geringere Arbeitsproduktivität und damit auch verbunden eine geringere CO2-Produktion pro Kopf. Wer also fordert, wir behalten die hohe Arbeitsproduktivität auf Teufel komm raus und die anderen sollen auf Teufel komm raus auf dem niedrigen Stand bleiben -- der spielt sich auf als Kolonialherr.

    Die Forderung kann also nur sein, die Länder mit hoher CO2-Produktion pro Kopf müssen ihre CO2-Produktion senken, die Länder mit niedriger CO2-Produktion pro Kopf dürfen ihre CO2-Produktion nur maßvoll steigern, damit bei steigendem Lebensstandard aller die CO2-Produktion insgesamt sinkt.

    Wenn der Lebensstandard mit der Menge an CO2 verbunden wäre, dann gute Nacht, wenn z.B. China den Lebensstandard Deutschlands erreicht.

  13. #12

    die behaupten, daß die CO2-Vermeidung Arbeitsplätze kostet sind die wahren Kolonialherren

    Künstlich erzwungene Ineffizienz kostet nunmal Wohlstand und Arbeitsplätze, das ist einfache Physik.

    Wer also fordert, wir behalten die hohe Arbeitsproduktivität auf Teufel komm raus und die anderen sollen auf Teufel komm raus auf dem niedrigen Stand bleiben — der spielt sich auf als Kolonialherr.

    Wer fordert das denn? Alle sollen wachsen. China soll ein BIP-Wachstum haben dass ihnen der Wohlstand aus allen Knopflöchern quillt. Und wir auch.

    Die Forderung kann also nur sein, die Länder mit hoher CO2-Produktion pro Kopf müssen ihre CO2-Produktion senken,

    Niemand soll irgendwas senken, und gut is.

    Wenn der Lebensstandard mit der Menge an CO2 verbunden wäre

    Ist er, weil er an Energieverbrauch gekoppelt ist.

    dann gute Nacht, wenn z.B. China den Lebensstandard Deutschlands erreicht.

    Sie werden ihn übertreffen, was ich ihnen von Herzen gönne. Wir müssen nur unsere künstlichen Bremsen abmontieren, wozu -- u.a. -- gehört, den Ökos einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen. Dann ziehen wir mit China gleich, und allen geht es gut.

  14. Der gute Ebel geht also davon aus, dass sich unser Lebensstandard durch CO2 Vermeidung / Reduzierung nicht ändern würde, also gleich bliebe. Ich sage mal: naiv bis kindlich gedacht.

  15. @Ebel

    China baut deshalb ja auch neue Kernkraftwerke III+ und demnächst IV. Aber erzählen Sie das mal der IL und Ende Gelände. Die leben lieber in Dreck und Müll.

  16. Auf Facebook teilte mir die Klimawerkstadt gerade mit ohne Kohle wären in Bremen nicht Strom und Wärme weg, da der BUND in einen Positionspapier dargelegt hat wieviele Kohlekraftwerke man in der BRD ausschalten kann, ohne Stromausfall.

  17. #13 anorak2 12. Februar 2019 09:20

    weil er an Energieverbrauch gekoppelt ist.

    Das war mal eine Annahme, die längst widerlegt ist. Eine Kopplung Lebensstandard mit CO2-Produktion hat sowieso keiner behauptet -- also ist Deine Annahme falsch.

    Aber aus den richtigen Zusammenhängenfür die Wirtschaft folgt noch lange nicht die richtige Darstellung dieser Zusammenhänge und schon gar nicht die richtige Politik.

    Die Träger der falschen Politik sprechen oft davon, diese ihre falsche Politik alternativlos wäre und die Träger anderer falscher Politik behaupten, die andere Politik wäre nicht alternativlos, aber ihre. Also lieber den eigenen Kopf einsetzen und sich richtig kundig machen, damit man nicht auf die „alternativlose“ Politik reinfällt.

    Und dazu gehört eben auch die Physik des Treibhauseffektes zu verstehen.

  18. @Ebel #17

    Das war mal eine Annahme, die längst widerlegt ist.

    https://blog.zeit.de/herdentrieb/files/2012/11/Fig1_Welt_Energie_CO2_BIP.gif

  19. #18 anorak2 12. Februar 2019 16:13
    Schon Deine Graphik zeigt, daß der Energieverbrauch pro BIP gesunken ist, irgendwelche realen Diagramme zeigen nur die Richtigkeit oder Unzweckmäßigkeit der betreffenden Energiepolitik. Das zeigt auch die große Streuung.

  20. @Ebel

    Der Knick in anoraks Grafik nach 2008 zeigt genau das Gegenteil. Kommt das BIP wieder in Schwung steigt enorm das CO2 an. Ich denke keiner von uns will den Weg zurück gehen?

  21. #20 Michael Krüger 12. Februar 2019 21:11

    Der Knick …

    Schon mal was von Cherrypicking gehört? 28 Jahre bestätigen meine Aussage, 1 Jahr soll das Gegenteil „beweisen“? Außerdem -- wie schon geschrieben -- zeigt die Angabe realer Werte nur die richtige oder falsche Politik.

  22. @Ebel

    BIP und CO2 laufen etwas auseinander, da Verbrennungsmotoren, Kraftwerke, etc, lediglich effizienter geworden sind. Da dürfte aber das Ende der Fahnenstange erreicht sein, wie der Knick nach 2008 zeigt.

  23. @Ebel #21

    Schon mal was von Cherrypicking gehört? 28 Jahre bestätigen meine Aussage, 1 Jahr soll das Gegenteil „beweisen“?

    Sie haben eine exzentrische Art, Kurven zu deuten. Zu jedem einzelnen Knick in der BIP-Kurve gibt es einen entsprechenden Knick in den Energie/CO2-Kurven zum genau gleichen Zeitpunkt. Es gibt keine einzige Ausnahme zu dieser Regel. Die Energie/CO2-Kurven steigen zwar insgesamt langsamer, die Erklärung sind stetige Effizienzsteigerungen in Kraftwerken und Anlagen dank technischem Fortschritt. Aber sie steigen und fallen parallel zum BIP, eine Entkopplung gibt es nicht.

  24. #23 anorak2 13. Februar 2019 04:53

    dank technischem Fortschritt.

    Und der technische Fortschritt darf nicht besser werden? Und mit Krisenzeiten etwas „beweisen“ wollen ist auch nicht der letzte Schrei.

    Und mit tatsächlichen Geschehen der Vergangenheit etwas „beweisen“ zu wollen ist ebenfalls nicht der letzte Schrei. Auf diese Art beweisen einige Leute, daß die Erde nicht älter als 6000 Jahre ist. Wer etwas anderes behauptet, kann schon mal in den USA vor Gericht stehen (Affenprozeß).

  25. @Ebel

    Wirkungsgrade von Verbrennungsmotoren und Kraftwerkskesseln lassen sich nicht beliebig erhöhen. Derzeit liegen wir bei einigen wenigen Prozent, die da noch an Effizienzsteigerung möglich sind. CO2 und BIP werden somit weiter nahezu parallel ansteigen. Es sei denn man baut Kernkraft und Kernfusion aus.

  26. PS

    Ganz wichtig bei den CO2-Emissionen sind ja wie gesagt auch die Stahlproduktion mit Koks und die Zementherstellung mit Karbonatgestein. Da kann man eh kaum was reduzieren.

  27. @Ebel #24

    Und mit tatsächlichen Geschehen der Vergangenheit etwas „beweisen“ zu wollen ist ebenfalls nicht der letzte Schrei. Auf diese Art beweisen einige Leute, daß die Erde nicht älter als 6000 Jahre ist. Wer etwas anderes behauptet, kann schon mal in den USA vor Gericht stehen (Affenprozeß).

    Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass hier ein Troll unterwegs ist, was man auch aus der Vergangenheit rückblickend belegen könnte.
    Wozu ist Paläontologie gut ?

  28. #27 Krishna Gans 13. Februar 2019 11:45

    Wozu ist Paläontologie gut ?

    So lange wie die Paläontologie zurück reicht, reicht die BIP-Feststellung bestimmt nicht.

  29. @Ebel #24/#28

    Und der technische Fortschritt darf nicht besser werden?

    Es geht hier nicht um Spekulationen über ferne Welten, sondern was in unserer Welt Fakt ist.

    Und mit Krisenzeiten etwas „beweisen“ wollen ist auch nicht der letzte Schrei.

    In der Kurve kommen auch Boomzeiten vor.

    Und mit tatsächlichen Geschehen der Vergangenheit etwas „beweisen“ zu wollen ist ebenfalls nicht der letzte Schrei.

    Machen das nicht die Klimaaposteln? 🙂 Ich hab nicht nur 2 parallele Kurven gezeigt, sondern auch den Grund erklärt warum sie parallel laufen: BIP-Wachstum bedeutet erhöhte Industrie-Produktion und erhöhten Konsum. Beides verbraucht Energie. Energie wird in unserer Welt weit überwiegend durch Verbrennung fossiler Brennstoffe bereitgestellt. Und deswegen korrelieren die Verbrennungsprodukte mit der Konjunktur. Es ist einfach genug zu verstehen.

    So lange wie die Paläontologie zurück reicht, reicht die BIP-Feststellung bestimmt nicht.

    Nein, sie gilt für das industrielle Zeitalter.

  30. #29 anorak2 13. Februar 2019 17:04

    Energie wird in unserer Welt weit überwiegend durch Verbrennung fossiler Brennstoffe bereitgestellt.

    Die Energiebasis muß nicht zwangsläufig die „Verbrennung fossiler Brennstoffe“ sein. In der Geschichte hat die Energiebasis schon oft gewechselt. Wasser, Luftströmung usw. Auch die Rohstoffbasis hat gewechselt Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Computerzeit usw. Alles Mögliche soll sich ändern, aber bei der Energiebasis soll die Entwicklung zu Ende sein?

  31. @Ebel #28
    Eine ausgesprochen geistreiche „Widerlegung“ 😀 in Anbetracht des in #24 Kommmentars -- also doch Troll in höchsten Graden 😀

  32. @Ebel #30

    Die Energiebasis muß nicht zwangsläufig die „Verbrennung fossiler Brennstoffe“ sein. In der Geschichte hat die Energiebasis schon oft gewechselt. Wasser, Luftströmung usw. Auch die Rohstoffbasis hat gewechselt Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Computerzeit usw.

    Das klingt irgendwie, betrachtet man die letzten Ebel Kommentare in einem logischen Kontext, als würde sich der Ebel laufend selber in den Hintern treten (Ableitung von: Katze selbst in den Schwanz beißen)

  33. @Ebel #30

    Alles Mögliche soll sich ändern, aber bei der Energiebasis soll die Entwicklung zu Ende sein?

    Niemand kann in die Zukunft sehen. Heutige politische Entscheidungen können nur auf Basis der heutigen Welt getroffen werden, nicht auf der Basis irgendwelcher Wunschvorstellungen. Wer heute CO2 deckeln wollte handelt kriminell, denn er führt wissentlich Armut und Elend herbei. Irgendwelches Science-Fiction-Gelaber ändert daran nichts, das ist deswegen kein Argument solche Beschränkungen zu erzwingen.

  34. #33 anorak2 14. Februar 2019 06:35
    „ist deswegen kein Argument“
    Für solches Verhalten gibt es einen schönen Spruch: „Heute stehen wir am Abgrund, morgen sind wir einen Schritt weiter“.

    Kaum Ahnung vom Treibhauseffekt haben, aber beurteilen wollen, daß …

    Ich wiederhole die #17 „Und dazu gehört eben auch die Physik des Treibhauseffektes zu verstehen.“ und erinnere an den Affenprozeß (#24).

    Minimum der Kenntnisse: Schwarzschild 1906 und Ernest Gold 1908. Da hatte die Kenntnisse noch nicht die politische Bedeutung wie heute.

  35. Herr Ebel,

    ich lade sie hiermit ein im dazugehoerigen Blogteil ihr Wissen ueber den THE kundzutun.

    Wenn sie den Treibhauseffekt mit Schwarzschild und Ernest Gold erklaeren koennen, dann bitte ich sie darum, das zu tun.

    Suchen sie sich aus wo sie wieder Anfangen wollen.

    MFG

    Werner

  36. #35 Werner S 14. Februar 2019 10:26

    dazugehoerigen Blogteil ihr Wissen ueber den THE

    Setzen Sie bitte mal den Link, wohin Sie meinen.

    MfG

  37. @Ebel #34

    Heute stehen wir am Abgrund, morgen sind wir einen Schritt weiter

    Du ziehst also deine Behauptung zurück, CO2-Deckelung bringe keine sozialen Härten, und verlegst dich nun auf die Behauptung es müsse aber sein. OK.

    Du möchtest also Elend über die Menschen bringen mit dem Argument, eine von dir behauptete Superhypermega-Katastrophe damit abzuwenden -- ohne belegen zu können dass eine solche Katastrophe droht, ohne belegen zu können dass die von dir vorgeschlagenen Mittel auch nur das geringste dagegen bewirken würden, und ohne die geringste Erfolgskontrolle. Wer soll dir das glauben?

    Wir haben diesbezüglich auch schlechte Erfahrungen. Sämtliche in den letzten 50 Jahren von Ökos und Ökomedien behaupteten Mega-Katastrophen sind nicht eingetreten. Insofern ergibt sich ein starker Anfangsverdacht, dass ihr auch diesmal flunkert und wir besser beraten sind, euch völlig zu ignorieren.

  38. Bitte 1 Posting von mir aus dem Spam befreien.

  39. Herr Ebel,

    vielleicht machen wir einfach hier weiter!

    Habe die Ehre!

  40. @Werner S #35
    @Ebel #34

    Was hat jetzt hier der THE zu suchen ?
    Null, absolut NULL.
    Verdammte Trollerei !

  41. Gans ruhig bleiben,

    wir sind ja schon weg! Gelle!

    Ihr stellt euch weiter Bremen ohne Kohle vor und wir sind dann drueben im anderen Teil vom Blog.

    Blos nicht aufregen.

    Herr Ebel hat da ebel noch was auf dem Herzen was er loswerden will!

  42. Herr Weil aus NS hat gestern übrigens 4 Schülersprecher der IL für 1 Stunde empfangen und deren Anliegen (Fridays for Future) gelobt. Wundert mich, dass nicht ein Presseheini darüber berichtet, dass Ende Gelände als auch Fridays for Future von der IL organisiert werden. Steht überall auf Twitter und Facebook.

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