Der „Influencer“ Stefan Rahmstorf erhält ZEIT Wissen-Preis Mut zur Nachhaltigkeit und möchte dabei von der Bühne abhauen

2. Mai 2019 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Daten, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Kohle, Kurioses, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

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Für seine Verdienste um die Vermittlung von Klimawissen hat Stefan Rahmstorf den „ZEIT Wissen-Preis Mut zur Nachhaltigkeit“ am 28 März in Hamburg erhalten. Mit dem Preis würdigt das Magazin der ZEIT Verlagsgruppe Pioniere aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die herausragend dazu beitragen, im Bereich nachhaltiger Entwicklung „die Kluft zwischen Wissen und Handeln“ zu schließen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

„Über den Preis freue ich mich sehr, das ist eine starke Ermutigung für die weitere Arbeit. Die Vermittlung von Wissen und Fakten über den Klimawandel sind nicht immer einfach. Doch das Thema ist dringlicher denn je“, sagt Stefan Rahmstorf, Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Stefan Rahmstorf schilderte im Vorfeld der Preisverleihung

Als Wissenschaftler fühle ich mich in der Verantwortung, mein Wissen zu teilen. Insbesondere dann, wenn dieses Wissen auf erhebliche Gefahren für die Menschheit hinweist – nämlich durch die globale Erwärmung. In der Westantarktis ist der Zerfall des Eisschilds wahrscheinlich nicht mehr zu verhindern, aber andere Kipppunkte liegen noch vor uns. Wir können deren Überschreiten verhindern, wenn wir das Pariser Abkommen umsetzen. Das soll die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzen, wenn möglich auf 1,5 Grad. Dafür müssen wir weltweit die Emissionen von CO₂ und anderen langlebigen Treibhausgasen auf null bringen, dürfen also nur ein begrenztes Budget an Kohlendioxid emittieren, das aber auf dem heutigen Emissionsniveau schon in rund 15 Jahren erschöpft sein wird. Wir müssen also sofort anfangen zu reduzieren. Hier lohnt sich die Kommunikation mit Laien – ich merke sowohl auf Twitter als auch bei den Blogs RealClimate.org und KlimaLounge, dass viele Menschen Diskussionsbedarf haben.

Für die Auseinandersetzung mit den Abwieglern der Klimakrise braucht man viel Geduld und einen langen Atem. Häufig stecken Lobbyinteressen der fossilen Brennstoff-Industrie dahinter. Ärgerlich ist, wenn sie in den Medien eine große Bühne bekommen und Journalisten nicht kritisch unterscheiden, was seriöse wissenschaftliche Information und was Propaganda von Interessengruppen ist.

Ich hoffe, bald ein fünftes Buch zu schreiben. Natürlich geht es wieder ums Klima. Vor allem möchte ich Lösungen vorstellen und Leser erreichen, die kaum zu einem klassischen Sachbuch über den Klimawandel greifen würden. Ich will daher versuchen, die Herausforderung Klimawandel in ein noch spannenderes Narrativ zu packen.

In der Kategorie WISSEN waren Nominiert:
Prof. Stefan Rahmstorf
Prof. Dr. Tilman Santarius
Leibniz-Gymnasium St. Ingbert

Moderiert wurde die Preisverleihung von Eva-Maria Lemke. Herr Rahmstorf wurde „wider-erwartend?“ zum Gewinner gewählt, kam auf die Bühne, nahm den Preis in Form einer Glaskugel entgegen und wollte dann wortlos von der Bühne verschwinden. Er hatte angeblich keine Rede vorbereitet? Der Preisverleiher Timothy Glaz (von der Marke Frosch) bat ihn daraufhin noch auf der Bühne zu bleiben und nach seiner Ansprache noch ein paar Worte zu sagen. Hierauf werde ich später noch zurückkommen.

Video eingebettet aus youtube.

Verliehen wurde der Preis an Stefan Rahmstorf allen voran wegen seiner Blogarbeit in den Blogs von RealClimate.org und KlimaLounge und der Auseinandersetzung mit sogenannten Klimaskeptikern, oder Klimaleugnern, wie Herr Rahmstorf sie nennt. Wegen seiner Rabulistik gegenüber kritischen Stimmen in der Presse und gegenüber skeptischen Kollegen ist Herr Rahmstorf seit 15 Jahren in Fachkreisen berüchtigt und bekannt. Seit 15 Jahren schreibt er Presseleute und Kollegen mit Beschwerdeschreiben an, wenn die Berichterstattung über das Klima ihm nicht genehm ist, oder verschickt auch mal Rechnungen (bzw. seine Frau), wenn ihm nicht genehmes Bildmaterial verwendet wird, dass ihm beim Surfen in Australien und Free-Ski-Fahren im Tiefschnee der Alpen zeigt.

Der Spiegel titelte bereits im Jahr 2007, Streit mit Skeptikern/ Die rabiaten Methoden des Klimaforschers Rahmstorf. Stefan Rahmstorf ist der Bekannteste unter den Top-Klimaforschern Deutschlands – und zugleich der unerbittlichste. Journalisten beklagen Einschüchterungsversuche, Forscher gehen auf Distanz zum Potsdamer Professor. Der Konflikt wird inzwischen in Zeitungen ausgetragen.

Im Jahr 2011 berichtet der Spiegel erneut über die Methoden von Herrn Rahmstorf. Hamburg – Eine Affäre um Stefan Rahmstorf, einen Klimaberater der Bundesregierung, zieht immer weitere Kreise. Was ist passiert? Zunächst schreibt die freie Journalistin Irene Meichsner einen kritischen Bericht, woraufhin Rahmstorf sie scharf angreift. Dann fällt die „Frankfurter Rundschau“ („FR“) ihrer Autorin in den Rücken. Die Autorin verklagt den Forscher – und gewinnt den Prozess. Rahmstorf hatte die freie Wissenschaftsjournalistin Irene Meichsner als schlampige Autorin dargestellt. Im Frühjahr 2010 hatte die mehrfache Preisträgerin in der „FR“ einen kritischen Artikel über ein Kapitel des Uno-Klimaberichts (IPCC-Report) veröffentlicht. Bei Kritik am IPCC-Report wird Rahmstorf, der am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) arbeitet, hellhörig. Jetzt griff Rahmstorf – der zwar nicht an dem von Meichsner kritisierten Kapitel mitgearbeitet hatte, aber zu den führenden Autoren des letzten IPCC-Berichts zählte -, Meichsner in seinem Blog scharf an. Im Februar verhandelte das Landgericht Köln den Wahrheitsgehalt von Rahmstorfs Vorwürfen: Die Journalistin hätte den IPCC-Bericht nicht gelesen, habe aus unlauteren Quellen abgeschrieben und darum gebeten, dass ihr Name in dem Blog nicht genannt werde, behauptete der Forscher. Dabei hatte nicht Meichsner, sondern die „Frankfurter Rundschau“ über Meichsners Kopf hinweg Rahmstorf um Löschung des Namens gebeten. Das Gericht sah in diesem Punkt und bei dem Plagiatsvorwurf die Persönlichkeitsrechte der Autorin verletzt. Die Aussagen Rahmstorfs konnten widerlegt werden – der Forscher wurde zur Unterlassung verurteilt.

Rahmstorf agiert auch gegen Kollegen

Gegen den bekannten und beliebten Klimaforscher Hans von Storch agierte Herr Rahmstorf ebenfalls hinter dessen Rücken. Zu dem allseits geschätzten Klimawissenschaftler Hans von Storch gibt der Mail-Fundus der sogenannten Climategate-Mails eine eigene kleine Geschichte her.

Der Wissenschaftsfreund von Stefan Rahmstorf und IPCC-Kollege Michael Mann (Michael Mann, “Vater” des “Hockey-Sticks”) hetzte an zahlreichen Stellen gegen den Klimawissenschaftler von Storch und versuchen auf unterschiedliche Weise, sein Ansehen zu beschädigen und seinen Einfluss in der wissenschaftlichen Welt zu schmälern. So wird er in der Mail-Datei 1047388489.txt gar unter Verdacht gestellt, selbst ein “sceptic” (Klimaskeptiker) zu sein.

Michael Mann gibt sich denn auch in 1060002347.txt hocherfreut, dass er ihnen als Editor bei Climate Research (CR) nicht mehr im Wege ist: “Hans Von Storch’s resignation as chief editor of CR, which I think took a lot of guts, couldn’t have come at a better time.”

In 1125067952.txt beraten sie über Teilnehmer an einem Workshop, die sie mit von Storch in Verbindung bringen und daher ablehnen: “If the Germans need to be represented here, I would suggest instead someone from the Potsdam group,” Demnach halten sie das PIK (Rahmstorf, Schellnhuber) für mehr linienkonform, was freilich wenig verwundert.

In späteren Mails taucht denn auch Stefan Rahmstorf auf. In 1141164645.txt meint er:: “Von Storch’s contention that the “hockey stick” is “nonsense” (cited in the US Senate) is based on a mistake.” (Von Storchs Behauptung, dass die Hockeyschlägerkurve Unsinn ist (wie vom US-Senat zitiert) basiert auf einem Irrtum). Allerdings ist Rahmatorf die Hockey-Stick-Problematik bestens bekannt, wie in 1141169545.txt nachzulesen ist. An anderer Stelle will er Ergebnisse von Storchs aus dem IPCC-Bericht raushalten. “… why show it in IPCC?”.

In einer Mail von 2003 äußert sich Herr Rahmstorf zu einer Veröffentlichung von Soon & Baliunas (zwei klimakritische Kollegen). Soon & Baliunas behaupten in ihrer Veröffentlichung von 2003, dass das 20. Jh. nicht ungewöhnlich warm, bzw. einzigartig im Verlaufe der letzten 1000 Jahre war [12]. Stefan Rahmstorf dazu in der Mail:

“Although simply doing good science remains our main job, I think at some points we need to intervene in the public debate and try to clarify what is science and what is just political lobbying. In particular, I feel that it is important to not let bad, politically motivated science stand unchallenged in the peer-reviewed literature – it is too easy to just shrug and ignore an obviously bad paper. Hence I greatly appreciate that Mike and his co-authors responded in Eos to the errors in the Soon & Baliunas paper.”

“Obgleich die Wissenschaft unser eigentlicher Job bleiben sollte, denke ich, dass wir an einigen Stellen in die öffentliche Debatte eingreifen müssen, um zu klären, was Wissenschaft ist und was politische Lobbyarbeit. Vor allem glaube ich, dass es wichtig ist, es nicht zuzulassen, schlechte, politisch motivierte Wissenschaft unangefochten in der Peer-Review-Literatur stehen zu lassen – es wäre zu einfach, nur mit den Achsel zu zucken und eine offensichtlich schlechte Veröffentlichung zu ignorieren. Folglich schätze ich sehr, dass Mike (gemeint ist Michael Mann, “Vater” des “Hockey-Sticks”) und seine Mitverfasser in EOS (Ausgabe der American Geophysical Union) auf die “Fehldarstellungen” in der Veröffentlichung von Soon & Baliunas reagiert haben.”

Und auch die Wissenschaftskollegen Shaviv und Veizer sind ihn nicht genehm.

“I feel another recent paper may require a similar scientific response, the one by Shaviv & Veizer (attached). …This paper got big media coverage here in Germany and I guess it is set to become a climate skeptics classic: …”

“Ich glaube, dass eine andere Veröffentlichung eine ähnliche wissenschaftliche Antwort erfordert, die von Shaviv & Veizer [13]. Diese Veröffentlichung macht in Deutschland die große Runde und könnte ein Klassiker für Klimaskeptiker werden…”

Nir Shavis, ein Klimaforscher aus Israel, trat erst kürzlich bei einer Anhörung vor dem Deutschen Bundestag zum Klimawandel auf. Gegenüber von ihn saß ein Kollegen von Herren Rahmstorf vom PIK, Anders Levermann, der Shavis bereits vor der Anhörung auf hebräisch anraunte und anschließend die von Shavis vorgetragenen Argumente als „Quatsch“/ alle nicht stimmend bezeichnete.

Zahlreiche andere Klimaforscher, Journalisten und „Kritiker“ wurden von Herrn Rahmstorf so in den letzten 15 Jahren angegriffen. Darunter Kachelmann, Latif, Gerlich, Beck, Maxeiner, Reichholf, Lüning, etc.. Als Anerkennung für diese Auseinandersetzung mit Skeptikern, oder „Leugnern“ wie Herr Rahmstorf sie nennt, wurde Herrn Rahmstorf nun der ZEIT Wissen-Preis verliehen.

Aber zurück zur Preisverleihung. Herr Rahmstorf konnte sich nach der Preisverleihung dann doch noch zu einer Rede durchringen. Dort dankte er seiner Frau, welche er sein Durchhaltevermögen zu verdanken hat und erzählte, dass er seit Jahren unter den Beschuss von Klimaleugnern steht und seine Berufskollegen und er Morddrohungen erhalten würden. Weiter wies es auf das Emissions-Budget hin, dass Deutschland noch zustehen würde. Dieses sei in 9 Jahren verbraucht. Der Preisverleiher Timothy Glaz (Unternehmer von der Marke Frosch) war daraufhin peinlich berührt und griff zum Glas Wasser. Noch heikler wurde es, als Rahmstorf sagte, dass Kohleverbrennung bis 2038 nicht kompatibel ist mit dem Pariser-Abkommen. Herr Glaz musste dabei schlucken und erstarrte zur Salzsäule. Zumal der Ex-Chef von Herrn Rahmstorf, nämlich Herr Prof. Schellnhuber heute in der Kohlekomission sitzt und dieses Ausstiegsziel maßgeblich mit vereinbart hat. Rahmstorf schlug weiter vor die Folgekosten der Kohleverbrennung und von fossilen Brennstoffen einzupreisen über CO2-Steuern. Gemäß UBA sollten pro Tonne CO2 180 € veranschlagt werden. Der Durchschnittsdeutsche verursacht in etwa 10 Tonnen CO2 pro Kopf und pro Jahr, somit würden 1.800 € pro Deutschen Bürger und Jahr anfallen, oder rund 150 Milliarden Euro pro Jahr für 82 Millionen Bürger in Deutschland. Der Blick von Herren Glaz verfinsterte sich daraufhin zusehend und er begann nervös zu wippen und schaute verlegen auf die Uhr.

Gesagt getan, nun wollte Herr Rahmstorf die Bühne verlassen. Die Moderatorin Eva-Maria Lemke hatte aber noch Fragen an Herrn Rahmstorf zu seiner Blogarbeit und drückte ihm das Mikrofon wieder in die Hand und fragte ihm nach seinen exzentrischen „Hobby“, nämlich mit „Klimaleugnern“ zu diskutieren. Sie frage nach, wie viel Zeit er dafür investieren würde. Herr Rahmstorf musste darauf eingestehen, dass er doch mehr Zeit dafür verwendet, als es eigentlich gut wäre. Darauf angesprochen, warum „Klimawandelleugner“ eine solche Wut hätten erwiderte Herr Rahmstorf, dass die Wut daher käme, dass die Menschen sich in ihrer Identität zu tiefst angegriffen fühlen und diese Menschen die Sachargumente nicht auf ihrer Seite haben. Daraufhin wurde Herr Rahmstorf von der Bühne entlassen, schnappe seine Preis-Kugel und vergaß dabei beinahe seine Urkunde mitzunehmen. Diese drückte Frau Lemke ihn dann noch in die Hand.

Kurz möchte ich noch auf die „Wut“ der sogenannten „Klimawandelleugner“ eingehen. Diese rührt daher, dass Herr Rahmstorf seit 15 Jahren Kritiker wie geschildert angreift und denunziert und Leute die der Klimafolgenforschung kritisch gegenüber stehen als „Leugner“ bezeichnet und somit in einen Topf mit Holocaustleugnern, etc. wirft. Andere Meinungen werden nicht geduldet und akzeptiert und respektiert. Herr Rahmstorf erkennt diesen Menschen sozusagen das Grundrecht der Meinungs- und Pressefreiheit ab, wenn nicht im seinen Sinne über die Klimaforschung und den Klimawandel berichtet wird. Das ist nicht nur zu höchst undemokratisch, sondern würdigt auch die Menschen herab. Würden die Sachargumente auf der Seite von Herrn Rahmstorf stehen, hätte er es nicht notwendig, sich dieser Methoden zu bedienen. Eine Sachdebatte mit sogenannten „Klimawandelleugnern“ lehnt Herr Rahmstorf seit Jahren ab und sagt jede öffentliche Debatte in der „Klimawandelleugner“ eingeladen werden ab. In seinem Blog der „KlimaLounge“ werden vielfach Kommentare von Kritikern gelöscht und herabwürdigende Kommentare seiner Unterstützer stehen gelassen. So das der Eindruck entsteht, dass die „Leugner“ keine Argumente hätten. Dieses Verhalten zeugt nicht von innerer Selbstsicherheit und Stärke, sondern von Schwäche. Hierfür einen Preis zu verleihen zeugt ebenfalls nicht von Stärke. Ein respektvoller Umgang mit den Meinungsgegnern scheint hier nicht erwünscht zu sein, es geht um die Diskreditierung von Meinungsgegnern. Alles im allen erhärtet sich dieser Eindruck durch eine mehr als zweifelhafte Preisverleihung, die schon peinliche Züge annimmt. Vor allen wenn man auf die Sponsoren schaut.

Gesponsert wurde die Verleihung und Veranstaltung u.a. von der AURUBIS AG. Die börsennotierte Aurubis AG (ehemals Norddeutsche Affinerie AG) ist ein deutscher Kupferproduzent und Kupferwiederverwerter. Aurubis ist einer der weltgrößten Kupferproduzenten und der weltgrößte Kupferwiederverwerter.

Aurubis produziert jährlich über eine Million Tonnen Kupferkathoden, stellt daraus diverse Kupferprodukte her und beschäftigt dazu rund 6.500 Mitarbeiter. In den Forbes Global 2000 der weltgrößten börsennotierten Unternehmen belegt die Aurubis AG Platz 1564 (Stand: Geschäftsjahr 2017). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von ca. 4,1 Mrd. US-Dollar.

Nach außen bemüht sich das Unternehmen um ein umweltfreundliches und sozialverträgliches Image, doch die jährlich erscheinenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte, die von Aurubis veröffentlicht werden, können nicht über die divergente Wirklichkeit hinwegtäuschen: Aurubis ist nicht nur größter Schwermetallemittent im norddeutschen Raum, sondern bezieht seit ihrem Bestehen (bzw. der Norddeutsche Affinerie AG) Kupfererz aus ethisch höchst fragwürdigen Quellen. Firmen wie Aurubis drücken sich in Sachen Menschenrechte um Transparenz. Bei der Ausbeutung des Rohstoffs spielt das deutsche Unternehmen Aurubis eine zentrale Rolle. Der Hamburger Konzern ist einer der weltgrößten Kupferproduzenten. Das Erz und Konzentrat für seine Schmelzen bezieht Aurubis direkt aus den Abbauländern. Chile, Peru und Brasilien gehören zu den Hauptlieferanten – mehr legt das Unternehmen aber nicht offen, wie eine aktuelle Studie der Freien Universität Berlin (FU) aufzeigt. Die Minen, aus denen das Erz stammt, will der Kupfergigant „aus Wettbewerbs- und Vertragsgründen“ nicht nennen.

Es stellt sich die Frage, wusste das Herr Rahmstorf vorher nicht, oder hat er es bewusst in Kauf genommen?

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18 Kommentare
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  1. Die Kritik kommt fast nur von den kritisierten Leuten und muß deswegen nicht objektiv sein.

    Aber wer soll das objektiv beurteilen?

    Ich habe jedenfalls auf meine Kritik eine sachliche Antwort erhalten: Kritik.

  2. Peinliche greenwashing-Veranstaltung der Aurubis AG. Die Aktie steigt und steigt bis 2018 und jetzt bei der Talfahrt brauchen die wohl wieder Werbung. Hat Stefan anscheinend nicht gemerkt? Oder er kaspert deshalb so rum? Bitte Sefan, gibt den Preis zurück und spende das Geld an ausgebeutete Kupfenminenarbeiter, oder Umweltprojekte in den ausgebeuteten Ländern. Geht gar nicht!

  3. @Ebel

    Kritik ist nie objektiv. Daher beschränke ich mich vor allem auf Fakten. Fakt ist leider auch, dass meine Kommentare und die von Krishna, etc.. leider immer gelöscht werden. Spätestens nach den 2. Kommentar. Danach dürfen dann seine Anhänger über uns Kritiker/ „Leugner“ herziehen. Obwohl ich kein „Leugner“ bin. Ich bringe idR bei Rahmstorf im Blog Fakten aus den IPCC-Berichten vor und von IPCC-Kollegen, die im Widerspruch zu seinen Geschichten stehen. Z.B. Schönwiese, Monika Rhein, von Storch, etc.. Oder auch Carl Sagen. Da kommt dann nicht mehr durch. Nicht mal der 1. Kommentar.

    Und dann bekommt ein Herr Rahmstorf eine Auszeichnung dafür, dass er so geduldig und faktenkundig mit „Leugnern“ diskutieren würde. Seine Frau ist ebenso. Ich hatte kurz E-Mail-Kontakt.

    Herr Ebel, ich weiß nicht, was Sie dort für Erfahrungen gemacht haben, Sie wohnen ja unweit vom PIK entfernt?

    Ich empfand die Veranstaltung und Preisverleihung mehr als peinlich. Vor allem wenn man als einer von 3 Nominierten von Potsdam nach Hamburg anreist und nicht mal eine Rede vorbereitet hat. Vielleicht hat Herr Rahmstorf an den AURUBIS Logos ja gesehen, wo er dort gelandet war und es war ihm selbst peinlich? Oder er bereitet sich wirklich nicht vor? Und was er da mit den CO2-Steuern geredet hat, war echt der Hammer. 180 € pro Tonne CO2. Wer soll das bezahlen?

  4. PS

    Die Stahlwerke in Bremen stoßen über 5 Mio. Tonnen CO2 aus. Müssten dann also fast 1 Milliarde Euro CO2-Steuern pro Jahr zahlen! Bei einen Umsatz von 2 Milliarden pro Jahr.

    Und AURUBIS hat dann auch nichts mehr zu lachen. Deshalb hat der Glaz/ Frosch-Mann offensichtlich auch so reagiert?

  5. Hier noch die Jury.

    http://www.mut-zur-nachhaltigkeit.zeit.de/jury

    AURIBIS mit dabei und bezahlt das mit.

  6. Für die Auseinandersetzung mit den Abwieglern der Klimakrise braucht man viel Geduld und einen langen Atem. Häufig stecken Lobbyinteressen der fossilen Brennstoff-Industrie dahinter. Ärgerlich ist, wenn sie in den Medien eine große Bühne bekommen und Journalisten nicht kritisch unterscheiden, was seriöse wissenschaftliche Information und was Propaganda von Interessengruppen ist.

    Er vertritt keine Interessengruppe ?? 😀
    Journalisten unterscheiden nicht kritisch ? In der Tat, da hat er recht, weil er sonst nämlich keine so große Bühne bekäme.

  7. Meine Güte … Mumien, Monstren, Mutationen … Lauter Ökos, die sich gegenseitig mit Ökogelaber zutexten, Ökopreise zuwerfen, und sich bestätigen wie sehr sie doch im Recht seien. Dass Schlimme ist, dass diese Spinner großen Einfluss haben. Das sollten wir ändern.

    Dass Rahmstorfs Agitation und Bloggerei ein „Hobby“ von ihm sei stimmt allerdings nicht. Es ist seine Haupttätigkeit. Die Tatsache, dass er so verbissen auf „Klimaleugner“ einschlägt ist übrigens ein gutes Zeichen. Es bedeutet nämlich, er nimmt seine Gegner ernst. „First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win“ (Ghandi). Wir sind schon auf der vorletzten Ebene.

  8. werden vielfach Kommentare von … gelöscht

    Hier erscheinen wiederholt Beiträge nicht, als Begründung kommen irgendwelche Automatismen (wie jetzt mein Beitrag).

    Und selbst wenn Absicht dahinter steckt -- Rahmstorf macht daraus kein Hehl. Aber EIKE, Klimafest von Heiligenroth usw. geben sich offen und sperren -- z.T. sogar mit der Begründung meine Beiträge seien wissenschaftlich.

  9. @Ebel

    Hier liegt es am Spamfilter, der Kommentare in den Papierkorb und Spam verschiebt, wenn ihn Worte nicht gefallen. Da ich das hier alleine aus den Spam befreien muss, schau ich nicht ständig nach. In der KlimaLounge wird erst kontrolliert und dann freigeschaltet. Und Eike löscht natürlich, hat aber auch keinen Preis für seine geduldige Blogarbeit mit Klinaschützern bekommen.

    Wenn hier Kommentare von Ihnen nicht erscheinen, einfach umformulieren, oder kürzen.

  10. Es erfordert offenbar großen Mut wie Rahmstorf mit dem Strom zu schwimmen. Ist wirklich einen Zeit-Preis wert, wenn man gekonnt ist Zeit-Horn bläst. Da hat man viel Zeit sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, die bequem sind und das medial umzusetzen.

  11. Dieses von Herrn Krüger geschilderte Verhalten Rahmstorfs Kritikern gegenüber kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Er liebt es nun mal nicht, wenn man ihm nachweist, dass er wissenschaftlich unhaltbare Behauptungen aufgestellt hat.
    Die Reaktion ist mir gegenüber immer die gleiche:

    1. unsachliche Antwort.
    2. Sperren meiner Erwiderungen.

    Nicht gesperrt dagegen werden unsachliche und beleidigende Antworten seiner Fanboys mir gegenüber.

  12. @1.
    Hallo Herr Ebel,
    Ihr Einwand vor 11 Jahren betraf aber nicht Rahmstorfs Kernaussagen. Deshalb konnte er Ihnen gönnerhaft Recht geben.

    Wenn ihm aber nachweist, dass er grundlegende Randbedingungen der Signalanalyse bei Behauptungen wie „Entscheidend ist vielmehr, dass der rasche Anstieg im 20. Jahrhundert im ganzen Holozän einmalig ist.“ verletzt, dann reagiert er so wie oben beschrieben. Sein Narrativ sieht er hier ja zu Recht den Bach runtergehen.

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/stefan-rahmstorf-eiskalt-beim-manipulieren-von-temperaturgrafen-erwischt/0017231/

  13. Werner Kohl schrieb am 5. Mai 2019 12:43:

    Dieses von Herrn Krüger geschilderte Verhalten Rahmstorfs Kritikern gegenüber kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Er liebt es nun mal nicht, wenn man ihm nachweist, dass er wissenschaftlich unhaltbare Behauptungen aufgestellt hat.
    Die Reaktion ist mir gegenüber immer die gleiche:

    1. unsachliche Antwort.
    2. Sperren meiner Erwiderungen.

    Ich würde empfehlen sich dazu selbst eine Meinung zu bilden und z.B. die Diskussion Marcott selbst zu lesen.

    Als besonders anschaulich für das Problem in der Diskussion fand ich damals den Kommentar von Martin Vermeer, der anschaulich zeigte, dass da teilweise nur ungeprüft Behauptungen aus anderen Blogs wiedergegeben werden, ohne überhaupt selbst das Papier (gründlich genug) gelesen zu haben.

  14. Ich würde empfehlen sich dazu selbst eine Meinung zu bilden und z.B. die Diskussion Marcott selbst zu lesen.

    Als besonders anschaulich für das Problem in der Diskussion fand ich damals den Kommentar von Martin Vermeer, der anschaulich zeigte, dass da teilweise nur ungeprüft Behauptungen aus anderen Blogs wiedergegeben werden, ohne überhaupt selbst das Papier (gründlich genug) gelesen zu haben.

    Diese Diskussion hatte ich ja genau in diesem Blog schon 2013 geführt.
    Dass bereits in der Arbeit darauf hingewiesen wurde, dass der Vergleich mit dem 20. Jhdt. unsinnig ist („However, considering the temporal resolution of our data set and the small number of records that cover this interval (Fig. 1G), this difference is probably not robust.„), ändert an der Sache nichts.

    Jede Schlussfolgerung wie „Entscheidend ist vielmehr, dass der rasche Anstieg im 20. Jahrhundert im ganzen Holozän einmalig ist.“ ist -- gemäß dem Abtasttheorem -- wissenschaftlich nicht haltbar.

  15. Werner Kohl schrieb am 6. Mai 2019 13:27:

    Diese Diskussion hatte ich ja genau in diesem Blog schon 2013 geführt.

    Deshalb habe ich sie ja verlinkt. Da kann sich jeder selbst eine Meinung bilden, ob die Reaktion von Ramstorf unsachlich war und wie Ihre Argumentation vorweg ausah.

    Dass bereits in der Arbeit darauf hingewiesen wurde, dass der Vergleich mit dem 20. Jhdt. unsinnig ist („However, considering the temporal resolution of our data set and the small number of records that cover this interval (Fig. 1G), this difference is probably not robust.„), ändert an der Sache nichts.

    Es hat aber was damit zu tun, ob da jemand zurückgerudert ist. Ein Statement, das bereits in der Veröffentlichung steht, kann man im nachhinein schlecht als zurückrudern auslegen.

  16. Ah ja, wenn man vorab einschränkt, dass die Vergleiche nicht robust seien, kann man getrost solche Aussagen treffen:

    „By 2100, global average temperatures will probably be 5 to 12 standard deviations above the Holocene temperature mean.“

    Genau dieser Satz führte zu den Diskussionen und wurde auch von Rahmstorf direkt zitiert. Auch Rahmstorf schrieb nichts zu den Einschränkungen (oder habe ich das überlesen?).

    Der betreffende Satz in der Arbeit bezüglich der Robustheit war:

    However, considering the temporal resolution of our data set and the small number of records that cover this interval (Fig. 1G), this difference is probably not robust.

    In der der Publikation nachfolgenden Erklärung von Marcott in
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2013/03/response-by-marcott-et-al/
    lautete die entsprechende Passage:

    Thus, the 20th century portion of our paleotemperature stack is not statistically robust, cannot be considered representative of global temperature changes, and therefore is not the basis of any of our conclusions. Our primary conclusions are based on a comparison of the longer term paleotemperature changes from our reconstruction with the well-documented temperature changes that have occurred over the last century, as documented by the instrumental record.

    Diese Wortwahl ist deutlich schärfer und kann -- in Verbindung mit den nachfolgenden Worten -- durchaus als Zurückrudern interpretiert werden.

    Die nachfolgenden Worte zeigen im Übrigen sehr klar, dass zeitlich grob aufgelöste Proxydaten mit hochaufgelösten modernen Messdaten verglichen wurden. Deutlicher kann man das kaum formulieren. Ein klares Indiz für die Verletzung des Abtasttheorems.
    Ich frage mich immer, ob das mangelndes Wissen oder Ignoranz ist.

  17. Werner Kohl schrieb am 6. Mai 2019 16:00:

    Ah ja, wenn man vorab einschränkt, dass die Vergleiche nicht robust seien, kann man getrost solche Aussagen treffen

    Davon steht bei mir nichts, also interpretieren Sie da nicht Dinge rein, die ich nicht geschrieben habe. Sie brauchen die Diskussion hier auch nicht zu führen, es kann sich jeder selbst anhand der verlinkten Artikel ein Bild machen.

  18. Hallo Herr Müller,
    ich meinte doch nicht Sie, sondern Marcott et al.

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