Der Klimaberater der Kanzlerin HJ Schellnhuber verkündet, die nächste Eiszeit in 60.000 Jahren fällt durch Menschenhand aus

15. Oktober 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses, Medien, Meeresspiegel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Schellnhuber2Rechtzeitig zum Weltklimagipfel in Paris wartet der Klimaberater der Kanzlerin Hans Joachim Schellnhuber mit einer neuen Hiobsbotschaft auf.

Die nächste Eiszeit fällt gemäß Hans Joachim Schellnhuber aus. Grund sei die vom Menschen gemachte Klimaerwärmung. Ohne Einwirkung des Menschen stünde die nächste Vergletscherung weiter Teile der Erde nach den Gesetzen der kosmischen Mechanik in etwa 60.000 Jahren an, sagte Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), zur Eröffnung einer Klimakonferenz in München.

Durch die Verfeuerung fossiler Energieträger seit Beginn der industriellen Revolution seien bereits 500 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre eingebracht worden. Diese Menge reiche aus, um die nächste Kälteperiode zu verhindern. „Der Mensch ist bereits eine so starke geologische Kraft geworden, dass er sogar Eiszeiten unterdrücken kann“, sagte Schellnhuber.

Bei „business as usual“ (weiter wie bisher) werde sich die Erde im 21. Jahrhundert um vier bis fünf Grad erwärmen, mit katastrophalen Folgen. Falls die Menschheit den bisherigen Wachstumspfad weiter verfolge und alle fossilen Reserven an Kohle, Erdöl und Gas verfeuere, sei sogar mit einer Erwärmung um mindestens acht Grad zu rechnen, so Schellnhuber. Dann würden selbst die gigantischen Eismassen der Ostantarktis abtauen.

Der Klimaforscher Hans von Storch, der teils kritische Positionen gegenüber seinen Kollegen vertritt, sagte auf Anfrage, er halte Aussagen, die sich auf Zeiträume von 60.000 Jahren beziehen, für gewagt.

Es ist nicht die erste Hiobsbotschaft, die HJ Schellnhuber verkündet. Wir erinnern uns:

Vor fünf Jahren verkündete HJ Schellnhuber und sein Klimainstitut das PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung), dass die Menschheit in den ersten fünfzig Jahren dieses Jahrhunderts maximal 1.000 Gigatonnen CO2 ausstoßen dürfte, wenn das Risiko einer Erwärmung um 2 Grad auf 25 Prozent begrenzt werden soll. Ca. 700 Gigatonnen waren 2009/2010 noch übrig. Aktuell verbleiben nur noch ca. 600 Gigatonnen, um das 2°C-Ziel zu halten.

Schellnhuber und das PIK teilte bereits 2009 mit: Eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um mehr als zwei Grad Celsius gilt als „gefährliche Störung“ des Klimasystems, die daher vermieden werden müsse. Die Europäische Union, die G8-Staaten und mehr als einhundert weitere Länder haben daher die 2°-Leitplanke als Klimaschutzziel gesetzt. Gelänge es nicht, die globale Erwärmung darauf zu begrenzen, könnte sie wichtige Prozesse im Klimasystem der Erde über kritische Grenzen hinaus belasten, sodass sie „kippen“ und von da an grundsätzlich anders ablaufen. Klimaforscher sehen das arktische Meereis und den Grönländischen Eisschild als besonders anfällig an. Andere Kippelemente wie der Amazonas-Regenwald, Monsunsysteme oder das El-Niño-Phänomen könnten die Gesellschaft überraschen, indem sie naheliegende Kipppunkte offenbarten.

Im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember 2009 verkündete Schellnhuber am 30.10.2009 in der ZDF-Sendung “Die lange Nacht des Klimas”, dass die Himalaya-Gletscher in 30 bis 40 Jahren zum größten Teil verschwunden sein könnten, was natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehrt und auf einen Tippfehler (Zahlendreher) im Weltklimabericht von 2007 beruht. Schellnhuber hat es nicht bemerkt.

Im Jahr 2011 teilte Schellnhuber mit: Bis zum Jahr 2300 könnte die Globaltemperatur um 6-8°C gegenüber den vorindustriellen Niveau ansteigen. Eine Temperaturerhöhung von 4°C würde langfristig gesehen einen Meeresspiegelanstieg von 7-10 Metern zur Folge haben. Ein weiteres Abschmelzen des Eises würde den Meeresspiegel letztendlich um bis zu 70 Meter steigen lassen. “Dies wäre eine komplett andere Welt.” Verglichen mit der Körpertemperatur würde ein Anstieg von 2°C Fieber bedeuten und ein Anstieg um 4°C gar den Tod.

Im Jahr 2012 verdeutlichte Schellnhuber sein Vorhaben, die große Transformation der Gesellschaft: Er forderte eine “große Transformation” der Gesellschaft, den Ausstieg aus allen fossilien Brennstoffen, eine Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien. Auf den Weg zu einer neuen Weltordnung sollen seiner Vorstellung nach “fünf bis zehn Prozent aller Parlamentssitze” an “Ombudsleute” vergeben werden, die “ausschließlich die Interessen zukünftiger Generationen vertreten”. “Das Prinzip der Nachhaltigkeit könnte ins Grundgesetz geschrieben werden”, so Schellnhuber.

Schellnhuber gilt als Vater des 2°C-Ziels. Das 2°C-Ziel wurde erstmals von dem Ökonomen William D. Nordhaus in den Jahren 1975 und 1977 formuliert. Schellnhuber hat dieses 2°C-Ziel übernommen und als Kipppunkt in der Klimaforschung und in der Politik etabliert. Wissenschaftlich fundiert ist diese Grenze nicht.

Schellnhuber der „Klimaforscher“: Sein Werdegang

Schellnhuber wurde im Jahr 2007 während der G8- und EU-Ratspräsidentschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum wissenschaftlichen Chefberater der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik ernannt. Seit 1992 ist er eines der neun Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und steht seit 1994 dem WBGU als Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender vor. Er ist Direktor des von ihm 1992 gegründeten Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Im Jahr 2004 wurde ihm von Königin Elisabeth II der Titel Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE) verliehen.

Eine Ausbildung als Klimaforscher hat er nicht. Er arbeitete zuvor als theoretischer Physiker im Bereich der Festkörperphysik, Quantenmechanik und „Chaos-Theorie“. Durch den Sohn von James Lovelock, der an der Universität Oldenburg seine Masterarbeit schrieb, kam er in Kontakt mit Lovelock und dessen Gaia-Hypothese (in der die Erde als lebender Organismus betrachtet wird), darauf folgte sein Einstieg in die Klimafolgenforschung.

Was ist also dran, an seiner aktuellen Behauptung, die nächste Eiszeit würde in 60.000 Jahren durch Menschenhand ausfallen?

Die letzte Warmzeit, die Eem-Warzeit (126.000-115.000 Jahre vor Heute) dauerte nur ca. 11.000 Jahre an. Die heutige Warmzeit (das Holozän) ist schon ca. 11.000 Jahre im Gange. Die Eem-Warmzeit war im Durchschnitt um ca. 2°C wärmer als das heutige Holozän. Die 2°C-Genze wurde also im Eem erreicht, ohne, dass das Klimasystem gekippt wäre.

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In Verlauf der letzten 1 Millionen Jahre wechselten im Zyklus von etwa 100.000 Jahren Eiszeiten und Warmzeiten. Die letzten beiden Warmzeiten dauerten dabei nur 11.000-15.000 Jahre an. (Eem-Warmzeit und Holstein-Warmzeit). Die aktuelle Warmzeit, dass Holozän ist schon 11.000 Jahre im Gange. 60.000 Jahre bis zur nächsten Eiszeit sind also fiktiv und wissenschaftlich nicht haltbar.

Einen schnellen CO2-Anstieg gab es z.B. auch vor ungefähr 50 bis 55 Millionen Jahren im Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) und sog. Eozän-Optimum.

Schaller et al. (2013) kommen auf 3.000 Gigatonnen Kohlenstoff in 13 Jahren für diese Zeit (PETM) und 5°C Temperaturanstieg.

Eozaen

Was war passiert? Das meiste CO2 ist nicht in den fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl und Erdgas gebunden, sondern im Karbonatgestein. Durch das auseinanderbrechen des Kontients Laurasiens (Nordamerika und Europa/Asien) vor ca. 55 Millionen Jahren, wodurch sich der Nord-Atlantik gebildet hat (die Landbrücke zwischen Nordamerika und Eropa verschwand), wurden wahrscheinlich gigantische Mengen an CO2 aus der Erdkruste aus Karbonatgesteinen freigesetzt und Methan aus Gashydraten. 3.000 Gigatonnen Kohlenstoff in 13 Jahren. Das führte zu einen globalen Temperaturanstieg um 5°C. Dem PETM folgte das sog. Eozän-Optimum. (Ohne die Vorgänge der Kontinentaldrift wäre auf der Erde das in den Karbonatgesteinen enthaltene Kohlendioxid für alle Zeiten der Atmosphäre entzogen. Bei der Kontinentalverschiebung gibt es jedoch Spreizungen, Subduktion und Vulkanismus. Dabei werden die Karbonate in der Erdkruste aufgeschmolzen und somit Kohlendioxidgase freigesetzt).

PETM

Benannt ist das Eozän nach der griechischen Göttin der Morgenröte Eos, griech. = „neu, ungewöhnlich“. Wichtig im Eozän-Optimum ist die sprunghafte Weiterentwicklung der Säugetiere. Die Ordnungen der Unpaarhufer, Fledertiere, Primaten und Nagetiere entstanden. Die Muscheln im Südpazifik lebten im Eozän in warmem Wasser mit bis zu 22 Grad Celsius – vergleichbar mit dem Meer vor Florida. Die heutige Durchschnittstemperatur des Ozeans um die Antarktis liegt dagegen bei eisigen Null Grad. Während des Eozän-Optimuns waren die Pole zum letzten Mal langfristig eisfrei. Die Antarktis war belebt und blühte auf. Auf dem Antarktischen Kontinent existierten große, dichte Wälder, es lebten dort diverse Wilbeltiere und Säugetiere.

PETM-Primaten

Eine negative Folge des PETM war, dass der pH-Wert der Ozeane sank und sich die Grenze in welcher sich Meeres-Organismen aus Kalk auflösen (vor allem Kalkalgen) nach oben verschoben wurde. Mit der Zeit löste sich aber Kalk vom Meeresboden und Verwitterungsprozesse an Land lieferten ebenfalls Minerale nach, so dass der pH-Wert der Ozeane sich wieder normalisierte. Das folgende Eozän-Optimum war keine Klimakatastrophe, sondern eine Zeit der Blüte.

Die Bilanz

Eine Freisetzung durch Menschenhand von 3.000 Gigatonnen Kohlenstoff wie im PETM ist nicht möglich, da die förderbaren, fossilen Brennstoffe dazu nicht ausreichen. Durch Menschenhand wurden bisher nur 500 Gigatonnen Kohlenstoff frei gesetzt. Werden alle förderbaren, fossilen Brennstoffe verbrannt, so kommt man vielleicht auf 2.000 Gigatonnen Kohlenstoff. Der meiste Kohlenstoff, ca. 60.000.000 Gigatonnen ist in Karbonatgestein (Calcit, Dolomit) in der Erdkruste gebunden. 3.000 Gigatonnen wie im PETM können nur durch ein großflächiges Auseianderbrechen der Erdkruste frei gesetzt werden.

Im PETM führten 3.000 Gigatonnen zu 5°C globalen Temperaturanstieg und zum Eozän-Klimaoptimum. Heute sollen 1.000 Gigatonnen CO2 (273 Gt C) durch Menschenhand zu 2°C globalen Temperaturanstieg führen und zum Kippen des Klimasystems und zum Ausfall der nächsten Eiszeit. 2.000 Gigatonnen, die Verbrennung aller fossilen Brennstoffe, sollen gemäß Schellnhuber sogar 8°C globalen Temperaturanstieg bringen. Völlig absurd. Dem Eozän-Klimaoptimum folge übrigens auch eine Eiszeit. Die Erdgeschichte zeigt es, Wärmezeiten waren immer Blütezeiten und Kältezeiten Notzeiten. Herr Schellnhuber dreht es um und die Klimaschützer und Presse greifen es bereitwillig und begeistert auf. Nachdenken ist nicht erwünscht. Man folgt blindlings den Klimapropheten.

Menschen wie HJ Schellnhuber hat Karl Marx einmal sehr treffend beschrieben:

schellnhuber-gesicht

“Man erkennt die selbst ernannten Heiligen auch an ihrem typischen Gesichtsausdruck, an der suggestiven Einfühlsamkeit oder an dem mahnenden Ernst ihrer Mienen. Man erkennt sie an ihrer frömmelnden Sprache; warum können sie nicht wie andere reden, sondern müssen immer diesen salbungsvollen Ton anschlagen, immer einen frommen Wunsch auf den Lippen. Und warum müssen sie über die alltäglichsten Gedankengänge die Milch der frommen Denkungsart gießen.” (Karl Marx)

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43 Kommentare
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  1. Warum Hiobsbotschaft?
    Mit das schlimmste, was der Menschheit, Flora und Fauna passieren kann, ist eine richtige Eiszeit.
    Wenn es uns gelänge, durch CO2-Ausstoß die nächste Eiszeit zu verhindern, wäre das ein grandioser Erfolg.

    Leider bleibt das Wunschdenken, da wir gar nicht genug verfeuern können, um den CO2-Pegel dauerhaft zu erhöhen. Außerdem ist der Effekt durch CO2-Konzentrationserhöhung wahrscheinlich nur marginal. Bei Verdopplung „drohen“ uns höchstens 1-2 Grad Temperaturerhöhung, der neuesten Studie von Soon et al. (http://globalwarmingsolved.com/data_files/SCC2015-SI.zip) zufolge nur 0,44 Grad.

  2. … so’n Mist, und ich hab mich schon so daraf gefreut …

  3. Soso…in 60.000 Jahren also erst….mal schauen, was bis dorthin alles noch passiert.
    Jetzt schauen wir erst einmal, dass wir den kommenden Winter einigermaßen ohne Frostbeulen überstehen.

  4. Hat man sich jetzt soweit in die Klimapanik gesteigert, dass man den Ausfall der nächsten Eiszeit als Unglück bezeichnt? Wer eine solche Prognose stellt, muss wirklich etwas an der Klammer haben, ein normaler Mensch käme nie auf die Idee, das Klima auf einige zig-Tausend Jahre vorherzusagen. Der Mann ist bekloppt, ich verstehe nicht, wie man den als Berater beiziehen kann.
    Wir freuen uns allerdings mit ihm, denn mit seinen Vorhersagen sind ihm die Beraterhonorare für mindestens die nächsten 60’000 sicher, bevor er mit Schimpf und Schande entlassen wird.

  5. Mit MIS11 gab es vor ca. 400.000 Jahren schon mal ein Interglazial, das ca 50.000 Jahre gedauert hat. Co2 war da nicht auffällig. Wärmer als heute war es wohl auch nicht, eher etwas kälter aber eben ziemlich lang. Grönland und die Westantarktis waren wohl fast abgetaut und der Meeresspiegel ca. 20 m höher. Es ist eigentlich davon auszugehen, dass das in den nächsten 50.000 Jahren auch passiert, wenn Schelnlhubers ‚kosmische Mechanik‘ stimmt und wir den Klimawandel aufhalten. Wir müssten es eigentlich deutlich kälter kriegen um eine Katasthrophe zu verhindern, auch wenn diese wohl noch ein paar tausend Jahre auf sich warten läßt. Aber ich glaube nicht, es Schellnhuber überhaupt darum geht. Umsonst einsehbar ist in diesem Zusammenhang seine Veröffentlchung ‚Syndromes of Global Change:
    The First Panoramic View‘
    . Ganz interessant ist auch die Sicht von W.M. Briggs auf seine Arbeit.

  6. Bis dahin haben Schellnhuber und weitere Weltenretter längst ihre üppige Altersrente auf unsere Kosten verbraten. Sie haben uns also nachhaltig geschädigt. Der Sonne und den Vulkanen und sonstigen „global playern“ war es egal. Wir müssen also vor Ablauf der 60.000 Jahre den Scharlatanen das Handwerk legen. Besser heute als morgen! Die 68er und Folgeverbrecher sind aber gut politisch etabliert und schaden bis zum „Endsieg“. Also deutsche Medien, weiter bis zum Endsieg.
    Eine Eiszeit in 60.000 Jahren interressiert mich nicht mehr.Ebenso wenig interessieren mich Wetterberichte, die als Klimakatastrophe von „wissenschaftlichen“ öffentlich geförderten „Instituten“ mit unserem Geld verzapft werden.

  7. Der Mensch wird mir richtig sympathisch. Ich freue mich, wenn meine Ururururururururur…urururenkel nicht frieren müssen.

  8. Nach Professor Harald Lesch soll wegen der Landwirtschaft vor 10000 Jahren schon die letzte Eiszeit ausgefallen sein. Nun ja was in 60000 Jahren passiert, werden wir wohl nicht erleben.

  9. Oh gottchen:

    Der Klimaforscher Hans von Storch, der teils kritische Positionen gegenüber seinen Kollegen vertritt, sagte auf Anfrage, er halte Aussagen, die sich auf Zeiträume von 60.000 Jahren beziehen, für gewagt.

    nicht das sich die „Kritiker“ mal übernehmen!
    JH

  10. Wissenschaftstheoretisch ist das alles nicht ernt zu nehmen

  11. Herr Gerber,
    das reicht nicht! Was sagt die Wissenschaftstheorie denn aus?

  12. @Rainder Brandl #11

    1. Es ist unmöglich, zukünftiges Klimageschehen vorherzusagen, und zwar aus mehreren Gründen
    1.1. Die Klimawissenschaft ist weit davon entfernt, das Klimageschehen theoretisch zu verstehen. Sie besitzt nicht die Fähigkeit, falsifizierbaren Prognosen aufzustellen. Vielleicht wird sie dazu in einer mehr oder weniger fernen Zukunft in der Lage sein, vielleicht auch das nicht.
    1.2. Die Ursachen der Eiszeiten sind nicht bekannt, man kann den Zeitpunkt ihres Eintritts nicht vorhersagen.
    1.3. Das Klimasystem verhält sich möglicherweise chaotisch (ob das so ist weiß man wegen 1.1. nicht). Selbst wenn es eines Tages theoretisch verstanden sein sollte, könnte eine Prognose also auch dann unmöglich bleiben.

    2. Herr Schellnhuber stellt politische Forderungen auf. Dazu ist er als WIssenschaftler nicht legitimiert, denn die wissenschaftliche Methode ist nicht in der Lage, politische Handlungempfehlungen herzuleiten. Er hat natürlich das Recht, sich als Privatperson politisch zu äußern, kann dann dafür aber keine herausgehobene Autorität reklamieren. Seine politische Meinung wiegt im Prinzip nicht mehr als die seiner Putzfrau.

  13. @Raienr Brandt

    Eine wissenschaftliche Aussage bzw. ein wissenschaftliches Ergebnis muss unabhängig überprüfbar sein und falsifizierter sein, das heißt an der Empirie scheitern können.

    Schnellnhuber wird von n-tv zitiert mit:
    „Der Mensch ist bereits eine so starke geologische Kraft geworden, dass er sogar Eiszeiten unterdrücken kann“, sagte Schellnhuber.

    Diese Aussage ist nicht nachprüfbar und auch nicht falsifizierbar.
    Es ist deshalb keine naturwissenschaftliche Aussage. Naturwissenschaftlich gesehen darf sie meiner Meinung nach höchstens als Vermutung formuliert werden.
    Alles andere wäre meiner Meinung nach unseriös.

  14. Naja,
    ich sehe wenig sinnvolle Inhalte und auch die Art, wie über den Herrn Schellnlhuber hergezogen wird, ist entbehrlich.

    Sie schreiben auch:

    60.000 Jahre bis zur nächsten Eiszeit sind also fiktiv und wissenschaftlich nicht haltbar.

    Ok, was wäre dann „haltbar“?

    Noch weniger wissenschaftlich ist es freilich zu behaupten, nur weil die letzten paar Eiszeitzyklen bzw. die Interglaziale rund 10.000a andauerten, müsste das Holozän auch halbwegs dieser Zeitspanne genügen. Wenn sie sich schon auf die sg. Milankovic Zyklen berufen bzw. den Änderungen der jahreszeitlichen Insolation, dann liegt doch eher die Vermutung des Herrn Schellnhuber im wissenschaftlichen Rahmen. Nicht die Behauptung, wir könnten mit unseren CO2 Emissionen das Klima in Hunderttausenden Jahren steuern, das ist freilich Quatsch, aber nicht viel besser sind hier ihre milchmädchenhaften Vergleichsrechnungen bzgl. der CO2 Emissionen historisch vs heute.

    Grönland ist tatsächlich eine interessante Insel, denn selbst heute würde dort nur ein kleiner Eispanzer rum liegen, wenn nicht die große Höhe von rund 3000m erreicht worden wäre. Das kann sich über ein paar Jahrtausende gesehen doch radikal ändern, was einen sg. Kipppunkt darstellen könnte.

    Im Übrigen ist das Kommen und Gehen der Eiszeiten nicht wirklich klar. Es scheint dieser Milankovic Zyklus einen überlagerten Einfluss zu haben, allerdings sieht man doch zeitliche Differenzen von rund 10.000a, welche eben nicht astronomisch beeinflusst sind, oder nur zum Teil. Wahrscheinlich muss eben genau zu den passenden Zeiten auch vieles andere im Klimasystem zufällig „passen“ um Eiszeiten einzuleiten bzw. zu terminieren.

    Für alle, welche sich ernsthaft dafür interessieren, kann ich diese Seite (ganz unten) besonders empfehlen. Hier wird viel an wissenschaftlicher Literatur zusammengetragen und penibel wie kritisch durchleuchtet. Es wird klar, wie wenig wir eigentlich über das Klimasystem wissen und aus diesem Grund muss ich ihnen schon recht geben, wenn sie das PIK kritisieren.
    http://scienceofdoom.com/roadmap/ghosts-of-climates-past/

  15. Hat man sich jetzt soweit in die Klimapanik gesteigert, dass man den Ausfall der nächsten Eiszeit als Unglück bezeichnet? Wer eine solche Prognose stellt, muss wirklich etwas an der Klammer haben, ein normaler Mensch käme nie auf die Idee, das Klima auf einige zig-Tausend Jahre vorherzusagen. Der Mann ist bekloppt, ich verstehe nicht, wie man den als Berater beiziehen kann.

    ..dann, wenn man selbst nicht mehr ganz sauber ist, und während der Amtszeit es inzwischen zum dritten („Energiewende“, Eurorettung, Grenzelimination) Nerobefehl (googeln und im Wortlaut lesen, 19.03.45 ) geschafft hat, um die (nach Jellinek +erweiterte) wesentlichen Kriterien eines intakten Staates auszuhebeln.

    …wie meinte Schelli noch:
    http://www.zeit.de/2009/14/DOS-Schellnhuber/komplettansicht

    Die letzten zwei Jahre vor dem Abitur waren phasenweise kritisch. Damals habe ich Kant, Einstein und Marx gleichzeitig gelesen, es war eine Phase, in der ich dachte, zu schlafen sei völlige Zeitverschwendung. Ich hatte das Gefühl, mich in eine hundertprozentige intellektuelle Waffe verwandeln zu können. Dabei schoss ich übers Ziel hinaus, und kurze Zeit stand meine seelische Gesundheit auf dem Spiel. Es war mir eine Lehre bis heute: Der Körper und der Geist brauchen Phasen des wohltätigen Leerlaufs.

    Das ganze Interview ist lesenswert, wenn man mehr über den mentalen Zustand -nicht nur des Umfeldes- unserer Nomenklatura lernen möchte.

    Es erklärt nicht alles, aber vieles.

    Aber keine Bange: wie wurde dem ganzen Volke von höchstwohlgegorener Seite neulich noch das „vollste Vertrauen ausgesprochen“:
    „Wir schaffen das!“
    Auf jeden Fall wissen wir aber, was es bedeutet.

  16. @wettercafe

    Vielleicht bin ich ja da mit meiner Meinung alleine, aber ich finde das folgende in den Pressemitteilungen eines Instituts das einen wissenschaftlichen Anspruch zu mindestens den Namen nach hat als unseriös.

    Die Überschrift der Pressemitteilung im Aktiv als sichere Erkenntnis formuliert:

    Das Ende des Ewigen Eises: Werden alle Kohlereserven verbrannt, steigt der Meeresspiegel um mehr als 50 Meter

    und im Text dann die Relativierung mit „könnte“ als Vermutung formuliert:

    Würden alle weltweit verfügbaren fossilen Ressourcen von Kohle, Öl und Gas verbrannt, könnte das ein vollständiges Abschmelzen der antarktischen Eisdecke verursachen.

    Wie gesagt das erscheint mir wie die Vorspiegelung falscher Tatsachen in der Überschrift.
    Dann sofort selbst überführt im Text.

  17. @wettercafe 14

    Ok, was wäre dann „haltbar“?

    Vorhersagen unterlassen.

  18. Lieber Herr Hess (16)

    nun, das PIK nennt sich eben „Klimafolgen“…und damit wird verständlich, dass sie die Folgen möglichst markant halten müssen. Das ist durchaus legitim, wie in der Politik schaden ein paar am äußersten Ende des Spektrums der Demokratie nicht zwingend. Bedenklich wird es, wenn man weiß, dass genau diese Hardliner als Berater der Deutschen Bundesregierung und anderer Entscheidungsträger agieren. Dabei geht es wohl darum, die sg. Energiewende durchzuboxen bzw. Gründe für deren Dringlichkeit zu inszenieren. Das bleibt freilich nicht in Deutschen Grenzen, sondern ufert über weite Teile der EU hinweg und wir Ösis laufen so oder so wie so oft einfach hinterher, nur im Fußball scheint sich eine Annäherung auf Augenhöhe zu ergeben, hahaha.

    Ja, das PIK braucht es natürlich dick und so muss man fast zur Antarktis kommen. Ich halte Grönland für viel interessanter, weil eben auch viel sensibler. Im verletzen IPCC Report war über das 21. Jahrhundert noch eine positive Massenbilanz über die ganze Antarktis enthalten, auch bei +3°C im globalen Mittel. Das erscheint auch logisch. Ein paar Forscher stürzen sich aber nun auf punktuelle Ereignisse rund um Pine Island und modellieren ein „Verflüssigen“ großer Schelfeismassen usw. Auch dieser Herr Rahmstorf scheint ganz fasziniert von solchen Szenarien zu sein, ohne dabei mal kurz den Hausverstand zu gebrauchen. Wegen ein paar 1/10 Grad regionaler antarktischer Erwärmung und unsicheren Messungen über wenige Dekaden kann man eben keine Schlüsse ziehen, hat die Zeit Skalen bzgl. Trägheit völlig vergessen und zaubert Simulationen, welche bestenfalls einen müden Grinser erwarten dürfen.
    Der erste physikalisch haltbare Ansatz für diese leichte Erwärmung des Ozeans unter dem antarktischen Schelf- bzw. Sea Ice wäre doch die verminderte IR Abstrahlung, da die letzten 2-3 Dekaden genau in diesen Regionen über das Jahr mehr Meereis liegen blieb.
    Wie auch immer, lassen wir die Alarmmisten noch einige Jahre rum zappeln, Natur und Klima werden noch sehr viele Überraschungen liefern und die linear denkenden Hardliner in ihre Grenzen weisen.

  19. @wettercafe

    Völliger Quatsch, die 60.000 Jahre von Schellnhuber. Dazu muss man sich nur diese Klimarekonstruktion der letzten 1 Mio. Jahre anschauen.

    https://oz4caster.files.wordpress.com/2014/12/climate-reconstructions-1-million-years.gif

    Die letzten 4 Warmzeiten/ Interglaziale dauerten nur 10-20 Tsd. Jahre an. In spätestens 10 Tsd. Jahren steht also sehr wahrscheinlich die nächste Eiszeit an. Wir befinden uns gerade mitten im aktuellen Interglazial, dem Holozän. Die letzten 4 Interglaziale waren zudem 1-2°C wärmer als das heutige. Das Klima ist in den letzten 4 Interglazialen aber nicht gekippt. Warum sollte es heute bei 2°C mehr kippen? Reine Phantasie vom Schellnhuber.

  20. @wettercafe

    Grönland und die Antarktis waren vor ca. 12 Mio. Jahren zuletzt eisfrei. In den Interglazialen der letzten 1 Mio. Jahre waren Grönland und Antarktis immer kilometerdick vereist, obwohl die 1-2°C wärmer waren als das heutige Holozän. Sonst hätte man keine Eiskerne aus dieser Zeit. Reine Phantasie vom Schellnhuber, dass Abschmelzen von Grönland und der Antarktis.

  21. PS

    Die Meer-Eisdicke und das Meer-Eisvolumen nimmt übrigens in der Arktis seit 2011 wieder zu. Das zeigen die Daten von PIOMAS und CryoSat-2. In der Antarktis nimmt das Meereis seit 1979 gar zu. Trotz global weiter ansteigender Globaltemperatur nach Schellnhuber, Rahmstorf, NASA-GISS, etc. Arktis und Antarktis haben sich in den letzten Jahren auch nicht groß erwärmt. Ganz im Gegenteil dazu, was die Modelle sagen.

  22. PPS

    Die Temperatur in der Arktis, 60-85°N nimmt übrigens seit 2011 bis heute ab. In der Antarktis 60-85°S ist seit 1979 keine Temperaturzunahme zu verzeichnen. Den Klimamodellen zufolge soll sich die Arktis aber besonders stark erwärmen.

  23. Leute nicht aufregen sondern Verständnis haben:
    Schelle und Konsorten brauchen ihre Jobs und die Kohle. Panikmache ist deren Investition mit Hoffnung auf üppige Verzinsung. Die Dummen sind nicht die die den Unsinn sagen sondern die die ihn glauben!

  24. Herr Krüger,

    nur weil die letzten Interglaziale so zwischen 10 und 20ka andauerten, sagt das nichts über die mögliche Dauer des aktuellen aus, auch ohne THG Emissionen nicht.
    Wie ich bereits geschrieben habe, kann ich ihre Kritik am PIK bzw. Herrn Schellnhuber über weite Strecken nachvollziehen. Ihre Vergleiche bzw. die Bildung von Analogien zwischen Paleoklimata und zukünftigen Zuständen ist aber zu simpel begriffen. Wir reden im Falle Grönlands ja nicht von einer gänzlich eisfreien Insel und meine Ansicht zur Antarktis habe ich eh klar beschrieben.

    Punktum, klar ist, dass weitere CO2 Emissionen den Planten im Mittel sicher weiter erwärmen werden und das war es dann auch schon, was als ziemlich gesichert angesehen werden kann. Die Amplituden sind höchst unsicher, wahrscheinlicher sind sehr wahrscheinlich Temperatur Anstiege am unteren Rand der aktuellen Simulationen. Trotz oder sogar wegen dieser globalen Erwärmung kann es aber regional auch kälter werden, jahreszeitlich oder auch im langfristigen Trend gesehen.

    Jedenfalls hat Herr Schellnhuber mit diesen 60.000a bzgl. dem nächsten großen Glazial nicht unrecht, wenn man die bislang üblichen Auslöser in Folge differentieller Insolation heranzieht. Der Rest ist utopisches Gelaber.

  25. Es ist völlig überzeugend, die Behauptungen eines führenden Klimaberaters als absurde Phantastereien zu erkennen. Danke für die nüchteren Argementation. Da ären warscheinlich Damen mit Glaskugeln eine zuverlässigereQuelle für Informationen aus der Zukunft.

    Dennoch bleiben mir auch bei ihrer Darstellung einige Fragen:

    Im PETM führten 3.000 Gigatonnen zu 5°C globalen Temperaturanstieg und zum Eozän-Klimaoptimum.

    Ist der Zusammenhang wirklich hinreichend belegt? Waren nicht stets die Temperaturanstiege vor den Erhöhungen des CO2 Anteils?
    Meines Wssens sind die rezenten, aber auch die prähistorischen Fakoren zur Klimabildung nur unzureichend bekannt, dass man hier eine hinreichend belastbare Deutung machen kann. Selbst wenn die Bezifferung der 5 Grad als plausibel erscheinen mag, so ist damit noch nichts hinreichend Klares zu den Ursachen zu behaupten.

    Oder ist hier einfach mein Kenntnisstand weit hinter dem, was man wissen kann?

  26. @wettercafe

    wahrscheinlicher sind sehr wahrscheinlich Temperatur Anstiege am unteren Rand der aktuellen Simulationen.

    Sehe ich auch so. Die Klimasensitivität bei CO2-Verdopplung sehe ich bei 1°C. (ERBE/ CERES, Spencer 2010 und Lindzen 2011).

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/ein-exkurs-zur-aktuell-gemessenen-klimasensitivitaet-und-absoluten-globaltemperatur/0013843/

    Jedenfalls hat Herr Schellnhuber mit diesen 60.000a bzgl. dem nächsten großen Glazial nicht unrecht, wenn man die bislang üblichen Auslöser in Folge differentieller Insolation heranzieht.

    Das sehe ich anders. Spökenkiekerei. Eiszeiten lassen sich nicht vorhersagen.

    @Landvoigt

    Für das PETM werden in der Literatur 2.000-6.000 Gt C angegeben. Ich halte 3.000 Gt C für realistisch. Auch in wenigen Jahren, wenn es zu massiven Kontinentalverschiebungen/ Vulkanismus, der Auflösung von Methanhydrat und eventuell sogar zu einer Kometenexplosion in der Atmosphäre kam. Letztes wird auch in Erwägung gezogen.

    500 Gt C hat die Menschheit freigesetzt. Das brachte einen Temperaturanstieg (durch den Strahlungsantrieb) von ca. 0,5°C. 3.000 Gt C haben also ein paar Grad Erwärmung zufolge. Während des PETM stieg der CO2-Gehalt der Atmosphäre von ca. 1.000 ppm auf ca. 1.700 ppm an. Und Methan stieg auch an. Wasserdampf vermutlich auch.

  27. @Michael Krüger #26
    Wenn sie die Klimasensitivität von CO2 bei Verdoppelung mit 1 K annehmen, dann ergibt eine Erhöhung des CO2-Gehaltes von 1000 ppm auf 1700 ppm nicht mal 1 K. Ich meine mich auch zu erinnern, dass einige Leute gesagt haben, dass die Temperaturen im PETM nicht mit Treibhausgasen zu erklären sind, da die anzunehmende Klimasensitivität unrealistisch hoch wäre.

  28. @Straten

    Richtig, eine Erhöhung des CO2-Gehaltes von 1000 ppm auf 17000 ppm alleine bringt knapp +1°C. Kommt Methan hinzu und Wasserdampf sind es aber mehr. 1.000-2.000 Gt C während des PETM sollen aus Methan/ Methanhydraten kommen.

  29. @Michael Krüger
    Methan bringt aber wohl kaum viel Erwärmung, da es weitgehend in den gleichen Wellenlängen, wie Wasserdampf absorbiert. Man müßte dann wohl die Hypothese haben, dass die Atmosphäre im PETM sehr trocken gewesen ist. Aber verstehen sie mich bitte nicht falsch, ich habe früher nur mal ein paar Artikel über das PETM gelesen und hatte so den Eindruck, dass man nicht so richtig Bescheid weiß und eigentlich ziemlich schwimmt, wenn man die gewonnenen Proxydaten erklären will.

  30. Jetzt bekommen wir erst einmal wieder einen richtig schönen Winter und danach wird die Sonne uns wieder ein Frühjahr , einen Sommer und einen Herbst zaubern. Es ist nur die Frage, ob Frühjahr und Herbst dann mehr sommerlich oder winterlich ist. Und wie viele heiße Tage uns die zukünftigen Sommer noch bescheren werden. Viele werden es meiner Meinung nicht mehr sein.

  31. @Straten

    Richtig. Für das PETM gibt es nur Abschätzungen. Mann weiß aber, dass große Mengen an CO2 und CH4 in kurzer Zeit freigesetzt wurden, die Ozeane saurer wurden und das die Solarkonstante leicht unter den heutigen Wert lag (ca. -1%).

    Ein Anstieg von 1000-1700 ppm CO2 bringt knapp +1°C. Ein Anstieg von beispielsweise 2-50ppm CH4 würde knapp +2°C bringen. (Die atmosphärischen CH4-Werte aus dem PETM sind aber nicht bekannt).

    http://climatemodels.uchicago.edu/modtran/

    Und Wasserdampf als „Treibhausgas“ wird bei einem Temperaturanstieg von global +5°C auch dazu gekommen sein.

    Ich halte +5°C im PETM durch CO2, CH4 und H2O für möglich.

  32. Oben im Blogtext hat sich vor dem eingebundenen Video ein Schreibfehler eingeschlichen:

    „Im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen 2010 …“

    Die Klimakonferenz in Kopenhagen war im Dezember 2009 (nicht: 2010)

  33. Es wird im Blogtext behauptet:

    Vor fünf Jahren verkündete HJ Schellnhuber und sein Klimainstitut das PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung), dass die Menschheit in den ersten fünfzig Jahren dieses Jahrhunderts maximal 1.000 Gigatonnen CO2 ausstoßen dürfte, wenn das Risiko einer Erwärmung um 2 Grad auf 25 Prozent begrenzt werden soll. Ca. 700 Gigatonnen waren 2010 noch übrig. Aktuell verbleiben nur noch ca. 600 Gigatonnen, um das 2°C-Ziel zu halten.

    Da sagen meine Recherchen aber etwas anderes, was aber nicht minder dubios ist.
    Am besten dazu mal den Blogtext bei Stefan Rahmstorf lesen, hier:
    http://www.scilogs.de/klimalounge/der-himmel-gehoert-uns-allen-die-neue-enzyklika-des-papstes/

    Und dann auch diesen Kommentar mit der Antwort von Brigitte Knopf lesen:
    http://www.scilogs.de/klimalounge/der-himmel-gehoert-uns-allen-die-neue-enzyklika-des-papstes/#comment-76657

    Fazit meiner Recherchen:
    Obwohl diese „Klimafolgenforscher“ im Jahr 2009 ein maximales CO2-Budget von maximal 750 Gt CO2 proklamiert hatten, weisen die gleichen „Klimafolgenforscher im Jahr 2015 -- also 6 Jahre später -- nun ein höheres CO2-Budget, nämlich 1000 GT, aus…Also das maximale CO2-Budget schrumpft nicht etwa parallel zum Zeitablauf (was man eigentlich vermuten würde), sondern das CO2-Budget ist von 2009 bis 2015 gestiegen, nämlich von 750 GT auf 1000 GT…das hat auch Brigitte Knopf mit Ihrer Antwort faktisch bestätigt…und die Begründung hängt angeblich mit besseren Computermodellen zusammen, so B. Knopf…

    Ein Irrsinn…

  34. @Hoffmann

    Limiting cumulative CO2 emissions over 2000–50 to 1,000 Gt CO2 yields a 25% probability of warming exceeding 2 °C

    http://www.iac.ethz.ch/people/knuttir/papers/meinshausen09nat.pdf

    Meinshausen (PIK) et al. 2009.

  35. Erdgeschichtlich betrachtet, wird CO2 immer mehr zum Mangel für die Pflanzen. Wir sollten bedenken, alles Leben hängt davon ab.

  36. Juhu

    Die nächste Eiszeit fällt gemäß Hans Joachim Schellnhuber aus. Grund sei die vom Menschen gemachte Klimaerwärmung

    Spätestens dann werden sich alle über das milde Klima freuen.

  37. Ach, kein Problem…wir ham ja noch die Plattentektonik.
    Und wenn dann Europa auf Amerika kracht……gibbet reichlich CO2……und unsere Nachfahren können die Palmen an der Ostsee genießen.
    Ups…wenn se dann mal vom Orion einen Heimaturlaub gesponsort bekommen.
    Der Rest…wird irgendwo im Universum……seine harten Job nachgehen…..oder gegen die Worlonen Krieg führen.

    Der langsame Huber……wird dann nich mal mehr in den Archiven der Menschheit Eingang gefunden haben…….weil zu unbedeutend….weil zu hässlich….weil zu stupide……oder sonstige un-relevante Personenbeschreibungen.

    Endweder geht bis dahin die Menschheit unter…..oder die Erde is nix weiter mehr, als ein Pilgerziel für Neochristliche Universums-Sekten.
    Onkel Heinz…..wenn mich bis dahin keiner verbrennt…..können se ja noch meine Knochen ausbuddeln……wie die, der ollen Saurier.

  38. @Heinz #37

    wir ham ja noch die Plattentektonik.
    Und wenn dann Europa auf Amerika kracht

    /Klugscheißmodus on
    Dummerweise driften gerade die 2 auseinander…
    /Klugscheißmodus off

  39. @Krishna
    Stimmt….jetzt wo Du das so sagst…..
    Egal…..dann knallt Amerika eben irgendwann mal in China rein…….weswegen se wohl dort schon vorsorglich ihre Flotte stationiert haben.
    Mich deucht, ich hätte gelesen, das Afrika sich leise schleichend……in Südeuropa reinbohren wird……und dat schöne Mittelmeer gibbet dann auch net mehr.
    Davor aber…warnt niemand…..diese Naturkatastrophe lässt die üblich Verdächtigen völlig kalt…..können wir da nich mal ne Demo machen „Nieder mit der Plattentektonik“ oder „Gaia halt die Füsse still“…….oder „Stirbt das Mittelmeer, stirbt auch die Menschheit“….oder so ähnlich?

    H.E.

  40. @Heinz
    Stimmt, Afrika kommt, bricht aber im Osten wohl vorher auseinander.Einer von vielen Artikeln zum Thema

  41. Wenn der Supervulkan unterm Yellowstone National Park USA ausbricht ist die Sache eh gelaufen.

    http://www.welt.de/wissenschaft/article140044735/Unterm-Supervulkan-lauern-riesige-Magmamassen.html

    Durch die Asche gibt es erst eine neue Eiszeit und danach führt das ausgestoßene CO2 zu einer massiven Erderwärmung.

    Da nützen die von Schellnhuber und Co. eingesparten CO2-Emissionen auch nichts mehr.

  42. Da nützen die von Schellnhuber und Co. eingesparten CO2-Emissionen auch nichts mehr.

    Pssst…
    Ihr Unwissenden… heute ist „Zurück in die Zukunft Tag“ (21.10.2015). Schelli hat schon vor Jahren einen eigenen Fluxkompensator gebaut. Eigentlich heißt er Professor Emmet Brown, deshalb weiß er das so genau mit den 60.000 Jahren. Von dort stammt auch Merkel, eigentlich ein ausgemusterter Protokolldroide, vor Jahren von ihm schon mal auf UN-Generalsekretariat umprogrammiert und zu Zonenzeiten unauffällig in der Uckermark bei einer Pastorenfamilie ausgesetzt. Mit von der Partie war ursprünglich Rahmi (richtiger Name: Biff Tannen), der mit seinem Fahrrad einmal nicht auf die nötige Beschleunigung zum Zeitsprung kam, Jahrhunderte in einer Raum-Zeit- Singularität feststeckte und seit dem wirres Zeug zu Katastrophen schreibt, angeblich sogar für Versicherer.

  43. @#34 Michael Krüger

    Ottmar Edenhofer schreibt aktuell in der FAZ am 23.10.2015 auf Seite 16:

    „Um das Zwei-Grad-Ziel, auf das sich die Staatengemeinschaft festgelegt
    hat, mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 66 Prozent einzuhalten,
    dürften nur noch ungefähr 1000 Gigatonnen CO2 emittiert werden.“

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