Der Klimaforscher James Hansen verlässt seinen Posten bei der NASA

5. April 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Wissenschaft

Hansen-Verhaftung

Nach 46 Jahren Klimaforschung beim Goddard Institute der NASA (GISS), dem er seit 1981 vorstand, tritt James Hansen, der wohl umstrittenste und einer der bekanntesten Klimaforscher der Welt, von seinem Amt zurück. Hansen war einer der ersten, der vor einer globalen Erwärmung durch CO2 warnte. In Zukunft will der 72-Jährige sich dem Kampf gegen die Emission von Treibhausgasen widmen.

James E. Hansen war schon seit Jahren mehr Aktivist als Wissenschaftler. Jetzt hat der Direktor des Nasa Goddard Institute for Space Studies in New York den überfälligen Schritt getan. Der 72-Jährige tritt von seinem Posten zurück, um sich ganz dem Aktivismus widmen zu können. “Als Angestellter der Regierung kann man nicht gegen die Regierung aussagen”, sagte er.

Bekannt wurde Hansen besonders in den 1980ern als einer der ersten Wissenschaftler, der eindringlich vor den Gefahren der globalen Erwärmung warnte.

In den 1960er und frühen 1970er Jahren hat ein Großteil der Klimawissenschaftler noch eine globale Abkühlung befürchtet. Sowohl natürliche Einflüsse, als auch die zunehmende Luftverschmutzung durch Aerosole wurden als Ursache diskutiert. Gegen Ende der 1970er Jahre setzte sich dann die Ansicht durch, dass mit der Zeit eine CO2 bedingte Erwärmung dem kühlenden Einfluss der Aerosole überwiegen würde. Heute geht man davon aus, dass die Aerosole den Temperaturanstieg durch CO2 nur “maskieren” und eher eine unterordnete Rolle spielen. Diese Ansicht geht auf eine Arbeit von James Hansen aus dem Jahre 1978 zurück.

Von sich reden machte James Hansen aber erst zehn Jahre später, als er im Jahre 1988 eine Rede vor dem US-Kongress hielt. In der Rede warnte er eindrücklich vor den Folgen des Klimawandels. Hansens Vortrag war geschickt inszeniert. Er hatte seine Anhörung bewusst auf Ende Juli legen lassen, in der Hoffnung auf hohe Temperaturen. Die Rechnung ging auf. Amerika ächzte gerade unter einer Hitzewelle und seine Ausführungen fanden ein großes Medienecho. Hansen hatte zudem vorher prüfen lassen, dass die Presse anwesend sein würde. Außerdem stellte er sicher als erster sprechen zu dürfen. Der Klimaforscher wollte für Schlagzeilen sorgen, was ihm auch gelang.

John Theon – ein ehemaliger Kollege von James Hansen – äußerte sich zu der Anhörung und James Hansen wie folgt:

“Ich kann bejahen, dass ich in Wirklichkeit Hansens Aufsichtskraft war, weil ich seine Finanzierung rechtfertigen, seine Betriebsmittel zuteilen und seine Resultate auswerten musste. Ich hatte jedoch nicht die Ermächtigung, ihm seine jährliche Leistungsbewertung zu erteilen. Hansen wurde nie ein “Maulkorb” erteilt, obwohl er amtliche Agenturposition der NASA bzgl. der Klimavoraussagen verletzte (d.h., wir wussten nicht genug, um Prognosen zum Klimawandel abgeben zu können oder die Wirkung des Menschen auf den Klimawandel beurteilen zu können). Er brachte folglich die NASA in Verlegenheit, indem er 1988 seine Auffassung bzgl. der globalen Erwärmung vor dem Kongress der USA vortrug.”

Hansen ist einer der eindringlichsten Warner vor dem anthropogenen Treibhauseffekt und überbietet sich immer wieder selbst. So stellten sich seine Temperatur-Prognosen aus dem Jahr 1988, welcher er den US-Kongress präsentierte, z.B. als übertrieben heraus. Das GISS hat unter Hansens Leitung mehrere höchst zweifelhafte Schritte zur „Korrektur” von Klima-Daten hin auf die von Hansen vertretene Prognose katastrophaler globaler Erwärmung vorgenommen.

Auf der AGU-Tagung in Dezember 2008 erklärte Hansen gar einen venusartigen “Runaway Greenhouse Effect” für möglich. Ein sich verselbstständigender Treibhauseffekt, bei dem sich verschiedene Rückkopplungsmechanismen im Klimasystem soweit aufschaukeln, dass es zu weitaus höheren Temperaturen kommt, als bisher angenommen (Venus-Syndrom).

Weiter verkündete Hansen, dass ein sicheres CO2-Level nicht mehr als 350 ppm (CO2-Teilchen pro Millionen Luftteilchen) betragen dürfe. Das langzeitige CO2-Level. Dieses haben wir bereits deutlich überschritten. Aktuell liegen wir bei 395 ppm, also um 45 ppm über diesem Level.

Hansen geht mit seinen Forderungen aber noch weiter. Er engagiert sich als Demonstrant gegen Kohlekraftwerke (u.a. bei -6°C Außentemperatur) und wurde deshalb mehrfach von der Polizei festgenommen. Er fordert eine CO2-Besteuerung und propagiert den Neubau von “sicheren” Kernkraftwerken, der neusten Generation. Alles, um den CO2-Emissionen und der Klimaerwärmung Einhalt zu gebieten.

Hansen: “Die essentielle Voraussetzung, um die Klimakatastrophe abzuwenden, ist CO2 freie Elektrizität. Zur Zeit gibt es zwei grundsätzliche Alternativen für die Grundversorgung mit Elektrizität: Fossile Brennstoffe und Kernkraftwerke. Jeder Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, das heißt die Abschaltung eines AKW, gefährdet die Zukunft unserer Kinder.”

Nun kann sich Hansen seinem Kampf gegen die Erderwärmung und gegen Kohlekraft voll und ganz widmen.

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98 Kommentare
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  1. Jeder Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, das heißt die Abschaltung eines AKW, gefährdet die Zukunft unserer Kinder.”

    Wow, letztendlich outet sich die Atomlobby als Geldgeber der Alarmisten ! Es ging gar nicht um die Erderwärmung, sondern es war ein Kampf gegen „Big-Oil“. Goliath gegen Goliath.
    Eines muss man der Atomlobby ja lassen, genügend Trottel zu finden die das Märchen vom Hockeyschläger und Weltuntergang glauben, das war nicht schwer.

    Bin mal gespannt, wie sich die Hansen-Fans jetzt verhalten.

  2. @ sonnenanbeter:
    Das hat die Kernkraftlobby doch gar nicht nötig. Irgentwelche Trottel zu finden ist doch eher der Stil der Ökoenergiewarmisten…was- auch- immer-Lobby.
    Hier mal ein Auszug aus einem Artikel, Mitzeichner: Sven Teske,, „Klimaexperte“ bei Greenpeace:

    „Tausende Windkraft- und Sonnenanlagen wurden im vergangenen Jahr zeitweise abgeschaltet, damit klimaschädlicher Atom- und Kohlestrom ungehindert durch die Leitungen strömen konnte. Der Grund: Atomkraftwerke sind nicht ohne Weiteres regelbar, ihr Strom verstopft regelmäßig die Netze. Um die Klimakiller Kohle und Atom vom europäischen Energiemarkt zu verbannen, muss in den Mitgliedsstaaten ein politischer Rahmen geschaffen werden. Mit der Laufzeitverlängerung setzt die deutsche Regierung das falsche Signal an Europa“.

    Und für die Abmahnlobby: Quelle: Grennpeace

  3. @Sonnenanbeter
    „Wow, letztendlich outet sich die Atomlobby als Geldgeber der Alarmisten ! Es ging gar nicht um die Erderwärmung, sondern es war ein Kampf gegen “Big-Oil”. Goliath gegen Goliath.
    Eines muss man der Atomlobby ja lassen, genügend Trottel zu finden die das Märchen vom Hockeyschläger und Weltuntergang glauben, das war nicht schwer.“

    Koennten Sie sich denn vorstellen, dass die Nuklearfreaks sich irgendwie mit den Klimahorrorerfindern kurzgeschlossen haben? Ich finde Ihre These sehr ueberzeugend. Vielleicht sollte man auch mal auf dem Privatkonto von diesem Herrn Hansen nachschauen. Was meinen Sie?

  4. @Heinz
    „Ja es wird spannend, im Zusammenhang mit Climategate 3.0 erscheint der Rücktritt James E. Hansen in einen völlig anderem Licht, will sich da jemand aus der Schusslinie nehmen?“

    Ja, das hoert sich ziemlich plausibel an. Der Hansen war ja in dutzenden Mails in den beiden ersten Climategate-Faellen dabei. An was denkst du denn, Heinz? Vielleicht bekommt der Hansen von den gleichen Leuten Geld wie der Phil Jones oder wie der heisst. Kannst du dir das vorstellen?

  5. @Hoffmann

    Eine kleine Geschichte.

    Man sollte nicht vergessen, wo der Anstoß zur Klimadiskussion herkam: Er kam eben nicht vom links-alternativen Ende des politischen Spektrums, sondern vom konservativen.

    In Deutschland fing alles genau am 22. Januar 1986 an, einige Jahre bevor es in Amerika losging und ebenfalls einige Jahre bevor das UN Klimagremium seinen ersten Bericht ablieferte, nämlich im Jahre 1990. Deutschland war in dieser Hinsicht tatsächlich der Welt einige Jahre voraus. Was geschah am 22. Januar 1986? Pressekonferenz der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Bonn: „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ Die DPG sollte ein eingetragenes Warenzeichen für den Begriff „Klimakatastrophe“ beantragen, sie war wohl die erste Gruppierung, die diesen Begriff prägte, der in der Folgezeit zu einem Haushaltsbegriff wurde. Man mag sich fragen, wieso gerade die DPG vorpreschte in dieser Angelegenheit, die ja an sich für sie etwas fachfremdes war und von der Zuständigkeit eher in den Bereich meteorologischer berufsständischer Organisationen fallen wurde; eine Hinweis gibt eventuell die Liste der Signatoren dieser Erklärung („Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“).

    Man findet relativ viele in der Atomphysik tätige Physikprofessoren, und zudem wurde die Bonner Erklärung vom Arbeitskreis Energie der DPG verfasst. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, aber Fakt ist wohl, das die Kernenergie (wohlgemerkt, wir schreiben Januar 1986, Tschernobyl war im April 1986!) in einigen Kreisen nicht besonders wohlgelitten war und die in dem Bereich Tätigen nach Argumenten für die Kernenergie suchten. …

  6. @Mueller
    „Man findet relativ viele in der Atomphysik tätige Physikprofessoren, und zudem wurde die Bonner Erklärung vom Arbeitskreis Energie der DPG verfasst. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, aber Fakt ist wohl, das die Kernenergie (wohlgemerkt, wir schreiben Januar 1986, Tschernobyl war im April 1986!) in einigen Kreisen nicht besonders wohlgelitten war und die in dem Bereich Tätigen nach Argumenten für die Kernenergie suchten“

    Ja das klingt plausibel. Glauben Sie dass die Kernenergie sogar direkt auf die Meteorologen EInfluss genommen hat? Am 22 Januar 1986 also wurde das mit der Klimaluege angestossen. Ist ja echt der Hammer. Und kaum einer weiss das. Sowas sollte viel oefter in den Medien berichtet werden, Warum ziehen die Medien da nicht mit und zeigen dass die Kernenergietypen unter einer Decke mit diesen Greenpeacetypen aus der Klimaluegner-Ecke zusammenhaengen. Tolle Analyse auf jedem Fall.

  7. @Hoffmann

    Der Hansen war ja in dutzenden Mails in den beiden ersten Climategate-Faellen dabei.

    Genau gesagt zwei an Phil Jones im ersten Datensatz. Aber woher wissen Sie das. Nach eigenen Bekunden haben Sie sich nie die Climategate-Mails angeschaut. 😉

  8. @Hoffmann

    Tolle Analyse auf jedem Fall.

    Nicht meine. Hier die Links:

    http://climatetruth.com/historisch-politisches_21.php

    http://climatetruth.com/home_31.php

  9. @Mueller

    Kann man an den zwei Mails schon ungefaehr absehen, warum er zurueckgetreten ist?

    Genau, climatetruth. Die ganze Wahrheit muss raus! Super Analyse abgeschrieben!

  10. Herr Heller

    halten Sie das denn auch fuer plausibel was der Herr Mueller hier schreibt, naemlich, dass die ganze Klimawandelluege auf eine Art Verschwoerung der Kernenergiemafia gegen big fuel (nicht big fool of course) beruht?
    Nachdem ich die Analyse von Herrn Weber vom Braun und Steinkohleverband gelesen habe, die der Herr Mueller hier dankenswerterweise wiederhohlt hat, komme ich doch ins Gruebeln.

  11. @Hoffmann

    Die Geschichte von 1986 ist doch nun wirklich altbekannt. Ihnen etwa nicht?

  12. @Hoffmann

    halten Sie das denn auch fuer plausibel was der Herr Mueller hier schreibt

    Gogglen Sie doch mal:

    http://tinyurl.com/ctc36st

  13. @Hoffmann

    Ich hatte dazu auch schon einen Artikel hier verfasst:

    Die DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) hatte im Januar 1986 eine „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ herausgegeben. Die Presseinformation der DPG hatte folgenden Wortlaut: „Der Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. warnt in beiliegender Schrift eindringlich vor einer nahen, drohenden Klimakatastrophe. Bedingt wird diese durch den weltweit rapide steigenden Gehalt der Luft an Kohlendioxid und einigen weiteren Spurengasen. Der Arbeitskreis Energie der DPG lädt Sie ein zu einer Pressekonferenz am Mittwoch, 22. Januar 1986, 15 Uhr in Bonn, Hotel am Tulpenfeld, Heussallee 2.“

    Diese „Warnung” wurde von den Medien aufgegriffen und am 11. August 1986 von dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zu einem politischen Problem erhoben, denn als Folge anhaltender Treibhausgasemissionen sollte der Meeresspiegel ansteigen, um den Kölner Dom in den Nordseefluten versinken zu lassen.

    So zeigte DER SPIEGEL auf der Titelseite den Kölner Dom in den Nordseefluten versinken. Erst danach wurde die Politik auf das Phänomen “Klimakatastrophe” aufmerksam.

    http://www.science-skeptical.de/blog/wie-die-grunen-die-%E2%80%9Cklimakatastrophe%E2%80%9D-fur-sich-entdeckt-haben/002458/

  14. @Mueller
    Ganz genau. Das ist auch der erste Artikel in der Google Liste. Der zweite ist der von Herrn Weber und der dritte ist von Herrn Thuene mit der Ueberschrift: Physikalische Widerlegung des Treibhauseffekts. Wie gesagt, das muss alles weitaus groeszere Verbreitung finden. Der 22 Januar 1986. Das ist schon ein starkes Stueck. Bazillionen von Euros werden sinnlos verbraten und an diesem Tag wurde das von einer kleinen Gruppe von Kernphysikern angestossen. Man kann da schon von einer Art Verschwoerung sprechen, oder was meinen Sie?

  15. @ Georg Hoffmann

    naemlich, dass die ganze Klimawandelluege auf eine Art Verschwoerung der Kernenergiemafia gegen big fuel (nicht big fool of course) beruht?

    Niemand hält es für plausibel dass die ganze Klimawandellüge(?!?) auf eine Verschwörung zurück zu führen ist. Formulieren Sie bitte Ihre Fragen anders, einen derartigen Stil mögen wir hier nicht.

  16. @Quentin
    Oh, das moegen wir hier nicht. Entschuldigung, dann natuerlich. Aber woher wissen Sie, dass das niemand fuer plausibel haelt. Anyhow. Hier die hoeflich und in gutem Stil formulierte Frage an den lieben Herrn Mueller:

    Halten Sie es fuer moeglich, dass die halbe Klimawandelluege auf eine Art Verschwoerung der Kernenergiemafia gegen big fuel (nicht big fool of course) beruht?

  17. @Mueller
    „Gogglen Sie doch mal:“

    habe ich gerade gemacht. Also der erste Artikel ist ihrer hier auf Science Skeptikal, der zweite Artikel ist von Herrn Weber vom Steinkohleverband und der dritte ist von Herrn Thuene mit der Ueberschrift: Physikalische Widerlegung des Treibhauseffekts.

    So oder so, sollte diese Geschichte noch viel weiter verbreitet werden. Gute Arbeit!

  18. @Hoffmann

    Halten Sie es fuer moeglich, dass die halbe Klimawandelluege auf eine Art Verschwoerung der Kernenergiemafia gegen big fuel (nicht big fool of course) beruht?

    Es handelt sich hier natürlich um keine Verschwörung. Die Ereignisse und Tatsachen sind doch gut belegt.

    Die DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) hatte im Januar 1986 eine „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ herausgegeben. Die Presseinformation der DPG hatte folgenden Wortlaut: „Der Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. warnt in beiliegender Schrift eindringlich vor einer nahen, drohenden Klimakatastrophe. Bedingt wird diese durch den weltweit rapide steigenden Gehalt der Luft an Kohlendioxid und einigen weiteren Spurengasen. Der Arbeitskreis Energie der DPG lädt Sie ein zu einer Pressekonferenz am Mittwoch, 22. Januar 1986, 15 Uhr in Bonn, Hotel am Tulpenfeld, Heussallee 2.“

    Die Unterrichtung erfolgte durch den Bonner Physikprofessor Dr. Klaus Heinloth. Dem Arbeitskreis selbst gehörten 18 Personen an. Man findet relativ viele in der Atomphysik tätige Physikprofessoren.

    Und wenn Sie Besseres wissen, dann bitte her damit. 😉

  19. @ Hoffmann:

    Ich kann nicht erkennen, wo Herr Krüger von einer Verschwörung spricht. Es handelt sich letztendlich immer um sich selbst auf Zeit organisierende gesellschaftliche Interessengruppen, die Themen für sich instrumentalisieren. Das machen alle, ob Umweltverbände, die Industrie oder die Politik. Die Verbindung zwischen den Interessen der kerntechnischen Industrie und der Klimathematik ist alt und evident. Sie zieht sich bis heute durch alle möglichen Veröffentlichungen. Man denke nur an das Fracking-Verbot in Frankreich oder an die Kampagne „Deutschlands ungeliebte Klimaschützer“, die mit großem Aufwand und erheblichen Summen bis Fukushima betrieben wurde. Ich möchte auch an den „Energiepolitischen Appell“ erinnern.

    Der „deutsche Hansen“, Schellnhuber, war auch mal Anhänger der Kernenergie. Ich habe ihn selbst mal auf einer Veranstaltung erlebt, auf der er das hohe Lied der CO2-freien Stromproduktion durch Kernenergie gesungen hat.

    Einige hochrangige Politiker der CDU haben über Jahre hinweg das Festhalten an der Kernenergie in genau dieser Weise begründet (angefangen bei Kohl (steht in seinen Memoiren) bis Hintze und Pofalla). Usw. usf.

    Wo also ist Ihr Problem? Nirgends im Artikel oben steht, Hansen wäre ein bezahlter Lobbyist oder so etwas. Wieso konstruieren Sie so etwas? Es ist doch eigentlich eine völlig logische Haltung, Kohlekraftwerke durch Kernkraftwerke zu ersetzen, um Emissionen zu reduzieren. Unsere Anti-AKW-Lobby dagegen agiert auch hier (wie in so vielen Fällen) eben irrational.

    Hansen ist von der Klimkatastrophe überzeugt. Hier irrt er zwar, aber zumindest zieht er aus seinem Irrtum die richtigen Schlüsse. Es gibt in den USA eben eine starke Fraktion, die das Risiko einer Klimakatastrophe genau nicht durch Beschränkung von Innovationen, durch Reduzierung von Möglichkeiten, sondern durch mehr Fortschriit senken will. Nordhaus, Shellenberger, Pielke jr. und auch Hansen sind hierfür Beispiele (auch wenn die Genannten nicht kooperieren). Das ist erstens offensichtlich, zweitens keine große Sensation und drittens keine Verschwörung.

    Was mir an Ihnen dagegen immer wieder auffällt ist, daß Sie bei uns Dinge zu lesen glauben, die wir gar nicht geschrieben haben.

  20. @Heller

    Hach, das ist aber auch alles kompliziert. Also am 22 Januar 1986 hat sich die DPG getroffen und in weiser Vorausahnung von Tschernobyl, wie der Herr Mueller schreibt, und, wie sie sagen, als sich organisierende gesellschaftliche Interessengruppen, das Thema Klimawandel fuer sich instrumentalisiert. Ist es so jetzt richtig?

  21. @Hoffmann

    Nachtrag:

    Prof. Dr. Klaus Heinloth war später übrigens Mitglied im IPCC. Von 1984 bis 1985 leitete er die Fachgruppe Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

    Dann wünsche ich noch eine gute Nacht.

  22. @Hoffmann

    Ihre Interpretationen sind doch schon sehr merkwürdig. 😉

    Dann wünsche ich noch eine gute Nacht.

  23. Jetzt wo ich so darueber nachdenke, ist die DPG ja nicht nur eine Interessengruppe, es ist ja auch eine Vereinigung von Physikern. Kann man eigentlich ganz ausschliessen, dass die Position der DPG wie auch ALLER nationalen Akademien der WIssenschaften und groeßeren Wissenschaftsorganisation in der ganzen Welt, die sich ja alle sehr aehnlich zum Klimawandel geaeussert haben, dadurch beeinflusst ist, dass sie eben alle eine gemeinsame physikalische Einsicht in das Problem des Klimawandels teilen?
    Na, das kann ja an sich nicht sein. Das sind sicher alles Interessengruppen, die instrumentalisieren.

  24. @Heller
    Ich muss das hier wohl missverstanden haben:“Wow, letztendlich outet sich die Atomlobby als Geldgeber der Alarmisten ! Es ging gar nicht um die Erderwärmung, sondern es war ein Kampf gegen “Big-Oil”. Goliath gegen Goliath.“

    Gerade dachte ich so, dass die DPG ja nicht nur eine Interessengruppe darstellt, wie Sie sie nennen, sondern dass die DPG auch eine Vereinigung von, hmm nu ja, Physikern ist. Kann es nicht sein, dass die DPG genau wie ALLE nationalen Akademien der Wissenschaft und ALLE groeszeren Wissenschaftsorganisationen weltweit deshalb zur Einschaetzung des anthropogenen Klimawandels als wissenschaftliches Fakt gekommen ist?

  25. Mensch ist das Frustrierend hier zu posten. Dagegen ist unser Spamfilter reines Laisser Faire.

  26. @Georg
    Ach weißt Du, ich glaube, die Atomkraftlobby wird einfach überbewertet……olle Hansen will ja jetzt den 108% Aktivisten geben, dat geht als Cheffe von NASA-Klimadingens natürlich nicht.
    Ich erwähnte nur den zeitlichen Zusammenhang…………Bauchgefühl und so, dat kann wat heißen oder kann auch völlig an den Axel-Haaren herangezogen sein…wer weiß dat schon.
    Grins…Du stehst anscheinend auch ganz dolle auf VT……..oder?

    E-O…oder Onkel Heinz

  27. @Georg der Spam-Fan
    Nun ja…..4 Kommentare im Spamfilter…….ich glaub, der macht hier Gesichtskontrolle…..oder so ähnlich.
    JAA, gelegentlich nervt der echt……kenn ick aus eigener Ansicht nur zu gut, hab Geduld, dat Krügerlein wird die bestimmt als Autor freigeben…..oder unsere Admins.

    Dafür hackt Dein Spamfilter drüben alles wech, wat mehr als ein Link hat….dat nenn ick ausgleichende Gerechtigkeit.
    Grins und janz weit wech.
    H.E.

  28. Es gibt in den USA eben eine starke Fraktion, die das Risiko einer Klimakatastrophe genau nicht durch Beschränkung von Innovationen, durch Reduzierung von Möglichkeiten, sondern durch mehr Fortschriit senken will. Nordhaus, Shellenberger, Pielke jr. und auch Hansen sind hierfür Beispiele (auch wenn die Genannten nicht kooperieren).

    Das ist genau das Problem hier in Deutschland. Fortschritt, der meiner Meinung nach ohne Wachstum nicht möglich ist, wird mit Bezug auf die Klimakatrasthrophe und die Unbeherrschbarkeit der Kernkraft verhindert. Wir stehen nun mal vor einer Entwicklung, die 10 Milliarden + Menschen auf dieser Erde ein auskömmliches Leben ermöglichen muss. Mittelfristig können wir da sicher nicht auf die Nutzung fossiler Energien verzichten. Wenn Klimawissenschaftler wie Herr Hoffmann oder Herr Hanssen Recht haben, dann müssen wir sehen, wie wir mit einer sich erwärmenden Erde zurecht kommen. Dass das Klima bei den zu erwartenden Treibhausgassteigerungen wirklich umkippt, gehört sicher in den Bereich von kreativen Phantasien. Mit archaischen Technologien erreichen wir nur Zusammenbruch und dann Wehe unseren Kindern.

  29. @Heinz
    „Ach weißt Du, ich glaube, die Atomkraftlobby wird einfach überbewertet“ Ja was denn nun? Esrt hat sie die Physiker Deutschlands dazu gebracht die Klimakatastrophe zu instrumentalisieren und jetzt das.

    „Nun ja…..4 Kommentare im Spamfilter…….ich glaub, der macht hier Gesichtskontrolle…..oder so ähnlich.“

    Irgendeine Chance, dass du diese Kommentare nochmal aus dem tiefen Spamkeller hervorhohlst?

  30. Lieber Himmel,

    hier geht’s ja zu wie im Anstaltsblog des Herrn Hoffmann.

    Offenbar geniesst er seinen neue Taktik, Sachlichkeit strikt zu vermeiden, um sich keine Blöße zu geben, und dafür um so lautstärker zu keifen.

    UInd leider wird dieser Troll dann auch noch gefüttert…

  31. Lieber Herr Heller,

    sie schreiben in #18 an Herrn Hoffmann:

    „Was mir an Ihnen dagegen immer wieder auffällt ist, daß Sie bei uns Dinge zu lesen glauben, die wir gar nicht geschrieben haben.“

    Einige Klimawandelforscher üben sich eben nicht nur in Physik, Statistik, Geographie, Experimenten, Modellsimulationen, etc, sondern auch in der Interpretation von anderen Menschen, ihren Aussagen und Texten.

    Deshalb findet man in einem neuen Buch über Klimawandelforschung zum Klima als physisches System auch das Kapitel 10: Part X Understanding Climate Change Denial

    Climate Change Science: A Modern Synthesis: Volume 1 — The Physical Climate [Englisch] [Gebundene Ausgabe]
    Das ist dann Hermeneutik in der Klimawandelforschung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

    Hermeneutik

  32. @ Tritium

    Troll würde ich es vielleicht nicht nennen, da er unter seinem richtigen Namen auftritt. Aber alles andere stimmt völlig. Ich habe auch den Eindruck, ihm geht es nur ums Krawall machen. Und Provokationen. Es gibt zum Beispiel keinen Müller hier, falls er wissen sollte welcher Klarnamen sich hinter dem einen oder andern Nick verbrigt, so hat er darüber zu schweigen und seine Gesprächspartner mit dem Namen anzureden mit dem sie hier angemeldet sind. Aber das will er nicht, er möchte provozieren, schön ist, dass keiner darauf eingeht. Aber Peter hat es auch richtig ausgedrückt:

    Was mir an Ihnen dagegen immer wieder auffällt ist, daß Sie bei uns Dinge zu lesen glauben, die wir gar nicht geschrieben haben.

    Genau da ist der Fall, und deswegen ist er möglicherweise doch ein Troll. Was auch immer, auf jenden Fall hat ein unmögliches Benehmen.

  33. Ich habe die vier Kommentare von Herrn Hoffmann mal freigeschaltet. Ich glaube, er denkt, Michael Krüger wolle sagen, daß die „Atomlobby“ die „Klimakatastrophe“ erfunden hätte. Ist mir ein Rätsel, wo er das gelesen zu haben glaubt.

    zu #24:

    Ich muss das hier wohl missverstanden haben:”Wow, letztendlich outet sich die Atomlobby als Geldgeber der Alarmisten ! Es ging gar nicht um die Erderwärmung, sondern es war ein Kampf gegen “Big-Oil”. Goliath gegen Goliath.”

    Das hat aber Sonnenanbeter in #1 geschrieben und nicht Herr Krüger. Autoren sind nun mal nicht für die Kommentare Dritter in Haftung zu nehmen. Ich weiß auch nicht, Sonnenanbeter, wie Sie darauf kommen. Das steht jedenfalls nicht im Artikel.

  34. Ich denke der interessanteste Satz von Hansen in dem Artikel ist der folgende:

    „Hansen: “Die essentielle Voraussetzung, um die Klimakatastrophe abzuwenden, ist CO2 freie Elektrizität. Zur Zeit gibt es zwei grundsätzliche Alternativen für die Grundversorgung mit Elektrizität: Fossile Brennstoffe und Kernkraftwerke. Jeder Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, das heißt die Abschaltung eines AKW, gefährdet die Zukunft unserer Kinder.”

    Haben Sie dafür das Orignalzitat Herr Krüger?

    Hansen’s Schlußfolgerungen scheinen mir konsequent und konsistent zu sein. Das kann ich respektiere, auch wenn ich politisch nicht seiner Meinung bin.

    Das ist eine ganz andere Qualität als das was man bei uns so inkonsistentes aus der EnergiewendelKlimawandelTransformationideologel-Ecke so liest.

  35. Führender US-Klimawissenschaftler spricht sich für zivile Nutzung der Kernenergie aus

    Das wäre doch mal eine interessante Schlagzeile für den grünen bundesdeutschen Systemmedienmainstream. Wird aber garantiert nicht kommen. Da sei die politisch-korrekte dpa davor. Unserer wendehälsigen Klima- und Anti-Atom-Kanzlerin dürfte das frischgefönte Haar zu Berge stehen wenn Sie folgendes lesen würde: (Zitate von James Hansen)

    According to the latest assessment by the United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR), 43 deaths are conclusively attributable to radiation from Chernobyl as of 2006 (28 were plant staff/first responders and 15 were from the 6,000 diagnosed cases of thyroid cancer). UNSCEAR also states that reports of an increase in leukemia among recovery workers who received higher doses are inconclusive, although cataract development was clinically significant in that group; otherwise, for these workers as well as the general population, “there has been no persuasive evidence of any other health effect” attributable to radiation exposure.

    The absence of evidence of large mortality from past nuclear accidents is consistent with recent findings that the “linear no-threshold” model used to derive the nuclear mortality factor in Table 1 (see ref 22) might not be valid for the relatively low radiation doses that the public was exposed to from nuclear power plant accidents.

    Ich werde das mal in Form einer Email an die grüne Agitprop-Kloppertruppe von 3SAT/Nano schicken.

  36. ZEIT: Zu Ihren Kritikern gehören aber auch Umweltaktivisten. Etwa weil Sie für Atomkraft eintreten. In Deutschland feiert die Umweltbewegung den Plan, alle Atomkraftwerke abzuschalten .

    Hansen: Das ist eine emotionale und irrationale Entscheidung. Das zeigt sich schon daran, dass der Anlass eine Reaktion auf das Unglück in Fukushima war. Neuere Generationen von Kernkraftwerken haben ein Kühlsystem, das ohne Elektrizität auskommt. Die Debatte über die Atomenergie erinnert mich an die Luftfahrt. Flugzeugunglücke machen Schlagzeilen, dabei ist das Flugzeug erwiesenermaßen das sicherste Verkehrsmittel. Für China und Indien wird es ohne Atomenergie nicht möglich sein, auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

    http://www.zeit.de/2011/44/GL-Interview-Hansen/seite-2

    Nicht ganz dat gesuchte…….aber doch stark dran.
    H.E.

  37. #35
    Nachtrag:
    Aktuelle James-Hansen-Zitate + Kommentare

  38. „Using historical production data, we calculate that global nuclear power has prevented about 1.84 million air pollution-related deaths…..“
    Prevented mortality and greenhouse gas emissions from historical and projected nuclear power, Pushker A. Kharecha and James E Hansen

    Jetzt nehmen wir doch einmal obiges Zitat und fragen den nächsten Climate-Warrior:

    „Können Sie sich vorstellen, dass der Führer der Klimaerwärmungsbewegung, James Hansen, den Hockeystick veröffentlicht hat, damit nicht so genau Informierte und etwas naive Zeitgenossen ihn indirekt beim Kampf für die Atomkraft unterstützen und dass die Atomlobby und Regierungen ihn zum Dank dafür finanzieren ?“

    * Hansen diskreditiert
    * Klimawandelfreunde als Mitläufer der Atomlobby dargestellt
    * „Big-Oil“ Argument gekontert
    * Keil in die Grüne-Liga getrieben

    Welch ein schönes Wochenende. „Atomkraft- Hansen“ wird mein Lieblingsargument und der Stachel im grünen Fell.

  39. @Heller
    „Ich habe die vier Kommentare von Herrn Hoffmann mal freigeschaltet. Ich glaube, er denkt, Michael Krüger wolle sagen, daß die “Atomlobby” die “Klimakatastrophe” erfunden hätte. Ist mir ein Rätsel, wo er das gelesen zu haben glaubt. “

    Haetten Sie mich noch 10 Minuten mit dem Mueller allein gelassen, haette er es auch explizit gesagt, was der Sonnenanbeter ganz richtig auch so verstanden hat.

    Irgendeinen Hinweis warum vier Postings von mir im Filter haengenbleiben (ohne Links und relativ kurz)? Gibt es irgendwelche Sonderzeichen, die man vermeiden sollte?

  40. @sonnenanbeter
    „, James Hansen, den Hockeystick veröffentlicht hat,“
    Hat er nicht, hat nie zu dem Thema geoeffnet und in all den Buechern und Artikeln, die ich von ihm gelesen habe, hat er sich nach meiner Erinnerung nie dazu geaeussert. Zumindest nicht an prominenter Stelle. Kennen Sie die Arbeiten Hansens?

  41. Ach Leute,

    seid doch nicht so kritisch mit dem kleinen Georg, das arme Kerlchen hat halt auf einem Hinterhof einen Kurs in Rabulistik belegt und jetzt will er halt zeigen, was er da so gelernt hat.

  42. Krüger ist o.k. und heist nicht Mueller,
    was brauchen wir Hansen, wir haben doch Hoffmann.

    Es war wohl einer größten Fehlkalkulationen, der vorsichtig ausgedrückt, kernenergienahen Öffentlichkeitsstrategen,
    die völlig unbegründete CO2-Angst gegen die Strahlenangst auszuspielen.

    Wie wird man dieses irrationale Pseudoreligion jetzt wieder los?

    mfG

  43. @Heß

    Haben Sie dafür das Orignalzitat Herr Krüger?

    Ja. Hier:

    http://www.readers-edition.de/2010/06/07/jeder-erfolg-der-anti-atom-bewegung-gefaehrdet-die-zukunft-unserer-kinder/

    2010 hatte ich bei Readers-Edition Artikel über Hansens Einstellung zur Kernkraft veröffentlicht. Seine Pro-Kernkraft-Einstellung wollen mir die Klimaschützer allerdings nicht abkaufen. So hat die Redaktion von R-E ein Interview mit ihm geführt. In diesem Interview hatte er deutlich Stellung bezogen. Aus diesem Interview stammt auch das von mir verwendete Zitat. Einige Klimaschützer glauben allerdings immer noch, dass Hansens Pro-Kernkraft-Einstellung nicht seiner Überzeugung entspricht, sondern ein „Zugeständnis“ an die Republikaner sei. (Aussage Vennecke). Damit wären wir wieder bei den Verschwörungstheorien. 😉

  44. @Hoffmann

    Haetten Sie mich noch 10 Minuten mit dem Mueller allein gelassen, haette er es auch explizit gesagt, was der Sonnenanbeter ganz richtig auch so verstanden hat.

    Da habe ich leider schon geschlafen. 😉

    Und natürlich, ich gehöre zu der Riege der Aliengläubigen, 9/11-Verschwörungstheoretiker, … Was haben Sie denn gedacht? 😉

    Spaß beiseite: Was ich festgestellt habe ist lediglich, dass im Januar 1986 die DPG (der Arbeitskreis Energie) eine Pressekonferenz abgehalten hat, in der erstmals vor einer drohenden Klimakatastrophe gewarnt wurde. Die Unterrichtung erfolgte durch den Bonner Physikprofessor Dr. Klaus Heinloth, der später IPCC-Mitglied wurde. Dem Arbeitskreis selbst gehörten 18 Personen an. Man findet relativ viele in der Atomphysik tätige Physikprofessoren.

    Das Thema wurde erst danach von den Medien (Spiegel im Sep. 1986, Kölner Dom unter Wasser) und schließlich von der Politik aufgegriffen (Enquete Kommission von 1987, die sich der Frage vom Menschen verursachter Klimaveränderungen widmen sollte). Prof. Dr. Klaus Heinloth gehörte übrigens auch dieser Enquete Kommission an. Selbiger Prof. Dr. Klaus Heinloth war auch im Klima-Beirat der Bundesregierung tätig. Für die Vereinten Nationen arbeitete er in den Jahren 1988 bis 1995 im Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) als Delegierter der Bundesregierung und als Lead Author (Leitautor) …

    Also ich glaube das Herr Heinloth gar nicht so recht wusste, was er mit der Pressekonferenz der DPG im Jahre 1986 durch das „Ausrufen einer Klimakatastrophe“ so anrichten würde. Vermutlich wollten er und seine Kollegen aus der (Atom-/ Kernphysik), der Kernkraft nur ein bisschen auf die Sprünge helfen. Die stand ja damals schon, auch vor Tschernobyl, heftig in der Kritik. Also nichts mit Verschwörung. Da haben sich anscheinend Dinge verselbstständigt, die so nicht geplant und vorhersehbar waren! Und dann war es zu spät das Ruder einfach zurück zudrehen.

  45. @Hoffmann, Heller, Kipp

    Interessant ist, dass Prof. Dr. Klaus Heinloth bis zuletzt anscheinend genau die PRO-Kernkaft-Einstellung von Hansen vertreten hat. Ich habe gerade dieses Interview gefunden:

    … Wenn die Energiepolitik so weiterläuft, haben wir das Risiko, dass wir in einigen Jahren gelegentlich Stromausfälle hinnehmen müssen. Um dem zu entgehen fordert die Leopoldina nun, neue Kernkraftwerke in Deutschland zu bauen. Das ist nicht ihr Ernst. Doch. Denn auf der einen Seite müssen wir unbedingt die fossile Energieerzeugung herunterfahren, um das Klima zu schützen. Auf der anderen Seite wächst der Strombedarf hier zu Lande eher. Aus Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Erdwärme lässt er sich aber mit der heutigen Technik zu höchsten 30 Prozent decken. Das mag in hundert Jahren anders sein, wenn wir vielleicht Fusionskraftwerke oder neue Solarzellen und Stromspeicher haben. Aber bis dahin haben wir nur die Möglichkeit, entweder fossile Kraftwerke oder eben Kernkraftwerke zu bauen. Mit all ihren Risiken. Ich halte die Risiken der Kernkraft für kleiner als die Risiken des Klimawandels. Schon in zwanzig Jahren könnte das Klima in Europa dramatisch einbrechen, weil das arktische Eis dann während des Sommers ganz schmilzt, wodurch sich der Golfstrom abschwächt. Bei uns wird es plötzlich so kalt sein, wie gegenwärtig in Nordnorwegen. Wir sollten deshalb in das einsteigen, was wir in Deutschland entwickelt, aber nie genutzt haben, nämlich den Hochtemperaturreaktor (HTR). …

    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/forscher-in-der-leopoldina-fordern-neue-kernkraftwerke--der-physiker-klaus-heinloth-erklaert--warum-rueckwaerts-in-die-zukunft,10810590,10138706.html

  46. @ Sonnenanbeter:

    “Können Sie sich vorstellen, dass der Führer der Klimaerwärmungsbewegung, James Hansen, den Hockeystick veröffentlicht hat, damit nicht so genau Informierte und etwas naive Zeitgenossen ihn indirekt beim Kampf für die Atomkraft unterstützen und dass die Atomlobby und Regierungen ihn zum Dank dafür finanzieren ?”

    * Hansen diskreditiert
    * Klimawandelfreunde als Mitläufer der Atomlobby dargestellt
    * “Big-Oil” Argument gekontert
    * Keil in die Grüne-Liga getrieben

    Welch ein schönes Wochenende. “Atomkraft- Hansen” wird mein Lieblingsargument und der Stachel im grünen Fell.

    Das ist doch Unsinn. Andersherum wird ein Schuh draus. Weil Hansen von der Klimakatastrophe überzeugt ist, fordert er konsequenterweise Kernenergie.

  47. Ergänzend noch zur Pressekonferenz der DPG aus dem Januar 1986, der Spiegelartikel vom Sep. 1986. Dort wurden u.a. die Aussagen der DPG aufgegriffen.

    Das Weltklima gerät aus den Fugen

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519133.html

    Vor einer „weltweiten Klimakatastrophe“ warnte Anfang
    dieses Jahres der „Arbeitskreis Energie der Deutschen
    Physikalischen Gesellschaft“ in einer Stellungnahme,
    die den aktuellen Forschungsstand zusammenfaßt. Wenn
    die Emission der „wärmeisolierenden Spurengase“ nicht
    „ab sofort“ drastisch verringert werde, so die
    Physiker, komme es „vermutlich schon in ein bis zwei
    Jahrzehnten“ zu gravierenden Klimaveränderungen mit
    gefährlichen Folgen für die Erdbevölkerung. …

    „Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit“, schätzt die „Deutsche Physikalische Gesellschaft“ (DPG) in ihrer Denkschrift, sei davon auszugehen, daß „sich die Wärmeisolationswirkung der Atmosphäre innerhalb von 100 Jahren mehr als verdreifacht“ -- die Welt wäre nicht mehr wiederzuerkennen. …

    „Bleibt dabei die natürliche Regelfähigkeit noch erhalten“, fragen die Verfasser der DPG-Denkschrift, „oder kippt das Klima, in einen Zustand um, der die Lebensfähigkeit auf der ganzen Erde bedroht oder gar vernichtet?“

    Immerhin: Die Hälfte der jetzt lebenden Menschheit würde die von den Wissenschaftlern vorhergesagte Klimakatastrophe noch erleben. Die deutschen Physiker, stark beunruhigt, haben ihrer alarmierenden Studie ein paar Ratschläge angehängt, die helfen sollen, das Schlimmste noch rechtzeitig zu verhüten.

    Mit ihren Vorschlägen -- Kernpunkt: „Ab sofort eine Verminderung aller Emissionsraten um zwei Prozent pro Jahr, dies weltweit“ -- wollen sie „den globalen Temperaturanstieg auf maximal ein Grad Celsius“ begrenzen. Zusätzlich fordern sie neue Techniken zur Energieversorgung, die weniger Abwärme freisetzen. Für den Übergang empfehlen sie (Tschernobyl kam ein paar Wochen später) den Einsatz „sicherer“ Kernkraftwerke. …

    Auch Hansen wird im Spiegelartikel zitiert.

    Auf dem Senats-Hearing in Washington hatten die Klimaforscher dramatische Töne angeschlagen: „Im frühen 21. Jahrhundert“, erklärte etwa James E. Hansen vom Goddard Space Flight Center der Nasa, werde „die globale Temperatur höher liegen als irgendwann in den letzten 100000 Jahren“.

    Fazit: Die DPG mit Prof. Dr. Klaus Heinloth setzte also schon damals, wie Hansen es heute auch noch tut, auf Kernkraftwerke zur Vermeidung von CO2-Emissionen. Ist doch schon spannend, dass die Klimadebatte von Kernkraftanhängern wie Heinloth und Hansen angeheizt wurde. Das sollte man den Klimaschützern doch mal um die Nase schmieren. 😉

  48. Vielen Dank Herr Krüger,
    das wäre also geklärt. Komischerweise wird beim „Klima“ immer Kritik ohne Wissen geäußert.

    Es ist ja wissenschaftlich keineswegs unseriös, sich für Kernkraft einzusetzen.
    Es sollte allerdings mit seriösen Argumenten geschehen
    und hier wiederhole ich mich.
    Die Angst vor der nicht vorhandenen Schädlichkeit von CO2 ist völlig bescheuert und rächt sich natürlich durch laufende Fehlprognosen. Die kann man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Das unverbesserliche Predigen von einem gefährlichen CO2-Treibhaus macht ihn also zum Scharlatan.

    mfG

  49. @Heller

    Das ist doch Unsinn. Andersherum wird ein Schuh draus. Weil Hansen von der Klimakatastrophe überzeugt ist, fordert er konsequenterweise Kernenergie.

    Vielleicht denken Sie mal ein wenig politischer. Argumentativ gehen Greenpeace & Co deutlich dreister mit der Wahrheit um. Eine Argumentation allerdings mit „Das ist doch Unsinn“ zu beginnen, finde ich niveaulos.

    @Hoffmann

    Kennen Sie die Arbeiten Hansens?

    Die Projektionen von 1988 haben mein Interesse frühzeitig erlahmen lassen. Wie ich heute feststelle, mit gutem Grund.

  50. @ Sonnenanbeter:

    Eine Argumentation allerdings mit “Das ist doch Unsinn” zu beginnen, finde ich niveaulos.

    Gut, ich wollte nur höflich sein. Gerne: Das ist idiotisch. Besser so?

    Ich hatte ein wenig den Verdacht, Sie wollten absichtlich provozieren. Aber Sie scheinen es ja ernst zu meinen:

    Vielleicht denken Sie mal ein wenig politischer. Argumentativ gehen Greenpeace & Co deutlich dreister mit der Wahrheit um.

    Es ist immer klug, seinen Gegner für intelligenter zu halten, als sich selbst. Dann läuf man nicht so leicht Gefahr, sich lächerlich zu machen.

  51. @Heller

    Gut, ich wollte nur höflich sein. Gerne: Das ist idiotisch. Besser so?

    Leicht reizbar und die Sprache der Strasse. Den Rest des Lebenslaufes kann ich mir denken.

  52. So, können jetzt alle rhetorisch mal wieder ein wenig abrüsten? Es gibt genug Sachthemen über die es zu diskutieren lohnt. Mutmaßungen über den Geisteszustand Anderer sind sicher nicht hilfreich, und ganz bestimmt überhaupt nicht zielführend.

  53. @Paul
    Sach mal, musste jeden Thread mit Deiner Klima-Theorie okkupieren?
    Kleiner Tip dazu…schreib einen Artikel wie Du dat so siehst und stell das hier bei ScSk zur Diskussion……oder tob Dich wegen mir in der Plauderecke aus.
    Langsam nervt es.

    @All
    Lasst doch endlich mal den Scheiß mit der Atomlobby und diversen VT…….dat hat rein garnix mit Hansen zu tun, ist oft genau der Müll, den uns die AKW-Gegner einimpfenden wollen………..ihr vergesst nämlich eins in Deutschland……es war die SPD, die 1956/57 gegen den erklärten Willen der CDU/CSU den Einstieg in die Kernkraft beschlossen hat.
    Und guck euch heute die Sozis an, dat ganze Gegenteil von damals……

    Wer den Lebenslauf des Herren Hansen verfolgt hat……für den ist auch klar, dat er als aktivistischer Klimawarner, der vom AGW zu 108% überzeugt ist, in die CO2 arme Kernkraft eine Alternative zum schrecklichen Klimagau sieht.

    Bisher sind derart viele Nebelkerzen hier rumgeflogen, das kein Einziger die wirklich wichtige Frage gestellt hat…….Warum ist Hansen freiwillig gegangen????

    Dat Alter kann es ja wohl nicht sein, so wie der auf den Demos rumrennt, scheint sein Körper wohl noch ziemlich fit zu sein.
    Um besser den Aktivisten spielen zu können?…..Bullshit, hat ihn bis dato auch net gestört, wat sein Arbeitgeber denkt.
    Zumal in seiner eigenen Logik sein Einfluss im Institut weit aus besser war, den Alarmismus unters Volk zu jubel….und nicht aus ner ollen Blockhütte heraus.
    Die eigentlich Frage ist….wurde ihm nahegelegt „freiwillig“ zu gehen……gedenkt man ein Paradigmenwechsel bei der NASA, wo er nur stört?
    Oder aber…..im Zuge der Veröffentlich des Passwortes, um die 220.000 Mails decrypten zu können……möchte die NASA schaden vom Institut abwenden, weil ja Hansen dann wech ist?

    Ach übrigens Georg, bevor Du mir wieder süffisant an den Kopp knallst, dat ick schon wieder ne neue VT durchs Dorf jage……tue mir den Gefallen als Insider…….und horch mal wat in Hansens Institut gerade personell abgeht.
    Dann kann ick immer noch eine meiner Thesen ad Akta legen……wie gesagt, dat sind reine Vermutungen, die mir wieder mal in der Badewanne eingefallen sind, mehr nicht.

    Peace
    H.E.

  54. @ Rudolf,

    ein Problem was meines Erachtens die Ökos hierzulande haben, und auch deren Gegner, dass sie fast alle Narrative, Argumentationsstränge, auf die spezielle deutsche Situation beziehen. Und hierzulande ist es nun mal undenkbar als Öko gleichzeitig pro Kernkraft zu sein. In Deutschland ist es ebenso unmöglich, die Klimawandeldiskussion ohne den Hintergrund der Ökobewegung zu betrachten, und da ist der Oberbegriff Nachhaltigkeit entscheidender. Der Ökologismus ist der bestimmende Faktor, nicht die Ansichten der Skeptiker und Alarmisten in der Klimadiskussion.

    Speziell in den USA scheint das ein wenig anders zu sein. Weshalb man dort auch viel offener ist, Lösungsmöglichkeiten von (vermuteten) Problemen auf technisch-wissenschaftlicher Basis zu suchen. Und deshalb sind die Vorschläge von Hansen, oder auch Hargraves, und vieler anderer, zum weiteren Ausbau der Kernkraft auch kein Versuch einen Keil in die grüne Liga zu treiben, sondern nur logische Konsequenz ihrer Erkenntnisse. Hansen & Co. sind keine Uboote oder initiieren irgendwelche versteckte Kampagnen oder wollen etwas verschleiern.

    Der Fehler in der falschen Einschätzung Hansens kann dadurch entstehen, weil man sich die Sichtweise der hiesigen Ökos zu eigen gemacht hat, aber Deutschland diesbezüglich eine Sonderrolle einnimmt. Nirgends sonst sind so viele verschiedene Strömungen in der Ökobewegung zusammengeflossen -- von rechts bis links, von Internationalisten bis Heimatverliebten -- wie in Deutschland.

  55. @Heinz Eng, von wegen Peace, hab ich dich angegriffen?
    warum soll ich mich von dir beschimpfen lassen, bin ich schlimmer als Hoffmann?
    Wieso?
    was bitte soll „Pauls Klimatheorie“ sein ???
    Das ist eine SERIÖSE Frage an dich!

    Nun, zum Unterschied zu eurem, „bitte nicht nachfragen-Club“, oder wie sonst
    soll ich euren „Ärger“ verstehen,

    bin ich ein echter Wissenschaftler, der der „Natur“ nicht vorschreibt was sie antworten soll,
    sondern einer, der ihr Fragen stellt und sie selbst antworten lässt.
    Und sie gibt verdammt viele Antworten, die ihr nicht hören wollt!
    Denk mal ernsthaft darüber nach!

    mfG

  56. Peter Heller schrieb am 6. April 2013 09:10

    Ich habe die vier Kommentare von Herrn Hoffmann mal freigeschaltet. Ich glaube, er denkt, Michael Krüger wolle sagen, daß die “Atomlobby” die “Klimakatastrophe” erfunden hätte. Ist mir ein Rätsel, wo er das gelesen zu haben glaubt.

    Das ist doch eigentlich ganz einfach nachzuvollziehen. Wie Sie richtig angemerkt haben, stellte Sonnenanbeter diese Behauptung auf. Herr Hoffmann hakte nach und dann hängte sich Herr Krüger in die Diskussion rein und brachte noch mehr Argumente, die einen Zusammenhang zwischen Atomkrat befürwortenden Physikern und der Klimakatastrophe herstellten. Kann man durchaus als Herr Krüger untermauert die Thesen von Sonnenanbeter interpretieren — mir fällt es ehrlich gesagt schwer, eine andere Erklärung zu finden, und ich habs versucht.

  57. Leute, bitte tut mir den Gefallen, geht bitte nicht aufeinander los. Dann hätten nämlich die Ökologisten das erreicht, was sie erreichen wollen.

    Dann wünsche ich noch eine gute Nacht.

  58. @Heinz Eng

    Ich vermute mal das Hansen ist zurückgetreten, weil ihm die NASA und seine Familie das nahegelegt haben. Zudem ist er für die Ökologisten untragbar geworden, da er so für die Kernkraft eintritt.

    Damit eine gute Nacht.

  59. Heinz Eng schrieb a, 6. April 2013 20:09

    Lasst doch endlich mal den Scheiß mit der Atomlobby und diversen VT…

    Wer den Lebenslauf des Herren Hansen verfolgt hat……für den ist auch klar, dat er als aktivistischer Klimawarner, der vom AGW zu 108% überzeugt ist, in die CO2 arme Kernkraft eine Alternative zum schrecklichen Klimagau sieht.

    🙂
    Unterschreib …

    Bisher sind derart viele Nebelkerzen hier rumgeflogen, das kein Einziger die wirklich wichtige Frage gestellt hat…….Warum ist Hansen freiwillig gegangen????

    Um besser den Aktivisten spielen zu können?…..Bullshit, hat ihn bis dato auch net gestört, wat sein Arbeitgeber denkt.

    Das ist aber einer der Hauptgründe, die er anführte, zumindest laut New York Times. Dort wird angeführt, dass er als Nasa-Angestellter nicht in Gerichtsverfahren auftreten dürfe. Genau das will er aber anscheinend in seiner aktiveren Rolle machen:

    “As a government employee, you can’t testify against the government,” he said in an interview.

    Und es scheint natürlich auch Leute zu geben, die nicht böse sind, dass er geht:

    But those activities, going well beyond the usual role of government scientists, had raised eyebrows at NASA headquarters in Washington. “It was becoming clear that there were people in NASA who would be much happier if the ‘sideshow’ would exit,” Dr. Hansen said in an e-mail.

    Also wohl von allem ein bischen …

  60. Es hat keinen Wert, wir werden den Dr.Paul nicht mehr los. Ich bitte darum alle, diesen Herrn konsequent zu ignorieren. Er zerstört jede Diskussion, weil er immer mit seiner Wahrheit hinein grätscht. Er lässt sich nicht von Erkenntnissuche leiten, wie dass die meisten hier tun, sondern da er schon glaubt die Wahrheit gefunden zu haben, läuft es auf eine penetrante und für mich nicht mehr zu akzeptierende Rechthaberei hinaus.

    Tschuldigung, lieber Günther, Du magst das nicht, aber hier ist ein ad hominem unumgänglich. Sonnst kriegen wir den Typen hier nicht mehr los.

  61. Ähm, wie soll ich anfangen…….Michi…..dat Anti-Kernkraft-Problem haben besonders wir Deutschen, dat ist halt historisch bedingt als Frontnation zwischen 2 feindlichen Systemen.
    Ick glaube, dat ist bei den Amis net so relevant………da is olle Hansen etwas cooler in seiner Meinung.

    @Marvin
    Danke…..bedenke aber trotzdem, das man so einen Mann nich einfach in den Orkus kippt…nein, man lässt ihn einen Abgang, der noch was mit Menschenwürde zu tun hat.
    Wat wir immer wieder vergessen…auch Alarmisten sind Menschen, die sich teilweise wirklich Sorgen um diesen Planeten machen…..denen einfach nur vor den Koffer zu scheißen, macht se einfach nur aggressiv und dat Echo kriegen wir dann postwendend um die Ohren gehauen.

    @Paul
    Ick schreib mich privat mit einen echten Physiker…..der eben nicht Deiner Meinung ist, aber trotzdem als Skeptiker autritt…..ick weiß nich, wen ich von euch Beiden glauben soll…..weswegen Du ja Deine Thesen in einen kompakten Thread bringen sollst, damit sich die Physiker hier mal konzentriert prügeln können.
    Ich mag es aber net, wenn ein Thema verwässert wird, wat ganz andere Dimensionen aufweisen könnte…..nich mehr und nich weniger.

    Und ja…Onkel Heinz bittet alle um Mäßigung….obwohl ich hier nix zu sagen habe, ausser, wenn ick ein eigenen Artikel hinrotze……….hier gehts um Hansen seinen freiwilligen Abgang, nich um Klima und vor allem nich um Atom, basta.

    Onkel Heinz……mal auf den Tisch gekloppt

  62. @Michi oder Admins
    Jetzt hat es meine letzte Antwort erwischt…..büdde mal aus dem Spam holen.
    Danke
    H.E.

  63. Und hierzulande ist es nun mal undenkbar als Öko gleichzeitig pro Kernkraft zu sein.

    Danke ! …..und genau dieses macht das Geschenk „Hansen“ so wertvoll. Man sollte eine Waffe erkennen, wenn man sie in den Händen hält. Wie man selbst zur Atomkraft steht, das ist völlig irrelevant. Ob Hansen von der Atomlobby Geld bekommt oder nicht, auch das ist irrelevant ! Ob das Unsinn ist oder Idiotie -- irrelevant !

    Er „könnte“ Geld bekommen, er ist für Atomkraft und er ist Jünger der Klimakatastrophe (historischer Ausdruck) -- das ist die Waffe !

    Schade, dass Strategien so detailliert erläutert werden müssen, damit es alle verstehen. Ich dachte, dass der Erfolg der „Big-Oil“ Kampagne nachdenklicher gemacht hätte.

  64. @Sonnenanbeter #61
    Was für eine “Big-Oil” Kampagne? Was für ein Erfolg? Ob Hansen hin oder her oder anders gesagt, ob die Kernkraft eine Zukunft hat oder wie lange fossile Energieträger als Brückentechnologie (um mal Neusprech zu benutzen) dienen müssen, wrid sich sicher daran entscheiden, ob der Wohlstand gemehrt werden kann. Wenn Hansen recht hat und CO2-Zunahme dem entgegen steht, dann gibt es wohl ein Manhattan-Projekt zur Kernkraft. Wenn nicht, dann wird sich das entwickeln und solange verbrennen wir Biomasse oder wenn die Intelligenz nicht ganz abhanden gekommen ist vielleicht auch Kohle, Öl oder Gas. Wer weiss auch schon, was noch für ein Potenzial in der Sonnennutzung steckt. Das Problem, dass sie nachts nicht und bei Bewölkung kaum scheint, wird sich aber wohl nicht beheben lassen.

  65. Schade, dass Strategien so detailliert erläutert werden müssen,

    Nun, vielleicht wollen andere gar nicht so viel ‚Strategie‘, sondern einfach nur Erkenntnis?

    ‚Strategie‘ ist in diesem Fall ein Euphemismus für Agitprop; vielleicht etwas ehrlicher als von Seiten der Alarmisten, aber eben doch mit einer Agenda, die zumindest droht, es vielleicht für den ‚guten Zweck‘ mit der Wahrheit nicht allzu genau zu nehmen.
    Da bin zumindest ich nicht dabei.

  66. Hallo Leut’s,

    irgendwie verstehe ich die ganze Aufregung und die Spekulationen nicht.
    Ein Mann im Alter von 72 Jahren, der über Jahrzehnte hinweg an vorderster Front die AGW-Hypothese „erfunden“ und vehement vertreten hat, stellt sein Amt als Direktor eines nicht ganz unumstrittenen Instituts (GISS) zur Verfügung. Naheliegend wäre doch als Grund, dass er ganz einfach die „Schnauze voll hat“ von den ständigen Querelen, oder dass er ganz einfach glaubt, dass es Zeit für einen Jüngeren und Unverbrauchten ist.

    Dass er ein Verfechter der Energiegewinnung aus Kernkraftwerken ist, dürfte ja auch schon so lange bekannt sein, so wie sein „Kampf“ gegen die Kohlekraftwerke und deren Emissionen. Da steht er in der gleichen Linie wie der von den „Grünen“ aller Schattierungen so verehrte Erfinder der „Gaia-Theorie“ James Lovelock und wie der OberPIKadero Schellnhuber.
    Welch Ironie der Ereignisse, zum Anfang seiner Kariere verkündete James Hansen die Erwärmung, um zum Ende seiner Amtszeit den Stillstand der Erwärmung zu bestätigen.
    Na wenn das keine erfüllte Klimaforscherlaufbahn ist?

    Und nein. Ein Atom-Lobbyist war Hansen nicht. Seine Hinwendung zur Kernenergie war ganz einfach die Konsequenz aus seiner ihm eigenen Erkenntnis, dass die Emissionen der Kohleverbrennung insbesondere das CO2 die Erde in eine Klima-Katastrophe treiben, auf der anderen Seite aber für das Bestehen und die Weiterentwicklung der Menschheit eine Gewinnung elektrischer Energie im großen Umfang unerlässlich ist. Interessant ist dabei sicherlich, dass er mit Windmühlen, PV, Biosprit und anderen grünen Scherzen offensichtlich nicht allzuviel im Sinn hatte.

    Wir dürfen in jedem Falle gespannt sein ob und bei welcher Gelegenheit wir wieder von ihm hören. Aber vielleicht ist er ja dann für die Mainstream-Medien und unsere ÖkoPaxe nicht mehr so sehr von Interesse, weil er ja „nichts mehr Großes bewegen kann“.

    meint der Moosgeist

  67. Quentin Quencher schäm dich einfach, für Beleidigung und Unterstellung.
    Es ist immer das sicherste Zeichen, dass man Angst vor Argumenten hat.

    Angst vor Argumenten, Angst vor Argumenten.
    Quentin, dein Verhalten erinnert mich an die Grünen,
    die jetzt die armen Schäfer massiv beschimpfen, weil ihnen wegen der Kälte die Schafe erfrieren!.

  68. @ Dr.Paul #65

    Sie beschweren sich ständig über “ad hominem“ Attacken.
    Könnte es vielleicht daran liegen, dass Sie selbst ohne solche nicht auskommen?

    erlaubt sich der Moosgeist zu fragen

  69. @Straten

    Was für eine “Big-Oil” Kampagne? Was für ein Erfolg?

    Das Skeptiker, zumal wenn sie sich noch öffentlich äussern, alle von „Big-Oil“ finanziert werden, das ist ja in Alarmistenkreisen unbestritten und „Allgemeinbildung“. Dieses Denken homogenisiert die Gruppe und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Man ist sich sicher zu den Guten zu gehören, besonders weil die Gegenseite ja von Gier und ausser Kontrolle geratenem Kapitalismus gesteuert wird. Mit dieser simplen Argumentation schaffen es die Grünen, das die Problematik auch von einfach strukturierten Bevölkerungsschichten und Gelegenheitsinteressierten verstanden wird und diese dann tendenziell den „Guten“ zugeneigt sind.

    Erfolg ? Ja, 15 % Wähler sind ein gigantischer Erfolg.

    Ich bin mir sicher, dass Zahlen, Daten, Fakten nicht über „Klimaerwärmung“ und „Energiewende“ entscheiden werden und ja, das Marketing der Gegenseite ist eindeutig besser !

  70. @ M Krüger #5

    In Deutschland fing alles genau am 22. Januar 1986 an, einige Jahre bevor es in Amerika losging und ebenfalls einige Jahre bevor das UN Klimagremium seinen ersten Bericht ablieferte, nämlich im Jahre 1990.

    Seh ich nicht so. Die CO2-Klimaerwärmung war bereits Ende der 1970er Jahre in westdeutschen Medien angekommen. Es gibt z.B. eine TV-Reihe mit Heinz Haber von 1979, darin heißt eine Episode „Kommt eine neue Eiszeit?“. Er verneint darin die Frage und warnt vielmehr durch Klimaerwärmung durch menschengemachtes CO2. Der berühmte Spiegel-Titel mit dem Kölner Dom unter Wasser war 1986, aber er hat die Diskussion nicht eröffnet, sondern der damals schon bestehenden Kampagne einen kräftigen Nachbrenner angebaut.

  71. Es ist in der Tat sehr, sehr schwierig, den Beginn einer Massenpsychose genau auszumachen.

    Gewiss, manchmal kann man das, wie z.B. beim ‚Waldsterben‘ auf einen ganz bestimmten Menschen und einen ganz bestimmten Termin festnageln.
    Aber täglich werden hunderte potenteill ‚infektiöser‘ Meinungen verbreitet, die jedoch ohne Resonanz bleiben. Man muss sich also vielmehr fragen, weshalb das Umfeld rezeptiv war und wodurch der selbstverstärkende Effekt genährt wurde, der das chaotische System ‚öffentliche Meinung‘ zu einem neuen Attraktor lenkte. da stellt sich natürlich die Frage, ab wann man etwas als Herausragend aus den vielen, vielen Eintagsfliegen bezeichnen kann.
    Vielleicht wird das deutlicher, wenn man einmal das Gegenteil betrachtet:
    Wir sind uns, glaube ich, einig, dass die Klimahysterie in der Abklingphase ist, ihr Höhepunkt liegt sicherlich schon hinter uns.
    Aber was genau war der Höhepunkt?
    Und was hat die Rekonvaleszenz eingeleitet?
    Ich glaube ja, es war der verschneite Globus beim Kopenhagen-Gipfel. Aber natürlich war auch der nur ein Symbol.

  72. @Tritium
    „Wir sind uns, glaube ich, einig, dass die Klimahysterie in der Abklingphase ist, ihr Höhepunkt liegt sicherlich schon hinter uns.
    Aber was genau war der Höhepunkt?“

    Für D wars wohl die Energiewende. Daß ein Atomausstieg, ersteinmal durch Braunkohle erfolgt, muss verschleiert werden. Entsprechend kocht man die Klimadebatte nicht mehr so hoch. Ferner denken wohl viele bei Wind und Solargeraffel an Klimafreundlich. -->Thema abgehakt ??

    mfg

  73. @anorak2

    Seh ich nicht so. Die CO2-Klimaerwärmung war bereits Ende der 1970er Jahre in westdeutschen Medien angekommen. Es gibt z.B. eine TV-Reihe mit Heinz Haber von 1979, darin heißt eine Episode “Kommt eine neue Eiszeit?”. Er verneint darin die Frage und warnt vielmehr durch Klimaerwärmung durch menschengemachtes CO2. Der berühmte Spiegel-Titel mit dem Kölner Dom unter Wasser war 1986, aber er hat die Diskussion nicht eröffnet, sondern der damals schon bestehenden Kampagne einen kräftigen Nachbrenner angebaut.

    Ist mir bekannt. Es gab einige Dokus zum Klimawandel Ende der 70er, die aber auch noch über eine drohende Eiszeit berichteten.

    In der TV-Dokumentation “In Search of…” (welche wöchentlich von 1976-1982 ausgestrahlt wurde, durch die Sendung führe u.a. Leonard Nimoy) wurde u.a. über eine drohende Eiszeit berichtet. The Coming Ice Age: An inquiry into whether the dramatic weather changes in America’s northern states mean that a new ice age is approaching. Original broadcast: May 1978.

    http://www.youtube.com/watch?v=WvsAIyUAGyY

    Eine weitere TV-Dokumentation dieser Zeit, welche sich mit einer drohenden Eiszeit auseinandersetzte, wurde unter dem Titel “THE WEATHER MACHINE” ausgestrahlt. “The Weather Machine” BBC 1974

    http://www.youtube.com/watch?v=v-Vn5AStFWo

    Und in der Wissenschaft Serie Cosmos von 1980: A Personal Voyage, warnte der Physiker Carl Sagan vor einer katastrophalen Abkühlung durch das Verbrennen und den Kahlschlag der Wälder. Er postulierte, dass die erhöhte Albedo der Erdoberfläche zu einer neuen Eiszeit führen könnte.

    http://www.youtube.com/watch?v=Xec4vjU1HW0

    In der Politik und auch bei den Grünen ist die „Klimakatastrope“ aber erst nach der Pressekonferenz der DPG von Jan. 1986 und nach dem Spiegelartikel vom Sep. 1986 angekommen. Einberufung der Enquete Kommission von 1987, die sich der Frage vom Menschen verursachter Klimaveränderungen widmen sollte. Und Ende September 1986 wurde von den Grünen ein Umbauprogramm, zum Umbau der Industriegesellschaft verabschiedet. Hier wird Kohlendioxid als “Klimagas” identifiziert und es fällt zum ersten Mal das Wort “Klimakatastrophe”. Hierzu hatte ich auch schon einen Artikel verfasst:

    Wie die Grünen die “Klimakatastrophe” für sich entdeckt haben

    http://www.science-skeptical.de/blog/wie-die-grunen-die-%E2%80%9Cklimakatastrophe%E2%80%9D-fur-sich-entdeckt-haben/002458/

    Ich denke aber auch, die Pressekonferenz der DPG von Jan. 1986 war der entscheidende „Nachbrenner“, welcher dem Thema „Klimakatastrophe“ den Anstoß gegeben hat. Und der Kernkraft zugewandte Physiker der DPG waren nicht unbeteiligt daran. Gerade das sollten die heutigen Klimaschützer wissen. Ich werde mich also noch einmal daran setzen einen Artikel dazu zu verfassen.

    P.S.: Ich kann mich auch noch gut erinnern, 1978, als ich in die Schule kam, war das Thema Erderwärmung noch keins in der Lehrerschaft. Die grün-gesinnten Lehrer besorgten sich erst ab, nach 1986 ums Klima, bzw. eine Erderwärmung.

  74. @moosgeist nein, überhaupt nicht; sonst hättest du ja eine einzige nennen können, du darfst Verteidigung nicht auf den Kopf stellen.

    Nun, ich denke, das ist vielleicht ein phychologisches Problem für Euch.
    Lass mal sehen, was ist denn nun mein Verbrechen?

    Ich bin NICHT gegen Atomkraft, mit guten Argumenten, Ihr auch, wenn ich das richtig verstanden habe,
    Ich bin NICHT gegen fossile Brennstoffe, mit guten Argumenten, Ihr auch, wenn ich das richtig verstanden habe,
    Ich bin GEGEN „Zufallsstrom“ wie Windmühlen und Solardächer, mit guten Argumenten, Ihr auch, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Ich bin Nicht davon überzeugt, dass z.Z. eine globale Erwärmung stattfindet,
    wen von „Euch“ habe ich deshalb beleidigt?
    Ich bin Nicht davon überzeugt, dass eine „gewisse Erwärmung“, falls sie stattfinden sollte, siehe vorher,
    ein Nachteil für Natur oder Menschheit darstellt, sondern ein Vorteil,
    wen von „Euch“ habe ich deshalb beleidigt?
    Ich bin nicht davon überzeugt, dass der Mensch in der Lage ist das Klima global zu beeinflussen, mit guten Argumenten
    Und schließlich bin ich deshalb ein erklärter Gegner für diesen untauglichen Versuch weiter Hunderte Milliarden auszugeben.
    Wen von „Euch“ habe ich deshalb beleidigt?

    Ich halte den Normalbürger nicht für blöd
    und ich bin der Meinung, man sollte ihm die Wahrheit sagen.
    Das wird wohl mein Verbrechen sein.

    mfG

  75. Tritium,

    Aber was genau war der Höhepunkt?

    Der Höhepunkt ist immer der größte Umsatz, die größte Ausplünderung, die größte Verteuerung, um mehr geht es nicht.
    Liegt im Giralgeld begründet. Anfang der 70er wurde die Golddeckung aufgegeben.

    War beim Ozonloch genauso, bis heute ist das „wissenschaftliche“ Problem unverstanden.

    Selbst die ddr machte mit und verkaufte das russische Öl um 1980 in Rotterdam, freilich nur, bis die Russen es mitbekamen, als die ddr als erdölexportierendes Land in der UNO Statistik auftauchte.

    Die E Wende muß nicht funktionieren, sie muß nur teuer sein, dann rollt der Rubel ( sollte man so nicht mehr sagen, er wird demnächst den € als Reservewährung ablösen, schätze ich)

  76. @mosgeist und andere ad hominem-Spezialisten,
    mich würde interessieren,
    ob Ihr auch über Dr. Murry Salby polemisiert,
    der am 18.4.13 in Hamburg einen Klimavortrag:
    „Über die Beziehung zwischen Global Temperatur und Treibhausgasen“

    hält.

    Ein Wissenschaftler!

    mfG

  77. Dr. Paul,

    lass doch einfach das CO2 weg, es wirkt doch irgendwie innerhalb des atmosphärischen Treibhauseffektes.Es hat ja eine gigantische Absorbtionslänge ;-). Dyson sagt auch, sie verstehen Klima nicht, spricht er über CO2 ? ER macht sich lustig über ihre Nintendomodelle.

    Glaubst du, in der Medizin ist es anders als in der Klimawissenschaft?

  78. Dr.Paul schrieb am 7. April 2013 13:45

    @mosgeist und andere ad hominem-Spezialisten, mich würde interessieren, ob Ihr auch über Dr. Murry Salby polemisiert,

    Warum sollten sie das tun? Der einzige, der einen Anlass hätte, über ihn zu polemisieren, sind doch Sie. Schließlich arbeitete Salby in seinen eigenen Veröffentlichungen doch mit den Modellen Ihres Lieblingesfeindes J. Kiel, z.B. hier:

    Radiative Influence of Antarctica on the Polar-Night Vortex

    Gene L. Francis
    National Center for Atmospheric Research, Boulder, Colorado

    Murry L. Salby
    University of Colorado, Boulder, Colorado

    2. Numerical framework

    For the present purpose, the integration is coupled to a multispectral radiative transfer calculation using the radiative transfer package of the NCAR Community Climate Model version 2 (CCM2) (Hack et al. 1993). Below 50 km, longwave radiative transfer is calculated using the band model of Kiehl and Briegleb (1991).

    Hack, J. J., B. A. Boville, B. P. Briegleb, J. T. Kiehl, P. J. Rasch, and D. L. Williamson, 1993: Description of the NCAR Community Climate Model (CCM2). NCAR Tech. Note NCAR/TN-382 + STR, 108 pp. [Available from National Center for Atmospheric Research, P.O. Box 3000, Boulder, CO 80307.].
    Kiehl, J., and S. Solomon, 1986: On the radiative balance of the stratosphere. J. Atmos. Sci.,43, 1525–1534.
    ——, and B. P. Briegleb, 1991: A new parameterization of the absorptance due to the 15-μm band system of carbon dioxide. J. Geophys. Res.,96, 9013–9019.

    Irgendwie haben Sie hier wieder mal einen Informationshappen aufgepickt und den einfach mal in die Runde geworfen, ohne sich überhaupt mal zu informieren, was der Mensch wirklich vertritt…

  79. @Tritium

    Wir sind uns, glaube ich, einig, dass die Klimahysterie in der Abklingphase ist, ihr Höhepunkt liegt sicherlich schon hinter uns.

    …..das heißt aber nicht, dass es nicht weitere Ausschläge auf der nach oben offenen Klima-Verblödungsskala gibt. Hier ist einer davon (Fundstück von Ulli Kulke): Die Natur ist nämlich selbst die größte Klimasau, wie die Arbeitsgemeinschaft der Rohholzverbraucher unlängst feststellte:

    Nationalpark mindert Wohlstand und Klimaschutz

    Ein wissenschaftliches Gutachten zum möglichen Nationalpark Nordschwarzwald ermittelt einen Verlust von mindestens 50.000 Erntefestmetern Holz – das entspricht wirtschaftlichen Einbußen von 46 Millionen Euro und einer höheren CO2-Belastung von 90.000 Tonnen pro Jahr.

    ….. also weg mit den klimaschädlichen Nationalparks!

  80. Nationalparks sind fester Bestandteil der Agenda 21, die ökologische Form des Landraubes, erfolgreich in Nordamerika erprobt.

    Die Luft wird auch schon besteuert, fehlt noch das Wasser, hier sind die Maoisten der EU hart dran mit Privatisierungsversuchen z.B. in Italien. Manche Kommunen sprinten vor und vergrößern damit planmäßig ihre Verschuldung. Initiativen der Agenda 21 machen es möglich .

  81. Georg scheint sich ausgeweint zu haben. Motto lasst uns politisch korrekt streiten. Es ist zwar junkscience aber wir haben das Sagen, noch, dann verwendet unsere erfundenen Kategorien ehrenhaft.

    Danke Freeman Dyson 😉

    Die Journalisten sind wahrscheinlich gehirngewaschen und die Alarmisten benutzen judgeFaktoren in ihren Modellen.

    War heute im Thüringer Wald Skifahren- Danke, du liebe Erderwärmung 😉

    Ich weiß, regionale Kälte, infolge tauender Arktis, vor 8 Jahren wurde ja vorhergesagt, mit Modell, dass sie bis 2017 weg ist. Hochwassser am Nordpol ist angesagt 😉

  82. @ Tritium,

    so ganz nebenbei erwähnst Du:

    der das chaotische System ‘öffentliche Meinung’ zu einem neuen Attraktor lenkte

    In diesem Zusammenhang beobachte ich gerade ein Projekt der Uni Paderborn über das Thema Automatismen

    Solche Prozesse können als unplanbar gelten, weil sie sich erstens zu einem gewissen Grad einer intentionalen Herbeiführung und Kontrolle entziehen. Zweitens zeichnen sie sich durch verteilte und komplexe Konstellationen und Abläufe aus. Drittens zeitigen sie strukturelle Effekte, die sich kausal nicht immer erklären lassen. Diese Prozesse laufen daher hinter dem Rücken der Beteiligten ab und sind meist nur nachträglich bzw. angesichts der von ihnen hervorgebrachten Strukturen identifizierbar.

    Oder auch hier: CfP „Planlos! Zu den Grenzen von Planbarkeit“

    Planung wird in der Moderne auf eine harte Probe gestellt: Erfahrungen von Kontingenz und steigender Komplexität von kulturellen und ökonomischen Prozessen zeigen Akteuren die Grenzen ihres Horizontes auf. Als Möglichkeiten verbleiben einerseits die Beschränkung auf jene Praxen, die sich zuverlässig planen lassen, und andererseits die bewusste Einbindung scheinbar unplanbarer Prozesse als produktives Prinzip kreativer Möglichkeit. Zwischen diesen Antipoden liegt die Fragestellung unseres Tagungsvorhabens: Wie lässt sich Unplanbarkeit theoretisch und praktisch fassen?

    In diesem Call for Papers geht es auch um „Kulturtechniken zur Reduzierung von Komplexität.“ Diese Bemerkung ist mich Ausgangspunkt zu betrachten, ob die Klimawandelhysterie eigentlich eine Kulturtechnik der Reduzierung ist, oder war, mit der ein dynamischer Prozess in einem chaotischen System (öffentliche Meinung) gefunden wurde.

  83. @68, anorak2:

    Der berühmte Spiegel-Titel mit dem Kölner Dom unter Wasser war 1986, aber er hat die Diskussion nicht eröffnet, sondern der damals schon bestehenden Kampagne einen kräftigen Nachbrenner angebaut.

    Das ist richtig; bereits 1979 gab es eine (weitgehend unbeachtete) „Welt-Klimakonferenz“ zum Thema.

    Erste Ansätze einer -- wenn auch nach heutigen Maßstäben bescheiden aufgezogenen -- Kampagne lassen sich für 1983 belegen:

    In diesem Jahr gab es eine DPG- „Stellungnahme des Arbeitskreises Energie“
    Auch die Wortschöpfung „Klima-Katatrophe“ wurde nicht in einer Spiegel-Redaktionsstube kreiert, sondern mindestens schon 3 Jahre früher von der DPG selbst:
    Im Sonderdruck, den Prof. Heinloth damals in seiner Vorlesung verteilte, findet sich im Literaturverzeichnis ein Vortrag von H. Flohn, der im Original den Titel
    „Klimaänderung als Folge
    der C02-Zunahme?“

    trägt. Im Sonderdruck, offenbar speziell für Presse und Politiker bestimmt, wurde dies dann zu „Stehen wir vor einer Klima-Katastrophe?“ aufgepeppt.

  84. @B. Keseler

    Danke für die Info. Die DPG hatte die Wortschöpfung „Klimakatastrophe“ also schon einige Jahre vor 1986 kreiert.

    bereits 1979 gab es eine (weitgehend unbeachtete) “Welt-Klimakonferenz”

    Richtig. Die WMO hatte bereits 1979 die erste Weltklimakonferenz veranstaltet. Deren Ergebnisse waren allerdings auf wenig öffentliches und politisches Interesse gestoßen.

  85. P.S.:

    Auf der Weltklimakonferenz (World Climate Conference) vom 12.-23.2.1979 in Genf, dem Sitz der Weltklimaorganisation WMO (World Meteorological Organisation) befassten sich Experten verschiedener UNO-Unterorganisationen mit dem Zusammenhang von Klima-Anomalien seit 1972 und der Klimabeeinflussung durch die menschliche Gesellschaft. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Zunahme des Kohlendioxid-Gehaltes in der Atmosphäre die höchste Aufmerksamkeit der internationalen Staatengemeinschaft verdiene, weil eventuell auch gravierende langfristige Veränderungen des globalen Klimas verursacht werden könnten. Als eine Konsequenz dieser Klimakonferenz wurde das Weltklimaprogramm (WCP) (World Climate Programme) bei der WMO ins Leben gerufen.

    http://www.science-skeptical.de/blog/wie-die-grunen-die-%E2%80%9Cklimakatastrophe%E2%80%9D-fur-sich-entdeckt-haben/002458/

  86. @Marvin #58
    Da es trotz meiner Bitte niemand geschafft hat meine Antwort aus dem Spam-Filter zu holen, versuch ich noch mal eine erneute Antwort.

    Erstmal Danke für Deine Einschätzung……dat mit den Gerichtsverfahren hatte ick nich ganz so dolle im Fokus….na mal sehen, wat in den nächsten Monaten von Hansen noch kommen wird.
    Nichts destro Trotz würde mich es brennend interessieren, wat jetzt bei NASA-GISS personell abgeht, bleiben die so Alarmistische oder gibt es einen Paradigmenwechsel?
    Du kennst Dir ja ziemlich gut aus mit den englischsprachigen Blogs da drüben, kannst bitte mal versuchen, diesbezüglich wat handfestes raus zu kriegen?……..Nur für mich selber…..da ick gerade kein Bock auf VT hat.
    MfG
    H.E.

  87. Heinz Eng schrieb am 8. April 2013 07:23

    @Marvin #58
    Da es trotz meiner Bitte niemand geschafft hat meine Antwort aus dem Spam-Filter zu holen, versuch ich noch mal eine erneute Antwort.

    Wenn es Dich tröstet, einer meiner Kommentare hängt auch noch drin.

    Nichts destro Trotz würde mich es brennend interessieren, wat jetzt bei NASA-GISS personell abgeht, bleiben die so Alarmistische oder gibt es einen Paradigmenwechsel?
    Du kennst Dir ja ziemlich gut aus mit den englischsprachigen Blogs da drüben, kannst bitte mal versuchen, diesbezüglich wat handfestes raus zu kriegen?

    Ich denke nicht, dass es einen Paradigmenwechsel geben wird, was die wissenschaftliche Ausrichtung angeht. Das einzige, was passieren kann, ist, dass es etwas ruhiger zugeht. Ruhiger in dem Sinne, dass sich einer der prominentesten Nasa-Wissenschaftler jetzt halt als Privatperson äußert. Ansonsten erwarte ich da eigentlich keine Änderungen.
    Wenn mir etwas interessantes über den Weg läuft, kann ich das ja hier mal erwähnen (wenn ich dran denke). (Einen interessanten Artikel zu Hansen gab es bei Pielke Jr. , der einen IMHO gut abgewogenen Rückblick auf Hansens Aktivitäten geschrieben hat: James Hansen: Responsible Scientist and Advocate -- aber halt in englisch)

  88. @Marvin
    Danke für den Link zu Pielke……ick habs mal über den Gackel-Übersetzer laufen lassen, zumindest versteht man halbwegs den Text.
    Hansen ist der Urtyp des politisierten Wissenschaftlers…..ähnlich seiner Nachahmer Schellnhuber und Rahmstorf…..der für seine fixe Idee alle möglichen und unmöglichen Hebel in Bewegung setzen wollte um seine Meinung oder Glauben der Welt aufzudrücken.
    Dumm nur, das er bei Gabriel auf einen hartgesottenen Kernkraftgegner gestoßen ist und der auch noch so geil auf „Emissionshandel“ als Allzweckwaffe gegen Kohle geschworen hat….so das Hansen resigniert abziehen musste.

    Hansen……der Don Quichote der Klimawissenschaft…….ist eigentlich nur zu bemitleiden, dat wiederum ist aber nur meine ganz persönliche Eigenmeinung, hau mich deswegen bitte net.
    MfG
    H.E.

  89. @ Heinz Eng & Marvin Müller

    Hatte ich gar nicht mitbekommen. Die beiden Kommentare sind jetzt freigelassen.

  90. @Rudolf
    Keine Angst, ick mach Dir und Peter keinen Vorwurf……ich dachte aber, der Autor selber würde sich dem Problem annehmen. Ick weeß doch, dat ihr Beide argen Zeitmangel habt….und so wichtig wars ja eigentlich auch net, ansonsten hätte ich ja nochmals genervt.
    Nix für ungut……..nur dieser verdammte Spam-Filter geht einem manchmal tierisch auf den Sack.

    Mit freundlichen Grüßen
    Onkel Heinz……..nicht nachtragend

  91. @Heinz Eng

    Da es trotz meiner Bitte niemand geschafft hat meine Antwort aus dem Spam-Filter zu holen …ich dachte aber, der Autor selber würde sich dem Problem annehmen.

    Ich hatte keinen Kommentar von Dir im Spam gefunden. Da ich hier auch nicht Blogbetreiber bin halte ich mich diesbezüglich auch zurück.

    Zurück zu Hansens Rücktritt: Der involviert ja auch gerne seine Familie in Vorträgen, etc. So hat er z.B. auf Vorträgen, u.a. bei der AGU, Fotos von seiner Familie und seinen Enkeln im Anschluss zum Vortrag über einen venusartigen “Runaway Greenhouse Effect” gezeigt. Wenn ich mich da recht erinnere. Der meint das wirklich erst und meint seine Familie und Enkel persönlich vor dem Klimawandel schützen zu müssen. Konsequenterweise tritt er auch als Aktivist auf und vertritt die einzig mögliche Alternative zu Kohle, die Kernkraft. Nicht nur für die NASA wird er so unhaltbar, sondern auch für die „jungen“ Ökologisten, die eine Abneigung gegen die Kernkraft haben. Der sitzt also zwischen den Stühlen. Das wird seine Familie auch erkannt haben und ihm zum Rücktritt geraten haben. Jetzt hat er „Narrenfreiheit“. Vielleicht will er auch Graßl nacheifern.

    Video ab 2:50

    Der Mann mit „Durchblick“. 😉

    Graßl war übrigens früher der „Chef“ von Hoffmann.

  92. @Michi
    Wenn Du Dich als Autor angemeldet hast, kannste auch den Spam-Filter abgrasen…….was natürlich, bei zuletzt über 1800 Spams, etwas mühsam ist…… Du kannst aber als Autor die Spams zu Deinen eigenen Artikel selber freigeben und ob diese Freigabewürdig sind, kannst Du doch bestimmt selber beurteilen.
    Lediglich das Löschen von Kommentaren und dat Sperren von Usern möchten sich die Admins vorbehalten…..da sie letztendlich für diesen Blog verantwortlich sind.
    Meine Bitte zur Freigabe meines Kommentares habe ich am 06.04.13 gestellt….danach hast Du noch einige eigene Kommentare eingestellt und da war der Spam-Filter noch nicht gelöscht.
    Naja……is ja jetzt auch wurscht……..er ist ja wieder da.

    Ach ja, der Graßl-Schirm……..wat hatten wir damals an lustigen Diskussionen diesbezüglich….ich muss heut noch drüber lachen, wenn ick daran denke.
    MfG
    H.E.

  93. #78 @ Marvin Müller, Dr. Murry Salby ist „mein Freund“, nicht mein Feind, du bist also auch ein mieser Polemiker!
    aber der Tanz um das goldene CO2-Kalb hat wohl manchem hier derart die Sinne vernebelt,
    dass ich mich gerne zurückziehe. Werdet glücklich damit.

    Hallo Herr Rassbach, Freeman Dyson sagte in einem Interview:
    „Science is not a matter of opinion; it is a question of data.“

    Er hielt James Hansen für den Auslöser des Klimarettungswahns.

  94. Dr.Paul schrieb am 8. April 2013 14:31

    #78 @ Marvin Müller, Dr. Murry Salby ist “mein Freund”, nicht mein Feind, du bist also auch ein mieser Polemiker!

    Herr Paul demonstriert wieder mal, dass er nicht lesen kann. Ich schrieb:

    Schließlich arbeitete Salby in seinen eigenen Veröffentlichungen doch mit den Modellen Ihres Lieblingesfeindes J. Kiel

    Der „Feind“ (Lieblingsfeind) ist J. Kiel -- der vom Kiel & Trenberth(sp?) Energieflussdiagramm. Und Ihr „Freund“ Dr. Murry Salby setzt auf dessen Arbeiten auf. Wie kriegen Sie diesen Spagat hin? Achso, wollen Sie ja gar nicht, Sie kneifen ja lieber den Schwanz ein und gehen. Naja, macht nichts, hier wird Ihnen niemand eine Träne nachweinen.

  95. @Marvin Müller demonstriert wieder mal …
    ist das hier der Umgangston ???
    seine Unkenntnis über das was ich geschrieben habe,
    kann Marvin Müller nicht lesen?
    Ist es zu viel verlangt, zu verstehen, dass Dr. Murry Salby nicht das KINDERGARTENMODELL
    von Kiel & Trenberth
    http://tinyurl.com/lrvupp

    vertritt???

    und mit Ihren eigenen Worten fortzufahren,
    Herr @Marvin Müller,
    Sie kneifen ja lieber den Schwanz ein,
    als mir jetzt recht zu geben.

    mfG

  96. @Marvin Müller Sie müssen bitte begreifen,
    dass Natur und Physik KEINE Frage von Personen ist.
    Insofern nehme ich ihre Pöbelei nicht persönlich,
    sondern vermute,
    dass Sie das als taugliches Mittel betrachten physikalische Gesetze zu erklären.

    Darin irren Sie.

    Schon bei den alten Griechen waren ad hominem-Argumente verpönt.
    Sie zeigten eigentlich den argumentativen Sieg des Angegriffenen
    und beendeten den Disput.

    mfG

  97. Dr.Paul schrieb am 8. April 2013 16:48

    Ist es zu viel verlangt, …

    Ich habe die Diskussion mal in die Plauderecke verschoben, siehe dort

  98. @ Paul, #93:

    du bist also auch ein mieser Polemiker!

    Es reicht. Ihre Manieren scheinen nicht ausreichend für dieses Blog. Pöbeln Sie woanders. Letzte Warnung.

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