Die AfD und der Klimaschutz

11. April 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

ego150Ich gestehe. Ich lese Parteiprogramme. Am liebsten Grundsatzprogramme, denn diese verraten viel über den wirklichen Charakter politischer Vereinigungen. Der in der Flut der tagesaktuellen, an kurzlebigen Sachzwängen orientierten Äußerungen meist nicht sichtbar wird. Oft belächelt man meine Marotte. Programme seien doch nur Schall und Rauch. Niemand würde sie kennen, niemand sie bei seiner Wahlentscheidung beachten. Außerdem wären sie in vielen Aspekten zu allgemein gehalten, als daß man Verwertbares aus ihnen ableiten könne. Mir scheint die intensive Debatte über den Entwurf des Grundsatzprogramms der AfD das Gegenteil zu belegen. Bislang wurde das Ringen um ein Selbstverständnis noch bei keiner Partei derart intensiv medial begleitet. Obwohl auch die Etablierten regelmäßig Debatten dieser Art führten und führen. Manchmal sind Grundsatzprogramme offensichtlich doch von Bedeutung.

Ich gestehe. Die AfD war mir immer suspekt. Weil sie in die Geschichte trat, ohne zu grundlegenden Fragen Stellung zu beziehen. Sollte nicht die Formulierung einer übergreifenden Haltung, einer die Mitglieder verbindenden Weltsicht am Beginn einer gestaltungswilligen Bewegung stehen? Die AfD ist bei der letzten Bundestagswahl nur knapp gescheitert. Sie hat danach nicht nur den Einzug in das europäische Parlament geschafft, sie ist auch in einer für neue Parteien beispiellosen Erfolgsserie in mittlerweile acht Landesparlamente eingezogen. Wann immer zuletzt die Bürger um ihre Stimme gebeten wurden, die AfD siegte. Ohne Grundsatzprogramm. Wurde sie gewählt, weil oder obwohl man ihre allgemeinen Ziele nicht kannte, nicht kennen konnte?

Nach mehr als drei Jahren liegt nun deren Formulierung endlich in Form eines Leitantrages der Bundesprogrammkommission zum bevorstehenden Bundesparteitag am 30. April vor.

Ich gestehe. Ich hatte nichts Gutes erwartet. Weil die Führungspersönlichkeiten der Partei in ihren öffentlichen Äußerungen peinlichst darauf achteten, immer genau ein Stück weit neben der Spur zu argumentieren.

So hätte ein Björn Höcke auch deutlich machen können, sein Satz von der „tausendjährigen Geschichte“ beziehe sich auf Otto den Großen und sei eben keine Anlehnung an nationalsozialistische Sprachregelungen. Den verkappten Monarchisten würde man höchstens für einen aus der Zeit gefallenen Trottel halten, dem heimlichen Faschisten aber begegnet man zurecht mit aggressiver Ablehnung. So hätte ein Alexander Gauland es nicht nötig gehabt, die Flüchtlingskrise als „Geschenk“ für seine Partei zu bezeichnen. Mit der Aussage, die Migrationsbewegungen verdeutlichten das langjährige Versagen der Bundesregierung und ihre gegenwärtige Konzeptlosigkeit, wäre der Aufstieg der AfD auch erklärt – ohne gleichzeitig als kaltherziger Profiteur von Krieg, Vertreibung und Elend zu erscheinen. So hätte eine Frauke Petry auch sagen können, man wolle nicht Grenzschützer in eine Situation kommen sehen, in der sie aus Notwehr von der Waffe Gebrauch machen müssten. Statt den Eindruck zu erwecken, das Gesetz enthielte einen Schießbefehl.

Vor diesem Hintergrund schlage ich den mit „Klimaschutzpolitik: Irrweg beenden, Umwelt schützen“ überschriebenen Abschnitt 12.1 des Programmentwurfes auf und erwarte erneut den typischen AfD-Sprech. Der die Fakten nicht wirklich falsch darstellt, aber immer knapp neben der Klarheit liegt, die keinen Raum für Fehlinterpretationen ließe.

Stattdessen lese ich:

„Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.“

Und das ist unangreifbar korrekt. Kohlendioxid ist farb- und geruchlos und in den Konzentrationen, in denen das Gas in der Natur vorkommt, physiologisch vollkommen unbedenklich. Wir atmen es ja aus, ohne uns gegenseitig zu vergiften. Außerdem kann es als Grundnahrungsmittel aller Pflanzen betrachtet werden. Schreibt auch die AfD:

„IPCC und deutsche Regierung unterschlagen jedoch die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus.“

Da ist es dann doch im Ansatz, dieses merkwürdige Vernebeln der Realität. Denn das IPCC verschweigt hier gar nichts. Es zitiert in seinen Berichten die Studien zum „CO2-Düngeeffekt“ sogar ausführlich. Dieser wurde lediglich in den Medien nur selten thematisiert.

Die Bundesregierung hingegen weiß wahrscheinlich überhaupt nichts darüber. Man kann ihr daher kaum vorwerfen, etwas absichtlich zu verschweigen. Nach meiner Erfahrung haben Politiker gar kein Interesse an der Lektüre der vielen tausend Seiten, die das IPCC produziert. Sie würden sie womöglich auch nicht verstehen und deuten können. Der Regierung genügen die Schlagzeilen der Berichterstatter, um Entscheidungen zu treffen, mit denen sie Wähler zu gewinnen hofft. Ein zentrales Problem der Klimadebatte hierzulande ist das bei Aktivisten aus der Wissenschaft, aus Verbänden und aus den Medien liegende Monopol der Deutungshoheit über die Interpretation von Forschungsergebnissen. Deswegen laufen auch die Thesen der AfD über unzureichende Computermodelle, über einen Mangel an Korrelation zwischen Emissionen und Temperaturdaten und über natürliche Klimavariationen völlig ins Leere.

„Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die menschgemachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen.“

Das stimmt. Wobei die Betonung aber nicht auf der „globalen Erwärmung“ sondern auf den „schwerwiegenden Folgen“ liegen sollte. Ich denke da immer an meine Großmutter. Geboren wurde sie im Kaiserreich, gestorben ist sie unter Bundeskanzlerin Merkel. Die technischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, die sie im Verlauf ihrer fast hundert Jahre erlebt hat, sollte man sich vor Augen führen. Denn parallel zu diesen ist die mittlere Temperatur der unteren Luftschichten nach den verfügbaren Messungen um etwa ein Grad gestiegen. Und nichts hat meine Oma weniger tangiert. Rechnet man die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hoch, käme bis zum Ende dieses Jahrhunderts ein weiteres Grad hinzu. Die zwei Grad, die engagierte Klimaschützer für die Grenze des Erträglichen halten, wären dann erreicht. Eine Katastrophe für meine Kinder oder Enkel?

Der Denkfehler der Klimaschützer liegt nicht in der Forschung, nicht in Temperaturkurven und nicht in Computermodellen. Er liegt in der Projektion möglicher künftiger Entwicklungen auf eine Gesellschaft, die sich nicht ändert, die einem potentiellen Klimawandel tatenlos zusieht, die weder Maßnahmen der Anpassung ergreift, noch die sich bietenden Vorteile nutzt. Bei der Betrachtung aktueller technischer Entwicklungen in Gebieten wie der Gentechnik, der Informationstechnik, der Nanotechnik, der Medizin, der Robotik, der Produktionstechnik und der Automatisierung erkennt man dagegen schnell, wie sehr sich die Welt in hundert Jahren von der heutigen unterscheiden könnte. Auch in politischer Hinsicht ist das Ende der Geschichte noch lange nicht erreicht. Die Relevanz des jeweiligen Klimas und der jeweiligen Witterung für die Lebensumstände der Menschen überall auf der Welt wird zunehmend vernachlässigbar.

Zumal wir einiges für den Temperaturanstieg zu leisten hätten. Grob geschätzt wäre knapp das Doppelte der Menge an fossilen Kohlenwasserstoffen zu verbrennen, die wir seit dem 19. Jahrhundert schon verbraucht haben. Und das machen wir ja nicht zum Spaß, sondern zur Erzeugung von Wertschöpfung und Wohlstand. Die warme Welt der Zukunft wird vor allem eines sein: reich, sehr reich.

Maßnahmen zur Verminderung von Emissionen sind nur gerechtfertigt, wenn eine weitere Erwärmung mit Sicherheit zu einer Katastrophe führt. Denn als zielführend eröffnen die Klimamodelle nur die Option einer raschen und vollständigen Dekarbonisierung der Wirtschaft. Ein Weg, der zwingend mit einem massiven Verzicht auf die Bedarfsbefriedigung in allen Feldern, ob Mobilität oder Kommunikation, ob Ernährung, Kleidung oder Wohnraum einhergehen würde. Das Primärziel der Energiewende verdeutlicht: Es geht um Einsparungen, um die Reduzierung des Konsums, um das Ausschließen von Möglichkeiten. Wirksamer Klimaschutz vernichtet Wohlstand und verbaut den Entwicklungs- und Schwellenländern alle Wege aus der Armut.

Die AfD hat dies erkannt:

„Unter dem Schlagwort „Klimaneutrales Deutschland 2050“ durch „Dekarbonisierung“ missbraucht die deutsche Regierung die steigende CO2-Konzentration zur „Großen Transformation“ der Gesellschaft, mit der Folge, dass die persönliche und wirtschaftliche Freiheit massiv eingeschränkt wird. Die hierzu geplante zwangsweise Senkung der CO2-Emissionen um mehr als 85 Prozent würde den Wirtschaftsstandort schwächen und den Lebensstandard senken. Auf dem Weg dorthin wird auch unsere bisher sichere Stromversorgung destabilisiert und weiter verteuert, außerdem soll die Wärmeerzeugung durch fossile Energieträger praktisch auf Null gebracht werden.“

Sie trägt damit eine Frage in die breite Öffentlichkeit und in die Parlamente, die seitens aller etablierten Parteien bislang gescheut wurde: Ist vielleicht doch die Transformation zur Klimaneutralität gefährlicher für uns und unsere Nachkommen, als es ein mutmaßlich menschgemachter Klimawandel je sein könnte?

Die AfD bejaht und folgert daraus:

„Die AfD sagt daher Ja zum Umweltschutz, macht aber Schluss mit der „Klimaschutzpolitik“ und mit den Plänen zur Dekarbonisierung und „Transformation der Gesellschaft“. Die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff werden wir beenden und alle Alleingänge Deutschlands zum Reduzieren der CO2-Emissionen unterlassen. CO2-Emissionen wollen wir nicht finanziell belasten. Klimaschutz-Organisationen werden nicht mehr unterstützt.“

Dies ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der bundesdeutschen Parteienlandschaft und eine für manch liberalen Zeitgenossen durchaus attraktive Aussage. Auch wenn der Abschnitt nicht optimal formuliert wurde und es dadurch in einigen Punkten für ihre Gegner einfach macht, die AfD als wissenschaftsfeindlich und rückständig zu verunglimpfen, gestehe ich, positiv überrascht zu sein.

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110 Kommentare
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  1. Zumindest eine klare Stellungnahme, mit eine rationalen Begründung, die man vertreten kann. Ich glaube kaum, dass die Programme der anderen Parteien so klar ausfallen.

  2. Die AfD ist zumindest derzeit die einzige Partei, die in Sachen CO2 und Energiewende (EEG versucht eine klare Position von Sachlichkeit zu beziehen versucht. Die AfD ist die einzige Partei die sich in diesen Punkten gegen die links grüne „Gehirnwäsche“ aller anderen Parteien und natürlich der Medien stellt. Zwischen den Landesverbänden gibt es leider auch wegen mißverständlichen Äußerungen große Unterschiede, oder zum Glück. In BW, NRW und Niedersachsen kenne ich so einige sehr vernünftige Leute.

  3. Das Programm zum „Klimaschutz“ der AfD scheint Herr Limburg mit verfasst zu haben. Das gefällt mir nicht, da irgendwie ein Treibhauseffekt durch CO2 abgestritten wird, oder zu kurz kommt. Herr Limburg streitet auch in seiner Doktorarbeit eine Erwärmung durch den Strahlungstransfer von CO2 im IR ab. Das kann man aber direkt messen. Die IR-Abstrahlungstemperatur der Erde beträgt -18°C ins All, am Boden misst man +15°C, dass ist der sog. natürliche THE von 33°C. In den Absorpsions/Emissionsbereichen des CO2 bei 15 Mikrometer Wellenlänge sieht man dabei den Einfluss des CO2 und von zusätzlichen CO2, anthropogenen CO2. Der CO2-Absorptions/Emissiontrichter wird breiter, es wird weniger Wärme ins All abgestrahlt. Bei CO2-Verdopplungs sinkt die Abstrahlungstemperatur ins All zunächst um weitere -1°C. Der THE steigt von 33°C auf 34°C an.

    Solange die AfD das nicht klar schreibt, ist das für mich Murks. Man muss klar herausstellen, dass 1°C keine Bedrohung darstellen und mehr als 1°C nur durch zahlreiche positive Rückkopplungen wie weniger Wolken, mehr Wasserdampf, etc. erreicht werden können. Negative Rückkopplungen (mehr Wolken, weniger Wasserdampf) bewirken gar weniger als 1°C Erwärmung bei CO2-Verdopplung. Somit ist aufgrund der vorhandenen Daten ein Klimaschutz, der Billionen verschlingt, nicht rechtfertigbar. Das Geld könnte anders sinnvoller investiert werden, zur Bekämpfung von Not und Elend, anstatt Billionen, die durch unnützen Klimaschutz den Reichen und der Öko-Lobby zugute kommen. Da landet letztendlich das Geld. Eine Umverteilung von Arm nach Reich. Und Anpassung ist sinnvoller als Vermeidung.

    Das sollte man heraus stellen und nicht den Murks, den die AfD herausstellt.

  4. PS

    Und die AfD ist für den Murks, den sie verzapft für mich auch nicht wählbar. Ich würde die höchstens wählen, damit sich ein paar Klimaschützer aufregen.

    Für mich sind die genau so bekoppt, wie die Grünen. Nur anders herum.

  5. Ja, ein Grundsatzprogramm ist lesenswert, denn es sagt viel über die Befindlichkeiten einer Partei aus. Es gibt unbestreitbar die radikalen Ränder (zum klimapolitischen Rand zähle ich auch den Mitverfasser M. Limburg) und die Moderaten. Wer repräsentiert die Partei, wer hat das Sagen?

    Ich entnehme dem Entwurf, dass sich alle einig sind in der Ablehnung der gegenwärtigen Energiepolitik, diesen Teil hat Herr Heller auch begrüßt. Parteiprogramme liefern auch Begründungszusammenhänge, und da fällt auf, dass man sich nicht einig ist. Existiert eine anthropogen verursachte Erwärmung? Stellt diese ein Problem da? Der Entwurf sagt dazu nichts, das ist wohl der Kompromiss zwischen den Extremen und den Moderaten.

    Die Frage ist nur, ob man dadurch Wähler anzieht oder abschreckt? Diese Nichterwähnung der anthropogenen Erwärmung wird in der Öffentlichkeit gleichgesetzt werden mit einer Leugnung derselben. Dieser Angriffspunkt hätte leicht vermieden werden können.

  6. Es handelt sich eben nicht um ein Programm, sondern ein Programmentwurf des Parteivorstandes. Was am 1. Mai offizielles Parteiprogramm der AfD sein wird, ist nicht absehbar. Die Partei ist völlig inhaltsleer und populistisch, deshalb unberechenbar und wechselt von einem Tag auf den anderen die Position -- einig ist man sich nur im völkischen Nationalismus und Fremdenhass. Sehr gut ist das im Bereich Wirtschaft zu sehen. Da hat sich die AfD erst marktwirtschaftlich positionieren wollen. Als man gesehen hat, dass die Partei vor allem von Arbeitslosen und Arbeitern gewählt wird und vor allem ehemaliges Klientel von SPD und Linkspartei anzieht, wurde das komplett über Bord geworfen. Von Steuersenkungen, weniger Umverteilung und Privatisierungen redet bei der AfD jetzt kaum noch jemand. Statt dessen sieht man sich jetzt als „Bewahrerin des Sozialstaates“. Also noch eine sozialistische Partei, nur eben wieder in braun. Vorbild „Front National“ eben.

    Auch beim Thema Kritik an der Klimaschutzpolitik rücken mehr und mehr Landesverbände von der in dem Entwurf genannten Position ab, auch wenn hier die Absetzbewegung nicht so eindeutig ist wie beim Thema Marktwirtschaft. Aber selbst wenn die Entwurfsposition, die hier so gelobt wurde, durchkäme -- was hätte das mit Liberalismus zu tun? Und man kann natürlich eine Position nicht isoliert betrachten. Wer das tut, dem mangelt es am staatsbürgerlichen Verantwortungsbewewusstsein. Parteiwahlen sind keine Volksabstimmungen. Wählt nicht eine Position zu einem Thema, sondern immer ein ganzes Politikpaket. Und wenn dieses beinhaltet, die Demokratie abzubauen, Grundrechte massiv zu verletzen, Überwachungsstaat auszuweiten, ganze Religionsgemeinschaften zu „Volksfeinden“ zu erklären etc., dann hat das eben nichts mit Liberalismus zu tun -- selbst wenn man dann der „Klimaschutzpolitik“ kritisch gegenüber steht und die Partei statt dessen wieder -- auch wenig liberal und marktwirtschaftlich -- Milliardensubventionen in Atom- und Kohlekraftwerke donnern würde.

  7. Lieber Herr Krüger,
    merkwürdig, was Sie als Murks bezeichnen. Egal wie rum! Tatsache ist, dass auf den THE im Programmentwurf überhaupt nicht und aus guten Gründen eingegangen wurde. Dass Sie das trotzdem da hinein lesen spricht Bände.
    Für Sie daher nochmals zum Nachlesen der Klimateil des Entwurfes:


    KLIMASCHUTZPOLITIK:IRRWEG BEENDEN,UMWELT SCHÜTZEN
    Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer‐Modellen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, 5sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.
    Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die Menschen gemachten CO2‐Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden. Solange die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt‐ und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. Die IPCC‐Computermodelle können diese Klimaänderungen nicht erklären.
    Im 20. Jahrhundert stieg die globale Mitteltemperatur um etwa 0,8 Grad. Seit über 18 Jahren gibt es jedoch im Widerspruch zu den IPCC‐Prognosen keinen Anstieg, obwohl in diesem Zeitraum die CO2‐Emission stärker denn je gestiegen ist.

    IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus.

    Unter dem Schlagwort „Klimaneutrales Deutschland 2050“ durch „Dekarbonisierung“ missbraucht die deutsche Regierung die steigende CO2‐Konzentration zur „Großen Transformation“ der Gesellschaft, mit der Folge, dass die persönliche und wirtschaftliche Freiheit massiv eingeschränkt wird. Die hierzu geplante zwangsweise Senkung der CO2‐Emissionen um mehr als 85 Prozent würde den Wirtschaftsstandort schwächen und den Lebensstandard senken. Auf dem Weg dorthin wird auch unsere bisher sichere Stromversorgung destabilisiert und weiter verteuert, außerdem soll die Wärmeerzeugung durch fossile Energieträger praktisch auf Null gebracht werden.
    Die AfD sagt daher Ja zum Umweltschutz, macht aber Schluss mit der „Klimaschutzpolitik“ und mit den Plänen zur Dekarbonisierung und „Transformation der Gesellschaft“. Die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff werden wir beenden und alle Alleingänge Deutschlands zum Reduzieren der CO2‐Emissionen unterlassen. CO2‐Emissionen wollen wir nicht finanziell belasten. Klimaschutz‐Organisationen werden nicht mehr unterstützt.

    Übrigens: Meckern ist leicht, tun ist schwer

  8. Die gesamte AfD hätte vermieden werden können, wäre die Politik der Etablierten wenigstens von etwas Sachverstand geleitet gewesen. Aber der geht seit Jahren den Bach runter.
    Da die selben Politiker auch für die Bildungspolitik verantwortlich waren und sind, wird die Spirale sich weiter abwärts drehen, ein Teufelskreis, der sich auch in der AfD widerspiegelt.
    Das ist keine Partei, das ist eine Bildungslücke.

  9. @Micha…..Du alter Blubbersack, schon mal den Dreck geguckt, wat andere Parteien für Wahlprogramme ausgekotzt haben?

    SPD

    Mit der Vollendung der Energiewende bis 2050 gestalten wir den sozialökologischen
    Wandel. Diese dringend nötige Energiewende muss für die Wirtschaftsunternehmen sowie
    für die privaten Haushalte und Kommunen finanzierbar bleiben. Bis zum Jahr 2030 wird
    der Strombedarf des Landes bilanziell zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt.
    Für uns ist klar: Die Energiewende gelingt mit dem Dreiklang „Energieeinsparung –
    Energieeffizienz – Erneuerbare Energien“………..

    CDU

    Erneuerbare Energien als unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende
    Die erneuerbaren Energien werden mit dem Ziel der Emissionsfreiheit und der regionalen Wertschöpfung umgesetzt.
    Wir werden uns für eine Stärkung der Fotovoltaik einsetzen, mit dem Ziel der Steigerung des Eigenverbrauchs als weiteren Beitrag zur Verringerung der Stromrechnung. Hierzu werden wir uns für eine Entbürokratisierung bei der Abrechnung des Solarstroms und die Abschaffung der anteiligen EEG-Umlage beim Eigenstromverbrauch bei gleichzeitiger Verringerung der Einspeisevergütung bei Neuanlagen einsetzen. Dem Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen zugunsten der Fotovoltaik wollen wir entgegenwirken.
    Die Weiterentwicklung der Windenergie wird aktiv unterstützt. Entwickelt werden nur Standorte, die menschen-, natur- und raumverträglich sind. Für uns gilt der Dreiklang: Windkraftanlagen müssen ökonomisch, ökologisch und sozialverträglich sein. Die Energiepreise müssen bezahlbar bleiben. Gegen den unkoordinierten Wildwuchs von weiteren 1.000 Windkraftanlagen in unserem Land wehren wir uns.

    Grüne

    Ohne uns GRÜNE ist die Gefahr groß, dass die Rahmenbedingungen zum Nachteil der
    Energiewende verändert und die Fortschritte bedroht werden. Gerade die CDU fordert
    immer wieder einen Ausbaustopp der Windenergie und drückt bei der Energiewende auf
    die Bremse. Doch für das Gelingen der Energiewende brauchen wir mehr Photovoltaikanlagen
    auf unseren Dächern und mehr Windenergie – auch an geeigneten Waldstandorten.
    Wir setzen uns auch für Kleinwasserkraftanlagen ein, solange das Verbesserungsgebot
    der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie eingehalten wird. Weil viele wesentliche Rahmenbedingungen
    der Energiewende auf Bundesebene gestaltet werden, haben wir uns in den vergangenen
    Jahren auch im Bundesrat intensiv für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren
    Energien eingesetzt. Vor allem bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
    im Jahr 2014 konnten wir verhindern, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien durch
    Schwarz-Rot in Berlin vollends gestoppt wurde. Auch im Hinblick auf die anstehende
    EEG-Novelle im Jahr 2017 wird es entscheidend sein, dass starke GRÜNE die Interessen
    des Klimaschutzes und der Energiewende im Bundesrat durchsetzen….
    Eine tragende Säule für die Energiewende
    ist der sparsame und effiziente Umgang mit Energie. Wir wollen daher ein klares
    Einsparziel für Rheinland-Pfalz festlegen: Bis 2050 wollen wir den Energieverbrauch im
    Land halbieren.

    https://netzpolitik.org/2016/rheinland-pfalz-netzpolitischer-check-der-wahlprogramme-zur-landtagswahl-2016/
    (Die vollständigen Wahlprogramme zum Download (jeweils als PDF))

    Einzig die FDP schlägt da etwas quer…stellt aber die eigentliche „Energiewende“ auch nicht in Frage.
    Ick kenne Peters kritische Meinung zur AfD……trotzdem hat er sich neutral mit dessen Parteiprogramm auseinander gesetzt. Du dagegen…..scheinst Dich von der Medialen Übermacht der AfD-Hasser schön einlullen zu lassen, oder?

    H.E.

  10. @Micha
    Bevor Du gleich wieder wutschnaubend an die Decke gehst……frag Dich erstmal, wer Dich hier im Land am meisten verarscht……

    Wir haben uns einmal den Spaß gemacht, alle Beteiligungen an Unternehmen, die Zeitungen verlegen, Bücher drucken, Radio-, Fernsehprogramme oder sonstige Medieninhalte produzieren, bei der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich zusammenzusuchen und in eine PDF-Daten zu stecken. Wer will, kann die 412 (in Worten: Vierhundertzwölf!) Seiten SPD-Beteiligungen mit durchschnittliche 25 Einträgen pro Seite (macht 10.300 Beteiligungen) herunterladen und danach suchen, ob seine lokalen Medien schon der SPD gehören oder noch nicht.

    Aber der Konzern SPD, von einer Partei kann man angesichts der vorhandenen Besitzverhältnisse sicher nicht mehr sprechen, er hat nicht nur Unternehmen der Medienbranche in seinem Portfolio. Der SPD gehören auch eine Reihe von Immobilien- und Investmentunternehmen, z.B. das Unternehmen GLG Green Lifestyle GmbH:

    https://sciencefiles.org/2016/04/08/hat-spd-eine-briefkastenfirma-in-hong-kong/

    Du bist doch sonst immer gut darin……eine eigene Meinung zu bilden……warum hier nicht?

    H.E.

  11. Als Mitglied im zuständigen Landes- und Bundesfachausschuß freut mich der Kommentar von Herrn Heller.
    Den Meckeren empfehle ich, zu versuchen, ihre Meinung mal in einer Partei von ~20000 Mitgliedern bis zur
    Parteitagsvorlage in Schriftform zu bringen 😉

  12. Nachtrag: Bei der Mitgliederbefragung hat leider eine Mehrheit die „Gentechnik“ in Deutschland abgelehnt.
    Allerdings haben nur 27% der Mitglieder an der Befragung teilgenommen. Ich lade alle Befürworter von Gentechnik (CRISPR/CAS9,…) ein, unsere grünen Alt-68-er zu majorisieren.

  13. Herr Heller,
    Sie haben hoffentlich die AfD Kommission angeschrieben und Änderungen in den Formulierungen angemahnt. Das Grundsatzprogramm wird ja erst am 1. Mai beschlossen.
    Viele Grüße Rainer Brandl

  14. Übrigens…….vorbestrafte Menschen, die Politker werden wollen…..dürfen das auch gerne machen…..siehe Ströbele

    Eine Vorstrafe steht der Wahl in den Deutschen Bundestag nicht entgegen. Deshalb kann ein Vorbestrafter im Parlament sitzen. Eine Vorstrafe schließt auch nicht aus, Vorbild zu sein.

    http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_christian_stroebele-650-5853--f173818.html

    Nur mal vorsorglich angeldet…..falls gleich die üblichen Totschlagargumente kommen sollten.
    Und ja, die AfD ist jung…..ursprünglich als Euro/EU-Skeptiker gestartet …….was ihr den Namen „Einthemen-Partei“ eingebracht hat…..dann war es eine „Professoren-Partei“…bis sich die Profs verpisst hatten…..und nun…..Dank der Politik der Sozialistischen Einheitsbreipartei verschuldeten neuerlichen Krisen……zur Partei des Pöbels mutiert, das zumindest suggerieren uns die Medien und die Politiker der „Konsens-wir schaffen das-Abnickhansel“.

    Die Leutchen müssen sich erstmal finden…..diverse U-Boote aus ihren Reihen entfernen…..und ein Wahlprogramm basteln, das kontra dessen ist…was uns der Rest der Etablierten tag-täglich als alternativlos vor die Füsse kotzt.
    Wenn die Oposition begeistert Beifall klatscht, wenn Mutti wieder mal europäische Gesetze bricht…..ist es echt an der Zeit, sich nachdenklich an der Omme zu kratzen…….und über Alternativen nachzudenken.

    Onkel Heinz……………das Fettnäpfchen nehm ick einfach mal voll mit, janz ohne Gummistiefel

  15. Ich ziehe meinen Hut vor den mutigen Leuten dieser Partei, insbesondere bei Herrn Höcke, und viele Millionen Deutsche empfinden es ähnlich: Hier werden endlich, endlich die drängenden Probleme auf den Tisch geknallt und alleine schon das zeigt Wirkung. Björn Höcke wies übrigens schon voriges Jahr darauf hin, daß die AfD nur ein schmales Zeitfenster für ihre Kernziele hat, denn natürlich wird sie als erfolgreiche Partei genauso versumpfen wie alle.
    .

  16. ‚# 3 Michael Krüger -Nachtrag zu meinem ersten bisher nicht erschienenen Kommentar zu Herrn Krügers Missfallen über den „Murks“ den die AfD verzapft haben soll.
    Sie schreiben in # 3 u.a.

    Herr Limburg streitet auch in seiner Doktorarbeit eine Erwärmung durch den Strahlungstransfer von CO2 im IR ab

    Mir war das bisher nicht aufgefallen! Denn dazu habe ich mich an keiner Stelle geäußert. Vielleicht helfen Sie mir auf die Sprünge.
    Wozu ich mich geäußert habe waren die div. zum großen Teil unvermeidbaren Schwachstellen der Klimamodellierung, Die habe ich, wenn auch bei weitem nicht vollständig, so doch recht detailliert aufgelistet und bewertet. Meinten Sie diese Passagen? (Ab S 87).
    Ich habe mich -- wie schon des öfteren berichtet- auch in keiner Weise zur Existenz oder Nichtexistenz des THE in dieser Dissertation geäußert. Das hat mein „Gutachter“ Wendisch erst gar nicht zur Kenntnis genommen, sondern munter daruflos schwadroniert wie dieser zu verstehen sei. Sondern ich hatte lediglich festgestellt, dass auf Grund der von mir festgestellten großen Unsicherheit in der Zeitreihe der globalen Mitteltemperatur eine Zuordnung von Ursachen (Ausnahme sind zyklische schwankende Einflussgrößen) nur spekulativ sein kann. Dazu stehe ich auch heute noch. Doch ich lasse mich gern mittels Fakten berichtigen.

  17. @ Krüger, #3:

    Das gefällt mir nicht, da irgendwie ein Treibhauseffekt durch CO2 abgestritten wird, oder zu kurz kommt.

    Ich hatte das befürchtet, aber wie oben geschrieben ist meine Befürchtung nicht eingetreten. Ich finde keine Stelle im Programm, an der der Treibhauseffekt abgestritten würde.

    @ Brandl, #11:

    Sie haben hoffentlich die AfD Kommission angeschrieben und Änderungen in den Formulierungen angemahnt.

    Nein. Warum sollte ich das auch machen? Ich schreibe ja auch den anderen Parteien nicht. Für die AfD-Programmatik bin ich doch nicht verantwortlich.

  18. Unser Spam-Filter geht mir auf die Nerven. Ich habe gerade mal ein paar Kommentare aus dem „Papierkorb“ gezogen, die aus mir unklaren Gründen eben dort gelandet sind. Darunter die #6 und die #7 oben und auch ein paar ältere Kommentare zu anderen Artikeln, die schon seit einigen Wochen warten.

  19. Björn Höckke und so einige „stramme Kameraden“ sind eben gerade nicht ein Aushängeschild einer in wesentlichen gesellschaftlichen Fragen alternativen Partei. @ nLeser#13 Die Partei an der Saar war es auch nicht. Eine Partei mit Programm neu und breit aufstellen ist nicht einfach und da muß viel Spreu vom Weizen getrennt werden. Aber der Versuch bei menschengemachtem Klimawandel, Bedeutung/Rolle von CO2 dabei, in die Kontroverse zu gehen, sollte geachtet werden. Die Bezeichnung der „Stromlüge“ (EEG/Energiewende) als Irrweg verdient ebenfalls Achtung.
    Alle anderen Parteien schaufeln uns zumindest auf diesem Gebiet das Grab des Wohlstand spendenenden Industriestandorts Deutschland.

  20. …das kann doch der Mitdiskutant, Herr Steinbock als Fachausschuss- Mitglied nachholen.

    Schön, dass es wenigstens ein Programm gibt, dass den Klimamainstream ablehnt. Bin mal gespannt, wann es die grün-ideologische Presse wahrnimmt und zum Hyperventilieren ansetzt.

  21. …ach ja, Lieber Peter Heller,

    als treuer, wenn auch nicht mehr so häufig kommentierender Fan Ihrer Artikel: mich wunderte auch, dass Petry zum Thema „Schusswaffengebrauch“ nicht gleich z.B. auf die Lissabon Verträge verwies. Da hätte sie ein echtes „Totschlagargument“ gehabt:

    Im Artikel 2 dieser Grundrechte-Charta steht unter (2):
    Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden.

    Das Problem liegt im „Kleingedruckten“, in den sogenannten Erläuterungen zur Grundrechte-Charta. Da steht:
    „Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet,“ wenn es erforderlich ist, „einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen“.

    Die zweite Ausnahme, wann die Todesstrafe verhängt werden darf:
    „Für Taten in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr.“
    Zitat Ende:

    Das heißt also, in der Grundrechte-Charta und damit dem Reformvertrag ist die Todesstrafe nicht mehr grundrechtswidrig! Im Gegenteil: als letztes Mittel auch gegen (Volks)Aufstände und Innere Unruhen durch den Lissabon Vertrag legitimiert.

    Also gegen die eigene Bevölkerung besteht die „ultima Ratio“ laut EU Recht, was im Falle einer gewaltsamen Grenzverletzung nicht gelten soll?

    Selbst, wenn man in der Stressituation eines journalistischen Kreuzverhörs nicht an so etwas denkt, hätte man es doch wunderschön der Diskussion nachschieben können und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    Herr Steinbock, bitte an die zwei Damen im Vorstand weiterleiten. Ich garantiere dem nächsten Talkmaster der das unleidliche Thema demnächst aufwärmt wird die berühmte Kinnlade fallen und Stegner und Göring-Eckard (…hat sie sich eigentlich inzwischen mal ernsthaft um den Abschluß überhaupt einer Berufsausbildung bemüht?) werden dem Phänotyp einer Zitrusfrucht augenblicklich noch ähnlicher werden…

  22. @FK9 Die grün-ideologischen Medien hyperventilieren doch schon andauernd. Natürlich merkten die, daß bei der AfD nicht mehr im Gleichklang „grüner Haferschleim“ geschlabbert wird. Statt Einheitsschleim gibt es Alternativen, auch wenn es da noch viele Details zu lösen gibt. In den Fachauschüssen wird schon stramm gearbeitet, mit Sachverstand, „stramme Kameraden“ kenne ich dort nicht.Bei der CDU (Mitglied) wurde Sachverstand durch Parteilinie ersetzt, daher die Wahlergebnisse und mögliche Koalitionen der Beliebigkeit.

  23. Ich lese solche Texte, wie das hier vorgestellte Parteiprogramm, ja auch immer ein wenig anders. Beurteile weniger das was gesagt wird, als mehr das wie. Wo schimmern noch teils verdeckte Narrative durch? Von welchem Geist ist das Papier getragen? So wie ich es betrachte, können die Aussagen zum Klimawandel und der Klimapolitik naturgemäß nur ein Aspekt sein.

    Ursprünglich hatte ich ja die Befürchtung, dass sich solche konservative Naturschützer wie sie Anfangs auch bei den Grünen zu finden waren, wie Herbert Gruhl , Baldur Springmann und August Haußleiter, tonangebend bei der AfD werden. Diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt, vielmehr fehlen der Partei sämtliche Narrative die den grünen Mainstream kennzeichnen. Auch abseits der Klimapolitik. Siehe die Positionen zu Gender oder Familie. Am deutlichsten wird es sichtbar, dass die AfD sich einen Scheiß um diesen grünen Mainstream kümmert, darin, dass für eine Weiterentwicklung der Kernkraft eintreten. Beim Fracking wagen sie noch nicht so weit aus dem Fenster, lehnen es aber zumindest nicht ab.

    Lediglich was TTIP oder Gentechnik betrifft, hier sind Schnittmengen zu den Grünen zu finden. Aber das liegt nicht an eventuell ähnlichen Ideologien, sondern mehr an einer teilweisen Kritik am Kapitalismus nach US-Prägung. Kapitalismuskritik wie bei Grünen oder Linken ist das nicht. Beispiel:

    Anknüpfend an unsere Vorstellungen von der Rolle des Staates plädieren wir im Bereich der Wirtschaft für eine Ordnungsethik auf der Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft, wie sie von Walter Eucken, Alfred Müller‐Armack und Wilhelm Röpke entwickelt und von Ludwig Ehrhard umgesetzt wurde.

    Insgesamt würde ich dieses AfD-Programm als eine Reaktion auf erkannte Fehlentwicklungen, hervorgerufen durch links-grüne Ideologien, betrachten. Es ist im positiven Sinne reaktionär. Dies auch und vor allem in Hinblick auf EU und Europolitik.

    Das AfD-Programm ist, nach meiner Lesart, erst einmal eine Reaktion auf Fehlentwicklungen der jüngeren Vergangenheit. Was fehlt, ist eine schlüssige Zukunftsvision -- aber ob das ein Manko ist? Auf jeden Fall wird an einem Gegenentwurf zu all dem grünen Unsinn, der von der Energie- über die Europa- bis zur Bildungspolitik reicht, gearbeitet. Und genau das unterscheidet sie von allen anderen Parteien, die anderen versuchen die grünen Themen in die eigene Agenda zu integrieren. Die AfD tut das Gegenteil: Sie bezieht Gegenpositionen.

  24. …und genau diese „Gegenpositionen“ sind gegenwärtig die, welche a.m.S. am dringendsten notwendig sind, selbst wenn sie mir im Einzelfall mal nicht passen.

    Merkel hat es mit ihrer Strategie der asymetrischen Demobilisierung von Wählern geschafft, Machterhalt auf Kosten von Positionen durchzusetzen. In der Folge konnte man die parteilichen Positionen von CDUCSU, SPD über die Grünen bis hin zur FDP kaum noch unterscheiden.
    Ein wenig Opposition versuchte noch die SED Nachfolgeorganisation. Was auf der Strecke blieb, war der demokratische Dissenz, den man sicherlich nicht daran erkennt, dass die „Opposition“ immer nur ein wenig mehr von dem will, was die Regierung eh gerade durchsetzt, mehr Energiewende, Atomausstieg noch schneller, noch mehr Eurokratie, noch mehr Griechenlandhilfe, noch mehr Flüchtlinge, etc.
    Genau das sind die Kennzeichen undemokratischer „Einheitsfronten“.

    Zuletzt waren (und sind) die Talkshowgäste doch schon so austauschbar, dass die angebliche Opposition in personam Frau Peter, einen anderen Peter, den Altmayer bequem ersetzen hätte können, ohne dass die „Diskussion“ irgendeinen anderen inhaltlichen Verlauf genommen hätte.
    Koalitionen, wie jetzt in Sachsen Anhalt-avisiert, sind eigentlich ein demokratisches Unding und entlarvend für das enge Meinungsspektrum, welches in unserem Lande im „etablierten“ Parteiensystem herrscht.

    Wenn das Merkel-Regime eines hinterlässt, dann sicherlich das größte Demokratiedefizit seit 1969, (1989 im Osten), wenn nicht gar seit 1945. Und eine Geisteshaltung, die sich zuletzt in den Absonderungen einer Grünen Fraktionsvorsitzenden im EP namens Rebecca Harms zu Volksabstimmungen in EU Mitgliedsländern manifestierte.

  25. Danke, Peter Heller, für Ihren Kommentar. Dass Sie die AfD eher kritisch sehen, war bekannt. Darum ist es auch verzeihlich, dass Sie eher in den Krümeln suchen, sich aber dennoch zu einem positiven Urteil durchringen … das ist beachtlich.

    Für mich ist es nicht ein Zeichen der Vernunft, immer die beste Formulierung zu finden, oder uneingeschränkten Applaus zu ernten, sondern grundsätzlich auf der richtigen Spur zu sein. Und genau das sehe ich bei der AfD im krassen Gegensatz zu allen anderen Parteien. Denn es geht nicht um Wortgeplänkel und eloquente Salons, sondern sich für das einzusetzen, was uns in eine bessere Zukunft führt und Fehlentwicklungen verhindert.

    Manche sagen, die AfD sei nur eine Protestpartei -- und das sei negativ. Ich protestiere auch gegen die herrschende Politik, die sich auf vielen Feldern m.E. in die völlig falsche Richtung bewegt. Die Existenz einer hörbaren Gegenstimme, auf die Deutschland so lange warten musste, bringt nun Dinge in Bewegung.

    So ist wohl zu erwarten, dass sich die Etablierten um so vehementer um die Energiewende und deren Rechtfertigung bemühen werden. Wird das aber bei den Wählern verfangen? Immerhin lässt sich nicht leugnen, dass viele Horrorprophezeihungen nicht eintrafen, die Energiekosten steigen, die Einsparung in CO2 Emissionen nicht funktioniert und die verbindlichen Ziele weit verfehlt werden.

    Der Bürger erkennt in vielen Politikfeldern, dass die herrschende Politik eben nicht mehr der Vernunft entspricht. Sei es der Euro, die Flüchtlinge, TTIP oder eben die Energiepolitik. Angesichts eine Alternative, die eben nicht mehr marginalisiert werden kann, bricht an vielen Stellen ein Umdenken auf. Nichts mehr kann ungeprüft durchregiert werden. Die Ignoranz hinsichtlich des Wählerwillens wird nun wieder abgestraft … und ich sage: Gut so!

  26. Zur Abspaltung von Bernd Lucke und Co.: Im Blick auf diesen Leitantrag: Lucke galt ja eher als der wirschaftsliberale, der aber die Konfliktpunkte zur etablierten Politik auf ein minimum reduzieren wollte, um mit einer Koalitionsfähigkeit dann einige Scheiben vom Kuchen abbekommen zu wollen. Die Mitgliederbefragung zeigte aber in vielen Punkten eine Distanz zum Lucke-Kurs. Mit ihm an der Spitze wären die Klima- und Energiethemen mit Sicherheit stark entschärft worden. Und das wäre sehr trurig gewesen.

    Die Lucke-Abspaltung wird sich trotz anfänglicher Unkenrufe vom baldigen Ende dann doch als heilsame Bereinigung erweisen. Die Partei ist sicher noch nicht aus allen Ungewissheiten über ihre weitere Entwicklung raus, aber sie gibt eine Richtung vor, die mir zumindest viel Hoffnung macht.

  27. @ Michael Limburg

    Dem Aufmerksamen Leser fällt auf, dass sie sich zum Thema THE auffällig zurück halten. Manchen, wie Herrn Krüger, scheint das zu wenig zu sein und will wohl eine Klärung einfordern. Mich persönlich hat Herr Krüger zwar in vielen Punkten überzeugt, aber ich halte es keineswegs für zwingend erforderlich, im politischen Umfeld diese Frage auch nur zu diskutieren. Es genügt tatsächlich, was im Leitantrag steht, und das nimmt keinen direkten Bezug auf den THE.

    Ich widerspreche zwar der Radikalgegnerschaft gegen den THE, weil ich diesen für ebenso ideologisch getrieben halte wie eine AGW-Hysterie, aber wenn man unnötige Reizthemen besser auslässt, verzettelt man sich auch nicht. Darum meinen Glückwunsch zu ihrer klugen Haltung.

  28. @Martin Landvoigt #25

    Ich denke man sollte nicht den Begriff Vernunft bemühen das tun die vereinheitlichten Parteien aus der grünen CSPDUGRÜF schon oft genug als Totschlagargument und rechtfertigen damit Vernünftiges bis Unvernünftiges.
    Es gibt eben eine nicht geringe Anzahl von Menschen deren Meinungen und Interessen im Parlament nicht mehr vertreten werden. Die AfD sorgt jetzt dafür.
    Das ist gut, ob man die Partei nun wählt oder nicht. Das stärkt in jedem Fall unsere Demokratie.

    Darüber hinaus bin ich bei Peter:

    Wirksamer Klimaschutz vernichtet Wohlstand und verbaut den Entwicklungs- und Schwellenländern alle Wege aus der Armut.

    Diese Aussage der AfD scheint mir eine notwendige Gegenposition in der Diskussion zu sein:

    Die AfD sagt daher Ja zum Umweltschutz, macht aber Schluss mit der „Klimaschutzpolitik“ und mit den Plänen zur Dekarbonisierung und „Transformation der Gesellschaft“. Die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff werden wir beenden und alle Alleingänge Deutschlands zum Reduzieren der CO2-Emissionen unterlassen. CO2-Emissionen wollen wir nicht finanziell belasten. Klimaschutz-Organisationen werden nicht mehr unterstützt.“

  29. @Limburg

    Herr Limburg streitet auch in seiner Doktorarbeit eine Erwärmung durch den Strahlungstransfer von CO2 im IR ab

    Mir war das bisher nicht aufgefallen! Denn dazu habe ich mich an keiner Stelle geäußert. Vielleicht helfen Sie mir auf die Sprünge.

    Seite 93:

    Der große Nachteil ist jedoch, dass das RF nichts über die Änderungen der messbaren und fühlbaren Größen am Erdboden aussagt, welche aber die eigentlich interessanten Größen zur Bewertung des Klimawandels sind. …. Auch wenn die Definition der RF sagt, dass diese eine einheitliche Strahlungsart im Infrarotbereich mit bekannter Leistungsdichte abstrahlt, ist das in der Realität nicht der Fall. Strahlungsenergie, ebenso wie andere Energieformen, bedarf für ihre Umwandlung in Temperatur, immer eines Prozesses.

    Murks.

    Aus dem Grundsatzprogrammentwurf der AfD:

    Der IPCC hat den Auftrag nachzuweisen, dass die menschgemachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden.

    Murks.

    Die IR-Abstrahlungstemperatur der Erde beträgt -18°C ins All, am Boden misst man +15°C, dass ist der sog. natürliche THE von 33°C. In den Absorpsions/Emissionsbereichen des CO2 bei 15 Mikrometer Wellenlänge sieht man dabei den Einfluss des CO2 und von zusätzlichen CO2, anthropogenen CO2. Der CO2-Absorptions/Emissiontrichter wird breiter, es wird weniger Wärme ins All abgestrahlt. Bei CO2-Verdopplungs sinkt die Abstrahlungstemperatur ins All zunächst um weitere -1°C. Der THE steigt von 33°C auf 34°C an.

    Kann man direkt beobachten und messen und mit Modtran, Hirtran, etc. im Modell bestimmen. Mit den ERBE (1985-1999) und CERES (2000-2015) Messungen kommen Lindzen und Spencer auf eine Klimasensitivität von 0,7°C, bei CO2-Verdopplung.

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/ein-exkurs-zur-aktuell-gemessenen-klimasensitivitaet-und-absoluten-globaltemperatur/0013843/

    Herr Limburg, dass Problem ist, dass Sie immer Ihren Standpunkt durchsetzen wollen und auf andere nicht hören.

    @Heinz

    Habe ich gar nicht nötig da an die Decke zu gehen.

    @Heller

    Ich finde keine Stelle im Programm, an der der Treibhauseffekt abgestritten würde.

    Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden.

    Nicht direkt, aber indirekt.

  30. Seit Jahren bin ich Befürworter des direkten Bürgerentscheides.
    man kann doch demokratisch darüber abstimmen, ob EEG gemacht wird oder nicht. (CO2-Märchen und Klimaschutz durch EEG gehen ja bekanntlich Hand in Hand)
    Wenn man bei Punkten in der Gesellschaftspolitik gezielt abstimmen kann, dann ist es mir zu 50% sch…egal, wer an der Macht ist, Hauptsache die beschlossenen Punkte werden in die Realität umgesetzt

    Parteien? bracht man sowas überhaupt?
    Man braucht politische Gruppierungen, und die können mit der Zeit ändern, sich umstrukturieren, Zielsetzungen wechseln, … In Belgien hat’s dies oft gegeben. Und für die Demokratie ist dies nicht negativ.
    Man sollte sich immer vor Augen halten, dass wir in einem sozialistischen Europa leben. Die links-grünen, internationalen Sozialisten geben den Ton an, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Opposition dazu rechts-national erwächst. Wenn die AfD ist dies bezüglich auch ne Gefahr für die Demokratie.
    Die AfD ist langfristig genau so demokratisch wie die Grünen, nämlich gar nicht.

    Hier bei „Berlin Direkt“ ist ein Interview über diese Punkte.
    Der Moderator nimmt den AfDBundesvorstand Pazderski beim Thema CO2 irgendwie nicht ernst, aber was will man bei einer solchen Lügenpresse auch anders erwarten?
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2709272/Pazderski-Keine-Beweise-fuer-Klimawandel?flash=off

  31. „Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet,“ wenn es erforderlich ist, „einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen“.

    FK 9,

    wenn gewalttätige Aufstände mit Gewalt niedergeschlagen werden, gibt es schon mal Tote. Das liegt in der Natur der Sache und hat nichts mit Hinrichtungen zu tun. Wobei es schon merkwürdig ist, dieses Beispiel explizit in einen Vertrags- bzw. Gesetzestext hineinzuschreiben -- auch bei Geiselnahmen liegt es im Ermessen der Polizei, ob es in der gegebenen Situation verhältnismäßig, notwendig und angemessen ist, einen freilaufenden Gewalttäter durch seine gezielte Tötung an weiteren Gewalttaten zu hindern. Auch der „finale Rettungsschuß“ ist keine Hinrichtung. Jedes mal, wenn ein Gewalttäter das Gewaltmonopol bedroht, egal, ob „Aufständischer“, Terrorist oder gewöhnlicher Krimineller, steht die Option im Raum, das Gewaltmonopol mit aller notwendigen und angemessenen Gewalt -- bis hin zu Tötungen -- wiederherzustellen.

    Der Unterschied zu einer Hinrichtung ist der, daß bei einer Hinrichtung immer jemand getötet wird, der sich bereits in der Gewalt der Behörden befindet -- z.B. ein verurteilter Strafgefangener, von dem keine unmittelbare Gefahr mehr ausgeht. Das hätte dann aber nichts mehr mit der Niederschlagung eines Aufstandes zu tun -- eher mit der Provokation des nächsten Aufstandes.

    Insofern ist der Satz kein Skandal, sondern einerseits banal (um Gewalt zu stoppen, muß der Staat selbst Gewalt einsetzen können) und andererseits absurd (sobald man jemanden „hinrichten“ könnte, wäre die Gefahr, die von dieser Person ausgeht, bereits durch ihre Festnahme beendet). Es gibt in der Realität keine Sith-Lords, die „zu gefährlich sind, um am Leben zu bleiben“.

  32. @Johann #6 so gut wie jeder Ihrer Sätze ist reine Rabulistik. Oder meinten Sie eine andere Partei als die AfD?

  33. @Günter Heß #28

    Ich denke man sollte nicht den Begriff Vernunft bemühen das tun die vereinheitlichten Parteien aus der grünen CSPDUGRÜF schon oft genug als Totschlagargument und rechtfertigen damit Vernünftiges bis Unvernünftiges.

    Vielleicht trifft es zu, dass die Wortwahl hier nicht wirklich entscheidend ist. Ich denke, das Botschaften meist mehrere Ebenen beinhalten. Manchmal werden die gleichen Worte gewählt, aber sie bedeuten im Kontext etwas anderes, oder sind durch verschiedene Prioritäten ggf. entschärft. Das trifft z.B. tatsächlich für ‚Vernunft‘ zu, aber auch für ‚Freiheit‘, ‚Demokratie‘, ‚Pluralismus‘, ‚Moral‘ und vieles mehr.

    Für mich ist die Vernunft eine Umsetzung geordneter Prioritäten vor allem unter Berücksichtigung von Durchführbarkeit und Effizienz. Sie ist das Gegenteil von blindem Aktivismus und moralischem Bauchgefühl. Eigeninteressen sind darum auch nicht grundsätzlich böse, sondern eine legitime Motivation, die allerdings unter moralischen Constraints unter unter einem demokratischen Ausgleich effizient umgesetzt werden sollte. Darum sehe ich auch im Leitantrag das Diktum der Vernunft in einem wohl balancierten Wertesystem.

    Die andere Seite bemüht auch den Begriff der Vernunft, hat aber bei genauerer Analyse diese nicht als die primäre Grundkraft. In einer diffusen Gemengelage teilweise verleugneter Motive scheint dagegen eine irrationale Moral das Grundmotiv zu sein. Hier wird das Eigeninteresse per se als unmoralisch und Wurzel des Bösen gesehen. Zugleich wird das vermeintliche Gemeinwohl als oberstes Mantra angesehen, dass vor allem durch die Sicht vermeintlich Schwacher bestimmt wird. Man versucht sich eher in der Rolle des Anwalts der Unterpriviligierten zu verorten, nicht mehr der Anwalt eigener Interessen. Das ist zwar ein starker Impuls, wird allerdings selten oder nie auch konsequent durchgehalten. Die vordergründig verleugneten Eigeninteressen wirken auf einmal doch wieder mit und entlarven viele Aktionen als Heuchelei.

    Gerade diese diffuse Motivlage, die letztlich Worte wie Vernunft und Effizienz nur noch als Alibi verwendet, um die eigene Irrationalität und Ideologiegetriebenheit zu kaschieren, lehne ich scharf ab.

    So gesehen ist der Appell an die Vernunft ein Programm der Entmythologisierung der Interessen und eine wahrhaft demokratische Tugend, die allzu sehr in Vergessenheit gerät oder missbraucht wird.

  34. @Peter Reichel #5

    Existiert eine anthropogen verursachte Erwärmung?

    Ist diese Frage im politischen Kontext wirklich wichtig? Wenn diese qualitativ existiert, aber qauntitativ marginal ist, oder aber nicht einfach zu stoppen ist, dann handelt es sich bei dieser Frage mehr um eine wissenschaftliche oder philosophische, aber eben keine politische.

    Stellt diese ein Problem da? Der Entwurf sagt dazu nichts, das ist wohl der Kompromiss zwischen den Extremen und den Moderaten.

    Das ist hingegen die richtige Frage, und der Leitantrag beantwortet diese Frage klar und unmissverständlich.

    Die Frage ist nur, ob man dadurch Wähler anzieht oder abschreckt?

    Ich halte es für grundfalsch, wenn man aus vermeintlicher Medienwirksamkeit oder Wahlstrategie sachlich begründete Positionen in Frage stellt. Dann ist der Tod schnell im Topf, und darum Verliert die CDU auch ihre Zustimmung und Glaubwürdigkeit.

    Diese Nichterwähnung der anthropogenen Erwärmung wird in der Öffentlichkeit gleichgesetzt werden mit einer Leugnung derselben. Dieser Angriffspunkt hätte leicht vermieden werden können.

    Wer sich an Unkenrufen und invaliden Argumenten der Meinungsgegner orientiert, hat schon verloren. Es wird seitens der Meinungsgegner immer versucht, irgend ein Argument so zu verdrehen, dass es als Munition gegen einen verwendet werden kann. Derartig Schwaches mag zwar oberflächlich Eindruck machen. Ich aber meine, wir sollten die Diskussion weg vom Wortgeplänkel zu den eigentlichen Zielen und zur Sache zurück führen.

    Die anthropogene globale Erwärmung wird geradezu als modernes Mantra von einigen Eingefordert, dass aber wegen der unklaren Quantifizierung und dem Fehlen geeigneter und akzeptabler Maßnahmen zur Veränderung letztlich bedeutungslos ist.

  35. #31 Guido Scholzen

    Der Moderator nimmt den AfDBundesvorstand Pazderski beim Thema CO2 irgendwie nicht ernst, aber was will man bei einer solchen Lügenpresse auch anders erwarten?
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2709272/Pazderski-Keine-Beweise-fuer-Klimawandel?flash=off

    Ich mag den Begriff ‚Lügenpresse‘ zwar nicht, aber wenn das Gespräch, das man ja selbst anhören kann, so zusammengefasst wird:

    AfD-Bundesvorstand Georg Pazderski hat die menschengemachte Erderwärmung geleugnet. Das sei nicht nachweisbar, sagte er Berlin direkt.

    … Dann fällt mir nur noch das Wort ‚verzerrende Propaganda‘ ein.

  36. Auweia, die AFD sind Verschwörungstheoretiker geworden.
    Pkt 1 aus des Entwurfes:

    Deutschlands Staatsapparat hat inzwischen ein ungutes Eigenleben entwickelt. Die Machtverteilung entspricht nicht mehr den Grundsätzen der Gewaltenteilung. Zudem ist der öffentliche Sektor über sachgerechte Grenzen hinausgewuchert. Die staatlichen Organe wieder an ihren Auftrag zu binden und den Staat an seine Kernaufgaben zu erinnern, ist wesentlicher Teil unserer Politik.

    Spätestens mit den Verträgen von Schengen (1985), Maastricht (1993) und Lissabon (2008) hat sich die unantastbare Volkssouveränität als Fundament unseres Staates als Fiktion herausgestellt.

    Heimlicher Souverän ist eine kleine, machtvolle politische Führungsgruppe innerhalb der Parteien. Sie hat die Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte zu verantworten. Es hat sich eine politische Klasse von Berufspolitikern herausgebildet, deren vordringliches Interesse ihrer Macht, ihrem Status und ihrem materiellen Wohlergehen gilt.
    Es handelt sich um ein politisches Kartell, das die Schalthebel der staatlichen Macht, soweit diese nicht an die EU übertragen worden ist, die gesamte politische Bildung und große Teile der Versorgung der Bevölkerung mit politischen Informationen in Händen hat. Nur das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland kann diesen illegitimen Zustand beenden.

  37. @ Martin Landvoigt

    Ist diese Frage im politischen Kontext wirklich wichtig?

    Natürlich. Es gibt eine anthropogene Erwärmung und der Wähler möchte wissen, wie die Parteien darauf zu reagieren gedenken. Versetzen Sie sich mal in die Position eines Journalisten. Das Programm liest sich dann so, als würde die AfD ignorieren, dass es AGW gibt. Da hakt man dann als Journalist nach, siehe Pazderski-Interview. Pazderski blieb die Antwort schuldig, zu einer Diskussion des EEG kam es gar nicht erst.

    Ulli Kulke schreibt in Donner und Doria (http://donnerunddoria.welt.de/2016/04/03/us-justizministerin-will-klimaskepsis-unter-strafe-stellen/):

    Die Programmkommission scheint hier ihrerseits jegliches Abwägen abzulehnen, und das ist genauso zweifelhaft wie unsere derzeitige Hardcore-Energiepolitik. Kohlendioxid wird dort lediglich als erwünscht dargestellt, weil es das Pflanzenwachstum fördert. Jeglicher Grund für eine CO2-Minderung abgestritten. Es ist aber beachtlich, wie kompromisslos hier im AfD-Entwurf jeglicher Zusammenhang in Abrede gestellt wird, und der – durchaus ja zweifelhaften – Sicherheit des IPCC die eigene Sicherheit fürs Gegenteil postuliert wird.

    Und das ohne Not, kann man ja hinzufügen. Die AfD hätte die Chance (gehabt?), die sichtlichen Defizite der herrschenden Klimalehre, sowohl was den wissenschaftlichen Sachstand angeht als auch die daraus folgenden Maßnahmen, zur Grundlage für ihre Energiepolitik zu machen: Einen vernünftigen, weil um Äonen gemäßigteren Umbau anzupeilen, der in dem Bereich ja auch unabhängig vom Klima irgendwann ansteht. Ohne den Windrad-Wahn, ohne den aufgeblasenen und deshalb wirtschaftsfeindlichen Solar-Hype, ohne die Abzocke der Stromkunden, bei gleichzeitigem massiven Ausbau der Forschung natürlich. Sie hätte sich damit der Zustimmung der vielen „Skeptiker“ auch in den Kreisen der Wissenschaft und Intellektuellen sicher sein können, hätte dabei nicht einmal die wahren „Leugner“ verprellt, weil sie mit so einem Kurs in der heutigen Parteienlandschaft ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal aufwiese. So allerdings, wie das Parteiprogramm derzeit angelegt ist, wird sie jedenfalls in diesem Punkt ausschließlich den Beifall von Sektierern erhalten, viele andere genau deshalb aber verprellen. Ohne Not. Mutig, mutig, könnte man da sagen, aber voraussichtlich erfolglos.

    Ich sehe das auch so: man verprellt ohne Not.

  38. @32 Archophob

    Tasächlich last der Lissabon Vertrag beides zu, die die vorsätzliche Tötung eines in der Gewalt der Hinrichtenden befindlichen, gefangenen Menschen, meist als Vollzug einer von der Justiz eines Landes ausgesprochenen Verurteilung zur Todesstrafe -- bei Krieg und Kriegsgefahr. Das heißt, dass man diese Strafen auf Mitgliedsstaat einführen könnte und dadurch nicht gegen europäische Grundrechte verstoßen würde.

    Auch die Tötung im Falle von Aufruhr und Aufstand wird außerhalb des Grundrechtsschutzes gestellt. Die Demonstrationen in Leipzig 1989 waren allemal Aufstand oder Aufruhr. Also wäre es nach diesem Text ggf. gerechtfertigt gewesen, tödlich zu schießen.

    Was passiert also mit Deserteuren in Kriegszeiten? Was haben Demonstranten zu erwarten, wenn die Obrigkeit der Meinung ist, dass es sich um einen „Aufstand“ handelt? Was dürfen Flüchtge erwarten, die sich einer Festnahme entziehen wollen? Der Lissabon Vertrag im o.g. Zusammenhang (Schießbefehl + Petry) ware für FP daher ein echtes Totschlagargument gewesen, nämlich die „Europäische Lösung“, die doch Frau Merkel so präferiert.

  39. #37 Peter Reichel

    Es gibt eine anthropogene Erwärmung und der Wähler möchte wissen, wie die Parteien darauf zu reagieren gedenken.

    Immer noch: Das ist die falsche Frage! Denn eine existente, aber marginale AGW erfordert kein politisches Handeln. Und dazu hat sich die AfD positioniert.

    Vielleicht wollten sie statt dessen sagen: Es gibt eine gefährliche anthropogene Erwärmung …
    Dann würde ich nach den Belegen fragen.

    Versetzen Sie sich mal in die Position eines Journalisten. Das Programm liest sich dann so, als würde die AfD ignorieren, dass es AGW gibt.

    Das ist Quatsch. Die gemachten Aussagen sind hier klar. Da muss man nichts hinzu dichten.

    Da hakt man dann als Journalist nach, siehe Pazderski-Interview. Pazderski blieb die Antwort schuldig, zu einer Diskussion des EEG kam es gar nicht erst.

    Pazderski blieb keine Antwort schuldig. Der Interviewer fragte nach irrelevanten Glaubensbekenntnissen. Pazderski erklärte korrekt, dass eine gefährliche und vermeidbare AGW nicht nachweisbar ist. Und das ist eine völlig klare Aussage, die ich mir von allen beteiligten Wissenschaftlern in dieser Klarheit wünschen würden. Statt dessen meinen alle möglichen Leute, unter unklaren Sachverhalten Meinungen und Bekenntnisse abgeben zu müssen, bzw. einfordern zu dürfen.

    Auch wenn ich Ulli Kulke ansonsten sehr schätze, aber das findet nicht meine Zustimmung:

    Die Programmkommission scheint hier ihrerseits jegliches Abwägen abzulehnen

    In der Politik müssen Entscheidungen getroffen werden. Diese laufen aktuell massiv zuganten einer aktionistischen AGW-Hysterie -- die AfD setzt ohne Weichmacher einen Kontrapunkt. Jeglicher Verweis auf ein Abwägen, ohne dies am konkreten Punkt zu benennen, muss dann so verstanden werden, dass man es ja gar nicht so meint. Nur Bellen ohne sich festzulegen.

    Jeglicher Grund für eine CO2-Minderung abgestritten. Es ist aber beachtlich, wie kompromisslos hier im AfD-Entwurf jeglicher Zusammenhang in Abrede gestellt wird, und der – durchaus ja zweifelhaften – Sicherheit des IPCC die eigene Sicherheit fürs Gegenteil postuliert wird.

    Das ist schlicht falsch. Denn eine klare Aussage, dass es keinen hinreichenden Nachweis gibt, und das die Wirkungen eines steigenden CO2 Gehaltes differenziert zu beurteilen sind, sagt genau das nicht. Kulke sollte weniger dazu erfinden, sondern genauer lesen.

    Einen vernünftigen, weil um Äonen gemäßigteren Umbau anzupeilen, der in dem Bereich ja auch unabhängig vom Klima irgendwann ansteht.

    Genau das sehe ich erfüllt. Der Verweis auf die Kernkraft wurde ja auch gegeben. Einen Umbau anzustreben, ohne ein realisierbares Ziel zu entwerfen, erscheint allerdings vermessen. Hier ist Zurückhaltung gefragt.

    So allerdings, wie das Parteiprogramm derzeit angelegt ist, wird sie jedenfalls in diesem Punkt ausschließlich den Beifall von Sektierern erhalten, viele andere genau deshalb aber verprellen.

    Kulke meint mit Sektierern hier solche Leute wie Peter Heller oder mich? Ich meine, er vergreift sich im Ton.

  40. Richtig ist, daß mein Text oben auch durch Kulkes Kommentar motiviert wurde. Ich kann seine Interpretation nach der Lektüre des AfD-Programms nicht teilen.

    @ Krüger, #29

    Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden.

    Ich halte diesen Satz auch nicht für geglückt. Ich hätte ihn einfach weggelassen und mich im Programm auf die Feststellung antihumanistischer Tendenzen in der Klimaschutzideologie beschränkt. Aber ich bin ja kein AfD-Anhänger. Die müssen selbst wissen, was sie tun.

  41. # 29 Michael Krüger
    Wenn Sie mal jemanden auf dem Kieker haben, sind Sie an Dreistigkeit bei ihrer Wortwahl für Ihr Schnellurteil schwer zu toppen.
    Ihre Kritik ist „Murks“, um ihre Wortwahl zu verwenden, denn Sie zitieren mit Auslassungen.
    Im Originaltext auf Seite 93 schrieb ich

    „Außerdem sei in Erinnerung gerufen, dass Energie (gemessen in Joule, das heißt 1 Joule ist 1 Watt-Sekunde) nicht mit Temperatur gleichgesetzt werden darf. Auch nicht Strahlungsenergie.
    Trotzdem benutzt man das Konzept der RF, weil es nicht von komplizierten und wenig verstandenen Rückkopplungen im Klimasystem abhängt. Der große Nachteil ist jedoch, dass das RF nichts über die Änderungen der messbaren und fühlbaren Größen am Erdboden aussagt, welche aber die eigentlich interessanten Größen zur Bewertung des Klimawandels sind. Außerdem wird in der Realität das Klimasystem niemals in einen neuen Gleichgewichtszustand gelangen, da dies eine lange Zeit dauern würde und sich der Antrieb selbst mit der Zeit verändert. Die verwendeten Gleichungssysteme setzen aber genau dies voraus. Die Temperatur auf der Erde hinkt also den (gedachten) Antrieben, die auf sie wirken (sollen), ständig hinterher. Der so definierte Strahlungsantrieb RF ist daher nichts weiter als ein Ergebnis eines Gedankenexperiments.
    Strahlungsenergie, ebenso wie andere Energieformen, bedarf für ihre Umwandlung in Temperatur, immer eines Prozesses. Hinzu kommt, dass die Strahlung selten allein die lokale Temperatur beeinflusst. Ebenso wichtig sind Konvektion und Wärmeleitung, sowie andere Größen wie z.B. die Dichte und die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit.“

    Was daran „Murks“ ist, oder wo ich den IR Strahlungstransfer geleugnet hätte, erschließt sich mir immer noch nicht.
    Für Sachkritik bin ich immer zu haben, für Diffamierung jedoch nicht. Mich wundert, dass man Sie als Autor und Kommentator mit dieser aggressiven Vorgehensweise auf dieser Seite überhaupt zulässt.

    Ähnlicher „Murks“ ist Ihr Hineininterpretieren von irgendwelchen Aussagen in klare auf Deutsch geschriebene Sätze des Programmentwurfes .

    „Herr Limburg, dass Problem ist, dass Sie immer Ihren Standpunkt durchsetzen wollen und auf andere nicht hören.“

    Meinen Sie wirklich mich, oder sollten Sie nicht besser in den Spiegel schauen.

  42. @Heller

    Ich halte diesen Satz auch nicht für geglückt. Ich hätte ihn einfach weggelassen und mich im Programm auf die Feststellung antihumanistischer Tendenzen in der Klimaschutzideologie beschränkt.

    Ich hätte ihn richtig dargestellt. Die Strahlungstransfermodelle bilden den IR-Strahlungstranfer in der Atmosphäre und die Erwärmung durch den THE weitgehend richtig ab, die Rückkopplungen werden in den GCMs vorwiegend positiv angesetzt, nur so kommt man auf 3-6°C Erwärmung bei CO2-Verdopplung. Das ist alles.

    Den Eindruck zu erwecken, die Computermodelle sind alle falsch und eine Erwärmung durch CO2 beobachtet man durch Messungen nicht, ist falsch.

    Leider ist es bei der AfD so, wie bei den Grünen, dass Leute, welche sich auf wissenschaftliche Fakten berufen rausgemobbt werden und sich die Extremisten mit ihren Ideologien durchsetzen.

    Mit Meinungsfreiheit und Freiheit der Wissenschaft ist da nicht viel her, weder bei den Grünen, noch bei der AfD. Wenn ich an einen Dr. Paul, Spitzenkandidat bei der AfD denke, gruselt es mir schon. Da ist in Sachen Aufklärung nichts zu machen. Alleine die richtige Ideologie zählt.

  43. @Limburg

    Herr Limburg, ich betätige mich nicht in Parteien und möchte auch nicht anderen Leuten meine „Ideologie“ aufdrücken.

    Meine Devise lautet, leben und leben lassen.

    Da durch die Klimaschützer mir eine Lebensweise aus Auge gedrückt wird, die mir nicht gefällt und ich ein wenig Ahnung von Klimawissenschaften habe, schreibe ich in Klimablogs, damit ich Leute, die sich informieren möchten, erreichen kann.

    Mir ist durchaus bewusst, dass vielen Leuten meine Einstellung und Beharrlichkeit nicht gefällt.

    Zu Ihrer Dr.-Arbeit Seite 93:

    Ihre Beschreibung des Strahlungsantriebes RF ist für mich Murks. Die IR-Strahlungsflüsse in der Atmosphäre durch sog. THG können für jede Höhe genau berechnet und gemessen werden. Z.B. aus Flugzeugen und mit Satelliten und mit Modtran, Hitran, etc.. Messdaten liegen mir dazu einige vor. Durch die sog. THG und Wolken strahlt die Erde weniger Wärme ins All ab, anstatt mit +15°C mit -18°C. Sonst würde der Erdboden sehr schnell auf -18°C abkühlen. Ganz einfach. Dazu bedarf es keiner Umwandlungsprozesse.

    In einer wolkenbedeckten Nacht kühlt es auch weniger aus, als in einer sternenklaren Nacht.

    Ihre Doktorarbeit habe ich zu Teilen gelesen. Dabei sticht mir ins Auge, der Erkenntnisgewinn/ neue Erkenntnisse fehlen, die Eigenleistungen sind sehr begrenzt. Vieles kommt aus dem Internet.

    Damit kann man meiner Meinung nach nicht bestehen. Auch wenn Sie das ganz anders sehen.

    Leute, die Ihnen Gegenteiliges bescheinigen, trauen Ihnen nicht die Wahrheit zu sagen, oder wissen es nicht besser.

    Von Eike, etc. ist bekannt, dass Sie Ihren Standpunkt durchsetzen wollen. Durch Klaus Ermecke.

    PS: Das ist keine Diffamierung, nur meine ehrliche Meinung.

  44. @Limburg

    PS

    Auf Seite 7 Ihrer Doktorarbeit schreiben Sie:

    Die Konsequenz allein daraus ist, dass die „wahre“ vermutete Mitteltemperatur der Erde T deutlich kleiner sein muss, als angegeben. Sie liegt vermutlich bei -1 bis -1,5 °C niedriger als der globale Mittelwert. Aber selbst dessen genauer Wert ist nicht bekannt. Kiehl et. al [Kiehl 1997] setzen die globale Mitteltemperatur bei 15 °C (288 K) an und verwenden diesen Wert für Ihre energetischen Zuordnungen zu den verschiedenen Komponenten des mittleren Energiebudgets der Erde. Jones et al. vermuten die „wahre Globaltemperatur“ bei 14,0 °C; mit 13,4 °C auf der Südhalbkugel und bei 14,6 °C Nordhalbkugel. [Jones, 1999]. Das Goddard Institute of Space Science GISS umgeht die genaue Bestimmung der Mitteltemperatur aus Messdaten und verweist auf seiner Fragen und Antwortseite5 auf Modellergebnisse. „For the global mean, the most trusted models produce a value of roughly 14 Celsius, i.e. 57.2 F, but it may easily be anywhere between 56 and 58 F (12.8 ºC to 14.4 ºC ) and regionally, let alone locally, the situation is even worse. Daraus resultiert z.B. auch eine beträchtliche Unsicherheit in den Strahlungsbilanzrechnungen, da die genannten Differenzen erhebliche Leistungsunterschiede ergeben, die ein Vielfaches höher sind, als die gesamten errechneten anthropogenen Klimaantriebe (Radiative Forcings RF).

    Und auf Seite 87:

    Die derzeitigen Computermodelle der Klimaforschung, genügen weder den Ansprüchen an Übereinstimmung mit den geltenden Naturgesetzen, u.a. in der Physik formuliert, noch wissenschaftlichen Ansprüchen an Überprüfbarkeit und Konsistenz. Ihre Ergebnisse sind deshalb weder für die Bestimmung zukünftiger Temperaturen und noch viel weniger, für die Zuordnung zu bestimmten, theoretischen Klima- bzw. Strahlungs-Antrieben (Radiative Forcings, RF) verwendbar.

    Das ist auch nicht richtig. Siehe:

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/ein-exkurs-zur-aktuell-gemessenen-klimasensitivitaet-und-absoluten-globaltemperatur/0013843/

    Woher der Satz im Programm der AfD stammt:

    Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden.

    dürfte also klar sein?

    Das ist weder wissenschaftlich noch politisch haltbar.

  45. @ Krüger:

    Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden.

    Ich hatte diesen Satz im Sinnzusammenhang allerdings völlig anders verstanden. Nämlich als Hinweis auf Klimamodelle, die schwerwiegende Folgen einer Erwärmung vorhersagten oder für die Zukunft weiterhin vorhersagen (Sürme, Dürren, Fluten usw.), deren Verläßlichkeit aber eben in Zweifel zu ziehen sei.

    Ich halte das deswegen für nicht zielführend, weil man sich hier auf das Terrain einer wissenschaftlichen Diskussion begibt, der die meisten Menschen nicht folgen können und auch nicht folgen wollen. In einem Parteiprogramm wäre die Klimapolitik eben politisch zu betrachten, und nicht wissenschaftlich.

  46. Unglaublich. gerade wollte ich das Gleiche, also nahezu wortwörtlich den Schlußsatz Peter Heller‘ s schreiben. Ein Fall von Quantenkohärenzphänomenen? 😉

    Wahrscheinlich ist das unsere „Schwäche“, zumindest wenn es um politische Willensbildung geht. Den der Academia ureigenen Zwang zur saubersten wissenschaftlichen Ableitung mit in Folge Seiten- und jahrelanger Detailldiskussionen sämtlicher Randhypothesen versteht draußen keine Sau.
    Politisches Marketing muss für den Laien verständlich sein, das haben die Ök’s besser kapiert. Die Botschaft muss jedem bei kürzester Betrachtung eingänglich sein. „Die Sonne schickt keine Rechnung“ ist die unsinnigste Behauptung, die man überhaupt aufstellen konnte, aber sie ist erfolgreich und es steckt einiger Gehirnschmalz dahinter. Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben! Oder mit anderen Worten: Jedes Wort zuviel ist ein Gedanke zu wenig!

    Ob man politische Standpunkte an den Mann bringt oder Cremes verkauft: Die Leute wissen nicht, was sie wollen, bis man es ihnen anbietet. Und dafür müssen sie es ohne einschlägige Vorbildung verstehen.

  47. Thumbs up! 🙂

  48. #44 Michael Krüger

    Inhaltlich stimme ich Ihnen weitgehend zu, nur halte ich Diktion und Urteil für zu hart und unangemessen.

    Der Begriff ‚Modell‘ oder ‚Klimamodell‘ ist bei Limburg m.E. zu unscharf. Denn ein Modell zur Bestimmung der Erdmitteltemperatur ist etwas völlig anderes als ein Strahlungstransfer-Modell oder ein GCM. Es wäre sicher weniger anstößig, wenn Limburg hier spezifischer argumentiert hätte. Denn ich meine auch, dass MODTRAN, wenngleich nur als Näherung verstanden, durchaus gute empirische Bestätigung hat und als zutreffende Näherung an die Wirklichkeit zu verstehen ist.

    Eine ausufernde Diskussion über eine Erdmitteltemperatur, die man laut z.B. Prof. Kramm gar nicht bestimmen könne, halte ich für überflüssig. Natürlich kann man ein Flächenmittel als Indikator bestimmen, dass natürlich auch einen globalen Parameter beschreibt. Die Frage aber bleibt, was diese Zahl aussagen soll. Wir wissen, dass sich selbst diese Zahl durch monatliche Schwankungen so stark rauscht, dass ein gesuchtes Signal kaum sicher feststellen lässt. Zudem sind die konkurrierenden Dienste, die nur mäßig korrelierende Datenreihen veröffentlichen, wenig geeignet, Vertrauen in die Zuverlässigkeit eines Modells zu geben.

    Ich teile hingegen die Kritik Limburgs an den GCMs. Hier sehe ich keine hinreichende empirische Absicherung. Und genau so habe ich auch die Aussage verstanden. Wie aber soll man einem fachlich Unkundigen mit wenigen Worten erklären, was ein GCM ist und wie sich diese konzeptionell und hinsichtlich der Aussagegüte von ‚einfachen‘ empirisch prüfbaren Modellen wie MODTRAN unterscheidet?

    Ich sehe Limburgs Darstellung darum weit weniger kritisch, denn er opfert Präzision der Verständlichkeit auch für Laien, und ist damit zumindest teilweise entschuldbar. Was Limburg dagegen hinsichtlich des THE glaubt, ist weniger wichtig. Hinsichtlich seiner Veröffentlichungen ist erkennbar, dass er die Themen um den THE eher flach hält.

    Ich dachte, Dr. Paul wäre nur lokal für die AfD tätig. Als Spitzenkandidat würde ich ihn darum nicht bezeichnen.

  49. #14 Heinz Eng

    .dann war es eine „Professoren-Partei“…bis sich die Profs verpisst hatten…

    Zu Prof. Jörg Meuthen:

    Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Hochschule Kehl, dortiger Studiendekan der Fakultät Wirtschafts-, Informations- und Sozialwissenschaften. Meuthen ist seit Juli 2015 einer von zwei Bundessprechern der Alternative für Deutschland (AfD). Er ist außerdem einer von drei Landessprechern in Baden-Württemberg. Er war Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 und ist dort ab Mai 2016 Landtagsabgeordneter und Fraktionschef.

    Weiterhin soll der Greifswalder Rechtswissenschaftler Ralph Weber ein Direktkandidat der AfD sein.

    Von anderen verbleibenden Professoren weiß ich zwar nichts, aber es könnten da noch einige geben. Im Übrigen fand ich Meuthen spontan sehr viel ansprechender und vernünftiger als Lucke.
    Von Joachim Starbatty, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre, habe ich in seiner aktiven AfD Zeit nicht viel mitbekommen.

  50. Hört doch endlich uff euch um THE und Zehntel Grad zu streiten…..denn Peter hat es doch perfekt in einen Satz gepackt, wat in dieser Gesellschaft faul ist…

    Der Denkfehler der Klimaschützer liegt nicht in der Forschung, nicht in Temperaturkurven und nicht in Computermodellen. Er liegt in der Projektion möglicher künftiger Entwicklungen auf eine Gesellschaft, die sich nicht ändert, die einem potentiellen Klimawandel tatenlos zusieht, die weder Maßnahmen der Anpassung ergreift, noch die sich bietenden Vorteile nutzt

    Weshalb sollen sich unsere Enkel vor steigenden Meerspiegeln fürchten, wenn se ihre Städte auch als schwimmende Insel bauen könnten?……oder gleich unterseeisch anlegen?
    Was juckt uns die Begrenzheit irdischer Ressourcen…..wenn wir bis dahin schon Teile des Sonnensystems besiedelt haben?
    Dat einzige wat hier wirklich begrenzt scheint……ist die Phantasie und der Glaube an der Weiterentwicklung der Menschheit, …..früher war ja angeblich alles besser, warum sind da die Menschen schon mit 35-50 Jahren verreckt, trotz Naturglauben und Bäumekuscheln?
    So ist halt die Evolution……wer sich nicht anpasst…..stirbt halt aus……also die Grünen als erstes.

    Onkel Heinz………..egal wie viel Mühe uns wir auch geben, den Tod kann man trotzdem nicht vermeiden.

  51. @Martin
    Naja….mir sind noch die Anfänge der AfD im Hinterkopp verblieben…..am liebsten hätte Lucke wohl eine CDU light gegründet, konnte aber nicht damir rechnen, das diese Partei für alle Unzufriedenen dieser Republik als Sammelbecken gedient hat. Dat sich da auch ne handvoll Rechtsradikaler einschmuggeln konnten….oder absichtlich dort positioniert wurden, is ja in erster Linie nicht dieser Partei anzulasten, die sich nun in aller Ruhe von Extremisten trennen kann und muss…..is ja noch etwas Zeit bis zu nächsten BT-Wahl.

    Medial fand ick nur lustig…..das Lucke erst als Teufel in Menschengestalt dargestellt wurde….und nach dem Abgang plötzlich als der nette Onkel von nebenan bezeichnet wurde…..von genau den selben Medien.
    Und ja…..mit unserer Hilfe können die ja noch etwas nachbessern am energipolitischen Programm…..is ja wohl nur ein Entwurf, der beim Parteitag ersteinmal bestätigt werden muss.

    Meine Meinung…..gebt den Leutchen eine Chance, viel schlimmer als die etablierten Blassierten….können se ja nun wirklich nicht mehr werden.
    Onkel Heinz………..man sollte schon mal ne Notbremsung machen, wenn der Abrund schon in Sichtweite ist.

  52. Onkel Heinz … mir sind die Rechtsradikalen auch ein wenig unheimlich. Die scheint es wirklich zu geben, wie auch Autonome und andere Verbrecher. Nur wird mir heutzutage allzu leichtfertig alles, was zuckt, gleich mit Nazikeule und dem ganzen Instrumentarium der Pressebreitseite gedroht -- sozusagen hypersensibilisiert. Darum traue ich den An- und Auswürfen der Medien erst mal nicht. Wer da immer unter Generalverdacht des Größten Anzunehmenden Unmensch gestellt wird, und sich dann als eher harmlos erweist … ein Jörg Höcke ist mir erst mal etwas befremdlich:

    Die Transkription seiner Rede ist nur in Bruchstücken verfügbar:

    Stattdessen schwärmt er von der großen Zeit, die Deutschland im Kaiserreich hatte und von Bismarck. „Thüringer! Deutsche! 3000 Jahre Europa! 1000 Jahre Deutschland! Ich gebe euch nicht her! Und ich weiß: Ihr gebt sie auch nicht her!“

    http://www.deutschlandfunk.de/demonstration-in-erfurt-afd-und-npd-gemeinsam-gegen-die.862.de.html?dram:article_id=333406

    Das ist zwar nicht meine Geschichtsrezeption, aber Nazi oder gefährlich ist das auch nicht.

    Vielmehr halte ich einen gesunden Nationalstolz, wie weltweit der Patriotismus als Tugend gilt, für leicht pathetisch und angestaubt, dennoch als identitäts- und wertbildende Funktion für nachdenkenswert. Reflexhaftes Angstverhalten vor einem Bruch der Political Correctness scheint mir da das größere Problem. Für mich ist Freiheit ein sehr wichtiger Term, und das heißt, nicht jede abweichende Ansicht sofort zu sanktionieren. Persönlich wünsche ich mir keine Höckes in der AfD, aber ein Ausschluss erscheint mir noch schlimmer. Wenn sich notorische AfD-Gegner an der Person festbeißen, anstelle anderes als Skandale hochzustilisieren … who cares?

  53. @Martin
    Lach….als erstes sollte man mal feststellen ob die Hirnlosen tatsächlich Neonazis sind oder vom Verfassungsschutz eingesetzt werden, damit unsere bunte Regierung auch schön „Krampf gegen Rechts“ zelebrieren kann.
    Übrigens……sieht man ja an den USA…..kann eine Demokratie auch mit ein paar blonden Knallkörpern mit Springerstiefel janz jut klar kommen….die sind primitiv gestrickt…..denen fehlt einfach mal ne gutmütige Oma, die sie sanft über die Wange streichelt.
    Kopfschmerzen machen mir die linken Radikalisten….die auch vor Sabotageakte an der Infrastruktur nicht zurückschrecken (abgebrannte Kabelbäume u.v.m)……die unsere Demokratie hassen wie die Pest, die am liebsten Verhältnisse wie in unleidigen Zeiten Kambodschas einführen wollen….einschließlich der Salonkommunisten ala Augstein…..dem plötzlich Volksentscheide janz kontraproduktiv erscheinen, weil die radelnden Tulpenenverkäufer…einfach mal nee gesagt haben.

    Alles…was der Regierungslinie zuwiderläuft…..alles was nicht mit wehenden Fahnen den gleichgeschalteten Medien hinterherhechelt…..ist verdächtig……neuerdings auch Titten und Ärsche….das müssen wir einfach aushalten,
    denn am Ende schreibt der Sieger die Geschichte.
    Links-grün hat abgewirtschaftet…..jetzt versuchen wir es halt mal etwas konservativer…..Versuch macht kluch, man kann scheitern……aber wer es nie versucht, ist schon gescheitert.

    Oh man…..Onkel Heinz in extrem artiger Schreibform…..nur um maaslose Zensoren nicht auf den Plan zu rufen…..is ja schon wie in alten DDR-Zeiten, nur das die Ohren jetzt elektronisch sind.

    So….Onkel Heinz widmet sich jetzt wieder dem Abschlachten von Zombies, Ungeheuer und alles sonstige, was das friedliche Zusammenleben in Azeroth stören will.
    MfG
    H.E.

  54. Sehr geehrte AfD-Parteimitglieder und Funktionäre,

    die Diskussion über Gentechnik dürfte sich in Deutschland in nächster Zeit fundamental ändern. Die neue CRISPR/CAS9 Methode wird von eher linksgrün eingestellten Medien mittlerweilen geradezu euphorisch gefeiert. Ich hätte mir dies nicht in meinen kühnsten Träumen vorgestellt. Der Sender 3SAT bringt diese Woche den zweiten Teil einer Dokumentation zum Thema. In der Wissenschaftssendung Nano, stramm linksgrün eingestellt, wird CRISP/CAS ebenfalls bejubelt.

    Erklären Sie das bitte ihren Abgeordneten, die sich allem Anschein nach auf einem Holzweg befinden.

    http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/186042/index.html

  55. @Peter

    Du schreibst:

    „Ich halte das deswegen für nicht zielführend, weil man sich hier auf das Terrain einer wissenschaftlichen Diskussion begibt, der die meisten Menschen nicht folgen können und auch nicht folgen wollen. In einem Parteiprogramm wäre die Klimapolitik eben politisch zu betrachten, und nicht wissenschaftlich.“

    Meines Erachtens wird in den Medien eine wissenschaftliche Diskussion inszeniert die immer auch einen politischen Zweck dient bzw. einen politischen Kontext hat. Daneben gibt es auch Wissenschaftssendungen die als Lehrveranstaltungen konzipiert sind deren Autoren aber natürlich nicht politisch unabhängig sind. Hypothesen und Vermutungen aus der Klimaforschung und aus den Modellen werden als Fakten dargestellt in den Medien. Das bleibt nicht aus.

    In diesem Szenario finde ich eine Gegenposition mit einer anderen Hypothese ebenfalls wichtig, auch wenn sie falsch ist.

    Das regt zum Nachdenken und zur Diskussion an und fördert die politische Willensbildung, ja sogar das Verständnis für Wissenschaft. Wissenschaft ist ja mehr als plausible Modelle und coole Experimente für den Laien mundgerecht aufbereitet

    Aber Du hast Recht man sollte dann den politischen Teil abtrennen, denn die politische Diskussion damit zu vermischen ist nicht zielführend.
    Wichtig ist es vor Allem die Klimapolitik mit ihren realen Auswirkungen auf die Staatsbürger in Deutschland zu diskutieren und nicht im Hinblick auf die moralischen Ziele des medialen Mainstream.

  56. interessant:
    #45 @Heller

    Ich hatte diesen Satz im Sinnzusammenhang allerdings völlig anders verstanden.

    Glaube nach eifrigem Mitlesen beide Standpunkte verstanden zu haben,
    Wie beurteilt wohl Hr. Krüger folgende Formulierung:
    Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen hinsichtlich darin implizierter Zukunftsvisionen mit extremen Dürren oder Überschwemmungen durch Messungen oder Beobachtungen nicht belegt werden können.

    PS: überzeugt mich auch in dieser langen thread :-
    #7

    Übrigens: Meckern ist leicht, tun ist schwer

    habe mal nur so ‚THE GMC‘ gegoogelt 🙂

  57. Noch mal: Ist es moralisch vertretbar, in den Krümeln zu suchen und damit die Unterstützung zu verweigern, wenn die Alternative dazu krass die völlig falsche Richtung ist?

  58. Wenn wir schon über Formulierungen streiten … Peter Heller sagt:

    Wirksamer Klimaschutz vernichtet Wohlstand und verbaut den Entwicklungs- und Schwellenländern alle Wege aus der Armut.

    Gemeint war da sicher: Wirksame Maßnahmen die dem angeblichen Klimaschutz dienen sollen …

    Denn ich wüsste nicht, wie man das Klima überhaupt schützen könne, gemeint sind sicher menschengemachte Veränderungen. Die Frage bleiben dann vielfältig:

    1. Wieso sollten menschngemachte Veränderungen schlecht sein, natürliche aber gut?
    2. Ist eine natürliche Eiszeit vor einer menschengemachten Erwärmung zu schützen?
    3. Kann man hinreichend sicher bestimmen, wie groß der Anteil der menschengemachten Erwärmung sei?
    4. Ist die Klimaveränderung überhaupt negativ -- und damit ’schützenswert‘ zu deklarieren?
    5. Kann man überhaupt wirksam und quantifizierbar das Klima durch die genannten Maßnahmen beeinflussen?

    Da Klimaveränderungen zum normalen Ablauf gehören, ist die Frage nach Schutz vor jenen bereits absurd. Nach meinen Kenntnissen kann man selbst unter Akzeptanz einer Klimasensitivität des CO2 von 3 K -- was ich bereits für völlig falsch halte -- das Klima nicht wirksam beeinflussen. Modellrechnung zeigten, dass der Anteil der Deutschen unter 3% der weltweiten direkten CO2-Emissionen ohnehin nichts bewirkt.

    Die ‚wirksamen‘ Maßnahmen des EEG kostete bislang viele Milliarden, und schafften sei 7 Jahren keine signifikante CO2 -Reduktion in D, geschweige denn einen Beitrag zum ‚Klimaschutz‘.

  59. Der IPCC hat den Auftrag nachzuweisen, dass die menschgemachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden.

    Ergänzend zu diesen Satz: Die aktuellen Klimamodelle (GCMs) des Weltklimarates IPCC weisen Rückkopplungsparameter zwischen 0,8 und 2,4 W/(m^2*K) auf. Daraus ergibt sich bei CO2-Verdopplung ein Temperaturanstieg von 1,5 bis 4,5°C. Setzt man die geringste Klimasensitivität an, so erhält man einen Temperaturanstieg von 1,5°C bei CO2-Verdopplung nach IPCC. Das ist gar nicht so unrealistisch, da bei CO2-Verdopplung alleine durch den Strahlungsantrieb die Temperatur um 1°C ansteigt.

    Auch in den aktuellen Messwerten der Globaltemperatur zeigt sich, dass diese am besten mit den Klimamodellen (GCMs) mit geringer Klimasensitivität übereinstimmen.

  60. Ein Kommentar hängt wieder im Spam, oder Papierkorb, bitte freischalten. Danke.

  61. Bleiben wir doch mal im „Politischen“ und entwickeln griffige Aussagen / Headlines zu Klima-und Energiepolitik.

    Imperativ: 3 Worte sind zu wenig, 20 Worte zuviel, stellen wir uns vor dem geistigen Auge ein Wahlplakat vor:

    1. Endlagerproblem -- ein Problem wie viele, welches wir ohne die Grünen gar nicht hätten.
    2. 95% Prozent des „Atommülls“ wären schon jetzt vermeidbar -- ohne die Grünen, mit Recycling.
    3. Die Welt baut heute 116 Kernkraftwerke -- Deutschland schaltet sich bis 2022 ab
    4. Endlagerproblem -- im Jahr ein Problem in der räumlichen Größe Ihres Schlafzimmers
    (…)

    1. Die Sonne schickt keine Rechnung -- Ihr Ökostromversorger schon
    2. 70% Ihres Strompreises werden verursacht durch Steuern und Grüne Ideologie
    3. Deutschland wendet Energie -- 600.000 Haushalte wurden schon abgeschaltet
    4. Für 70% Ihrer Tankrechnung bedankt sich Ihr zuständiges Finanzamt
    (…)

    1. 3% des weltweit ausgestoßenen CO2 stammt aus Deutschland
    2. Der Nordpol schmilzt -- seit 30.000 Jahren selten so langsam, wie heute
    3. Artenschutz in Deutschland: 400.000 tote Fledermäuse pro Jahr bedanken sich für Windanlagen
    4. Grüner Waldschutz heute und gestern: Fläche 24.000 Windanlagen = 3400 x Startbahn West
    5. 2% der Fläche Deutschlands für Windanlagen = 2,5 mal die Fläche des Saarlands
    (…)

    eine 3 zeiler Fußnote reicht in der Regel zur Erklärung

    Wem fällt noch etwas ein?

  62. Danke, ist gespeichert für die nächsten Landtagswahlen.
    Mein Beitrag:
    Eisbärsterben? Knuts Brüder fressen die kleinen Robbenbabies!

  63. Grün Links ,,,Bei soviel praktiziertem Unverstand, tag täglich, fällt mir nichts mehr ein. Aber so eine Zusammenstellung zeigt schon einmal den geballten Unsinn. Leider werden in grünen Gemeinschaftsschulen die Kinder noch weniger Rechnen und Schreiben können. Die Kritik an den Fehlentwicklungen wird also abnehmen. Herangezüchtete Idioten sind also leichter zu regieren.#61 Danke

  64. #59 Michael Krüger

    Daraus ergibt sich bei CO2-Verdopplung ein Temperaturanstieg von 1,5 bis 4,5°C. Setzt man die geringste Klimasensitivität an, so erhält man einen Temperaturanstieg von 1,5°C bei CO2-Verdopplung nach IPCC. Das ist gar nicht so unrealistisch, da bei CO2-Verdopplung alleine durch den Strahlungsantrieb die Temperatur um 1°C ansteigt.

    Gehen wir bei RFa von 1°C aus ist die Frage nach den Rückkopplungen entscheidend. Viele jüngere Studien gehen von Werten der Klimasensitivität um 1,5 °C und teils darunter aus. Andere, wie Lindzen, Harde u.a. ermitteln negative Rückkopplungen, so dass Klimasensitivität < 1 °C ist, ggf. Klimasensitivität < 0,5 °C. Und das wäre eine Marginalität. Mir erscheint das plausibel.

    Im AR5 wird ausdrücklich kein wahrscheinlichster Wert für die Klimasensitivität im Band von 1,5 -- 4,5 °C genannt. Dennoch wird hinsichtlich der Berechnung des 2-Grad-Ziels stets von 3 °C ausgegangen.
    Mein punkt ist nun: Wenn man diese Klimasensitivität nicht sicher in einem Toleranzband von 30% bestimmen kann, ist diese eben wissenschaftlich nicht sicher darstellbar und hochgradig spekulativ. Menschheitsprogramme mit Spekulationen zu begründen ist m.E. völlig unzulässig.

    Ich finde darum die Formulierung im AfD Leitantrag wissenschaftlich hinreichend korrekt und verstehe Ihre Kritik nicht wirklich.

  65. #61 FK 9 Pilot

    Gute Idee! Ein paar Vorschläge:

    1. Eine zuverlässige Stromversorgung, auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht bläst.
    2. Wir brauchen Reservekraftwerke, wenn kein Wind oder Sonne. Aber die kosten auch, wenn sie nicht produzieren dürfen.
    3. Kostengünstige Batteriespeicher? Nicht mal bei Raumschiff Enterprise -- da gab es auch nur Reaktoren
    4 Power-to-Gas -- wegen eines gesamt-Wirkungsgrades von max 30% gehen 70 % unweigerlich verloren
    5. Verbindliche Einsparziele 2020: Unsinnige Vorgaben, meilenweit verfehlt, aber dennoch Milliarden in den Sand gesetzt.
    6. EnEV heißt kostentreibende Auflagen -> Wohnen wird teurer.
    7. Für was brauchen wir Südlink und anderen Netzausbau, wenn nicht wegen den Windrädern? Bezahlen müssen wir das trotzdem.

  66. Die Liste der Vernunft, gegen die Unvernunft ist lang. Politisch läuft nur die Unvernunft und die Unfähigkeit unsere Zukunft zu steueren. Solange die vermeintlich „Vernünftigen“ programmatische den Grünen hinter her rennen, wird sich nichts ändern.
    Die Absolventen der Gemeinschaftsschulen werden es weder nachrechnen können, noch als Protest formulieren können. Die idealen Wähler für „irgendwie grün“. Da ich 68 bin, ein Problem der nachhaltig nachwachsenden Generation.
    @ #61 und 65 Danke für die Mühe, das könnte man noch lange ausbauen.

  67. Wenn die „Raute des Grauens“ sagt -wir schaffen das- dann wird hier gefälligst nich gemeckert, sondern angepackt.

    Der Wind schickt keine Rechnung……und warum kommt er dann desöfteren….als Sturm vorbei?
    Will er uns damit etwas sagen?…..das die Grünen vergessen haben, wie seine IBAN-Nummer lautet?

    Die Sonne schickt auch keine Rechnung….ganz besonders in der Nacht….wo alle Katzen grau sind und mir elekrotechnisch das Grauen kommt.

    Mit einen Furz könnte man ein BHKW antreiben…..aber nicht, wenn derselbe….in grünen Hirnen gefangen ist.

    Wer einen Sinn darin sieht….ist echt schlauer als icke…*grins.

    Onkel Heinz…..Sinnfrei kann ick am besten….hab ick von den Grünen gelernt.

  68. @Lothar
    Ick bin bei Dir…..und wenn mein Lach-Flash überwunden ist…..helf ick Dir bei dem Programm der AfD, Pionierehrenwort.

    Aber jetzt, hier und heute……als ick nachfolgendes Foto gesehen habe……komm ick immer noch nich aus dem Lachen raus.
    http://www.rolandtichy.de/meinungen/maas-der-minister-und-die-frauen/

    Tut mir echt leid…..aber bei dem Typ muss ick an ein janz bestimmtes Märchen denken….Rumpelstilzchen…..und anschließend kann ick einfach kein einzigen ernsthaften Gedanken mehr fassen.

    Egal…ick geh jetzt lecker Pizza essen…und dann sehen wir weiter….versprochen.

    Onkel Heinz……kleine Männer sind janz besonders gefährlich, siehe Napoleon.

  69. Naja, Wenn ihre geistige Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge riesige Schatten, nur dass mich Besagter da an jemand kaum zitierfähigen erinnert, sowohl vom Habitus, als auch mit Blick auf den Charakter eines typischen Erfüllungsgehilfen…

  70. @Testpilot
    Wenn ick die SPD-Führung vor meinen geistigen Auge aufmarschieren lasse…..ist doch tatsächlich der Erzengel noch der Sympathischte aus dieser Gammeltruppe. Wenn juristisches Mittelmaaß (mit dem Hang Fremdzuknutschen) plötzlich sein Herz für sexistische Werbung entdeckt, wenn der personifizierte „Gesicht-zur-Faust-geballt-Mann“….sich nur durch unflätige Ausdrucksweise in diversen Dumm-Quasselshows hervortut……eine Arbeitsverhinderungsminister_Inn in U-Bahnhöfen Aufenthaltsräume mit Fenster haben will……dann weiß ick, dat Listenplätze für Leute gemacht wurden, die ansonsten auf freier Wildbahn, NULL Überlebenschancen hätten.

    Tja…..ick nenn das mal den „Anti-Kretschmann-Effekt“……statt zusätzliche Stimmen bei der Wahl einzuheimsen, weil ja der Landesvater so ein nette Onkel ist….verschreckt die SPD-Führungsriege den Wähler schon durch reine Anwesenheit (ähnlich „uns Claudi“…wo man manisch-panisch janz schnell das Foto wegscrollt, wenn in WO wieder mal ein Artikel über ihre Betroffenheitsarien erscheint).

    Weeßte…..für mich muss ein Politiker nicht besonders hübsch aussehen, wenn er/sie/es denn wenigstens eine anständige Politik machen würde…….aber häßlich UND blöd……is ne Mischung, die mir regelmäßig auf den Darm schlägt.

    Onkel Heinz…….fällig für die Denunzierung durch die Stasi-Schnüffel- und Anscheißertruppe in maaschen Auftrag

  71. @Landvoigt

    Im AR5 wird ausdrücklich kein wahrscheinlichster Wert für die Klimasensitivität im Band von 1,5 — 4,5 °C genannt. Dennoch wird hinsichtlich der Berechnung des 2-Grad-Ziels stets von 3 °C ausgegangen.
    Mein punkt ist nun: Wenn man diese Klimasensitivität nicht sicher in einem Toleranzband von 30% bestimmen kann, ist diese eben wissenschaftlich nicht sicher darstellbar und hochgradig spekulativ. Menschheitsprogramme mit Spekulationen zu begründen ist m.E. völlig unzulässig.

    Man kann die aktuelle Klimasensitivität aber anhand der CERES und ERBE-Messungen bestimmen. Die liegt bei um 1°C. Die GCMs arbeiten aber mit Werten zwischen 1,5-4,5°C, ganz einfach, da man sonst die Eiszeiten und Warmzeiten und deren starke Klimasprünge nicht erklären könnte.

    http://www.acs.org/content/acs/en/climatescience/atmosphericwarming/climatsensitivity.html

    Die Strahlungstransfermodelle sind OK. Die GCMs auch, nur rechnen sie mit zu großen Klimasensitivitäten.

  72. @Heinz #70
    Die Zeiten eines Herbert Wehner sind leider vorbei 🙁

  73. PS

    Ich sehe die Klimasensitivität bei 1-1,5°C.

    Der bisherige CO2-Anstieg von 280-400ppm hat 0,6°C Erwärmung gebracht.

    dT = 0,3 x 5,35 x ln (400/280) = 0,6°C durch CO2 von den 0,8-0,9°C Temperatur-Anstieg seit 1850.

    Die Klimasensitivität liegt also derzeit bei dT = 0,3 x 5,35 x ln (2) = 1,1°C.

    Die Klimaforscher behaupten nun, die Reaktionszeit der Klimasystem liegt bei einigen Hundert Jahren und da kommt noch was im Nachlauf. Halte ich für Blödsinn. Mit Nachlauf ergeben sich höchsten 1,5°C Klimasensitivität.

  74. @Michael Krüger

    Vahrenholt und Lüning gehen auch von 1,5 Grad aus. Und die gelten beim UBA als böse Klimaleugner. Wie nun? Sollten wir uns wegen den 1,5 Grad Sorgen machen? Ich glaube zwar eher mit Harde, dass die Klimasensitivität bei unter 0,5 Grad liegt, aber ich würde dafür weder Lanzen brechen noch hohe Wetten abschließen.

  75. @Martin Landvoigt #74

    Damit kann man gut festmachen, dass das UBA und auch die Mainstream-Klimaktivisten nicht indem naturwissenschaftlichen Kontext, sondern in einem politischen Kontext agieren mit vorgeblich naturwissenschaftlichen Argumenten.
    Dafür braucht es möglichst viele Gegenpositionen.
    Das sollte aber Herrn Krüger nicht abhalten beide Seiten für ihre Aussagen zu kritisieren.

  76. Die Zeiten eines Herbert Wehner sind leider vorbei

    …hätte mir damals einer gesagt, dass ich denen mal nachtrauere…
    Und aus dem Chaos sprach damals eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“, und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer…

  77. @Landvoigt

    Ich sehe es so. Man sollte von den aktuellen Messwerten der Klimasensitivität CERES/ ERBE ausgehen und nicht davon, dass wie beim letzten Übergang von Eiszeit zur Warmzeit positive Rückkopplungen, die zu einer höheren Klimasensitivität führen, zum Tragen gekommen sein müssen, um den großen Temperatursprung erklären zu können. Zumal wir in den letzten 100 Jahren keine so großem Eismassenverluste und Veränderungen der Meeresströmungen wie seit der letzten Eiszeit hatten.

    Da landen wie bei 1-1,5°C Klimasensitivität. Unterster Bereich der IPCC-GCMs.

    Eine Klimasensitivität von 0,5°C halte ich für nicht realistisch, zumal die CERES/ ERBE Messungen höhere Werte ergeben.

  78. Um das hier ein für alle Mal klar zu stellen:
    Was auch immer die „AfD“ in Sachen Klima von sich gibt und in’s Programm aufnehmen will, dieser Nazi- Haufen gehört nicht gewählt, da gibt es für mich nichts zu diskutieren.
    Ende der Ansage !

  79. PS
    In der Anstalt hat man sich mal etwas detaillierter mit den Großkopferten der Rechten auseinander gesetzt -- empfehlenswert, wie immer !

  80. @Krishna Gans #78

    Das hört sich an wie die Klimaktivisten

  81. Das ist von Propaganda erzeugte Angst.

  82. @ Günter #80

    es zeigt zumindest die gleiche geistige Engstirnigkeit, das Unvermögen, sich auf das Abenteuer Denken in fremden Ideologien einzulassen. Man muss es sich nicht zu eigen machen, was man bei derartigen Abenteuern erlebt und erfährt, doch fürs Verständnis mit was wir es beim Untersuchungsgegenstand zu tun haben, ist es unerlässlich. Genau dies geschieht aber nicht mehr, wenn das Denken bereits politisch determiniert ist, mit der abgeschlossenen Freund-Freind-Klassifizierung.

  83. @Günter Heß #80
    Nun, dann hört es sich eben so an, und ?

    @QQ #82
    Ich komme nicht ganz ungefähr dazu, mir diese meine Meinung gebildet zu haben, ganz sicher gehört Engstirnigkeit nicht dazu.
    Du urteilst da 1. vorschnell, 2. ohne Wissen darüber, was mich zu meiner in #78 geäußerten Meinung geführt hat und entsprichst somit dem Klischee das man von einem s. g. Besserwisser hat.

    Und nein, ich diskutiere nicht darüber 😀

  84. @ 78 Gans:
    Klar, Nazis, kann ja garnicht anders sein. Die meine ja was anderes als die selbsternannten progressiven, die sich ja nach eigener Aussage im Besitz der allein selig machenden Wahrheit befinden. Und darüber wird nicht diskutiert. Da haut man drauf. Dem abweichlerischen Gesindel wird man die flötentöne schon beibringen.
    Mal ehrlich, sowas kenn ich noch aus der DDR. dir hätte es in der Partei sicher gut gefallen. Offen gesagt wünschte ich mir, daß solche Leute wie du mal vier Wochen in der echten Nazizeit zubringen müssen. Oder nur zwei Wochen Spaß in Hohenschönhausen zu DDR-Zeiten. damit Du mal ansatzweise mitbekommst, was Du so von Dir gibst.

  85. Krishna,

    damals in den 80ern mag es angemessen gewesen sein, alles, was sich „rechts von der CDU“ tummelt in die „Nazi-Schublade“ zu stecken. Aber unter Merkel ist die Union dermaßen nach links gewandert, daß rechts davon ganz viel Platz frei geworden ist -- für Konservative, Liberale, Bürgerliche Ex-CDU und Ex-FDP-Wähler zum Beispiel. Die Gründung der AfD 2013 zielte genau auf diese Wählergruppe, und ihr Programm richtet sich immer noch an diese. Mag ja sein, daß genauso viele AfD-Ortsverbände von Rechtsextremisten unterwandert wurden wie Piraten-Ortsverbände von Linksextremisten -- gerade Extremisten neigen dazu, zuviel Zeit für politisches und zuwenig Arbeit zu haben, und das Parteiengesetz erlaubt keine Prüfung, ob die Mitglieder tatsächlich mit den Werten des Parteiprogrammes übereinstimmen. Trotzdem: „Nazi“ ist eine ziemlich starke Anschuldigung, die in den „Mainstream-Medien“ (auch „Lückenpresse“ genannt) derzeit inflationär mißbraucht wird. Dem muß man nicht folgen. Ich finde den Ansatz von Peter Heller besser, einfach mal nachzulesen, was denn in den Programmen tatsächlich drinsteht. Auch wenn ich gestehen muß, daß z.B. die FDP ihr Wahlprogramm von 2009 nicht erkennbar umgesetzt hat.

  86. Schröpfung des Steuerzahlers, Semi-Sozialismus, Staats-Kleptokratie – der Philosoph Peter Sloterdijk löste mit seinen Thesen zur Zukunft des Kapitalismus in diesem Herbst eine Debatte aus. Axel Honneth, Altverwalter der Frankfurter Schule, erwiderte empört. Exklusiv in Cicero antwortet Sloterdijk mit seinen „Zeitdiagnostischen Bemerkungen“. Entstanden ist ein Manifest zum neuen Zeitgeist, ein Plädoyer für Freiheitswind in Deutschland.

    Wir haben uns – unter dem Deckmantel der Redefreiheit und der unbehinderten Meinungsäußerung – in einem System der Unterwürfigkeit, besser gesagt: der organisierten sprachlichen und gedanklichen Feigheit eingerichtet, das praktisch das ganze soziale Feld von oben bis unten paralysiert. Dies gilt, wohlgemerkt, nicht für die aktuelle deutschsprachige Literatur, die farbig und ausdrucksstark ist wie seit langem nicht. Aber unsere sogenannte „Öffentlichkeit“, der politisch-publizistische Raum, die Sphäre der vorgesagten und nachgesagten Meinungen ist auf eine Weise durchsterilisiert und homogenisiert, dass man meinen möchte, fast alle, die bei uns öffentlich das Wort nehmen, kämen geradewegs aus dem Desinfektionsbad. Die Perser würden glauben, sie entdeckten auf fremdem Boden orientalische Verhältnisse wieder. Denken wir an den entlarvenden Vorgang, der sich vor wenigen Wochen anlässlich einiger kantiger Formulierungen des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin entwickelt hat: Weil er so unvorsichtig war, auf die unleugbar vorhandende Integrationsscheu gewisser türkischer und arabischer Milieus in Berlin hinzuweisen, ging die ganze Szene der deutschen Berufsempörer auf die Barrikaden, um ihm zu signalisieren: Solche Deutlichkeiten sind unerwünscht. Man möchte meinen, die deutsche Meinungs-Besitzer-Szene habe sich in einen Käfig voller Feiglinge verwandelt, die gegen jede Abweichung von den Käfigstandards keifen und hetzen. Sobald einmal ein scharfes Wort aus einem anderen Narrenkäfig laut wird, bricht auf der Stelle eine abgekartete Gruppendynamik los. Dabei geht es zu, als gelte es, einen Wettbewerb in Empörungsdarstellung zu gewinnen: Wer schafft es, seine Konkurrenten an Würdelosigkeit beim Eifern und Geifern zu übertreffen?

  87. Wir haben uns – unter dem Deckmantel der Redefreiheit und der unbehinderten Meinungsäußerung – in einem System der Unterwürfigkeit, besser gesagt: der organisierten sprachlichen und gedanklichen Feigheit eingerichtet, das praktisch das ganze soziale Feld von oben bis unten paralysiert. Dies gilt, wohlgemerkt, nicht für die aktuelle deutschsprachige Literatur, die farbig und ausdrucksstark ist wie seit langem nicht. Aber unsere sogenannte „Öffentlichkeit“, der politisch-publizistische Raum, die Sphäre der vorgesagten und nachgesagten Meinungen ist auf eine Weise durchsterilisiert und homogenisiert, dass man meinen möchte, fast alle, die bei uns öffentlich das Wort nehmen, kämen geradewegs aus dem Desinfektionsbad.

    Schröpfung des Steuerzahlers, Semi-Sozialismus, Staats-Kleptokratie – der Philosoph Peter Sloterdijk löste mit seinen Thesen zur Zukunft des Kapitalismus in diesem Herbst eine Debatte aus. Axel Honneth, Altverwalter der Frankfurter Schule, erwiderte empört. Exklusiv in Cicero antwortet Sloterdijk mit seinen „Zeitdiagnostischen Bemerkungen“. Entstanden ist ein Manifest zum neuen Zeitgeist, ein Plädoyer für Freiheitswind in Deutschland.

  88. @81

    Das ist von Propaganda erzeugte Angst.

    Jod-Tabletten…

    zum Thema sonst: Ganz frische IW-Studie

  89. Krishna Gans #78,

    Was auch immer die „AfD“ in Sachen Klima von sich gibt und in’s Programm aufnehmen will, dieser Nazi- Haufen gehört nicht gewählt, da gibt es für mich nichts zu diskutieren.

    Was nun, die Raute des Grauens will nicht mehr auf die Nazi-AFD einprügeln 😉

    Das Parteien Theater geht weiter.

  90. Einprügeln, Niederbrüllen ist nicht sehr demokratisch.
    Muß die wohl gemerkt haben.

  91. Glaube nicht, dass die etwas merkt 😉
    Seehofer:

    Diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden.
    Jene , die entscheiden, sind nicht gewählt

    Warum wählen?

  92. Krishna Gans,
    tut mir leid, ich finde nichts bei der AFD, was auf Nazi hindeutet.
    Obwohl ich nichts aber auch gar nichts von irgendwelchen Parteien halte, habe ich mir einen Überblick verschafft.
    Keine Kompetenzen an EU, raus aus dem Euro hören sich gut an. Glaub ich nicht. Sie hätten doch wenigstens auf Schäuble oder Gysi hören sollen und die Abschaffung des Besatzungsstatutes fordern können. Aber vielleicht können solche völkerrechtlichen Dinge auch nicht von Firmen erledigt werden 😉

    Die AFD wurde sicherlich mal zur pro TTIP gegründet aber Lucke und Henkel haben es vermasselt. Seehofers “ JENE “ waren sicherlich unzufrieden.

  93. @Quentin #82

    Jemand anderen zu diffamieren zeigt ja vor allem an, dass man keine Argumente hat das hast Du in #82 mit Engstirnigkeit gut beschrieben.
    So wie Peter Parteiprogramme liest, schau ich mir Parteitage an. An dieser Stelle möchte ich Phoenix loben die es wirklich weitgehend geschafft haben neutral zu berichten. Da weiß man dann warum man Gebühren zahlt.
    Die Ausgrenzung der „AfD“ zeigt vor Allem, dass die Bekenntnisse zur Demokratie bei den etablierten Parteien Lippenbekenntnisse sind wenn es unangenehm wird. Die AfD hat in den Umfragen 9% -- 14%, weil sie Meinungen auf den Tisch bringt die in der Bevölkerung diskutiert werden. Diese Meinungen schaffen es in die Parlamente zu kommen und nehmen an der politischen Willensbildung teil. Damit zeigt sich, dass wir eine stabile Demokratie haben. So eine Entwicklung wäre in einer Diktatur wie der DDR unmöglich gewesen.
    Klar, dass es vermutlich linke Stimmen gibt die es vielleicht innerlich bedauern, dass sie nicht die gleiche Macht ausüben können über Andersdenkende wie einst in der DDR. Auch große Transformatoren liebäugeln ja mit der „Diktatur“ wenn es darum geht schnell Klimaschutzmassnahmen durchzusetzen. Da wird dann vor allem China als Vorbild genannt.
    Diese pseudomoralische Ausgrenzung von Andersdenkenden ist anscheinend ein starkes Bestreben in unserem Land das alle Parteien erfasst. Auch die AfD scheint mir nicht frei davon zu sein. In einer pluralen Gesellschaft bleibt diese Tendenz aber unwichtig solange sich kein Mainstream ausbildet der die Posten unter sich verteilt. Zur zeit haben wir zuviel Mainstream und deshalb ist die AfD ein wichtiges Korrektiv wie man auch am Klimaschutz und der Energiepolitik sieht..
    Die FDP scheint dazu ja nicht in der Lage zu sein.

  94. @ Günter,

    Ja Phönix ist ok. Ich schaue nur wenig TV, aber wenn, immer zuerst auf Phönix.

    Diese Meinungen schaffen es in die Parlamente zu kommen und nehmen an der politischen Willensbildung teil. Damit zeigt sich, dass wir eine stabile Demokratie haben.

    Neue politische Strömungen wirken der Postdemokratie entgegen. Wahrscheinlich braucht jede Zeit ihre Rebellen, damit sich eben solche postdemokratischen Strukturen, wie sie quasi automatisch in einem durch regulierten Gemeinwesen entstehen, wieder aufbrechen und dem Volk wieder die Gelegenheit gegeben wird, wirkliche Entscheidungen zu treffen. In einem NZZ-Interview formulierte es Marc Jongen mal so:

    Von Colin Crouch stammt der Begriff der Postdemokratie. Er besagt, dass die Demokratie sich unversehens in eine Regierungsform verwandelt, in der zwar an der Oberfläche alle demokratischen Institutionen erhalten bleiben, in der aber die Entscheidungen längst von anderen Instanzen getroffen werden und der reale Einfluss der Bürger auf das Regierungs­geschehen gegen null tendiert.

    Es sind also die entstandenen Strukturen im Hintergrund, die die Kontinuität des Bestehenden absichern. Linke und Grüne haben dies, vor langer Zeit, als sie selbst die Rebellen waren, erkannt und es eben auch auf diese Strukturen abgesehen. Mit einem Unterschied vielleicht, sie haben sich ihrer bemächtigt. Siehe Gramsci. Aber selbst ohne Strategie scheint dieser Weg zur Postdemokratie automatisch zu sein. Am Anfang geht es einer neuen Bewegung immer darum viele zu erreichen, es steht das Wachstum im Vordergrund. Später dann die Stabilität, welche über Institutionen abgesichert wird (frei nach Canetti). Hier besteht dann die Gefahr, dass die Macht zu sehr auf die Institutionen über geht.

    Wenn diese Prozesse aber bekannt sind, dann kann man dagegen steuern. Zum Beispiel mit basisdemokratischen Elementen wie Volksabstimmungen. Dieses Element wird dann zwar auch zur Institution, wirkt aber der Machtausübung der im Hintergrund entstandenen Institutionen entgegen.

  95. #94. QQ

    Wenn diese Prozesse aber bekannt sind, dann kann man dagegen steuern. Zum Beispiel mit basisdemokratischen Elementen wie Volksabstimmungen. Dieses Element wird dann zwar auch zur Institution, wirkt aber der Machtausübung der im Hintergrund entstandenen Institutionen entgegen.

    So ist es. Und genau deshalb stemmen sich die vereinigten etablierten Parteien vehement gegen basisdemokratische Entscheidungsformen. Denn das würde Machtverlust bedeuten.

    karl.s

  96. @ karl.seegert

    Und genau deshalb stemmen sich die vereinigten etablierten Parteien vehement gegen basisdemokratische Entscheidungsformen.

    Sie machen das ein wenig subtiler, und geben vor, Bürgerversammlungen und Bürgerdialoge wären ein Beitrag zur Basisdemokratie. Doch das ist Augenwäscherei. Nur dort wo Ende eine Abstimmung über Alternativen statt findet, kann von einem artikulierten Bürgerwillen die Rede sein. Alles andere ist nur eine Weiterführung des politischen Kampfes mit anderen und teils subtilen Mitteln.

  97. Alles andere ist nur eine Weiterführung des politischen Kampfes mit anderen und teils subtilen Mitteln

    .

    …ist ein einfacher Kundenevent als Teil des Marketingmixes. Autohändler machen es auch nicht anders. Das neue Modell, welches dort vorgestellt wird, wird dort auch nicht verändert, halt nur verkauft.

  98. Eine sehr interessante Diskussion in aller Bandbreite. Zu der kann ich nur beisteuern, dass ich für dieses Nazigetöse keinerlei Verständnis habe, da die echten Nazis und deren Verbrechen mit solchen Gleichsetzungen in einer unerträglichen Art und Weise verharmlost werden. Das kommt für mich gleich nach den Kämpfern gegen Rechts, die sich selber wie die SA aufführen. Die Nazikeule sagt oft genug viel mehr über dessen Nutzer als die vermeintlichen Nazis aus.
    Zum eigentlichen Thema gab es dagegen viel Erhellendes. An Alternativen zum Einheitsbrei gibt es ja auch jenseits der AfD Angebote wie die PdV. Nur wird die wohl schon aufgrund ihres Namens Nischenanbieter bleiben. Marketing gehört halt auch dazu und da waren die Namensgeber der AfD einfach kreativer.

  99. @Quentin

    Linke und Grüne haben dies, vor langer Zeit, als sie selbst die Rebellen waren, erkannt und es eben auch auf diese Strukturen abgesehen. Mit einem Unterschied vielleicht, sie haben sich ihrer bemächtigt.

    Mit dieser Bemächtigung haben sie genau den Filz gebildet den sie vorher kritisierten. Vermutlich wird etwas ähnliches auch mit der AfD geschehen in 30 Jahren sollte sie sich etablieren. Dann braucht es wieder eine Partei die das Ganze aufbricht.

    Interessant ist was auch Marc deJongen anspricht, dass Menschen mit einem niedrigen Lohn von einer links-grünen Pseudoelite als Verlierer stigmatisiert werden die angeblich Angst haben. Dabei sind es auch diese Menschen die in der Industrie arbeiten und das Geld verdienen das von den Institutionen verbraten wird. In kann mich nicht erinnern, dass Arbeiter in unserem Land so verächtlich gemacht wurden in den Medien. Ich denke die Menschen haben keine Angst wie uns vorgegaukelt wird, bei mir kommt ein Zorn an auf diese von den Menschen losgelöste Politik der Pseudoelite die ihre Armseligkeit nahezu in jeder Talkshow nachweist.

  100. @ Günter

    Mit dieser Bemächtigung haben sie genau den Filz gebildet den sie vorher kritisierten. Vermutlich wird etwas ähnliches auch mit der AfD geschehen in 30 Jahren sollte sie sich etablieren. Dann braucht es wieder eine Partei die das Ganze aufbricht.

    Gut möglich. Eigentlich wären hier die Liberalen gefragt, die theoretisch die Einhaltung demokratischer Regeln vertreten. Das Problem ist nur, dass auch die oft der Machtoption ihre Prinzipien opfern. Dieser überaus menschlichen Komponente im Zusammenspiel der Institutionen mit denen die Macht ausüben, oder ausüben wollen, können wir nur mit einer Umgestaltung der Institutionen begegnen. Diese können wir verändern, die Menschen nicht. Oder besser gesagt, wir sollten denen Institutionen die die Menschen verändern wollen auf die Finger klopfen. Was besseres wie Volksentscheide fällt mir dazu momentan auch nicht ein.

  101. @Quentin

    Nun ja. man könnte auch Beamte an der Spitze von Institutionen wählen und nicht auf Lebenszeit anstellen. Man könnte Amtszeiten beschränken, etc. Es gibt schon Möglichkeiten den Filz zu beschränken.
    Man könnte im Parlament grundsätzlich geheim abstimmen.

  102. @Quentin

    Eine Ergänzung noch. Ich denke, das die Linken und Grünen vor allem fürchten, dass sie Volksabstimmungen zu den heutigen Themen nicht mehr gewinnen würden. Deshalb reagieren sie mit Panik und schlagen um sich. Sie zeigen mit diesen Dreinschlagen auf die AfD, dass das eigene demokratische Selbstverständnis sehr dünn ist und im Grunde eine Art Schönwetterdemokratie.
    Von dieser Seite wird man keine Vorschläge zu direkter Demokratie mehr hören vermute ich.

  103. @Günter
    Dazu inner ZEIT ein schöner Artikel eines SPÖ Politikers:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/oesterreich-sozialdemokraten-spoe-niedergang/seite-2

    Ein ehrlich gemeintes konstruktives Gespräch setzt die Bereitschaft zur Selbstkritik voraus. In Österreich ist diese wenig ausgeprägt. Vor allem in Momenten von Wahlniederlagen. Da wird Geschlossenheit angemahnt. Gerade jetzt aber warten die Wähler auf ein „Ja, wir haben eure Botschaft verstanden“. Etwa: „Wir haben euch nicht zugehört. Wir haben uns auf die Meinungsforscher verlassen. Obwohl wir es hätten wissen müssen, dass auf sie kein Verlass ist und dass sie nur Momentaufnahmen abbilden.“ …….

    Und wäre es nicht auch angebracht einzugestehen, dass man sich selber auf ein hohes Ross gehievt hat, mithilfe von Medien, die man dafür bezahlt hat.

    „Wir haben uns wichtiger genommen, als wir eigentlich sind. Uns ging es nicht um das Gesamtinteresse, um das Gemeinwohl. Wir wollten primär unsere Macht absichern, in Eisenstadt, in St. Pölten oder in Linz. Das Hemd liegt uns näher als der Rock. Daher war uns die Republik nicht so wichtig und schon gar nicht Europa.“

    Als ob er von Deutschland spricht….primär die eigene Macht absichern….da muss man sich nicht wundern, was so manch Politiker der alten Kaste für Bullshit in den Äther blubbert.
    Pack….Dunkeldeutsche….und sonstige Unartigkeiten, die man meint, Teile der Bevölkerung entgegenschreien zu müssen, weil man sich wohl oberlehrerhaft als Erziehungsberechtigter des verblödeten Pöbels fühlt.

    Ach übrigens…..auch “ die Linke“ mutiert langsam zur Verräterpartei….denn der kleine Mann auf der Straße, für den sie angeblich die Interessen vertritt…..latschen se zunehmend voll in die Eier.

    Bundesregierung plant neue Steuern für fossile Heiz- und Kraftstoffe

    Die Idee für höhere Abgaben auf Sprit oder Heizöl traf bei den Linken auf Unterstützung: „Der Klimaschutzplan ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte Linken-Energieexpertin Eva Bulling-Schröter. Jetzt sei nur zu hoffen, dass die Pläne nicht beim ersten Widerstand der Wirtschaftslobby zusammenfielen.

    Tja….höhere Sprit und Heizölpreise…..treffen in erster Linie mal wieder Otto-Normalo…..für den angeblich die alte Mauerschützenpartei das Sprachrohr spielt, Pustekuchen….die sind genauso verlogen wie der ganze üble Berliner Rest.

    Tja….zumindest wissen wir warum der AGW erfunden wurde….als erstklassige Ausrede um dem Volk unendlich viel Steuern apressen zu koennen.
    Onkel Heinz……der Kater danach wird grausam werden……nachdem uns die Politik besoffen gequatscht hat

  104. bitte einen spam befreien

  105. Heinz,
    diese Beschreibung ist fast 100 Jahre alt und beschreibt unseren Zustand genauer:

    „Aus der Angst um den Beuteanteil entstand auf den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik, keine Staatsform, sondern eine Firma. In ihren Satzungen ist nicht vom Volk die Rede, sondern von Parteien. Wir haben kein Vaterland mehr, sondern Parteien; keine Rechte, sondern Parteien; kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von Parteien. Und diese Parteien- noch einmal : keine Volksteile, sondern Erwerbsgesellschaften mit einem bezahlten Beamtenapparat, die sich zu amerikanischen Parteien verhielten wie ein Trödelgeschäft zu einem Warenhaus – entschlossen sich, dem Feinde alles was er wünsche auszuliefern, jede Forderung zu unterschreieben, den Mut zu immer weitergehenden Ansprüchen in ihm aufzuwecken, nur um im Inneren ihren eigenen Zielen nachgehen zu können“
    Oswald Spengler 1924

  106. @Heinz

    Das mit dem Dunkeldeutschland ist eine grandiose Fehlleistung des Herrn Bundespräsidenten. Schon eine einzigartige und armselige Haltung die wir glaube ich so bei einen Bundespräsidenten noch nicht hatten. Da sieht man mal, das diese vermeintliche Elite nichts drauf hat. Von wegen Führungsqualitäten oder so. Was für ein Versager.

  107. Ich habe es mal mitgeschrieben. Marc Jongen (AfD) im Phönix-Interview während des letzten Parteitages.

    „Wir sollten sagen, die Forschung ist hier noch offen und es reichen eigentlich die Fehler der Energiewende absolut aus, wir müssen uns, um sie wirksam kritisieren, um sie in Frage zu stellen, das Gesetz und der ganze Vorgang ist einfach falsch konzipiert, da haben wir genug Ansatzpunkte und müssen nicht einen wissenschaftlichen Überbau und sozusagen eine Dogmatik hinzufügen, die sagt, CO₂ hat gar keinen Einfluss auf das Klima. Das brauchen wir gar nicht. Wir können hier viel pragmatischer vorgehen.

  108. @Quentin

    Marc Jongen hat Recht. Unabhängig von naturwissenschaftlichen Fragestellungen ist die Energiewende eine fehlerhafte Politik, da sie Ressourcen verschwendet und für eine Umverteilung von arm nach reich sorgt.

  109. Zum Interview mit Marc Jongen: Natürlich hat er recht. Irritierend ist nur der Text des Veröffentlichers:

    Ein Skandal: Der für die AfD tätige Philosoph Marc Jongen, der auch den Grundsatzprogrammentwurf der AfD als Mitglied der betreffenden Programmkommission mitentworfen hat, spricht sich dafür aus, dass das Thema „CO2“ und die angebliche wissenschaftliche Mindermeinung über die Nicht-Klimawirklung des CO2 wieder dem AFD-Grundsatzprogramm entfernt wird.

    Tatsächlich steht doch gar nichts derartiges Grundsatzprogrammentwurf und da muss auch nichts entfernt werden. Vielmehr forderten einige, dass hier ein Bekenntnis zum Thema -- mal Pro, mal Contra -- geliefert werden sollte.

  110. @ 107 „Was für ein Versager“: Gar kein Wunder, wenn eine Pfarrerstochter einen Pfarrer beruft. Ein Pfarrer als Bundespräsident ist grundsätzlich eine Schweinerei sondergleichen, als hätte es noch nie eine Trennung von Kirche und Staat gegeben.

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