Die Klimakatastrophe im Faktencheck

9. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

ego150Hagel ist kein seltenes Wetterereignis. Aber was vor zwei Jahren über unser Dorf hereinbrach, verdient schon das Etikett außergewöhnlich. Tennisballgroße Eisstücke fielen vom Himmel, hinterließen Dellen in Autos, zerschmetterten Dachziegel und zerbrachen Fensterscheiben.

Ist dies eine Folge des Klimawandels, vor dem UN Generalsekretär Ban Ki Moon in einem Gastbeitrag auf Spiegel Online jüngst mit den Worten warnte „Und wie jeden Menschen bestürzt es mich, dass Fluten, Dürren und Brände immer schlimmer wüten, dass Inselstaaten verschwinden und zahllose Tierarten ausgerottet werden.“? Stellt das Hagelereignis von 2013 nur den Auftakt einer zunehmenden Zahl zunehmend katastrophaler Wetterereignisse dar, vor denen uns die Delegierten der derzeit stattfindenden 21. UN-Klimakonferenz in Paris bewahren können, ja bewahren müssen?

Da die Temperatur der bodennahen Luftschichten im globalen Mittel bereits um etwa ein Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit gestiegen ist, kann man eine erste Bilanz ziehen. Wer wäre dazu besser geeignet, als die UN-Behörde IPCC, als Ban Ki Moons eigene Leute selbst? In seinen bisher fünf großen Berichten hat dieser „zwischenstaatliche Ausschuß über Klimaveränderungen“ den Stand der Erkenntnis zum Klimawandel und dessen menschgemachten Anteil zusammengestellt. Hier beziehe ich mich auf den aktuellsten, der in den Jahren 2013 und 2014 erschienen ist.

Die erste Arbeitsgruppe des IPCC formuliert im zweiten Kapitel ihrer Studie die folgenden zusammenfassenden Aussagen zu Extremwetterereignissen:

  • Mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90% habe die Anzahl warmer Tage und Nächte weltweit zugenommen. Kalte Tage und Nächte hingegen gäbe es seltener. Hitzewellen seien in Europa, Asien und Australien seit 1950 häufiger aufgetreten (Wahrscheinlichkeit mehr als 66%). Zur Ableitung eines globalen Trends aber reiche die Datengrundlage nicht aus.
  • Eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 66% wird der Aussage zugeordnet, Starkregen hätte in mehr Regionen zu- als abgenommen. Aus diesen uneinheitlichen Beobachtungen wird ebenfalls kein globaler Trend abgeleitet.
  • Auch hinsichtlich der Häufigkeit und Stärke von Trockenheits- und Dürreperioden gibt es keine belastbaren Erkenntnisse. Einen Mangel an Beobachtungsdaten, methodische Unsicherheiten und geographische Inkonsistenzen hindern das IPCC an einer klärenden Stellungnahme.
  • Bei Wirbelstürmen zeigen die Daten lediglich eine Zunahme von Häufigkeit und Intensität der stärksten nordatlantischen Zyklone. Die allerdings sehr seltene Ereignisse darstellen. Global und in Bezug auf Tornados oder Stürme aller Größenordnungen gibt es keine bemerkenswerte Entwicklung.
  • Bleiben schwerwiegende lokale Wetterereignisse wie Gewitter oder eben Hagel. Man ahnt es schon: Keine Trends verlässlich registrierbar.

Die materiellen Sturmschäden haben zugenommen. Aber rechnet man die sozioökonomischen Faktoren, also den gestiegenen Wohlstand und die wachsende Bautätigkeit in gefährdeten Gebieten heraus, findet sich auch hier kein Signal der globalen Erwärmung. Noch nie zuvor haben wetter- und klimabedingte Katastrophen so wenig Todesopfer gefordert, wie in unserer Gegenwart.

Um etwa 20 Zentimeter ist der Meeresspiegel im letzten Jahrhundert angestiegen. Untergehende Inselstaaten oder Küstenstädte sucht man vergeblich. Wie die die zweite Arbeitsgruppe des IPCC berichtet, stehen derartige Ereignisse auch nicht bevor. Es ist kaum möglich, Auswirkungen des Klimawandels auf den Verlauf von Küstenlinien sicher zu belegen. Weil die durch den Menschen vor Ort selbst ausgelösten Veränderungen in ihren Einflüssen alles andere überdecken. Dies wird sich nach Auffassung des IPCC in Zukunft nicht ändern. Kiribati, eine der Südseeinseln, die sich selbst immer wieder als unschuldiges Opfer unseres westlichen Lebensstils stilisiert, könnte gemäß der vorliegenden Daten einen marginalen Anstieg der Pegelstände um sechs Zentimeter in den kommenden 100 Jahren erleben. Der Bau von Straßen, Gebäuden, Brunnen und sonstigen Infrastrukturen wird einen weit größeren Effekt aufweisen.

Zum Artensterben äußert sich das IPCC in Kapitel 18 des Papiers der zweiten Arbeitsgruppe. Es gibt der dortigen Darstellung zufolge nur sehr wenige Spezies, deren Aussterben von einigen Forschern zumindest teilweise dem Klimawandel zugeschrieben wird. Und in allen diesen Fällen widerspricht der größte Teil der Fachwelt vehement. „Unser Vertrauen“, so die Autoren des IPCC, „in die vorgeschlagene Verbindung zwischen Klimawandel und Artensterben ist sehr gering.“

Ban Ki Moon hat den Faktencheck nicht bestanden. Weder wüten Fluten, Dürren und Brände immer schlimmer, noch verschwinden Inselstaaten oder gar zahllose Tierarten. Noch nicht einmal die Eisbären folgen dem Mantra von der bereits stattfindenden Klimakatastrophe. Ihr Bestand wurde jüngst durch die IUCN (International Union for Conservation of Nature) auf etwa 26.000 geschätzt. Die Population ist damit seit Beginn der 1990er Jahre stabil und seit den 1950er Jahren, in denen man von 5.000 bis 15.000 Exemplaren sprach, sogar deutlich gewachsen. Parallel zu dieser Entwicklung schrumpfte das nordpolare Meereis zwischen 1995 und 2005 und befindet sich seitdem auf stabilem Niveau. Vielleicht sind Eisbären viel klügere und anpassungsfähigere Jäger, als bisher gedacht.

Hinsichtlich der bereits beobachteten und vielleicht möglichen Auswirkungen eines mutmaßlich menschgemachten Klimawandels bieten die IPCC-Berichte nur eine Aneinanderreihung von Unsicherheiten. Dies ist aber nicht als Versagen der Wissenschaft zu bewerten, dies ist das Wesen der Wissenschaft. Der Mensch hat die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre deutlich erhöht. Eine Erwärmung der bodennahen Luftschichten ist die Folge. Die offensichtlich nicht so schnell fortschreitet, wie noch von zehn oder fünfzehn Jahren gedacht. Der Meeresspiegel steigt schon seit der letzten Eiszeit. Schmelzende Gletscher und die Wärmeausdehnung des Wassers haben daran seit einigen Jahrzehnten einen zusätzlichen Anteil. Das ist das gesicherte Wissen. Ob sich daraus eine zukünftige Bedrohung für die Menschheit oder gar für die gesamte Ökosphäre der Erde entwickelt, bleibt unklar. Die klimatologische Bilanz des Industriezeitalters stützt die Katastrophenszenarien nicht. Die Forschung ist in Bezug auf die Entwicklung von Zukunftsprojektionen mit gleich mehreren Problemen konfrontiert.

Das erste betrifft den Mangel an Daten. Brauchbare Messungen klimatologischer Parameter existieren erst seit 100 bis 150 Jahren, in vielen Weltregionen sogar erst seit einigen Jahrzehnten. Globale Satellitenmessungen können erst seit Ende der 1970er Informationen beitragen. Diese Zeiträume sind häufig zu kurz, um valide Trends abzuleiten.

Als zweites tritt die Seltenheit genau der extremen Ereignisse hinzu, die für eine Risikoabschätzung interessant sind. Starkregen, Überschwemmungen, Stürme, Hitzeperioden und Dürren kommen nicht häufig genug vor oder wurden in der Vergangenheit nicht gründlich genug registriert, um vom Zufall abweichende Korrelationen mit Temperaturkurven valide zu zeigen.

Drittens belegt eine Korrelation noch keine Kausalität, noch keinen ursächlichen Zusammenhang. Letzteren nachzuweisen bedarf eines physikalischen Modells hoher Komplexität, in dem viele Faktoren zu berücksichtigen sind. Deren Zusammenwirken, und hier schließt sich der Teufelskreis, eigentlich nur auf der Basis verlässlicher Langzeituntersuchungen entschlüsselt werden kann. So kennt man noch immer nicht alle Umstände, unter denen ein Tornado entsteht. Auch kann man nicht sicher vorhersagen, unter welchen Voraussetzungen er welche Stärke erreicht. Wie will man dann feststellen, ob in Zukunft mehr oder weniger dieser Wirbelstürme mit höherer oder niedrigerer Kraft vorkommen? Zudem sind Extremereignisse immer eine Folge spezifischer lokaler Wetterbedingungen. Diese aber aus globalen Klimaprojektionen mit der erforderlichen zeitlichen und räumlichen Auflösung abzuleiten, ist bis heute nicht möglich.

Die Wolkenbildung stellt ein weiteres Rätsel dar. Die hohen Temperaturen in einigen IPCC-Zukunftsszenarien sind die Folge einer Annahme über Hebelwirkungen. Man behauptet, schon eine kleine durch das Kohlendioxid verursachte Erwärmung würde über die Verdunstung aus den Ozeanen den Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre stark ansteigen lassen und dadurch den Treibhauseffekt wesentlich verstärken. Was aber, wenn sich einfach mehr Wolken bilden, die über eine Abschirmung des Sonnenlichtes die gegenteilige Wirkung ausüben? Was aber, wenn dadurch mehr Niederschlag in den polaren Regionen fällt, wodurch sich die Eisbedeckung und damit die Rückstrahlfähigkeit der Erde erhöhen?

Das vierte und bedeutendste Problem der Klimaforschung ist der Mensch selbst. Dessen Handeln nicht nur in Bezug auf die Küstenerosion, sondern in nahezu allen Aspekten die Einflüsse sich ändernder klimatischer Bedingungen in großem Umfang neutralisiert. Arten sterben nicht aus, weil das Wetter schlechter wird. Weit kritischer ist es, wenn der Mensch sie zu stark bejagt oder ihre Lebensräume zu stark beschneidet. Und gegen „Fluten, Dürren und Brände“ kann man sich schützen, sich zur Wehr setzen oder diese gar zu seinem Vorteil nutzen.

Zu einer Katastrophe gehören immer zwei Parteien. Das Ereignis und eine verwundbare Gemeinschaft, auf die es trifft. Dies kann man auf jedes einzelne Wetterextrem anwenden und damit auch auf den Klimawandel in seiner Gesamtheit. Man darf sich nicht der Illusion hingeben, „Fluten, Dürren und Brände“ würden nach einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft ausbleiben. Es hat sie schon immer gegeben und sie werden auch in Zukunft immer wieder vorkommen, völlig unabhängig vom Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre. Es nützt einem Landwirt in einem Entwicklungsland nichts, das Risiko einer Dürre zu vermindern. Für ihn ist es wichtig, vor der nächsten Trockenheit geschützt zu sein, die auf jeden Fall eintreten wird. Wenn er robuste Pflanzen anbauen kann und über ausgereifte Bewässerungssysteme verfügt, dann ist er schlicht vor allen künftigen Dürren sicher.

Hagel2013

Der Hagel, der im Sommer 2013 über unser Dorf hereinbrach, hätte noch 200 Jahre zuvor beträchtliche Schäden verursachen können. An Menschen und Tieren, an Gebäuden und nicht zuletzt auch an der einzubringenden Ernte. In unserer Gegenwart aber kam niemand zu Schaden. Dachziegel, Fensterscheiben und Autos waren ausnahmslos versichert. Wohlstand und Sicherheit bedingen einander und zu ersterem haben fossile Energieträger eine Menge beigetragen. Der Hagel, der im Sommer 2013 über unser Dorf hereinbrach, stellte daher nicht viel mehr als ein aufregendes Spektakel dar. Mehr billige Energie aus Kohle, Öl und Gas kann auch den Menschen in der weniger entwickelten Welt helfen, die „Klimakatastrophe“ in dieser Weise zu erleben.

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23 Kommentare
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  1. …dazu passt und soeben veröffentlicht:
    Die 25 schrägsten Zitate zum Weltklimagipfel in Paris #Cop21 , hier: https://youtu.be/lCOA-FuH0cs

  2. Die größte Katastrophe findet in den Gehirnen der Menschen statt .Dies sind sonderbarerweise nicht die von der „Katastrophe“ so schlimm betroffenen. Sind es aber nur die Profiteure des Geschäftsmodells „Klimawandel“?
    Die Katastrophe ist, daß es interressierten Kreisen und vor allem (oder mit Hilfe) den Medien gelungen ist, ein Klima der Angst und Hysterie zu erzeugen. Seit Wochen häufen sich nicht die Wetterkapriolen, sondern nur die Berichterstattung und die klugen Kommentare zu „Klima“ wobei es aber genau besehen nur um Wetter geht. Der Papst und der UNO-Weltherscher schlagen sich auf die Seite der Propaganda. Sie finden die Worte aus Dantes Inferno zur „Klimaentwicklung“. Daß es sich um trügerische Rechenkonstrukte und keineswegs um ein bewiesenes Laborsystem handelt, blenden sie aus. Beweis hin oder her, wenn schon denn schon, -- Deichbau, Wasserspeicher, erstmal sinnvolle Wasserwirtschaft, Pflanzenzucht, eventuell sogar mit Gentechnik, Bautechnik in Überschwemmungsgebieten, moderne schnelle Kernreaktoren usw. müßten die logischen Folgen sein. Aber NEIN, es wird an der Propagandaschraube des „Welt-Kühlschrank-Einstellrädchens“ mit aller Macht gedreht.. Politiker, die bei realen Flüchtlingen schon nicht sauber bis eine Million zählen können, sollten sich in Paris nicht als „nachhaltige Klima-Wissenschaftler“ profilieren.

  3. Hallo,

    haben eben mit Erstaunen folgenden Youtube-Beitrag auf Anregung von EIKE kurz überflogen.
    https://www.youtube.com/watch?v=UYbrSDhTvRU

    Es geht um die NASA-Mission zur Messung der tatsächlichen CO2-Konzentrationen auf der Erde.
    Interessant ist der Unterschied zwischen den im Supercomputer „errechneten“ CO2-Konzentrationen (12:10min )und den gemessenen (26:30) und zwar nicht von der Höhe der Konzentration, sondern von der Lage der Konzentrationsspitzen.
    Das war 2014.

    Leider habe ich davon bisher nirgendwo gehört/gelesen, daß diese Ergebnisse Aufsehen erregt hätten.
    Kann mir einer mal bitte erklären, warum?
    Sind die Ergebnisse unwichtig oder so wichtig, daß sie die gesamte Klimaforschung umkrempeln würden und daher nicht in der Veröffentlichung erwünscht sind?

    Ich meine, es spielt doch schon eine Rolle, ob die CO2-Konzentrationen über Wäldern höher sind als ber Industrieländern oder?

    Eventuell sollten wir ja, um das „Klima zu retten“ mehr Regenwäder roden nach Logik der Klima schützer oder liege ich da falsch?

  4. @F. Strobel #3

    Siehe hierzu folgenden WUWT Beitrag: Claim: positive CO2 feedback from plants due to “warm nights” will flood atmosphere with carbon

    @Peter Heller
    Ich entsinne mich dunkel, irgendwann Mitte der 80er gab es wohl das erste Mal das Thema „Riesen Hagelkörner“ in München, und man in diesem Zusammenhang eine Hagelwarnung im Rhein-Main Gebiet ausgab. ( Danach hatte es dann tatsächlich nicht mal geregnet 😀 )

  5. F. Strobel schrieb am 9. Dezember 2015 10:56:

    haben eben mit Erstaunen folgenden Youtube-Beitrag auf Anregung von EIKE kurz überflogen.
    https://www.youtube.com/watch?v=UYbrSDhTvRU

    Leider habe ich davon bisher nirgendwo gehört/gelesen, daß diese Ergebnisse Aufsehen erregt hätten.
    Kann mir einer mal bitte erklären, warum?

    Ich würde mehrere Gründe sehen:
    * Das Bild bei 12:10 ist über eine Zeitraum von 1.10. -- 11.11 gemittelt
    * schaut man sich ein aktuelles OCO-2-Viedeo an — „OCO-2 Global Visualization (Sept. 2014 -- Sept. 2015)“ (https://goo.gl/aJxF9s) — sieht man einen ähnlichen Verlauf wie in dem Simulationsvideo

    Das wirklich aufsehenerregende an dem Eike-Beitrag ist, dass Pflanzen nicht etwas CO2 aufnehmen, wie man lange Zeit vermutete, sondern in Wirklichkeit CO2 erzeugen. Das ist doch die eigentlich aufsehenerregende Erkenntnis. Warum diese Erkenntnis unter dem Tisch gehalten wird, das ist der eigentliche Skandal (oder auch nicht …)

  6. @Marvin Müller #5
    Vermisse den <sarc> -- Tag 😀
    Im Sommer sind die Nächte, in denen Pflanzen CO2 produzieren, zumindest in unseren Breiten, kurz.
    In den Tropen sieht es natürlich anders aus, wo im „Sommer und Winter“ Tage und Nächte so gut wie gleich lang sind, also eben die Regenwälder. Folglich müsste dort die CO2 Bilanz mehr oder weniger ausgeglichen sein, wohingegen in unseren Breiten eine Senke für CO2 vorliegt.

  7. PS:
    Nicht berücksichtigt habe ich jetzt aber nicht etwaige Bodenaktivitäten, sondern nur die Pflanzenmasse.

  8. @Marvin
    Das wirklich Aufsehenerregende ist doch nach meiner Meinung folgendes:
    Da es sich über das gleichzeitige Mittel der CO2-Konzentrationen in der Nord-und Südhalbkugel Während des Spätherbst (1.10. bis 11.11.) handelt, ist folgendes festzustellen:
    Nordhalbkugel -> Winter also vegetationsarme Zeit. Dort müßte schon deshalb innerhalb der Nordhalbkugel die Co2-Konzentration höher sein als im Sommer. Also wäre hier erstmal im Mittel davon auszugehen, daß die gemessenen mittleren Werte der Nordhalbkugel Jahresmaxima sind oder zumindest dicht dran liegen -- zumal ja auch noch Heizperiode ist.

    Südhalbkugel: ->Sommer, also Vegetationsgünstige Zeit, viel Sonne etc. Hier sollte zumindest im direkten(!) Vergleich mit der Nordhalbkugel eine zumindest ansatzweise Senke zu erkennen sein. Ist sie aber nicht.

    Fakten sind doch:
    Nordhalbkugel:
    -viele anthropogene CO2-Erzeuger
    -gleichzeitig Vegetationsruhe
    Südhalbkugel:
    -weniger anthropogene CO2-Erzeuger (in den afrikanischen und südamerikanischen Regionen) als auf der Nordhalbkugel
    -mehr Pflanzen und größere Waldflächen
    Trotzdem sind im direkten, periodengleichen Vergleich die CO2-Mittelwerte absolut im Bereich der Regenwälder (und China) höher.
    Dürften sie nach diesen Fakten auch nicht sein. (außer China)

    Weiterhin: anhand der Meßmethode glaubte ich zu erkennen, daß während der hellen Tageszeit gemessen wurde -- da sollte jedoch die CO2-Produktion der Pflanzen relativ niedrig sein. (bitte korrigieren, falls falsch von mir aufgefaßt)

    Mir geht es um den Unterschied der absolut gemessenen Beträge von CO2-Konzentrationen als Mittelwert!
    Der müßte aller Klimalogik entsprechend im Herbst (sowieso) auf der Nordhalbkugel absolut höher sein als auf der Südhalbkugel, denn im Norden sitzen die Industrieländer mit der Überzahl des CO2-Erzeugungsumfanges.
    Und Achtung: die Darstellung der Messung ist ein Mittelwert, keine Momentaufnahme. Temporäre Schwankungen der Konzentration spiegeln sich darin nicht wieder!

    Bleibt für mich die Frage: Wenn der absolute CO2-Gehalt der Atmosphäre auf der Südhalbkugel höher ist, als zum gleichen Zeitpunkt auf der Nordhalbkugel, wo es doch hauptsächlich laut Aussagen der Klimaforschung erzeugt wird, gibt es dann einen CO2-Magneten, der das CO2 zu den Wäldern saugt und nur noch nicht gefunden ist?
    Möglich wäre als Ursache imho z.B. ein Gefälleeffekt (Dichteänderung? oder Quanteneffekt?) durch die unterschiedliche Reflektion des Sonnenlichtes von Regenwäldern und Industrieländern, der das CO2 in Richtung Süden treibt -- eventuell ein neuer innovativer Ansatz der konservativen Klimaforschung?

    Oder beamt das CO2 nach Süden? Falls ja, beanspruche ich schon jetzt die Namensrechte an dem noch zu belegenden sog. Strobel-Effekt.

    Wikipedia: Strobel-Effekt (der): quantendynamischer Effekt, der bewirkt, daß CO2 innerhalb der Erdatmosphäre durch solare Antriebe über sog. Schellnhubersche Tunnel zwischen den Halbkugeln der Erde ausgetauscht wird. Der Austausch erfolgt dabei immer von niedrigsten (Nordhalbkugel) zur höchsten Konzentration (Südhalbkugel). Hierbei wird die Heisenbergsche Unschärferelation bestätigt, nach der man nicht Konzentration und Aufenthaltsort des CO2 gleichzeitig bestimmten kann, ohne den Meßprozeß zu beeinflussen. Die Orte mit der höchsten CO2-Konzentration nennt man CO“-Senke.
    Ausgelöst wird dieser Effekt bei Erreichung sog. Kipp-Punkte (tipping-points), die jedes Jahr durch die Bundesregierung nach Beratung durch das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung neu festgelegt werden.
    Der Strobel-Effekt wurde im Jahr 2015 nach einem deutschen Ingenieur benannt, der das Vorhandensein dieses Effektes in einem wissenschaftskritischen Forum postuliert hatte.

  9. F. Strobel schrieb am 9. Dezember 2015 13:49

    @Marvin
    Das wirklich Aufsehenerregende ist doch nach meiner Meinung folgendes:
    Da es sich über das gleichzeitige Mittel der CO2-Konzentrationen in der Nord-und Südhalbkugel Während des Spätherbst (1.10. bis 11.11.) handelt, ist folgendes festzustellen: …

    Haben Sie sich das Video über das ganze Jahr angesehen? Ihre Ausführungen erwecken den Eindruck, sie hätten das nicht getan.

  10. @Leute

    http://www.science-skeptical.de/blog/co2-anstieg-anthropogen-oder-natuerlich/0012800/

  11. Als ob es hier um einen EIKE Artikel geht.

    Entscheidend ist doch, dass der Artikel von Peter belegt, dass in der Öffentlichkeit oder von öffentlichen Personen wie Ban Ki Mun nicht etwa die Ergebnisse von Wissenschaftlern berichten wie sie in den IPCC Fullreports stehen, sondern die Narrative von Politaktivisten verbreiten. Dazu kommt, dass eine kritische Presse meiner Wahrnehmung nach nicht mehr existiert.

    Interessant ist auch wie sich Südkorea als Entwicklungsland in der Klimadiskussion versteckt.

    Nun ja. Was erwarten wir auch. Die FIFA zeigt ja schön, dass Organisationen die keiner demokratischen Kontrolle unterliegen und viel Geld verwalten mindestens „“likely“ korrupt werden.

  12. @ Günter Heß #11
    volle Zustimmung!
    Zudem finde ich die letzten Sätze des obigen Artikels bemerkenswert:
    Egel welche Naturkatastrophen auf uns hereinbrechen und mögen sie auch z.Tl. anthropogen bedingt sein, Wohlstand und Sicherheit sorgen dafür, dass das Leben weitergeht. (Wenn mehrmalige Opfer von Überschwemmungskatastrophen in Deutschland,anderer Meinung sind, so akzeptiere ich dies auch).
    In Armut und Mangel wären die Folgen schlimmer bis lebensbedrohlich.

    Zu ihrem ersten Satz „Als ob es um einen Eike-Artikel geht“
    Es ist tatsächlich OT aber die Verbindung hat nun Herr Strobel hier eingebracht und ich wundere mich eigentlich, dass Herr Heller diese Diskussion nicht gleich unterbunden hat.
    Es zeigt nämlich, das es sich tatsächlich immer öfter nicht lohnt, über Artikel des, ich sag mal, „befreundeten Blogs“ Eike zu diskutieren:
    Wer mit einer stoischen Behauptung die gesamte Planzenphysiologie in Frage stellt, und meint, das der tropische Regenwald seinen Kohlenstoff aus dem Bodenwasser regeneriert und damit als Quelle statt als Senke für CO2 auftritt, der ist nicht mehr nicht nur ernst zu nehmen, sondern der schadet auch ganz gewaltig dem wissenschaftlichen Ansehen skeptischer Fachleute.
    JH

  13. @Michael Krüger#10
    habe Ihren Link gerade erst entdeckt, genau ein Jahr her: passt
    (Entschuldigung, war OT)
    JH

  14. @ Hartung, @ Günter:

    Zu ihrem ersten Satz „Als ob es um einen Eike-Artikel geht“
    Es ist tatsächlich OT aber die Verbindung hat nun Herr Strobel hier eingebracht und ich wundere mich eigentlich, dass Herr Heller diese Diskussion nicht gleich unterbunden hat.

    Ja, das nervt und frustriert. Gleich zu Beginn der Diskussion wird das Thema gewechselt. Alle springen drauf an und damit rückt der eigentliche Artikel in den Hintergrund. Das passiert hier immer wieder. Wobei: Wenn es nach 100+ Kommentaren geschieht, ist es auch egal. Ich habe es diesmal nicht unterbunden, weil ich nun einmal nicht ununterbrochen Online bin. Ich gehe auch noch richtig arbeiten, für Geld und so. Und gerade im Moment habe ich noch einige Projekte zu bewältigen.

    Außerdem ist der Text vor einigen Tagen schon bei Tichy erschienen und ich gehe davon aus, daß viele auch dort mitlesen. Ich bin schon wieder mit dem nächsten Artikel beschäftigt.

    Die naheliegende Frage, warum denn eigentlich der Spiegel selbst nicht zu so einer Überprüfung in der Lage ist, wurde bei Tichy interessanterweise nicht gestellt. Und hier muß man auf Günter warten, bevor dies thematisiert wird.

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder hat man beim Spiegel zu wenig Zeit und zu wenig Ressourcen, um echte Kompetenz aufzubauen. Oder man will den Leser erziehen statt bilden und darf dann natürlich jemanden wie Moon nicht überführen.

    Und noch einmal für alle: Was EIKE schreibt, kann bei EIKE diskutiert werden. Punkt.

  15. @Jürgen Hartung

    Manchmal lohnt es sich doch zu diskutieren, um das einzuordnen.
    Ich denke man darf die formale Ausbildung nicht überbewerten bzw. als Kompetenznachweis taugt das nicht, man muss die Argumente bewerten.
    An dem Kollegen den Sie ansprechen stört mich weniger, dass er falsch liegt als vielmehr wie er sich aufgrund seiner formalen Ausbildung selbst überhöht und so tut als hätten andere gar keine Ahnung nur weil sie keine Physikochemiker sind.
    Wäre ich ein Physikochemiker würde ich mich dafür fremdschämen. Das ist genauso dümlich elitär wie ein Klimaforscher der behauptete jemand wie Freeman Dyson könne ja nichts zum Klima sagen nur weil er kein Klimaforscher ist.

  16. @Peter

    Die 60iger bis 80iger Jahre waren davon geprägt Autoritäten in Frage zu stellen, bis an die Schmerzgrenze.
    Der investigative Journalismus deckte die Misstände auf, z.b. Vahrenholt. Die Analyse und die Ursachenforschung stand im Vordergrund
    Heutzutage geht es darum, wer die Autorität ist, Deutungshoheit wird reklamiert nicht argumentiert.
    Die Medien beschränken sich darauf zu kommentieren, zu interpretieren und uns zu sagen was ihrer Meinung nach richtig ist. Analyse und Ursachenforschung kommen zu kurz. Wenn ich das Morgenmagazin sehe, denke ich die gut gestylten Jungs und Mädels aus der Reihenhaussiedlung können es auch nicht besser. Die sind lieb und damit beschäftigt es zu bleiben. Die denken morgens was sie abends zum Grillen mitbringen müssen.
    Das ist kein Journalismus, das ist moderne Hofberichterstattung.
    Und Vahrenholt wird ausgegrenzt.

  17. Die materiellen Sturmschäden haben zugenommen. Aber rechnet man die sozioökonomischen Faktoren, also den gestiegenen Wohlstand und die wachsende Bautätigkeit in gefährdeten Gebieten heraus, findet sich auch hier kein Signal der globalen Erwärmung.

    Das ist ein interessanter Punkt, weil leider viele Unternehmen aus der Versicherungsbranche mit ihrem Marketing auf den Klimawandel-Trend aufspringen. Mach scheinbar Sinn, aus Sicht der Geschäftsführung, um sich am Markt besser behaupten zu können -- ich weiss es nicht.

    Ich habe mich allerdings mal eine Zeit lang beruflich mit dem Thema Katastrophenanleihen beschäftigt und mit vielen Fachleuten aus der Rückversicherungs- und Investmentbranche gesprochen. Keiner von denen hatte auch nur ansatzweise den Klimawandel auf dem Schirm; sondern eben genau solche Dinge wie zunehmende Urbanisierung und zunehmender Wohlstand, vor allem in Schwellenländern, weil beides sich extrem auf das systematische Risiko der Versicherer auswirkt.

    Der Klimawandel interessiert deshalb niemanden, weil die Auswirkungen erstens nur in sehr langer Frist überhaupt identifiziert werden können, und zweitens nicht quantifizierbar sind -- und Risikomodelle sind das A und O der Versicherungswirtschaft.

    Man kann sich das also so vorstellen: Da sitzen tausende Leute weltweit in irgendwelchen Büros rum, die den ganzen Tag nichts anders machen als Prognosemodelle zu entwickeln und sie mit allen verfügbaren Daten zu füttern (kommt das irgendwem bekannt vor?); und das Resultat ist, dass der Klimawandel einfach keinen signifikanten Einfluss auf den materiellen Schaden für die Menschheit ausübt. Wenn es nicht so wäre, würde man natürlich versuchen dieses Risiko einzupreisen.

    Um gleich mal der erwarteten Kritik zuvorzukommen: Versicherungsmodelle sind eher auf die kurze Frist ausgelegt, die der Laufzeit diverser Verträge entspricht; der Grund dafür ist aber nicht zuletzt die Tatsache, dass man mit langfristigen Modellen einfach keine vernünftigen Ergebnisse mehr bekommt; und offensichtlich auch kein Bedarf nach entsprechenden Versicherungsprodukten besteht, denn sonst würde man sie auch anbieten, egal wie unsinnig sie sind.

  18. @F. Alonso

    Was man so vom Klimagipfel hört sollen die reichen Staaten die Versicherung für Klimaschäden in armen Staaten übernehmen. Hört sich für mich nach einem guten Geschäftsmodell an, um den Klingelbeutel zu leeren der auf den Klimagipfeln gefüllt wird.

  19. Zu ihrem ersten Satz „Als ob es um einen Eike-Artikel geht“
    Es ist tatsächlich OT aber die Verbindung hat nun Herr Strobel hier eingebracht und ich wundere mich eigentlich, dass Herr Heller diese Diskussion nicht gleich unterbunden hat.

    Sorry, tut mir leid.
    Ich wollte eure Runde nicht stören. Guter Artikel Herr Heller.

  20. @F. Strobel

    Passiert uns ja allen von Zeit zu Zeit. Wichtig ist nur, dass man sich ein bisschen zwingt den 1. Kommentar, eigentlich möglichst viele bewußt zum Artikeltext zu setzen. Eine Variante wäre auch zu bitten, ob einer der Autoren eine Plauderecke zum Thema aufmacht.
    Bzw. die Off Topic Arena zu benutzen.

  21. Aropos Faktenchecke

    Weis zufällig jemand oder besser hat eine Quelle in der man eine Fehlerabschätzung findet zur Berechnung der weltweiten anthropogenen CO2 Emissionen.

  22. @ Peter

    Ich bin schon wieder mit dem nächsten Artikel beschäftigt.

    7-X?

  23. Was kostet es…..ein Lebensjahr klimaneutral über die Runden zu kommen?

    läppische 49,95 Euro !

    http://www.die-klimamanufaktur.de/#

    oder…..

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    mickrige 12,95 Euro/ 5000 km……….warum also erst ein E-Auto kaufen, wenn man so billig die Welt retten kann?
    Wem wundert es, das ausgerechnet ein Stadtwerk aus dem Westen auf diese geniale Idee gekommen ist….dort wohnen ja genug, die gerne Ablasszahlungen leisten um sich ein reines Klimagewissen zuzulegen, gelle.

    Aus Scheiße Gold machen……es ist so einfach, ……statt dessen lungert grad das globale Klimagewissen in Paris rum und spinnt sich das neue 1,5 Grad-Ziel zusammen…..tssss.

    Onkel Heinz…….schnell noch 3,49 Euro überweisen, damit die nächste Weihnachtsfeier auch unter einen guten Klimastern steht.

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