Die Top 5 Lügenmärchen der Klimaforscher

21. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

luegenDer Faktencheck.

1. Eisfreie Arktis bis 2030, oder 2013?

Eine möglicherweise meereisfreie Arktis haben Klimaforscher des NSIDC 2008 für den Sommer 2030 vorausgesagt.

Forscher der NASA haben gar 2007 behauptet, dass der Sommer 2013 in der Arktis möglicherweise schon meereisfrei sein wird.

Im letzten Sommer hat sich die Meereisfläche bis rund 1.000 km um den Nordpol erstreckt.

Eine signifikante Abnahme des Meereisvolumens ist in den letzten 5 Jahren nicht zu verzeichnen.

Eine signifikante Abnahme der Meereisfläche im Nordpolarmeer ist seit 2007 nicht mehr zu verzeichnen.

2. Der „versiegende“ Golfstrom

Aussagen von Stefan Rahmstorf zum „Versiegen“ des Golfstromsystems.

Herr Rahmstorf hat einiges zu bieten. Innerhalb weniger Jahre könnte die Pumpe ausfallen und uns 5°C kältere Temperaturen bescheren. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist größer als die für einen Kernkraftwerk-Gau. Doku von 2000:

Stefan Rahmstorf, Süddeutsche Zeitung, 3./4. Juli 1999
Stefan Rahmstorf, 52. Deutscher Geographentag Hamburg 1999 (Lokal verankert – weltweit vernetzt. Seite 70):

“Wahrscheinlich wird sich die Atlantikströmung in den kommenden Jahrzehnten spürbar abschwächen – darin stimmen die Simulationen der verschiedenen Institute weitestgehend überein.”

Dann das „Dementi“.

bild der wissenschaft 25.07.2001:

Spezial: Klimaforscher Stefan Rahmstorf stellt klar: Versiegen des Golfstroms ist keineswegs wahrscheinlich

Der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf stellt auf seiner Homepage klar, dass ein Versiegen des Golfstroms innerhalb der nächsten Jahrzehnte und ein damit verbundenes Absinken der Temperaturen in Europa keineswegs wahrscheinlich ist. „Selbst unter den schlimmsten Annahmen zeigt unser Modell frühestens nach dem Jahr 2100 eine Abkühlung in Europa“, schreibt Rahmstorf.

Dann das „Dementi“ vom „Dementi“:

KlimaLounge: Golfstrom und Wahrheit, 7. September 2012:

Summa summarum kann man also aus diesen recht breit abgestützten Einschätzungen folgern, dass das Risiko eines Umkippens der Nordatlantikströmung unter Experten zunehmend pessimistischer eingeschätzt wird. Das entspricht auch meiner eigenen Einschätzung, die ebenfalls im Laufe meiner Arbeit an dem Thema pessimistischer geworden ist. … Nach aktuellem Stand erscheint das Risiko eher größer, als wir es vor zehn oder fünfzehn Jahren gesehen haben.“

Stefan Rahmstorf
19. Oktober 2016 @ 18:39

„Der IPCC hat das Risiko mit bis zu 10% eingestuft (was ich ähnlich sehe).“

3. Warme und kalte Winter in Deutschland, je nach Bedarf

Zitate von Mojib Latif:

1990

“Ein Szenario würde z.B. bedeuten, dass Mitte des nächsten Jahrhunderts, falls wir unsere Politik nicht drastisch ändern, unser Verhalten nicht drastisch ändern, dass tatsächlich bis zur Mitte des nächsten Jahrhunderts die Globaltemperatur um 3 bis 4 Grad ansteigen kann.”

1997

“Die Nordatlantische Oszillation hat sich in den letzten Jahren umgestellt und wir sind jetzt in einer Phase relativ schwacher Nordatlantischer Oszillation und wir erwarten, ähnlich wie in den sechziger Jahren, relativ kalte Winter in der Zukunft.”

2000

“Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”

2008

Latif zu seiner Aussage von 1997:

“In der Wissenschaft, oder in der Klimaforschung, da arbeitet man ja auch immer so ein bisschen mit Ungenauigkeiten, also wie gesagt, mal abwarten …”

2009

“Wir haben einen bestimmten Hang, in bestimmten Fachzeitschriften, die sehr populär sind, dass nur Dinge veröffentlicht werden, die spektakulär sind. Und das verleitet Wissenschaft jeder Richtung, nicht nur in der Klimaforschung, dazu ihre Resultate so spektakulär wie möglich zu beschreiben. Weil dieses letztendlich auch in der Forschungsförderung honoriert wird.”

“Wir befinden uns im Moment in einer Atempause, dass heißt, wir verharren bei der Temperatur auf hohem Niveau.” … “Wir müssen offensiv in der Öffentlichkeit vertreten, dass es eben Schwankungen gibt, dass wir nicht erwarten können, dass wir Jahr für Jahr immer neue Temperaturrekorde erreichen, denn sonst werden wir irgendwann ein Problem bekommen. Wenn wir beispielsweise einen kalten Winter bekämen, dann müssen wir uns rechtfertigen.”

“Wir beobachten in den letzten Jahren, dass sich die Temperaturen im Bereich des äquatorialen Ostpazifik und im Bereich des südlichen Ozeans abkühlen und das wirkt eben der langfristigen globalen Erwärmung entgegen.” … “Ich selbst als Klimaforscher muss mir vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, dass wir die Rolle der natürlichen Schwankungen vielleicht nicht deutlich genug gemacht haben, denn wir können einfach nicht erwarten, dass es Jahr für Jahr immer wärmer wird, weil diese natürlichen Schwankungen den langfristigen Erwärmungstrend halt maskieren können.”

2013

Der neue IPCC-Bericht zeige, dass der Klimawandel nicht vorbei sei, sondern unvermindert fortschreite, sagte der Professor vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Freitag beim Abschluss des 8. Extremwetterkongresses in Hamburg.

2015

Der Klimaforscher Mojib Latif vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung rechnet damit, dass sich die Erderwärmung in den kommenden Jahren beschleunigen wird. „Spätestens nach 2020 werden die Temperaturen wieder stark ansteigen“, sagte Latif dem Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘. „Dann wird es noch schneller wärmer werden auf dem Planeten, als wir es selbst in den Achtziger- und Neunzigerjahren erlebt haben.“

4. Der Klimaberater der Kanzlerin Schellnhuber und seine Märchen

Wir schreiben das Jahr 2008. Acht Wochen ist Zoltan Elias Schellnhuber alt, und für seinen Vater der beste Grund, gegen die Erwärmung der Erde zu kämpfen. Hans Joachim Schellnhuber ist Klimaforscher, und er forderte in Essen die Politiker auf, seinem Sohn und allen Kindern der Welt die Chance auf eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Denn nach des Vaters Prognosen wird die Erde im Jahr 2100, wenn nichts geschieht, ein Ort der Katastrophen sein.

Im Jahr 2008 verkündete Schellnhuber in einem Video, dass die Welt aufgrund des Bevölkerungswachstums explodieren könnte. Das entbehrt natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.

„Wir müssen uns auf einen Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter noch in diesem Jahrhundert einstellen“, verkündet der Klimaberater der Bundesregierung Prof. Schellnhuber im Jahr 2008, aufgrund neuerer Erkenntnisse. Aktuell steigt der Meeresspiegel mit nur ca. 30 cm pro Jahrhundert an. Ein sich beschleunigender Anstieg ist nicht zu verzeichnen.

Im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember 2009 verkündete Schellnhuber am 30.10.2009 in der ZDF-Sendung “Die lange Nacht des Klimas”, dass die Himalaya-Gletscher in 30 bis 40 Jahren zum größten Teil verschwunden sein könnten, was natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehrt und auf einen Tippfehler (Zahlendreher) im Weltklimabericht von 2007 beruht. Schellnhuber hat es nicht bemerkt.

Im Jahr 2011 teilte Schellnhuber mit: Bis zum Jahr 2300 könnte die Globaltemperatur um 6-8°C gegenüber den vorindustriellen Niveau ansteigen. Eine Temperaturerhöhung von 4°C würde langfristig gesehen einen Meeresspiegelanstieg von 7-10 Metern zur Folge haben. Ein weiteres Abschmelzen des Eises würde den Meeresspiegel letztendlich um bis zu 70 Meter steigen lassen. “Dies wäre eine komplett andere Welt.” Verglichen mit der Körpertemperatur würde ein Anstieg von 2°C Fieber bedeuten und ein Anstieg um 4°C gar den Tod. Das entbehrt natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.

2015 verkündete Schellnhuber, die nächste Eiszeit fällt aus. Grund sei die vom Menschen gemachte Klimaerwärmung. Ohne Einwirkung des Menschen stünde die nächste Vergletscherung weiter Teile der Erde nach den Gesetzen der kosmischen Mechanik in etwa 60.000 Jahren an, sagte Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), zur Eröffnung einer Klimakonferenz in München. Das entbehrt natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.

5. Die Märchen des James Hansen

Von sich reden machte der Klimaforscher James Hansen, als er im Jahre 1988 eine Rede vor dem US-Kongress hielt. In der Rede warnte er eindrücklich vor den Folgen des Klimawandels. Hansens Vortrag war geschickt inszeniert. Er hatte seine Anhörung bewusst auf Ende Juli legen lassen, in der Hoffnung auf hohe Temperaturen. Die Rechnung ging auf. Amerika ächzte gerade unter einer Hitzewelle und seine Ausführungen fanden ein großes Medienecho. Hansen hatte zudem vorher prüfen lassen, dass die Presse anwesend sein würde. Außerdem stellte er sicher als erster sprechen zu dürfen. Der Klimaforscher wollte für Schlagzeilen sorgen, was ihm auch gelang.

Auf der AGU-Tagung in Dezember 2008 erklärte Hansen gar einen venusartigen “Runaway Greenhouse Effect” für möglich. Ein sich verselbstständigender Treibhauseffekt, bei dem sich verschiedene Rückkopplungsmechanismen im Klimasystem soweit aufschaukeln, dass es zu weitaus höheren Temperaturen kommt, als bisher angenommen (Venus-Syndrom). Das entbehrt natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.

Weiter verkündete Hansen, dass ein sicheres CO2-Level nicht mehr als 350 ppm (CO2-Teilchen pro Millionen Luftteilchen) betragen dürfe. Das langzeitige CO2-Level. Das entbehrt natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Denn das Level haben wir bereits deutlich überschritten. Aktuell liegen wir bei 400 ppm, also um 50 ppm über diesem Level.

Nach 46 Jahren der Klimaforschung beim Goddard Institute der NASA (GISS), dem er seit 1981 vorstand, tritt James Hansen, der wohl umstrittenste und einer der bekanntesten Klimaforscher der Welt, im Jahr 2013 von seinem Amt zurück, damit er sich als Klimaaktivist und Demonstrand dem Kampf gegen die Emission von Treibhausgasen widmen kann.

 

 

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12 Kommentare
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  1. Gute Zusammenfassung der ganzen „menschengemachten CO2-Klimaerwärmungsirrsinns“ Politik.
    Mit Wissenschaft hat dieses Hin- und Her, die Einflussnahme auf eine gesellschaftliche Politische Richtung/Steuerung, der Gesellschaftsmanipulation über die Medien nämlich nichts mehr zu tun.

  2. Es geht schlicht und einfach um ein Szenario der Manipulation. Zur Wahl 2017 werden die Manipulierer noch einen Zahn zulegen. Aber leider bringt die platteste Lüge am Abend vor der Wahl die meisten Stimmen. Um Fakten geht es im Postfaktischen schon lange nicht mehr. Wir werden noch mehr Eisbären weinend auf der Scholle sehen. Mit oder ohne „grüner“ Merkel im Polaroutfit.

  3. Tja, wer will Ihnen widersprechen? Jeder, der ein Gehirn hat, es benutzt und sich mit der Sache befasst, wird Ihnen Recht geben. Sie haben die aus deutscher Sicht eminentesten dieser dubiosen Wissenschafts-Clowns, Professoren-Kasperles, genannt und einige Ihrer peinlichen Widersprüche benannt. Ich nenne Sie Clowns, weil sie aus meiner Sicht lächerliche Figuren sind, Witzfiguren mit einem enorm schädlichen Einfluß auf die Entwicklung der Gesellschaft, weil sie einfach einen gewissen Einfluss haben, eine Schande für Wissenschaft. Es sagt viel aus über unsere Gesellschaft, dass Sie es in unserer Gesellschaft weit gebracht haben. Aber war es mal besser?

    So, jetzt halte ich die Klappe. Damit sie keinen Ärger bekommen 🙂

  4. Es gibt in der Politik eine einfache Regel: Du musst das Volk hinter einer Idee versammeln, der die Mehrheit nicht widersprechen kann, da diese vernünftig erscheint -- dann kannst Du nach belieben regieren. Dieses Prinzip wird universell angewandt: Kampf gegen ‚feindliche‘ Religionen, Kriege gegen einen angeblich gemeinsamen Feind, Kampf um das klimatische Überleben der Menschheit, Kampf gegen den Terrorismus, vielleicht in Zukunft Kampf gegen eine angebliche Bedrohung von Außerirdischen -- und natürlich gemeinsame Positionen geben Russland.
    Dabei spielen sowohl Macht- als auch Profitinteressen eine Rolle.

  5. Sehr geehrter Herr Krüger,

    Es ist immer gut, das „dumme Geschwätz von gestern“ dieser Leute zu sammeln und zu veröffentlichen, quasi das Kurzzeitgedächtnis der Menschen, auf das sie spekulieren, zu verlängern. Das stellt diese Herren am ehesten bloß und sollte ihnen eigentlich peinlich sein.

    Es heißt zwar:

    „Prophetie sei einfach, es sei denn, sie betreffe die Zukunft.“

    Aber das ist falsch: „Sie ist einfach, wenn sie die ferne Zukunft betrifft!“

    Trotzdem: Auch die ferne Zukunft kommt diesen Leuten bedenklich näher.

    Sammeln Sie weiter!

    MfG

    G.Wedekind

  6. Oje, Herr Rahmstorf dreht in seinem Blog gerade durch. ich habe mal zwei Kommentare abgeschickt:

    Fake-News gibt es auch zur Genüge durch Klimaforscher. Ich habe mal hier die Top 5 aufgeführt.

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/die-top-5-luegenmaerchen-der-klimaforscher/0015719/

    MfG

    Michal Krüger

    Herr Rahmstorf, Herr Vahrenholt hat sich bzgl. des eisfreien Grönlands im Mittelalter lediglich versprochen. Richtig wäre, die Küstenregionen, an denen die Wikinger siedelten, waren eisfrei. Das zeigen die Siedlungen der Wikinger, die immer noch heute unter den weichenden Gletschern an der Küste hervortreten.

    Und das wir in den letzten Jahren neue Temperaturrekorde zu verzeichnen haben, liegt vor allem an den El-Nino-Ereignis der letzten Jahre. Dieses klingt derzeit ab, die Temperatur fällt in der Satellitendaten gerade so schnell wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn.

    Und die Satellitendaten zeigen seit dem letzten großen El-Nino-Ereignis von 1998 keinen signifikanten Temperaturanstieg:

    http://woodfortrees.org/plot/rss/from:1997/plot/rss/from:1997/mean:12/plot/rss/from:1997/mean:12/trend

    Die Satellitendaten decken wie gesagt den Globus am besten ab und messen den Atmosphäreneffekt. Denn der Treibhauseffekt ist kein Bodeneffekt, sondern ein Atmosphäreneffekt. Die Erwärmung durch Treibhausgase zeigt sich zuerst in der Atmosphäre, vor allem über den Tropen. Hotspot. Der Boden erwärmt sich ganz zuletzt.

    MfG

    Michael Krüger

  7. Mal sehen, was jetzt kommt?

    Herr Rahmstorf, ich danke Ihnen, dass Sie die von mir zitierten Fake-News der Klimaforscher mal richtig gestellt haben. Das geschieht leider nur, wenn man beständig nachfragt. Leider fehlen noch die explodierende Erde, 4°C bedeuten den Tod, die Himalaya-Gletscher werden in ca. 30-40 Jahren größtenteils verschwunden sein, die nächste Eiszeit fällt aus, die Erde wird 2100, wenn nichts unternommen wird, ein Ort der Katastrophen sein. Ihr Chef Herr Schellnhuber hatte das behauptet.

    MfG

    Michael Krüger

  8. Der Fairness halber kann man ja mal nachlesen, was Rahmstorf zu den schweren Anschuldigungen im Artikel hier entgegnet.

    Zitat Rahmstorf

    „Tja, Herr Krüger. Sie hätten Ihren Artikel mal lieber „Lügenmärchen über Klimaforscher“ genannt.

    Zu Ihrem Märchen 1: Nein, die NASA hat nicht eine eisfreie Arktis schon im Jahr 2013 für denkbar gehalten. Das war ein Forscher der US-Marine, und der prominenteste NASA-Klimatologe (und mein RealClimate Bloggerkollege) Gavin Schmidt hat das damals sofort als unbegründet zurückgewiesen.

    Zu Ihrem Märchen 2: Nein, ich habe mich keineswegs zum Thema Golfstromsystem dementiert. Eine Abschwächung des Systems habe ich seit jeher für wahrscheinlich gehalten, ein komplettes Versiegen dagegen für sehr unwahrscheinlich (bis zu 10%). Genau das sagen die von Ihnen gelisteten Zitate. Anscheinend können Sie nicht zwischen diesen beiden Dingen unterscheiden? Ich empfehle: regelmäßig KlimaLounge lesen, dann könnten Sie es.

    Zu Ihrem Märchen 3: Sie vermischen die Zeitskalen. Langfristig werden die Winter durch den wachsenden Treibhauseffekt auch bei uns deutlich wärmer; das schließt aber nicht aus, dass die überlagerten natürlichen Schwankungen (Aussage von Latif über die Phase der Nord-Atlantischen Oszillation) auch einige kältere Winter bringen können. Über kürzere Zeiträume (10-20 Jahre) können die schwer vorhersagbaren natürlichen Schwankungen lokal dominieren. Nichts daran ist ein „Lügenmärchen“, das ist einfach Stand der Forschung. Über die nächsten Wochen können ja auch Wetterschwankungen dominieren, und trotzdem sind wir sicher, dass es bei uns über die nächsten sechs Monate deutlich wärmer werden wird.

    Zu Ihrem Märchen 4: Wenn Prof Schellnhuber sagt: „Wir müssen uns auf einen Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter noch in diesem Jahrhundert einstellen“, dann gibt er schlicht den Sachstand der Meeresspiegelforschung korrekt wider. Das Gleiche sagt der letzte Bericht des IPCC, und eine systematische Befragung von 90 führenden Meeresspiegelexperten ergab das gleiche Ergebnis. Ihr „Gegenbeweis“, dass der Anstieg derzeit nur 3 mm/Jahr beträgt, ignoriert die Tatsache, dass der Anstieg sich (a) in der Vergangenheit beschleunigt hat und (b) sich bei weiterer Erwärmung weiter beschleunigen wird. Je wärmer es wird, desto schneller schmilzt das Kontinentaleis. (Das können Sie auch mit Eis aus Ihrem Gefrierfach nachprüfen.)

    Zu Ihrem Märchen 5: Wenn James Hansen einen „“Runaway Greenhouse Effect” für möglich hält, entbehrt das keineswegs jeder wissenschaftlichen Grundlage sondern es gibt eine lebendige Diskussion auch in der Fachliteratur dazu – siehe z.B. diesen aktuellen Artikel aus Scientific American sowie 2000 Fachpublikationen zu diesem Suchstring bei Google Scholar. Ich halte diese Gefahr selbst für zum Glück äußerst gering – aber dass Sie das für unmöglich halten macht es nicht zu einem Lügenmärchen, wenn einige Forscher dies für möglich halten. Genausowenig wie es ein Lügenmärchen ist, wenn James Hansen auf Dauer höchstens 350 ppm CO2 in der Atmosphäre für tragbar für die Menschheit hält. Dass wir inzwischen schon darüber liegen belegt nicht, dass die jetzige CO2-Menge auf Dauer tragbar wäre, und z.B. nicht zum Totalverlust des Westantarktischen Eisschildes und damit zu mehreren Metern Meeresspiegelanstieg führen wird.

    Danke für die schöne Illustration der Tatsache, dass man auf „Klimaskeptiker“-Websites vor allem Unsinn und unbegründete persönliche Angriffe auf Wissenschaftler zu lesen bekommt. Und wenn Sie als langjähriger „Klimaskeptiker“-Aktivist nichts Besseres finden konnten, als diese erfundenen „Top 5 Lügenmärchen der Klimaforscher“, dann ist das der beste Beweis, dass die Klimaforschung hervorragend dasteht!“

  9. @Wolf

    Der Faktencheck.

    1. Die Pressemeldungen waren also Fakes.

    2. Na wenn das keine Weltuntergangsszenarien sind. Herr Rahmstorf hat einiges zu bieten. Innerhalb weniger Jahre könnte die Pumpe ausfallen und uns 5°C kältere Temperaturen bescheren. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist größer als die für einen Kernkraftwerk-Gau. Doku von 2000:

    3. Herr Latif hat 1997 im verlinkten Video 20 eher kalte Winter vorhergesagt.

    4. Das IPCC geht von 30 cm bis 95 cm Meeresspiegelsntieg bis 2100 aus. RCP8.5 45-85 cm im schlimmsten Fall.

    http://www.climatechange2013.org/images/figures/WGI_AR5_FigSPM-9.jpg

    5. Und ein “Runaway Greenhouse Effect” und 350ppm CO2 als sicheres Niveau werden auch nicht vom IPCC vertreten. Geschweige denn von einer nennenswerten Anzahl von Klimaforschern.

  10. Die grösste Lüge ist wohl die von den angeblichen 97% aller Klimwissenschaftler…

    wie kam es zu diesen 97%?

    … Die Zahl stammt aus dem Jahr 2008 von der Studentin Maggie Kendall Zimmerman an der University of Illinois aus ihrer Masterarbeit unter ihrem Doktorvater Peter Doran, einem Professor der Erd- und Umweltwissenschaften. Die beiden Forscher gewannen ihre Resultate aus einer Umfrage unter 10 257 Geowissenschaftlern. Das Ergebnis der Umfrage muss die Forscher zutiefst enttäuscht haben – am Ende beschlossen sie, die Ansichten einer Untergruppe von lediglich 77 Wissenschaftlern in den Mittelpunkt zu stellen, von denen 75 der Ansicht waren, dass die Menschen einen Beitrag zur Klimaänderung leisten. Das Verhältnis 75/77 erzeugt die Zahl 97%, die die Experten jetzt proklamieren. …

    ganzer Artikel hier:

    http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/klimakonsens-nein-stattdessen-97-frisierte-statistiken/

    Kein Wunder das niemand eine Liste mit den Namen der angeblichen 97% hat…

  11. Mal schauen, was daraus wird, heute habe ich als gute Tat noch ein bisschen Aufklärungsarbeit in der KlimaLounge versucht:

    Werte Klimaschützer,

    anbei die Grundlagen zum Treibhauseffekt, da es hier einige Fehlinformationen zu geben scheint:

    http://clivebest.com/blog/wp-content/uploads/2014/06/Greenhouse3.png

    Eine Erhöhung der Treibhausgaskonzentration bewirkt eine Rechtsverschiebung des Temperaturprofiles, zu höheren Temperaturen. In der mittleren bis oberen Troposphäre (ca. 5-10 km Höhe) ist die Temperaturverschiebung dTa am größten. Am Boden tritt die Temperaturverschiebung dTs zeitverzögert ein und ist weitaus kleiner als in der oberen Troposphäre. Das sind die Auswirkungen des sog. Treibhauseffektes. Seit Manabe frühe 1960er ist das bekannt und wird in allen Strahlungstransfermodellen verwendet. Modtran, Hitran, etc.

    Der Treibhauseffekt ist also ein Atmosphäreneffekt. Und genau den messen die Satelliten zuerst und mit bester globaler Abdeckung. Gerade die Bodentemperaturen sind von diversen anderen Effekten überlagert. Zudem zeigt sich am Boden die Auswirkungen des Treibhauseffektes zuletzt und weniger ausgeprägt, als in der mittleren bis oberen Troposphäre.

    Und genau wie die Satellitendaten unterliegen natürlich auch die Bodendaten Messungenauigkeiten. Würden die Satellitendaten nicht halbwegs zuverlässig sein, so würde man sie nicht veröffentlichen.

    Und die Satellitendaten zeigen seit dem letzten großen El-Nino-Ereignis von 1998 keinen signifikanten Temperaturanstieg:

    http://woodfortrees.org/plot/rss/from:1997/plot/rss/from:1997/mean:12/plot/rss/from:1997/mean:12/trend

    MfG und frohe Weihnachten

    Michael Krüger

  12. Lieber Herr Krüger,

    ein weiteres wichtiges Lügenmärchen wurde noch nicht erwähnt, nämlich der vom IPCC als vernachlässigbar eingestufte Einfluss der Sonnenaktivität auf die Wolkenbildung. Kürzlich wurde in einem in

    http://www.thegwpf.com/henrik-svensmark-cosmic-rays-and-clouds-anno-2016/

    erschienenen Artikel von Henrik Svensmark das Gegenteil gezeigt. Er nutzte den Umstand, dass unsere Sonne ein natürliches Experiment mit der Erde durchführt. Die koronalen Massen-Ejektionen führen dazu, dass Plasmawolken die Erde passieren mit der Folge, dass der Fluss kosmischer Strahlen plötzlich abnimmt und ein bis zwei Wochen lang niedrig bleibt. Dies ist ideal geeignet, um die Beziehung zwischen kosmischen Strahlen und Wolken zu testen.
    Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die gesamte Kette von Sonnenaktivität über kosmische Strahlung und Aerosolen bis zu Wolken in der Erdatmosphäre aktiv ist.
    Was wohl PIK für eine Begründung liefern dafür würde, dass diese Einflüsse nicht in ihren Klimamodellen zu berücksichtigen sind?

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