John Schellnhuber, der Klimaberater der Kanzlerin tritt zurück

27. März 2018 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Ökologismus, Politik

Selbstverbrennung3Nach 27 Jahren als Leiter des PIK (Postam Institut für Klimafolgenforschung) geht John Schellnhuber im September in den Ruhestand.

In Jahre 1990 gründete Hans Joachim Schellnhuber das PIK in Potsdam. Angeregt wurde die Gründung eines Forschungsinstitutes für Klimafolgenforschung zuvor durch den Klimaforscher Hartmut Graßl. Graßl hat seinerzeit mit der DPG den Klimaarlarm ausgerufen. Der Spiegel zeigte daraufhin 1986 den in den Nordseefluten versinkenden Kölner Dom. Graßl war zudem mit beteiligt, dass der Weltklimarat IPCC in der Schweiz gegründet wurde.

Der Werdegang von John Schellnhuber

Schellnhuber ist im ländlichen Niederbayern unter bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. Schon als Kind hatte er den Spitznamen „John“, mit dem ihn bis heute Familienmitglieder und Kollegen ansprechen. Bis heute sehnt er sich in die ländliche Idylle seiner Jugend zurück, wie er in seinem Buch „Selbstverbrennung“ schreit. Ohne Industrie und Agrarreformen.

Während seiner Schulzeit und Studienzeit beschäftigte Schellnhuber sich intensiv mit Marx und den Marxismus. 2009 äußert er in einem Interview mit der Zeit: „Die letzten zwei Jahre vor dem Abitur waren phasenweise kritisch. Damals habe ich Kant, Einstein und Marx gleichzeitig gelesen, es war eine Phase, in der ich dachte, zu schlafen sei völlige Zeitverschwendung. Ich hatte das Gefühl, mich in eine hundertprozentige intellektuelle Waffe verwandeln zu können. Dabei schoss ich übers Ziel hinaus, und kurze Zeit stand meine seelische Gesundheit auf dem Spiel.“

Schellnhuber ist Physiker und arbeitete zunächst als theoretischer Physiker im Bereich der Festkörperphysik, Quantenmechanik und „Chaos-Theorie“. Durch den Sohn von James Lovelock, der an der Universität Oldenburg seine Masterarbeit schrieb, kam er in Kontakt mit Lovelock und dessen Gaia-Hypothese (in der die Erde als lebender Organismus betrachtet wird), darauf folgte sein Einstieg in die Klimafolgenforschung.

Nach seiner Zeit in Oldenburg als Caos-Forscher wurde 1992 schließlich das PIK in Potsdam mit Hans Joachim Schellnhuber als Direktor gegründet. Es befindet sich in Potsdam im Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Telegraphenberg, in der Nähe des Hauptbahnhofs. Auf den geschichtlichen Bezug zu Einstein ist Schellnhuber besonders stolz. Das Hauptgebäude des PIK, heute Michelsonhaus genannt, wurde 1879 als Sitz des ersten Astrophysikalischen Observatoriums der Welt eingeweiht. Im PIK wird lediglich Klimafolgenforschung mit Computern und Modellen betrieben, keine Feldforschung. Es wird nicht gemessen, sondern modelliert und die Folgen der Modellergebnisse analysiert.

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Schellnhuber wurde im Jahr 2007 während der G8- und EU-Ratspräsidentschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum wissenschaftlichen Chefberater der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik ernannt, nachdem Schellnhuber mit nicht weniger einverstanden war, als Klimaberater der Kanzlerin zu werden. Seit 1992 ist er eines der neun Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und steht seit 1994 dem WBGU als Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender vor. Er ist Direktor des von ihm 1992 gegründeten Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und langjähriges Mitglied des Weltklimarats (IPCC). Im Jahr 2004 wurde ihm von Königin Elisabeth II der Titel Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE) verliehen. Mit Prinz Charles verbindet Schellnhuber die gemeinsame Liebe zu Land und Natur. Einladungen ins PIK folgten, mit Prinz Chales und Sohn Zoltan Elias.

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Im Juni 2008 ist Schellnhubers Sohn Zoltan Elias Schellnhuber acht Wochen alt. Hans Joachim Schellnhuber forderte in Essen die Politiker auf, seinem Sohn und allen Kindern der Welt die Chance auf eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Denn nach seinen Prognosen wird die Erde im Jahr 2100, wenn nichts geschieht, ein Ort der Katastrophen sein.

Schellnhuber gilt als Vater des 2°C-Ziels. Das 2°C-Ziel wurde erstmals von dem Ökonomen William D. Nordhaus in den Jahren 1975 und 1977 formuliert. Schellnhuber hat dieses 2°C-Ziel übernommen und als Kipppunkt in der Klimaforschung und in der Politik etabliert. Wissenschaftlich fundiert ist diese Grenze nicht. Sie gilt eher als politisch anschaulicher Grenzwert.

Im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember 2009 verkündete Schellnhuber am 30.10.2009 in der ZDF-Sendung “Die lange Nacht des Klimas”, dass die Himalaya-Gletscher in 30 bis 40 Jahren zum größten Teil verschwunden sein könnten, was natürlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehrt und auf einen Tippfehler (Zahlendreher) im Weltklimabericht von 2007 beruht. Schellnhuber hat es nicht bemerkt. Ebensowenig der TV-Meteorologe Karsten Schwanke, ein Student von Hartmut Graßl, der zur Gründung des PIKs von Schellnhuber anregte.

Im Jahre 2010 verkündete Schellnhuber und sein Klimainstitut das PIK, dass die Menschheit in den ersten fünfzig Jahren dieses Jahrhunderts maximal 1.000 Gigatonnen CO2 ausstoßen dürfte, wenn das Risiko einer Erwärmung um 2 Grad auf 25 Prozent begrenzt werden soll. Ca. 700 Gigatonnen waren 2009/2010 noch übrig. Aktuell verbleiben nur noch ca. 500 Gigatonnen, um das 2°C-Ziel zu halten. In nicht einmal 15 Jahren wäre dieses Ziel bereits überschritten.

Im Jahr 2011 teilte Schellnhuber mit: Bis zum Jahr 2300 könnte die Globaltemperatur um 6-8°C gegenüber den vorindustriellen Niveau ansteigen. Eine Temperaturerhöhung von 4°C würde langfristig gesehen einen Meeresspiegelanstieg von 7-10 Metern zur Folge haben. Ein weiteres Abschmelzen des Eises würde den Meeresspiegel letztendlich um bis zu 70 Meter steigen lassen. “Dies wäre eine komplett andere Welt.” Verglichen mit der Körpertemperatur würde ein Anstieg von 2°C Fieber bedeuten und ein Anstieg um 4°C gar den Tod.

Im Jahr 2012 verdeutlichte Schellnhuber sein Vorhaben, die große Transformation der Gesellschaft: Er forderte eine “große Transformation” der Gesellschaft, den Ausstieg aus allen fossilien Brennstoffen, eine Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien. Auf den Weg zu einer neuen Weltordnung sollen seiner Vorstellung nach “fünf bis zehn Prozent aller Parlamentssitze” an “Ombudsleute” vergeben werden, die “ausschließlich die Interessen zukünftiger Generationen vertreten”. “Das Prinzip der Nachhaltigkeit könnte ins Grundgesetz geschrieben werden”, so Schellnhuber.

Im Jahre 2015 verkündete Schellnhuber, die nächste Eiszeit fällt aus. Grund sei die vom Menschen gemachte Klimaerwärmung. Ohne Einwirkung des Menschen stünde die nächste Vergletscherung weiter Teile der Erde nach den Gesetzen der kosmischen Mechanik in etwa 60.000 Jahren an, sagte Schellnhuber, Leiter des PIK, zur Eröffnung einer Klimakonferenz in München.

Durch die Verfeuerung fossiler Energieträger seit Beginn der industriellen Revolution seien bereits 500 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre eingebracht worden. Diese Menge reiche aus, um die nächste Kälteperiode zu verhindern. „Der Mensch ist bereits eine so starke geologische Kraft geworden, dass er sogar Eiszeiten unterdrücken kann“, sagte Schellnhuber.

Im selben Jahr veröffentlichte Schellnhuber sein Buch „Selbstverbrennung“, welches er als Vermächtnis für die Menschheit ansieht. Rechtzeigtig zum Klimagipfel von Paris kam das Buch heraus.

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Einleitend beginnt Schellenhuber das Buch mit: „Dieses Buch handelt von der größten Geschichte aller bisherigen Zeiten“.

Die Kurzbeschreibung: „Nach derzeitigem Wissensstand bewegt sich unsere Zivilisation nicht auf die oft genannte Zwei-Grad-Grenze, sondern viel dramatischer auf eine Erwärmung von 3 bis 4 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts zu. Die fortgesetzte Verbrennung fossiler Energieträger droht zum kollektiven Suizid zu führen. Hans Joachim Schellnhuber fasst das aktuelle Wissen in aller Schärfe zusammen, damit die Politiker auf der „Schicksalskonferenz“ in Paris im Spätherbst 2015 die letzte Chance zum Umsteuern ergreifen“.

Auf den Titel „Selbstverbrennung“ angesprochen schildert Schellnhuber: „Wir leben im Pyrozän, im Zeitalter des Feuerwahns. Wir holen in zwei Jahrhunderten den Kohlenstoff aus der Erde, der über 500 Millionen Jahre dort gespeichert wurde, ursprünglich durch Sonnenlicht. Es ist ein pyromanischer Rausch, in dem die Menschheit jetzt ihre so genannte Moderne produziert.“ Schellnhuber spricht dabei von einem Weltenbrannt.

Weiter schildert Schellnhuber: „Was wir im Moment tun, ist eine rauschhafte Verbrennung unserer Energieressourcen, die aber, wenn wir eine Erderwärmung von 8 Grad kriegen sollten, auch physisch eine Selbstverbrennung der menschlichen Kultur darstellt. Insofern ganz ernst gemeint. Es ist aber kein Opfer wie bei den tibetanischen Mönchen, sondern es ist Selbstverbrennung aus Versehen, aus Torheit, aus Gier.“

Schellnhuber äußert über die Folgen des Klimawandels: „Risiken ungekannten Ausmaßes sind die Folge, von Wetterextremen über den Anstieg des Meeresspiegels bis hin zu Strömen von Klimaflüchtlingen.“

Schellnhubers Institut, dass PIK, hat 2015 eine neue Studie vorgelegt, in der prognostiziert wird, dass die Golfstaaten wegen des Klimawandels schon am Ende dieses Jahrhunderts nicht mehr bewohnbar sein werden, wenn das Klimaschutzziel von zwei Grad verfehlt würde. Es könnte dann dort eine Hitze von bis zu 60 Grad herrschen.

Schellnhuber meint dazu und falls wir die Dekarbonisierung nicht schaffen: „Dann hausen wir in Mondstationen… Ab einem Temperaturanstieg um sieben und acht Grad entstünden auf der Erde erste Hitzewellen, wo die natürliche Abfuhr von Körperwärme nicht mehr möglich wäre. Menschen könnten dort im Freien nicht überleben. Bei einer regionalen und saisonalen Erwärmung von elf bis zwölf Grad würden diese Todeszonen einen geografisch bedeutsamen Raum umfassen. Erst vor wenigen Tagen ist eine Studie erschienen, nach der vor allem die arabischen Ölstaaten betroffen wären- eine bittere Ironie.“

Darauf angesprochen, ob Schellnhuber sich in der Rolle der Kassandra sieht, antwortet er: „In der Mythologie ist das ja die Frau, die die Gabe der Weissagung empfangen hat, aber mit der Auflage, dass ihr nie jemand glaubt. Nun in dem Sinn hoffe ich nicht Kassandra zu sein. Es gibt natürlich Zeiten, Tage, Wochen, Monate, wo man es schwer ertragen kann, weil man so viel weiß und soviel sagen könnte und manchmal niemand zuhört, oder [das Wissen] hinterlässt keinen Eindruck.“

Hans-Joachim Schellnhuber gibt im Buch auch Privates Preis, beginnend mit einer Erzählung über seine Mutter Erika, die 2010 verstorben ist und endend mit einer über seinen jungen Sohn Zoltan Elias: „Ein bisschen verbrenne ich mich auch selber als Persönlichkeit, indem ich meinen Lebenslauf auf den Tisch lege und ihn in Brand stecke, um damit ein bisschen Licht zu verbreiten. Begeb’ mich damit natürlich auch in öffentliche Debatten, also man entblößt sich, grad wenn man auch was Persönliches Preis gibt, aber das ist mir die Sache wert.“

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Schellnhuber sieht auch eine Verbindung zum Papst: „Dieses Buch erscheint in selben Jahr wie die Enzyklika „Laudato si’“, mit der Papst Franziskus wort- und gedankengewaltig in die Umweltdebatte eingegriffen hat: „Wenn wir die Schöpfung zerstören, wird sie uns zerstören!“ Ich hatte die besondere Ehre, dieses einzigartige Dokument zusammen mit zwei der höchsten Repräsentanten der katholischen beziehungsweise orthodoxen Kirche der Weltöffentlichkeit im Juni 2015 vorzustellen“.

Zuletzt machte Schnellnhuber nicht mehr als Klimaberater der Kanzlerin und „Papstberater“ von sich reden, sondern versuchte die Grünen und Linken für sich und seine Agenda zu gewinnen.

Die Grünen haben Schellnhuber 2016 zu ihrer Fraktionsklausur eingeladen, um darüber zu diskutieren, wie es nach Paris weiter geht. 2017 trat er dann auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bü90/ Grüne als Redner auf.

Ich bin nicht Johnny Depp, sondern nur John Schellnhuber! … Mit dem Klimawandel ist nicht zu spaßen, auch wenn man ihn leugnet! …Lebenswichtige Organe im Klimasystem werden gekippt! … Wie knapp das Rennen geworden ist zeige ich hier …

Vor 30 Jahren hätten wir noch in einer sicheren Zone bleiben können … Heute wird es verdammt knapp … Eine große Transformation ist erforderlich … 2030 muss der komplette Ausstieg aus der Kohle erfolgen, der Verbrennungsmotor verschwinden, Zement als Baumaterial ersetzt werden, am besten durch Holz, …. Das ist die komplette Neuerfindung der Moderne … Wir müssen uns auf ein politisches Narrativ der Moderne konzentrieren … Es gibt einen viel besseren Zustand der Moderne … ohne fossil-nukleare Geschäfte … der natürlich mit Photovoltaik zusammen hängt, einer nichtindustriellen Landwirtschaft, einer Bauwirtschaft z.B. auf Holzbasis, und und und … Das Problem, diese bessere Alternative liegt jenseits eines Hügels (der 7 Berge) … Wir müssen also über diesen Hügel drüber … Es gibt zwei Arten von Kräften, die dem ganzen im Wege stehen, um über diesen Hügel zu kommen … fossile Subventionen und eine unzureichende Unterstützung der Erneuerbaren Energien und eine unzureichende Karbonsteuer … Wir müssen klar machen, dass es einen besseren Zustand gibt und dann muss man ein Narrativ erzählen, wie man über diesen Hügel drüber kommt! Was wir hier spielen ist Pool Billard, mit der Weltkugel, Deutschlandkugel, Brandenburgkugel. Dieses Pool Billard muss uns in einen neuen Zustand führen. Ich würde Ihnen anbieten dieses Narrativ aufzusetzen, auszugestalten, die Wissenschaft bietet hierfür ihre Hilfe an. … Eine soziale Bewegung als Game-Changer … Das Kapital muss aus fossilen Geschäften abgezogen werden …

So, jetzt will ich noch kurz war zum Flüchtlingsthema sagen … Wegen den Folgen des Klimawandels werden Flüchtlingsströme entstehen … Was tun wir mit den Menschen, deren Heimat verschwinden wird? … Ein Vorbild ist der Nansen-Pass des Polarforschers Nansen für Heimatlose … Sollte man sowas einführen wie einen Klimapass? Einen Pass für Leute, deren Heimat verschwindet, mit Zutrittsrecht in die Länder, die dafür verantwortlich sind! … (Frenetischer Beifall der Grünen) … Das wäre mal eine Ansage für die Flüchtlingsdebatte … Als Botschaft möchte ich hier lassen, die Messlatte bei der Dekarbonisierung kann nur die schnelle, große Transformation sein! Die Moderne, wie wir sie kennen wird verschwinden, aber es dauert zu lange, um diesen Planeten zu retten!

Im Frühjahr 2017 trat er bereits als Redner bei den Linken mit dem Vortrag auf: Selbstverbrennung: Fatale Beziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff.

Darin mahnte er, dass uns nur noch wenige Jahre Zeit bleiben um unsere Kohlenstoffschuld zu begrenzen, um das 2°C-Ziel noch einhalten zu können. Zudem ermahnte der die Linken neben dem sozialen Aspekt den ökologischen Aspekt nicht außer Acht zu lassen.

Fazit: Im Endeffekt hat Herr Schellhuber vermutlich erkannt, dass seine Zeit als Berater und Mahner und „Großer Transformator“ und als Ikone der Klimawissenschaft abgelaufen ist und verabschiedet sich nun in den Ruhestand.

Ein Nachwort:

Professor-Schellnhuber

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“Man erkennt die selbst ernannten Heiligen auch an ihrem typischen Gesichtsausdruck, an der suggestiven Einfühlsamkeit oder an dem mahnenden Ernst ihrer Mienen. Man erkennt sie an ihrer frömmelnden Sprache; warum können sie nicht wie andere reden, sondern müssen immer diesen salbungsvollen Ton anschlagen, immer einen frommen Wunsch auf den Lippen. Und warum müssen sie über die alltäglichsten Gedankengänge die Milch der frommen Denkungsart gießen.” (Karl Marx)

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42 Kommentare
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  1. Zeit wird’s !

  2. Als Rentner mit der dicken Staatspension kann er sich nun ein Mercedes Elektro-Auto kaufen.

  3. Bis heute wusste ich nicht, dass Karl Marx ein Prophet war. Aber er konnte John ja gar nicht gekannt haben. Trotzdem porträtierte er ihn so treffend.

  4. Der Mann hat etwas zu viel Haschisch im Tee.

  5. Mit Dummheit und Ignoranz (Anorak2) schafft sich die Menschheit ab.
    Ist vielleicht auch gut so….

  6. @Peter

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. Steven Hawking sagte einst, warum wir keine Zeichen von Außerirdischen empfangen, ist wahrscheinlich darin begründet, dass die sich zuvor selbst vernichtet haben. Das steht auch der Menschheit bevor, gewiss aber nicht wegen CO2. Aber vielleicht wegen all der Zwangsbeglücker, die die Welt retten und verbessern wollen.

  7. @ anorak

    Der Mann hat etwas zu viel Haschisch im Tee

    Wenn‘s nur das wäre, könnte man den Schaden leicht beheben. Im Gegenteil, vielleicht hätte er grade das gebraucht.

  8. Der Mann ist ein gemeingefährlicher Fanatiker mit Tunnelblick. Wenn ihm jemals klar geworden ist, dass seine „Dekarbonisierung“ etwa 7 Milliarden Menschen ihre Lebensgrundlage entziehen und sie zu einem elenden Tod verurteilen würde, und er das Ziel trotzdem weiterhin propagiert, dann ist er ein unfassbar menschenverachtender potenzieller Massenmörder. Vor Gericht würde man ihn vermutlich in die Psychiatrie schicken.

  9. @Peter #5

    Wieviele bekloppte Ideologien hat es schon gegeben, die eine Mega Bedrohung der Menschheit ausgerufen haben, vor der angeblich nur ein radikaler Umbau der Gesellschaft retten könne? Katastrophen haben solche Ideologien jeweils selbst ausgelöst, aber Recht hatte noch keine.

    Und ganz wichtig : Es ist nicht Wissenschaft, gesellschaftliche Eingriffe wie zB Schellis „große Transformation“ zu propagieren. Das ist Politik, und manchmal ist es auch totalitär.

  10. Gut erkannt:

    https://www.amazon.de/Selbstverbrennung-fatale-Dreiecksbeziehung-zwischen-Kohlenstoff/product-reviews/3570102629/ref=cm_cr_dp_d_hist_1?ie=UTF8&filterByStar=one_star&reviewerType=all_reviews#reviews-filter-bar

  11. @Micha #10
    😀

  12. Der Autor diskutiert auf populärwissenschaftlichem Niveau eine Vielzahl von Themen rund um die Klima- und Klimapolitik-Thematik. Er schafft es bei jedem seiner Themen spielend, auf 25 Seiten zu erzählen, was er auch auf 2,5 Seiten hätte sagen können….

    Vielmehr handelt es sich dabei um die peinliche Lebensbeichte eines narzisstischen Professors, der beklagt dass die Welt nicht auf ihn hört. Kapitelüberschriften lauten z.B. „Blendet die Seher!“ (damit meint er sich selbst) oder „Betäubt die Hörer!“ (damit meint er das unwissende Volk)….Für eine engagierte Klimaschützerin ist dieses Menschenbild nur schwer zu ertragen, einfach nur zum fremd schämen! Übrigens: Prof. Schellnhuber berät unsere Regierung und beschäftigt an seinem wissenschaftlichen Institut eine „Künstlerische Leiterin“ -- seine eigene Frau (von unserem Steuergeld!)…

    Gegen die düsteren Prognosen Schellnhubers wirken die Apokalyptischen Reiter wie harmlose Witzfiguren: Dem Autor reicht dabei nicht das (unwahrscheinliche) Extremszenario des IPCC, welches von maximal 5 Grad Erderwärmung ausgeht. Nein, bei Schellnhuber müssen es schon 6 bis 8 und später (physikalisch nicht mögliche) 10 Grad sein, … Damit reiht sich Schellnhuber nahtlos ein in die lange Liste großer Apokalyptiker der Vergangenheit, denen allesamt nur eines gemeinsam ist: Der Weltuntergang fand nicht statt! …

    Der Großteil des Buches strotz nur so von Rechtfertigungen, Selbstbeweihräucherungen und Anbiederung an die Politik.(Merkel) Widerlich, aber nur so kommt man wohl auf diesem Gebiet weiter.(Vatikan, Englische Königin usw.) Wen interessiert dass, wenn man sich ein Sachbuch über die Klimaerwärmung, ihrer Entstehung und ihrer Folgen kauft? Mich erstaunt im Übrigen, dass solche Wissenschaftler unsere Politiker für viel Geld beraten dürfen! … Ich hätte da noch einen Titel für die nächste Auflage: „Selbstbeweihräucherung! Mein steiniger Weg zum Nobelpreis“. Dies Buch kommt jetzt in den Mülleimer. Habe leider keinen Feind, dem ich es weiter verschenken kann. Kann man eigentlich keinen Stern vergeben? Wenn ja, würde es hiermit tun! …

    Als Meteorologe habe ich vielleicht einen anderen Anspruch, als der interessierte Laie. Neben den völlig deplatzierten, persönlichen Anekdoten, ist in den über 800 Seiten nichts zu finden, was nicht aus den politisch verseuchten Werken des PIK selbst oder den Summaries der IPCC Reporte längst bekannt sein sollte. Dazu kommt eine ungeheure Selbstherrlichkeit, man ist geneigt, sich fremd zu schämen…. Fazit: der Band ist keinen Cent wert.!
    Es ist eine selbst verherrlichende Klima Propaganda Schrift mit maßlosen Übertreibungen und Diskriminierung vieler, angesehenen und zum Glück auch kritischer Wissenschaftler….

    Das Buch kann für Psychologen von Interesse sein und für Menschen, die sich intensiver mit dem Verhältnis von Glauben, Vernunft und Persönlichkeit auseinandersetzen wollen….

    Die nervtötenden Selbstdarstellungen eines Schellnhuber sind nicht 5 Cent wert. Pure Geldverschwendung.
    Dieses „Buch“ (hat den Namen nicht verdient) ist für die Wissenschaft genau so nützlich wie das Buch Mormon fürs Christentum.
    Ab in die Mülltonne.
    Good Bye!…

  13. Nun wollen wir mal hoffen, dass der große Commander of the Most Excellent Order of the British Empire mit seiner Affinität zu großen Globen und seinem Vermächtnis für die Menschheit in Form netter Comics keinen würdigen Nachfolge-Selbstverbrenner gefunden hat. Noch so einen Flüsterer für Politiker die ohne eigenen Verstand aus kommen müssen können wir uns nicht leisten.

  14. Ich würde mal sagen, Seher ist eine falsch (Selbst-)Beschreibung -- Schmane würde es besser treffen.

  15. Bei Menschen wie HJS muss ich immer an dier Hirnforschung, Schwerpunkt Religiosität, denken.

    Freilich ist Gott nicht jedem so präsent wie religiösen Fundamentalisten. Doch bei allen Gläubigen sind die neuronalen Schaltkreise für das Sozialleben von Bedeutung. Dabei gibt es sogar eine interessante egozentrische Pointe. Das entdeckten Nicholas Epley von der University of Chicago und seine Kollegen. Sie schauten mit fMRI nach, was geschieht, wenn Menschen beurteilen, was der mutmaßliche Wille Gottes ist. Dabei ging es beispielsweise um die Themen Abtreibung oder gleichgeschlechtliche Ehe. Die Wissenschaftler verglichen, was im Kopf beim eigenen Urteil geschieht und bei der Vorstellung über die mutmaßliche Meinung anderer Menschen.

    Ergebnis: Beim Nachdenken über die Meinungen anderer ist vor allem eine Region im unteren Stirnhirn aktiv. Bei der Reflexion der eigenen Gedanken sind es stattdessen das mittlere vordere Stirnhirn, die vorderen Schläfenlappen, die Übergangsregion von Schläfen- und Scheitellappen sowie der Precuneus, der unterhalb des Haarwirbels im inneren Scheitellappen liegt. Diese Regionen werden auch tätig, wenn Menschen beurteilen, was Gottes Gedanken sein könnten. „Gott“ wird hier also nicht wie eine andere Person im Gehirn „verarbeitet“, sondern ist gleichsam die Fortsetzung oder Projektion der eigenen Einstellungen.

    „Die Intuitionen von Gottes Willen scheinen das Echo der eigenen Ansichten zu sein“, schreiben Epley und sein Team. „ Menschen benutzen egozentrische Informationen, um auf Gottes Willen zu schließen, weil sie annehmen, dass göttliche Meinungen wahr sind, und weil jeder Mensch von sich selbst denkt, dass seine Meinung richtig ist.“ über die Meinungen anderer ist vor allem eine Region im unteren Stirnhirn aktiv. Bei der Reflexion der eigenen Gedanken sind es stattdessen das mittlere vordere Stirnhirn, die vorderen Schläfenlappen, die Übergangsregion von Schläfen- und Scheitellappen sowie der Precuneus, der unterhalb des Haarwirbels im inneren Scheitellappen liegt. Diese Regionen werden auch tätig, wenn Menschen beurteilen, was Gottes Gedanken sein könnten. „Gott“ wird hier also nicht wie eine andere Person im Gehirn „verarbeitet“, sondern ist gleichsam die Fortsetzung oder Projektion der eigenen Einstellungen.

    Die Intuitionen von Gottes Willen scheinen das Echo der eigenen Ansichten zu sein“, schreiben Epley und sein Team. „ Menschen benutzen egozentrische Informationen, um auf Gottes Willen zu schließen, weil sie annehmen, dass göttliche Meinungen wahr sind, und weil jeder Mensch von sich selbst denkt, dass seine Meinung richtig ist.

    https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/glaeubige-gehirne-2/

  16. @ Lumpi 28. März 2018 23:07

    Bei Menschen wie HJS muss ich immer an dier Hirnforschung, Schwerpunkt Religiosität, denken.

    Natürlich ähnelt das Argumentationsmuster eines HJS frappierend an manche religiöse Phänomene, doch auch in seiner Rolle als Papstberater stellte er klar, dass er bekennender Atheist sei.

    Das Problem der Projektion eigene Ansichten auf einen göttlichen Willens ist vermutlich sehr alt, auch im AT und NT wird entsprechendes angerissen. Feuerbach hat es in der Moderne als General-Deutungsmuster von Religion eingebracht, Freud hat es als psychologisches Über-Ich gedeutet. Die Hirnforschung liefert darin nicht wirklich neues, denn einige Ansichten wurde sehr plausibel vorher beschrieben.

    Aber auch wenn man es als gesichert betrachten kann, dass es allzumenschliches im Kontext der Religionen gibt, so kann auch dieses Argument keineswegs belegen, dass dies eine exklusive Erklärung des Gottesglaubens darstellt, gerade weil auch die Religionen sehr wohl von falschen Göttern und selbstgemachten Götzen wissen. Es ist auch nicht auszuschließen, dass die ‚eigenen‘ Ansichten sich nicht vollständig aus Sozialisation und reflektierten Beobachtungen herleiten lassen. Die Annahme einer Offenbarung, die eine mehr oder minder kluge Reflektion ergänzt, bleibt weder beleg- noch widerlegbar, sondern Glaubenssache … auch im negativen Sinn.

    Das Phänomen HJS ist aber wesentlich einfacher zu deuten. Es genügt, Narzissmus, Ideologische Verblendung und ein unbestreitbares Mass an kognitiver Potenzs zusammen mit gesellschaftlichen Megatrends zu einer Melange zu verquirlen … dass Ergebnis ist dann banal.

  17. @KG #14

    Seher ist eine falsch (Selbst-)Beschreibung

    Vor allem ist es wahnsinnig narzisstisch, unbescheiden, selbstverliebt, überheblich und unkritisch gegen sich selbst. Vielleicht hat er einen Messias-Komplex, die vielen Bildern auf denen er segnend die Hand auf die Erde legt sprechen dafür.

  18. @ML #16

    doch auch in seiner Rolle als Papstberater stellte er klar, dass er bekennender Atheist sei

    Der Scheint trügt. Ein normal denkender Atheist würde den Papst nicht beraten, weil er dessen Meinung für irrelevant hält. Aber Schelli sucht ständig die Nähe religiöser Führer wie Papst und Bischöfe. Irgendwie muss er da eine Verwandtschaft spüren. Dass er sich selbst als Propheten inszeniert ist ja offensichtlich, und dass er sich gern mit Beziehungen zu „wichtigen Leuten“ schmückt auch.

  19. @ML #16

    Die Annahme einer Offenbarung, die eine mehr oder minder kluge Reflektion ergänzt, bleibt weder beleg- noch widerlegbar, sondern Glaubenssache … auch im negativen Sinn

    Auch wenn es unbelegbar ist, spricht doch die Vernunft dafür dass alle irdischen Religionen Menschenwerk sind. Von den 10.000 Religionen auf der Erde kann ja höchstens eine wahr sein, also sind mindestens 9.999 davon falsch, und vielleicht sogar alle 10.000 falsch. Außerdem merkt man ihnen aus jedem Knopfloch an, dass sie Produkte menschlicher Kulturen sind, und nicht irgendwie göttlich inspiriert. Wer sich Gott/Götter vorstellen will ist deshalb besser beraten, sich in seiner Vorstellung nicht allzu sehr an vorhandenen Religionen zu orientieren, weil die mit hoher Wahrscheinlichkeit alle falsch liegen.

    Übrigens gilt das auch für die Klimareligion, um zum Thema zurückzukommen. 🙂

  20. anorak2 29. März 2018 05:46

    Ein normal denkender Atheist würde den Papst nicht beraten, weil er dessen Meinung für irrelevant hält.

    Wenn es diese Normalität gäbe, wäre sie ziemlich dumm. Denn wenn man auch die Ansichten eines Menschen nicht teilt, so ist doch sein Einfluss unübersehbar. Es ist darum klug, eben jenen Einfluss zu nutzen, und auf den Kampf gegen Windmühlen diesmal zu verzichten.

    Aber Schelli sucht ständig die Nähe religiöser Führer wie Papst und Bischöfe. Irgendwie muss er da eine Verwandtschaft spüren.

    Das ist nicht zwingend, wenngleich nicht auszuschließen. Die Erklärung, dass es schlicht um die Funktion geht, möglichst viele Kanäle für die Klimaapokalypse zu nutzen, reicht als Erklärung völlig aus. In der Tat gibt es ja nicht wenige, die den Glaubenskern der christlichen Kirchen durch die Klimakirche ersetzt sehen. Das mit Bibel und Jesus bleibt nur noch als Fassade.

    Dass er sich selbst als Propheten inszeniert ist ja offensichtlich, und dass er sich gern mit Beziehungen zu „wichtigen Leuten“ schmückt auch.

    Er würde wohl die Diagnose Narzissmus selbst wohl nicht bestreiten, aber als Dienst an der guten Sache heiligen. Prophetie und ‚Seher‘-tum versteht er nicht im Metaphysischen, sondern als Metapher.

  21. @ anorak2 29. März 2018 05:54

    Ist zwar eher OT aber ich denke, das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Glaube, vor allem Gottesglaube, ist hier sehr wohl auch Thema. Darum hier einige Anmerkungen. Ich würde es aber gut finden, wenn wir hierfür eine Plauderecke hätten, damit der OT-Verdacht vom Tisch wäre.

    Auch wenn es unbelegbar ist, spricht doch die Vernunft dafür dass alle irdischen Religionen Menschenwerk sind.

    Richtig ist, dass Religion unbestreitbar viel mit Menschen, Ansichten, Erfahrungen und Irrtümern zu tun hat. Die Vernunft kann aber nicht sagen, ob es sich vollständig um Erfindungen handelt, oder ob da mehr dahinter steckt.

    Wenn ein Kreter lügt, heißt es nicht, dass alle Kreter lügen.Genau so wenig, wenn man 10 000 Kreter findet die lügen, lässt das einen Schluss auf die Gesammtheit zu. DAS sagt die Vernunft.

    Von den 10.000 Religionen auf der Erde kann ja höchstens eine wahr sein, also sind mindestens 9.999 davon falsch, und vielleicht sogar alle 10.000 falsch.

    Das setzt voraus, dass man Religion Monolithisch und binär betrachtet. In der Tat sind sich aber fast alle einig, dass es eine höhere Realität über das sinnlich erfahrbare hinaus gibt. Viele stimmen darin überein, dass es einen Gott oder Götter gibt. In die detaillierten Ausprägungen wachsen dann die Unterscheide, aber nicht alle sind exklusiv. Die Annahme, dass alle mehr oder minder irren, ist darum vertretbar, aber wird auch von gläubigen häufig durchaus akzeptiert.

    Der kritische Rationalismus geht aber weiter: Nicht nur Anhänger eines Gottesglaubens irren mehr oder minder, sondern ein jeder Mensch ist grundsätzlich vom Irrtum bedroht. Darum ist das Bekenntnis zu einem GLAUBEN -- der immer den Irrtum nicht vollständig ausschließen kann -- eine ehrliche Sache.

    Außerdem merkt man ihnen aus jedem Knopfloch an, dass sie Produkte menschlicher Kulturen sind, und nicht irgendwie göttlich inspiriert.

    Das sehe ich nicht so. Der kulturelle Aspekt erklärt vieles, aber längst nicht alles.

    Wer sich Gott/Götter vorstellen will ist deshalb besser beraten, sich in seiner Vorstellung nicht allzu sehr an vorhandenen Religionen zu orientieren, weil die mit hoher Wahrscheinlichkeit alle falsch liegen.

    Eigentlich nicht. Denn unter der Annahme eines sich offenbarenden Gottes, der aber aus Gründen, die nicht offensichtlich sind, eine unzweifelhafte Erkenntnis seiner Selbst vermeiden will, kann durchaus davon ausgehen, dass sich echte, aber partielle Offenbarungen in mindestens einer Religion finden, u.U. sogar in mehreren, die sich scheinbar widersprechen.

    Eine Wahrscheinlichkeit lässt sich für die These gar nicht ermitteln und verbrämt letztlich nur den eigenen Glauben / Einschätzung mit pseudowissenschaftlichen Worten.

    Übrigens gilt das auch für die Klimareligion, um zum Thema zurückzukommen.

    Klimaaktivisten bestreiten häufig, dass es sich um eine religiöse Bewegung handelt. Aber die Parallelen und Phänomene sind zum Teil frappierend. Klimaaktivisten beziehen sich zumeist nicht auf einen Gott, auch die Referenz expliziter Gläubiger auf ‚Bewahrung der Schöpfung‘ ist eher als Synkretismus und Amalgamisierung zu verstehen. Genau so wenig ist die Gaia-Lehre konstitutiv. Die übergreifenden Ähnlichkeiten liegen eher im Pragmatischen, weniger im Metaphysischen.

    Gemeinsam ist, dass eine wissenschaftlich nicht hinreichend belegbare These zum Dogma und zentralen handlungsbestimmenden Element wird, welches in der Konsequenz eine Gefahr zum Totalitarismus birgt. Und das belegt Schellnhuber in Reinform.

  22. John Schellnhuber ist vom Wesen eigentlich gestrickt wie ein Donald Trump. Nur intelligenter. Das erkennt man daran, was er schreibt.

    Einleitend beginnt Schellenhuber sein Buch mit: „Dieses Buch handelt von der größten Geschichte aller bisherigen Zeiten“.

    Kapitelüberschriften lauten z.B. „Blendet die Seher!“ (damit meint er sich selbst) oder „Betäubt die Hörer!“ (damit meint er das unwissende Volk)…

    Er sieht sich als größter Geschichtenschreiber aller Zeiten und Sehender/ Wissender, der allen anderen überlegen ist. Das ist ähnlich wie bei Trump. Und fühlt sich bestätigt, wenn er von der Kanzlerin und den Papst Gehör geschenkt bekommt. Ähnlich wie bei Trump. Und schmollt, wenn Skeptiker vor seinen Veranstaltungen demonstrieren, oder seine Zunft kritisieren/ beleidigen. Das schreibt er auch in seinem Buch. Auch wie bei Trump. Merkel und den Papst sieht er als Mittel zum Zweck. Gläubig ist er nicht, wie er auf den Vortrag bei den Linken sagt. Er stellt es lediglich etwas intelligenter als Trump an.

  23. PS

    Schellnhuber ist eigentlich auch kein Umweltschützer, wie er vor Jahren auf der Preisverleihung der DUH gesagt hat. Er liebt lediglich das Landbeben. Auch die Umweltschützer betrachtet er nur als Mittel zum Zweck, Genau wie die Linken und Grünen. Was ihn antreibt ist das Streben nach Anerkennung und Aufmerksamkeit. Wie bei Trump. Damit ist er zuletzt bei Merkel, mit seinen Buch und bei den Linken und Grünen gescheitert. Das hat er erkannt und zieht sich nun in den Ruhestand zurück. Ähnlich wie zuvor James Hansen.

  24. Michael Krüger 29. März 2018 11:43

    Er stellt es lediglich etwas intelligenter als Trump an.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Nicht dass ich Schellnhuber ein größeres kognitives Potential bestreiten wollte, aber seine Selbstinszenierung als verkannter Prophet wirkt für mich eher lächerlich. Bei den Fans findet Trump aber sicher mindestens ebensolche Verehrung. Objektiv hatte Schellnhuber außer der Mitwirkung an Texten mit beachtlicher Reichweite nicht viel geschafft. Er hat keine große Transformation erreicht, keinen Klimawandel aufgehalten und auch sonst wird ihn die Geschichte wohl recht schnell vergessen haben.

    Trump wirkt dagegen eher dümmlich und noch plumper, erreicht aber wesentlich mehr und hat erstaunliche Erfolge seiner Politik eingefahren. Wenn also die Ergebnisse und Erfolge als Maß eines intelligenten Vorgehens gelten, dann ist der Eindruck eben nicht entscheidend.

  25. @ML #21

    Von den 10.000 Religionen auf der Erde kann ja höchstens eine wahr sein, also sind mindestens 9.999 davon falsch, und vielleicht sogar alle 10.000 falsch.

    Das setzt voraus, dass man Religion Monolithisch und binär betrachtet.

    Ich nehme die Religionen nur beim Wort. Die meisten sagen explizit, dass alle anderen Religionen Irrlehren seien. Außerdem gibt es einfach inhaltliche Inkompatibilitäten oder Widersprüche.

    In der Tat sind sich aber fast alle einig, dass es eine höhere Realität über das sinnlich erfahrbare hinaus gibt. Viele stimmen darin überein, dass es einen Gott oder Götter gibt.

    Das ist dann aber zu unspezifisch, die inhaltlichen Widersprüche bleiben.

    Außerdem merkt man ihnen aus jedem Knopfloch an, dass sie Produkte menschlicher Kulturen sind, und nicht irgendwie göttlich inspiriert.

    Das sehe ich nicht so. Der kulturelle Aspekt erklärt vieles, aber längst nicht alles.

    Doch. Jede Religion geht immer von dem Wissensstand und Weltbild aus, das an dem Zeit und Ort vorherrschte, an dem sie entstanden ist.

    Denn unter der Annahme eines sich offenbarenden Gottes,

    Das kann ich nicht annehmen. Fällt dir nicht auch auf, dass alle solchen „Offenbarungen“ aus Zeiten stammen, wo der Glaube an Übernatürliches noch Allgemeingut war? Je näher wir der Gegenwart kommen, umso seltener werden sie. Und diejenigen aus heutiger Zeit, die wir überprüfen können, sind nachweislich Fälschungen oder Halluzinationen.

    der aber aus Gründen, die nicht offensichtlich sind, eine unzweifelhafte Erkenntnis seiner Selbst vermeiden will,

    Die Erklärung kann ich dir geben: Die Leute, die sich das ausgedacht haben, mussten irgenwie erklären wieso der Gott durch Abwesenheit glänzt.

  26. @Landvoigt

    Nazisten und Egomanen wie Trump und Schellnhuber scharen aber aus welchen Gründen auch immer eine große Anhängerschaft hinter sich. Trotz des peinlichen Auftretens, oder gerade wegen dessen.

  27. Im Hitzesommer 2018 wird einem beim Lesen des Obenstehenden mehr als leicht mulmig….

  28. @Emile Laurent

    Klar. Ist ja so schrecklich der Sommer 2018. Ich warte übrigens noch auf die 50°C, die Mojib Latif uns vor wenigen Jahren versprochen hat und auf tausende von Hitzetoten, die uns die Klimaforscher, auch am PIK prophezeit haben. Und auf eine eisfreie Arktis, die uns auch für die jetzige Zeit versprochen wurde. 😉

  29. PS

    Der „Hitzesommer“ bei uns liegt übrigens an den stabilen Hoch über Skandinavien.

  30. #27 Emile Laurent:

    „Im Hitzesommer 2018 wird einem beim Lesen des Obenstehenden mehr als leicht mulmig….“

    Sie müssen immer den Ort angeben, auf den sich Ihre Aussage bezieht. Der meteorologische Sommer beginnt im Juni und endet im August. Es liegen für Deutschland bisher nur die Monatswerte für Juni vor. Juni-Monatswerte der DWD-Zeitreihe DWD regional averages 1881-2018:
    Temperatur 2018 17,7 °C (Rang 7), 2003 19,4 °C (Rang 1)
    Sonnenscheindauer 218,2 Stunden pro Monat (Rang 24), 1976 286,5 (Rang 1)
    Niederschlagsmenge 2018 130 mm/ Monat (Rang 130 von 138), Niederschlagsmenge 1887 32 mm/Monat (Rang 138)

  31. @Berberich

    Wobei eher der Norden von Trockenheit und Hitze betroffen ist. In Süddeutschland ist das schon wieder anders. Der sog. „Hitzesommer“ bezieht sind nur auf den Norden von Deutschland. Und nahezu alle Nord- und Ostseeurlauber sind froh, dass wir wieder mal einen richtig schönen Sommer haben. Nur die Landwirte und Klimaschützer quarken mal wieder rum. Wobei die Obstbauern auch eine super Ernte erwarten.

  32. @Emile Laurent

    Das wir im Sommer tatsächlich Sommerwetter haben ist eigentlich wenig bemerkenswert. Man sollte es genießen, Baden gehen, Grill anschmeißen, Bier- oder Weingärten aufsuchen…..
    oder auch einfach mal Fünfe gerade sein lassen. 😀

  33. @Micha
    Bin zwar kein Obstbauer, bin aber mit dem, was uns unser Garten liefert überaus zufrieden 😀
    Wie auch letzten Sommer gibt’s seit ein paar Tagen täglich Tomatensalat mit Kräutern nur aus dem Garten. Einige Tomatenpflanzen werden in Kürze die 2m knacken.

  34. Es ist eine Obsession mittlerweile beim Wetter, dass man die krampfhaft bemüht ist, jede Wettervariabilität dem menschengemachten Klimawandel zuzuschreiben. Dieser Gefühllslage kommen rational getriebene Menschen, die auch nicht völlig immun gegen Panikmache sind, am Besten mit Wissenschaft und Fakten bei. Drum meinen besonderen Dank an P. Berberich

  35. @Krishna

    Kirschernte super und Brombeeren gibt es auch reichlich. Die Apfelernte soll auch super werden, sagen die Obstbauern aus den Alten Land. Und Tomaten habe ich auch auf den Balkon. Bei mir sind die aber noch grün
    Und Bienen habe ich natürlich deshalb auch auf den Balkon.

  36. Und wir haben gerade heftige Gewittergüsse im Norden. Und die längste Mondfinsternis lag natürlich auch am Klimawandel

  37. @Micha
    Kann ich alles bestätigen, Äpfel und Pfirsiche en Masse, Süßkirschen ohne Ende, Weinbeeren wie lange nicht mehr, Brombeeren eine Plage, aber eine leckere, wenngleich ich bald keine mehr essen kann, die ersten Feigen haben wir auch schon gegessen, an Insekten und Schmetterlingen fehlt es uns nie, u. a. weil wir einen Teil unseres Gartens als Wildwiese wachsen lassen, wird nur 2 x im Jahr gemäht, aber was an Klee dort wächst wird stehen gelassen. Habe schon mehrmals einen Schwalbenschwanz gesehen, Diestelfalter, Fuchs, Pfauenauge, Admiral, auch mal einen Zitronenfalter, Bläuling, Großes Wiesenvögelchen, naja, und hunderte Kohlweißlinge….. kurz, reges Insektenleben, div. Bienen, einschl. Holzbiene, div. Wespen und Hummeln.

  38. Und die Weinlese wird auch super für den Hitzesommer-Franzosen. ☺

    Schellhuber hat bestimmt such schon ein paar Flaschen vormerken lassen.

  39. Schellnhuber bevorzugt CO2-haltige Getränke

    http://www.scinexx.de/redaktion/focus/bild6/copenhagen24g.jpg

    Jedenfalls wenn er sich nicht gerade an der Milch der frommen Denkungsart labt.

  40. Herr Schellnhuber trinkt auch gerne Wein:

    “ …und deutscher Rotwein wird nachweislich besser.

    Auch das. Riesling war immer Deutschlands beste Rebsorte, in 50 Jahren wird er hier vermutlich gar nicht mehr angebaut. Zu viel Hitze schadet ihm. Dafür haben wir jetzt schon einen anständigen Pinot Noir. Und einige Winzer versuchen es sogar mit Cabernet Sauvignon, dem Klassiker aus Bordeaux.“

    https://m.tagesspiegel.de/ich-wuerde-kein-haus-auf-sylt-kaufen/655078.html

    Und wo er jetzt hinzieht:

    “ Sie würden also kein Haus auf Sylt mehr kaufen?

    Nein, ganz bestimmt nicht, und auch sonst nirgendwo an der Nordsee.

    Wo würden Sie denn Ihr Altersdomizil errichten?

    Lieber in den Pyrenäen.“

    Und sein CO2-Fußabdruck?

    „Haben Sie Ihren persönlichen Be

    itrag zum Klimawandel mal kalkuliert?

    Ja, der ist ziemlich hoch, weil ich selber im Jahr bestimmt 100-mal fliege.“

    Und auch das noch:

    “ Was für ein Auto fahren Sie denn?

    Einen BMW aus der neuen 1er-Reihe. Der verbraucht sechs Liter Diesel, immerhin nur die Hälfte meines vorherigen Wagens.“

  41. PS

    Herr Schellnhuber fliegt 100mal pro Jahr und hat einen BMW 1er Diesel gefahren. Davor hatte er einen PKW, der 12 Liter auf 100 km verbraucht hat! Das kann dann ja nur ein Sportwagen gewesen sein. Oder ein SUV.

  42. 100 Flüge im Jahr und Diesel-PKW? Offensichtlich gelten seien Aufforderungen, aufs Fliegen zu verzichten und nur elektrisch zu fahren, nur für andere.

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