Klimaschutz ist für die Seele

7. Januar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

ego150Bemerkenswert viele Klimaforscher betätigen sich als politische Aktivisten. Mehr als in jeder anderen Disziplin der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Stefan Rahmstorfs jüngster Beitrag in der Klimalounge zeigt eine denkbare Erklärung auf.

Als Beteiligter an der öffentlichen Diskussion über Klimapolitik, so schreibt er dort sinngemäß, solle man „seine Motive und Werte offen legen“. Gerne. Ich argumentiere gegen Nachhaltigkeit, Vorsorgeprinzip und gegen das daraus resultierende Konzept eines Klimaschutzes durch Vermeidung, weil es an meinen Geldbeutel geht. Ich habe schlicht keine Lust, für Energie, für Heizung, Strom und Treibstoffe zu viel zu zahlen. Eigentlich könnten diese Dinge mittlerweile, einen freien, deregulierten Markt vorausgesetzt, nahezu kostenlos zur Verfügung stehen. Zumindest preiswert genug, um im Vergleich zu anderen Aufwendungen kaum spürbar zu sein. Von mir aus können die Menschen soviel Klimaschutz betreiben, wie sie wollen. Jeder auf seine Weise. Ich mag mich aber nicht daran beteiligen. Ich möchte schlicht und einfach in Ruhe gelassen werden. Ich erkenne keinen Sinn darin, mein sauer verdientes Geld für den Schutz Ungeborener vor irgendwelchen mutmaßlichen Katastrophen der Zukunft aus dem Fenster zu werfen. Meine Eltern haben das nicht getan, meine Großeltern nicht und überhaupt niemand meiner Vorfahren. Trotzdem geht es mir heute besser. Weil eben jede vorhergehende Generation die Herausforderungen ihrer jeweiligen Zeit bearbeitet hat, statt in Zukunftsängsten zu erstarren. Ich möchte nicht auf Möglichkeiten verzichten, die mir die Gegenwart bieten könnte, zugunsten meiner Nachkommen, die davon vielleicht nicht einmal etwas haben.

Das ist meine Motivation. Ich frage mich seit langem, welchen individuellen Vorteil sich Alarmisten wie Rahmstorf von ihrem Engagement versprechen. Natürlich gibt es für die Thematik einen Markt. Öffentliche Aufmerksamkeit, eine gewisse Prominenz, Mitarbeit in politikberatenden Gremien – das alles streichelt natürlich das eigene Ego und bietet viel Bestätigung, die Menschen nun einmal benötigen. Auch monetär mag es sich auszahlen. Man kann mit Büchern Geld verdienen oder auch Aufträge für das eigene Institut direkt oder indirekt generieren, was das eigene Auskommen sichert. Klimafolgenforschung, wie sie in Potsdam betrieben wird, lebt schließlich vom Glauben an die Gefahr.

Eine so begründete Motivation wäre für mich verständlich und nachvollziehbar. Mir geht es ja auch nur ums Geld. Aber das kann nicht alles sein. Denn Rahmstorf und seine Kollegen sind intelligent genug, die Dinge vom Ende her zu denken. Eine „Große Transformation“ würde die Alarmisten genau so hart in ihrer individuellen Lebensgestaltung treffen, wie die Skeptiker. Worin könnte der zusätzliche Antrieb bestehen? Der geeignet ist, den Blick auf die Nachteile und Risiken einer strikt regulierten Dekarbonisierung zu versperren?

Hier betreten die von Rahmstorf angesprochenen „Werte“ das Spielfeld.

Die Klimadebatte als eine Auseinandersetzung über Werte zu implementieren ist von Beginn an Taktik der Alarmisten gewesen. Durchaus erfolgreich. Denn viele Menschen lehnen heute schon den Skeptizismus als solchen ab, völlig unabhängig von konkret formulierten Argumenten. Diese Einstellung begegnet uns in großen Zusammenhängen, etwa in der Berichterstattung der Leitmedien oder im Regierungshandeln, aber auch in kleinen, wie die Diskussion über die Wahl zum „Wissenschaftsblog des Jahres“ zeigt. Durch die Aufladung mit Werten wurde die Klimafrage zu einem moralischen Problem hochstilisiert, das dogmatisch zu entscheiden ist. Dogmen werden geglaubt und niemals hinterfragt. Es ist interessant, wie verdreht manche Zeitgenossen argumentieren, wenn sie ausgerechnet den Skeptikern, den Häretikern, denen, die noch hinterfragen und versuchen, rational zu bewerten, Pseudowissenschaft vorwerfen. Wenn etwas Pseudowissenschaft ist, dann doch wohl Religion. Und durch die Verknüpfung mit Werten ist der Klimaalarmismus eine religiöse Bewegung geworden.

Habe nicht auch ich „Werte“, die meine Haltung zur Klimafrage bedingen? Es mag Zeitgenossen geben, für die Liberalismus ein Wert an sich ist. Der durch die gegenwärtige Klimaschutzpolitik auf eklatante Weise verletzt wird. Ich betrachte die Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel. Für mich sind freier Handel mit Gütern und Dienstleistungen aller Art und die Bürgerrechte fest miteinander verbundene  Elemente eines Konzeptes, das mehr Wohlstand ermöglicht, als andere politische Ideen. Ob die Menschen die Möglichkeiten der Freiheit tatsächlich für sich nutzen oder nicht, ist mir gleichgültig, solange ich es kann. Wenn ich kritisiere, daß im Ökologismus „Nachhaltigkeit“ und „Vorsorge“ gegenüber „Freiheit“ als höherwertig angesehen werden, dann nur deswegen, weil „Freiheit“ mir mehr individuelle Entfaltungsmöglichkeiten bietet, als jede andere politische Idee.

Im alarmistischen Weltbild aber sind Werte nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck.

Rahmstorf liefert den Beleg:

Dieses Dilemma hat Steve Schneider in den 1980er Jahren einmal so formuliert:

This ‚double ethical bind‘ we frequently find ourselves in cannot be solved by any formula. Each of us has to decide what the right balance is between being effective and being honest. I hope that means being both.

Gavin Schmidt bringt in seinem Vortrag auch dieses Zitat – das vor allem dadurch berühmt wurde, dass „Klimaskeptiker“ es unter Weglassung des letzten Satzes für die Behauptung missbraucht haben, Schneider habe für Unehrlichkeit und Übertreibung der Risiken plädiert. (Einmal war ich in einer Journalistenrunde in der Welt-Redaktion dabei, als von Storch dieses verstümmelte Zitat so als Beleg für seine abwegige Lebensthese präsentierte, die Klimaforscher würden absichtlich übertreiben.) Wer Steve ein wenig kannte, der wusste, dass nichts falscher sein könnte als dies.

Er versteht die Kritik der Klimaskeptiker nicht einmal mehr. Mag Absicht sein, ich glaube es nicht. Das entlarvende an Steven Schneiders Aussage wird nicht durch den Satz „I hope that means being both“ aufgehoben, sondern eher noch verstärkt. Denn eigentlich kann es für die Erläuterung und Präsentation von Forschungsergebnissen nur ein einziges Kriterium geben: Honest (aufrichtig, ehrlich). Dies darf, wer wirklich für die Wissenschaft eintritt, niemals durch ein zweites Element relativieren oder gar aufheben. Denn warum eigentlich sollten Wissenschaftler in ihrer Kommunikation effektiv sein und wann widersprechen sich „Effektivität“ und „Aufrichtigkeit“?

Genau dann, wenn man neben der rein fachlichen Aufklärung der Bevölkerung noch ein zweites Ziel verfolgt. Gibt es eine direkte Linie von der Evolutionstheorie zur Bevölkerungspolitik? Legt die Kernphysik fest, ob wir Kernkraft nutzen oder nicht? Ist die Entscheidung über den Einsatz von neuen Verfahren in der Fortpflanzungsmedizin durch die Bio- und Gentechnologie vorgegeben? Glücklicherweise nicht. Allein die Klimaforscher denken, aus ihren Erkenntnissen hätten zwingend politische Maßnahmen zu folgen. Und zwar auch noch solche, die sie selbst bestimmen.

Um nur diese eine Agenda als bedenkenswert zu etablieren, haben Klimaforscher in ihrer Kommunikation „effektiv“ zu sein. Haben Argumente zu konstruieren, die sich nicht zwangsläufig ergeben. Haben Blickwinkel einzuschränken und eben auch zu übertreiben.

Denn Furcht ist ein besonders effektives Instrument, um Ziele zu erreichen. Angst lähmt und erzeugt Blindheit für Alternativen. Wer die Befreiung von Furcht glaubhaft für sich reklamieren kann, wird als Heilsbringer anerkannt.

Man mag mir vorwerfen, mein oben dargestellter Hedonismus wäre verantwortungslos. Nur: Handeln denn die Propheten der Klimakatastrophe anders? Nur vordergründig haben diese nicht ihren eigenen individuellen Vorteil im Auge, wenn sie Interesse an und Verantwortung für kommende Generationen vorgeben. In Wahrheit ist die Beruhigung des eigenen Gewissens ein zutiefst egoistischer Akt. Es entsteht ein Gefühl des Wohlbefindens, von dem nur man selbst etwas hat.

Den Überzeugten ist das nicht einmal bewußt. Sie haben sich durch fortwährende Autosuggestion selbst in einen Zustand andauernder Besorgnis versetzt, aus dem eben nur die „Große Transformation“, aus dem Emissionshandel, Energiewende und Ökodesign-Richtlinie wieder heraushelfen können. Aus eigener Kraft, durch emotionsloses und rationales Durchdenken der Fakten, schaffen sie es nicht mehr. Stefan Rahmstorf ist ein Beispiel für jene, die zu tief im selbst geschaffenen Sumpf versunken sind:

Dass Wertefragen nicht von Experten entschieden werden sollten, dass diese sich aber aktiv in die Debatten einbringen sollten, ist für Gavin Schmidt ebenso klar wie für Steve Schneider oder mich selbst: wenn die Experten es nicht tun, überlassen sie die Debatte denen, die wenig oder nichts vom Thema verstehen oder nur ihre Partikularinteressen vertreten. Und das führt nicht unbedingt zu den klügsten Entscheidungen.

Jeder, absolut jeder vertritt ausschließlich seine Partikularinteressen. Die Welt besteht nur aus solchen. Und jeder, absolut jeder ist für seine Partikularinteressen der einzige Experte, den es gibt. Partikularinteressen auszugleichen ist die Aufgabe der Politik in einer Demokratie. Will man Partikularinteressen nicht zulassen, will man wichtige Entscheidungen durch ein konstruiertes Wertesystem determinieren, kann man die Demokratie abschaffen. Darauf läuft sie ja auch hinaus, die Große Transformation.

Rahmstorf zitiert am Ende den durch seine Arbeiten über die Ozonschicht bekannt gewordenen, in 2012 verstorbenen US-Chemiker Sherry Rowland  wie folgt:

What’s the use of having developed a science well enough to make predictions if, in the end, all we’re willing to do is stand around and wait for them to come true?

Was ist eigentlich der Nutzen einer Hybris, die da glaubt, die Zukunft vorhersehen zu können? Mehr als „wenn-dann“-Projektionen wie ehemals das Orakel von Delphi hat das IPCC bei nüchterner Betrachtung nicht zu bieten. „Wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören“ durfte Krösus einst hören. Zu seinem Unglück blieb die Frage offen, welches. Tappen wir nicht in dieselbe Falle. Auch nicht, um unser Gewissen zu beruhigen. Denn wenn Gefühle das Regiment übernehmen, vernebelt sich der klare Blick auf die Realitäten.

Klimaschutz ist eben für die Seele. Nicht für den Verstand.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

90 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Weltweit verteidigen Staaten , Konzerne und einige Tausend weiterer Organisationen ihre Pfründe. Ihre Dogmen widersprechen sich, was gute Gründe für allerlei Kriege liefert. In diesem Spannungsfeld versucht der einzelne Mensch, sich zu behaupten.

    So gibt es kaum einen Konsens zu den Begriffen Recht und Wahrheit. Trotzdem tanzen wir auf dem gleichen Planeten herum und werden von der gleichen Sonne beschienen. Die Dogmatiker drehen sich im Kreis und die Skeptiker werden totgeschlagen. Des einen Schutz ist des anderen Bedrohung.

    Vermutlich gibt es nur relativ hilfreiche Antworten in diesem Kontext, aber keine absolut verlässlichen Perspektiven.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  2. Wenn ich in der Gemeinde den größten ungereimten religiösen, oder pseudoreligiösen Bockmist erzähle, wird niemand mich hinterfragen, sondern nur auch als Gläubigen akzeptieren. Stelle ich klar, daß ich Atheist bin, muß ich erklären, da wird nachgefragt, fast schon inquisitorisch. Möchte ich alle konventionellen Energieerzeugungsarten durch EE/NIE einfach so plakativ ersetzen, die Sonne schickt keine Rechnung usw. …, fragt mich wieder niemand ob ich wohl das kleine Einmaleins beherrsche, oder jemals mehr als eine Grundschule besucht habe. Es wird einfach geglaubt, was da in der Gehirnwäsche von Medien und Politik seit Jahrzehnten erzählt wird. Spreche ich über die umweltfreundliche größte Energiedichte in Verbindung von Lösung der Energiefrage zu günstigen Kosten für Jedermann und verbinde damit noch die Lösung der „Endlagerung“, dann rücken fast alle von mir ab, als sei ich Belzebub persönlich. Klar Sonne und Wind spürt jeder, zu Kernenergie braucht man erst einmal Wissen. Also weiter dumm glauben? Wenn der Preis für Energie aber die echte Schmerzgrenze erreicht und wegen sichtbarer Abwanderung von Industrie die Arbeitsplätze purzeln, dann wird zumindest die „Ökoreligion“ hinterfragt werden und die Politiker werden noch eine weitere flotte Wendung hinlegen. Bis dahin wird die Ökoreligion Tausenden Ökoprofiteuren sehr viel Wohlstand gebracht haben und Millionen Bürger nachhaltig geschädigt haben.

  3. Religiöser Eifer

    Die “Pascalsche Wette”

    Kein Gottesbeweis im eigentlichen Sinne, sondern eine Argumentation, warum es auch in Ermangelung von Beweisen sinnvoll sei, an Gott zu glauben, ist die mit Argumenten der Kosten-Nutzen-Analyse operierende “Pascalsche Wette”. Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal argumentierte, dass es besser sei, bedingungslos an Gott zu glauben, weil man nichts verlöre, wenn er nicht existiert, aber auf der sicheren Seite sei, wenn es doch einen Gott gibt: “Setzen Sie also ohne zu zögern darauf, dass es ihn gibt

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis

    Wer meint, argumentative Gegner mittels „Leugner“ beschimpfen zu müssen, trägt tief religiöse Züge im tiefsten Inneren seiner Seele………denn man kann nicht nur den Holocaust leugnen, sondern auch Gott……was in manchen Regionen dieser Erde immer noch reicht, den Gottlosen umzubringen.
    Ach so, die evangelische Kirche hat ja auch wohlwollend das Thema „Klimawandel“ aufgegriffen, weil man ja da so schön die „Schöpfung“ schützen kann……und seine Schafherde zusammen hält.

    Der religiöse Eifer gewisser Klimaschreihälse sieht man besonders gut im Umgang mit einem „von Storch“ oder Lomborg…..die beide auch an den AGW glauben.
    Beide wollen von uns Skeptikern nix wissen und lehnen uns ab…….aber selbst das ist den Alarmisten zu lau…..weswegen sie diese Herren mit allen Mitteln bekämpfen.

    Wir sollten eine neue Vokabel für diese Art von Menschen einführen………“Die Klimainquisition“, denn wie das mittelalterliche Vorbild verfolgen sie genauso hartnäckig ihre Gegner………also uns Klimaketzer.

    Und ja…….dies ist nur eine These, die Onkel Heinz aufgestellt hat…………..sie kann nahe an der Wahrheit liegen aber auch kompletter Unsinn sein……..so bin ick nun mal, die Gedanken sind frei……….nu seid ihr dran.
    H.E.

  4. Was treibt die Klimawissenschaftler an?

    Ich habe da eine These, die auf Minderwertigkeitskomplexen und Geltungsbedürfnis aufgebaut ist.

    Betrachtet man die Vita von Rahmstorf und Schellnhuber, so stellt man sehr schnell fest, dass beide zunächst unbedeutend und Außenseiter waren. Nerds, denen keiner Aufmerksamkeit schenkte, auch nicht die Frauenwelt. In der Schule wurden sie verkannt, waren Außenseiter und niemand schenkte ihnen Beachtung. Das änderte sich erst als beide die „Klimaforschung“ für sich entdecken. Nun kam die Presse an, diese interessierte sich für beide als Klimaexperten und die Grünen und Umweltverbände und die Politik hofierten sie. Das wollen beide natürlich nicht aufgeben.

    Ähnlich sieht es bei Latif aus und meines Wissens nach auch bei den meisten anderen Klimaforschern.

  5. P.S.:

    Stefan Rahmstorf kommt aus Karlsruhe. Als Kind habe er sich eher für Astronomie interessiert, sagt er. Doch dann studierte er Physik und Ozeanographie in Ulm, Konstanz und Nordwales. Stefan Rahmstorf schloß 1987 sein Physikstudium an der Universität Konstanz mit einer Diplomarbeit zur allgemeinen Relativitätstheorie ab. Von 1987 bis 1990 arbeitete er in Wellington, Neuseeland, an seiner Promotion in Ozeanographie. Dort hat er auch seine Frau kennengelernt. Sie war eine der bekanntesten Shakespeare-Schauspielerinnen. Er traf sie beim Yoga-Unterricht. Sie folgte ihm nach Deutschland. Seine erste Arbeitsstelle hatte Rahmstorf ab 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Meereskunde in Kiel. 1996 wechselte zum Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

    Hans Joachim Schellnhuber wurde am 7. Juni 1950 in Ortenburg bei Passau geboren und galt schon in der Grundschule als Wunderkind. Vor einem Schicksal als missliebiger Streber bewahrte ihn, dass er gut Fußball spielen konnte, eine Schulband gründete – und seinen Sitznachbarn abschreiben ließ. Nach dem Abitur studierte er Physik und Mathematik mit Hochbegabtenstipendium an der Universität Regensburg, 1980 promovierte er in Theoretischer Physik. Es folgten mehrjährige Forschungsaufenthalte im Ausland, 1985 die Habilitation, danach ein Heisenberg-Stipendium. 1989 wurde Schellnhuber ordentlicher Professor am Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg, später dessen Direktor, 1991 wurde er Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

    Also zwei theoretische Physiker und Streber. Aus meiner Zeit als Physikstudent kann ich sagen, das theoretische Physik nicht besonders angesagt waren und die Diplomanden und Doktoranden dort eher als Nerds gehandelt wurden. Karriere macht man idR dort nicht. So waren beide schlau genug die „Klimaforschung“ für sich zu entdecken. Ansonsten würde keiner heute von beiden reden.

  6. Vielleicht betätigen sich viele alarmistische Klimawissenschaftler als politische Aktivisten, weil sie aus ihrer Beschäftigung mit dem Thema zu einer Vermutung gelangt sind, aber wissen diese nicht mit Beweisen unterlegen zu können. Alles Vermutungen, von singulären physikalischen Prozessen mal abgesehen. Aber durch die Komplexität des Themas wird ein Beweis immer schuldig bleiben. Ihre Aussagen haben somit die gleiche Richtigkeit, wie es die Aussagen von Soziologen, Philosophen, Wirtschaftswissenschaftler, und so weiter, haben. Auch die drängt es in die Politik oder die Öffentlichkeit, weil sie eben auch die Bestätigung brauchen, die an Hand von einer Freude darüber, dass etwas als bewiesen erkannt worden ist, nicht eintreten kann. Aus einem nicht vorhandenen wissenschaftlichen Fakt wird nun ein politischer Fakt.

    Warum aber fährt eine Gesellschaft auf derartige Wissenschaftler ab, auf andere, die mit beleg- und beweisbaren Fakten arbeiten, werden in der Politik kaum beachtet. Die Frage nach der Motivation der Wissenschaftler ist auch immer eine Frage danach, was die Gesellschaft umtreibt, welche Motivationen in der Gesellschaft vorhanden sind, welche Überzeugungen, welche Ängste. Warum wird auf Wirtschaftswissenschaftler nicht gehört, die Gutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen werden regelmäßig ignoriert, dafür aber auf Wissenschaftler deren Thesen keine größere Beweiskraft haben, als die Annahmen der Wirtschaftswissenschaftler.

    Dass die alarmistischen Klimawissenschaftler in der Politik überhaupt wahr genommen werden, sie sich dort etablieren konnten, sagt eigentlich mehr über die Gesellschaft aus, als über die Alarmisten selbst.

  7. @ Krüger, #4:

    Bitte bei der Sache bleiben. Derlei gehört hier nicht hin. Ich lasse den Kommentar jetzt mal stehen, distanziere mich aber deutlich von derlei krudem Gerede. Sie müssen sich selbst dafür rechtfertigen. So gehen wir mit unseren Gegnern auf jeden Fall nicht um. Respekt hat nur verdient, wer auch respektieren kann.

    @ Quentin:

    Dass die alarmistischen Klimawissenschaftler in der Politik überhaupt wahr genommen werden, sie sich dort etablieren konnten, sagt eigentlich mehr über die Gesellschaft aus, als über die Alarmisten selbst.

    Ja, das sehe ich auch so.

  8. Wie „honest“ ein Herr Rahmstorf ist, lässt sich gut in den Climategate Emails nachlesen. Habe dies kürzlich mal getan. Rahmstorf bietet immer wieder an die Arbeiten Anderer nieder zu machen, wird dabei zum Teil sogar von seinen angelsächsischen Kollegen gebremst oder abgelehnt, weil das wohl nicht ganz so „honest“ daherkommt. Schön auch, daß er Phil Jones ein fiktives Interview, das er, Rahmstorf entworfen hat, vorschlägt, um den Journalisten Ulli Kulcke zu attackieren. Wurde er nicht auch schon erfolgreich von einer Journalistin verklagt, die er verunglimpfte? Was die Aussage von Steven Schneider verständlicher macht, ist, daß er sie gegenüber einem Kollegen (Briffa?) machte, der ihn recht verzweifelt darauf aufmerksam machte, daß sich die Erderwärmung nicht fortsetzte. Briffa hat dann übrigens dahingehend Daten manipuliert, indem er bei der Erstellung einer Klimakurve den größeren Teil der ihm zur Verfügung stehenden Datenreihen wegließ, um einen weiteren Temperaturanstieg zu suggerieren. Der sich bei Nutzung aller Datenreihen nicht ergeben hätte, also eher effective als honest gearbeitet hat.
    Zu Rowlands Zitat ist zu sagen, daß Rahmstorf und Co keine predictions im Sinne von Prognosen machen, sondern Szenarien entwerfen, die von wissenschaftlich gestützten Prognosen weit entfernt sind. Die kann man machen wenn man an der Realität nachvollziehbare Fakten oder Erfahrungen hat.
    Ich wundere mich auch immer wieder, daß niemand mehr das sogenannte 2-Grad Ziel attackiert. Eine recht vage und ebenfalls nicht durch Erfahrung nachvollziehbare Definition. Die untere „Leitplanke“ einer globalen Durchschnittstemperatur von 9,5 Grad Celsius ist krasser Unfug, diese würden die wenigsten Menschen überleben. Was die obere „Leitplanke“ betrifft, die von der Durchschnittstemperatur der letzten Warmzeit abgeleitet ist, so ist zumindest mir nicht bekannt, daß diese katastrophal für die Menschheit gewesen wäre. In Mitteleuropa war es bis zu 2 Grad wärmer als jetzt, Mitteleuropa war mit Wald bedeckt. in Grönland war es bis zu 8! Grad wärmer. Wobei nur 25% des grönländischen Eisschilds abschmolzen.
    Auch die Sinnhaftigkeit von Temperatur“anomalien“ sollte hinterfragt werden. Als Referenz für die „Anomalien“ dient die ebenfalls willkürlich gewählte Durchschnittstemperatur von 1960 bis 1990 (in den meisten Studien, es gibt auch noch kürzere Referenzzeiträume).

  9. Noch eine Ergänzung zu „honest“-Stefan Rahmstorf. Klicken Sie mal bei den Blogs rechts auf Die Kalte Sonne. Dort findet sich in Auszügen ein Rahmstorf-Interview von Ende 2013 mit t-online. Propagandist (?) Rahmstorf zitiert längst überholte „Fakten“ ( die Macher des Blogs liefern die Widerlegungen parallel dazu ) um die üblichen Panik-Prognosen abzusondern.
    Sagen wir mal so: Die Erde Rahmstorf’s ist eine Scheibe ( von Die Kalte Sonne widerlegt ), deshalb plädiert er dafür am Rand einen Zaun zu errichten, damit keiner runterfällt und sich was bricht, in den Weltraum schwebt etcpp…

  10. Zunächst mal wünsche ich allen hier ein frohes neues Jahr und Gesundheit.

    Die liberale Einstellung, wie Herr Heller sie vorzieht, gefällt mir.
    Ich finde Wettbewerb und Konkurrenz sind Voraussetzungen und Zustand einer realen Freiheit in der Chancengleichheit zum Ausdruck kommt.
    Eine objektive, aufgeklärte Nüchternheit, mit der man allein die Tatsachen zur Kenntnis nimmt und akzeptiert, auch die die man nicht erwartete, unterscheidet für mich mutige Realisten von der Spreu modischer Aufschneider, die sich als „Transformatoren“ zu inthronisieren suchen.
    Die seelische Befindlichkeit, vor allem Furcht zu erzeugen und zu bewirtschaften ist eine sehr alte erprobte Strategie die das Negative und den Zwang anführt, dass was rationale Geister wie I. Kant erkannten und zur Rationalität, als der einzigen wirklichen intelligenten Chance aufriefen, was aber der Mehrheit in diesem Land nicht wirklich bewusst weiterhilft.
    Mir hilft es jedenfalls hier zu lesen, kritische Diskussionen zu verfolgen und mehr Informationen zu gewinnen. Die Verbindungen zwischen politischen Aktivisten, ihren in der Scheinwissenschaft thronenden Häuptlingen und den medial komponierten Kampagnen gelassener zu begegnen.
    Wer das Wetter nicht mittelfristig präzise prognostizieren kann, verlegt sein spezielles Möchtegern „Können“ in die Zukunft und vergreift sich an Zukunfts-Szenarien, so wie Magier, die ihr Publikum mit ihren Zaubertricks faszinieren.
    Wer die nächste Generation auch noch mit Hypotheken aus diesem esoterischem Hokuspokus belasten will, muss echt bescheuert sein, sonst würde er keine Schulden vererben, sondern bessere Perspektiven und Vermögen.

  11. Mein Eindruck ist immer stärker dass es vielen Protagonisten des Weltuntergangs durch den Menschengemachten Klimawandel überhaupt nicht um die Wissenschaft dahinter oder gar um Fakten geht. Es geht ihnen um die Konsequenzen daraus.

    Es wird lediglich eine Begründung gesucht, quasi eine Bestätigung des Weltbildes, dass es ein weiter so auf keinen Fall geben kann. Der Grundtenor ist es gebe zu viele Menschen, wir verschmutzen und verbrauchen die Umwelt immer mehr, alles müsse irgendwie gerechter zugehen und freiheitliches Handeln gehört sowieso weitestgehend eingeschränkt.

    Dabei kristallisiert sich heraus, dass es unter den so tickenden Zeitgenossen zwei Grundspezies gibt. Die Anführer, die gerne bestimmen wollen in welche Richtung sich die Gesellschaft zu entwickeln hat und die Gefolgsamen, die mehr Regeln und Einschränkungen geradezu herbeisehnen. Diese folgen den Anführern, wohl in der Hoffnung von diesen auf den rechten Pfad der Tugend geführt zu werden. Wohl wissend dass ihr eigener Geist zwar willig, das Fleisch aber schwach ist.

    Nach dem gleichen Grundmuster hat es über Jahrhunderte eine Kirche gegeben, die den Menschen das Leben bis in den letzten privaten Winkel vorzuschreiben willens und in der Lage war. Und Gläubige die aus Sorge um das eigene Seelenheil willig den geistigen Führern gefolgt sind.

    Nachdem sich unsere Gesellschaft im letzten Jahrhundert immer mehr vom Glauben an Gott und die Kirche entfernt hat ist so ein Vakuum entstanden. Um dieses auszufüllen haben sich bald darauf neue Führer und Heilsversprecher gefunden. Mal kamen diese in Form eines nationalen oder internationalen Sozialismus daher und als jüngste Erscheinung in der Reihe als Hohepriester des Ökologismus.

    Dabei dürfte selbst den meisten Anführern dieser Bewegungen nicht klar sein, an was für einem Spiel sie da teilnehmen. Auch diese sind wohl meist wahrhaft Gläubige. Allerdings auch mit dem Glauben ausgestattet dass es Ihre Aufgabe ist, die verirrten und verwirrten Schafe in die richtige Richtung lenken zu müssen. Auf Rahmstorf und Schellnhuber trifft Letztgesagtes aus meiner Sicht ganz bestimmt zu.

  12. Die Klimamissionare verteilen billige Perlen unter den Eingeborenen um anschließend dessen Gold rauben zu können.

    Wie war das nochmal?
    Der IPCC soll die Schuld des Menschen beweisen, das der durch seine Tätigkeiten auf dieser Erde das Klima versaut?
    Ich würde ja zum Gottesurteil raten…….am Ende ist der Delinquent auf jeden Fall Stumm.

    Naja, irgendwie muss man ja den dahinsiechenden Kapitalismus endlich mal den Todesstoß versetzen……damit sich das Kollektiv anschließend wieder seine 108%íge Planerfüllung zusammenschwindeln kann.
    Nix Neues unter der Sonne
    H.E.

  13. @Heller

    Bitte bei der Sache bleiben. Derlei gehört hier nicht hin. Ich lasse den Kommentar jetzt mal stehen, distanziere mich aber deutlich von derlei krudem Gerede. Sie müssen sich selbst dafür rechtfertigen. So gehen wir mit unseren Gegnern auf jeden Fall nicht um. Respekt hat nur verdient, wer auch respektieren kann.

    Herr Heller, Sie können mir glauben wovon ich rede, ich habe selbst jahrelang in der Klimaforschung gearbeitet und kenne die Pappenheimer. Wenn Ihnen überspitzte Kommentare und Ironie nicht gefallen, dann können Sie die natürlich löschen. Das steht Ihnen als Blogbetreiber zu. Nur sollten Sie sich dann nicht wundern, wenn Ihnen die eigene Klientel abhanden kommt. Mich hat z.B. sehr enttäuscht, dass Sie zeitweise Herrn Eng gesperrt haben und zuletzt Herrn Gans, nur weil die ihre Meinung Kund getan haben. Mir scheint, man darf hier nicht mehr unverblümt seine Meinung kund tun. Ich lasse mir nur ungern den Mund verbieten.

    Herr Heller, gerade von Ihnen als Liberalen hätte ich mehr Liberalität erwartet. Die Meinungsfreiheit ist unser höchstes Gut. Dazu gehören auch unangenehme Meinungen, oder Meinungen welche nicht der eigenen entsprechen. Und ich bin nun mal kein Liberaler. Die Welt der Klimaskeptiker ist nun mal keine Welt der Liberalen. Das ist aber nur ein Denkanstoß von mir. Damit möchte ich mich auch aus diesem Blog verabschieden, bevor noch Kommentare von mir gelöscht werden, oder ich gar gesperrt werde.

  14. Lieber Herr Krüger,

    Sowas wie ihr #4 seinen Mitmenschen öffentlich zu unterstellen ohne Belege ist einfach schäbig nach meinen Wertvorstellungen.Deshalb finde ich es gut, dass Herr Heller sich davon distanziert.
    Was ich hiermit auch tue. Ich finde das genauso falsch wie die Klimawandelleugnerrhetorik-Rhetorik
    In anderen Foren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  15. @Heß

    Meine Kommentare landen derzeit alle im Spam. Abschließend noch, zu dem was man früher äußern durfte:

    https://web.archive.org/web/20071005011856/http://www.oekologismus.de/index.php/archives/2007/09/03/von-der-relativitat-zur-rabulistik/

    Das soll es auch von mir gewesen sein.

  16. Mal grundsaetzlich:

    Man kann entweder nur Wissenschaftler sein, oder nur Politiker; 100% oder 0%

    Ein Politiker will gestalten, trotz seines Mangels an Wissen, ein Wissenschaftler arbeitet sein Leben lang daran, Theorien zu falsifizieren, macht also faktisch das exakte Gegenteil. Das betrifft grundsaetzlich alle Politikbereiche.

    Ein Politiker sieht das aber nicht, weil er als Gestalter keine Grenzen menschlicher Kontrolle kennt; wie auch: jeder Politiker, der solche Grenzen akzeptieren wuerde, muesste sich eigentlich sofort selbst „abschaffen“, denn welchen Wert hat ein Politiker, der sich irgendwelchen Gesetzmaessigkeiten unterordnen muss?

  17. Ich finde diese Aufstellung aus dem Aufsatz interessant:

    http://www.scilogs.de/klimalounge/files/gavin_slide.png

    Dem kann ich eigentlich zustimmen. Nur betreiben 99% aller Klimaaktivisten die Methoden aus der rechten Spalte, die dort „Irresponsible“ genannt werden. Die gesamte Alarmismus-Kampagne tut ja so, als folge aus angeblichen oder tatsächlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen automatisch eine bestimmte Politik. Dass erst die Verkreuzung mit Werten oder Interessen daraus politische Forderungen werden, wird fast nie diskutiert. Ist Rahmstorf das nicht klar?

  18. @alfonzo #16

    Sie schreiben:

    Man kann entweder nur Wissenschaftler sein, oder nur Politiker; 100% oder 0%

    Warum dass denn?

    Sind doch nur zwei verschiedene Aufgaben. Das hat doch nichts mit „sein“ zu tun.
    Jeder Mensch kann und darf doch unterschiedliche Aufgaben bearbeiten.
    Wir sind ein freies Land.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  19. @Micha
    Nun beruhig Dich erstmal wieder und fahr ein Gang runter……

    Mich hat z.B. sehr enttäuscht, dass Sie zeitweise Herrn Eng gesperrt haben und zuletzt Herrn Gans, nur weil die ihre Meinung Kund getan haben.

    Ich wurde temporal gesperrt, weil ich in einen Anfall von geistiger Umnachtung den Pittbull auf Peter losgelassen hatte……..weil ich ihn zeitweise für einen Verräter an der Sache gehalten hatte.
    Mein Köter hatte den Auftrag ihn die Kehle zu zerfetzen……auf gut deutsch, ich hab ihn persönlich tief beleidigt, weil ich zu 99,9% auch schon zu einen Fanatiker mutiert war……und nebenbei auch noch privat hoch emotional belastet war.
    Die Sperre war mehr als berechtigt………weil die ganze Sache komplett aus dem Ruder gelaufen ist und nicht, weil ich anderer Meinung war.
    Auch heute wird sich der Peter gelegentlich verwundert an der Omme kratzen, wenn ick hier meinen Gedanken freien Lauf lasse…….weil die oft derart abartig um 10 Ecken kommen, das fast niemand mir mehr folgen kann.
    Ich liebe es abseits eingetretener Pfade zum Thema, mit etwas scheinbar völlig anderes zu irritieren….manche können folgen, andere bleiben stumm…….was solls, lag ich halt mal wieder daneben.

    Immer dran denken, hier lesen auch andere mit…….is ja öffentlich, ergo könnte sich ein Herr R. aus P. eventuell genötigt sehen, hier Rabatz machen zu lassen von seinen Gläubigen….und dat muss ja nich unbedingt sein, oder?
    Kleiner Tip…….nimm das alles nich so persönlich….sehe es als intellektuellen Wettstreit an……..hab Spass am Streiten und geh nie unter die Gürtellinie….denn kaum einer hat ein derart dickes Fell wie ich und reagiert dementsprechend.

    MfG
    Onkel Heinz………und drüben nicht hänseln lassen, lieber Micha

  20. @anorak2
    Ich finde, dass die Unterscheidung von uns als Bürger unmöglich zu überprüfen ist.
    Wenn jemand seine Vermutung als Tatsache darstellt, ist das dann ein schlechter Wissenschaftler oder ein verantwortungsloser Lobbyist, oder Beides?
    Das lässt sich nicht überprüfen.
    Für mich sind deshalb in der Klimadebatte vom Prinzip her alles gleichberechtigte Lobbyisten
    die in einer politischen Debatte agieren und wir müssen alle Argumente kritisch prüfen,
    Um unsere politische Meinung zu bilden.
    Grüße
    Günter Heß

  21. Ich möchte mich auch, der Form halber, ausdrücklich von #4 distanzieren. Und wenn dann noch von Herrn Krüger solche Äußerungen nachgeschoben werden wie:

    Abschließend noch, zu dem was man früher äußern durfte:

    Dann wird es noch schlimmer. Zuerst mit Schlamm werfen und sich dann als Opfer der Zensur hinzustellen, nein, so was hat mit Diskussion nichts mehr zu tun. Dass die Gegner sich mitunter genauso mies verhalten, ändert nichts an der Tatsache, dass derartige ad hominem Argumente einfach nur schlechter Stil sind.

    Wir müssen uns überlegen, was wir hier tun wollen. Soll das hier eine Kampfarena sein, in der mit allen Mitteln der Gegner niedergemacht werden soll, oder eine Plattform die alternative Vorschläge zum Mainstream an die Gesellschaft diskutiert.

  22. Na, nun schüttet mal das Kind nicht mit dem Bad aus.

    Es ist grundsätzlich erst mal legitim und sogar notwendig, zu diskutieren, warum jemand dazu verführt wird, sich als pseudowissenschaftliches Aushängeschild für eine Ideologie zur Verfügung zu stellen.
    Klimaskeptikern wird beinahe reflexhaft unterstellt, sie wären ‚gekauft‘.
    Dass es auch noch andere als rein materielle Gründe gibt (Öffentliche Aufmerksamkeit, Talkshoweinladungen, buntes Blech an der Brust, Nähe zu Mächtigen etc.) sollte sehr wohl thematisiert werden.
    Ich kann doch nicht mit einfach nur mit der Schulter zucken, wenn mich jemand fragt „Ja, aber WARUM sollte denn der Wissenschaftler xy die Unwahrheit sagen, der hat doch gar kein Motiv?“
    Dass auch im Elfenbeinturm Emotionen und Eitelkeiten herrschen, gehört mit zur Betrachtung.

  23. @ Tritium

    Es ist grundsätzlich erst mal legitim und sogar notwendig, zu diskutieren, warum jemand dazu verführt wird, sich als pseudowissenschaftliches Aushängeschild für eine Ideologie zur Verfügung zu stellen.

    Weil man von der Richtigkeit der eigenen Ideologie und der eigenen Überzeugungen ausgeht. Das trifft auf alle Akteure beiderseits der Kampflinie zu. Dass diese Kämpfe geführt werden müssen, dass steht außer Frage. Nur dafür gibt es Regeln, ein respektvoller Umgang untereinander gehört dazu, und wer ständig foult, der gehört vom Platz gestellt.

    Beide Seiten müssen lernen, dass die anderen nicht das Böse verkörpern, sondern diese ebenfalls meinen für das Gute einzutreten. Nur haben sie andere Werte, andere Wertvorstellungen. Peter hat das hier ja angesprochen. Um hier eine gesittete Diskussion darüber führen zu können, muss man die Werte betrachten, und die Ideologien aus denen diese Werte abgeleitet werden.

    Dann gibt es noch einen weiteren Weg, nämlich zu betrachten, wie logisch sind die praktischen Vorschläge an die Politik an Hand er jeweiligen Ideologien oder Werte. Welche Widersprüche existieren hier. Ein Beispiel dafür haben wir ja momentan in dem Widerspruch zwischen angeblichen Klimaschutz und Atomausstieg. Hier stimmt was nicht, die Vorschläge stimmen nicht nicht mit den propagierten Werten und der Ideologie überein, also lässt es den Schluss zu, dass es in Wirklichkeit andere Werte sind, auf die die Vorschläge fußen.

    Unsere Kritik hilft somit der Gegenseite Irrtümer zu erkennen, wie auch deren Kritik an uns das gleiche bewirkt. Dieser ganze Prozess ist gewissermaßen ein evolutionärer und wird gestört, wenn es in ad hominem abgleitet.

  24. @ Krüger:

    Ich habe Ihren Kommentar #5 freigeschaltet.

    Also zwei theoretische Physiker und Streber. Aus meiner Zeit als Physikstudent kann ich sagen, das theoretische Physik nicht besonders angesagt waren und die Diplomanden und Doktoranden dort eher als Nerds gehandelt wurden. Karriere macht man idR dort nicht. So waren beide schlau genug die “Klimaforschung” für sich zu entdecken. Ansonsten würde keiner heute von beiden reden.

    Totaler Griff ins Klo.

    Auch ich habe nämlich theoretische Physik studiert. Habe mich sehr intensiv mit der allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantenphysik beschäftigt. Ich wollte eine Quantentheorie der Gravitation entwickeln, den Nobelpreis einheimsen und mich danach auf die faule Haut legen. Als ich merkte, daß ich dafür zu doof bin, wechselte ich in die Industrie. Ein Stipendium für mein Studium hatte ich auch. Ob ich „hochbegabt“ war, kann ich nicht sagen. Das müssen andere beurteilen. Ich denke, ich war eher frech genug dafür. Für mein Stipendium wurde ich jedenfalls entsprechend geprüft. Diplom- und Doktorarbeit wurden mit Bestnoten bewertet. Auch bin ich nach wie vor begeisterter Amateurastronom. Was ich auch schon zu Schulzeiten betrieben habe. Habe sogar eine Astronomie-AG am Gymnasium eingerichtet und geleitet. Meine Frau habe ich allerdings nicht beim Yoga kennengelernt. Und das ist dann wohl das einzige, was mich äußerlich betrachtet von Schellnhuber und Rahmstorf unterscheidet. Denn Fußball gespielt und Musik gemacht habe ich auch zu Schulzeiten. Übrigens auch Handball und Tennis.

    Bin ich also damit nach Ihrer Ansicht auch ein „Streber“, ein „Nerd“, habe ich „Minderwertigkeitskomplexe“, war ich ein „Außenseiter“ mit „Geltungsbedürfnis“?

    (Zu meiner Zeit als Physikstudent war theoretische Physik übrigens total angesagt.)

    Was man daraus schlußfolgern kann: Sowohl der Lebenslauf von Schellnhuber, als auch der von Rahmstorf sind völlig normal und weisen keinerlei Besonderheiten auf. Ich verstehe nicht, wie man daraus Küchenpsychologie a la #4 ableiten können will.

    Wenn Ihnen überspitzte Kommentare und Ironie nicht gefallen, dann können Sie die natürlich löschen.

    Als Ironie habe ich #4 nicht erkannt. Ich habe den Kommentar nur deswegen nicht gelöscht, weil Sie durch Ihr Pseudonym geschützt sind. Mir war einfach nur wichtig, daß, wer auch immer das liest, klar erkennen kann, daß es sich hier um Ihre persönliche Meinung handelt, die von mir in keiner Weise geteilt wird.

    Ich zweifle nicht an der fachlichen Kompetenz der Herrn Schellnhuber und Rahmstorf, wie käme ich dazu? Auch vermag ich die Herren als Menschen nicht zu beurteilen, denn ich kenne beide nicht gut genug. Und selbst wenn: Ich würde derartiges über meine Gegner niemals schreiben. Da kann die Antipathie noch so groß sein. Zivilisierter Umgang miteinander verlangt ein gewisses Maß an Manieren. Zumal ich gegenüber Schellnhuber und Rahmstorf keinerlei persönliche Antipathie empfinde. Ich glaube, ich könnte mit beiden was trinken gehen.

    Herr Heller, gerade von Ihnen als Liberalen hätte ich mehr Liberalität erwartet. Die Meinungsfreiheit ist unser höchstes Gut. Dazu gehören auch unangenehme Meinungen, oder Meinungen welche nicht der eigenen entsprechen.

    Die Freiheit ist auch immer die Freiheit des anderen. Wie würden Sie sich eigentlich fühlen, wenn Sie Dinge wie #4 über sich im Netz lesen müssten? Wir sollten gegen Konzepte kämpfen, aber niemals gegen Menschen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, wenn wir uns darauf einigen, werden Sie erkennen, daß man #4 durchaus als Angriff auf die Würde verstehen kann. Auch wenn Sie das vielleicht gar nicht intendiert hatten.

    Noch einmal: Wenn wir erwarten, respektiert und fair bewertet zu werden, dann müssen wir diesen Respekt und diese Fairness auch selbst leben.

    Damit möchte ich mich auch aus diesem Blog verabschieden

    Das fände ich aber sehr schade. Sie stehen zu dem, was Sie in #4 ausgeführt haben. Ich finde derartige Beiträge inakzeptabel. Dabei können wir es dann auch mal belassen, oder? Muß denn über alles immer gleich eine Soße der Harmonie geschüttet werden?

  25. @ Tritium:

    Ich kann doch nicht mit einfach nur mit der Schulter zucken, wenn mich jemand fragt “Ja, aber WARUM sollte denn der Wissenschaftler xy die Unwahrheit sagen, der hat doch gar kein Motiv?”

    Der Wissenschaftler sagt ja nicht absichtlich die Unwahrheit. Er ist sogar sehr davon überzeugt, die Wahrheit zu vertreten. Meine Kritik gilt dem Umstand, daß man auf Seiten der Alarmisten nicht einmal mehr dazu in der Lage scheint, sich selbst zu hinterfragen.

  26. Der Klimaalarmismus von Klimaforschern wird erst zum Problem, wenn sie von den herrschenden politischen Akteuren erhört werden, die mainstream-Medien das als „Wahrheit“ verbreiten, und deren Klimaprognosen zur Grundlage von Politik werden, wie in Deutschland.

  27. Der Wissenschaftler sagt ja nicht absichtlich die Unwahrheit. Er ist sogar sehr davon überzeugt, die Wahrheit zu vertreten.

    Ja, in der Regel ist das völlig richtig!
    Genau das sind die emotionalen Faktoren, die jedem innewohnen und vor denen auch Wissenschaftler keineswegs geschützt sind, weil sie eine Methode anwenden, die das ausschliessen soll -- Aber nicht kann.
    Man muss sich da nur die Homöopathen anschauen. Nach allen Regeln der Kunst sind es Scharlatane. Ich halte jedoch den Prozentsatz der ‚vorsätzlichen Scharlatane‘ nur für sehr gering.

  28. Jaja…….die Leutchens mit dem weißen Kittel sind ja alle so lieb…..Pustekuchen.
    Man mag es kaum glauben, so sind Wissenschaftler in erster Linie doch nur Menschen, mit den selben Fehlern, Stärken und Schwächen wie wir Normalos, sie können sich nur etwas gewähler ausdrücken.

    Daten glätten, Ergebnisse erfinden, Versuche und Bilder manipulieren oder einfach die Resultate anderer Forscher abschreiben: Im Wissenschaftsbetrieb ist jede nur denkbare Unredlichkeit zu finden. Marco Finetti und Armin Himmelrath haben in ihrem Buch „Der Sündenfall“ die spannende Geschichte deutscher Wissenschaftsbetrüger nachgezeichnet. Eine Geschichte, die voller kurioser Fälle und dreister Fälscher ist. Und die zeigt, daß Wissenschaftsbetrug kein Zufall, sondern die Folge bestimmter Strukturen in der scientific community ist.

    http://www.wissenschaftsbetrug.de/

    Betrug und Fälschung in der Wissenschaft sind unwahre Behauptungen, erfundene oder gefälschte Forschungsergebnisse, die vorsätzlich, also in betrügerischer Absicht publiziert werden. Hierzu gehören insbesondere Fälschungen von Daten und Messergebnissen, beispielsweise bei Regressionsverfahren das Entfernen von Ausreißern sowie wahrheitswidrige Gutachten und Publikationen. Das Nicht-Wahrhaben-Wollen von Forschungsergebnissen, die der herrschenden Meinung widersprechen oder widersprüchlich scheinen, eine tendenziöse Berichterstattung sowie das Weglassen von Daten, stellen minder schwere, für den Wissenschaftsbetrieb gleichwohl schädliche Verhaltensweisen dar. Charles Babbage führte 1830 mit Forging (Fälschen oder Erfinden von Ergebnissen und Beobachtungen), Trimming („Datenmassage“; bewusste Manipulation von Messwerten) sowie Cooking („Schönung“ von Ergebnissen durch das Weglassen abweichender Messwerte) eine Klassifikation der Betrugsformen ein, die bis heute Gültigkeit hat…………..

    http://de.cyclopaedia.net/wiki/Wissenschaftsbetrug

    Spätestens seit dem Betrugsskandal um die beiden Krebsforscher Herrmann und Brach im Jahr 1997 ist klar: Auch in Deutschlands Universitäten und Forschungsinstituten wird gemogelt, gefälscht und betrogen.
    Betroffen sind dabei auch hochrangige und international renommierte Institute wie das Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin in Berlin oder die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft.

    Aufgeschreckt von den gehäuften Fälschungsskandalen der letzten drei Jahre diskutieren nun auch Wissenschaftler und Hochschulgremien mehr oder weniger öffentlich über Ausmaß und Folgen von wissenschaftlichem Fehlverhalten: Sind es nur einzelne schwarze Schafe -- oder tritt hier womöglich die Spitze eines Eisberges zutage?

    Wie sieht es wirklich unter der Oberfläche der „reinen Wissenschaft“ aus? Versagt die vielbeschworene Selbstkontrolle?

    http://www.scinexx.de/dossier-110-1.html

    Wahrscheinlich gibbet 1000 Gründe, warum ein Forscher das tut…..aber er tut es…….blöd wird es nur, wenn das niemand bemerkt und die folgende Theorie plötzlich Allgemeingut wird.
    Natürlich haben auch Wissenschaftler eine Meinung……auch politisch, der mehr, der andere weniger….oft aber versuchen sie die Politik zu beeinflussen, weil sie glauben, ihr Forschungsergebnisse würden ihnen das Recht dazu geben.
    Berühmt und berüchtig war ja dafür der ex-GISS Chef Hansen, der sich für seine politische Meinung auch mal verhaften lassen hat….und sich heute völlig dem Aktivismus hingibt.
    Oder ein Schellnhuber…..der mal eben 10% der Parlamentssitze an nichtgewählte „Zukunftswächter“ vergeben will…..oder andere, die sich gut vorstellen können, gutmeinende Dikatoren auf Zeit zu werden, weil nur so das Klima gerettet werden kann.
    Und ja……wir Blaumänner sind auch nicht viel besser…*grins.
    Onkel Heinz…………..zieht sich mal wieder den Unmut der Gemeinde zu

  29. @Heinz Eng,

    vielleicht ist alles viel profaner. Möglicherweise trifft auf die Klimadebatte ein Satz von Marcel Reich-Ranicki zu:

    „Die anständigen Menschen arbeiten des Ruhmes und Geldes wegen. Die Unanständigen wollen die Welt erlösen und die Menschen verändern.“

    Bei allem Respekt vor der Reputation von Klimaforschern, klingeln bei mir alle Alarmglocken (bzw. MÜSSEN alle Alarmglocken klingeln), wenn sie auch noch „…nichtsdestotrotz eine globale Kulturrevolution…“ fordern.

    Mfg

  30. @P.H.

    Bin ich also damit nach Ihrer Ansicht auch ein “Streber”, ein “Nerd”

    also, wenn sie eine astro-AG gegründet haben, dann lautet die antwort: ja :p

    *duckundrenn*

  31. Sowohl der Lebenslauf von Schellnhuber, als auch der von Rahmstorf sind völlig normal und weisen keinerlei Besonderheiten auf.

    Naja, beim HJS, wenn er denn richtig zitiert wurde, zeigen sich schon aus medizinischer Sicht doch so einige Besonderheiten:
    http://www.zeit.de/2009/14/DOS-Schellnhuber/seite-4

    Eigene Vorgeschichte:

    Die letzten zwei Jahre vor dem Abitur waren phasenweise kritisch. Damals habe ich Kant, Einstein und Marx gleichzeitig gelesen, es war eine Phase, in der ich dachte, zu schlafen sei völlige Zeitverschwendung. Ich hatte das Gefühl, mich in eine hundertprozentige intellektuelle Waffe verwandeln zu können. Dabei schoss ich übers Ziel hinaus, und kurze Zeit stand meine seelische Gesundheit auf dem Spiel.

    „Befunde“:

    Überhaupt nicht. Es sei denn, ich bekäme eine Position angeboten, wo man so viel Sinnvolles bewirken könnte, dass eine Ablehnung schier unverantwortlich wäre. Dann würde ich allerdings zum Selbstmitleidsfall im Sinne meiner obigen Antwort.

    Positionen, bei denenen es „unverantwortlich“ wäre, würden sie anderwertig besetzt? Aha…

    und auch:

    (…)Diese Frage haben mir führende Politiker öfter gestellt.(…)

    Politiker reichen natürlich nicht, es müssen schon „führende“ sein;

    und auch der bekannte Name streichelt die Seele, wenn man mit IHM verglichen wird:

    Oppenheimer war ein eigenartiger Mensch, dessen Dilemma darin bestand, dass er, im Gegensatz etwa zu Einstein, nur »fast genial« war. Im Manhattan Project…

    da drängt sich einem fiktiven Therapeuten doch fast die Frage auf, für wie „fast-genial“ sich ein HJS hält…

    Nein -- Das ganze Interview strotzt vor pathologischer Selbstüberschätzung. Die naheliegende Verdachts-Diagnose spare ich mir.

    Es geht mir nicht darum persönlich zu dffamieren, aber der Hinweis auf Äusserungen und damit Facetten einer Person, die sich selbst mit diesen Äußerungen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und auch noch die Regierung berät, sollten schon erlaubt sein. Möge jeder selbst das Interview nochmals lesen und sich ein eigenes Bild machen.

  32. @ Heinz #28

    Du glaubst doch nicht, dass nur auf der einen Seite betrogen, gefälscht, zurechtgebogen wird, und auf der anderen Seite sind alle nur heren Wissenschaft verpflichtet. Ohne irgend jemanden irgendetwas zu unterstellen, aber nach meiner Menschenkenntnis sind derartige Vorkommnisse nicht an bestimmte politische Haltungen, oder Überzeugungen in der Klimafrage gebunden. Mich würde es nur wunden, wenn es nicht vorkommen würde, und bin deshalb prinzipiell skeptisch, egal wer was sagt.

  33. @Quentin
    Keine Angst…..dat war ne volle Breitseite….

    Der Mythos vom eisenreichen Spinat
    Leider beruht der Mythos vom extrem eisenreichen Spinat auf einem Irrtum, der sich bis heute hartnäckig hält. Bei der in alten Nährwerttabellen angegebenen Eisenmenge von 35 mg in 100 g frischem Spinat handelt es sich um einen Druckfehler. Der Wert stammt vermutlich aus einer Analyse von getrocknetem Spinat. Da frischer Spinat zu fast 92 Prozent aus Wasser besteht, enthält er natürlich wesentlich weniger Eisen, nämlich etwa 4,1 mg in 100 g. Dieser Wert gehört allerdings zu den Spitzenwerten beim Gemüse und Spinat enthält tatsächlich mehr Eisen als viele andere Gemüsesorten. 100 g Möhren enthalten beispielsweise 2,1 mg Eisen und die gleiche Menge Tomaten 0,5 mg Eisen.

    Quelle

    Jahrzehntelang wurden Generationen von Kleinkinder mit diesem Zeug gequält……..nur weil am Ende irgend so ne Pfeiffe einen Druckfehler fabriziert hat.
    Was wäre wenn…………wenn das auch wo annerscher passiert?
    Obwohl….ich mag Spinat, anständig mit Schinken und gebratenen Zwiebel angemacht, die passenden Eier dazu….wird er sogar genießbar.
    H.E.

  34. @FK 9 Pilot

    Möge jeder selbst das Interview nochmals lesen und sich ein eigenes Bild machen.

    Manchmal könnte ich schreien.

  35. Heinz,

    ich mag auch Spinat und holte mir in der Schulküche zw. den Protesten der anderen Schüler heimlich einen Nachschlag und die Küchenfrauen rechneten mir das auch beim Schnitzel positiv an. 😉

    Was wäre wenn…………wenn das auch wo annerscher passiert?

    Gute Frage 😉
    ich merke mir erstmal Spinat , was ist mit der Klimalüge?

    Oder muß man fragen, wo ist es nicht passiert?

    Hier ist die memetisch angelegte rote Linie, da gehen wir nicht rüber. 😉 Alle Spekulationen sind schon VT 😉

  36. @ FK 9 Pilot:

    Ja natürlich, das Interview ist der totale Kracher. Normalerweise würde man sicher nicht auf die Idee kommen, derlei von sich selbst zu behaupten. Aber die Diagnose überlasse ich lieber anderen, ich bin nicht diese Art von Doktor.

    Ich glaube, etwas vergleichbares gibt es von Rahmstorf nicht.

    Nur schreibt Michael Krüger oben folgendes:

    Betrachtet man die Vita von Rahmstorf und Schellnhuber, so stellt man sehr schnell fest, dass beide zunächst unbedeutend und Außenseiter waren. Nerds, denen keiner Aufmerksamkeit schenkte, auch nicht die Frauenwelt. In der Schule wurden sie verkannt, waren Außenseiter und niemand schenkte ihnen Beachtung.

    Das kann sicher keiner belegen, der nicht mit beiden zur Schule gegangen ist. Auch sollte man skeptisch hinterfragen, ob denn wirklich die Schulzeit der beiden heute noch von irgendeiner Relevanz für irgendetwas ist. Insgesamt halte ich das erstens für verletzend und zweitens für totalen küchenpsychologischen Unfug.

    Wenn Herr Schellnhuber meint, sich durch seine Eigendiagnose selbst der Lächerlichkeit preisgeben zu müssen (man denke auch an den WBGU-Comic), dann kann man das gerne zitieren. Aber man sollte es eben ihm selbst überlassen. Es ist ja auch gar nicht notwendig, etwas hinzuzudichten.

  37. Ach, weil wir gerade so schön beim Wissenschaftsbetrug sind…….alle kenne ja noch Manns Trick beim Hockeystick……ab 1960 die Baumringdaten durch gemessene Temperaturen zu ersetzen………und auf der fast schon peinlichen Suche nach der armen Erwärmung……ham se nun schon wieder einen ähnlichen Trick benutzt (Nov-2013)

    Erwärmung unterschätzt

    Eine neue Studie britischer und kanadischer Forscher zeigt, dass die globale Erwärmung der letzten 15 Jahre erheblich unterschätzt worden ist. Grund sind die Datenlücken im Temperatur-Messnetz, vor allem in der Arktis. Füllt man diese Datenlücken mithilfe von Satellitenmessungen, wird der Erwärmungstrend in den weithin verwendeten britischen HadCRUT4-Daten mehr als verdoppelt, und die zuletzt vieldiskutierte „Erwärmungspause“ ist praktisch verschwunden.

    http://www.scilogs.de/klimalounge/erwaermung-unterschaetzt/
    Klimafroscher bei der Suche nach dem Gral der Warmen………mal im Meer, mal im Loch……irgendwo musse sich doch die modellierte Wärme versteckt haben, gelle.

    Tja…..ich denke gerade an das Jahr 1860….wo ja die brutale Klimaerwärmung begonnen hat, weil plötzlich alle Menschen Wohlstand haben wollten…….wer hat denn damals die „kalten Löcher“ mit noch mehr Kälte gefüllt?
    Ups….wahrscheinlich hat noch Gott selbst seine Thermostat-Regulierungsdaten runter gereicht.
    H.E.

  38. Herr Krüger,
    sehen Sie den Rs und HJSs ihr Verhalten nach.

    Im rreal existierenden Sozialismus sagte man, das Bewusstsein steigt mit der Planstelle ( heute Kohle) 😉

    Trotzdem hat später kein Prof. oder Dr. seinen Titel zurückgeben müssen 😉

  39. Interessanterweise sagt Schellnhuber in diesem entlarvenden Interview aber auch:

    Schellnhuber: Die Hoffnung, dass sich die Wissenschaftsgemeinschaft in der Klimafrage kollektiv geirrt hat. Das ist mein dickster Strohhalm. Vielleicht haben wir irgendetwas Entscheidendes übersehen, etwa dass es in der planetarischen Maschinerie irgendeinen Selbststabilisierungsmechanismus gibt, der plötzlich anspringt und alles doch noch gut werden lässt. Verstehen Sie mich richtig, es gibt keinerlei Anzeichen dafür. Aber es vergeht kein Tag, an dem man sich nicht fragt: Sind unsere Modelle zu einfach? Bedenken wir wirklich alles? Das unterscheidet uns übrigens von den »Klimaskeptikern«, die sich im Vollbesitz der wahren Welterklärung wähnen.

    Ich sehe das genau andersherum. Mein Skeptizismus begründet sich genau in den Zweifeln, in der Unsicherheit und dem Unwissen. Stellt sich die Frage, wer sich hier selbst was in die Tasche lügt: Schellnhuber oder ich.

    Interessant ist übrigens auch, daß ich oben einen Rahmstorf-Text attackiere, wir aber nun über Schellnhuber sprechen. Ist den beiden eigentlich klar, daß sie so wahrgenommen werden: Als im Prinzip zwei Avatare derselben Person?

    Der Zeit-Journalist erwähnt übrigens auch:

    Immer wieder betont Schellnhuber, wie sehr er die Wissenschaftler für die Elite hält.

    Dieses Elite-Denken wird einem an der Uni zum Teil auch eingeredet. Als Physiker sei man sowieso die Krone der Schöpfung und hinter den Kulissen halten sich sowohl die Astrophysiker als auch die Kernphysiker für die eigentlichen Juwelen in dieser Krone.

    Ich habe mal einen schönen Spruch dazu aufgeschnappt: Das Wappentier des Physikers ist die Ente. Sie kann laufen und schwimmen, fliegen und tauchen. Sie kann im Prinzip alles -- aber nichts richtig.

    Die „intellektuelle Waffe“ als „intellektuelle Konfettikanone“. Bis zu Schellnhuber hat sich das noch nicht herumgesprochen. Wenn „effektiv“ bedeutet, Dinge richtig zu machen, liegt es vielleicht daran, daß trotz der von Rahmstorf geschilderten Gedankengänge die Wissenschaftskommunikation der Alarmisten so schlecht funktioniert. Jedenfalls bei uns hier.

    Womit ich den Kreis zum Artikel wieder geschlossen habe. Puh.

  40. #31 FK 9 Pilot

    Es geht mir nicht darum persönlich zu dffamieren, aber der Hinweis auf Äusserungen und damit Facetten einer Person, die sich selbst mit diesen Äußerungen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und auch noch die Regierung berät, sollten schon erlaubt sein. Möge jeder selbst das Interview nochmals lesen und sich ein eigenes Bild machen.

    Ich stimme Dir zu 100% zu. Das Bild, das sich ergibt, wenn man vorurteilsfrei diesen Menschen und seine Äußerungen analysiert, ist wenig schmeichelhaft. Weitere Ausführungen zu Herrn Schellnhuber behalte ich lieber für mich 😉 .
    Was mir auffällt ist, dass immer dann, wenn politisch (vorwiegend radikal) motivierte Änderungen an bestehenden gesellschaftlichen Systemen oder Strukturen angestossen werden, Menschen hochgespült werden, die sonst eher im Mittelmaß untergegangen wären. Das war zu Zeiten des Nationalsozialismus so, das war zu Zeiten des Kommunismus so, das ist seit Anfang der neunziger Jahre so, als der Weltuntergang durch Überhitzung ausgerufen wurde und nur radikale Maßnahmen geeignet wären, dieses „Unheil“ abzuwenden. Ab einem gewissen Punkt gibt es dann kein zurück mehr für diese Leute.

    karl.s

  41. Klimaschutz ist für die Seele ………………oder doch eher für die Brieftasche?

    Gutachten zerstört Hoffnung auf sinkende Strompreise

    Die Bundesregierung hat kaum eine Möglichkeit, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr nennenswert zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung McKinsey nach einer bislang unveröffentlichten Analyse, die der „Welt“ vorliegt.

    Nach Berechnungen von McKinsey würde beispielsweise eine Verringerung der Windstromvergütung um 15 Prozent in den Jahren 2014 und 2015 die EEG-Umlage im kommenden Jahr lediglich um 0,03 Cent pro Kilowattstunde sinken lassen.

    Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies eine kaum merkliche Kostenersparnis von einem Euro pro Jahr. Derzeit subventioniert ein durchschnittlicher Haushalt die Ökostrom-Produktion in Deutschland mit jährlich 260 Euro.

    Folge der Spur des Geldes………..wir bezahlen Ablass, damit andere die Welt retten können…..oder sich einbilden, es zu können.
    Inzwischen steigt Jährlich in aller Ruhe und ungerührt………..die globale CO2-Emission……..trotz des Klimawandelwanderzirkus….der uns regelmäßig mit seinen neuesten Ergüssen beglückt.
    H.E.

  42. Boah eyh…………..ich knie nieder…….vor Lachen:

    Qualität in der Forschung: „Wir stümpern, wo Wissen entstehen sollte“

    Vor bestehendem Wissen keinen Respekt zu haben, ist Merkmal hochwertiger Forschung. Die Realität zeigt, dass die Welt von diesem Idealzustand erschreckend weit entfernt ist. Gerade Deutschland befindet sich im Tiefschlaf, kritisiert Gerd Antes, Direktor des Cochrane Zentrums. ………

    Zu guter Letzt: Was in wissenschaftlichen Artikeln publiziert wird, ist oft gekennzeichnet durch bizarre und irreführende Verkürzungen und Interpretationen, die nicht zu den zugrundeliegenden Zahlen passen. Der in Politik und anderen Zusammenhängen gängige Spin hat auch in der Wissenschaft eine wesentlich größere Verbreitung, als der naive Betrachter erwarten würde.

    Das Ausbleiben empirischer Untersuchungen zur Rolle Deutschlands im Wechselspiel zwischen globaler Generierung von Wissen sowie seiner lokalen Implementierung und Nutzung ist hilfreich, um Missstände nicht wahrzunehmen und damit auch nicht angehen zu müssen. Die damit verbundene Gleichgültigkeit ist jedoch gleichbedeutend mit Stillstand und Ignoranz gegenüber dem Potential, das die systematische Wissensnutzung für Gesundheitsforschung und -versorgung enthält. Das kann keiner der Entscheidungsträger im Gesundheitssystem oder in der Politik wollen, der Steuerzahler schon gar nicht.

    Aua…….

    H.E.

  43. Normalerweise würde man sicher nicht auf die Idee kommen, derlei von sich selbst zu behaupten.

    Eben das war es, was mir auffiel, mich damals sogar erschreckte. Es war die Wahl der Worte, der Adjektive, der Vergleiche, die man selbst in einem derartigen Interview so nie verwenden würde. Es erinnert an manch „Bekannten“, der im Gespräch nicht davon ablassen kann, welch tolle Leute er doch kennt, der ständig die eigene „Wichtigkeit“ betont. Meist basiert so etwas tatsächlich auf so kompensierten Defiziten des Selbstwertgefühls.
    Würde ich mich an solcher Stelle in einem Satz mit Virchow oder Sauerbruch nennen? -- da hätte ich eine persönliche Hemmschwelle- nicht einmal, oder vor allem nicht, wenn ich die wissenschaftlichen und persönlichen Unzulänglicheiten der Herren diskutieren würde.
    Was man da liest, lässt jemanden schon aufhorchen.

    Aber man sollte es eben ihm selbst überlassen. Es ist ja auch gar nicht notwendig, etwas hinzuzudichten.

    Absolut richtig. Das Interview ist selbstredend. Jeder normal denkende Mensch verfällt beim Lesen in Parkinson-artige Starre, weil er nicht glauben kann, was er da liest. Ich musste es einfach wieder ausbuddeln. Das, was 2009 gesagt wurde, gerät doch zu rasch in Vergessenheit. Und vielleicht kennt es der eine oder andere noch gar nicht.

    Interessant ist übrigens auch, daß ich oben einen Rahmstorf-Text attackiere, wir aber nun über Schellnhuber sprechen. Ist den beiden eigentlich klar, daß sie so wahrgenommen werden: Als im Prinzip zwei Avatare derselben Person?

    Wohl wahr. Wer Laurel sagt, denkt gleich an Hardy, der Pat weckt den Patachon und wer an Biene Maja denkt, denkt gleichzeitig an Drohne Willi. Oder um es auf schellenhubersch zu übersetzen: Der Einstein fällt nicht weit vom Planck.

    Der ß-Isegrim ist nichts ohne seine alpha-Fähe…

    Was mir auffällt ist, dass immer dann, wenn politisch (vorwiegend radikal) motivierte Änderungen an bestehenden gesellschaftlichen Systemen oder Strukturen angestossen werden, Menschen hochgespült werden, die sonst eher im Mittelmaß untergegangen wären.

    „Mittelmäßig“ würde ich im Falle Schellnhuber gar nicht behaupten. Aber in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und radikaler Bewegungen etablieren sich eben noch ganz andere Persönlichkeitstrukturen, eben solche, die man mit dem Namen eines mythologischen, griechischen Jünglings näher beschreibt. Wäre alles nicht schlimm, wenn man nicht stets vermuten müsste, das ihre eigentliche Motivation für ihre Handlungsweisen nicht die rational begründete Überzeugung von deren Sache selbst ist, sondern allein die jeweilige psychosoziale Fehlentwicklung und deren Kmpensation als solche.

  44. Gutachten zerstört Hoffnung auf sinkende Strompreise

    Ich behaupte mal kurz zum Nachdenken, so als Streitthesen:

    1. Genau das war der Zweck des Gutachtens!

    2. Der Staat und seine Nomenklatura von SchwarzüberRotbisGrün hat überhaupt kein Interesse and sinkenden Strompreisen, weil dieses de facto einer flächendeckenden, absoluten Steuersenkung gleichkäme und den finanziellen Handlungsspieltraum eben der Nomenklatura einschränken würde.Das gilt für Strom, wie für andere Energieträge, z.B. Benzin -- ist die Zapfsäule doch zu 60% ein automatisiertes Finanzamt und nur zu 40% ein Verkaufspunkt für einen Energieträger.

    3. Die „Energiewende“ wurde einzig und allein durchgesetzt, um Energie zu verteuern und auf diesem Wege die Einnahmen des Staates zu erhöhen.

  45. @Testpilot #44
    Ich kann Deiner These nur zustimmen.
    Energiewende…….=………..Konjukturprogramm + MwSt……..und solange sich das der Pöbel noch gefallen lässt, wird daran keine Regierung etwas ändern.
    Damit der Pöbel nicht murrt, wird er per Einheitsmedien und nützlichen Klimaidioten an der kurzen Leine gehalten…….oder ihm wird die Hölle für seine Enkel angedroht……läuft doch alles Prima im Staate Dän….ähm, Deutschland.

    H.E.

  46. Dass Herr Heller den Herren Rahmstorf und Schellnhuber einen lauteren Charakter unterstellt, weil sie quasi etwas verwirrte aber ansonsten prima Wissenschaftler sind, verstehe ich nicht. Eine Wissenschaft, die sich mit einem chaotischen System befasst, würde ich, im Gegensatz zu den beiden, nicht als gefestigt oder gar abgeschlossen bezeichnen. Beide stellen dies in der Öffentlichkeit aber so dar. Ein ganzes Weltherrschaftssystem ala Die große Transformation, Marke Schellnhuber, wird ja mit unumstößlichen „wissenschaftlichen Wahrheiten“ begründet. Dieses hat mehr mit der Affinität zu Karl Marx als zu Einstein zu tun, die Schellnhuber gleichzeitig gelesen hat. Als Jugendlicher kann man sich noch als Supermann vorstellen, irgendwann sollte man sich mit der Realität auseinandersetzen und erwachsen werden. Im Comic zu Die große Transformation sehen wir den ganz lieben bescheidenen Supermann Schellnhuber, der u.a. Obama die Welt erklärt. Zu den Kennzeichen utopischer Ideologien, beispielsweise des Sozialismus, gehört, daß sich die Realität der Ideologie anzupassen hat. Und genau dieses Geschäft betreiben Rahmstorf und Schellnhuber. Ob aus übersteigertem Ego oder als Überzeugungstäter spielt dabei keine Rolle. Sie Schaden der Wissenschaft, die vom Zweifel lebt, sie forcieren eine Politik, die unserem Land schadet, sie verunglimpfen ihre Kontrahenten, was besonders auf Rahmstorf zutrifft. Geht die Sache mit der „Klimapolitik“ schief, werden die Politiker sagen, man habe ja auf die Wissenschaftler gehört. Daß man sein Wissen für einer Ideologie unterordnet oder für diese verbiegt, kennt man aus dem früheren kommunistischen Block und dem Nationalsozialismus. Dort wurde „(national)sozialistische Wissenschaft“, u.a. in der Psychiatrie und zur Schaffung eines „neuen Menschen“ betrieben. Daß geistige Superstars sich in den Dienst der Politik stellten (Oppenheimer wird oben als Halbgenie dargestellt, als das sich Schellnhuber nicht sehen will) ist ja nichts Neues, siehe Fritz Haber (Haber-Bosch-Verfahren aber auch Senfgas) oder Abdul Kadir Khan (islamische Atombombe). Sich mit Virchow zu vergleichen, der auf die Politik zuging und aktiv auf die Umsetzung seiner Erkentnisse einwirkte (womit sich o.g. Herren wohl identifizieren) ist pure Hybris, hier fehlt jeglicher Bezug zur Realität. Virchow hatte gesicherte, faktisch unterlegte, experimentell bestätigte und reproduzierbare Erkenntnisse. Computergenerierte Szenarien sind davon so weit entfernt wie Marx von Einstein.

  47. Klimaschutz ist nicht nur gut für die Seele, sondern auch optimal fürs Bankkonto. Vor allem wenn man Landwirt in Deutschland ist und vom EEG Gesetz und seinen ziel- und planlos verstreuten Subventionen fett leben kann.
    Wenn schon mittlerweile Greenpeace einsieht, daß hier alles aus dem Ruder läuft und die ganze Sache sowieso ein ökologisches Desaster ist, kann man sich als „Klimaleugner“ einfach nur schadenfroh die Hände reiben. Wirklich leid tun einem die Landbewohner, die an den Folgen wie nitratverseuchtes Grundwasser und biologischen Monokulturen und deren Kahlschlag leiden.
    Aber solange der Goldrausch ums grüne(oder braune) Öl anhält, wird sich der Klimaschutz weiter zu Tode siegen.
    Streitfall Biogas: Gefährlicher Goldrausch auf dem Acker
    http://www.spiegel.tv/filme/ndr-45min-biogas/

  48. Wenn Klimaschutz etwas für die Seele ist, handelt es sich um eine Religion.

  49. @ ConstanzeW

    Der Begriff Seele hat nicht unbedingt etwas mit Religion zu tun, jedenfalls nicht nach heutigem Verständnis. Man könnte vielleicht auch Psyche sagen. Auf jeden Fall ist etwas, was mit Gefühlen zu tun hat, weniger mit Wissen. Und genau das stellt man ja immer wieder, nicht nur beim Klimaschutz, fest, dass Handlungen vorgenommen werden die rational keinen Sinn machen, aber ein gutes Gefühl hinterlassen.

    Ich denke, dass ist ziemlich wichtig um die ganze Ökobewegung zu begreifen. Die resultiert weniger aus Partikularinteressen materieller Art, als vielmehr auf einem schlechten Gewissen welches auf der Seele lastet. Doch wie ist dieses schlechte Gewissen entstanden? Doch eigentlich nur, wenn man gegen eine Moral verstößt, die man selbst angenommen hat. So was kommt nicht von allein, so was ist kulturell bedingt, manches vielleicht auch genetisch, wie die Hemmung zu töten beispielsweise.

    Da das mit der Moral immer so eine Sache ist, so richtig dran halten tut sich keiner, ist auch immer der Versuch da, das entstandene seelische Ungleichgewicht auszugleichen. Die Religionen haben da ja einige Techniken entwickelt, insofern ist der Vergleich zur Religion schon passend. Man will Buße tun, oder andere geben sich als Missionare, können beichten (leider nur die Katholiken, die Evangelen müssen darauf vertrauen, dass der Herr Jesus ihnen die Sünden abnimmt) und diverses mehr.

    Diejenigen die ein schlechtes Gewissen haben, weil sie meinen, sie würden Mutter Erde überstrapazieren, müssen ja auch einen Ausgleich vornehmen, die Seele wieder ins Lot bringen. Man kauft Bio (Ernährungsvorschriften sind ein wesentlicher Bestandteil aller Religionen), oder ist für Klimaschutz. Und ich denke, dass ist der Punkt den Peter hier auch verdeutlichen wollte: Klimaschutz ist für viele ein Mittel um das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen, was man durchaus als eine egoistische Handlung sehen kann. Mein Seelenheil ist mir wichtiger als die Interessen anderer.

    Wenn mir der Pfarrer bei der Beichte ein Buße auferlegt, dann schade oder nütze ich niemanden, außer dass ich mich nach der Buße vielleicht besser fühle. Beim Klimaschutz wird aber eine ganze Gemeinschaft in Buße genommen, völlig unabhängig welche moralischen Überzeugungen die anderen haben.

    Wissenschaftler meinen natürlich, sie würden über diesen Dingen stehen. Ich glaube das nicht, außer vielleicht solche, die sich weitestgehend von der Gesellschaft absondern und sich von der Politik sowieso fernhalten. Ich erinnere mich da vage an einen russischen Mathematiker, der, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, selbst hoch dotierte Preise nicht angenommen hat, und sich ganz in seine Mathematik vergraben hat.

    Nicht die Wissenschaft zwingt uns zu bestimmten Handlungen, es ist das kulturelle Umfeld in welchem wir uns geistig wohl fühlen. Aber Kulturen ändern sich auch, langsam zwar, manchmal erst über Generationen, doch sie sind nicht statisch. Wir sollten uns von dem Trugschluss hüten, dass wenn sich herausstellt, dass eine Wissenschaft geirrt hat, dann deswegen die ganze Ökokultur zusammenbricht. Beschleunigend für einen Kulturwandel wäre allerdings, wenn sich gravierende wirtschaftliche Nachteile einstellen, auch auch deutlich fühlbare. Dann muss eine neue Moral her, eine die nicht so gravierende Nachteile hat. Dass das so kommt erscheint mir ziemlich sicher, nur habe ich noch keine Ahnung wie diese neue Moral aussehen könnte. Das Technium ist ein Ansatz, allerdings in seiner bisherigen Beschreibung noch nicht emotional genug um die Seele zu erreichen, jedenfalls nicht bei den meisten.

    Sorry für den Monolog, ich muss mich jetzt zwingen hier aufzuhören. Es sind zu viele Schnipsel die noch nicht alle zueinander passen, aber ich arbeite dran.

  50. Hat die Seele Eier?

  51. Der Begriff Seele hat nicht unbedingt etwas mit Religion zu tun, jedenfalls nicht nach heutigem Verständnis. Man könnte vielleicht auch Psyche sagen.

    Ich trenne die beiden Begriffe. Seele bedeutet mehr die spirituelle Ebene, Psyche, das, was Emotionen, Motive, Interessen usw. bedeutet.

  52. Sorry für den Monolog, ich muss mich jetzt zwingen hier aufzuhören. Es sind zu viele Schnipsel die noch nicht alle zueinander passen, aber ich arbeite dran

    Weitermachen. Hört sich schon mal gut an!

    Hat die Seele Eier?

    Wennetwas hinkt, muss es nicht notwendigerweise ein Vergleich sein. 😉

  53. Ist ein Beitrag v. mir im Spamfilter gelandet? Ich hatte auf Quentins guten Beitrag noch eine zweite Antwort verfasst.

  54. @ Constanze W

    Ich denke nicht. Ich habe gerade Spam-Check und Filterreinigung gemacht. Da war nichts dabei.

  55. @ 47 Oliver Bernd, danke für den Link.

    Ich hab mir den Spiegel-tv-Bericht angesehen und meine, keine intensive Unterstützung der Journalisten in der dargestellten Entwicklung zu hören.
    Auch der Klima- oder Naturschutz kommen in diesem Bericht nicht zur Geltung, um eine unsinnige Entwicklung zu legitimieren, die offensichtlich durch lobbyistische Korrumption politischer Entscheidungsebenen entstanden ist.
    In wie weit „Co2-Wetterwissenschaftler“ zu dem realen Desaster beitragen, was durch die subventionierten, marktwirtschaftlich untauglichen Arten der Stromerzeugung entstanden ist, zeichnet sich m. A. sich nach, immer deutlicher quasi als die „Rache der Realität“ ab.
    Statt in einem Wettbewerb um die fähigeren Konzepte, um die klügeren Lösungen, also die Vermeidung der größten Dummheiten, „transformieren“ Schelme die Bedingungen so ins Kontraproduktive, als ob Verstand keine Rolle mehr spielt.
    Meine Skepsis gegenüber denen, die sich als Klima-Wissenschaftler sehen und aus dieser Position eine rationale Überlegenheit beanspruchen ist berechtigt, wenn doch die praktischen Folgen ihrer theoretischen, wissenschaftlichen Annahmen, offensichtlich in die Irre führen, so wie kein Klimaschutz durch Gär-Gas-Verstromung bewirkt wird, sondern eher das Gegenteil.
    Das Thema Co2-Vermeidung bzw. Klimaschutz als Argument für den teuersten Umbau der Energieerzeugung wird vorhersehbar an den Kosten implodieren.

  56. @Rudolf Kipp

    Mist, dann habe ich ihn abgeschossen.

  57. Jaja……Bestechlichkeit…….

    15 Monate Bewährung und Sozialarbeit für Köckert

    Außerdem muss er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das Landgericht Meiningen sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass Köckert in den Jahren 2010 und 2011 als Stadtrat in Eisenach Geld von Investoren angenommen und im Gegenzug andere Abgeordnete in deren Sinne beeinflusst hat.

    Einer Firma für erneuerbare Energien ging es um die Ausweitung von Windvorranggebieten, einer anderen um die umstrittene Ansiedlung eines Marktes.

    Ham se mal wenigstens einen erwischt……….wer weiß wie hoch die Dunkelziffer ist.

    H.E.

  58. Hallo Peter,

    Du schreibst:

    Dieses Elite-Denken wird einem an der Uni zum Teil auch eingeredet.

    Das kann ich nur bestätigen. seit ich in der Industrie mein Geld verdiene, weiß ich aber dass ein Elitedünkel der Wissenschaftler an der Uni völlig unberechtigt ist.

    Im Grunde ist es genau anders herum. Wissenschaftler an der Uni verbringen zwar in der Regel eine gute Leistung.
    Allerdings wird man auch dafür bezahlt, das man seinen naturwissenschaftlichen Interessen nachgeht und man wird dabei vom Arbeiter in der Industrie finanziert. Da die Industrie das Geld in unser schönes Land bringt und verdient.
    Ich empfinde es als Privileg dass es mir aus diesem Topf ermöglicht wurde meinen naturwissenschaftlichen Interessen
    nachzugehen. Die Elite in unserem Land sind wenn überhaupt der Ingenieur und der Arbeiter in der Industrie.
    Vor allem auch im Kohlekraftwerk oder im Kernkraftwerk.

    Grüße
    Günter

  59. Hallo Quentin#49,

    Obwohl vielleicht nur Schnipsel, ein interessanter Ansatz.
    Meiner Erfahrung ist folgende. Wenn ich in meinem Verantwortungsbereich keine Regel gemeinsam vereinbare,
    sucht sich jeder selber welche. so gesehen wäre die Säkularisierung und eine Gesellschaft ohne konkrete Regeln Ursache für die Hinwendung zu unterschiedlichen Ersatzreligionen die dann von den Kirchen wieder reintegriert werden, um Nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren.

    Grüße
    Günter

  60. @ ConstanzeW:

    Ich meinte schon „Seele“ im Sinne von „Psyche“ und „Motiv“ im Sinne von „Motivation“ oder „Antrieb“. Man könnte also auch sagen: Der Antrieb alarmistischer Klimaforscher besteht in psychischem Wohlbefinden. Aber das mit der Religion ist nicht ganz falsch, habe ich ja auch im Artikel geschrieben.

    @ Quentin:

    Aus #49 solltest Du einen Artikel machen…

  61. Aus #49 solltest Du einen Artikel machen…

    ok, und es wäre schön, wenn in dem Artikel auch die Frage diskutiert wird, wieso Ökobewegungen dieser „Intensität“ (Bsp.: Tierbefreier e.V, Netzfrauen ..etc.) gerade in Deutschland besonders zahlreich vertreten sind.

    Ich denke, dass ist ziemlich wichtig um die ganze Ökobewegung zu begreifen. Die resultiert weniger aus Partikularinteressen materieller Art, als vielmehr auf einem schlechten Gewissen welches auf der Seele lastet. Doch wie ist dieses schlechte Gewissen entstanden?

    Liegt es vielleicht nur daran, dass wir zu „satt gefressen“ sind und sich deshalb das schlechte Gewissen regt?
    fragt JH

  62. @JH
    Ich gebe Dir Recht, aus #49 sollte ein Artikel gemacht werden.
    Auch Constanze W: muss ich recht geben.

    Zu meiner Einstellung; Ich mag keine Lebensmittel im Tank! Das darf ruhig auch religiös gesehen weden.
    Zumindest ist es aber sozial.

    ok, und es wäre schön, wenn in dem Artikel auch die Frage diskutiert wird, wieso Ökobewegungen dieser “Intensität” (Bsp.: Tierbefreier e.V, Netzfrauen ..etc.) gerade in Deutschland besonders zahlreich vertreten sind

    .
    Man beachte doch nur mal solche Schmierblätter wie ein Herz für Tiere, oder die Gruppe Peta. Letztere will sogar einen Ort umbenennen nur weil der seit Jahrhunderten „Finning“ heißt, dieses Wort international aber keinen guten Ruf, aus grüner Sicht, genießt. Habebn die noch alle Tassen im Schrank?

    Liegt es vielleicht nur daran, dass wir zu “satt gefressen” sind und sich deshalb das schlechte Gewissen regt?
    fragt JH

    Da hast Du 100% Recht. Wer MC Dreck frisst, ist der Werbung erlegen, der glaubt auch jeden anderen Mist.
    Das fängt heute schon in der KITA an, und setzt sich bis zur Oberstufe fort. „Kinder erziehen ihre Eltern“; oder sollte ich doch schon auf Neusprech sagen „Kinder erziehen ihren Elter“?
    Der Wahnsinn setzt sich immer mehr durch. Ich scheine noch die Gnade der frühen Geburt genossen zu haben; Ausserhalb des 1000 jährigen Reiches, aber noch vor dem 68er Wahnsinns-Destruckt. Denken war damasls noch erlaubt. Ab da wurde dann alles systesystematisch unterwandert.

    Die Namen S.R., oder Schelmhuber bringen regelmäßig meine Galle in Wallung, und das ist nicht gut.
    Die Bundes-Mutti als Fiesikerin, (bewusster Schreibfehler) tut ihr übriges dazu.

    Wissenschaftler haben als erstes Distanz zu halten, Distanz zu voreiligen Meinungen/Theorien, bevor sie diese auf die Allgemeinheit loslassen. Nach experientellen Beweisen, nicht nach fadenscheinigen Hochrechnungen. Der Beweis fehlt bis heute. Computer rechnen nicht das was man sie fragt, sondern das was man ihnen vorgibt. Das ist jedem ITler klar.
    Wenn dann ein Schelmhuber noch mehrmals sagt, (nachgewiesen); „Wir können das genau berechnen, das sind ungefähr……“, hat er sich schon selbst disqualifiziert.

    Wie sagte schon Einstein?
    „Was, 100 widersprechen meiner Theorie, einer hätte schon gereicht.“

    Vermutlich muss ich nicht mehr erlerben wie der deutsche Michel die Karre an die Wand fährt.
    Aber noch kämpfe ich dafür.
    Erschlagt die Eurokraten, samt Bundes-, und Lokal-Politker die diesem Wahnsin anhängen.
    Dies ist ein Gewaltaufruf, bitte aber noch nicht mit Prügeln, … sondern mit dem Stimmzettel!
    Am besten schon bei der EU Wahl dieses Jahr!

    Gutes Gewissen wünscht
    AKR

  63. Hallo Günter

    …so gesehen wäre die Säkularisierung und eine Gesellschaft ohne konkrete Regeln Ursache für die Hinwendung zu unterschiedlichen Ersatzreligionen die dann von den Kirchen wieder reintegriert werden, um Nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren.

    Kleine Beispiel dazu aus dem Radio. Im SWR1 kommt morgens eine Sendung mit dem Namen Anstöße, so etwa wie Wort zum Sonntag, in der ein kurzes Statement aus religiöser Sicht gehalten wird. Diese Woche von Paul Schobel, Stuttgart, Katholische Kirche.

    Bei uns setzt sich immer mehr der Versandhandel als Einkaufsmodell durch, der große Renner! Mühelos surfen schon Kinder durch die üppige Warenwelt.
    […]
    Und billiger eigentlich auch nicht, blendet man einmal jene Kosten aus, die nicht der Kunde, sondern die Allgemeinheit zu berappen hat. Den immensen Aufwand etwa für die Verpackung und das damit verbundene Recycling. Die Verkehrsbelastung durch die direkte Zustellung.
    […]
    Ich schlage vor, dass sich künftig bei jeder Online-Bestellung ein Ethik-Fenster öffnet, in dem die Folgekosten aufgelistet werden. Unter Garantie bekäme der biblische Weisheitslehrer und Konsumkritiker in leichter Abwandlung recht: Mancher kauft vieles billig ein, aber die Allgemeinheit muss es siebenfach bezahlen.
    […]
    Franziskus hat den „Roten Faden“ kirchlicher Kapitalismus-Kritik aufgenommen und weiter gesponnen. Vielleicht gelingt es ihm, einen überfälligen Diskurs über modernes Wirtschaften anzuzetteln. Zukunftsfähig ist nur eine soziale, ökologische und mehr und mehr demokratische Markt-Wirtschaft, die den Menschen dient und die Schöpfung schont.

    http://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&sendung=3

    So was sind typische Beispiele für diese Anpassung. Ich muss an Karl Kraus denken, an sein berühmtes Weltkriegsdrama „Die letzen Tage der Menschheit“. In dem Stück kommen auch Feldgeistliche vor, die dann mit guten Beispiel vorangehen und nicht Feindesliebe verkünden, sondern sich ganz in den Dienst der Kriegstreiber stellen. Ist zwar keine Realität, aber wird diese nicht gerade durch die Kunst mitunter verdeutlicht?

  64. @ Jürgen Hartung

    wieso Ökobewegungen dieser “Intensität” (Bsp.: Tierbefreier e.V, Netzfrauen ..etc.) gerade in Deutschland besonders zahlreich vertreten sind.

    Wird schwierig werden, da mir die Vergleichsmöglichkeit fehlt ob dies nicht in anderen Ländern auch so da ist. Sind denn die Netzfrauen und die Tierbefreier in der Öffentlichkeit überhaupt relevant? Ich wage das zu bezweifeln. Aber die Ökobewegung insgesamt ist in Deutschland sicher weiter verbreitet als anderswo.

    Hier könnte ich aber nur mit Vermutungen kommen. Vielleicht liegts an der romantischen Seele der Deutschen, oder am Identifikationsproblemen der Deutschen, die nach dem Krieg nun unbedingt auf der Seite der Guten stehen wollten und somit ein distanziertes Verhältnis zu ihrer Vergangenheit haben. Das ist übrigens auch ein Thema an dem ich schon länger dran bin. Mein Ausgangspunkt sind hier die Beschreibungen der Massensymbole nach Elias Canetti.

    Aber dieses Thema mit in einen Artikel über die Seele und Moral und deren Wandel, und was das bedeutet, mit einzubeziehen, da würde ich mich verzetteln. Irgendwann kommt da vielleicht mal was in der Richtung, aber da bin ich noch nicht so weit.

  65. Hallo Quentin,

    Die kirchlichen Regeln funktionieren gut für das menschliche Zusammenleben, wenn jeder diese Regeln für sich selbst anwendet und nicht für oder auf seine Mitmenschen. Wenn jeder versucht mit diesen Regeln andere zu missionieren oder ihnen etwas vorzuschreiben gibt es Konflikte. Und das ist unser heutiges
    Dilemma. Diese Neureligionen/ethikräte/selbsternannten Talkshowmissionare erfinden ständig neue Regeln mit denen sie ihre Mitmenschen missionieren.
    Selbst als Bundespräsidenten kriegst Du ja heutzutage einen Pastor der an Weihnachten für die Evangelischen den Papst
    simuliert. Bei Gauck merkt man deutlich in welcher beschränkten pastoralen Welt er lebt.

    Grüße
    Günter

  66. QQ #49,

    Ich denke, dass ist ziemlich wichtig um die ganze Ökobewegung zu begreifen. Die resultiert weniger aus Partikularinteressen materieller Art, als vielmehr auf einem schlechten Gewissen welches auf der Seele lastet. Doch wie ist dieses schlechte Gewissen entstanden? Doch eigentlich nur, wenn man gegen eine Moral verstößt, die man selbst angenommen hat. So was kommt nicht von allein, so was ist kulturell bedingt, manches vielleicht auch genetisch, wie die Hemmung zu töten beispielsweise.

    heißt das, die Ökobwegung ist zufällig entstanden? Aufgrund zufälliger kultureller und genetischer Entwicklung?

    Meint es HJS auch nur gut, wenn er für den Klimaschutz die FDGO ein bißchen auflösen will , wie hier ab ab min. 3:30

  67. Die FAZ spricht in Bezug auf die Energiewende von Kompetenzillusion .

    Investitionsentscheidungen in Billionenhöhe

    Wie kann es zu so einer fehlerhaften Konstruktion kommen? Die Gründe sind vielschichtig. Zuerst fällt auf, dass in einer hochtechnisierten Welt die meisten Politiker auf der Grundlage ihrer Ausbildung nicht gerade prädestiniert sind, komplexe wissenschaftliche Sachverhalte zu beurteilen. Das erklärt die immer größeren Ausgaben der Regierung für externe Beratung. Die ökologische Energiewende, von den Grünen forciert, ist ein kompliziertes Thema. Bis vor kurzem wurde die Partei von Claudia Roth und Jürgen Trittin geführt. Trittin ist Sozialwissenschaftler. Roth brach das Studium der Theaterwissenschaften nach zwei Semestern ab und nennt sich seitdem Dramaturgin. Hilft dieses Wissen, die fatale Wechselbeziehung zu beurteilen, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit dem Emissionszertifikatehandel zu einem teuren Nullsummenspiel macht? Was für die Grünen gilt, gilt in vergleichbarer Weise für die anderen Parteien. Wissenschaftlich ausgebildete Politiker kann man mit der Lupe suchen.

    Die Energiewende ist eine zufällige Fehlkonstruktion und entspringt einem kulturellem Mißverständnis?

  68. @Rassbach

    Meint es HJS auch nur gut, wenn er für den Klimaschutz die FDGO ein bißchen auflösen will

    Ja natürlich meint er es gut, was denn sonst. Aber wer das Gute will, tut nicht unbedingt Gutes. Wenn wir in der Bewertung der Forderungen, egal welcher Art, zu dem Schluss kommen, dass diese schlecht sind, dann heißt das noch lange nicht, dass derjenige der die Forderungen stellt auch schlecht oder böse ist. Das muss unbedingt getrennt werden. Ausnahmen gelten vielleicht nur dort wo es um reine Macht geht.

  69. HJS meint es sicherlich so.

    „Wir haben das Treibhausthema zu nutzen. Auch wenn die Treibhaustheorie falsch sein sollte, tun wir das Richtige im Hinblick auf Wirtschafts- und Umweltpolitik“. (Timothy Wirth, Demokratischer Politiker in den USA, zitiert in Michael Fumento „Science under Siege“ – Belagerte Wissenschaft)

    mit wahnsinnigen Konseuenzen

    „Wenn wir uns nicht ändern, wird unsere Spezies nicht überleben… Offen gesagt, wir könnten zu dem Punkt gelangen, wo der einzige Weg, die Erde zu retten der Kollaps der industriellen Zivilisation wäre“. (Maurice Strong, erster Chef der UNEP, Organisator der Rio-Konferenz und Chefberater Kofi Annan’s, zitiert in National Review, 1. Sept. 1997)

    Was war ptimär, die politische Idee oder Wissenschaft dazu?

  70. @Jürgen

    Liegt es vielleicht nur daran, dass wir zu “satt gefressen” sind und sich deshalb das schlechte Gewissen regt?
    fragt JH

    Ich tippe da eher auf die „Erbschuld“….die uns Deutschen wie eine tonnenschwere Klamotte an den Haxen hängt……und derentwegen nun einige versuchen, besonders gut zu sein.
    Im Ausland geht man da weit aus toleranter mit um……da gelten Deutsche als strebsam, fleissig, pünktlich und innovativ….und nicht vordergründig als ewige Massenmörder.

    Nichts desto trotz…….empfinde ich schon seit langer Zeit eine gewisse Tendenz der Umerziehung……sei es das seit Tagen medial auf uns einprasselnde Outing eines gewissen Fussballers…….was geht mich denn die sexuelle Ausrichtung eines Spielers an, wo ick nicht einmal was für Fussball übrig habe.
    Da will man schon KiTa und Grundschulkinder beibiegen, das man alles Fi….en darf, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist…..obwohl die Kleinen in diesem Alter noch ganz andere Interessen haben.
    Da soll laut EuGH jeder Arbeitslose aus dem Ausland in Deutschland Hartz 4 beantragen dürfen, obwohl se nich mal ne Arbeit suchen…..da wird ein Politiker medial abgestraft, nur weil er nach Feierabend in weinseeliger Stimmung ne Dirnd-Bemerkung zu einer lästigen Reporterin gemacht hat.
    Da will die EU-Kommission am liebsten zwangsweise „Toleranz“ für alles und jeden gesetzlich einführen…..sogar ne Behörde einrichten, die die totale Toleranz recht intollerant überwachen soll……als jeglich Kritik verbieten wird…….

    Und da wundern wir uns…………..das uns unsere Werte abhanden kommen?
    Ich weiß ja nicht, was unsere politischen Eliten sich bei diesen Schwachsinn eigentlich denken……denn diese Art von „Umerziehung“ hat schon im real existierenden Sozialismus nicht funktioniert………..aber die klare Tendenz wird inzwischen mehr als erkennbar……..blöd dabei ist aber, das der Pöbel einfach nicht so mitspielt, wie gedacht.

    Es gibt Tage……………..da ertrage ich diesen ganzen Irrsinn nur noch im Vollsuff……denn wenn man wirklich drüber nachdenkt was hier abläuft, würde sich das Gehirn sofort und unwiederbringlich aus Selbstschutz abschalten.

    Wenn der Klügere immer nachgibt…..ham am Ende die Blöden das Sagen.
    Amen
    H.E.

  71. @Heinz #70
    Naja, einen Lichtblick gibt es da…Die MUTTI der Nation Merkel-Deutschland ist von der Statistikern unseren Medienrepublik von ihren Beliebtheitsthron gestürzt worden…jetzt sitzt Schäuble drauf (auch nicht besser aber immerhin besser als Merkel 🙂
    Schauen wir mal, ob sich der Wind langsamm in der deutschen Medienlandschaft und Gesellschaft dreht…
    Nachdem man jetzt auch solche Artikel zum Lesen bekommt….
    http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/beschimpfung-nach-afd-beitritt-warum-die-kandidatur-von-hans-olaf-henkel-mutig-ist_id_3526773.html

  72. @Rassbach, #69

    Herr Rassbach, Sie sollten mal ihre Zitate verifizieren… Das Maurice Strong-„Zitat“ ist falsch, was schon seit Jahren bekannt ist. Können Sie sich z.B. hier im Original aus der Glenn Beck Show ansehen.

  73. @ Marvin Müller:

    Man schaue doch einfach mal auf Strongs eigene Webseite. Es gibt dort eine Menge Reden von ihm zum Nachlesen:

    http://www.mauricestrong.net/index.php/speeches-remarks3

    Ich habe zwar jetzt nicht die Zeit, obiges Zitat von Herrn Rassbach dort zu suchen, aber man findet jede Menge Textstellen, die sinngemäß exakt gleiches aussagen.

    Übrigens steht direkt auf der Homepage:

    „This is not just a technical issue. Everybody’s actions are motivated by their inner life, their moral, spiritual and ethical values. Global agreements will be effective when they are rooted in the individual commitment of people, which arises from their own inner life.“

    Das zumindest bestätigt meinen obigen Text vollumfänglich…

  74. Herr Rassbach, Sie sollten mal ihre Zitate verifizieren… Das Maurice Strong-”Zitat” ist falsch, was schon seit Jahren bekannt ist. Können Sie sich z.B. hier im Original aus der Glenn Beck Show ansehen.

    Das Zitat selbst wird aber gar nicht in Frage gestellt, es wird nur hinterfragt, ob ein „Imperativ“ dahinter steht -- oder die eine ethische Würdigung eines solchen Szenarios seitens Strong mittels rhetorischer Fragen. Die Glaubwürdigkeit eines M.S. sollte man jedenfalls mal für sich selbst hinterfragen.

    Die „schöne“ Öko-Zukunft und die Wege zur Schaffung eines Neuen Menschentypen (mal wieder) Im Eine Welt Staat nach Agenda 21 /Rio+20 kann man jedenfalls hier in Europäischer Übersetzung nachlesen: http://ec.europa.eu/europeaid/documents/2013-02-22_communication_a_decent_life_for_all_post_2015_en.pdf und etwas detaillierter die möglichen Szenarien hier:
    http://seri.at/wp-content/uploads/2011/11/WP6_Scenarios_Storyline_Report_Cover.pdf
    Stichworte: “Der Staat besitzt die Güter der Gesellschaft und zahlt “Existenz-Löhne”, er besteuert Menschen, die mehr verdienen, Energiepreise landen auf exorbitantem Level, und Wasser kostet 8 Euro pro m3. Flüge für einfache Menschen sind “unnötig”, Unterschiede im Lebens-Standard existieren kaum noch. Menschen sind gezwungen, sehr sparsam auf kleinem Raum zu leben- Urbanisierung im Sowjet-Stil. Reichtum stellen „immaterielle Werte” dar.

    Zukunft in der total-überwachteten, geistig gleichgeschalteten Legebatterie, das ist die Endsiegsvision der Ökologisten. Ich hoffe, ich erlebe es nicht mehr.
    Vorbild ist Maurice Strong’s nachhaltiges Lieblingsland -- China. Das Szenario wird dort schon geprobt: http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ec/139664.pdf

    Das höchstoffizielle Europa dazu:

    “Wir hatten ein sehr gutes Treffen mit Premier Li Keqiang zu zahlreichen Fragen, nicht zuletzt auf Chinas ehrgeizige Pläne für die Verstädterung seines Landes .

    Der Umzug einer so großen Anteil der chinesischen Bevölkerung in eine städtische Umgebung ist ein riesiges Unterfangen. Er wird die Gesellschaft der Zukunft gestalten. Er wird das Leben von Millionen von Menschen ändern. Eigentlich wird er die Gesellschaft neu gestalten.

    Die EU-China-Verstädterungs-Partnerschaft, die vor einem Jahr startete, ist bereits für die EU-China Umfassende Strategische Partnerschaft eine wichtige Leitinitiative geworden. Sie ist nicht nur eine Angelegenheit der Stadtexperten und Vertreter der lokalen Regierungen aus Europa und China, sondern sie muss von Natur aus normale Bürger aus Europa und China einbinden. Ich unterstütze die Idee, zu versuchen, Lösungen für die Herausforderungen auf dezentralisierter Ebene zu zu finden, wo die Effekte am stärksten spürbar sind.

    Hier ist ein großes Potenzial, um unsere Zusammenarbeit zu verbessern.
    In der Tat, Chinas Ziel, jedes Jahr Millionen von Menschen vom Land in die Städte zu übersiedeln, ist beispiellos in Bezug auf die Geschwindigkeit und die Anzahl der beteiligten Personen.
    Dieser Trend sollte einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum und Wohlstand leisten. Mit anderen
    Worten, es geht darum, dass Einzel-Menschen besser leben. Dies ist unsere gemeinsame Bestrebung, und das eigentliche Ziel unserer Partnerschaft.

    Verstädterung ist ein Teil eines laufenden Prozesses, das richtige Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit, die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu schützen und einem berechtigten Interesse an der Sicherung des wirtschaftlichen Wachstums, zu finden. In diesem Sinne teilen wir die gleiche Herausforderung.

    Dies sollte die treibende Kraft für unsere wachsende Zusammenarbeit sein. In diesem Zusammenhang kann Europa eine Menge anbieten. Im Laufe der Jahre haben wir die Entwicklungs-Erfahrung und Kompetenz in der Bewältigung der Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung. Man kann viele Beispiele für erfolgreiche und lebendige Städte zeigen.

    Wollen wir nicht vergessen, dass der Verstädterungsprozess auch eine starke Antriebskraft für unsere jeweiligen Geschäfts-Gemeinschaften sein sollte. In der Tat arbeiten wir an einer ehrgeizigen, zukunftsorientierten EU-China-2020-Agenda. Ich freue mich darauf, Sie im nächsten Jahr in Brüssel anlässlich des nächsten EU-China-Verstädterungs-Forums begrüßen zu dürfen

  75. Marvin 😉

    Es spielt keine Rolle, was wahr ist, es kommt nur darauf an, was die Leute als wahr glauben… Man ist das als was einem die Medien schildern. [Greenpeace] wurde ein Mythos und eine Mythen erzeugende Maschine“. (Paul Watson zitiert von Dixy Lee Ray in ihrem Buch „Environmental Overkill“, 1990)

  76. @FK 9 Pilot #74

    etwas detaillierter die möglichen Szenarien hier:
    http://seri.at/wp-content/uploads/2011/11/WP6_Scenarios_Storyline_Report_Cover.pdf

    Danke für den Hinweis, das ist eine ordentliche Schocker-Lektüre für jeden, dem „1984“ schon keine Grusel-Gänsehaut mehr erzeugt. Es liegt vermutlich in der Natur der Aufgabenstellung, das Leben eines Teils der Menschheit detailliert vorauszuplanen und zu projektieren, aber dennoch ist es erschütternd zu sehen, wie sehr sich hier die Denkweise vom grundlegenden Subsidiaritätsgedanken, daß staatliche Funktionen zur adjuvanten Unterstützung und Bequemlichkeit souveräner Individuen (den Quellzellen demokratischer Macht) dienen sollen, entfernt und einem totalen Obrigkeitsmodell der Art „Du bist nichts, Dein Staat ist alles“ angenähert hat.

    Es handelt sich natürlich um Science Fiction, zum Beispiel in der geradezu rührend abstrakten und schwammigen Passage (S. 21)

    In addition to the decentralisation of the energy supply infrastructure, the rapid uptake of large scale renewable energy technologies is enabled by the combination of rapid technological innovation and targeted measures. The replacement of existing fossil fuel plant is also made possible with a limited contribution (less than 10% of the mix) from advanced fossil-fuel plants incorporating carbon capture and storage (CCS) and carbon capture and reuse (CCR) -- available from 2020 onwards.

    Die hier genannte „rapide technische Innovation“ wird vermutlich durch Kommissare mit „gezielten Maßnahmen“ verordnet. Wer naturgesetzliche Grenzen erkennt und darauf hinweist, wird als Saboteur behandelt.

  77. Hier die Originalquelle des Maurice-Strong-Zitats:

    http://www.afn.org/~govern/strong.html

    Es findet sich etwa in der Mitte des Textes. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat er es im direkten Gespräch mit dem Journalisten gesagt.

    Es gibt aber auch noch eine Quelle, der etwas gleichartiges aus einem Interview aus dem Jahr 1992 zitiert wird:

    http://en.wikiquote.org/wiki/Maurice_Strong#cite_note-1

    Und wie gesagt, das Grundmotiv findet sich in fast allen seinen Reden, wenn auch in unterschiedlichen Formulierungen.

    Ich komme zu dem Schluß: Der Mann denkt wirklich in diesen Kategorien. Er spricht aus, was er fühlt. Und das scheint mir sehr wahrhaftig zu sein. Der Typ hat eine Menge erreicht, aber zum Glück nicht sein Ziel.

  78. Er ist wohl Kommunist, ein internationalistischer… der Erdgipfel wird befüllt mit Delegierten aus den Nachhaltigkeitsräten.. dann haben wir das GG , Schäuble sagt dazu „glohbel gafferment“.. Gorbatschow weiß wie das geht… der alte Kommunist jetzt mit GrünkreuzInternational…

  79. @ Rassbach:

    Er gibt zumindest selbst zu, ein Sozialist zu sein (der kapitalistische Methoden anwendet).

  80. Hallo Peter
    du schreibst:

    Jeder, absolut jeder vertritt ausschließlich seine Partikularinteressen. Die Welt besteht nur aus solchen. Und jeder, absolut jeder ist für seine Partikularinteressen der einzige Experte, den es gibt. Partikularinteressen auszugleichen ist die Aufgabe der Politik in einer Demokratie. Will man Partikularinteressen nicht zulassen, will man wichtige Entscheidungen durch ein konstruiertes Wertesystem determinieren, kann man die Demokratie abschaffen. Darauf läuft sie ja auch hinaus, die Große Transformation.

    Ich finde das ist genau der Punkt, vor allem auch für uns Bürger. In einer Demokratie werden im Gegensatz zu einer Diktatur die Partikularinteressen respektiert und bewertet. Die Legislative bringt den Ausgleich in Gesetze und die Exekutive entscheidet. Deshalb gibt es auch keinen guten oder schlechten Lobbyismus. Im Grunde kann man meines Erachtens alle diese Organisation (IPCC, Greenpeace, WBGU etc) als Lobbyisten betrachten die ihre Partikularinteressen vertreten.

    In unseren Medien werden bringen sich diese Gruppierungen oft als übergeordnete Instanzen in Stellung die angeblich eine Art besseren Lobbyismus vertreten mit höherem moralischen Anspruch als zum Beispiel die Industrie die das Geld verdient und den Wohlstand erarbeitet. Das ist großer Käse.

    Denn in einer Demokratie zählt eben jede Meinung gleich, es sei denn sie verstößt gegen das Grundgesetz, aber das kann nur das Verfassungsgericht bewerten. Jede Meinung hat das Recht gehört zu werden. Sie hat aber nicht das Recht auch berücksichtigt zu werden, das entscheiden das Parlament und die Regierung und am Ende wir Wähler alle 4 Jahre..

    Zwei Sätze finde ich beim WBGU interessant:

    Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist auch ein normativ unhaltbarer Zustand, denn es gefährdet die Stabilität des Klimasystems und damit die Existenzgrundlagen künftiger Generationen.Die Transformation zur Klimaverträglichkeit ist daher moralisch ebenso geboten wie die Abschaffung der Sklaverei und die Ächtung der Kinderarbeit.

    und

    Überdies verdeutlicht das atomare Desaster in Fukushima, dass schnelle Wege in eine klimaverträgliche Zukunft ohne Kernenergie beschritten werden müssen.

    Da steht ja dann doch letztendlich, dass der WBGU wie eine Kirche argumentiert. Denn die einzige Norm die in Deutschland relevant ist letztendlich das Grundgesetz das alle Gesetze normativ legitimiert. Alle anderen Gesetze legitimieren nur faktisch, das heißt letztendlich weil sie vom Parlament beschlossen wurden.
    Kirchen aber predigen trotzdem in der Bundesrepublik „Normen“. Das ist von der Religionsfreiheit gedeckt, solange diese Normen nicht gegen das Grundgesetz verstoßen. Der WBGU predigt also in seinem Transformationsgutachten eine Norm und agiert damit meines Erachtens wie eine Kirche.

    Grüße
    Günter

  81. @alle Die Macht des Geldes
    ( deprimierende Erkenntnis nach einer gleichnamigen Sendung des deutschen Staats- TV am heutigen Abend ) :
    So lange die naturwissenschaftlichen Laien Laurence Douglas Fink, Robert S. Kapito aber auch unser heimischer VWL- Prof., Hans Werner Sinn, gläubige Anhänger der Doktrin von der anthropogenen Globalen Erderwärmung ( AGW) sind und sich zudem berufen fühlen, die Menschheit vor den Gefahren der menschen- gemachten und deshalb “logischerweise“ auch instabilen und dem Zerfall preisgegebenen transuranen Elementen zu bewahren, kämpfen alle, welche sich hier aber auch bei EIKE um Aufklärung der naturwissenschaftlich unterbelichteten Mehrheit der heutigen Deutschen bemühen, leider auf verlorenem Posten.

  82. Letzten Endes geht es doch darum wieder richtig feudal leben zu können. Und wenn das Gegenüber dann wieder in einer Holzhütte leben muss damit’s richtig feudal wird, dann halt so.

  83. Und wenn das Gegenüber dann wieder in einer Holzhütte leben muss damit’s richtig feudal wird, dann halt so.

    Na toll, war er denn je aus der Holzhütte raus?

  84. Ich hatte meine Steinhütte gerade fertig als ich mit einer Zwangshypothek belegt wurde. Die Zwangshyph gibt es zwar noch nicht, doch ähnliche Folterinstrumente mit denen man die Menschen vom Eigentum vertreiben kann gibt es ja zu Hauf.

  85. Au Backe……..die nachfolgende Meldung wird wohl so einigen Klimabesorgten ganz tief in der Seele brennen….

    EU gibt Vorreiterrolle bei erneuerbaren Energien auf

    Die europäischen Mitgliedstaaten sollen sich künftig nicht mehr verbindlich zu konkreten Zielen beim Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten müssen. Nach teilweise heftigen Diskussionen im Kreis der EU-Kommissare plädiert Kommissionschef José Manuel Barroso dafür, die Pflicht, den Anteil der Öko-Energien am Gesamt-Energiemix weiter zu steigern, 2020 auslaufen zu lassen und bis 2030 kein weiteres verbindliches Ziel zu vereinbaren. Das erfuhr die Süddeutsche Zeitung am Dienstag aus der Europäischen Kommission……………..

    Einsicht in die Notwendigkeit?
    Nachfolgen der Euro-Krise……….oder das Einsehen, das der Rest der Welt eh macht was er will?

    Europa werde wohl niemanden in der Welt dazu bewegen können, mehr zu tun.

    Lieber spät als nie…….endlich mal die globale Realität anzuerkennen.
    Meint
    Onkel Heinz……………der sich moment ein fettes Grinsen nicht verkneifen kann

  86. #85. Heinz Eng

    Einsicht in die Notwendigkeit?
    Nachfolgen der Euro-Krise……….oder das Einsehen, das der Rest der Welt eh macht was er will?

    Wer weiß Heinz, das wäre ja fast eine 180 Grad Wende und zu schön um wahr zu sein. Mal sehen, was dann von der Ankündigung übrig bleibt.

    karl.s

  87. Apropos “ Klimaschutz ist für die Seele“ ich bekomme gerade das Kotzen.
    Ich spiele ab und an Golf und bekomme vom Hamburger Golf-Verbang monatlich ein Magzinchen.

    Ich schreib euch mal die Headlines:

    Klima- und Umweltschutz in Falkenstein nicht „bezahlbar“ -- aber nicht unbedingt teuer

    Walddörfer: Brennstoff in Hülle und Fülle -- Auch der Klimaschutz wird beim GC Hamburg-Walddörfer…

    Was tut Hoisdorf für den Klimaschutz?

    Buchholz investiert in Energiesparmaßnahmen ( Agieren is immer besser als reagieren )

    Treudelberg: Was tut der Club für den Klimaschutz

    Lutzhorn: Klimaschutz? Da machen wir mit

    Gutes Klima in Holm (Klima schonende Behandlung der Natur)

    Hittfeld: Energie Effizienz geht uns alle an (Halogen gegen LED getauscht mit der Anmerkung -- Die Mitglieder haben keinen Unterschied bemerkt)

    Ahrensburg: Klimaschutz (Das Wissen um die Folgen des Klimawandels….umstürzede Fichten und das damit verbundene zerstören von Sonnenschirmen wegen der verstärkt auftretenden Stürme im Zuge der Klimaveränderung)

    Gut Kaden: Stromtankstelle

    Das Magazinchen hat 32 Seiten 9 Seiten mit inhaltlichem Klimaschwachsinn.

  88. @Andreas Baumann
    Einfach mal eine Protestmail oder eine Protestbrief gegen die „Klima-Leutverarschung“ aufsetzen und and diesen Golf-Verband abschicken.

  89. Hilfe, der Rahm wird sauer!

    Klimaforscher bekommt das Zeugnis: “Entschieden voreingenommen”

    Die Studie ist beim „Peer Review“, der fachlichen Prüfung durch die wissenschaftliche Zeitschrift “Climate of the Past”, bei der sie im Jahr 2012 eingereicht worden war, durchgefallen. Das kann passieren. In diesem Fall geschah dies allerdings mit Pauken und Trompeten. Einer der Prüfer riet ausdrücklich ab, an Nachbesserungen zu denken, die Studie gehöre in den Papierkorb, meint er, schreibt dies nur in etwas vornehmeren Worten. Auch das passiert bisweilen. Was aber noch bemerkenswerter ist: Ein Prüfer begründet seine Ablehnung unter anderem mit dem Satz: „Eines der größten Probleme der Arbeit ist, dass sowohl die Analyse als auch die Darstellung entschieden voreingenommen ist.“ Im Klimablog „Die kalte Sonne“ von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, den Autoren des gleichnamigen Buches, wird jetzt der ganze Vorgang einmal ausführlich dargelegt und kommentiert, darauf will ich hier verweisen.

  90. Nun ja als erstes möchte ich mal ein wenig provozieren 😉
    Im Grunde genommen gibt es aus prinzipieller Sicht nichts gegen die Begriffe wie z.B. „Nachhaltigeit“ einzuwenden. Es ist vielmehr die Rhetorik, welche zu kritisieren wäre, mit der sie eingesetzt wird und womit am Ende der logische Irrsinn entsteht.

    Die Alarmisten reden ja gerne davon, dass vor der industrialisierung „alles besser war“ und wir der Umwelt keinen Schaden angerichtet haben, so wie jetzt -- so deren Argumentationskette -- mit der industriellen Wirtschaft. Dieses Bild wird ungern deutlich ausgesprochen aber darauf sollen alle Argumente indirekt hindeuten.
    Wenn man es aber mal überschlägt ist deren Forderung rational unlogisch. Nicht nur, dass es damals den Leuten wesentlich schlechter ging als heute. Es waren bevölkerungsmäßig auch wesentlich weniger Menschen auf dem Planeten.
    Dass aber die dekarbonisierte Lebensweise kein Garant für Nachhaltigkeit sind, zeigen mehrere exemplarischen Beispiele aus der Geschichte. Das beste Beispiel ist die Osterinsel. Einst eine prächtig bewaldete Insel, fiel der kompletten Rodung durch die Ureinwohner zum Opfer. Weil die Natur sich im Verhältnis zur Vermehrung der Menschen nicht ausreichend regenerieren konnte.

    Würden wir also bei heutiger Bevölkerungsdichte gemessen genau so leben wie vor 500 oder 1000 Jahren, würde dies das Ökosystem bei weitem ebenfalls weniger verkraften. Man sieht das auch gut an Ländern wie Indien, wo das zusammenleben auf niedrig entwickeltem Level oft enorme Umweltschäden erzeugt.

    Somit kann man also bereits unwiderlegbar behaupten: Die industrialisierung und der technologische Fortschritt auf heutigem Niveau erlauben erst ein effizientes und nachhaltiges Zusammenleben auf unserem Planeten. Zwar mag das in Zeitabschnitten der technologischen Entwicklung vorübergehend nicht gegolten haben -- und darauf stützt sich meist die Rhetorik wenn es um indirekte Deindustrialisierung geht -- doch diese Zeit haben wir mittlerweile längst hinter uns gelassen.

    Es sollte daher, um der irreführenden Rhetorik sachlich entgegen zu treten, um so mehr in der Debatte darauf wert gelegt werden, diese wohlklingenden Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ syntaktisch wie rhetorisch richtig zu stellen. Bzw. ihre Funktion selbst richtig einzusetzen. Nämlich dass es nur eine hoch entwickelte Gesellschaft schafft Lösungen zu finden, welche ein nachhaltiges Zusammenleben mit der Natur erlauben.
    Dies auch gleichzeitig im Einklang mit dem liberalen Gedanken.

    Gern wird ja der Begriff „liberal“ mit Egoismus gleichgesetzt. Das Bild des egoistischen neoliberalen Spekulanten sitzt seit der Finanzkrise prägend in den Köpfen und ist somit auch mitverantwortlich für das scheitern der liberalen Idee in der heutigen Zeit. Das ist aber wiederum widersprüchlich. Jemand der egoistisch ist kann nicht liberal sein.
    Denn ein Egoist ist zunächst jemand, welcher der Ansicht ist, dass sein Wohlbefinden von der Umwelt autark ist. Sprich egal wie er handelt, wird nichts was er tut auf ihn in zweiter Instanz wieder zurück fallen.

    So jemand hätte daher kein Interesse an freiheitlichen Ideen, die jedem den freien und fairen Wettbewerb mit ihm erlauben. Ein Egoist wäre in erster Linie daran interessiert, andere in ihren Möglichkeiten zu beschneiden und zu kontrollieren. Damit sie zu ihm stets im Wettbewerb benachteiligt sind. Er übt sich somit in der Erniedrigung anderer um seinen Vorteil auszubauen.

    …und was also tun diese, welche sich für eine dekarbonisierung unserer Welt einsetzen??

Schreibe einen Kommentar