Klimaschutz ist Ökodiktatur

12. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Politik, Wissenschaft

ego150In der Zeit konstatieren der Soziologe Nico Stehr und der Ökonom Manfred Moldaschl, unter Klimaforschern wachse die „Ungeduld mit der Demokratie“. Schließlich sei die Klimaerwärmung „kaum noch umstritten“ und „dramatischere und länger andauernde Folgen“ als bisher würden angenommen. Wer diese Sichtweise teilt, für den scheint es in der Tat erstens unverständlich und zweitens unerträglich, wenn die Industrienationen ihre selbstgesteckten Emissionsminderungsziele nicht einhalten. Die daraus von manchen gezogenen Schlußfolgerungen wurden auf Science Skeptical bereits thematisiert. Da gibt es die Idee, einfach Gremien zu schaffen, die weitreichende Entscheidungen jenseits jeder demokratischen Kontrolle treffen können. Da gibt es die Vorstellung, einen Teil der Parlamentssitze nicht mehr durch Wahlen, sondern anhand der als erforderlich angesehenen Gesinnung zu vergeben. Wissenschaftler, die an die kommende Katastrophe glauben, wollen den Handlungsrahmen für die Politik determinieren und natürlich können sie mit der Situation nicht zufrieden sein. Momentan ist Klimaschutz nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Was auch immer man unternommen hat, vom Emissionshandel über die Energiewende bis hin zum Verbot von Glühbirnen, schmerzt zwar das liberale Gewissen einiger durchaus, vermindert aber nicht die Ängste der anderen. Die Emissionen steigen weiter.

Die Beobachtung von Stehr und Moldaschl, die Demokratie würde aus Sicht der Alarmisten zunehmend als verantwortlich für diese Entwicklung angesehen, ist daher korrekt. Ihre These jedoch, zur Lösung des Klimaproblems bedürfe es keiner Abkehr von der Demokratie, ist falsch.

Wer auch immer Klimaschutz als wichtig erachtet, diesen aber mittels der Mechanismen des bestehenden Systems etablieren möchte, unterschätzt die Größenordnung der Aufgabe. Aufgrund seiner einzigartigen chemischen und physikalischen Eigenschaften ist Kohlenstoff nicht nur grundlegend für den Aufbau und den Stoffwechsel aller bekannten Lebensformen, sondern auch Basis für die chemische Produktion und nahezu alle wichtigen Werkstoffe. Und wenn er nicht selbst Bestandteil eines Produktes ist, dann wird er als Reaktionspartner oder zur Erzeugung der erforderlichen Prozeßtemperaturen benötigt, beispielsweise bei der Glasherstellung oder der Ammoniaksynthese. Ohne Schmierstoffe auf Kohlenstoffbasis wäre eine Welt voller Maschinen nicht denkbar und ohne kohlenstoffbasierte Treibstoffe könnte unser Mobilitätssystem nicht funktionieren. Mehr als 90% des weltweiten Güterverkehrs, der letztendlich das Rückgrat für Wertschöpfung und Wohlstand darstellt, laufen über durch Kohlenwasserstoffe angetriebene Schiffe, Lastkraftwagen, Eisenbahnen und Flugzeuge. Aus energetischen Gründen ist die Nutzung von Kohlenstoff in seinen vielfältigen Verbindungen fast immer mit der Produktion von Kohlendioxid verbunden (es ist das „Endprodukt“ vieler chemischer Reaktionsketten, da es eine sehr niedrige Standardbildungsenthalpie aufweist). Eine substantielle Emissionsminderung bedeutet daher einen umfassenden Verzicht auf Kohlenstoff.

Und substantiell sollte sie schon sein, legt man die Gedankenwelt der Alarmisten zugrunde. Die Reduktion der globalen Emissionen auf einen Wert, der in den gängigen Simulationsrechnungen zu einem Temperaturanstieg nicht über zwei Grad gegenüber dem „vorindustriellen Niveau“ führt, erzwingt eine nahezu vollständige Dekarbonisierung – und das weltweit.

Geeignete Substitute für Kohlenstoff und seine Verbindungen existieren aber nur in Nischenbereichen. In den meisten Anwendungen kann man Kohlenstoff prinzipiell nicht ersetzen (bspw. Stahl und Kunststoffe), in anderen nur mit erheblichen Einschränkungen bei Nutzen und Verfügbarkeit zu gleichzeitig erheblich höheren Kosten (bspw. Mobilität und Energie). Es geht daher beim Klimaschutz nicht wie oft suggeriert um die Begrenzung eigentlich überflüssigen exzessiven Konsums, es geht ans Eingemachte. Vor allem in den Industrie- und Schwellenländern wären grundlegende Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft, in die Lebensgestaltung und das Lebensumfeld der Menschen vorzunehmen. Diese Eingriffe beträfen die Grundlagen des Wohlstands. Der Verzicht auf Kohlenstoff reduziert nicht nur vorhandene Wertschöpfungsmöglichkeiten, er minimiert auch die Möglichkeiten, neue zu schaffen. Wohlstand aber ist notwendige Voraussetzung für Freiheit, denn was nutzen die schönsten Freiheitsrechte, wenn die Grundlagen wegfallen, sie auch nutzen zu können?

Die Annahme, eine demokratisch organisierte Gesellschaft könnte diesen Weg auf Basis von Mehrheitsentscheidungen freiwillig und selbstbestimmt einschlagen, ist absurd. Denn die Demokratie besticht nicht durch die Verleihung von Macht an besonders gute Regierungen. Wie man ein ganzes Land angesichts vielfältiger und oft widersprüchlicher Partikularinteressen und angesichts der komplexen Wechselwirkungen technologischer, ökonomischer, sozialer und politischer Faktoren gut regiert, ist schlicht niemandem bekannt. Da unterscheiden sich Präsidenten, Kanzler und Premierminister durch nichts von ihren Wählern. Wahrscheinlich haben erfolgreiche Regierungen einfach nur Glück, ganz gleich, wie sie legitimiert wurden.

Ein demokratisch organisiertes Staatswesen ist vielmehr deswegen wünschenswert, weil es gestattet, auf vergleichsweise einfache Weise besonders schlechte Regierungen wieder loszuwerden. Eine wirksamere Begrenzung der Ausübung von Macht kann es nicht geben. Denn wem auch immer in freien, gleichen und geheimen Wahlen die Möglichkeit der Gesetzgebung eingeräumt wurde, der wird danach trachten, sie nicht gleich bei der nächsten Wahl oder noch früher wieder abgeben zu müssen. Nichts in der Politik ergibt Sinn, betrachtet man es nicht unter dem Kriterium des Machterhalts. Machterhalt ist nur möglich, wenn nicht zu viele fehlerhafte Entscheidungen getroffen werden. Da man aber niemals genau absehen kann, welche Maßnahme nun in welchem Zeitraum welche Auswirkungen hat und ob diese auch in der Zukunft noch von einer Bevölkerungsmehrheit gutgeheißen wird, oder nicht, sind demokratisch legitimierte Regierungen dazu gezwungen, nur solche Entscheidungen zu treffen, die sich leicht wieder revidieren lassen. Demokratie besteht daher auch nicht in einer Diktatur der Mehrheit. Demokratie bedeutet, Mehrheitsinteressen wahrzunehmen ohne die Interessen der Minderheit zu verletzen. Denn „Mehrheiten“ und „Minderheiten“ können schnell wechseln, wenn sich äußere, nicht zu beeinflussende Rahmenbedingungen einer Gesetzgebung ändern. Demokratie erfordert von den Mächtigen, jederzeit die Möglichkeit des eigenen Irrtums in ihr Handeln einfließen zu lassen.

Die Dekarbonisierung, die die Alarmisten als erforderlich ansehen, darf hingegen nicht revidierbar sein. Es darf auch keine größere Minderheit geben, die diesen Pfad nicht einschlägt und durch eine freiheitliche, demokratische Grundordnung dabei geschützt wird. Ein besonders perfides Konzept dazu haben Schellnhuber, Rahmstorf et al. Im WBGU-Bericht zur „Großen Transformation“ auf einigen hundert Seiten sehr anschaulich beschrieben. Sicher, vordergündig enthält das Papier einige Vorschläge zum Ausbau von Mitsprache und Bürgerbeteiligung. Die Abkehr vom Klimaschutz jedoch soll nicht Teil dieser Möglichkeiten sein. Vielmehr verstehen die Autoren den Klimaschutz als eine Zwangsjacke, in die die Demokratie zu kleiden ist.

Wenn man an eine von anthropogenen Emissionen geprägte klimatische Entwicklung glaubt, die mit absoluter Sicherheit in eine Katastrophe führt, wenn man nicht mehr fähig ist, die Möglichkeit des eigenen Irrtums zu erkennen, dann ist der Weg der „Großen Transformation“ nicht nur folgerichtig, sondern auch zwingend. Anders kann der Klimakatastrophe nicht entgangen werden.  Ein Staatswesen aber, das keine Abkehr vom Klimaschutz gestattet, weder für Mehrheiten, noch für Minderheiten, ist keine Demokratie mehr, sondern eine Ökodiktatur.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

60 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Lieber Herr Heller!

    Heute wurden bei mir, in einem kleineren ostdeutschen Mehrfamilienhaus, die Briefe bezüglich der Stromabrechnung zugestellt. Es gab natürlich einige Unterhaltungen und ich möchte daraufhin die Prognose wagen, daß die Uhr der „Klimaretter“ langsam abläuft.

    mfG

  2. Es geht daher beim Klimaschutz nicht wie oft suggeriert um die Begrenzung eigentlich überflüssigen exzessiven Konsums, es geht ans Eingemachte. Vor allem in den Industrie- und Schwellenländern wären grundlegende Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft, in die Lebensgestaltung und das Lebensumfeld der Menschen vorzunehmen. Diese Eingriffe beträfen die Grundlagen des Wohlstands.

    Ganz davon abgesehen, dass eine Definition von überflüssigem exzessivem Konsum immer eine subjektive Sache ist, trifft diese Bemerkung den Kern des Problems. Wenn man der Überzeugung ist, dass CO2 unsere Existenzgrundlage gefährdet und wir unser Wirtschaften in absehbarer Zeit ohne die Emission von CO2 erfolgreich betreiben können, dann ist das die einzige Zukunft für uns.
    Vom ersteren haben sich viele vielleicht sogar die Mehrheit der Intellektuellen in den westlichen Gesellschaften überzeugen lassen und aus dem Postulat der Existenzvernichtung folgt, dass Minderheitenmeinungen keine Berechtigung haben. Daraus ergibt sich schon, dass demokratische Regeln keine Existenzberechtigung mehr haben.
    Beim zweiten herrscht eher Informationsdefizit. Glaube ist hier eindeutig das dominierende Element. Dazu kommt noch, dass eine Glaubensrichtung moderne Technologien wie z.B. die Kerntechnik kategorisch ablehnt. Das bedeutet dann, dass es Glaubenskriege geben wird, denn demokratisch lässt dich das sicher auch nicht lösen.
    Wenn dieser Wahnsinn wirklich Wahrheit wird, dann läuft das auf eine schlimmere Zukunft für die Menschheit hinaus, als eine 6 Grad Temperatursteigerung bis 2100.

  3. Es ist mir unverständlich wie man Klimaschutz nicht als Ökodiktatur verstehen kann. Mit einer kleiner Einschränkung allerdings: Steuern auf CO₂ Emissionen müssen nicht in eine Diktatur münden, wenn auf alle anderen Maßnahmen verzichtet wird. Der Staat muss sich irgendwie finanzieren und ob nun Steuern auf Einkommen, Hunde, Zigaretten oder Kfz erhoben werden ist letztlich egal. Freilich hat dies auch Auswirkungen, doch da würde ich die Grenze zu Diktatur noch nicht überschritten sehen. Die nächste Regierung kann ja diese Steuer wieder aufheben, oder senken, oder ganz abschaffen.

    Genau vor solchen Möglichkeiten haben die Klimaschützer Angst, weshalb sie der Demokratie misstrauen und Entscheidungen unumkehrbar machen wollen. Ein typisches Verhalten von Diktatoren.

  4. Das die Ökodiktatur mehr oder weniger offen von weiten Teilen der Klima-„Wissenschaft“ angestrebt wird, wird jedem klar, der sich näher damit beschäftigt. Einige der Herren in Deutschland sind aus meiner Sicht auch längst reif für die Beobachtung durch den Vefassungsschutz. Mein Misstrauen bezüglich der Lehrmeinung der Klima-Wissenschaft“ entstand nach der Elbeflut, die ich in den USA am Fernseher erlebte. Die Sprache der Mahner erinnerte mich einfach zu sehr an die Zeit vor 89. Aber genau die 89er Erfahrung zeigt mir auch: eine Ökodiktatur wird in der modernen Welt nie und nimmer das Haltbarkeitsdatum der ostdeutschen Diktatur erreichen. Der Mensch ist zu sehr auf eine funktionierende Ökonomie fixiert, als das er Ideologien länger gewähren lässt, als bis zu dem Zeitpunkt, wo deren Scheitern ökonomisch unbetsreitbar wird. Und im Gegensatz zur DDR gibt es die Ausrede der Kriegsfolgen für das Klimarettungsregime nicht.
    Die einzige Chance für eine solche Diktatur ist, sie gleichzeitig global zu errichten. Nur genau das wird nie geschehen.

  5. @Dr.Heller

    Decarbonisierung der Gesellschaft…wie weit der Weg dahin wirklich ist, zeigen die vorläufigen Daten des Primärenergieverbrauchs Deutschland für 2012.

    13513 PJ, wovon auf die sogenannten „Erneuerbaren“ 1578 PJ entfallen.
    Guckt man sich aber dann mal die Daten der Erneurbaren genauer an, geht der Haupthappen auf biogene Energien zurück….die ja im Prinzip auch nur schnöder Kohlenstoff sind.
    Ganz besonders, weil im Gesamt-Primärenergieverbrauch kaum noch erkennbar, die gerade mal 2% Wind- und Sonnenenergie, die aber medial zum Retter der Menschheit aufgebauscht werden.

    Vllt könnten Sie ja mal Bild 1 in ihren Artikel nachträglich einfügen, zur optischen Klarstellung der tatsächlichen Zustände der bisherigen Abhängigkeit der deutschen Gesellschaft von fossilen Energierohstoffen.
    MfG
    Heinz Eng

  6. Die einzige Chance für eine solche Diktatur ist, sie gleichzeitig global zu errichten. Nur genau das wird nie geschehen.

    Nicht?
    http://uno.wbv.de/publikationenshop/institutionen/unep-umweltprogramm.html

    Man sollte eins nicht vergessen, Die Mehrheit der Bevölkerung in den UN Staaten lebt unter totalitären Regimen, in absoluten oder realtiven Mangelsystemen. Das Wissen über Wohlstand und Demokratie ist weit weniger verbreitet, als wir es uns hier vorstellen können. Der Wille, etwas aufzubauen bzw. woanders zu erhalten, was man selbst nicht kennt, dürfte dort sehr beschränkt sein.

    Ansonsten ist es den Politnomenklaturen diktatorisch geführter Systeme herzlich egal, mit welcher „Story“ sie regieren dürfen und es dürfte auch für sie opportun sein, anstelle rassistischer, religiöser oder sozialistischer Rechtfertigungen ihres Herrschaftsanspruches, auch die ökologistische Weltsicht zur Sicherung ihrer Macht in Erwägung zu ziehen. Auch der Ökologismus ist letzendlich nichts anderes als eine weitgehend materialistische, etatistische, antipluralistische Ideologie -- die im Gegensatz zum Marxismus -- sogar die pseudoreligiöse Komponente in Form eines Gaja -- Kultes instrumentalisieren kann (man beachte die „Marble Blue“-Ikonik , z.B. auf Klimakonferenzen).
    Im Gegensatz zum Marxismus ist der Ökologismus gar primär antihuman(istisch) und anti-aufklärerisch, ähnelt damit eher rassistischen Weltanschauungen, wie dem Nationalsozialismus (die gemeinsamen Wurzeln sind ja bekannt). Auch hier geht es im malthusianischen Sinne schlussendlich um Reduktion der Bevölkerung, somit um „lebensunwertes Leben“, eine angebliche Kapazität der Urmutter Gaja, somit um „Volk ohne Raum“ (wobei „Volk“ hier globalistisch zu verstehen ist).
    Begründet wir dieses über das Konstrukt eines Gegensatzes zwischen „Kultur“(Mensch) und Natur, anstelle der klassisch- totalitaristischen „Konflikte“ von „Rassen“ oder Klassen . Dieser angebliche Konflikt ist bereits tief, selbst im Bewustsein von Nichtökologisten verankert, obwohl es im Endeffekt keinerlei Beweis für einen solchen Konflikt gibt.

    Das Endergebnis ist immer das Gleiche: Es werden Millionen Menschen sterben, durch Vorentahaltung von Energie, von Wohlstand, von Hygiene, von Fortschritt -- Tote aufgrund konsekutiver, vorsätzllicher Beschränkung ihrer Lebenserwartung.

    Und Millionen sind bereits aufgrund einer einzigen, ökologistischen Maßnahme gestorben:
    http://www.welt.de/politik/article3611631/Verteufeltes-DDT-koennte-Malaria-Tote-verhindern.html

    Summiert man die Opfer allein dieser Maßnahme des grünen Terrors über die Jahrzehnte, so stehen Stalin, der Schicklgruber und Pol Pot schon fast wie Waisenknaben dar.

  7. @FK 9 Pilot
    Im Gegensatz zum Marxismus fehtl aber eine entscheidende Rechtfertigung: die Ökologie will eben nicht die Massen aus ihrem vermeintlichen oder wirklichen Elend erlösen. Der Ökologismus ist dagegen ein Elitenthema -- damit kriegen sie die Masse der Bevölkerung nicht wirklich ideogisch ruhig gestellt. Und wenn die Ökonomie zu sehr aus dem Ruder gerät, wird der Spuck schnell zu Ende gehen. Jeder Diktator weiß, dass er nur 2 Möglichkeiten hat, um zu überleben: erbarmungslosen Terror oder in der heutigen Zeit eher das Gegenteil, nämlich den Bogen nicht zu überspannen. Und deswegen wird ein Land wie China da nie mitmachen. Auch Rußland nicht. Diese Spinnereien können sich vorübergehend nur ökonomisch stabile Demokratien leisten.
    Gerade ökonomisch schwache Diktaturen können dagegen nur verbal „Klima“- und Umweltschutz betreiben. Die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Energiewende wird schon ihre Auswirkungen auf die globale Entwicklung haben, aber genau umgekehrt, nämlich abschreckend. Dumm nur, dass wir hier darunter sinnlos leiden werden.

  8. Ich halte die Dimension Zeit, für einen entscheidenden Faktor.
    Einerseits läuft denen, die die Gesellschaft Ideologie fixiert transformieren wollen die Zeit weg und darum erhöhen sie ihren Aktionismus, um ihre antidemokratischen persönlichen Macht-Ziele zu realisieren.
    Andererseits entwickelt sich eine Kostenrealität des Klima-ideologisch eingeschlagenen Weges zunehmend als Faktum, werden gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen unübersehbar negativ und treffen die Bevölkerung zunehmend.
    Angefangen bei den steigenden Strompreisen, die der Bevölkerung Kaufkraft entziehen, den eingetretenen Unternehmens-Abstürzen von regenerativen Branchen, wo Anleger Verluste erleiden, bis zu den Abwanderungen preiswerte Energie benötigender Branchen ins kostengünstigere Ausland, nimmt das Fiasko politisch Fahrt auf.
    Der Unmut in der Bevölkerung wird stärker und die im Boot der „Transformatoren“ sitzenden Parteien, als Paten des Klima-Alarmismus-Modells, geraten zunehmend unter Zugzwang sich mit dem auseinandersetzen zu müssen, was sie bisher angerichtet haben.
    Weiter Zuflucht in untauglichen Gesetzen und Vorschriften zu suchen, wird der Politik bei dramatisch steigenden Preisen keinen Zulauf bescheren.
    Die Kostenexplosionen im deutschen Strompreis wird darum politische Konsequenzen haben, die der pseudo-akademischen Klima-Ideologie, den dahinter verborgenen Herrschaftsanspruch zerbröseln wird.

  9. Im Gegensatz zum Marxismus fehtl aber eine entscheidende Rechtfertigung: die Ökologie will eben nicht die Massen aus ihrem vermeintlichen oder wirklichen Elend erlösen.

    Gegen „Klassiches Elend“, sprich ökonomisches Elend richtet sich der Ökologismus tatsächlich nicht. Er definiert aber „Elend“ neu, indem er „Wohlstand“ neu definiert. Beispielhaft sei hier das bereits diskutierte „Bruttonationalglück“ als „Wohlstandsindikator“ schafft. Wenn man den Vorreiter Bhutan betrachtet (siehe dort), dann wird Armut einfach zu Reichtum definiert.
    Hier begründet sich auch die „Rechtfertigung“: der monetäre Ansatz (BIP) wird einem nicht-monetären Ansatz (BNG) unterworfen, weil die nicht-monetären Kriterien („Umweltschutz“, Nachhaltigkeit, etc.) einfach als „wichtiger“ definiert werden. Das „Heilsversprechen“ ist hier nicht klassenlose, kommunistische Endgesellschahft, aber in gewisser Analogie und Ironie -- die Rückkehr zur „klassenlosen“ Ursprungsgesellschaft in (angeblichem) Einklang mit der Natur.
    Um dieses zu schlucken bedarf es natürlich -- wie im Marxismus -- eines neuen Menschentypen. Der Züchtung eines solchen dienen die ganzen Aktivitäten zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Atomausstieg etc., inklusive der zugehörigen Zwangsmaßnahmen, inklusive Desinformation und Propaganda, inklusive der „Elite“ von besonders nachhaltigen und gütigen Führern, die sich der demokratischen Kontrolle nicht stellen müssen, wie Herr Heller oben beschreibt -- diese sind einfach per definitionem „gut“.

    Ziel ist der Homo oecologicus, der sein Sein dem elitären Konstrukt „Umwelt, Nachhaltigkeit“ unterwirft (im Marxismus unterwirft sich das Individuum dem Kollektiv, aber -nebenbei- auch der Marxismus ist eine „elitäre“ Ideologie). In Wahrheit unterwirft er sich natürlich nur einer neuen Nomenklatura („Elite“), somit nicht der „Nachhaltigkeit“ sondern d e n „Nachhaltigen“, was dem Menschen regelmäßig erst im Nachhinein bewusst wird, meißt dann, wenn es bereits zu spät ist.

    Inwieweit dieser Ideologie global gefolgt wird, weiß ich noch nicht abzuschätzen, die Zielsetzung der Ökologisten ist jedoch „internationalistisch“ und sie besetzen einflussreiche, internationale Organisationen mit ihrer Agenda und haben nahezu unbegrenzte finanzielle Ressourcen.
    Kommunismus und Faschismus konnten sich auch nur regional behaupten und waren eine Zeitphänomen, dieses reichte aber in der Summe für mindestens 200 Millionen Tote. Und dass mein Mutter-und Vaterland auch bei dieser neuen Variante des Totalitarismus mal wieder vorreitend agiert, macht mir ziemliche Sorgen.

    Langfristig bin ich übrigens auch optimistisch -- der Ökologismus landet wie seine Schwester-Ideologien irgendwann auf dem Müllhaufen der Geschichte -- fragt sich nur, ob ich das noch erleben darf.

  10. Vielen Dank Herr Heller für diesen erhellenden Beitrag!

    Dass ein wesentliches Kennzeichen der Demokratie die Revision vorhergehender Entscheidungen ist und die Unmöglichkeit dessen undemokratisch, ist ein Gedanke, der mir noch nicht untergekommen ist.
    Das war nach der Erkenntnis, dass die Energiewende an zu viel Strom und nicht an zu wenig scheitert, der zweite den Horizont erweiternder neuet Gedanke innerhalb kurzer Zeit.

  11. Sieht man sich ‚erfolgreiche‘ Ideologien in einem demokratischen Umfeld an, erkennt man, dass sie alle einem höchst wichtigen Fahrplan folgten:
    Sie können sehr wohl demokratisch an die Macht kommen, aber Macht zu erlangen, heisst auch und vor allem dass sie, nun in der Verantwortung, nicht mehr an ihren Worten, sondern an ihren Taten gemessen werden.
    Die können für kurze Zeit recht überzeugend sein, vor allem weil rücksichtslose Verschuldung die Erfolge finanziert.
    Auf Dauer funktioniert das aber nicht, vor allem, weil ein ideologischer Plan in einer chaotischen und unvorhersehbaren Welt zwangsläufig immer weiter vom natürlichen Lauf der Zeitgeschichte abdriftet und daher immer weniger kompatibel mit den aktuellen Zeiterfordernissen wird, so dass die Anstrengungen und Kosten zur Aufrechterhaltung des Systems immer weiter wachsen.
    Dadurch nimmt die Sympathie und der Rückhalt in der Bevölkerung sehr rasch ab.
    Um die Herrschaft zu behalten, ist es in diesem Moment ZWINGEND erforderlich, die demokratischen Strukturen durch einen Staatsstreich auszuschalten und diktatorisch weiter zu regieren.
    Geschieht das nicht, ist der Nieder- und Untergang unausweichlich.

    Das stimmt mich optimistisch, denn für den Staatsstreich reichen die Kräfte der Ökologisten nicht. Das gilt umso mehr, als Deutschland -- und da hat die EU mal was gutes -- nicht souverän genug ist um das in ihrem Umfeld durchzusetzen. Deutschland wird von seinen Nachbarn höchst misstrauisch beobachtet und gegebenenfalls werden die dem Spuk ein Ende bereiten, wenn ein Umsturz droht.
    Es ist also nur eine Zeitfrage, wann die Ökologisten abgewirtschaftet haben. Dass ihr Niedergang breits einsetzt, ist offensichtlich.

  12. Ja, dieser der vorliegenden Betrachtung zugrundeliegende Artikel „Wir brauchen keine Ökodiktatur“ in der ZEIT ist mir auch aufgefallen.

    Stehr + Moldaschl vertreten dort die Ansicht, „die Bevölkerung [sei] schon weiter als die Politiker“. Wobei mit „weiter“ in ihrem Sinne „besser informierte und engagierte Bürger“ gemeint sind:

    „Die Frage müsste hier sein, wie gerade die besser informierten und engagierten Bürger stärker in den politischen Willensbildungsprozess eingebunden werden können; nicht, wie man sich in dieser oder jener gesellschaftspolitischen Frage demokratischer Hürden entledigen könnte.“

    Diese „besser informierten und engagierten Bürger“ sind — wen wundert es — im Glauben an eine antrophogen verursachte Klimaerwärmung tief indoktrinierte Bürger, nicht zuletzt Profiteure der AGW-Doktrin.

    Stehr und Moldaschi negieren den Ruf nach weniger Demokratie aus falscher Überzeugung:

    Ist es ein Mangel der Demokratie oder ein Mangel an Demokratie, wenn umweltbewegte Bürger weniger Einfluss auf die Regierung haben als Expertengruppen, multinationale Konzerne und Wirtschaftsverbände?

    Stehr + Moldaschi glauben, die AGW-Doktrin durch ein mehr an Demokratie durchsetzen zu können, durch „ausreichende Repräsentanz sozialer Interessen, regionaler Bevölkerungen und politischer Bewegungen“.

    Wenn nun Peter Heller schreibt …

    Die Beobachtung von Stehr und Moldaschl, die Demokratie würde aus Sicht der Alarmisten zunehmend als verantwortlich für diese Entwicklung angesehen, ist daher korrekt. Ihre These jedoch, zur Lösung des Klimaproblems bedürfe es keiner Abkehr von der Demokratie, ist falsch.

    … dann muss ich ihm zustimmen!

    Schade ist nur, daß er mit seiner Begründung nicht direkt auf die Betrachtung von Stehr + Moldaschi eingeht. Deren Betrachtung ist nämlich deshalb falsch, weil mehrheitliche Überzeugungen falsch eingeschätzt werden. Die Mehrheit der Bürger — so sie nicht ständiger medialer Indoktrination („Rotlichtbestrahlung“) unterworfen wird, und so deren Wille nicht durch tendenziöse Umfragen absichtlich missdeutet wird — ist immer weniger von einer anthropogenen Ursache für die (pausierende) Klimaerwärmung überzeugt. Es mag ja vielleicht so sein, dass eine Minderheit doktrinär-ökologistisch tickender Aktivisten die Herren Stehr + Moldaschi auf die falsche Fährte gelockt hat. Sie werden mit einem „Mehr an Demokratie“ die AGW-Doktrin auch nicht retten können.

  13. @ C-O:

    Stehr und Modaschl schreiben aber auch:

    Nun ist es durchaus möglich, dass größere Teile der Bevölkerung nicht bereit sind, einen Umbau der Gesellschaft mitzutragen, wie er den Anhängern einer konsequenten Klimapolitik vorschwebt. Selbst das begründet allerdings keinen Zweifel an der Demokratie. Vielmehr müssen die Teilnehmer dieser Debatte sich fragen lassen, ob sie für ihr Anliegen genug geworben haben. Aber die Frage, wie Bürger über Klimaschutz denken und welche Einschränkungen sie womöglich hinzunehmen bereit wären, muss offen bleiben – schon weil es dazu wenig Forschung gibt. Auch das liegt in der Logik der Demokratieskeptiker: Wer Politik primär als Politik der Experten versteht, für den hat Wissen über Bürgerbeteiligung nur begrenzten Wert; auf Befragungen oder gar Volksabstimmungen kann er verzichten.

    Man kann da durchaus hineininterpretieren: „Wenn nicht, dann eben nicht. Auch egal.“ Insoweit scheinen mir Stehr und Moldaschl durchaus die Demokratie als solche zu verteidigen. Ob die beiden das wirklich so meinen, weiß ich natürlich nicht. „Politik als Politik der Experten“ zielt eindeutig auf Schellnhober. Schade (feige?), daß sie ihn nicht beim Namen nennen.

  14. Ich würde gerne wissen, ob die beiden, der Soziologe und der Ressourcenmanager, wirklich an ihre These glauben:

    Die Klimakatastrophe lässt sich abwenden, ohne die Demokratie zu opfern.

    Selbst Lovelock hat sich letztes Jahr für seine Panik, wir haben nur eine Erde, entschuldigt.

    Haben die beiden schon die Skeptiker wahrgenommen? Ist es noch Demokratie, die sie nicht opfern wollen, wenn der Diskurs aus öffentlichen Medien verbannt wurde?

    Durch die Bundesregierung wurde bisher ein deliberativer Scheindiskurs gepflegt. Bisher stützt sich die Legitimation nur auf ausgewählte Ökoexperten und auf sozialistische Elemente der organisierten Delegiertenkonferenzen. Da würde auch nicht viel geopfert werden 😉

  15. @Peter Heller #13
    Auch in diesem Zitat kommt die unkritische Einstellung der beiden Herren zur Klimapolitik zum Ausdruck. Denn auf die Idee, die „Teilnehmer dieser Debatte“ sich fragen zu lassen, ob denn deren Anliegen (Klimaschutz) überhaupt über jeden Zweifel erhaben ist, kommen sie nicht. Und ob wohlmöglich die Ansicht von Bürgern zum (sogenannten) Klimaschutz die Frage nach der Bereitschaft zu Einschränkungen obsolet macht, scheinen sie auch nicht auf dem Schirm zu haben.

    Dass Stehr + Moldaschi ihre Stimme pro Bürgerbeteiligung erheben ist nicht überzeugend. Einerseits billigen sie Bürgern eine andere Meinung zu, andererseits sind sie nicht einmal theoretisch bereit davon Abstand zu nehmen, die eigenen Ansichten zu Klimapolitik und Klimaschutz als unantastbare Wahrheit zu unterstellen.

  16. Stehr und Modaschl schreiben:

    „Aber die Frage, wie Bürger über Klimaschutz denken und welche Einschränkungen sie womöglich hinzunehmen bereit wären, muss offen bleiben – schon weil es dazu wenig Forschung gibt.“

    Ja, wirklich. Mal ein Paar subjektive Beobachtungen von mir:

    1. Die Wohnfläche pro Person nimmt zu
    2. Die Zahl der Autos pro Haushalt nimmt zu
    3. Die Zahl der pro Jahr gefahrenen Jahreskilometer nimmt zu
    4. Die Zahl der Flugreisen pro Person nimmt zu
    5. Selbst Kinder haben heute schon mehr Flugreisen als früher Erwachsene
    6. Die Zahl der Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz nimmt zu
    7. Die Zahl der Klimaforscher nimmt zu
    8. Die Zahl der Sekundärklimaforscher nimmt zu
    9. Die Zahl der „Summaries und Factsheets“ für Klimapolitiker nimmt zu
    10. Die Zahl der Klimapolitiker nimmt zu
    11. Die Zahl der Klimakonferenzen nimmt zu
    12. Die Zahl der Klima-Lobbyismus-NGOs nimmt zu

    Nein, ich weis auch nicht wie Bürger über Klimaschutz denken, schließlich kann ich keine Gedanken lesen. Gut, ich vermute wie Heinz über den Klimaschutz denkt.
    Ich hoffe auch, dass die Forschung offen bleibt, wie Bürger über Klimaschutz denken. Ich brauche diese Forschung nicht und möchte sie auch nicht von meinen Steuergeldern bezahlen.

    Ich denke aber, dass meine Beobachtungen zeigen wie Bürger mit den Füßen abstimmen.
    Meines Erachtens möchte niemand Einschränkungen für den Klimaschutz hinnehmen.

    Grüße
    Günter Heß

  17. @Günter Hess #16
    Ihre subjektiven Beobachtungen decken sich mit meinen, aber bei dem Satz:

    Meines Erachtens möchte niemand Einschränkungen für den Klimaschutz hinnehmen

    können sie das ‚Meines Erachtens‘ ruhig weglassen. Wer möchte schon Einschränkungen hinnehmen. Das geht nur mit Grummeln und Einsicht. Einschränkungen sind sonst nur gut für Andere, die etwas machen wollen, was man selbst nicht tut oder gar ablehnt. Deshalb ist Einschränkungen fordern in einer Demokratie nur möglich, wenn man Einsicht schafft und Einsicht für Unsinn wird man auf die Dauer nicht schaffen können, das muss man dann über Pol Pot oder ähnliches nachdenken.

  18. @Günter

    Hihi…..ich hab mal die eingefleischten Klimaschreihälse auf Primaklima befragt, in wie weit sie bereit sind demnächst ohne Luxus eine Erdhöhle zu bewohnen, quasi den Klimaschutz leben, konsequent und unwiderruflich.
    Nix, nada…..warum selber einschränken, wenn man auch andere dazu zwingen kann.
    Dat Klima is gaaanz dolle gefährdet……..aber kümmern sollen sich gefälligst andere darum…..ok, zu deren Verteidigung sei gesagt, das sie (bis auf Ausnahmen) die deutsche Energiewende auch net für zielführend halten.

    Ähmm, ich hätte mit Dir als Physiker gerne eine Diskussion in Richtung „Gravitation“……aber dat machen wir dann mal in der Plauderecke um den Thread hier nicht zu stören.
    MfG
    Onkel Heinz……..hat ein neues Feld zum Klönen entdeckt

  19. Liebe Admins

    Diesmal bin ick dat Opfer des Spamfilters….könnt ihr bitte den völlig harmlosen Kommentar bitte freigeben.
    MfG
    H.E.

  20. Lieber Herr Straten,
    das „Meines Erachtens“ habe ich hinzugefügt, da es ja subjektive Betrachtungen sind.
    Mir stehen eben keine so ausgefeilten Hilfsmittel zur Klimaschutzdenkforschung zur Verfügung, die es so schwer machen und diese Forschung offen lassen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  21. Lieber Herr Hess,
    mit Klimaschutzdenkforschung habe ich auch nichts am Hut. Ich weiss nur, dass sich die Wenigsten gern einschränken. Wenn dann suggeriert wird, dass man CO2 einsparen soll, dann kann das sicher zur Einsicht und damit zu Akzeptanz von Einschränkungen führen. Wenn die vorgeschlagenen Massnahmen aber nachweisslich keinen grossen Effekt bei der CO2-Einsparung haben aber grosse Einschränkungen verlangen, dann brauche ich keine Klimaschutzdenkforschung um vorherzusagen, dass die Einsicht wohl nicht kommen wird. So langsam spricht sich dieses Missverhältnis in der Bevölkerung wohl herum. Und was macht man dann mit einer Bevölkerung, die nicht einsichtig ist ?
    M.f.G.
    G. v.d. Straten

  22. Hihi, „Klimaschutzdenkforschung“ ist gut. Hört sich noch PIKanter an als „Klimafolgenforschung“.

  23. Neben der Neusprechforschung haben wir damit jetzt auch eine „Gutdenkforschung“…

    Der alte Schorsche O. hatte vielmehr drauf, als ich 1984 (zum Abi im Englisch LK) noch dachte…

  24. Schorsch wusste schon damals alles, einschließlich Zwiedenken und Gedankenverbrechen.

    Obama redete bisher zweimal, beide Male sagte er je einen Satz zum Klimawandel, der auf uns zu kommt.
    Er rechnet aber mit Gegenwehr, weil er den 2.Verfassungszusatz , so scheint es, abschaffen möchte.

    1984 war ich noch unter der Moskauer Erziehung eingeplant 😉
    Die Jungs machten sich wenigstens über den Meadows lustig;-)

  25. @FK9 Pilot
    Tja. Fakt ist heutzutage in Deutschland, daß Kinderbücher und Märchen gender-korrekt verfälscht werden (z.B. Pippi Langstrumpf) und Begriffe wie „Neger“ unter dem Deckmantel der sogenannten Political Correctness in manipulierender Weise entfernt werden.

    Wie lange dauert es noch, bis die ursprünglichen Fassungen klassischer Literatur dem Gender-Wahn zum Opfer fallen?

    Wen das alles nicht an Orwells totalitäre Diktatur erinnert, an die die staatlicher verfügte Leugnung der Vergangenheit durch Umschreibung der Geschichte, der hat die perfide Methodik totalitärer Gehirnwäsche nicht verstanden — oder billigt sie.

  26. Die hysterische Botschaft beim Klimaschutz lautet:

    Ihr habt gesündigt, Gier wird mit ewiger Verdammnis bestraft, dafür kommt das Verderben über euch. Weil ja niemand mehr an den Teufel und ewige Verdammnis glaubt, nehmen die ewigen Ankläger und Lamentierer jetzt die Klimakatastrophe als Ersatz fürs jüngste Gericht.

    Leider wird dadurch eine objektivere Sichtweise behindert:
    Es ist schon wichtig und sehr überlegenswert ob wir als Menschheit das Risiko eines Großexperimentes in unserer Atmosphäre eingehen wollen. Nicht anderes als ein Experiment mit bestenfalls ungewissem Ausgang ist es nämlich jährlich Kubikilometer Kohlenstoff und noch etliche andere Abfallstoffe aus fossilen Quellen in der Atmosphäre zu deponieren. Das Ergebnis bleibt in hohem Maße riskant, weil nicht vorhersagbar. Wer aber schon einmal eines der Bilder des blauen Planeten gesehen hat und dem das Millimeterchen Atmosphäre in dem wir leben auf diesen Bildern aufgefallen ist, der wird mindestens Unbehagen spüren, unabhängig von aller Ökohysterie und Katastrophenlust.

    Weil ich hier neu bin, zur Einführung eine kleine Provokation:
    die bisher einzige Technik der Enegieerzeugung die überhaupt einer ernsthaften und glaubhaften Folgenabschätzung unterzogen wurde ist die böse, böse Nutzung der Kernenergie. Die Entsorgungsaufwände sowie mögliche Folgen für die Biosphäre, bis hin zur schweren Havarien, sind gut untersucht und lächerlich einfach tragbar gegenüber den möglichen Folgen des Abgas- und CO2 Dumpings. Essen kann man Thorium, Plutonium, Uran und Konsorten auch nicht. Niemandem fehlt es wenn man Wärme und Strom draus macht.
    Grüße bks

  27. #26

    Weil ich hier neu bin, zur Einführung eine kleine Provokation:

    und wo ist die provokation?

    😀

  28. @ bks, #26:

    Dann herzlich willkommen.

    Zu Ihrer „Provokation“: Wir mögen hier jede Form fortgeschrittener Technologie und lehnen Kernenergie bestimmt nicht deswegen ab, weil sie keine CO2-Emissionen verursacht. Von daher finden Sie hier wohl eher niemanden, der Ihre Ausführungen als Provokation empfindet. Da wir auch nicht von der Öl- und Gaslobby bezahlt werden, müssen wir auch fossile Brennstoffe nicht gegen Kernenergie verteidigen.

  29. @Peter Heller

    *krümelkack* …

    …und lehnen Kernenergie bestimmt nicht deswegen NICHT ab, weil sie keine CO2-Emissionen verursacht.

    Die Negation der Negation der Negation…. „Triple-No” sozusagen…. richtig?

  30. OT:

    @ Tim, mit der Verneinung ist es manchmal gar nicht so einfach:

  31. @bks #26

    Es ist schon wichtig und sehr überlegenswert ob wir als Menschheit das Risiko eines Großexperimentes in unserer Atmosphäre eingehen wollen. Nicht anderes als ein Experiment mit bestenfalls ungewissem Ausgang ist es nämlich jährlich Kubikilometer Kohlenstoff und noch etliche andere Abfallstoffe aus fossilen Quellen in der Atmosphäre zu deponieren. Das Ergebnis bleibt in hohem Maße riskant, weil nicht vorhersagbar.

    Naja das ganze Leben ist aus diesem Blickwinkel gesehen ein „Experiment“. Es ist Lebewesen nicht möglich, nicht mit ihrer Umwelt zu interagieren. Die einzige Möglichkeit ist, aufhören zu leben, und auch das ist wieder eine Interaktion.

    Ich würde das alles mit viel weniger dramatischem Vokabular beschreiben. Jedes Lebewesen hat Stoffwechel. Der Stoffwechsel der Menschheit ist inzwischen teilweise maschinisert, aber das ändert grundsätzlich nichts an der Betrachtung. Wenn andere Spezies das „Recht“ haben, mit der Atmosphäre, den Gewässern und dem Boden Stoffe auszutauschen, wieso dann nicht die Menschheit? Was ist so schlimm oder besonders daran?

    Wer aber schon einmal eines der Bilder des blauen Planeten gesehen hat und dem das Millimeterchen Atmosphäre in dem wir leben auf diesen Bildern aufgefallen ist, der wird mindestens Unbehagen spüren, unabhängig von aller Ökohysterie und Katastrophenlust.

    Diese Betrachtung ist auch Ökohysterie und Katastrophenlust. Was mir an Ihrem Text als erstes auffält, ist das Missverhältnis der Einheiten. Oben Kubikkilometer, unten Millimeter. Dabei ist das Verhältnis genau umgekehrt. Selbst wenn die Menschheit insgesamt „Kubikkilometer“ irgendeines Stoffes umsetzt, dann sind das nur Bruchteile von Promille des Volumens der gesamten Atmosphäre. Die Erde, die Weltmeere und die Erdatmosphäre sind um viele Größenordnungen mächtiger als das Bisschen was der Mensch davon abträgt oder hinzufügt. Allein schon deshalb ist die Sorge müßig, dass der Mensch da ernsthafte Schäden anrichten könnte. Eindrucksvolle Sprachbilder ändern daran nichts.

  32. @Quentin #30

    …..hi hi, lustisch!

  33. @ Hardenberg:

    Grrrmpfff

  34. Lars Fischer auf Spectrum.de über das Ende des Projekts HannoverGEN:

    Der Beschluss markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Kampagne, in der Lobbyorganisationen wie Greenpeace mit aller Macht versuchen, eine sachliche und informierte Diskussion über grüne Gentechnik zu verhindern – letztendlich mit Erfolg.
    […]
    Eine eigene Meinung scheinen die Kritiker von HannoverGEN weder Schülern, noch Lehrern zuzutrauen, und Letzteren schon gar keinen unabhängigen Unterricht. Stattdessen hält man sie lieber vom unliebsamen Wissen fern, nicht dass sie noch auf den Pfad der Untugend geführt werden. Es ist ein bedenkliches Menschenbild, das hier durchscheint – und ein schlechtes Zeichen für die Zukunft.

    Das hat zwar jetzt mit dem Klimaschutz nicht direkt zu tun, betrifft aber das ganze Milieu der Nachhaltigkeitsapostel, die quasi religiöse Dogmen verbreiten, die schon die Beschäftigung mit anrüchigen Themen als Verfehlung darstellt. Die Ökodiktatur ist so gesehen nicht viel anders als ein Mullahstaat.

  35. @anorak
    Danke für Ihre Entgegnung.
    Dennoch denke ich man sollte zurückhaltend sein mit Terraforming Großexperimenten und darum handelt es sich bei dem Eintrag von potentiell klimabeeinflussenden Gasen. Einige solcher Experimente sind bereits schiefgegangen und haben nicht nur Veränderungen an der Natur sondern auch signifikante Schäden an Wirtschaftsgütern hinterlassen.
    Um einige Beispiele zu nennen:
    -- Die Dezimierung von Arten und Zerstörung von Lebensräumen durch große Staudammprojekte besonders in ariden Gebieten wo die einzigen Lebensräume der Flussauen dauerhaft überflutet werden. Die gute saubere Wasserkraft !

    -- Zerstörung des Aralsees und damit drastische Reduzierung der lokalen Niederschlagsmengen ( wobei lokal hier eine Fläche von ca 600 x 600 km beschreibt, in Zentralasien ist eben alles etwas größer ) der Fischressourcen und der Siedlungsgebiete der Bevölkerung. Ursache war ein dilettantisches, unzulänglich umgesetztes, Bewässerungskonzept für ein Einzugsgebiet von der Größe Europas. Ähnliches bahnt sich für den Balchash See in Kasachstan an der durch exzessive Wassernutzung der Zuflüsse in China stark zurückgeht. Dieser See ist die einzige größere Wasserfläche der Region, ca 700 km lang und bis zu 100 km breit.

    -- Eintrag großer Mengen Schwefeldioxid durch die Verbrennung schwefelhaltiger fossiler Brennstoffe und damit verbundener Schäden an Gebäuden und Holzvorräten in USA und Europa. Das SO2 ist glücklicherweise inzwischen aus der Atmosphäre ausgewaschen, Neueintrag durch Kraftwerke findet zumindest in Westeuropa und USA nicht mehr statt.
    -- nicht vorhandenes Waldmanagement ( auch Abholzung genannt ) an der Himalaya Südabdachung verschärft Hochwassergefahren und Wassermangel durch schnellen Abfluss, gleichzeitig gehen Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren, oder werden mindestens verändert, und das in großregionalem Ausmaß.

    Das sind nur einige Beispiele sein wo nach europäischen Maßstäben nahezu kontinentgroße Flächen in Mitleidenschaft gezogen wurden oder werden weil man meinte „alles wird oder bleibt gut“, oder einfach gar nichts dachte.

    Natürlich sind auch wir Teilnehmer der Natur und beeinflussen diese, wir sind aber auch denkfähig, können zwischenzeitlich auch globale Risiken erkennen und müssen versuchen diese einzuschätzen. Um nichts anderes geht es bei der Klimadebatte im Kern und außerhalb jeglichem Katastrophismus. Diesen Fragen nachzugehen ist in unserer Natur angelegt, was uns so ziemlich als einzige Eigenschaft von Bakterien unterscheidet.
    Grüße
    bks

    PS:
    die „Provokation“ bez. der Nutzung der Kernenergie war natürlich ironisch gemeint, mir ist sehr wohl klar das dieser Blog keine Gegner derselben versammelt. Auch ich bin selbstredend kein Gegner, im Gegenteil fürchte ich hässliche Konsequenzen durch den Ausstieg und eher mehr als weniger Schäden an Umwelt und Menschenleben. Falls es überhaupt zum Ausstieg kommt. In D vielleicht aber kaum international. Das Verheizen von Mais und Waldholz in Großkraftwerken kommt mir bizarr vor. Dass man sich in D für so etwas stark macht, absurd, da war man im 19. Jahrhundert schon klüger unterwegs.

  36. @ bks, #35:

    Sie haben völlig recht mit der Auflistung der Umweltschäden, die der Mensch bereits angerichtet hat. Nur handelt es sich hier um Fragen des Natur- und nicht um Fragen des Klimaschutzes. Naturschutz ist wichtig und richtig, er wird aber leider gerade durch den Klimaschutz ausgehebelt (Flächenverbrauch, Vermaisung, usw.). Das Grundproblem der von Ihnen angesprochenen Vorgänge war ja nicht ein Zuviel an Technologie, sondern ein Zuwenig.

    Kohlendioxid hingegen ist ein farbloses, geruchloses und ungiftiges Gas. Ganz im Gegenteil: Es stellt die „Nahrungsbasis“ für den Aufbau pflanzlicher Biomasse dar. Die Klimakatastrophe ist ja auch nicht etwas, was der Natur schadet. Der Biosphäre ist das Klima ziemlich egal. Eigentlich gilt sogar: Je wärmer, je besser. Auch hat der natürliche Kohlenstoffkreislauf in den vergangenen Erdzeitaltern die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre immer weiter gesenkt. Die berühmt-berüchtigte „vorindustrielle“ Konzentration von etwa 280 ppm war die niedrigste seit vielen Jahrmillionen. Unterhalb von etwa 200 ppm ist das Pflanzenwachstum stark eingeschränkt. So gesehen haben wir als Menschhheit durch die fossilen Energieträger „die Kurve gerade noch so eben mal gekriegt“.

    Wie gesagt: Klimaschutz bedeutet nicht Naturschutz. Die Argumentation der Alarmisten basiert immer auf phantasievoll erdachten Risiken für die menschliche Zivilisation. Das ist zumindest die Stoßrichtung der „Großen Transformation“ und des IPCC. Angenommen werden (s. Diskussion über Extremwetter und Hochwasser) Gefahren für die von Menschen erschaffenen Infrastrukturen. Daher ist das was Sie zu Recht kritisieren nicht mit „Klimaschutz“ vergleichbar.

  37. @ Heller
    Natur- Umwelt und Klimaschutz sind Facetten des gleichen Themenkreises. Die Spezies Mensch hat gelernt Prozesse auf diesem Planeten in globalem Maßstab zu beeinflussen und hat erkannt dass diese Beeinflussung verantwortliches Handeln erfordert. Es ist nicht damit getan die Giftigkeit von CO2 zu beurteilen, diese hängt von der Konzentration ab, sondern die verschiedenen mögliche Folgen erhöhter Konzentration dieses und anderer Gase in der Atmosphäre zu verstehen. Momentan scheint nach Stand des Wissens und der rechnergestützten Simulationen durchaus eine globale Temperaturerhöhung durch CO2 und Methan nahezuliegen. Das ist per se nicht zwingend schlecht und wird in Nordsibirien sicher anders beurteilt als in Nordafrika oder Südspanien, aber es fordert auf darüber nachzudenken und Entscheidungen zu treffen.
    Ein Terraforming Großversuch einfach nach dem Motto wird schon klappen, CO2 ist doch nicht giftig, ist vielleicht nicht der richtige Ansatz bei diesem Thema. Das gilt auch dann wenn einem das Klimagedöns mit den ständigen Schuldzuweisungen und Freiheitseinschränkungen auf den Keks geht. Dieses Gedöns ist tatsächlich ganz anders motiviert, es geht nicht um adäquate Handlungsweisen zur Problemerkennung und Lösung. Es geht sehr profan darum mehr Steuern zu generieren- siehe EEG -- und den politischen Schlachtschäfchen Schuld zu suggerieren die sie dann durch Geldausgeben für untaugliche Mittel ablösen können.
    Insofern sehe ich durchaus den Ansatz der Freiheitseinschränkung, aber was erwarten wir von einem Land welches ein Energiekonzept innerhalb 24 Stunden mithilfe von Geistlichen und Gläubigen entwickelt und den Personen die etwas von der Materie verstehen, Hausverbot erteilt.

    Beruflich bin ich sehr profitabel in das Klimagedöns involviert, ich sollte froh darüber sein denn ich verdiene unter anderem Geld mit thermischer Sanierung und Energiesparhäusern. Die tägliche Absurdität der Umsetzung des EEG, die darin eingebaute Verschwendung von Ressourcen vor allem aber die lächerliche Gläubigkeit der Beteiligten das Gute , Richtige zu tun erzeugt allerdings eine gewisse Übelkeit! Glauben Sie mir, momentan wird ein riesiger Haufen Geld nutzlos im Bauwesen versenkt um auch hier den Ablass von der Klimasünde zu bekommen.
    bks

  38. *grins*

    @ bks:
    Bei uns ist styropor ja so richtig Öko, weil es so toll die Energiehäuser isoliert.

    Wissen Sie, was man in New York darüber denkt?

    NY Mayor Bloomberg will BAN Styrofoam containers because it’s almost impossible to recycle

    Gibt es einen besseren Bweis für die rein ideologische oder besser religiöse Inbrunst und rein emotionale Gläubigkeit, die der wirkliche Öko-Antrieb ist? Es spielt überhaupt keine Rolle WAS man glaubt. Es kommt nur darauf an DASS man glaubt.
    Aldous Huxley dachte noch, in der Zukunft wurden sie Henry Ford als Heiligen verehren (‚Schöne neue Welt‘). In der Person bzw der Sache hat er sich geirrt, aber er hat glasklar erkannt, wie Gläubigkeit in der industriellen Massengesellschaft zelebriert wird.

  39. Tja, nun hat man mich „drüben“ provoziert und da werde ich halt schwach:

    Eine Ökodiktatur ist ein Staatswesen, in dem man „Klimaschutz“ nicht mehr abwählen kann. Exakt dieses Staatswesen soll mit der „Großen Transformation“ etabliert werden. Stehr und Moldaschl haben also richtig beobachtet. Einige alarmistische Klimaforscher wollen eine Ökodiktatur errichten.

    Aber nicht, weil sie so böse sind. Sondern, weil sie keinen anderen Weg erkennen. Und damit liegen sie auch richtig. Die für einen im Sinne der Alarmisten ausreichenden Klimaschutz erforderliche Dekarbonisierung wäre ein zu tiefer Eingriff in die Lebenswelt und Lebensgestaltung der Menschen.
    Das liegt nicht daran, daß die Menschen zu gierig wären. Sondern an den besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften von Kohlenstoff, die kein anderes Element aufweist. Kohlenstoff ist daher als Reaktionspartner und/oder Bestandteil und/oder Lieferant der erforderlichen Prozeßwärme für die Herstellung von bspw. Stahl, Keramik, Glas, Zement, Ammoniak, Kunststoffen u.v.a. prinzipbedingt nicht ersetzbar. Wie sähe unsere Lebenswelt ohne diese Stoffe aus? Wann immer man aber Kohlenstoff nutzt, entsteht unvermeidbar CO2. Weil CO2 eine der niedrigsten, wenn nicht die niedrigste, Standardbildungsenthalpie aller Kohlenstoffverbindungen aufweist.

    Ein Klimaschutz, wie man ihn implementieren müßte, um bspw. das 2-Grad-Ziel sicher zu erreichen, würde einen umfangreichen Verzicht auf diese Stoffe, einen umfangreichen Verzicht auf die mit ihrer Herstellung, Verteilung und Nutzung verbundene Wertschöpfung bedeuten. Und natürlich dann auch den Verzicht auf die damit verbundenen Renten und Zinsgewinne. Es ist keine Demokratie vorstellbar, deren Bürger sich mehrheitlich dauerhaft für einen solchen Weg entscheiden und auch mehrheitlich eine Minderheit auf diesen Pfad zwingen würden. M.a.W.: Solange man Klimaschutz abwählen kann, wird es auch irgendwann geschehen. Da man Klimaschutz aber nicht abwählen können darf, um die Erde zu retten („conditio sine qua non“ für das Überleben der Zivilisation laut Schellnhuber, Rahmstorf et. al.), müssen die von der andernfalls unvermeidlichen Klimakatastrophe überzeugten Forscher gegen die Demokratie arbeiten bzw. argumentieren.

    Das ist -- in aller Kürze -- das Argument in meinem oben verlinkten Text. Interessant, was andere Nutzer hier da so gelesen zu haben glauben.

    Das Gegenteil von Klimaschutz im Sinne der genannten Alarmisten ist genau nicht, soviel CO2 wie nur möglich zu produzieren (oder gar dies zu erzwingen zu versuchen). Sondern dem schlicht gleichgültig gegenüberzustehen. Von mir aus können die Klimaschützer gerne in Häuser aus Holz mit Strohdächern umziehen, Holzkohle verbrennen und sich in Felle kleiden. Demokratie ist, wenn sie mich nicht zu Gleichem zwingen können. Da die meisten Menschen Häuser aus Stein (Zement) mit Dachziegeln (Keramik), ordentlichen Koch- und Heizmöglichkeiten (Stahl) und gewebte Kleidung (Kunststoffe) bevorzugen werden, stehen die Klimaschützer im demokratischen Wettbewerb langfristig immer auf der Verliererseite.

    Das ist nicht libertäres Denken, sondern rationales.

    (Kommentar #63 im Klimazwiebel-Thread zur Ökodiktatur)

  40. Peter,

    finde ich gut, dass Du da wieder mitmachst.

  41. @Dr. Heller
    Au Backe, nun ham se auch wieder den unsäglichen Hader an der Backe.

    Herr Krauss findet also, dat dat Wort „Ökodiktatur“ zu polemisch ist, weil dat von uns Skeptikern verwendet wird, soweit, so schlecht. Auf der anderen Seite darf uns jeder Ökobesudelte als Leugner bezeichnen…….also wörtlich diskriminieren, weil wir eine anderer Meinung zum Klimahype haben.

    Ok, ich schlage ein Kompromiss vor, wir nennen dat ab jetzt……..“Meinungsdiktatur“.
    Was nützt mir eine Demokratie, wenn alle etablierten Parteien den selben Irrweg begehen, denn damit habe ich keine Möglichkeit per Wahl eine Alternative zu wählen.
    Was nützt es eine neue Partei zu gründen, wenn diese von den gründominierten Medien sofort in Sack und Asche geschrieben wird, einfach rechtspopulistisch, rechtskonservativ oder neoliberal davor schreiben und schon bleibt diese Partei unter 1%.
    Was nützt mir eine Demokratie, wenn fachfremde Ethikräte eine Energiewende beschließen, ohne überhaupt die geringste Ahnung zu haben, was sie damit für Schaden anrichten.
    Was nützt mir die strenge Trennung von Staat und Kirche, wenn Kirchenvertreter das Schiksal einer Nation per Ethikrat entscheiden.
    Was nützt es mir eine Partei zu wählen, die positiv zur Kernkraft steht und diese, trotzt meines Wählerwillens, wegen einer Panne in Japan anschließend ihre Wahlversprechen bricht?
    Was nützt mir eine Demokratie, wenn dessen Parlamentarier fundamentale Gesetze durchwinken, obwohl se die nicht einmal gelesen haben?
    Eigentlich könnte ick ewig so weiter machen…….am Ende gewinnt ja eh nur wieder die Lobby, die am lautesten schreit und von nichtgewählten NGO´s unterstützt wird.
    MfG
    Heinz Eng

  42. Herr Heller,

    Eine Ökodiktatur ist ein Staatswesen, in dem man “Klimaschutz” nicht mehr abwählen kann. Exakt dieses Staatswesen soll mit der “Großen Transformation” etabliert werden. Stehr und Moldaschl haben also richtig beobachtet. Einige alarmistische Klimaforscher wollen eine Ökodiktatur errichten.

    Man kann Klimaschutz nicht nur nicht abwählen, sondern es ist auch der Diskurs nicht erlaubt.

    Für Helmut Metzner hatte es die Konsequenz, dass er nach seiner Mitwirkung an der Leipzig Declaration 1995 sofort alle Mittel für sein Institut gestrichen bekam.

    The 1995 Declaration
    The 1995 declaration asserts: „There does not exist today a general scientific consensus about the importance of greenhouse warming from rising levels of carbon dioxide. On the contrary, most scientists now accept the fact that actual observations from earth satellites show no climate warming whatsoever.“ The latter statement was broadly accurate at the time, but with additional data and correction of errors, all analyses of satellite temperature measurements now show statistically significant warming.

    The declaration also criticised the United Nations Framework Convention on Climate Change, saying: „Energy is essential for all economic growth, and fossil fuels provide today’s principal global energy source. In a world in which poverty is the greatest social pollutant, any restriction on energy use that inhibits economic growth should be viewed with caution. For this reason, we consider ‚carbon taxes‘ and other drastic control policies … to be ill-advised, premature, wrought with economic danger, and likely to be counterproductive.“

    Der Ökostaatsapparat war also 1995 schon so stark, dass er diesen Diskurs verhinderte und ignorierte.

  43. @ 40, 41:

    Nun ja, ich habe eigentlich echt keine Zeit für den Quatsch. Aber mal schauen, ob es mir gelingt, den Hader einmal mehr dazu zu bringen, daß er beleidigend und ausfallend wird. Und mal schauen, wie dann ein Herr Krauß darauf reagiert…

  44. @Dr. Heller

    Ick hätte da ein Argument, dat alle Beteiligten aufrühren könnte…….

    Die Lawine rollt weiter: Norwegische Forschungsbehörde geht von einer stark reduzierten Klimawirkung des CO2 aus

    Der Erwärmungswert von 1,9°C für eine Verdopplung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist ein Durchschnittswert. Bei einer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung, bei der Messdaten bis 2010 einbezogen werden, konnten die Forscher ermitteln, dass die Klimasensitivität mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 1,2°C and 2,9°C liegen muss. Der Maximalwert von 2,9°C dieser Bandbreite liegt signifikant niedriger als in vorherigen Berechnungen. Unter Berücksichtigung der Messwerte von 2000 bis 2010 kann man daher heute davon ausgehen, dass die schlimmsten Erwärmungsszenarien, die in der Vergangenheit aufgestellt wurden, als unrealistisch einzustufen sind.

    Tja, nich irgendsoein Pseudoskeptiker-Gefasel……sondern ein anerkanntes Institut, wat hier eine Korrektur des „unrealistischen“ Katastrophengeschreis von PIK und Co. darstellt.
    Hmm, ob Krauss dat schmecken wird?
    Naja….der Hader ist insofern völlig unwichtig, weil sein Gelaber eh nicht weiter von den Kapazitäten dort ernst genommen wird, er ist halt sehr Sendungsbewusst….dat kennen wir ja aus eigener schmerzlicher Erfahrung.

    MfG
    Heinz Eng

  45. Es gibt Tage, da überfordern mich gewisse dialektische Bocksprünge in der Philosophie völlig……ich glaub, hier muss mir mal jemand weiter helfen.

    Uff der Zwiebel zum obigen Thema hat sich so eben H.v.Storch folgend geäussert:

    Wenn man die Definition „Eine Ökodiktatur ist ein Staatswesen, in dem man „Klimaschutz“ nicht mehr abwählen kann.“ zum Ausgangspunkt nimmt, dann haben wir eine „Menschrechtsdiktatur“ -- richtig?

    Meinen Verständnis nach, ähnelt die „Öko-Diktatur“ der totalitären Diktatur…..

    Die meisten Diktaturen fordern die Unterordnung des Einzelnen unter die Gemeinschaft bzw. den Staat. Dies wird mit einem angeblich „höheren Ziel“ begründet….

    Diktaturen stellen sich selbst meist als schnelle Lösung aller zwischenmenschlichen, wirtschaftlichen und staatlichen Probleme dar, die alle anderen konkurrierenden Systeme geschaffen hätten. Gemein haben alle Diktaturen, dass sie sich negativ, d. h. über ihr (selbstgeschaffenes) Feindbild definieren, das es zu bekämpfen gilt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Diktatur

    Das Feindbild ist da (AGW)….das höhere Ziel ist auch da um die Unterordnung des Einzelnen zu ermöglichen…….und im zunehmenden Masse ist eine Einschränkung der Menschenrechte zu verzeichnen, von was zum Teufel spricht also H.v.Storch da eigentlich?

    Mein Verstand ist gerade dabei……abzurauchen.
    Onkel Heinz…..anscheinend zu doof

  46. ‚Menschrechtsdiktatur‘?
    Was für eine blödsinnige Demagogie ist denn das!
    Eben WEIL die Menschenrechte das unveräusserliche und primäre Recht sind, definiert sich ‚Diktatur‘ dadurch, dass die Menschenrechte missachtet werden.

    Herr Storch sollte wohl besser zurück auf die Schulbank, Sozialkunde für Anfänger pauken.

  47. zu der Äußerung eines H.v.ST

    Wie hoch muss der Grad an Borniertheit wohl sein, wenn man nicht mehr in der Lage ist, den Unterschied zwischen einer Schimäre und Menschenrechten zu erkennen.

  48. Hallo zusammen!

    Ich bin von der PI-news Seite über einen Link zum EEG auf euch gestoßen.

    Mir gefällt an dieser Seite, daß Themen etwas tiefgründiger, als allgemein in Blogs üblich, abgehandelt werden. Weiterhin finde ich gut, daß der Autor des jeweiligen Artikels auf Einwände meist umgehend reagiert.

    Ich bin aber etwas irritiert, wenn abweichende Meinungen mit persönlichen Angriffen beantwortet werden.

    Vielleicht ist derjenige nicht so gut informiert, hat einen Denkfehler begangen oder schlichtweg eine andere Sicht der Dinge.
    Ihn deswegen als Waldorf-, Sonder- oder Grundschüler zu bezeichnen, ist unter gebildeten Leuten eher unüblich.

    Man kann auch nicht immer vorher alle 100 Kommentare zum Thema lesen, wenn man eine Frage hat oder einfach nur ein Statement abgeben will.

    Zum Thema:
    Die deutschen Medien pendeln immer zwischen Größenwahn („Wir sind Vorreiter beim Klimaschutz.“) und Selbstkasteiung („Wir sind schuld an allem.“).
    Verglichen mit dem, was China an CO2 emittiert, ist Deutschland gar nicht existent.

    Der Kanzlerin und den Energiekonzernen ist die CO2-Lüge völlig egal.
    Die Energiekonzerne verdienen mit Ökostrom oder ohne.
    Die Kanzlerin sagt einfach: „ich habe keine Meinung zu gar nichts.“
    Sie will einfach nur die Meinungsfelder vorher besetzen, die bei Rot-Grün aktuell sind.

  49. @fornax
    Wer hier ehrlichen Herzens seine dummen Fragen stellt oder fundierte Gegenargumente präsentiert……wird allermeist nett und freundlich empfangen.
    Wer hier aber auftaucht und uns erstmal pauschal als Verrückte (Fracking) oder Bekloppte (Gentec) oder als Lobbyisten irgendwelcher Pfui-Industrien (Kernkraft) beschimpft ……muss schon mal damit rechen, einen verbalen Tritt in den virtuellen Hintern zu bekommen oder ingnoriert zu werden.
    Ok, dat wiederum ist meine höchstpersönliche eigene Meinung, andere Kommentatoren können dat auch ganz anders sehen und am Ende stehen sowieso die Admins, die dann sagen, wat Fakt und Phase ist.

    Trotz allem, herzlich Willkommen.
    Heinz Eng

  50. @ fornax:

    Ihn deswegen als Waldorf-, Sonder- oder Grundschüler zu bezeichnen, ist unter gebildeten Leuten eher unüblich.

    Habe ich da was überlesen? Worauf beziehen Sie sich?

    Ansonsten weiß ich genau, was Sie meinen. Auch mir ist der Ton hier manchmal immer noch zu rüde. Glauben Sie mir, es hat sich gebessert. Sehr gebessert. Letztendlich sind das hier alles erwachsene Menschen und die müssen selbst wissen, was sie schreiben. Wer hier angegangen wird, darf auch gerne zurückschießen. Wenn es dann wirklich eskaliert, greifen wir admins ein.

  51. #49 Heinz Eng, #50 Peter Heller

    Vielen Dank für die freundliche Begrüßung.

    Auch wenn ich Gefahr laufe, gleich zu Anfang mit „Onkel Heinz“ in Kollision zu geraten, sei’s drum:

    Ich beziehe mich z.B. auf den (wenn auch sehr ausufernden) Kommentarteil unter

    http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/die-energiewende-scheitert-an-der-physik/009246/

    #272 Heinz Eng

    H2…………geh nochmal auf die richtige Schule, Waldorfer Namenstänzer können hier nur verlieren.

  52. @Fornax

    Nun ja……Tritium hat ihm doch seinen Fehler aufgezeigt, ein Fehler übrigens, mit den hier reihenweise Ökos aufschlagen und sich die Energiewende schön rechnen.
    Irgendwann hängt einem die ständige Wiederholung des immer wieder selben Fehlers, einfach nur noch zum Hals raus.
    Ansonsten…..ick bin der Typ mit den „rüden Ton“……nach 7 Jahren Kampf gegen den Öko-Wahn wird man halt so, zumal man sich in diesen Jahren Sachen anhören musste von der Gegenseite, die ick hier nich mal meinen schlimmsten Gegner um die Ohren hauen würde.
    Aber wie Dr. Heller schon sagte…..Du kannst Dich ruhig wehren, wenn ick mal zu frech werde, inzwischen ist mein Fell fast so dick, wie das von meinen geliebten Hund. :-)
    MfG
    H.E.

  53. Hallo Heinz!

    Ick bin selba Berlina, aber weil Du hier mit det berlinan anjefangen hast, übalaß ick dia mal det Feld, sonst wärste ja keen Orjinal mea.

    Die grüne Bewegung geht mir schon seit über 30 Jahren auf die Nerven.
    Das war damals ein Sammelsurium von Weltverbesserern, 68’ern, Maoisten und Anarchisten, die plötzlich die bunte Rutschbahn ins Glück parat hatten.

    Heute ist daraus ein Haufen von Opportunisten, Karrieristen und saturierten Beamten/Lehrern geworden. Die Ziele sind Meinungshoheit, Gesinnungsterror und Machtergreifung.

    Der Trick ist immer derselbe. Es wird ein beliebiges Horrorszenario aufgebaut (Super-GAU, Waldsterben, Ozonloch, CO2). Die Gefahren und Dimensionen werden mit Hilfe halbgebildeter oder gekaufter „Experten“ maßlos übertrieben.
    Anschließend wird die grüne Rundum-Lösung präsentiert.
    Das Schlimme dabei ist: die meisten glauben das und plappern es nach.

    Wenn ich mit den Leuten darüber diskutiere, stoße ich auf Desinteresse oder grüne Gehirnwäsche.
    Beispiel: „Der Super-GAU in Fukushima hat 20.000 Tote gefordert.“
    Präsentiert man die Fakten, werden diese bestritten oder das Thema gewechselt.

    Gleichgesinnte findet man nur sehr selten, denn sich zu informieren oder Dinge zu hinterfragen ist mühsam und wer will das schon.

  54. @Fornax
    Ick bin Ick……und ick weeß ooch, dat mir mein schlechter Ruf oft voraus eilt.
    Jeder hier ist ein Original, jeder der sich mittels Selberdenken eine eigene Meinung bildet und sich nicht durch die politische Korrektheit verbiegen lässt………im übrigen lege ich auf meine Originalität auch kein besonderen Wert…..ick bin nun mal so.
    Ich provoziere gerne, ich erfinde gerne Wortungetüme…….ick übertreibe auch mal mächtig um lethargische Menschen aus ihren „Schlaf der Gerechten“ raus zu holen…jeder kämpft auf seine Art, am Ende zählt nur das Ergebnis.

    Ähmm, mal unter uns Buletten…….Du bist inzwischen schon der Dritte, der seinen Einstieg hier damit begann, Onkel Heinz direkt oder durch die Blume anzupupsen…….bin ick hier etwa sowas wie ne Einstiegsdroge?
    Ick gloobe, ick muss mal meine Taktik ändern und ne Woche garnich auf neue Kommentatoren reagieren….langsam wirds mir nämlich unheimlich, *grins*

    Die Desinteresse in großen Teile der Bevölkerung…..kenn ick durch eigene Ansicht, nur das hier in der Ossi-Provinz die Leute noch nicht völlig grün kontaminiert sind und man mit seinen Argumenten gelegentlich durchkommt, zumindest bei denen, die die DDR-Diktatur noch am eigenen Leib erlebt haben.
    Großstädter ticken da anders……Arm aber Sexy…..Doof aber Geil…..die leben in einer anderen Welt, Natur kennt man nur aus dem Internet und wat der Sozialarbeiter erzählt, muss ja stimmen.
    Die meisten Menschen haben aber ganz andere Probleme…..nämlich irgendwie mit dem bisserl Geld über die Runden zu kommen.
    Tja, und da kommt dann der Strompreishammer, wo manche anfangen zu überlegen, warum wir Deutschen fast den weltweit höchsten Strompreis haben. Jahrelange Propaganda, dat die Energiewende für´n Appel und Ei zu haben ist, zieht langsam nicht mehr, die Leute wachen auf und nicht alles kann man den bösen „Energieversorgern“ in die Schuhe schieben, dat zieht nämlich auch net mehr, bei über 100 Stromhändlern + die Ökostromfuzzis.

    Die Regierung hat Angst, das der Bürger anfängt zu hinterfragen…..deswegen auch der Krampf, der sich da „Strompreisbremse“ nennt. Na mal gucken wie es weiter geht, es kann ja nur noch Schlimmer werden, bei der einheitsbreiigen Parteienlandschaft in unseren Land.
    MfG
    H.E.

  55. @Heinz Eng

    Ich bin über die Seite pi-news.net zu euch gelangt. Pi attackiert die verlogene Ideologie der Grünen, ihr den pseudowissenschaftlich/technischen Stuß, den die verzapfen.

    Deine Kommentare fallen schon etwas aus dem Rahmen, aber Humor und Sarkasmus gehören dazu.
    Bertolt Brecht sagte einmal: „Es ist schlimm, in einem Land zu leben, in dem es keinen Humor mehr gibt. Es ist noch schlimmer, in einem Land zu leben, in dem man Humor braucht.“

    Und Humor werden wir noch reichlich brauchen, wenn uns die „Energiewende“ überrollt.
    Es ist wie im Zauberlehrling von Goethe, nur gibt es keinen Meister, der uns da rausholt.

    Einer der gefährlichsten Irren ist dabei Trittin. Der sagt doch tatsächlich, die jetzt schon ausufernden Kosten habe gefälligst der Verursacher (Stromkunde) zu bezahlen.
    Bevor die Grünen in den Medien tonangebend waren, wäre doch kein Mensch auf die Idee gekommen, in großflächigem Maßstab die Dächer mit Solarzellen zu bepflastern und ganze Landstriche mit Vogelschreddern zu verschandeln.
    Also sind doch die Grünen die Verursacher.

    Ich habe aber wenig Hoffnung, daß wir da rauskommen. Es wird so sein, wie von @Peter Heller beschrieben: die Strompreise explodieren, die Industrie wandert ab und Strom wird rationiert.
    Der Nachkriegswinter 1945/46 läßt grüßen.

  56. @Fornax
    Humor……der ist bei mir angeboren, anders konnte man ja damals, mittenmang von Planerfüllung und Parteiversammlung auch kaum überleben, ohne den Verstand zu verlieren, der Sarkasmus aber…….kam dazu, als ich anfing die Grünlinge zu hinterfragen.
    Damals war es leicht, wo der „Feind“ stand wussten wir, hielten wir uns halbwegs an die Regeln, ließen se uns auch in Ruhe……zumal man ja die Möglichkeit hatte per Westfernsehen auch ne andere Sichtweise der Welt zu sehen.
    Heute aber, möchten Menschen die vor lauter Moral kaum noch aus den Augen gucken können, alles in ihr Korsett quetschen, Ausnahmen sind Verboten, Freiheit verpönt, liberal fast schlimmer als massenmord…….wir ham nicht dat rote Gesindel zum Teufel gejagt um jetzt vom grünen Gesindel in die Öko-Zwangsjacke gesteckt zu werden.

    Ne mein Freund, so ham wa nich gewettet……..nich mit mir und meiner Familie.
    Deswegen ist es eine Passion von uns allen, die hier mehr oder minder aktiv dabei sind, die verlogene Maske dieser Grünlinge runter zu zerren, jeder auf seine Art und für jeden was dabei, Hauptsache es wirkt.
    Dat es Leute gibt die das hassen wie die Pest, hat man ja gesehen als EIKE angegriffen wurde und fast einen Tag Offline war, wir sind vielen Öko-Kriegsgewinnern ein Dorn im Auge.
    Seien es die selbstüberhöhenden grünen Moralaposteln, seien es die Menschen, die mit der Energiewende viel Geld verdienen ……alle würden Freudensprünge machen, wenn es unsere Seite, wie auch EIKE nicht mehr geben würde.
    Sie denken, dat se die öffentliche Meinung im Griff haben mit ihren U-Booten in den Medien…….das Internet aber können se nicht so unter ihre Knute quetschen, ergo strömen se aus um zu provozieren und hoffen, bei unbedachten Äusserungen die Site per Rechtsverdreher in die Tonne zu kloppen.
    Es herrscht Krieg….Meinungskrieg……..dat sollten wir uns immer vor Augen halten.
    Ach übrigens, wir halten viel von unserer Umwelt und versuchen sie zu schützen wo es geht…….deswegen bekämpfen wir die völlig bescheuerte Energiewende, denn die macht mehr kaputt als es je ein Chemiewerk schaffen könnte.

    Uff……ick bin in Schreibrage………auf die Finger klopf………die Familie will auch noch wat von mir, also bis die Tage.

    MfG
    Onkel Heinz………Humor is, wenn man trotzdem lacht

  57. @ Fornax:
    Ja, der Ton kann schon mal hart werden.
    Aber wie sagtest du weiter oben: „Unter gebildeten Leuten“…

    Leider landen hier aber auch ganz andere Leute; Sektierer, Missionare, Agitprop-Aktivisten, Dampfschwafler.
    Das endet dann genau so, wie es endet, wenn man leichtsinnig genug ist, sich mit Zeugen Jehovas auf eine Bibel-Diskussion einzulassen und dabei auf deren Vernunft zu hoffen: Genau so gut könnte man mit einer Betonwand diskutieren.
    Und dann platzt eben auch mal der Kragen.

  58. @Tritium

    Ich gebe zu (Asche auf mein Haupt), daß ich mit dem Aufkommen der Photovoltaik in den 70’er Jahren die Idee als solche ganz gut fand, meinetwegen für die Raumfahrt oder den Schrebergarten.
    Spätestens, als ich von Einspeisung in das Stromnetz hörte, kamen mir arge Bedenken.

    Wenn man sich die Präsentation von Prof. Lüdecke
    http://www.eike-klima-energie.eu/fileadmin/user_upload/Bilder_Dateien/5._IKEK_Muenchen/Lüdecke%20Energiewende_München%20Dez_2012.pdf
    ansieht, müßte eigentlich alles sonnenklar sein. Zumal das auch schon mit einfachem physikalisch/technischen Wissen mühelos zu begreifen ist.

    Wie indoktriniert und borniert muß man eigentlich sein, um das nicht sehen zu können oder zu wollen?
    Statt dessen wird Prof. Lüdecke als Spinner, Ketzer und Sektierer diffamiert.

    Früher dachte ich mal, Naturwissenschaften seien wertfrei und hätten eine eigene, innere Überzeugungskraft. Weit gefehlt.

  59. @ Fornax, # 58:

    Oh, ich bin sogar überzeugt davon, dass Photovoltaik eine nicht geringe Rolle bei der Stromerzeugung spielen könnte:

    Wir stehen am Advent der organischen Halbleiter, die nicht auf hochreinem Silizium basieren, sondern auf Kohlenwasserstoffen, prinzipiell sind das so was ähnliches wie Farbstoffe. Deren Herstellung ist billig und braucht wenig Energie, vor allem aber lassen sich damit Halbleiter DRUCKEN, auf Offset-Maschinen oder sogar zuhaus, mit dem Tintenstrahler.
    Mit organischen Halbleitern lassen sich leuchtende Tapeten, Rücklichter an Autos, die man einfach auf die Karosserie klebt, zusammenrollbare Bildschirme und PV-Zellen von der Rolle herstellen.
    Wenn es dann solche PV-Rollen im Baumarkt für ein paar Euro gibt, die man einfach an eine Wand oder aufs Dach tackert, kann ich mir durchaus vorstellen, dass das einen festen (Nischen-) Platz im gesamten Energieerzeugungsspektrum findet. Ich denke da zum Beispiel an Gewächshäuser, deren Folienabdeckung auch gleich noch Strom liefert.

    Diese absehbare und sehr realistische Zukunftserwartung verdeutlicht aber auch den Wahnsinn der derzeitigen PV-Subventionierung: Wir haben Milliarden dafür verbrannt, die Silizium-Technik zu ‚fördern‘ die absehbar in wenigen Jahren völlig veraltet sein wird!
    Das ist ein Schhildbürgerstreich, so ähnlich, als würde man die Pferdezucht subventionieren um den Nahverkehr zu verbessern.
    Hätte man nur einen Bruchteil des EEG-Gelds in die Forschungsförderung der organischen Halbleiter gesteckt, dann wäre das für Deutschlands Zukunft als Chemiestandort in einem der großen Boom-Märkte des 21. Jahrhunderts eine echte Zukunftssicherung gewesen, statt uns zum Gespött der ganzen Welt zu machen.

    Aber was kann man schon von Theaterwissenschafts-Studienabbrechern verlangen, wenn man ihnen die Lufthoheit überlässt…

  60. @fornax

    Die Energiekonzerne verdienen mit Ökostrom oder ohne.

    die realität sieht leider etwas anders aus.

    die großen 4 sind, mit blick auf die derzeitigen gewinne einfach nur überschuldet und bauen personal in größenordnung ab.
    dies ist u.a. in der fehlenden planungssicherheit begründet.
    und auch wenn vattenfall und co. international führen sind, was z.b. den windkraftausbau angeht, sind dies mit blick auf die tatsächlichen erzeugungskapazitäten, sowie die weggefallenenden und wegfallenden kkw-erzeugungskapazitäten peanuts.

    von den stadtwerken und deren geplatzten wünschträumen in der ’neuen energiewunderwelt‘ will ich garni erst anfangen zu reden.

Schreibe einen Kommentar