Klimawandel? Wir schaffen das!

14. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

ego150Kohlendioxid ist das Grundnahrungsmittel aller Pflanzen. Seine Anreicherung in der Erdatmosphäre regt die Photosynthese an und gestattet der Flora eine effizientere Nutzung des Wassers. Überwachte Freilandversuche zeigen bei vielen Nutzpflanzen eine Zunahme der Biomasse-Produktion um 20-25% bei einer gegenüber dem vorindustriellen Wert verdoppelten Kohlendioxid-Konzentration. Das habe ich mir nicht ausgedacht. Das steht im aktuellen IPCC-Bericht (WG1 2013, Seite 502). In Treibhäusern nutzt man diesen Effekt schon lange. Durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas steht diese kostenlose Zusatzdüngung jetzt auch im Freien zur Verfügung und steigert die Erträge dann, wenn der Mensch die Versorgung mit Wasser, Licht und sonstigen Nährstoffen sicherstellt. Außerdem profitiert die Landwirtschaft von der Verlängerung der Wachstumsperioden in den mittleren und hohen Breiten. Schon die aktuell noch mäßige Erwärmung hat zu einem früheren Frühlingsbeginn und späteren Wintereinbrüchen geführt (IPCC WG2 2014, Seite 291f).

Der „Klimakiller“ hilft direkt und indirekt im Kampf gegen den Hunger. Da freut man sich doch über die bisher ernüchternden Ergebnisse der internationalen Klimadiplomatie.

Klimadiplomatie

Der erste große Bericht des IPCC erschien im Jahr 1990 und seither ist der Ausstoß an Kohlendioxid schneller gestiegen, als in den 25 Jahren davor. Auch die jährlichen UN-Klimakonferenzen, deren 21. Auflage gerade in Paris dem Ende entgegengeht, haben daran nichts geändert. Mit der etablierten Strategie, die auf eine Vermeidung von Emissionen fokussiert, konnten keine Erfolge erzielt werden. Es wird Zeit, den Ansatz zu überdenken.

Der Fiktion von der bevorstehenden Klimakatastrophe liegen zwei nur selten thematisierte Axiome zugrunde. Da wäre der Glaube, die aktuellen klimatischen Zustände auf diesem Planeten seien die bestmöglichen. Weil die Menschheit sich über Jahrtausende hinweg an diese angepasst hätte. Eine fast schon beleidigende Geringschätzung steckt zudem in der Angst, daher würden uns allzu rasche Veränderungen überfordern.

Die Schreckensszenarien sind mittlerweile nach dem folgenden Muster standardisiert: In manchen Regionen könnte in Zukunft weniger Regen fallen. Wenn die dort lebenden Menschen nicht gleich verdursten, verhungern sie wegen einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erträge. In anderen Gegenden nimmt der Niederschlag zu. Woraufhin alle ertrinken. Dann gibt es wieder Landschaften, in denen sich im Mittel gar nichts ändert. Nur die Verteilung der Niederschläge verschiebt sich hin zu längeren Trockenzeiten, gefolgt von kurzen Phasen sehr starker Regenfälle. Weswegen man sowohl verdurstet, als auch ertrinkt. Wenn einen nicht vorher der steigende Meeresspiegel hinwegspült.

Als ob eine betroffene Gemeinschaft diesem Wandel tatenlos zusieht, ohne ihre Anlagen zur Wasserversorgung, die Brunnen, Leitungen, Aufbereitungssysteme und Speicher entsprechend zu adaptieren. Küstenschutz durch Deiche mit intelligent geregelten Fluttoren und eine aktive Landgewinnung sind für Klimaalarmisten scheinbar ebenfalls Fremdwörter.

Physiologisch betrachtet sind wir Kinder der Tropen. Der Homo Sapiens ist nicht aus Afrika aufgebrochen, weil er es musste. Sondern weil er es wollte und konnte. Nicht sein biologisches Erbe, sondern seine technischen Fertigkeiten haben ihn dazu befähigt. Ohne Kleidung und Feuer wäre es ihm in Eurasien und Nordamerika schlecht ergangen. Heute findet man die Zivilisation in Helsinki bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von etwa fünf Grad Celsius ebenso wie in Singapur bei 28 Grad. Wer natürlich in Finnland unbedingt Bananen anbauen möchte, hätte mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ob in Singapur Weizen gedeihen würde, darf man ebenfalls bezweifeln. Anpassung bedeutet eben nicht nur, sich gegen destruktive Einflüsse der Natur zu schützen. Sie beinhaltet auch, von den spezifischen Eigenschaften seiner Umgebung zu profitieren. Der Mensch hat sich dem Klima nicht unterworfen, er hat es sich zunutze gemacht. Deswegen verließ der Homo Sapiens Afrika und kehrte nicht gleich wieder um. Spätestens seit der neolithischen Revolution gestalten wir unsere Lebensgrundlagen selbst. Noch nie waren wir besser darin als heute. In dem Maße, in dem unsere Innovationstätigkeit fortschreitet, werden die Chancen eines Klimawandels seine potentiellen Risiken übersteigen.

Natürlich erfordert die Anpassung in allen ihren Facetten eine völlig andere politische Strategie als die Vermeidung. Diese beiden Konzepte sind nicht etwa Zwillinge und gemeinsam zu denken, wie häufig kolportiert, sie widersprechen einander völlig. Wo Vermeidung ein global einheitliches Regime benötigt, besteht Anpassung aus einer breiten Vielfalt lokal organisierter Lösungen. Wo Vermeidung Handlungsoptionen ausschließt, basiert eine erfolgreiche Anpassung auf der Nutzung aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft vernichtet durch den Verzicht auf fossile Ressourcen nicht nur existierende Werte, sie schließt auch die mit diesen verbundene Wertschöpfung für die Zukunft aus. Anpassung hingegen bedarf nicht nur der mit Kohle, Öl und Gas verbundenen Gewinne, sondern auch der nur mit diesen machbaren Anwendungen. Die Geschwister der Vermeidung heißen Zwang und Einschränkung. In der Familie der Anpassung hingegen findet man Freiheit und Überfluss.

Der Klimawandel könnte für viele Regionen günstig sein und in anderen, die heute noch als „Verlierer“ angesehen werden, Raum für neue Lösungen schaffen. Geht das Eis im Nordpolarmeer weiter zurück, werden neue Routen für die Schiffahrt frei und Zugänge zu bislang kaum erreichbaren Ressourcen geöffnet. Auch das Nahrungsangebot für die Eisbären könnte steigen. Die Landwirtschaft profitiert nicht nur von der eingangs erwähnten Kohlendioxid-Düngung, sie könnte sich auch neue Räume erschließen. Die Zahl der Kältetoten mag stärker sinken, als die der Hitzetoten steigt. Und wenn die „Klimakatastrophe“ sich weiterhin standhaft ihrem Eintreten verweigert?

Anpassung im Sinne einer Erhöhung der Resilienz und gleichzeitig der optimierten Nutzung der Gegebenheiten hat in jeder denkbaren Zukunft einen positiven Effekt. Man stelle sich nur mal vor, die mit großem Aufwand und erheblichen ökonomischen Verlusten verbundene Vermeidung würde sich im Nachhinein als völlig sinnlos erweisen. Oder aber gar als kontraproduktiv, weil der Klimawandel eben doch mehr Vor- als Nachteile mit sich bringt.

Vor diesem Hintergrund sollte man eine Verschärfung der Anstrengungen der gegenwärtigen Klimapolitik sogar begrüßen. Denn je ehrgeiziger die Vermeidungsziele, desto früher werden sie gerissen. Erst das nicht mehr zu leugnende Scheitern der aktuellen Strategie öffnet endgültig den Weg für einen neuen Ansatz.

Dann endet das Gerede von Obergrenzen (für Kohlendioxid) und von der Schließung der Grenzen (zur Atmosphäre). Die Realitäten können nicht mehr ignoriert werden, nicht die Globalisierung (der Emissionen) und auch nicht der Wunsch der Menschen überall auf der Welt nach einem besseren Leben (durch Kohle, Öl und Gas). Angesichts dessen, liebe Frau Bundeskanzlerin, wäre Kleinmut verfehlt. Beim Klimawandel dürfen wir uns sicher sein: Wir schaffen das!

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53 Kommentare
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  1. Ich weiß, folgendes hat immer einen konspirativen touch liegt m.E. jedoch nicht weit von der Wahrheit entfernt.
    Die verantwortlichen von UNO bis IPCC wissen wohl sehr genau, dass das alles positive effekte hat. darum geht es m.E. aber nicht.
    Klimawandel ist ein Instrument das man direkt mit dem Lebenswandel einer industrialisierten Gesellschaft verknüpfen kann. Industrialisierung bedeutet vor allem eines: individuelle Freiheit von Feudalismus und damit ein friedliches zusammenleben aller Menschen in naher Zukunft durch eine Hochindustrialisierte und automatisierte Gesellschaft.
    Es liegt jedoch nicht im Interesse einer „herrschenden Klasse“, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt und sie früher oder später im egalitären millieu der gesellschaft an bedeutung verlieren.
    Darum wird eben an allen Fronten gezündelt um den aufstrebendem Trend der Bevölkerung nach einem freien Leben in Wohlstand den Rasenmäher anzusetzen. Das Ziel durch wirtschaftliche Zersetzung zurück in den vorindustriellen Zustand zu versetzen indem Armut und Krieg der Alltag spielt, wie in 80% der Welt in der man solche Privilegien wie hierzulande mit freiem Zugang zu energieresourcen und Informationstechnologie nur bedingt genießt.
    Es ist nicht patriotisch zu sagen, dass speziell Deutschland bei dieser Frage eine Schlüsselrolle spielt -- und hier somit die Propagandamaschine besonders hoch läuft -- denn gerade im Land der Dichter und Denker schlummert besonders große Gefahr, da hier das potential an Fortschrittlichkeit derzeit noch am höchsten ist. Warum das so ist, steht mal auf einem anderen Blatt. Doch gerade deshalb wird alle Energie darauf konzentriert diese Region ideologisch zu beherrschen, weil der Rest der Welt sich daran orientieren wird.

    Aufklärung und Wissenschaft waren einst der Befreiungsschlag mit der ein beispielloser Aufstieg des Abendlandes begann. Wäre das nicht so passiert, wären wir wohl heute alle Moslems und würden unser Haupt 5 mal am Tag nach Mekka beugen. Denn zu jener Zeit war das die Hochkultur im eurasischen Raum (mal vom fernen China abgesehen).
    Wissenschaft war der Motor der uns vor 500 Jahren von der Ideologie emanzipierte. Doch nun kommt die Ideologie durch die Hintertür der Wissenschaft, genau an der Grenze wo unsere heutige Lehre verwundbar ist, weil der Klimawandel ihre Fähigkeit derzeit übersteigt auf Basis von fundamentalen unwiderlegbaren Gesetzen Fakten zu schaffen.
    So wird anhand von vagen wissenschaftlichen Modellen eine vermeintliche (Angst-)Analogie gebaut, wo es die Kritikermeinungen nur schwer haben dagegen anzukommen, weil man hier prinzipiell wieder auf dem Gebiet von Hypothesen operiert wie vor 500 Jahren, deren Gestaltung und Kontrolle via diffuser Ängste die Ideologischen Institute seit jeher am besten beherrschen.
    Vernunft und Rationalität -- wie hier vorgebracht -- mögen zwar ein Gegenmittel sein, sie haben jedoch nicht die Kraft das Spiel mit der Angst der Massen aufzunehmen…
    So wird der Klimawandel nach wie vor als Instrument eingesetzt um der libertären emanzipation der Menschheit die Luft abzudrehen.

    Bleibt zu hoffen, dass Vernunft, Rationalität und eine erdrückende Last an nicht zu ignorierenden Fakten schaffen können, die es schaffen, die ideologisch motivierten, diffusen Lügen und der Aberglaube vieler Schlüsselfiguren einstürzt und deren Reputation für allezeit zerstört ist.

  2. Das für mich Beunruhigende ist, dass es möglich war, die Vertreter von 195 Staaten unter einer Prämisse („Der CO2 -- Ausstoß führt zu einer Klimakatastrophe“) in Paris zu versammeln und sie dort unverbindlichen Absichtserklärungen zustimmen zu lassen, für die es keinerlei naturwissenschaftlich-experimentelle Nachweise gibt, je nach betrachtetem Zeitraum nicht einmal eine statistische Korrelation.
    Es wurde ein geschlossenes Glaubenssystem aufgebaut, in dem für ergebnisoffene rationale Diskussionen kein Platz ist. Wir nähern uns bestimmten Richtungen in der der -- vor allem evangelischen -- Kirche, deren Vertreter erklären, dass es sie in ihrem Glauben keineswegs beeinträchtigte, wenn ein unwiderlegbarer Beweis für die historische Nicht-Existenz Jesu auftauchte.
    Insofern stimme ich Herrn Hellers Gedankengang zu, dass keine sachlich-fachlichen Argumente zur „Bekehrung“ der Klimaschutz-Gläubigen führen werden, sondern nur ein massives Scheitern vor aller Augen, auch wenn dies zu -- vorübergehenden -- Unannehmlichkeiten für uns Menschen führen kann.

  3. Anpassung im Sinne einer Erhöhung der Resilienz und gleichzeitig der optimierten Nutzung der Gegebenheiten hat in jeder denkbaren Zukunft einen positiven Effekt.

    Das scheint mir auch der springende Punkt zu sein.

    Es ist doch eigentlich unstrittig, dass sich das Klima auch ohne menschliche Eingriffe ändert, der Mensch sich also in der Vergangenheit bereits angepasst hat und es auch in Zukunft weiterhin wird tun müssen. Eine Vermeidungsstrategie würden aber die zur Anpassung verfügbaren Ressourcen massiv reduzieren.

    Man sieht es ja heute bereits: Die Energiewende hat uns schon relativ viel gekostet, obwohl sie bislang keinerlei messbaren Effekt auf die CO2-Emissionen hatte. Man kann sich ausmalen, welcher Ressourceneinsatz für eine konsequente Umsetzung dieser Strategie notwendig wäre.

  4. Das für mich Beunruhigende ist, dass es möglich war, die Vertreter von 195 Staaten unter einer Prämisse („Der CO2 — Ausstoß führt zu einer Klimakatastrophe“) in Paris zu versammeln und sie dort unverbindlichen Absichtserklärungen zustimmen zu lassen

    Das nennt sich Gruppenzwang. Wer nicht mitmacht wird aus der Konsensgemeinschaft ausgestoßen und muss mit Sanktionen rechnen. So machen alle mit, oder tun zumindest so.

    Das ist wie auf einer Kaffeefahrt. Keiner traut sich was zu sagen und alle kaufen am Ende die überteuerten und minderwertigen Produkte, die dort angeboten werden. Aber in Nachhinein ist das Geschrei dann groß, wenn man merkt, dass man übers Ohr gehauen wurde.

    Auf der nächsten Kaffeefahrt kaufen die Leute dann aus Gruppenzwang aber wieder.

  5. PS

    Barbara Hendricks standen im Paris übrigens die Tränen vor Glück in den Augen. Und Al Gore hat auch mit gefeiert. Überall wurden Selfies gemacht. Es wurde sich umarmt und gegenseitig beklascht. Ich dachte mir nur, wie kann man nur so blöd sein.

  6. @Jürgen Althoff

    Es wurde ein geschlossenes Glaubenssystem aufgebaut, in dem für ergebnisoffene rationale Diskussionen kein Platz ist.

    So ist es. Die Aufklärung hat sich tot gelaufen. Alter Denkstrukturen mit neuem Namen (Bauchgefühl) haben gewonnen. Wan lässt lieger von sogenannten Experten denken, als sich selbst mit den Argumenten zu beschäftigen. Da iat das Vertrauen in die ‚Wissenschaft‘ dann grenzenlos.

  7. Nett gesagt, Peter Heller:

    Vor diesem Hintergrund sollte man eine Verschärfung der Anstrengungen der gegenwärtigen Klimapolitik sogar begrüßen. Denn je ehrgeiziger die Vermeidungsziele, desto früher werden sie gerissen. Erst das nicht mehr zu leugnende Scheitern der aktuellen Strategie öffnet endgültig den Weg für einen neuen Ansatz.

    Ich aber denke da eher an Einstein, der die menschliche Dummheit für unendlich hielt … oder, wie Michael Krüger es sagte:

    Auf der nächsten Kaffeefahrt kaufen die Leute dann aus Gruppenzwang aber wieder.

  8. Was ich nicht verstehe ist die Behauptung, dass es mit der Temperatur nur ausschließlich nach oben gehen wird. Anpassungsstrategien an Kälteeinbrüchen werden nicht behandelt. Wenn die Temperaturen durch den CO2-Ausstoß geregelt werden sollen, was machen wir dann, wenn es wieder kälter wird? Was werden uns PIK und IPCC dann empfehlen?

  9. Die Angst der Alarmisten wird ja nicht nur mit einem wie immer gearteten möglichen Temperaturanstieg begründet ( es wird vorsorglich immer mit Konjunktiven gearbeitet), sondern mit einem sogenannten Kipp- Punkt. Ab einem bestimmten Anstieg der Temperatur soll die Entwicklung zur „Selbstverbrennung“ nicht mehr aufzuhalten sein. Nun ist diese Möglichkeit in der Geschichte der Erde noch nie aufgetreten und experimentell auch nicht verifizierbar aber die Computermodelle geben das offenbar her (shit in shit out). Das bedeutet für mich, dass mit allen noch so klugen und guten Beiträgen wie dem Ihren hier Herr Heller, Leute wie die 40000 Delegierten in Paris nicht von ihrem Glauben ablassen werden. Dabei ist das was da jetzt beschlossen wurde an Doofheit kaum noch zu überbieten: Hurra wir haben grad beschlossen das Wetter zu steuern und brauchen nur an einer einzigen Stellschraube zu drehen -- Kohlendioxid. Gehts noch dümmer? Und glauben die wirklich das merkt keiner? Trotzdem Herr Heller, Sie sollten nicht aufgeben (tun Sie auch nicht) und ich schließe mich gerne an beim Schwimmen gegen den Strom.

  10. Gehts noch dümmer?

    natürlich 😉

    https://youtu.be/3BoOmeDPugI

  11. Die meisten Pflanzen sind C3-Pflanzen.
    Es gibt auch C4-Pflanzen wie u.a. Mais, Zuckerrohr und Hirse, deren Vorteil darin besteht, dass sie an Trockenstandorten besser gedeihen.
    Reichlich mehr dazu findet man im Bundesministerium für Bildung und Forschung unter Pflanzenforschung.de

  12. @ Rolf Pietzsch, #9:

    Trotzdem Herr Heller, Sie sollten nicht aufgeben

    Keine Sorge.

  13. @ # 9 modellhafte Selbstverbrennung

    Zitat aus Spektrum der Wissenschaft 12.02.2014 :Einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Fusionsenergie habe man erreicht, verkündet das Lawrence Livermore National Laboratory anlässlich einer Veröffentlichung in „Nature“……
    …….Aber tatsächlich ist das neue Ergebnis eine Wegmarke des Niedergangs der Trägheitseinschlussfusion,
    und: Kritiker halten dem Team seit Jahren vor, zu naiv an die Experimente herangegangen zu sein!

    und: Schlimmer noch: Die Simulationen, wie sich das Fusionsexperiment beim Schuss verhalten sollte, scheinen bis heute wenig mit der Realität zu tun zu haben. Die NIF-Forscher verstehen auch nach jahrelanger Arbeit das eigene Experiment nicht gut genug.

    weiter: Tatsächlich war das Experiment so konzipiert, ein paar einfache Parameter zu variieren, bis die ersehnte Zündung einsetzte – statt systematisch zu erforschen, was in dem Goldhohlraum mit dem Fusionsbrennstoff tatsächlich passiert, wenn die Laser schießen. Und das rächt sich nun.

    Konklusio: die von Herrn Schellnhuber angekündigte Selbstverbrennung dürfte auch nicht so ganz einfach sein; wird er das noch zu Lebzeiten erkennen?

    beste Grüße an die mir seit vielen Jahren bekannte Runde,

    B.K.

  14. @ Peter Heller

    Längst nicht alle Pflanzen reagieren mit gesteigertem Wachstum bei höherer CO2-Konzentration! C4-Pflanzen zeigen z.B. nahezu keine Wuchssteigerung bei höherer CO2-Konzentration. Bei vielen Pflanzen funktioniert das auch nur einige Jahre, danach geht ihr Pflanzenwachstum wieder auf das Tempo vor dem Anstieg der CO2-Konzentration zurück! Bei Wildpflanzen führt ein Anstieg der CO2-Konzentration zudem zur Veränderung ganzer Pflanzengesellschaften (mit unabsehbaren Folgen auch für die von den Pflanzen abhängigen Nahrungskette), zu größeren Pflanzenzellen und damit zu Instabilität und einer höheren Anfälligkeit gegenüber biotischen und abiotischen Einflüssen!

  15. @ Peter Heller

    Bitte belegen Sie Ihre Aussagen nicht mit Gewächshausversuchen einjähriger Kulturpflanzen sondern mit Langzeitversuchen im Freiland, sowohl bei Nutzpflanzen als auch bei Wildpflanzen! Die Ergebnisse werden Sie enttäuschen! Dann erst können wir weiterdiskutieren!

    Sie beurteilen ja auch nicht die Krebsgefahr eines Wirkstoffes bei jungen Menschen im Krankenhaus nach einem Jahr nach Einwirkungsbeginn des Wirkstoffes, oder???

  16. @Gesperrter Thorsten
    Alles halb so dramatisch, wie von Dir geunkt, wie immer:
    Auswirkungen höherer CO2-Konzentration

    So lag die Zunahme der Erträge bei einer Steigerung der CO2-Konzentration auf 550 ppm bei C3-Kulturen bei nur 11 % und bei nur 7 % bei den fünf wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Noch wesentlich geringer, wenn überhaupt feststellbar waren die Erträge bei C4-Pflanzen wie Mais und Hirse. Als Mittelwerte gibt der IPCC-Bericht von 2007 bei einer Erhöhung der CO2-Konzentration auf 550 ppm bei C3-Pflanzen eine Zunahme der Ernteerträge um 10-20 %, bei C4-Pflanzen um 0-10 % an

  17. Also gut, hier dann auch in voller Länge (wozu eigentlich setze ich Links in den Text?), IPCC AR5 WG1 S. 502 (Hervorhebungen durch mich):

    Elevated atmospheric CO2 concentrations lead to higher leaf photosynthesis and reduced canopy transpiration, which in turn lead to increased plant water use efficiency and reduced fluxes of surface latent heat. The increase in leaf photosynthesis with rising CO2, the so-called CO2 fertilisation effect, plays a dominant role in terrestrial biogeochemical models to explain the global land carbon sink (Sitch et al., 2008), yet it is one of most unconstrained process in those models.
    Field experiments provide a direct evidence of increased photosynthesis rates and water use efficiency (plant carbon gains per unit of water loss from transpiration) in plants growing under elevated CO2. These physiological changes translate into a broad range of higher plant carbon accumulation in more than two-thirds of the experiments and with increased net primary productivity (NPP) of about 20 to 25% at double CO2 from pre-industrial concentrations (Ainsworth and Long, 2004; Luo et al., 2004, 2006; Nowak et al., 2004; Norby et al., 2005;Canadell et al., 2007a; Denman et al., 2007; Ainsworth et al., 2012; Wang et al., 2012a). Since the AR4, new evidence is available from long-term Free-air CO2
    Enrichment (FACE) experiments in temperate ecosystems showing the capacity of ecosystems exposed to elevated CO2
    to sustain higher rates of carbon accumulation over multiple years (Liberloo et al., 2009; McCarthy et al., 2010;
    Aranjuelo et al., 2011; Dawes et al., 2011; Lee et al., 2011; Zak et al., 2011).
    However, FACE experiments also show the diminishing or lack of CO2 fertilisation effect in some ecosystems and for some plant species (Dukes et al., 2005; Adair et al., 2009; Bader et al., 2009; Norby et al., 2010; Newingham et al., 2013). This lack of response occurs despite increased water use efficiency, also confirmed with tree ring evidence (Gedalof and Berg, 2010; Peñuelas et al., 2011).
    Nutrient limitation is hypothesized as primary cause for reduced or lack of CO2 fertilisation effect observed on NPP in some experiments (Luo et al., 2004; Dukes et al., 2005; Finzi et al., 2007; Norby et al., 2010). Nitrogen and phosphorus are very likelyto play the most important role in this limitation of the CO2 fertilisation effect on NPP, with nitrogen limitation prevalent in temperate and boreal ecosystems, and phosphorus limitation in the tropics (Luo et al., 2004; Vitousek et al., 2010; Wang et al., 2010a; Goll et al., 2012).
    Micronutrients interact in diverse ways with other nutrients in constraining NPP such as molybdenum and phosphorus in the tropics (Wurzburger et al., 2012). Thus, with high confidence, the CO2 fertilisation effect will lead to enhanced NPP, but significant uncertainties remain on the magnitude of this effect, given the lack of experiments outside of temperate climates.

    Nun sollte man noch beachten: Bei Nährstoffmangel düngt der Landwirt in der Regel entsprechend. Es sei denn, es wäre ein dummer Landwirt.

    Alle weitere Kritik daran bitte direkt an das IPCC bzw. an die Autoren der zitierten Studien.

  18. Thorsten und Links, ich halte mich verbal besser zurück. 😀

  19. @Peter

    Der IPCC Bericht wird von den Klimapolitaktivisten anscheinend nur benutzt, wenn er ihnen politisch in den Kram passt.
    Das hast Du schön gezeigt.

  20. Freilandversuche zeigen, dass sich Pflanzen an die höhere CO2-Konzentration anpassen, vor allem durch verringerte Spaltöffnungen der Stomata, um Wasserverlust zu vermeiden. Dadurch kommt es zu wesentlich geringeren Photosyntheseleistungen als bei den Gewächshausversuchen.

    Untersuchungen an der Acker-Schmalwand ergaben z.B., dass unter erhöhten CO2-Konzentrationen von 750 ppm die Biomasseproduktion dieser Pflanze niedriger war als unter Normalbedingungen. Auch andere Pflanzen reagieren bei derart erhöhten Konzentrationen mit einer geringeren Biomasseproduktion.

    Dazu kommt, dass der Proteingehalt und damit der Nährwert der Getreidekörner bei erhöhtem CO2-Angebot sinkt (Taub 2007, Högy 2009). Eine aktuelle Studie (Pleijel/Uddling 2012) kam beispielsweise zu dem Ergebnis:

    „Ein höheres CO2-Niveau hat einen direkten negativen Effekt auf die Anreicherung von Proteinen im Getreidekorn -- und zwar unabhängig vom Effekt auf die Erntemenge. Dies stützt jüngere Belege dafür, dass die Stickstoff-Aufnahmefähigkeit von Pflanzen direkt mit dem Kohlendioxid-Angebot zusammenhängt.“

    Entsprechend warnt der IPCC in seinem Fünften Sachstandsbericht von 2013/14 vor negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Qualität von Nahrungspflanzen wie Weizen, Mais, Hafer, Kartoffeln oder Maniok (WG II, Kapitel 7.3.2.5).

    Herr Heller, Sie verkennen zudem, dass es in ganz Europa erst ein einziges großflächiges Freiland-Kohlendioxid-Anreicherungsexperiment gibt (FACE (Free Air Carbon-Dioxide Enrichment))! Ihre Euphorie ist folglich reichlich verfrüht!

    Dr. Claudia Kammann vom Institut für Pflanzenökologie der Universität Gießen „berichtete über die Beobachtungen und Ergebnisse der Langzeitstudie, die zum Teil Hypothesen aus der Forschungsliteratur widersprechen. So sei die Ertragssteigerung unter erhöhtem CO2 unerwartet gering. Diese Steigerung habe erst im dritten Versuchsjahr eingesetzt und sei zudem in trockenen Jahren stark eingebrochen. Die Artenzusammensetzung hatte sich zugunsten der Gräser und auf Kosten der Kräuter verschoben. Kurzfristig wurde zwar mehr CO2 in Biomasse gebunden, das aber als »durchlaufender Posten« rasch wieder in die Atmosphäre zurückgelangt. Überraschend seien auch die im Verlauf des Experiments immer deutlicher werdenden Lachgas-Emissionen gewesen. Lachgas besitze -- auf 100 Jahre gerechnet -- ein rund 300-mal höheres Erwärmungspotenzial als Kohlenstoffdioxid, so Kammann. Zudem vermindere sich unter Kohlendioxid die Aufnahme von Methan im »Biofilter« Boden. Die Studie zeige, dass nur geringen positiven Effekten zahlreiche negative Rückkopplungen gegenüberstünden.“

    http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Linden/Artikel,-Europas-einziges-grossflaechiges-Freiland-Kohlendioxid-Anreicherungsexperiment-_arid,265525_regid,1_puid,1_pageid,41.html
    .

  21. @ Peter Heller

    „Alle weitere Kritik daran bitte direkt an das IPCC bzw. an die Autoren der zitierten Studien.“

    Man kann keine Kritik daran üben wenn das IPPC Studien zutreffend zitiert und die unstrittigen Ergebnisse daraus wiedergibt. Man kann jedoch Kritik daran üben wenn das IPPC wie es hier der Fall ist nur auszugsweise zitiert wird, ebenfalls vom IPPC vorgetragene weitere Studien weggelassen und die Gesamtbewertung des IPPC aller Studien und Umstände gar nicht erst benannt wird!

  22. @ Seifert, #21:

    …und die Gesamtbewertung des IPPC aller Studien und Umstände gar nicht erst benannt wird!

    Noch einmal (IPCC AR5 WG1 S. 502):

    Thus, with high confidence, the CO2 fertilisation effect will lead to enhanced NPP, but significant uncertainties remain on the magnitude of this effect, given the lack of experiments outside of temperate climates.

    Das ist die Gesamtbewertung des IPCC.

    Für ein Zitat aus dem AR5 (gerne auch WG2), in dem das Gegenteil steht, wäre ich natürlich auch dankbar. Das der Bericht viele Widersprüche enthält, ist ja bekannt.

  23. Herr Heller, nein das ist nicht die Gesamtbewertung des IPCC! Der unstrittige Düngeeffekt des CO2 bei einigen Pflanzen sagt nichts aus über negative Rückkopplungen dieses Effektes wie im Free Air Carbon-Dioxide Enrichment ausführlich dargelegt. Der IPCC spricht deshalb auch von „erheblichen Unsicherheiten“. Und auf diese „erheblichen Unsicherheiten“ wollen Sie Ihre folgenschweren energie- und klimapolitischen Empfehlungen stützen???

    Entsprechend warnt der IPCC in seinem Fünften Sachstandsbericht von 2013/14 vor negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Qualität von Nahrungspflanzen wie Weizen, Mais, Hafer, Kartoffeln oder Maniok (WG II, Kapitel 7.3.2.5).

  24. #Thorsten

    Und auf diese „erheblichen Unsicherheiten“ wollen Sie Ihre folgenschweren energie- und klimapolitischen Empfehlungen stützen???

    Der Brüller schlechthin!
    Ach Thorsten …

  25. @ Anhalter…

    Sie sollten schon lesen worauf sich diese „erheblichen Unsicherheiten“ beziehen, nämlich auf die um fassenden und vielschichtigen Auswirkungen einer Steigerung der CO2-Konzetration auf die Pflanzen- und Tierwelt! Und diese bestehen unbestritten worauf der IPCC zu Recht hinweist! Woher nehmen Sie die Sicherheit dass der Anstieg der globalen CO2-Konzentration ausschließliche positive Effekte auf die Ökosysteme unserer Erde hat? Reden die FACE-Wissenschaftler der Universität Gießen u.a. nur Unsinn?

  26. Das hatte ich auch schon alles in den letzten 8 Jahren mit Thorsten diskutiert. Der fängt immer wieder bei Null an. Natürlich gibt es Freilandversuche mit positiven Bilanzen.

    Da Thorsten hier seit Jahren gesperrt ist, sollte man ihn hier konsequent löschen. Macht er das unter meinen Artikeln wieder, gehen seine Kommentare von seinen Arbeitsplatz direkt zurück an seinen Arbeitgeber. Damit der auch mal weiß, was Thorsten für ein Früchtchen ist.

  27. @ Thorsten Sehfert #20

    Sie verkennen zudem, dass es in ganz Europa erst ein einziges großflächiges Freiland-Kohlendioxid-Anreicherungsexperiment gibt

    Da ist sie wieder, Ihre alte Leseschwäche, auch was die von Ihnen gebrachten Texte angeht. Da steht schließlich (meine Hervorhebung):

    Seit 1998 wird hier das europaweit einzige großflächige Freiland-Kohlenstoffdioxid-Anreicherungsexperiment FACE (Free Air Carbon-Dioxide Enrichment) im Dauergrünland durchgeführt

    Dauergrünland sind Grundfutterflächen, die längere Zeit eine kurzrasige Vegetation als Dauerkultur tragen. Also Wiesen.

    Dass es noch weitere FACE-Experimente, auch in Europa, gibt, hätten Sie allein schon hier im Blog erfahren können. Wir haben bereits 2009 von einer Pressemeldung des Heinrich von Thünen-Instituts berichtet (Mehr CO2 in der Atmosphäre: Pflanzen wachsen schneller und benötigen weniger Wasser ). Eine einfache Suche (Wikipedia) verweist außerdem auf Experimente in Zürich und in Italien.

    Wobei es mir ohnehin ein Rätsel ist, warum Sie sich so sehr auf Untersuchungen in Europa stürzen. Schließlich gibt es mittlerweile zahlreiche Arbeiten aus der ganzen Welt. Die Ergebnisse können Sie dann etwa beim IPCC nachlesen (wie hier von Peter Heller gezeigt), oder auch in Übersichtsarbeiten, wie diesem Nature-Artikel aus 2010 (Photosynthetic assimilation of CO2 is central to the metabolism of plants. As atmospheric concentrations of CO2 rise, how will this affect the plants we depend on?)

    (…) This article therefore focuses on data from FACE experiments wherever these are available. Whenever possible, to ensure the generality of conclusions, reference is made to analyses that have incorporated data from multiple experiments independently conducted at various research facilities.
    (…) One of the most consistent effects of elevated atmospheric CO2 on plants is an increase in the rate of photosynthetic carbon fixation by leaves. Across a range of FACE experiments, with a variety of plant species, growth of plants at elevated CO2 concentrations of 475–600 ppm increases leaf photosynthetic rates by an average of 40%
    (…) Overall, FACE experiments show decreases in whole plant water use of 5–20% under elevated CO2. This in turn can have consequences for the hydrological cycle of entire ecosystems, with soil moisture levels and runoff both increasing under elevated CO2.
    (…) he availability of additional photosynthate enables most plants to grow faster under elevated CO2, with dry matter production in FACE experiments being increased on average by 17% for the aboveground, and more than 30% for the belowground, portions of plants. This increased growth is also reflected in the harvestable yield of crops, with wheat, rice and soybean all showing increases in yield of 12–14% under elevated CO2 in FACE experiments
    (…) [The] decrease in tissue nitrogen is likely due to several factors: dilution of nitrogen from increased carbohydrate concentrations; decreased uptake of minerals from the soil, as stomatal conductance decreases and plants take up less water (Taub & Wang 2008); and decreases in the rate of assimilation of nitrate into organic compounds
    (…) Crops grown with low amounts of N fertilization also show a greater decrease in protein concentrations under elevated CO2 than crops grown with higher N fertilization

    Mat hat also den Effekt, das Pflanzen besser wachsen, mehr Biomasse produzieren und weniger Wasser benötigen. Wobei das oft mit geringeren Eiweißgehalten der Pflanzen einhergeht. Wobei die Gesamtmenge an Eiweiß, die produziert wird, steigt. Wenn etwa die Eiweißproduktion beim Weizen um 5-14% zurückgeht, dagegen aber eine 12-14%ige Erhöhung der Ernte steht, dann hat man in Summe zumindest die gleiche Gesamtmenge an Eiweiß. Wobei die Eiweißkonzentration bei Pflanzen, die hauptsächlich Kohlenhydrate liefern, ohnehin nicht entscheidend, und manchmal sogar regelrecht unerwünscht (Gluten) ist.
    Bei Eiweißpflanzen wie Sojabohnen etwa ist der oben dargestellte Effekt noch stärker. Hier gibt es eine Wachstumsverstärkung von 12-14 % bei einer um 1,5% verminderten Eiweißproduktion. Also in Summe auch eine Erhöhung der produzierten Eiweißmenge.

    Wobei der oben zitierte Nature-Artikel nahelegt, dass man einen Teil des Effekts der verminderten Eiweißkonzentration durch Düngung kompensieren kann. Und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass man durch Züchtungen in der Zukunft Pflanzen entwickelt, die bei höheren CO2-Konzentrationen auch höhere Eiweißgehalte haben.

  28. @ Seifert:

    Und auf diese „erheblichen Unsicherheiten“ wollen Sie Ihre folgenschweren energie- und klimapolitischen Empfehlungen stützen???

    Das ist mal gerade nicht die Aussage des Artikels.

    Die Frage lautet: Können wir Veränderungen des Klimas bzw. der Zusammensetzung der Atmosphäre für uns nutzbar machen? Können wir aus Risiken Chancen generieren? Die Antwort ist: Ja. Wir müssen nur genau hinschauen, was sich eigentlich verändert und dies mit der geeigneten Technologie (bspw. eben auch in der Agrarwirtschaft) begleiten.

    @ Krüger:

    Da Thorsten hier seit Jahren gesperrt ist, sollte man ihn hier konsequent löschen.

    Ja, ich weiß. In diesem Fall antworte ich. Nicht, weil Seifert etwas lernen will. Sondern weil es den stillen Mitleser vielleicht auch interessiert.

  29. Der (oder zumindest „Einer der / Einer unter den“) stille(n) Mitleser(n) bricht hier mit seiner bisherigen Stille zu dieser einen Kommentarreihe und meldet sich aus dem gegebenen Anlaß mit einer allgemeinen Bitte zu Wort:
    „Er“ wäre sehr dafür dankbar, wenn es in diesem Blog weniger Rätsel für die sozusagen „Nicht-hinreichend-Eingeweihten“ gäbe.

    So hat „er“ fast bis hierher rätseln müssen, wer denn jener ominöse manchmal erwähnte „Thorsten“ sei, bis „er“ sich endlich ganz & wirklich sicher sein konnte, es handle sich um die selbe Person, welche mit „Thorsen.sefert“ bei einigen der obigen Kommentaren vorher firmiert hatte. Dies mag vielleicht als ein Fall von Dusseligkeit imponieren. „Ihm“ kommt es eher als ein Fall von einem „Parlieren unter Eingeweihten“ vor.
    Eine analoge Bitte hätte „er“ für die über-hyper-ultra-ausgiebige Verwendung von mannigfaltigsten Abkürzungen in diesem Blog. (Wobei eventuell für letztere eine irgendwo einsehbare Liste der verwendeten Abkürzungen schon Abhilfe genug sein könnte.)

    Es lesen hier (und sollten es auch!) eben nicht nur „Voll-Insider“, oder? (Ist gar nicht böse von „ihm“ gemeint.)

    „Der ex-stiller Leser“.

  30. PS
    Bei der nachträglichen Lektüre des schon Abgesandten fiel mir schon auf, daß es eben „Der ex-stille“ hätte heißen sollen, und nicht „Der ex-stiller“. Zu meiner Entlastung: Beim Texten hatte ich mich immer wieder an Max Frisch gedacht, wie er den einen (berühmten) unter seiner Protagonisten — vergeblich — ganz fest beteuern ließ: „Ich bin nicht Stiller!“

  31. PS PS
    Shit!
    Unter seinen, nicht unter seiner! Ist anscheinend nicht mein Tag…

  32. @Peter

    Naomi Oreskes hat im Guardian eine neue Form von Klimaleugnern identifiziert. James Hansen und Kerry Emanuel unter anderen.
    Klimaforscher die nicht glauben, dass man es mit erneuerbaren Energien schaffen kann und auf Kernenergie setzen.
    Das zeigt eben genau, dass es den Klimaaktivisten nicht um Klimaschutz geht, sondern um die Transformation der Gesellschaft die sie sich von den Erneuerbaren Energien versprechen.
    Das sind meiner Meinung nach die beiden Treiber für Klimaschutz. Geld das abgelockt wird und politische Macht. Im Grunde die alten Übel die die Menschheit plagen, nur im neuen Gewande aber im alten Geist. Dazu Menschen die bereitwillig den Klingelbeutel füllen, weil ihnen Angst gemacht wird.

  33. @ Günter

    wir sehen jetzt, so mein Eindruck, eine Auseinandersetzung um die wahre Lehre aufkommen. Parallelen zur Religionsgeschichte lassen sich erkennen. Bisherige Wahrheitsordnungen stehen auf einmal im Wettstreit mit Häresien, die Anfangs sektengleich, eine Anpassung an die Lebenswirklichkeit erzwingen, oder umgekehrt, diese Anpassung mit Hinwendung zum Fundamentalismus und zur übermittelten Tradition verhindern wollen. Vielleicht haben wir es jetzt hier mit einem beginnenden Schisma der Klimaschutzbewegung zu tun?

  34. dass man durch Züchtungen in der Zukunft Pflanzen entwickelt, die bei höheren CO2-Konzentrationen auch höhere Eiweißgehalte haben.

    Womöglich noch mittels Gentechnik? Das ist doch böse, weil nicht natüüüüüüürlich! Wenn ich mir die Forderungen grüner Ideologen ansehe, dann soll das nicht stattfinden. Man bestrebt die Rückwärtswendung hin zu uneffektiven Formen der Landwirtschaft, gerne mit der Vorsilbe „Öko“ gelabelt.

  35. @Heß

    Naomi Oreskes hat im Guardian eine neue Form von Klimaleugnern identifiziert. James Hansen und Kerry Emanuel unter anderen.
    Klimaforscher die nicht glauben, dass man es mit erneuerbaren Energien schaffen kann und auf Kernenergie setzen.
    Das zeigt eben genau, dass es den Klimaaktivisten nicht um Klimaschutz geht, sondern um die Transformation der Gesellschaft die sie sich von den Erneuerbaren Energien versprechen.
    Das sind meiner Meinung nach die beiden Treiber für Klimaschutz. Geld das abgelockt wird und politische Macht.

    Naomi Oreskes, die Frau/ der Mann ist auch das Paradebeispiel eines Klimaschützers. Mit sich und der Welt unzufrieden und sie/ er will seine Unzufriedenheit an der Menschheit auslassen, in Form einer Transformation der Gesellschaft.

    Es sind immer die Unzufriedenen. Herr Schellnhuber sehnt sich zurück in seine Kindheit, ohne Agrarreformen und in die ländliche Idylle. Herr Schellnhuber und Rahmstorf möchten als große Klimaforscher angehimmelt werden und setzen sich in Pose als Heiler, der seine Hand schützend über die Erde hält, oder den steigenden Fluten mit den Füßen, oder bis zur Hose im Wasser stehend trotzt. Habe gerade die neusten Fotos gesehen.

    Auch ein Al Gore hat sich in Paris wieder groß in Pose gesetzt. Was der dort will? Anerkennung und den Jubel der Gefolgschaft und natürlich noch mehr Geld.

  36. PS

    Als richtiger Ökologist darf man wie Hansen auch nicht für Kernkraft sein. Man muss der Friedensbewegung folgen, Multikulti leben, AKW-Gegner sein, vegan leben und für den Klimaschutz eintreten. Erfüllt man einen Teilaspekt nicht, dann ist man ein „Skeptiker“ und Naomi Oreskes kommt über einen.

    Ich erinnere mich noch als Herr Hoffmann einen sarkastischen Artikel über Fukushima geschrieben hat. Da kamen aber ein Herr Vennecke und Thorsten über ihn. Das geht doch nicht, als richtiger Klimaschützer kann man doch nicht pro Atomkraft schreiben.

    Es wundert mich immer wieder, dass Leute, die keine Ahnung von Klimaforschung und Kernkraft haben uns genau sagen können was richtig und falsch ist.

    Auch Naomi Oreskes ist alles andere als eine Expertin in diesen Fachrichtungen.

  37. PPS

    Da fällt mir gerade ein, letztens habe ich gelesen, dass ein Kommentator Herrn Hoffmann davon überzeugen wollte, dass man vegan und fleischlos leben muss, sonst wird das nichts mit dem Klimaschutz und der großen Transformation. Als der das nicht bestätigte, reagierte der Kommentator auch sauer.

    Herr Rahmstorf hätte gesagt, ja, Veganismus ist eine gute Idee, um den Klimaschutz voran zu bringen.

  38. Herr Rahmstorf hätte gesagt, ja, Veganismus ist eine gute Idee, um den Klimaschutz voran zu bringen.

    Auch das ist inzwischen mehr als fraglich:
    http://www.animal-health-online.de/gross/2015/12/16/wissenschaftler-mahnen-vegetarische-ernahrung-belastet-umwelt-mehr-als-fleischkonsum/30566/

    Die Experten widersprechen dem Bild einer generell umweltbelastenden Fleischproduktion, welches üblicherweise von Laienmedien, Umweltverbänden und Politikern gezeichnet wird. Viele Gemüsearten würden beim Anbau und der Verarbeitung mehr Ressourcen pro Kalorie benötigen und so mehr Treibhausgase als einige Arten von Fleisch emittieren.

    Aber das wird die Ideologen auch nicht weiter stören, es geht schließlich nicht um Realität, sondern einen festen Glaubenskanon.

  39. Herr Heller,

    Erst das nicht mehr zu leugnende Scheitern der aktuellen Strategie öffnet endgültig den Weg für einen neuen Ansatz.

    Dann endet das Gerede von Obergrenzen (für Kohlendioxid) und von der Schließung der Grenzen (zur Atmosphäre). Die Realitäten können nicht mehr ignoriert werden, nicht die Globalisierung (der Emissionen) und auch nicht der Wunsch der Menschen überall auf der Welt nach einem besseren Leben (durch Kohle, Öl und Gas).

    das glaube ich nicht. Herr Edenhofer hat es doch gesagt, es geht nicht um Klimaschutz, sondern um Umverteilung- zur Festigung der Macht.
    Genscher formulierte es in seinen Umweltprogramm 1971 so, „Die Unfähigkeit zum Teilen überwinden“.

    Maurice Strong hat es in seiner Agenda 21 auch so beschrieben, jene werden jede Realität ignorieren, um diese Agenda 21 zu verwirklichen und sie sind schon ziemlich weit.

  40. Aber Nein, meine Herren von der Sceptical, natürlich sollte man einen Thorsten an Bord haben. Wir sollten nicht dieselben Methoden von den Klima-alarmisten benutzen und Thorsten mit dem „Bann“ zu belegen. Es ist mitunter gut und nützlich, seine (deren) Argumente zu widerlegen, so wie ihr es auch auf Eurem Blogg gemacht habt. (Seine Argumente sind ihm ausgegangen wie es scheint)
    Wir Klima-gefahr-leugner sollten nicht so intolerant sein wie Thorstens Glaubensbrüder. Die Toleranz-decke sollte hoch sein in unserem klimatisierten Treibhaus (falls sie überhaupt existiert…)

  41. @sibbe #40
    Solange dieser Thorsten auf der sachlichen Ebene bleibt, lässt man ihn ja, wie gesehen, durchaus posten ohne einzugreifen.
    Nur neigt er sehr gern zur Trollerei, dem muß man aber dann entschieden Einhalt gebieten.

  42. @40 sibbe

    Wir Klima-gefahr-leugner sollten nicht so intolerant sein wie Thorstens Glaubensbrüder.

    Selbst augenzwinkernd halte ich den Begriff des ‚Leugners‘ nioch für problematisch.Hört sich für mich so an, wei eine Menge von Demonstranten skandierte: Wir sind das Pack!

    Natürlich kann man erkennen, dass diese Überzeichnung als Antwort auf einen Vorwurf gemeint sind. Beim ‚Leugner‘-Vorwurf schwingt aber meist ein religiöser Doktus mit, oder eine Holocaust-Leugnung.

    https://de.wiktionary.org/wiki/Leugnung meint zur Wortbedeutung:

    [1] Abstreitung von etwas; keine Eingestehung der Wahrheit
    [2] Nicht-Anerkennung von etwas Allgemeingültigem oder einer Weltanschauung

    Skeptiker aber bestreiten zumeist die nicht vorhandene Sicherheit einer Aussag, hier zum AGW.

  43. Jürgen Althof sagt # 2

    1. Es wurde ein geschlossenes Glaubenssystem aufgebaut, in dem für ergebnisoffene rationale Diskussionen kein Platz ist.

    Ist das nicht hier im Blog ähnlich wenn es um die Energiewende geht,????

  44. @Diehl

    Seit wann ist die Energiewende ergebnisoffen. Kernfusion, Kernkraft der IV-Generation, etc, werden von vor herein ausgeschlossen.

  45. PS

    @Diehl

    Gegen Ihren Solarstrom von Dach hat auch keiner was. Nur dagegen, dass Sie dafür bis zu 50 Cent pro kWh vom Stromkunden abkassieren, anstatt 4 Cent pro kWh, die der Solarstrom wert ist.

    Wenn Ihr Solarstrom billiger wäre als konventioneller Strom, dann würde ich den auch beziehen.

    Nur Strom aus Windkraft und Biokraftstoffen/ Mais würde ich aus Prinzip nicht nehmen, wegen der Landschaftsverschandelung.

  46. Michael Krüger sagt # 45
    Gegen Ihren Solarstrom von Dach hat auch keiner was. Nur dagegen, dass Sie dafür bis zu 50 Cent pro kWh vom Stromkunden abkassieren, anstatt 4 Cent pro kWh, die der Solarstrom wert ist.

    @Herr Krüger
    Geduld, Geduld, wenn Sie ein Haus bauen, müssen Sie doch auch erst mal den Kredit abbezahlen.

  47. #46 Diehl

    nur das Häuser nach dem Abzahlen nicht Schrott sind.

  48. Michael Krüger sagt # 47

    nur das Häuser nach dem Abzahlen nicht Schrott sind.

    @Herr Krüger
    Im Gegensatz zu Ihnen kann ich aus Erfahrung berichten. Meine erste Anlage die 1992 ans Netz gegangen ist, produziert heute noch genau so wie damals.

    Mfg

  49. @Märchendiehl

    Im Gegensatz zu Ihnen kann ich aus Erfahrung berichten. Meine erste Anlage die 1992 ans Netz gegangen ist, produziert heute noch genau so wie damals.

    Tja…..ohne anständiges Monitoring ist Deine Aussage so viel wert wie ein Gründstück auf der Venus…..nämlich nix.
    Einzig Deine Erkenntnis….das da hinten immer noch etwas Strom raus kommt….ist zu wenig um uns Skeptiker zu überzeugen.
    Ich zum Beispiel habe noch ein Schreibmaschine aus der Vorwendezeit……die heute noch funktioniert…..dummerweise ist die Autokorrektur von nichtgetipselten Texten immer noch nicht korrekt, aber wenn ich am Farbband rumspiele…..krieg ich heute noch schwarze Finger.
    Onkel Heinz…..leise knarren die Dielen im aufkommenden Sturm.

  50. #48
    #49

    Ich würde ihm gern ein Foto einer Anlage aus meiner Nachbarschaft zeigen.
    Die Anlage muss so um die 20 Jährchen auf dem Buckel haben und da kommt nicht ein MilliampÄrchen mehr raus.

  51. Hallo Herr Diehl,

    zu #48
    Habe auch PVs seit Mitte der 90er am laufen und die bringen auch noch über 1000kWh/kWp im Jahr.
    Jeder der vernünftige Module aufs Dach „geworfen“ hat bekommt noch die 100kWh/kWp und das auch nach 20 oder 25 Jahren.

    Eine kleine Umfrage zum EEG.

    Nur zwei Prozent der Norddeutschen halten Energiewende für sinnlos.

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eike-9-internationale-klima-und-energiekonferenz-ikek-2015-in-essen-erfolgreich-beendet/

    Gruß

  52. Hallo Herr Diehl,

    zu #48
    Habe auch PVs seit Mitte der 90er am laufen und die bringen auch noch über 1000kWh/kWp im Jahr.
    Jeder der vernünftige Module aufs Dach „geworfen“ hat bekommt noch die 1000kWh/kWp und das auch noch nach 20 oder 25 Jahren.

    Eine kleine Umfrage zum EEG.

    Nur zwei Prozent der Norddeutschen halten Energiewende für sinnlos.

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eike-9-internationale-klima-und-energiekonferenz-ikek-2015-in-essen-erfolgreich-beendet/

    Gruß

  53. EEG Umfrage

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2016-01/36147105-noz-erneuerbare-energien-in-norddeutschland-beliebter-als-bundesweit-007.htm

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