Ott bei Friedman, oder wie mit falschen Ängsten Politik gemacht wird

11. November 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik

Es gibt Sendungen im Fernsehen die ich normalerweise sofort wegzappe. Dazu gehören fast alle Talkrunden, vor allem dann, wenn sie ein Format wie bei Anne Will aufweisen. Ein paar wenige Sätze, oberflächlich und doch medienwirksam vorgebracht, durch immer wieder eingespielte Filmchen unterbrochen, sollen den Zuschauer bei Laune halten. Beckmann und Co. sind ebenfalls kaum noch erträglich. Betroffenheitsgeschwafel nenne ich dies. Im Prinzip lässt sich diese Aufzählung noch ein ganzes Stück erweitern, und betrifft alle Sender, ob öffentlich rechtliche oder private ist egal. Einige Ausnahmen gibt es, stellvertretend seien hier nur die Phoenix-Sendungen »Im Dialog« oder »Unter den Linden« genannt.

Michel Friedman macht mit seiner Sendung in N24 da auch eine gewisse Ausnahme, denn er passt nicht in diese Muster. Man könnte bei ihm von Konfrontationsjournalismus sprechen, oder Provokationsjournalismus. Diese seine Krawallmasche ging mir ebenso auf den Wecker, weshalb ich mir dies auch nie anschaute – bis vorgestern. Thema waren die gestiegene Stromkosten und die Energiewende etc., etwas was mich natürlich interessierte, doch nicht der Grund war warum ich es mir anschaute. Es lag an der Person Hermann Ott von den Grünen, doch dazu später. Erst einmal die Vorbemerkung, dass ich doch etwas erstaunt über die Art und Weise war, wie Friedman seine Sendung führt.

Ich kaufe ihm seine emotional, aufbrausende und provokative Art nicht ab. Die Empörungen die er zur Schau stellt, machen ihn nur scheinbar zum Anwalt der kleinen Leute, deren Anliegen und Meinungen er natürlich aufgreift, um sie dann aber in fast beleidigender Art und Weise seinen Gesprächspartnern vor den Latz zu knallen. In Wirklichkeit geht es Friedman wohl eher darum, seine Gesprächspartner zu unbedachten Äußerungen zu provozieren. Manchmal klappt das sicher, bei Hermann Ott und Patrik Döring (FDP), dem zweiten Gast, nur sehr bedingt. Die sind einfach zu sehr Medienprofis um sich hier auf Glatteis führen zu lassen.

So nutzten beide die Gelegenheit sich schon mal für den kommenden Wahlkampf einzustimmen. Besonders gut kamen sie damit nicht rüber, zu offensichtlich waren die Weglassungen bis hin zu deutlichen Unwahrheiten in ihren Argumentationen. Patrick Döhring versuchten einen Spagat zwischen Regierungsverantwortung und seiner eher oppositionellen Haltung hin zu bekommen. Hermann Ott hat dies schnell erkannt und bemerkt, dass es das Problem der FDP sei, etwas politisch umsetzen zu müssen was sie aber im Prinzip abschaffen wollten. Die ganze Energiewende nämlich. Damit hat wohl Recht, dennoch muss man Döhring bescheinigen, dass er der seriösere von beiden war. Soweit dies eben bei diesem Talkshow-Konzept überhaupt festgestellt werden kann.

Doch kommen wir zu Hermann Ott. Wie schon gesagt, von Michel Friedman hat er sich nicht den Schneid abkaufen lassen, nutzte dafür aber die Gelegenheit um Stimmung in seinem Sinne zu machen. Doch hier ist er in eine Falle getappt, weil er an anderen Orten erst in jüngster Vergangenheit andere Positionen vertreten hat, oder eigene Erkenntnisse verschweigt, die er aber nachweislich hat. Hier möchte ich besonders auf seine Tätigkeit als Leiter der Projektgruppe 3 in der Enquetekommission »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« hinweisen.

Ein immer wieder vorgebrachtes Argument Otts, dass zu wenig für Einsparungen im Energieverbrauch getan würde, um damit die Kostensteigerungen aufzufangen, ist im Zusammenhang mit Klimaschutz unsinnig, da diese Einsparungen, sollten sie denn tatsächlich erfolgen, durch direkte und indirekte Rebounds wieder aufgefressen werden. Ein Vorgang der in der Enquetekommission sehr ausführlich diskutiert wurde. Dennoch versteigt sich Herr Ott dazu, den Klimaschutz als ursächliches Argument wieder zu beleben. Dabei spielt er natürlich auch mit Ängsten, bleibt dabei aber schön ungenau, indem er auf die kürzliche Wetterkatastrophe an der Ostküste der USA anspielt. Das passt auch ganz genau in sein Konzept der »Heuristik der Angst« welches er nutzen möchte, um Menschen zum umdenken zu bewegen.

Stimmungsmache gehört zum politischen Handwerkszeug, leider auch das Spiel mit der Angst. Und in diese Kategorie ist auch einzuordnen, wenn Ott sagt, die vier großen Stromversorger würden [von ihnen] als vier Besatzungsmächte bezeichnet. Was mit solchen Äußerungen bezweckt werden soll ist klar: Stimmungsmache und Ablenkung. Dazu passt auch die Behauptung, dass ein Großteil der Erhöhung der EEG-Umlage auf das Konto derer geht, die von dieser Umlage befreit sind. Hurra, der Sündenbock ist gefunden, wie mangelhaft die Begründung ist, lässt sich einfach nachprüfen. Weiter geht es mit Otts Stromversorgerbashing: Stromversorger werden nicht genug kontrolliert, Absprachen untereinander wurden unterstellt und so weiter. Doch dies alles ist Politik, da vermischen sich eben schnell mal politische Ziele mit persönlichen Abschätzungen und Behauptungen. Damit wird man leben müssen, die Gegner verhalten sich hier nicht prinzipiell anders.

Hellwach wurde ich bei dieser Aussage:

„Wir müssen weniger verbrauchen insgesamt, das ist klar. Alle fossilen Brennstoffe sind endlich. Die Preise für alle fossilen werden steigen.“

Genau diese Aussage tätigte er wider besseren Wissens. Im Berichtsentwurf für die Enquetekommission der PG 3, dessen Vorsitzender Hermann Ott ist, steht auf Seite 59:

Die geologische Verfügbarkeit bei heutiger Nachfrage sowie heutigen Preisen und Technologien ist folglich für alle relevanten Energierohstoffe für mehrere Jahrzehnte, teils sogar über hundert Jahre, sichergestellt.
[...]
Die meisten Szenariorechnungen zeigen auf, dass die Reserven an fossilen und nuklearen Energieträgern ausreichend sind, um auch weit über die analysierten Zeiträume hinaus eine als wachsend angenommene Nachfrage nach diesen Energieträgern zu befriedigen.

Gerade um die Frage über die Ressourcen entstand bei der 21. Sitzung der Enquete eine heftige Diskussion, bei der Hermann Ott eindeutig Stellung nahm und die Darstellung des Berichtsentwurfs verteidigte. Was gilt denn nun, die Behauptung Otts bei Friedman, oder seine Erklärungen vor der Enquetekommission des Bundestages?

Es scheint möglich, dass Michel Friedman mit seiner Fragetechnik Hermann Ott ein wenig aus der Fassung gebracht hat, ihn damit veranlasste seine Deckung zu verlassen um sich mit Argumenten zu verteidigen, oder gar diese Argumente als Angriff auf seinen Widersacher bei dieser Sendung zu verwenden. Keiner von beiden, weder Friedman noch Döring, kannte Otts Stellungnahme in der Enquete, weshalb sie auch diese Steilvorlage ungenutzt ließen. Was aber noch viel schlimmer ist, es wurde diesbezüglich überhaupt nicht widersprochen. Die Annahme, dass die vermeintliche Endlichkeit der fossilen Brennstoffe würde uns heute zum Handeln zwingen, entspricht womöglich auch deren Überzeugungen. Und wenn man andere Diskussionen anschaut, so muss man befürchten, dass dies Konsens nicht nur bei Journalisten und Politikern ist, sondern auch Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung.

Ich denke, genau dies weiß Hermann Ott, und nutzte deshalb die Gelegenheit etwas weiterhin zu behaupten, obwohl er weiß dass es falsch ist, weil eben noch so viele Menschen daran glauben. Ihm geht es auch nicht um die Wahrheit, sondern um die Umerziehung der Bevölkerung. Angst vor etwas zu erzeugen was gar nicht existiert, erscheint als probates Mittel in der Politik des Herrn Ott.

Artikel auch erschienen in Glitzerwasser

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25 Kommentare
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  1. Das stand neulich bei WUWT in einem Kommentar:

    “Wir müssen lügen, damit sie uns glauben”

    Passt auf die Politik der Grünen.

  2. Kleiner Lapsus, Quentin! Michel Friedman(!) wird mit einem “n” geschrieben !!!

    [Danke für den Hinweis, ist korrigiert. QQ]

  3. @Quentin Quencher,

    ich bewundere Ihre Intension etwas hinüber zu bringen. Sendungen wie die “Friedmann” verursachen bei mir nur Brechreiz.

  4. Dazu paßt die aktuell von vielen Kommentatoren geäußerte Ansicht, mit der Wahl von KGE als Spitzenkandidatin würden sich die Grünen zur bürgerlichen Mitte hin orientieren und gar die Option schwarzgrün stärken.

    Ich sehe das nicht so, und das hat auch mit Ott zu tun. Denn er vertritt die grüne Programmatik so, wie sie tatsächlich formuliert und gemeint ist. Mit “bürgerlich” oder gar “liberal” hat das eben rein gar nichts zu tun. Es ist sehr entlarvend, auch, wenn ich mir Quentins andere Texte zur Enquete anschaue.

    Es zeigt einmal mehr das Versagen der MSM, an dieser wichtigen Stelle nicht nachzubohren. Eine politische Haltung, die auf Angst basiert, ist niemals zukunftsfähig.

    Zumindest aber die Nichtexistenz einer Verknappung von Rohöl sollte sich nun endlich herumgesprochen haben:

    Amerika wird führender Rohölproduzent

    Tja, der Spiegel. Erst titeln sie über den Untergang der USA -- und dann das. Die breite Öffentlichkeit ist nicht nur hinsichtlich der Rohstofffrage blind, sondern auch hinsichtlich des Primats der Technologie.

    Die amerikanische Erfolgsgeschichte beginnt gerade erst…

    Es ist schade, daß Friedman sich diesen Dingen nicht bewußt war. Daß aber Patrick Döring “die Steilvorlage” nicht genutzt hat, ist eigentlich unverzeihlich.

  5. @Peter Heller #4

    Ich sehe das nicht so, und das hat auch mit Ott zu tun. Denn er vertritt die grüne Programmatik so, wie sie tatsächlich formuliert und gemeint ist. Mit “bürgerlich” oder gar “liberal” hat das eben rein gar nichts zu tun

    Mt liberal hat das sicher nichts zu tun, mit bürgerlich, wäre ich nicht so sicher. Wenn “bürgerlich” bedeutet, dass die Lebensbedingungen nur in einem gewissen Rahmen schwanken sollten und es keine Brüche zwischen den Generationen geben darf, dann ist das eben genau, was Ott formuliert. Er nimmt die Stimmung auf, dass unsere Lebensweise zu aufwendig ist und zieht den Bogen zu Wetterkatastrophen. Das wird sowohl von Friedman als auch von Döring akzeptiert und darin liegt das Problem. Wie sollen die dann Lösungsvorschläge, die für ein Wachstum tödlich sind, aber vielleicht noch die drohende Katastrophe abmildern können, nicht befürworten können. Vielleicht sehe ich da ja falsch aber “bürgerlich” hat so etwas bewahrendes und das heisst heute eben einfach grün.

  6. @ Peter

    Es fällt mir immer schwerer meine Thesen, wonach Grüne und Schwarze eigentlich zusammen gehören, aufrecht zu erhalten. Irgendetwas passt da nicht, und du hast sicher Recht mit der Aussage, dass Ott die grüne Progamatik besser vertritt, als diejenigen die nun immer wieder als Beispiel für eine Grün-Schwarze Möglichkeit genannt werden. Ich habe mir gestern Abend noch mal ein paar Fraktionsbeschlüsse der Grünen angeschaut, und muss sagen, da graust es einem.

    Ich denke aber auch, wir müssen »bürgerlich« und »liberal« neu definieren, wie von Gerhard Straten angedeuted. Bürgerlich zumindest ist ja nicht gleichbedeutend mit Konservativ. Es gibt ja auch eine sozialdemokratische Bürgerlichkeit, genauso wie nun eine grüne.

    Ich würde hier gerne einen Gedankengang von Trepl einbringen, der meint, Konservatismus und Romantik wären eine Reaktion auf die Aufklärung. Die Romantik aber im Prinzip unpolitisch sei.

    Wie auch immer, es würde die CDU zerreißen wenn sie mit den Grünen zusammengeht, welche es ebenso zerreißen würde. Die Option Schwarz-Grün existiert nicht. Es würde beiden massiv schaden.

  7. @Quentin

    Ich glaube, jetzt liegst Du falsch, denn eins vergesst ihr bei euren hochgeistigen Betrachtungen, den Willen an die Fresströge der Macht zu gelangen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-grüne_Koalition

    Tja, wie es dat Schicksal so will, beschäftigt diese Frage sogar jemand bei WO…

    Der stählerne Wille zur Macht

    Allen Treueschwüren in Richtung SPD zum Trotz: Die Grünen werden jede Machtoption nutzen -- auch die Koalition mit der CDU. Schwarz-Grün wäre in der Tat eine maßgeschneiderte Kooperation. Von Ulf Poschardt

    Die Basis der Grünen hat entschieden, die Knallschoten zu entfernen und nach aussen hin ein konservatives Bild abzugeben….olle Kretschmar war nur der Anfang, man weiß ja jetzt wie man Wählerstimmen kassieren kann, deswegen müssen Roth, Künas und Özdemir in den Keller, denn die sind inzwischen selbst den Grünen zu peinlich geworden.
    Wenn es eine Möglichkeit gibt wieder an die Macht zu kommen, werden die Grünen knallhart zugreifen….da sind dann auch Parteiprogramme nur noch Nebensache.
    Und die CDU?……die besteht anscheinend eh nur noch aus der Übermutter und ein paar treudoofe Mitläufer, die ernstzunehmenden Gegenkandidaten hat se ja schon vor Jahren weggebissen……und Mutti wird mit den Grünen ins Bett steigen, Hauptsache sie kann uns nochmals 4 Jahre lang zur Verzweiflung treiben.

    Erinnert Euch an Ypsilanti…….die schneller ihr Versprechen gebrochen hatte als die Wahlzettel ausgezählt werden konnten……und nur von “Verrätern” aus der eigenen Partei zu Fall gebracht werden konnte, Politik ist eine Hure und wird es immer bleiben.
    Machtgeilheit…..macht alles möglich.
    H.E.

  8. Macht korrumpiert, lieber Heinz. Falls es keine anderen Optionen gibt, wird man auch ein Schwarz-Grün ins Auge fassen. Das wird aber bei beiden Parteien einen erheblichen Aderlass bewirken -- und das wissen die. Was auf kommunaler Ebene passiert lässt sich nicht so einfach aufs ganze Land projizieren.

    Im übrigen finde ich den Artikel von Ulf Poschardt in der Welt recht oberflächlich. Da hat er sich aus Allgemeinplätzen ein Collage zusammengebastelt, ohne richtig zu begreifen, was eigentlich vorgeht:

    Keine Partei ist den meinungs- und stilprägenden neubürgerlichen Lebenswelten so nahe, keine Partei arbeitet daran mit ähnlich fokussiertem Talent wie die Grünen.

    Das ist das Bild eines Journalisten, der die Lebenswelten nicht kennt, und von denen abschreibt, die die Lebenswelten eben auch nicht kennen. Dann kommt er mit der Böll-Stiftung daher, als ob das irgendetwas über neubürgerliche Lebenswerlten aussagen würde.

    Gestern wurde im SWR2-Forum auch über diese Lebenswelten gesprochen, das war recht interessant.

    Die Grünen sind bürgerlich geworden. Angeblich. Aushängeschilder wie Winfried Kretschmann touren durch Schützenvereine und Kirchenchöre. Doch die Parteibasis will Trittin, tickt links, will Einheitsschulen, die Energiewende, Naturschutz, deutlich weniger Flugverkehr, Kapitalmarktsteuern. Und noch einiges andere, was vielen Wählern weit weniger behagt als das unbestimmte Lebensgefühl, grün zu sein. Was Wahlforscher seit einiger Zeit beobachten, ist die Entkoppelung dieses Lebensgefühls vom grünen Programm. Zwar sind die meisten Grünen-Wähler aufgeschlossen für andere Kulturen. Aber bedeutet das, dass sie ihre Kinder in Gemeinschaftsschulen schicken werden?

  9. Lieber Quentin, Du weißt ja das ich kein großartiker Analytiker der menschlichen Seele bin (komm ja kaum mit meinen eigenen Abgründen zurecht) aber ich beobachte und ziehe Schlüsse.

    Dat beste Beispiel war ja der systemhassende Steinewerfer……..der dann als Amani-Anzugträger der Inbegriff des Systemes wurde. Dieser Typ musste ja nicht mal eine Doktorarbeit fälschen, die hat er sogar ehrenhalber in den USA bekommen.
    Genau dieser Typ hat den Grünen auch den Krieg im Kosovo eingebrockt……..und die haben die Kröte geschluckt, diese angebliche Friedenspartei.
    Auch unter Trittin werden sie viele Kröten schlucken…..als Alibi zur Befriedigung der grünen Seele gibbet eben wieder sowas wie Büchsenpfand oder ne andere pseudogrüne Kleinigkeit.

    Tja, und von der CDU brauchen wir überhaupt net mehr zu reden…..die schlucken jede Kröte die Mutti auswürgt….anstandslos, alternativlos…..denn wen interessiert schon die Basis, Mutti befiehlt und der postengeile Anhang folgt, wenn nicht, fliegt er eben (Röttgen).

    SPD……da sieht es so aus, als ob die alles menschenmögliche unternehmen um jarnich wiedergewählt zu werden, die Verantwortung für den EE-Müll, den se uns damals eingebrockt haben, wieder übernehmen zu müssen, erschreckt die zu sehr.

    FDP…..bähhh, bevor die nicht endlich ihre Altlasten aufs Altersteil setzen…..sind se für mich nur ein gammeliger Haufen der sich an die derzeitige Macht klammert wie der Babyaffe an Muttis Brust. Wer noch ein Cent auf das Röslein setzt, hat anscheinend noch nicht den Kubicki gehört…….der dürfte also ab 2013 wieder seinen Beruf nachgehen oder in der Parteizentrale die Klo´s putzen.

    Und dat mein lieber Quentin, macht mich so alternativlos mutlos für Deutschlands Zukunft.
    MfG
    Heinz Eng
    PS……wie gesagt, nur meine ganz persönliche Eigenmeinung, können andere Leute auch ganz anders sehen.

  10. Apropos “Betroffenheitsgeschwafel “………..ich bin auch gerade sehr betroffen…….von Madame Connie Hedegaard …

    EU legt Emissionsabgabe vorerst auf Eis

    Nach massivem Druck aus der Wirtschaft stoppt die EU die umstrittene Klimaschutzabgabe für Fluggesellschaften vorerst für ein Jahr. Der Erwerb von CO2-Verschmutzungsrechten für Flüge von und nach Europa solle ausgesetzt werden, um in internationalen Verhandlungen eine globale Lösung zu erreichen, sagte EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard am Montag in Brüssel. Sollte die internationale Luftfahrtorganisation ICAO bis November nächsten Jahres keine Regelung finden, werde die EU-Abgabe aber wieder eingeführt. Die EU-Staaten müssten dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen.

    Ohh, hat die kleine EU etwa die Hosen voll?
    Hat man gemerkt, das man sich nicht gleich mit der ganzen Welt anlegen kann um sein Klimawahn auszuleben (oder fette Knete zu kassieren)?

    Aber keine Angst liebe Klimaretter…innerhalb der EU dürfen die Fluggesellschaften trotzdem artig weiterlöhnen, für das von Gott (EU-Kommision) gegebene Recht die Luft weiterhin verschmutzen zu dürfen.
    Nun ja, die finanziellen Ausfälle sind verschmerzbar……führen wir einfache eine “Kuhfurzklimaabgabe” ein und schon rollen se wieder, die Talerchens.
    Oh man, werden wir bald riesige neue Irrenanstalten brauchen ?
    Duck und janz weit wech
    H.E.

  11. Herr Heller,

    Es zeigt einmal mehr das Versagen der MSM, an dieser wichtigen Stelle nicht nachzubohren. Eine politische Haltung, die auf Angst basiert, ist niemals zukunftsfähig.

    Wenn es nun aber umgekehrt ist? Die MSM bohren nicht nach, weil sie diese Agenda selbst vorantrieben, samt des zuständigen Politiktheaters, das uns diesen Unsinn vertickern soll?

    Dieser Tage wird das Personal der brd von ihren EVersorgern über die Preiserhöhungen informiert. Mein Versorger schrieb mir, er könne rein gar nichts für die Preiserhöhungen, sie kämen von der Regierung.

  12. Schnell mal noch ne Lachnummer für unsere Leser….

    Ein immer wieder vorgebrachtes Argument Otts, dass zu wenig für Einsparungen im Energieverbrauch getan würde, um damit die Kostensteigerungen aufzufangen………………….

    Tja, wie dat dann in der Praxis aussieht, zeigt uns das Bundesumweltamt mit seinen neuen, innovativen und nachhaltigen Neubau.

    Beim Umweltbundesamt ging ausgerechnet in Sachen Energieeffizienz einiges schief. Ein Neubau in Dessau sollte als ökologisches Vorzeigemodell dienen. Doch die Betriebskosten lagen im Prüfungszeitraum um rund 50 Prozent höher als bei herkömmlichen Verwaltungsgebäuden und im Jahresschnitt um knapp 400.000 Euro höher als geplant. “Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet die Wartungskosten für die ökologisch-innovativen Anlagen zu hoch sind”, schreiben die Prüfer. “Das Gebäude des Umweltbundesamts taugt kaum als ökologisches Vorbild.”

    Joo, ganz Deutschland soll den energetischen Gürtel enger schnallen…..sagt das UBA……und macht dann das ganze Gegenteil davon.
    So….ick bin dann mal im Keller.
    H.E.

  13. Köstlich, die Pressmitteilung: <a href="Ölproduzent Amerika auf klimapolitischem Holzweg

    Die USA dürfen sich nicht weiter an einem Wettlauf um die weltweite Ölproduktion beteiligen. Vielmehr liegt die von Präsident Obama angestrebte Unabhängigkeit von Energieimporten in den Energiequellen der Zukunft – den Erneuerbaren Energien. Fossile Rohstoffe gehören nicht nur in die Vergangenheit, sie gehören in den Boden.“

    Bislang, vor allem wenn ich mir die Videos von der Enquete anschaute, glaubte ich, Ott wäre fundierten Argumenten aufgeschlossen. Doch der leidet offensichtlich an völligen Realitätsverlust.

  14. Ist der Ott etwa dumm oder nur ein gerissener Agitpropfunktionär?

    Das Festhalten an alten, von fossilen Rohstoffen abhängigen Wirtschaftsmodellen ignoriert hartnäckig die schon jetzt spürbaren Auswirkungen des Klimawandels – und dessen Boten wie Monstersturm Sandy.

    In New York alles okay
    Denkbonus verfolgte den Monstersturm auf den Livecams. Die haben zwar 400000 Leute evakuiert aber vergessen , die Livecams abzuschalten.

    Zugleich kreischen todesmutige CNN- Reporter, die verzweifelt ihren Hut mit einer Hand festhalten, im Ostfriesennerz ihre Horrormeldungen ins Mikrofon während im Hintergrund Pasanten friedlich vorbei schlendern und gelegentlich entspannt in die Kamera winken. Was also soll der alberne Blödsinn?

  15. Morgen, am 14. Novenber 2012, findet eine Diskussion beim Nationalem Ressourcen-Forum 2012 statt.

    15:15 Grußwort Peter Altmaier Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

    Qualitatives versus quantitatives Wachstum – Podiumsdiskussion der Obleute der Enquete-Kommission des deutschen Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität”

    Moderation: Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung

    Daniela Kolbe SPD
    Matthias Zimmer CDU/CSU
    Hermann E. Ott Bündnis 90, Die Grünen
    Florian Bernschneider FDP
    Ulla Lötzer Die Linke

    Ich habe da jetzt nichts gefunden ob ein Video aufgezeichnet wird, oder Protokolle einsehbar sein werden. Aber vielleicht bringen die da noch was.

    Ich habe auf jeden Fall mal folgendes getan:

    Daniela Kolbe, Ulla Lötze, Florian Bernschneider und Matthias Zimmer wurde von mir per privater Facebook-Nachricht über diesen Artikel informiert. Peter Altmaier per Twitter und Michael Brauchmüller per Email an die Süddeutsche Zeitung.

    Es soll hinterher keiner sagen können, er hätte es nicht gewusst. So wie das offensichtlich bei Friedman und Döring der Fall war.

  16. Daniela Kolbe, Ulla Lötze, Florian Bernschneider und Matthias Zimmer wurde von mir per privater Facebook-Nachricht über diesen Artikel informiert.

    Das ist mal ne echt gute Idee. Zumindest bei Bernschneider sollte es wirken.

  17. Bei Herrn Zimmer wird das eher Entsetzen auslösen, wie ich foldendem Text entnehme:

    Schon wenn wir ein durchschnittliches Wachstum von einem Prozent pro Jahr haben verdoppelt sich das Bruttoinlandsprodukt in 70 Jahren. Ein stetiges Wachstum, egal mit welcher Wachstumsrate, ist nicht linear, sondern wirkt exponentiell. Da wir auf dem Planeten nur begrenzte Ressourcen und Reserven haben, ist ein stetiges (weil exponentielles) Wachstum nicht möglich. Das macht auch ein Bild deutlich, der so genannte ökologische Fußabdruck. Dieser rechnet die Ressourcen, die für den Alltag benötig werden, in Flächenverbrauch um. Das kann man auch für sich ganz persönlich berechnen – auf der Internetseite http://www.footprint-deutschland.de. Entscheidend aber ist: Weltweit übersteigt der ökologische Fußabdruck die Fläche der Erde um das 1,5-fache. Wenn alle weltweit wirtschaften würden wie in Deutschland, würde die Erde um das 2,8-fache verbraucht. Hier ist ein Umsteuern notwendig, schon im Interesse der nachfolgenden Generationen.

    Das wird doch auch wohl Herr Ott unterschreiben können

  18. @Gerhard Straten

    „Freiheit explodiert in den Exzess, die technischen Möglichkeiten übersteigen die moralischen“ so beschreibt Herr Zimmer die heutige Zeit in einem Redebeitrag im Bundestag. Leute wie Zimmer sind das Bindeglied zwischen den Konservativen und den Grünen.

  19. Das sind Leute, die sich überrollt fühlen, hilflos, weil sie nicht begreifen und voller Angst weil sie sehen wie ‘ihre’ Welt untergeht.
    Ich denke, hier muss man den Unterschied zwischen ‘Konservativ’ und ‘Reaktionär’ heraus arbeiten.

    Der Konservative will auf dem Bestehenden aufbauen und Kontinuität, aber er hat nichts gegen neue Entwicklungen und begreift sie sogar oft als wertvoll. Der Konservative kann also ohne weiteres an der Spitze neuer Entwicklungen stehen.
    Ein Konservativer betrachtet Vergangenheit und Gegenwart realistisch. Er sieht Gutes und Schlechtes, trachtet danach, gute Ideen fortzuführen und schlechte Zustände entweder zu verbessern oder abzuschaffen. Er hat also nichts gegen dynamik, sondern will sie nur in Einklang mit Traditionen bringen.
    Der Reaktionär dagegen will den Status Quo erhalten, er proklamiert, dass Neues nur von Übel sei und das bestehende gefährde. Er will Stillstand oder meist sogar einen Rückschritt.
    Ein Reaktionär ist nostalgisch und sieht eine ‘gute alte Zeit’ mit rosaroter Brille. Ihm fehlt die Einsicht, dass ein Fortschreiten der Zeit unweigerlich zu dynamischen Veränderungen auf allen Ebenen führt.

    Wie dumm eine reaktionäre Haltung ist, zeigt sich exemplarisch an Zimmers Unfug!
    ‘Land’ wird als statisch gesehen, ohne zu berücksichtigen, dass der Nutzwert pro Flächeneinheit doch ganz offensichtlich stetig in ungeheurem maß anwuchs, vom Jäger, der viele Quadratkilometer brauchte, zum Hirten, der (bei steigendem Wohlstand!) schon mit weniger auskam, über den Bauern, der nur noch Bruchteile eines Quadratkilometers benötigt (Wieder bei steigendem Wohlstand!) zum industriellen Menschen der sich sogar vom Boden so weit unabhängig gemacht hat, dass die Agrarproduktion in eine recht unbedeutende Nebenrolle der Wertschöpfung gedrängt wurde und ‘Land’ eher unter dem Aspekt einer totalen, integrierten Nutzung sieht, mit allem, was sich unter und über der Erdoberfläche befindet. Diese dreidimensionale Nutzung m Gegensatz zur früheren zweidimensionalen sieht ein Konservativer als ‘Fortschritt’. Er begreift den zusätzlichen Reichtum als Möglichkeit, bestehende Wünsche endlich zu erfüllen. Der Reaktionär dageen jammert und sieht seine alte zweidimensionale Welt in Gefahr.
    Und klopft man Zimmers haltung logisch ab, zeigt sich die ganze Absurdität:
    Wenn ein Gut als statisch und begrenzt angesehen wird, dann ist Sparsamkeit völliger Unfug!
    Wenn ich einen Lebenmittelvorrat für 3 Monate habe, dann kann ich ‘sparen’ und mich damit auch 6 Monate am Leben erhlten. Doch der letztendliche Hungertod ist unvermeidlich. ‘Sparsamkeit’ ist also KEINE zweckmässige Strategie!
    Richtiger ist es -- und so hat’s die Menschheit in erfolgreichen Kulturen immer gemacht -- den Lebensmittelvorrat rücksichtslos zu nutzen um bei Kräften zu bleiben und innerhalb der gegebenen Frist von drei Monaten neue Nahrungsquellen zu erschliessen. Selbst wenn das nicht gelingen sollte , ist mein Schicksal in keiner Weise schlechter als das, was mich bei Sparsamkeit erwartet: Ich verhungere.
    ‘Sparsamkeit’ ist also niemals von Vorteil, wenn die Zukunft ungewiss ist.

  20. Tritium,
    wie ordne ich Heiner Geisler ein?
    Er sagte gestern bei Maischberger über die USA, sie fördern verzweifelt Gas aus Gestein mit viel Energie und schlimmen Folgen für dei Umwelt…nur um sich unabhängig vom Öl aus Nahost zu machen….
    Wenn ich Zeit habe, werde ich das nochmal anschauen. Er argumentiert wie Ott.

  21. Und wieder ist ein Firmenchef explodiert……Hartmut Mehdorn von Air-Berlin.

    Air Berlin erwägt massiven Stellenabbau

    Eigentlich, so Mehdorn, sei eine funktionierende Luftfahrt „das Schmierfett einer funktionierenden Wirtschaft“. Das scheine die Politik nicht mehr zu verstehen. Bei Air Berlin habe man eine „schwierige Situation, vielleicht schwieriger, als es von außen sichtbar ist“. Die Politik aber kümmere sich nur noch um Nachtflugverbote, CO2-Richtlinien und immer neue Regeln…………….

    Trotzdem gebe es zwischen Wirtschaft und Politik keinen funktionierenden Dialog mehr: „Für die sind wir nur die Lärmmacher.“ Seit Jahren könnten sich die EU-Staaten nicht auf einen einheitlichen Luftraum einigen, der Air Berlin und Lufthansa helfen würde, im Schnitt rund zwölf Prozent Kerosin einzusparen…….

    Die von der Bundesregierung auf einer Wochenendklausur beschlossene und seit Anfang 2011 erhobene Luftverkehrssteuer sei „Unzucht mit Abhängigen“. „Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich die Steuer nicht bezahlt und geguckt, was passiert“, sagte er. Aber der Staat buche die Steuer direkt von den Konten ab. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe ihm gesagt, diese Steuer werde man nie mehr hergeben. „Wir haben eine Regierung, die sich um uns nicht kümmert, die uns gar nicht zuhört“, klagte Mehdorn weiter. Air Berlin könne die Situation nicht mehr lange aushalten…………..

    Joo, die Zitrone staatlich auspressen bis der letzte Tropfen raus ist……UNZUCHT MIT ABHÄNGIGEN……..das selbe wie unsere Energiewende und einer Staatsquote von knapp 50 %……..dann noch die EU-Beklopptokraten mit ihren CO2 Fimmel unde schon krabbelt ganz Europa auf dem Zahnfleisch.
    2011 ist der globale CO2 Ausstoß auf 34 Mrd. Tonnen angestiegen…..die Amis wollen sich demnächst Importunabhängig von fossilen Brennstoffen machen…..in China entsteht im Wochentakt ein Kohlekraftwerk nach dem anderen………aber Europa und speziell Deutschland ist besoffen danach, unbedingt das Weltklima retten zu wollen.
    Sorry….mit den gesunden Menschenverstand hat dat nix mehr zu tun…….entweder gibbet wirklich ne Verschwörung oder aber die Blödheit der Menschheit ist schon ins Unermessliche gestiegen.

    EU……Bund europäischer Agraländer zur Nahrungsversorgung der Welt….im Jahre 2020.
    H.E.

  22. Jetzt auch offiziell:

    1. Änderungsmitteilung

    Die 25. Sitzung der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität am

    Montag, dem 19.11.2012, 13:15 Uhr
    Sitzungssaal: E 700
    Sitzungsort: Paul-Löbe-Haus

    findet nicht statt.

    Daniela Kolbe, MdB
    Vorsitzende

    Keine Erklärung, kein Ersatztermin, gar nichts. Nicht mal auf Twitter beim Herrn Ott.

  23. Der Fleischhauer sieht das ganz richtig:

    Schwarz-Grüner Irrweg (SpOn)

  24. Ja, der Fleischhauer hat das gut erkannt. Mit einer Einschränkung, ich bin durchaus der Meinung, dass sich Politiker für Poesie, wie das Fleischhauer etwas verächtlich darstellt, interessieren sollten. Wer glaubt ohne diese Poesie auskommen zu können wird nur eine sehr begrenzte Aufmerksamkeit bekommen.

    Wenn politische Absichten und Grundüberzeugungen in eine Erzählung gepackt werden ist das kein Problem. Wenn aber die Erzählung über die wahren Beweggründe hinwegtäuschen soll, dann schon.

    Wenn sich die Menschen nur für nackte Tatsachen interessieren würden, bräuchte man keine aufwendigen Webkampagnen mehr, es würde genügen die technischen Daten eines Produktes bekannt zu geben. Und so wie ein Produkt meist nur gekauft wird, wenn sich damit bestimmte Lebensgefühle darstellen lassen, ist es auch in der Politik.

    Deshalb ist es auch besonders wichtig, so finde ich, nicht nur die Erzählungen der Gegenseite auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, sondern ebenfalls eine Erzählung bereit zu halten, die die eigenen Positionen poetisch umschreibt.

    Die Kritik des Kritikers wird ohne Wirkung bleiben, wenn er nicht gleichzeitig eine Alternative darzustellen vermag, dies geht eben nur mit einer Erzählung. Daran mangelt es den meisten Skeptikern, weshalb auch so etwas wie eine Schweigespirale entsteht.

    Die nicht vorhandene Erzählung bei der CDU führt nun zu eine Befindlichkeit, die ich besten mit den Begriff „Pluralistische Ignoranz“ beschreiben möchte:

    Wenn sich eine Gruppe von Menschen in einer mehrdeutigen, schwer einschätzbaren Situation befindet und keiner weiß, was zu tun ist, versuchen die Anwesenden aus der Beobachtung der jeweils anderen Hinweise auf mögliches sinnvolles Verhalten zu bekommen. Die Gruppe übt auf ihre einzelnen Mitglieder informativen sozialen Einfluss aus.
    [...]
    In solchen uneindeutigen Situationen versuchen Menschen, Informationen über ihre Umwelt zu gewinnen, indem sie die Reaktionen ihrer Mitmenschen als Deutungshilfe benutzen.

    Es tritt genau das ein, was ich befürchtet hatte, die Schwarzen machen sich grün, weil sie einfach orientierungslos geworden sind. Damit wird aber mit ihnen geschehen, was mit der SPD schon passierte. Das hat der Fleischhauer sehr gut erkannt.

  25. Fleischhauer sieht das sicher richtig, dass die Grünen nur ein Pluspunkt für relativ Wenige sind, dass der Niedergang der SPD damit zusammenhängt, dass sie auch um diese Gruppe buhlt und dass der CDU ein ähnliches Schicksal droht, wenn sie sich zusehr mit den Grünen einlässt. Er übersieht nur, dass die Überschneidung der politischen Akteure mit dieser Gruppe nicht unerheblich ist. Vielleicht hat die CDU da bessere Chancen als die SPD, da sie einen grösseren Block von Aktiven hat, die aus der Wirtschsft kommen. Aber als Omen sollte man sehen, dass die Gewerkschaftler in der SPD die Begeisterung für Rot-Grün auch nicht richtig bremsen. Vielleicht liegt das daran, wie er sagt:

    Die Grünen hatten immer schon den Bogen raus, den Leuten weiszumachen, dass ihr Lebensmodell nicht die Ausnahme sondern gesellschaftliche Normalität sei.

    Die, bei denen das nicht gelingt, wenden sich eben von der Politik ab und wählen gar nicht mehr oder nehmen es zynisch und sehen zu, wie sie davon profitieren können. Darauf zu verweisen, dass die grüne Anhängerschaft absolut gesehen recht niedrig ist, hilft in unserem System gar nichts, wenn die Nichtwähler sich nicht politisch artikulieren.