Rahmstorf und Latif: Die Katastrophentrompeter im ZDF

11. Juni 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Die Unwetter von Pfingsten und das aktuelle „Unwetterchaos“ in NRW boten mal wieder eine Steilvorlage für alle Katastrophentrompeter in Sachen Klimawandel. Das durften sich das ZDF und die Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Mojib Latif natürlich nicht entgehen lassen um ihre düsteren Prognosen an die Wand zu malen. Sehen Sie selbst:

Den düsteren Prognosen zufolge sollen sich Unwetter und vor allem die Stürme und Starkniederschläge häufen. Was ist davon zu halten?

Der Faktencheck

Die Accumulated Cyclone Energy (ACE) ist ein von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA/ Wetterdienst der USA) benutztes Maß, um die Aktivität von tropischen Stürmen auszudrücken. Diese wird seit den frühen 1970er Jahren gemessen und ist seither nicht gestiegen, sondern leicht gefallen. In den 1990er Jahre wurde ein Zwischenmaximum erreicht, seitdem ist die Aktivität weiter gefallen.

global_running_ace

Eine Abnahme der Sturmaktivität ist u.a. auf die Abnahme des Druckgefälles zwischen den Tropen und der Arktis, aufgrund der sich mit dem Klimawandel stärker erwärmenden Arktis, zurückzuführen. Das Temperaturgefälle zwischen Tropen und Arktis wird geringer, damit auch das Druckgefälle und somit auch die Sturmaktivität.

Auch in Deutschland macht sich das bemerkbar. Die Sturmaktivität an der Deutschen Nordsee- und Ostseeküste (Sturmindex an der Nordsee- und Ostseeküste/ geostrophische Windgeschwindigkeiten seit 1880) nimmt nicht zu, sondern fällt seit dem Messbeginn im Jahre 1880. Um 1990 wurde ein Zwischenhoch erreicht, seitdem fällt die Aktivität weiter.

Sturmindex

Das Windenergieangebot fällt ebenfalls seit den 1990er Jahren. Das macht sich vor allem negativ bei den Betreibern von Windkraftanlagen bemerkbar.

Windenergieangebot

Auch die Zahl und Stärke der Sturmfluten hat seit 1910 nicht zugenommen, wie die Messstation am Pegel Norderney zeigt.

Sturmfluten-Norderney

Die Gewitterniederschläge von Pfingsten und das Sommer-Elbhochwasser aus dem letzten Jahr deuten auch auf keine Zunahme der Sommerniederschläge hin. Seit Messbeginn im Jahre 1881 ist die Jahressumme der Sommerniederschläge in Deutschland annähernd konstant geblieben und nicht gestiegen.

Sommerniederschlaege

Auch die Zahl der Tage mit Starkniederschlägen im Jahr ist seit Messbeginn im Jahr 1951 nicht signifikant gestiegen.

Starkniederschlaege

Und was lernen wir daraus? Allen Angstmalereien zum trotz besteht also kein Anlass in Panik zu verfallen. Eine seriöse Betrachtung der Datenlage liefert keinen Anlass dazu. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Vor allem wenn Ihnen das ZDF und Klimaforscher wieder einmal erzählen, dass alles schlimmer wird, sollten Sie skeptisch sein.

UPDATE

Die Sommer sind in den letzten 20 Jahren auch nicht immer heißer in Deutschland geworden, wie die folgende Abbildung zeigt (Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland). 2003 war der heißeste Sommer. Die folgenden/ letzten 10 Sommer waren wieder deutlich kühler.

Deutschland-Sommertemperaturen-1994-2013

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14 Kommentare
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  1. Wenn „Wissenschaftler“ Wetter und Klima verwechseln, dann ist Vorsicht angesagt. Aber es soll ja Schindluder getrieben werden, der Bürger in „German Angst“ versetzt werden. Nur der Angsthase läßt sich leicht jagen und zu ideologischen Zwecken ausbeuten. Ich habe als Seefahrer viel Wetter erlebt, von gigantischer Flaute bis Hurrikan. Man muß sich an das Wetter anpassen, einmal mit Verstand an den Himmel schauen, dann fällt einem kein Baum auf’s Auto oder die Gartenlaube. Mit dem Fahrrad durch den Gewittersturm und dann die „Klimakatastrophe im Fernsehen anschauen und glauben. Heilige Ökoreligion hilf uns!!! Als Sohn eines allgäuer Bergbauern und Kapitän glaube ich an den kundigen Blick an den Himmel und nicht an Scharlatane.

  2. Ich hatte durch die Unwetter vom Pfingstwochenende eine Idee, wie man gründenkenden Menschen die Konsequenzen ihrer Gutgläubigkeit gegenüber Leuten wie Rahmstorf & Co. deutlich machen kann. Man nehme die Prognosen, denen alle genauso glauben wie den Verdammnisdrohungen der kath. Kirche im Mittelalter, und nutze sie um zu zeigen, wie sich wegen dieser Gutgläubigkeit die ‚Katze in den Schwanz beißt‘. Meine Argumentationskette läuft wie folgt:
    Insbesondere beim NRW-Unwetter vom Pfingstmontag beklagten die Einsatzkräfte der Feuerwehren, dass sie wegen umgestürzter Bäume nur schwer, oder gar nicht an die Einsatzorte gelangen konnten. Auch viele Betroffene fühlten sich im Stich gelassen. Nun ist nach Rahmstorf & Co.s Prognosen klar: solche Ereignisse werden sich nicht nur wiederholen, sie werden auch häufiger auftreten. D.h. Menschen werden immer wahrscheinlicher sterben, weil Einsatzkräfte nicht rechtzeitig zum Einsatzort gelangen können, wegen der Bäume, die keine 150 Km/h schnellen Windstöße aushalten. Also ist die Forderung der Feuerwehren und aller anderen Einsatzkäfte voraussehbar: die großen Bäume müssen fallen, sie verhindern sonst die Rettung von Menschenleben. D.h. Gründenkende, die sich bisher an jeden Baum geklammert haben, der aus wichtigen Gründen gefällt werden sollte, stehen von nun an vor einem Dilemma: entweder sie glauben den Weissagungen des seltsamen Prof. aus Potsdam, der sich stets um populistisches Marktgeschrei ala „wer mir nicht glaubt, ist schuld am Weltuntergang“ bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit bemüht und die Speerspitze der „wir Menschen vernichten die Erde“-Bewegung darstellt, dann werden sie aber in Zukunft auf ihre so heiß geliebten Bäume verzichten müssen -- oder -- sie verweigern den Propheten des Weltuntergangs die Gefolgschaft, und können ihren „Freund, den Baum“ behalten.
    Gründenkende können dieser Tage erleben, dass die Gefolgschaft gegenüber Wahrsagern im wissenschaftlichen Mäntelchen zu Entscheidungsproblemen führen, die mit der Wahl zwischen dem Teufel und dem Beelzebub beschrieben werden können.
    Und dies wird nur die erste Kröte auf diesem Weg sein. Ich will mich auch mal spaßenhalber als Wahrsagerin betätigen: irgendwann wird jemand Gründenkenden erklären, wieviel Energie und Ressourcen die Massenproduktion von Fahrrädern moderner Bauart verbraucht z.B..

    Ich hoffe, dass auch die Menschen in Deutschland, wie vorher in den meisten Teilen der Welt, zu der Einsicht gelangen, dass der Wandel ein wichtiger Teil der Natur ist, an den man sich anpassen muß, weil man sonst selektiert wird und das auch „der Mensch“ ein Teil der Natur ist und nichts von dem, was die „Menscheit bewirkt“ als „gut“ oder „schlecht“ bewertet werden kann, sondern nur als „natürlich“.

  3. Liebe Lara
    Bäume in der Stadt sind geschützt, Dank Naturschutzgesetzgebung………wenn dann mal wegen eines Baumes ein Mensch sterben muss, ist das halt PP (persönliches Pech) oder einfach Schiksal oder Gottgegeben.
    Ich habe dienstlich einen fetten Ordner….der den Kampf eines Versorgers mit den Behörden und Bürgern dokumentiert…..und ich habe den Kampf inzwischen aufgegeben, weil der Schutz des Baumes in der Stadt wichtiger ist als eine Versorgungsleitung oder eines Menschenleben.
    Es gibt bei uns Wohnquartiere, die ganztägig Licht brennen lassen müssen, weil riesige Pappeln vor den Fenstern der Sonne den Weg versperrt……wenn man nicht aufpasst….pappen die Grundstückseigentümer die neuen Bäumchen mitten auf unsere Versorgungsleitung……und wenn wir mal neue Strippen oder Rohre ziehen müssen…..wehe dem, wir beschädigen dabei Wurzeln oder Rinde…..dann kann es unter umständen Strafen bis 50.000 Euro geben.
    Für jeden zwangsläufig gefällten Baum…..sind 3 neue zu pflanzen, obwohl es im Stadtgebiet keinen Platz mehr gibt…..der Irrsinn hat Methode und gewisse Wutbürger passen auch streng auf das Grünzeuch auf und verpetzen jeden, der sich daran zu schaffen macht.

    Aber sei getröstet…….dafür bauen wir dann 5 Meter hohe Schallschutzwände um nicht den Kinderlärm aus einer KITA ertragen zu müssen.
    Deutschland hat in der Geburtenrate jetzt sogar noch Japan unterboten……kein Wunder auch, wenn ein Baum schon wertvoller ist als ein Menschenleben.
    Deutschland schafft sich ab……auf jede erdenkliche Art und Weise.
    Habe fertig, Flasche leer.

    Onkel Heinz………..ich glaub, ich steh im Wald

  4. @Heinz Eng

    Das mit den Bäumen ist so ne Sache. Stehen die in der Stadt werden die von Umwelt- und Klimaschützern streng geschützt. Stehen die auf Flächen, die für Windkraft geeignet sind, dann haben die Bäume Pech gehabt. Ruck zuck sind die weg für ein paar Windräder. Das habe ich selbst erlebt. Am Bremer Blockland wurden in den letzten Jahren 4 riesige Windkraftanlagen errichtet. Direkt am Landschaftsschutzgebiet und eine sogar im Naturschutzgebiet. Dafür mussten dann Ausgleichsflächen für den Naturschutz geschaffen werden. Die Tiere und Bäume ziehen natürlich gleich mit um. Versteht sich von selbst. Die wandern eben mal über die Autobahn A27 und Straßen ins neue Ausgleichs-Naturschutzgebiet.

  5. Da hilft nur noch der VOLKSFAHRRADHELM ab Geburt , selbstverständlich nachhaltig nachwachsend mit neuer deutscher Technologie. Der hilft bei Sturm und bei rumfliegenden Windmühlenflügeln.

    Finanziert mit einem Volkskredit , diese Kreditblase stützt auch den Petrodollar, dann ist auch wieder ein bißchen Geld für Obama drin, um mal wieder richtige Bomben fliegen zu lassen, nicht mit Drohnen kleckern….

  6. @Micha
    Wenn ick fies wäre, würde ick jetzt frech behaupten, das die Grünlinge Baumrassisten sind…….denn meist müssen ja nur „minderwertige“ Bäume im Wald für die Phallussymbole der Klimaschützer fallen……wohingegen die Stadtbäume als privilegierte Rasse, den wertvollen Stadtbäumen, angehört.
    Es sind auch Großstädter, die als Schein-Natur-Schützer im Spreewald einfallen und diese Kulturlandschaft in eine Urwald verwandeln wollen……entgegen jahrhundertalten bäuerlichen Traditionen…….und zum großen Schaden unsere lieben Störche.

    Ach egal…….der Irrsinn nimmt mal wieder seinen Lauf…….anscheinend wohl alle 80 Jahre, verfällt das deutsche Volk einer bescheuerten Ideologie.

    Onkel Heinz…..passiver Widerstandskämpfer

  7. Ausfälle bei der Bahn durch Sturmschäden: Als noch die Dampfloks unterwegs waren, gab es in den Waldgebieten baumfreie Brandschutzstreifen entlang der Trasse, heute stehen die Bäume bis an das Gleisbett, kein Wunder, dass bei jedem besseren Stürmchen der Bruch die Oberleitungen zerfetzt; da aber die Bäume einen eingebauten Heiligenschein haben, sind an neue Schneisen entlang der Trasse nicht zu denken.

  8. Ausfälle bei der Bahn durch Sturmschäden: Als noch die Dampfloks unterwegs waren, gab es in den Waldgebieten baumfreie Brandschutzstreifen entlang der Trasse, heute stehen die Bäume bis an das Gleisbett, kein Wunder, dass bei jedem besseren Stürmchen der Bruch die Oberleitungen zerfetzt; da aber die Bäume einen eingebauten Heiligenschein haben, sind an neue Schneisen entlang der Trasse nicht zu denken.

    Perfekt:
    Am meisten musste ich lachen als man vor ca. 20 Jahren, Wasserglätte, und Laubglätte für Verspätungen im ÖNV erfand! Heute gleicht der ÖVN einem Chaos, zumindest hier. Summierte Verspätungen hier, pro Woche mindestens 2 Stunden.

  9. Da ist aber jetzt was passiert!

    Ich konnte plötlich nicht weiterschreiben!!! Zurück zum Thema.

    Die freigeräumten Trassen an der Bahn kenn ich aus meiner Kindheit. Ausgeräumt, und abgefakelt. Da konnte nichts ins Gleis fallen, oder brennenn.
    Der ganze Scheiß liegt nur an der „Privatisierung“
    Weichenstörungen, Stellwerkstörungen, selbständig öffnende Fluchttüren, Oberleitungsbrüche, abgefallene Strohmabnehmer, nicht mehr schließende Türen, rauchende Bremsen, ausfallende Signale sind die tägliche „Ausrede“.
    Wer soll das noch aushalten? Etwa der, der wegen seines Broterwerbs, täglich fast 11 Stunden von zuhause getrennt ist?

    Kettet die Verantwortlichen endlich an die U-Bahn, und S-Bahn Züge, Aktiengeilen gehört kein anderes Schicksal!

  10. Die nächste Scheiße.
    Wieder das selbe passiert , wer hängt da in der:Leitung?
    Nun schon unterm schreiben.

    Sprengt endlich die Flughafenbauselle in Berlin in die Luft, das wird nichts mehr!
    Höchrchstens ein Miliionengrab, der Oberschwuchtel muss auch weg.

    Mir geht`s wie Heinz
    Das ist fast nur noch im Suff zu ertragen.
    Schland wohin bist du verkommen ?

  11. Heute morgen wrens‘ in Berlin 0 Grade nach Celsius und in Deutschland auch sonst recht frisch.

    Warum wurde Rahmi da nicht aus aktuellem Anlass ins Morgenmagazin eingeladen, um ihn mit seinen Glaubenssätzen zu konfrontieren?

    Schland merkt vielleicht was, wenn es sich beim Public Viewing den A*** abfriert.

  12. Da hilft nur noch der VOLKSFAHRRADHELM ab Geburt , selbstverständlich nachhaltig nachwachsend mit neuer deutscher Technologie. Der hilft bei Sturm und bei rumfliegenden Windmühlenflügeln.

    Der Helm war schon immer das Symbol deutscher „Eliten“. Der hässliche Deutsche trägt in seiner Karikatur seit genau hundert Jahren Helm. Wenn im Frühjahr die ersten Hobby-JanUlrichs im Schwarm Gehwege und Straßen in ureigenster Rücksichtslosigkeit, jede Verkehrsregel misachtend, rechtsüberholend zum rechtsfreien Raum erklären, dann kommen mir beim Anblick dieser einheitlich behelmten Klimaschützer so ganz merkwürdige Assoziationen -- nur die Uniform sitzt heute enger und die Helmform hat sich eindeutig der Staatsform angepasst, vergleiche hier:

    http://www.amazon.de/Spiuk-Daggon-Rennrad-Helm-53-61cm/dp/B007185SC4
    http://www.sanlucar.com/wp-content/uploads/2010/02/Banane_11.jpg

  13. #12. FK 9 Pilot

    die Helmform hat sich eindeutig der Staatsform angepasst,

    **lach**, der war gut 🙂

    karl.s

  14. Wenn ich mir die obigen Grafiken anschaue, kann ich nirgends feststellen, dass wir unaufhaltsam auf eine Klimakatastrophe zutreiben. Auch der viel prognostizierte Hockeystick fehlt, außer, man würde die Betrachtung der Datenreihe im Jahre 2003 abbrechen.

    Beeindruckend ist, mit welch ernster Miene Rahmstorf diesen Ausreißer in 2003 als Beispiel heranzieht und wie er behauptet, es sei in der Wissenschaft auch Konsens, dass wir das Klima aufheizen. Davon kann ja wirklich keine Rede sein.

    Vielleicht kommen die exorbitanten Stürme und Orkane in Westeuropa daher, dass in Neuseeland ein Schmetterling zu stark mit den Flügeln geflattert hat.

    RH

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