Schellnhuber und die Weltherrschaft

14. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Emissionshandel, Energiewende, Innovationspolitik, Karbonsteuer, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaftsförderung, Wissenschaft

Als hollywoodgebildeter Beobachter der Klimadebatte weiß man um das Wesen verrückter Wissenschaftler: Sie streben die Weltherrschaft an. Mit seinen Ausführungen in der FAZ im Vorfeld des jüngsten UN-Nachhaltigkeitsgipfels in Rio scheint sich Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber auch in die Riege der Dr. Seltsams und Dr. Nos einordnen zu wollen:

Die Rolle der Klimaforschung bleibt weiterhin, die Problemfakten auf den Tisch zu knallen und Optionen für geeignete Lösungswege zu identifizieren. Die Rolle der Politik ist es dann, den Bürgerwillen zu mobilisieren, um wissensbasierte Entscheidungen umzusetzen.

Das verrät ein interessantes Verständnis von Demokratie. Konnte man bislang noch davon ausgehen, ein „Bürgerwillen“ würde sich von den Interessen der Menschen ausgehend herausbilden und durch Wahlen eine folgsame Regierung installieren, möchte Schellnhuber dies gerne umkehren. Die Politik soll nach seiner Auffassung den Bürgern vorgeben, wie ihre Interessen zu sein haben, um Maßnahmen durchführen zu können, deren Zielstellung die Wissenschaft definiert. Er lässt auch keinen Zweifel daran, welche Ziele er verfolgt:

Fest steht, wir brauchen nicht nur relative Ziele, sondern absolute Leitplanken. Und das heißt beispielsweise nach wie vor, dass 450 ppm Kohlendioxid in der Luft das Maximum sind, wenn die Erwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll. Innerhalb solcher absoluten Orientierungslinien kann sich die Green Economy entfalten, wie sie will. Ich habe nichts gegen Wirtschaftswachstum, wenn es eben die planetarischen Leitplanken nicht durchbricht.

Eine kleine Gruppe von Forschern soll es also sein, die in Zukunft festlegt, welche Produkte und Ideen wir handeln, produzieren, konsumieren oder umsetzen dürfen und welche nicht. Ein Netzwerk, von Schellnhuber etabliert und angeführt:

Als Wissenschaftler können wir unsere Einsichten diesmal sogar direkt ins Zentrum hineintragen und unsere Botschaft im offiziellen Segment des Gipfels übermitteln. Unmittelbar vor Rio+20 wird es einen „Nobel Dialogue“ geben mit etwa zehn Nobelpreisträgern und weltweit führenden Experten für Nachhaltigkeit. Dieser Kreis ist aus der „Nobel Cause“-Initiative entstanden, die wir 2007 in Potsdam ins Leben gerufen haben. Um der Wissenschaft eine unüberhörbare Stimme von höchster Glaubwürdigkeit zu geben. Diese Stimme wird in Rio 2012 durch ein Memorandum sprechen, das den runden Tischen der Regierungschefs und Minister durch Botschafter aus unserem Kreis vorgestellt werden soll. Damit entsteht eine neue Qualität des Diskurses zwischen Forschern und Entscheidungsträgern. 

Die Schellnhubersche Herrschaftsidee weist eine neue Qualität auf: Der Diktator agiert im Hintergrund und gibt nicht mehr die Möglichkeiten, sondern die Grenzen der Entfaltung vor. Regierungen sind nicht mehr exekutiv tätig, sondern als PR- und Marketingagenturen, um diese Grenzen zu verkaufen. Die Herrschaft der verrückten Wissenschaftler wird dann durch die Beherrschten etabliert, die sich mit großer Begeisterung selbst reglementieren.

Diese Strategie differiert durchaus von der eines Lex Luthor oder eines grünen Kobolds. Aber kann sie auch erfolgreich sein?

Schellnhubers  Ansatz betrifft die Ebene der menschgemachten Regeln, die den Rahmen für soziale Prozesse bilden. Gesetze also, geschriebene wie ungeschriebene, die die Interaktion von Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt betreffen. Von den Grundrechten über das Bürgerliche Gesetzbuch bis hin zu den Verwaltungsvorschriften für die Einfuhr von Zahnspangen aus rumänischer Fertigung (keine Ahnung, ob es solche gibt, falls nicht, werden sie sicher bald kommen) überzieht uns ein Netz von Richtlinien, das oft nicht hilfreich ist, ohne das aber wahrscheinlich nicht viel funktionieren würde. Sind also gesetzgebende Gremien die Macht, die unsere Gesellschaft formt?

Mitnichten. Denn die Ebene der Politik funktioniert nur innerhalb der höheren Ebene der Ökonomie. Menschen brechen oder beugen Gesetze meist dann, wenn es ökonomisch sinnvoll ist. Stellt sich Politik gegen Ökonomie, wird erstere immer scheitern und letztere immer siegen. Langfristig erfolgreich können Gesetze nur sein, wenn sie die determinierende Kraft des Handels mit Gütern und Ideen berücksichtigen, statt gegen diese zu arbeiten. Branchen wie Prostitution, Pornographie, Waffen, Drogen und Glücksspiel werden auf Basis moralischer Erwägungen  in allen Kulturen, Gesellschaftssystemen und Staaten mit unterschiedlichsten Regulierungen und Kontrollmechanismen bis hin zum Verbot bekämpft. Beständig und profitabel sind sie dennoch, schon immer und überall.

Viele Nachhaltigkeitsapostel aus dem Schellnhuber-Club haben das Primat der Ökonomie durchaus erkannt. Sie glauben, die Menschen durch ethische Argumente zu ökonomisch irrationalem Verhalten, zum Verzicht auf den Profit aus der Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle, bewegen zu können.

Apelle, die immer und immer wieder wirkungslos verpuffen. Denn auch die Ökonomie ist einer übergeordneten Instanz unterworfen, der Ebene der Biologie. Der „Homo Oeconomicus“ in uns allen wird nur dann außer Kraft gesetzt, wenn unsere natürlichen, evolutionär bedingten Triebe die Oberhand gewinnen. Letztlich ist der Wunsch nach materiellem Wohlstand auch nur die Ausprägung eines solchen: der Gier, ein überlebenswichtiger Instinkt im Wettbewerb der Arten um Ressourcen. Aggression, Angst und natürlich der Sexualtrieb sind weitere Faktoren. Menschen, die von diesen Emotionen beherrscht werden, gehen schlechte Geschäfte ein.

Das ist der Grund, warum Angst in der Klimadebatte eine derart große Rolle spielt und einen viel größeren Effekt hat, als moralinsaures Gerede. Angst bringt die Menschen auf die Straße, gegen neue Bahnhöfe ebenso, wie gegen Kern- oder Kohlekraftwerke. Furcht zu erzeugen steht daher auf der Agenda der Alarmisten ganz weit oben.  

Propaganda, die wiederum nur kurzfristig erfolgreich sein kann. Denn der wahre Herrscher über die menschliche Zivilisation ist die Technologie.

Sie kann beispielsweise unsere biologischen Instinkte auf vielfältige Weise direkt steuern. Man denke an die Tricks und Schliche, mit denen Werbung die Kunden zu mehr oder weniger sinnvollen Käufen verleiten kann. Man denke an Psychopharmaka und Designerdrogen. Vor allem aber wirkt sie angstbefreiend, weil sie die Menschen immer besser vor allerlei Gefahren schützt.

Relevant für die Klimadebatte ist die zunehmende Unverwundbarkeit gegenüber destruktiven natürlichen Phänomenen. Wenn Menschen in Häusern aus Stein leben, von Dämmen geschützt werden, Vorratshaltung betreiben und über eine robuste Trinkwasserversorgung  verfügen, verfangen Warnungen vor den Risiken einer Klimakatastrophe nicht mehr. Und wie gefährlich sind eigentlich Dürren, wenn entsprechend resistente, gentechnisch optimierte Nutzpflanzen angebaut werden?  

Relevant für die Klimadebatte ist auch der immer bessere Zugang zu den, wie man heute weiß, überreich vorhandenen Ressourcen fossiler Kohlenwasserstoffe. Es ist nicht Verzweiflung und Knappheit, die die Öl- und Gasindustrie zu Offshore-Bohrungen in großen Tiefen oder zum Fracking greifen lässt. Es ist der technische Fortschritt, der aus unerreichbaren Ressourcen marktfähige Reserven macht. Technik durchbricht Grenzen nicht, weil es nötig, sondern weil es möglich ist.

Die physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Universums bilden den Rahmen für die biologische Evolution auf der Erde. Auf der Basis eben dieser Naturgesetze entstehen technische Systeme, die weit mehr Aufgaben weit effizienter erfüllen können, als es die gnadenlos auf effektive Fortpflanzung getrimmten  Lebewesen vermögen. Heute setzt die Technologie die Rahmenbedingungen für menschliche Gesellschaften, nicht die Natur. Sie bestimmt die Relevanz menschlicher biologischer Instinkte. Sie gibt vor, womit man Handel treiben kann und wie dieser abläuft. Sie determiniert auch die Art und Weise, in der sich menschliche Gesellschaften organisieren. Zivilisation ist eine Folge von Technik und nicht deren Ursache. Der Anfang ist mit dem Feuer verbunden, antike Reiche mit Landwirtschaft und Schrift, dem Mittelalter gingen Windmühlen und Wasserräder voraus, der Buchdruck führte zur Aufklärung, die Dampfmaschine zur Abschaffung der Sklaverei und heute ist das Internet eine Bedrohung für die Potentaten dieser Welt. Immer sind es technische Fortschritte in Bedarfsfeldern wie Gesundheit und Ernährung, Energie, Mobilität und Kommunikation, die Umbrüchen vorangingen.

Das Primat der Technologie über Biologie, Ökonomie und Politik versperrt Herrn Schellnhuber den Weg zur Macht. Er kann gerne den Regierungen seine Ideen einflüstern, aber damit trifft er genau die Gruppe von Menschen, deren Gestaltungsmöglichkeiten am geringsten sind. Emissionshandel, Karbonsteuer, Emissionsgrenzwerte und Subventionen für NIEs werden immer wirkungslose Werkzeuge bleiben, da sie nur die untergeordnete Ebene der Gesetzgebung betreffen. Man kann das an mehr als zwanzig Jahren Klimapolitik ablesen, in deren Verlauf die globalen Emissionen immer weiter gestiegen sind. Wenn man versucht, die Prinzipien ökonomischer Prozesse, biologischer Faktoren und technischer Innovationen durch Gesetze außer Kraft zu setzen, wird man scheitern. Man kann manchmal bremsen, aber niemals aufhalten. Außer Reibungsverlusten wird am Ende kein Effekt spürbar sein.  Letztendlich wird Technologie die Leitplanken, die Schellnhuber so fest im Blick hat, bis hinter den Horizont verschieben. Ob die Vorstellungen von Klima- und Umweltkatastrophen, Artensterben und Ressourcenverknappung nun berechtigt sind oder nicht, kommende Generationen werden über die Irrelevanz dieser Untergangsphantasien lachen können.

Wenn er denn die Weltherrschaft anstrebt, der Professor aus Potsdam, dann hat er vielleicht zu viele Hollywood-Streifen gesehen, in denen verrückte Wissenschaftler genau dies versuchen. Aber verstanden hat er die Filme wohl nicht, denn noch jeder Kino-Schurke hat oben angesetzt, hat mit technischen Innovationen gearbeitet, statt Papiere für Regierungen zu verfassen. Schellnhuber gibt seinen Auftraggebern also nicht nur die falschen Empfehlungen, er liefert noch nicht einmal mehr Stoff für ein nachvollziehbares Drehbuch.      

Anmerkung: Zwar verfolge ich das oben vorgestellte Weltmodell schon länger. Den konkreten Impuls zu diesem Text aber lieferte ein äußerst unterhaltsamer und lehrreicher Vortrag von Prof. Adrian Bowyer, der mir und den anderen Zuhörern seinen Plan offenbarte, als „mad scientist“ mittels sich selbst replizierender 3D-Drucker die Weltherrschaft zu ergreifen.

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111 Kommentare
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  1. Mein erster Gedanke nach Lesen dieses Textes: Jetzt hat Schellnhuber endgültig den Verstand verloren.

    Mein zweiter Gedanke war dann eher, dass so nur jemand spricht, der seine Felle davon schwimmen sieht und sich verzweifelt an ihnen festzuklammern versucht. Zumindest habe ich den Eindruck, dass die Töne von Seiten der „extremen“ Klimaforscher immer schriller werden, je mehr deren Ansichten und Aussagen in Medien, Öffentlichkeit und Politik marginalisiert werden.

    Das „Gespenst“ Klimawandel ist mittlerweile höchstens noch in der Lage, den ängstlichsten unter uns einen leichten Schauer über den Rücken fahren zu lassen. Und mit dem Abnehmen der Angst vor dem Klimawandel nehmen naturgemäß die Befürchtungen derer zu, denen diese Angst bislang ein hervorragendes Auskommen, mediale Anerkennung und die Macht zur Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft gegeben hat.

    So gesehen könnte man die Aussagen Schellnhubers auch als das letzte Aufflackern einer einstmals hell leuchtenden Kerze betrachten, bevor sie endgültig verlischt.

  2. Man möge mir verzeihen……aber Herr S. aus P. hat schon lange jeden menschlichen Maßstab verlassen, anscheinend ist ihm das Chaos etwas zu Kopp gestiegen.

    Peter…es tut mir leid….das ich Dich dermassen bösartig angegangen bin……..ich bin dann mal wieder wech.
    H.E.

  3. Lieber Herr Dr. Heller!

    Danke für den interessanten Artikel; gelegentlich braucht man solchen optimistischen Input. :)

    Was diese beiden Personen angeht ist die physiognomische Ähnlichkeit natürlich nur sehr äußerlich, trotz des etwas strengen Blicks, oder?
    [url=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Lysenko_evil_eyes.jpg]Трофим Денисович Лысенко[/url] & [url=http://independence.wirsol.de/wp-content/uploads/2011/05/schellnhuber-klimaforscher.jpg]Hans Joachim Schellnhuber[/url]

    Ansonsten bin ich sehr für die Meinungsfreiheit aller Bürger -- im Rahmen einer freiheitlichen Demokratie! mfG

  4. sorry, neuer Anlauf
    Трофим Денисович Лысенко & Hans Joachim Schellnhuber

  5. Sehr guter, unterhaltsamer Artikel Herr Heller. Danke :) .
    Ich möchte dem egtl. nichts weiter hinzufügen da Rudolf meine Gerdanken dazu schon geäußert hat (wie macht der das?).
    Karl Rannseyer, aus dem Urlaub :)

  6. Danke Peter, es sind ein paar ganz wichtige Feststellungen im Text. Zum einem, das „Primat der Technologie über Biologie, Ökonomie und Politik“ in Verbindung mit: „Heute setzt die Technologie die Rahmenbedingungen für menschliche Gesellschaften, nicht die Natur.“ Das finde insbesondere deswegen so wichtig, weil normalerweise nur vom Primat der Ökonomie gesprochen wird. Ok, manche glauben auch noch an das Primat der Politik, und vergessen aber dabei, dass Politik Entwicklungen nur befördern oder behindern kann, niemals aufhalten oder initiieren.

  7. Good analysis…may I post this in English?

  8. nLeser hat da dieses Foto von Lyssenko gebracht.
    Ich halte das für einen Volltreffer, weniger wegen der äusserlichen Ähnlichkeit, sondern wegen der ‚Karriere‘ der beiden Herren.
    Sowohl Lyssenko als auch Schellnhuber gaben/geben sich allerdings einem Irrtum hin, was ihre Stellung betrifft:
    Sie sind keineswegs Lenker!
    Sie sind Werkzeuge der Mächtigen, ausgewählt, weil ihre Aussagen und ihr Charakter nützlich sind. Deshalb werden sie gefördert (und sanft gelenkt) so lange sie gebraucht werden und so lange sie konform mit der politischen Agenda sind. Dr. Marlboros im Dienst ihrer Herren und ohne ihre Herren ohne Einfluss, ohne Bedeutung. Werden sie fallen gelassen, verschwinden sie in Bedeutungslosigkeit; dafür ist Frau Pötschke-Langer ein Beispiel. Erinnert sich noch jemand an die maßlos fanatische Galionsfigur der Raucherdiskriminierungskampagne? Als die sich tot lief, wurde sie wieder in ihr kleines Büro verbannt, wo sie nun ihr Gnadenbrot verzehrt, eine abgehalfterte Mohrin, die ihre Schuldigkeit getan hat.
    Das ist das schöne an ihnen: Sie werden ihren Herren nicht zur Konkurrenz -- Kann sich jemand vorstellen, dass Schellnhuber eine Parteikarriere machen, dass er eine eigene Hausmacht aufbauen könnte? Niemals, dazu fehlt ihm der politische Instinkt, dazu ist sein Horizont viel zu eng, dafür ist er zu maßlos und zu wenig intrigant. Deshalb ist er ungefährlich und als Marionette brauchbar.
    Die Schellnhubers sind deshalb auch nicht die eigentlichen Gegner. Ihre Benutzer sind die Gefahr und vor allem das politische Klima, in dem sie gedeihen können. Das wirklich erschreckende ist für mich, dass Lyysenko unter dem Despoten Stalin gedieh, in einer totalitären Diktatur. Das sagt sehr viel über die Ambitionen von Schellnhubers Herren!

  9. Der „Homo Oeconomicus“ in uns allen wird nur dann außer Kraft gesetzt, wenn unsere natürlichen, evolutionär bedingten Triebe die Oberhand gewinnen. Letztlich ist der Wunsch nach materiellem Wohlstand auch nur die Ausprägung eines solchen: der Gier, ein überlebenswichtiger Instinkt im Wettbewerb der Arten um Ressourcen. Aggression, Angst und natürlich der Sexualtrieb sind weitere Faktoren. Menschen, die von diesen Emotionen beherrscht werden, gehen schlechte Geschäfte ein.

    Das ist der wirklich wichtige Schlüsselsatz, denn eins scheinen viele zu vergessen, wir sind als Menschen evolutionär gerade mal den Bäumen entstiegen, den meisten Tag lang damit beschäftigt unseren Instinkten nachzujagen, mit gelegentlichen geistigen Lichtblicken.
    Es gibt ihn nicht, den selbstlosen, selbstbescheidenen Menschen der einzig nur das Wohl der Gesellschaft im Auge hat…….auf diesen Typus muss wohl die Menschheit noch ein paar tausend Jahre warten.

    Die von der selbsternannten „intellektuellen Massenvernichtungswaffe“ herbeibeschworene Wesensänderung des Menschen haben schon ganz andere versucht und sind daran gescheitert.
    60 Jahre Sozialismus und Mangelwirtschaft konnten die Menschen nicht ändern, auch eine pseudogrüne Gesellschaftsordnung wird sich daran die Zähne ausbeißen…..weil der Mensch eben so ist, wie er ist.

    @Tritium

    Ähhmm, der Verschörungstthread ist aber wo anders…….*grins*
    PS. Trotzdem könnteste mit den „nützlichen Idioten“ recht haben.

    H.E.

  10. Lieber Herr Heller,

    interessant finde ich vor Allem den folgenden Satz:

    „Die Rolle der Klimaforschung bleibt weiterhin, die Problemfakten auf den Tisch zu knallen und Optionen für geeignete Lösungswege zu identifizieren.“

    Da hätte ich gerne gefragt, wie der Satz gemeint ist. Das PIK simuliert mehr schlecht als recht irgendwelche Klimafolgen. Dort sind meines Unwissens nach vor allem Klimaforscher und Wirtschaftswissenschaftler beschäftigt. Die Bereitstellung von neuen Energietechnologien erfordert aber vor alllem technische Lösungen die hart erarbeitet werden müssen.

    Wie kommt eigentlich ein Klimaforscher darauf er könnte dafür geeignete Lösungswege identifizieren? Das scheint mir vermessen zu sein.
    Im Grunde sind solche Institutionen wie das PIK nämlich ohnmächtig, denn sie können höchstens das Problem benennen, aber zur Lösung nichts beitragen.

    Da ist die Politik schon ein bisschen besser dran, denn die Politiker können Rahmenbedingungen schaffen und dadurch die Wirtschaft und damit die Menschen unterstützen, dass Lösungen entstehen. Die Rahmenbedingungen der großen Transformation sind dafür aber meines Erachtens Planwirtschaft, da vorgeplant wird, welche angeblichen Lösungen verfolgt werden, und deshalb nicht geeignet. Denn dieses Experiment haben wir in der DDR gesehen. In der Planwirtschaft entstehen deutlich weniger ökonomisch effiziente technische Lösungen als in der freien Marktwirtschaft.

    Der Satz oben zeigt meines Erachtens den verbreiteten Irrtum, dass es ausreicht Probleme zu benennen oder zu vermuten.

    Das ist gerade nicht ausreichend. In der Realität zählt nur, dass man dazu beiträgt, dass Lösungen entstehen. Nur das Problem benennen reicht nicht.

    Eine Argumentationskette zwischen Erkenntnissen der Klimaforschung und technischen Lösungen zu dem angeblich schädlichen Klimawandel sehe ich nicht.

    Wie gesagt in dem obigen Satz verstehe ich die Rolle der Klimaforschung nicht die Schellnhuber ihr zuweist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  11. Hallo Heinz,

    gut dass ihr Euch wieder versöhnt habt.
    Ich hätte Dich vermisst.

    Grüße
    Günter

  12. Ich habe mir mal die Missionarische Botschaft (Mission) des PIK angeschaut:

    Mission
    PIK addresses crucial scientific questions in the fields of global change, climate impacts and sustainable development.
    Researchers from the natural and social sciences work together to generate interdisciplinary insights and to provide society with sound information for decision making.
    The main methodologies are systems and scenarios analysis, modelling,
computer simulation, and data integration.

    Was ist den „global change“ globaler Wandel? Alles und Nichts?

    Ich empfinde diese Mission als Hybris pur. Die leiden meiner Meinung nach per Mission an Selbstüberschätzung.
    Ich denke man sollte als Naturwissenschaftler kleinere Brötchen backen, sonst wird’s leicht BS.
    Ich hoffe wir verschwenden dafür keine Steuergelder und die Freunde des PIK zahlen alles.

    Grüße
    Günter Heß

  13. OT(?)

    Vermutlich schaut von den Damen und Herren des Telegraphenberges gelegentlich auch mal jemand hier vorbei. Und mancher von Ihnen, verehrte Leserin, verehrter Leser, wird sich in stiller Stunde (mit Blick zu Einstein) so seine Gedanken machen über dieses und jenes. Darf ich Sie dabei ermuntern?

    Ein angenehmes Wochenende!

  14. @Peter Heller

    Wenn er denn die Weltherrschaft anstrebt, der Professor aus Potsdam, dann hat er vielleicht zu viele Hollywood-Streifen gesehen, in denen verrückte Wissenschaftler genau dies versuchen.

    ….das Problem des Professors aus Potsdam reicht vermutlich viel weiter in die Vergangenheit zurück. Offenbar hat man damals im niederbayrischen Ortenburg dem neunmal-g’scheiten Buben beizeiten (und nachhaltig) den Floh ins Ohr gesetzt, ein „Wunderkind” zu sein.

    Der Temperatur-Fühler

    01.09.2008 ·  Als Jugendlicher studierte er die Quantenmechanik. Zur Klimaforschung kam Hans Joachim Schellnhuber dann eher zufällig. Heute will er nicht weniger als die Welt retten

    Er war das, was man heute wohl ein Wunderkind nennen würde. Als er jedoch in die Schule ging, in den sechziger Jahren, nannte man Kinder wie ihn lieber Intelligenzbestie. Den Menschen im beschaulichen Ortenburg muss er früh aufgefallen sein. Dort, im Niederbayerischen nahe Passau, lasen wahrscheinlich nicht allzu viele Jungen das Physikbuch schon in den Sommerferien durch, um sich fortan im Unterricht anderen Dingen zu widmen; anderen Büchern etwa oder spöttischen Bemerkungen über die Lehrer. Am Ende des Schuljahres standen trotzdem lauter Einsen……

    Lauter Einsen…. na wie fein! Es sollte daher nicht verwundern, wie jemand, dem von klein auf von seinem Umfeld Huldigung und Lobpreisung seiner Person entgegen gebracht werden, und der sich selbst für eine hundertprozentige intellektuelle Waffe hält, nach und nach in den narzisstischen Wahn verfällt, für keine geringere Aufgabe als „der Retter der Welt” auserkoren zu sein.

    Guter Instinkt für Themen“

    „Ich besitze einen guten Instinkt für Themen“, sagt Schellnhuber und lehnt sich, die Arme verschränkend, zufrieden zurück. Er sitzt da, gehüllt in einen hellgrauen Anzug, der ein wenig zu groß scheint für seinen schmalen Körper, und strahlt die Ruhe und freundliche Gelassenheit eines Menschen aus, der mit sich selbst außerordentlich im Reinen ist.

    Schön, wenn man mit sich im Reinen ist, nicht wahr? Mittlerweile scheint sich der Professor aus Potsdam nur noch mit den allergrößten Köpfen der Weltgeschichte messen zu lassen – zumal er ja auch in für ihn angemessener Weise in dem Hause residiert, „in dem schon Einstein geforscht hat”.

    Schon Einstein war am Telegraphenberg

    Vor seinem Fenster rauschen die Bäume, der Potsdamer Telegraphenberg schwebt wie eine stille, grüne Oase über der Stadt. Schmale Kopfsteinpflasterwege führen zu den Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, malerische Häuser aus roten und sandsteinfarbenen Klinkern, mit Türmchen und Kuppeln, unter denen sich Observatorien verbergen. „In diesem Gebäude wurde eine entscheidende Grundlage für die Relativitätstheorie gelegt“, sagt Schellnhuber über das Michelson-Haus, in dem sein Institut residiert….. Auch Einstein selbst arbeitete auf dem Telegraphenberg.
    Doch sosehr Schellnhuber die Größen von gestern auch faszinieren -- die Größen von heute spielen in seinem Leben eine ungleich wichtigere Rolle. Er berät die Kanzlerin und hat Zugang zu vielen Mächtigen in aller Welt.

    ….wie war das nochmal bei den Gebr. Grimm: „Spieglein, Spieglein an der Wand…” wer ist der Größte und Wichtigste im Land?

    Der Mensch als tektonische Kraft

    ….. Angriffe gegen ihn ignoriert Schellnhuber meist. Außer, wenn ihm Hybris unterstellt wird, weil er glaubt, der Mensch könne die Temperatur der Erde regeln. „Das ist perfide“, sagt er. „Wir sind doch schon dabei, die globale Umwelt zu verändern, durch Millionen von Konsumentscheidungen. Der Mensch ist eine tektonische Kraft geworden, aber man bekommt die Generalabsolution, wenn man es unbewusst tut. Nur wenn ein Plan dahintersteht, dann wird es Größenwahn genannt.“ Er weiß, wie nahe ein „Globaler Marshallplan“ an eine Überschätzung der menschlichen Möglichkeiten herankommt. „Aber es zu versuchen ist die einzige Chance.“ Viele der Szenarien würden erst in ferner Zukunft, in Hunderten von Jahren, eintreten. Aber nicht alle.

    Wer sich noch ’ne volle Schellnhuber-Dröhnung reinziehen will, dem sei das ZEIT-Interview von 2009 empfohlen (Achtung, XXL-Kübel bereit halten):

    „Manchmal könnte ich schreien“

    Der Telegrafenberg in Potsdam: Mitten im Wald residiert das Institut für Klimafolgenforschung mit rund 200 Mitarbeitern und einem Hochleistungsrechner. Ein wunderschönes Gebäude im mondänen Landvillenstil. Schon Albert Einstein hat hier geforscht. Hans Joachim Schellnhuber sitzt in seinem Büro, unter William Turners Bild »Licht und Farbe«, vor einem Glas Wasser. Ein schmaler, eleganter Mann, der so gar nicht nach Öko aussieht. Zum Thema Klimaschutz ist der 59 Jahre alte Wissenschaftler eher zufällig gekommen. Er sei nie ein Umweltschützer gewesen, sagt er, er glaube auch nicht daran, mit der Mülltrennung die Welt retten zu können. Komplizierte Strukturen, die haben ihn immer fasziniert, in der Mathematik und in der Physik. So kam er zur Chaosforschung und schließlich zum kompliziertesten Gebilde überhaupt: dem Klima. Dass er etwas übrig hat für komplizierte Strukturen, sieht man auch an seinem Schreibtisch. Zwei riesige Stapel Akten türmen sich einen halben Meter hoch. Noch ein Papier oben drauf, und alles stürzt ein…..

    …..hat mal jemand ’n Blatt Papier? …..oder ’ne Rolle

  15. Moin Onkel Heinz…. schön, dass Du wieder da bist.

  16. Lieber Herr Heß,

    Wie kommt eigentlich ein Klimaforscher darauf er könnte dafür geeignete Lösungswege identifizieren?

    Darum geht es ja in meinem Text. Aus Sicht vieler Klimaforscher ist „Cap and Trade“ eine Lösung (vor allem das Cap). Wir haben hier oft auf die Gefahren hingewiesen, bspw. auf die Wertvernichtung, die mit diesem Ansatz verbunden sind und die riskanter sein können, als der mutmaßliche Klimawandel selbst. Nun wollte ich aufzeigen, daß diese „Lösung“ aus prinzipiellen Erwägungen ohnehin nicht zm Erfolg führt.

    Will man Emissionen reduzieren, gelingt dies nur über technischen Fortschritt und genau nicht mithilfe von Regelsetzungen. Da die Ökobewegung ihrem Wesen nach technologiefeindlich ist, wird ein solches Konzept natürlich nicht in Erwägung gezogen. Man darf nun aber auch nicht den Fehler machen, wie unsere Regierung, die technische Lösung auf Biegen und Brechen erzwingen zu wollen. Es wird entsprechende Innovationen nur geben, wenn man mehr Freiräume schafft und nicht etwa weniger. Emissionen spürbar zu reduzieren bleibt einer Technologie vorbehalten, die aus völlig anderen Motiven mit einer völlig anderen Zielstellung in einem völlig anderen Zusammenhang entsteht.

    @ Eng:

    Akzeptiert. Thema erledigt.

    @ Pierre:

    You may. Thank you very much.

    @ all:

    Nicht wundern. Ich habe einige Sätze zum Zwecke sprachlicher Verbesserungen editiert, am Inhalt wurde nichts geändert.

  17. Gerne schließe ich mich der optimistischen Grundtendenz des Artikels an. Ich bin überzeugt, dass die „Klimapolitik“ schon sehr bald scheitern und zusammenbrechen wird. Das Problem ist nur, dass bis dahin riesige volkswirtschaftliche Schäden und gigantische Kosten verursacht sein werden, die uns alle und noch unsere Kinder und Enkelkinder viel Geld kosten werden. Wieviel wird z.B. allein der Abriss der Windräder an Land und im Meer (!) einschließlich der riesigen Betonfundamente kosten?

    Insofern bin ich nicht ganz so optimistisch.

  18. @Reiner Vogels

    Wieviel wird z.B. allein der Abriss der Windräder an Land und im Meer (!) einschließlich der riesigen Betonfundamente kosten?

    …..das sind beim gegenwärtigen Stand in Deutschland (ca. 23.000 Onshore-Anlagen) allein ca. 15 Millionen Kubikmeter Stahlbeton im Boden, die entsorgt werden müssten.

  19. Menschen dieser Art hat Karl Marx einmal sehr treffend beschrieben:

    “Man erkennt die selbst ernannten Heiligen auch an ihrem typischen Gesichtsausdruck, an der suggestiven Einfühlsamkeit oder an dem mahnenden Ernst ihrer Mienen. Man erkennt sie an ihrer frömmelnden Sprache; warum können sie nicht wie andere reden, sondern müssen immer diesen salbungsvollen Ton anschlagen, immer einen frommen Wunsch auf den Lippen. Und warum müssen sie über die alltäglichsten Gedankengänge die Milch der frommen Denkungsart gießen.” (Karl Marx)

  20. Schellnhuber präsentiert sich auch gerne vor seinem Globus im PIK. Parallelen zu der Der große Diktator (Originaltitel: The Great Dictator) sind nicht zu leugnen.

    http://www.filmreference.com/images/sjff_01_img0206.jpg

    http://nachhaltigkeit2009.commerzbank.de/commerzbank/annual/2009/nb//German/30/10/Hans_Joachim_Schellnhuber_mit_Globus.jpg

  21. Auch interessant, wie Schellnhuber mit Kritik umgeht.

    [Herr Krüger hatte hier ein Video der BüSo eingestellt. Ich finde das nicht zielführend. Die Aussagekraft des Films war außerdem sehr begrenzt. Das Video ist auf Youtube verfügbar, wer mag, kann selbst danach suchen. Heller]

  22. @Micha

    …..aber Vorsicht, aus einem Großen Diktator wird schnell ein Kleines Arschloch.

  23. Hallo Herr Krüger,

    auf die Idee, vor einem Globus zu posieren, kämen die meisten Menschen wohl tatsächlich nicht. Auch das Marx-Zitat finde ich interessant.

    Aber Werbevideos von BüSo möchte ich hier eigentlich nicht so gerne sehen. Ich bitte, den Kommentarbereich unter meinen Texten nicht als Werbefläche für solche Splitterparteien zu mißbrauchen. Danke.

  24. Zu #17 Herr Vogels, aber auch andere:

    Ich denke auch, dass der Klimahype bald zusammenbricht. Mehr noch habe ich aber Angst vor etwas, was mit dem Thema hier weniger zu tun hat, und worauf Onkel Heinz (schön, dass er wieder dabei ist) schon in anderen Artikeln hingewiesen hat: Kommt es zu einem strengen Winter, drohen Blackys. Ist das nicht ein viel größeres Problem?

    So es dazu kommt -- hat sich der Klimahype dann nicht ein für allemal von selbst erledigt?

    Ich gebe zu, dass ich auch die von Herrn Heller im Artikel zitierten Passagen von S. nicht gelesen habe -- nicht lesen konnte. Der Tenor seiner Art zu sprechen ist ja hier allgemein schon aufgefallen. Aber wenn man zwischen den Worten lesen kann… brrrrr!

    Chris Frey

  25. Lieber Herr Frey!

    Danke Ihnen für Ihre unermüdliche Übersetzungsarbeit!

    Ich hoffe, daß die freiheitlichen Grundlagen unserer Gesellschaft noch genügend vital sind, und wir auf eine zivilisierte Art aus dem bevorstehenden Schlamassel herauskommen. Ansonsten erinnere ich mich als älterer Vater, daß es in der Erziehung auch Extremsituationen gibt, lebensbedrohlicher Art (vielleicht einmal in zwanzig Jahren), wo man impulsiv dem Kind „eine runterhaut“ (und das den Rest seines Lebens mit sich rumschleppt). Was die gegenwärtige Politik angeht: Vielleicht gibt es nur noch diese letzte Möglichkeit des „Lernens durch Schmerz“? Ich möchte das nicht weiter ausmalen. mfG

  26. @ Herr Kipp,

    Sie sagten im ersten Posting oben: „So gesehen könnte man die Aussagen Schellnhubers auch als das letzte Aufflackern einer einstmals hell leuchtenden Kerze betrachten, bevor sie endgültig verlischt“

    Das wäre ja wunderbar, fast zu schön um wahr zu sein. Dennoch gebe ich allen hier zu bedenken, dass die Weltuntergangspropheten wegen des bösen menschlichen CO2 es in vielen Ländern, auch in Deutschland, durch Gesetzgebung und CO2 Zertifikatehandel geschafft haben, den angeblichen CO2-bedingten Klimawandel so fest in der Allgemeinheit, bei Medien, Politikern und der Bevölkerung zu etablieren, dass der menschgemachte Klimawandel in deutschsprachigen Landen als nicht mehr hinterfragbare Tatsache praktisch gesetzt ist. Dies wieder rückgängig zu machen bleibt eine riesige Herkulesarbeit, deren Erfolg heute überhaupt nicht gesichert ist.

  27. Auch der Sozialismus war einmal „fest in der Allgemeinheit, bei Medien, Politikern und der Bevölkerung [etabliert]“. Hegel oder Marx hätten es vielleicht so formuliert, daß sich durch Anhäufung von Quantitäten eine neue Qualität anbahnt und überraschend Bahn bricht; wie bei Erdbeben oder Vulkanausbrüchen.

  28. @Franz Zuber #26

    Dies wieder rückgängig zu machen bleibt eine riesige Herkulesarbeit, deren Erfolg heute überhaupt nicht gesichert ist.

    Da haben Sie recht, Herr Zuber, einen solchen Erfolg kann man sicher auch nicht vorausplanen oder gar sicherstellen. Aber bedenken Sie, wie unlöschbar den Bewohnern des früheren Ostblocks eingeimpft werden sollte, dass der „Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus” gesetzmäßig und wissenschaftlich bewiesen sei. Einige haben es geglaubt, die Mehrzahl der Anderen hat es bis zum Schluss nicht gewagt, sich gegen dieses staatlich verordnete Dogma offen aufzulehnen. Trotzdem ist dieses Herrschaftssystem – womit wohl die wenigsten damals gerechnet haben – samt seinem Weltbild krachend gegen die Wand gefahren, indem es die Realität und die Zeichen der Zeit nicht wahrnehmen wollte.

    Ebenso werden die Klimareligioten scheitern mit ihren Plänen einer Globalen Kulturrevolution….. ähhm „Großen Transformation” und ihrem Wahn von der „Kohlenstofffreien Gesellschaft”. Wenn erst die Industrie über’n Jordan fährt oder flächendeckend das Weite sucht, die Arbeitslosenzahlen wieder hochschnellen, die Menschen dauernd – wie z.B. in Indien alltäglich – bei Stromsperre im Dunkeln sitzen und die Mangelwirtschaft a’la DDR hierzulande Einzug hält, wird auch der großen Masse in Deutschland begreifen, dass das Märchen vom Erneuerbaren Grünstromparadies ausgeträumt ist. Noch genügen Brot und Spiele, um dies zu verhindern; noch lässt sich der deutsche Zipfelträger mit grünen Nachhaltigkeits-Sprüchen einlullen. Aber was ist, wenn das „Brot” zur Neige geht und das Geld nicht mehr für „Spiele” reicht?

    Schlüpfen wir dann alle unter’n ESM-Rettungsschirm???

  29. @all

    Danke für die Solidaritätsbezeugungen all der Menschen, die mich kantigen Typen trotzdem mögen, ist es doch etwas, was die Seele streichelt, was wohl jeder von uns gelegentlich nötig hat.
    Dieser Blog ist viel zu wichtig als das man persönliche Animositäten zu sehr in den Vordergrund stellen sollte.

    Ich habe die letzten Tage die eine oder anderer Mail bekommen, die mich doch zum grübeln gebracht haben.
    Wir haben alle das selbe Ziel, den Irrsinn des Klimagebrabbels und der noch bekloppteren Energiewende zu bekämpfen.
    Dem muss sich auch Onkel Heinz unterordnen, denn es geht um Höheres….um wichtigeres, als das hier den Egomanen raushängen zu lassen.
    Wir haben ein Ziel………alle zusammen……..also lasst uns unabhängig von unserer persönlichen Einstellungen dieses Ziel erreichen zu versuchen.
    Mein besonderer Dank gilt Rudolf, der mir den Kopp gewaschen hat ohne bösartig geworden zu sein, so viel menschliche Größe findet man heute nur noch selten.
    Und ja, wir bekämpfen den Größenwahn eine schnellen Hubers und seiner Lakaien, und das ist auch gut so.
    Lasst uns die Menschen da draussen aufklären, denn sie müssen den ganzen nachhaltigen Müll am Ende ausbaden.
    MfG
    Onkel Heinz….alt wie ne Kuh, lernt aber trotzdem immer noch dazu

  30. Hmm, irgendwie liest sich der Text in Englisch besser, als im Original:

    Schellnhuber and Ruling the World (NoTricksZone)

    Many thanks, Pierre, you did again an excellent job. This allows me to recommend your blog one more time as an excellent source of insights. Especially the discussion about polar bears on your website during the last weeks is worth reading.

  31. Hi hi, Klimaalarmismus mal etwas anders:

    Der Sommer ist eine Tatsache

    ….. Auch der Frankfurter Klimaexperte Christian D. Schönwiese hat zweifelsfrei herausgefunden, dass eine „Tendenz zu häufigeren Hitzesommern besteht und diese zumeist sehr trocken sind“. In dem gleichen, vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung herausgegebenen Band werden auch die Folgen der ständigen Hitze für unsere Gesundheit geschildert. In Großstädten wie Berlin wird „durch die intensiveren sommerlichen Hitzewellen die gesundheitliche Gefährdung ansteigen“. Der Hitzschlag ist ein normaler Bestandteil des Sommertags geworden, so wie früher der Mückenstich.

    Seit langem fordern die Wissenschaftler einen klimagerechten Stadtumbau und effektive Hitzewarnsysteme. Feuchte, regenreiche Wetterlagen werden, wie Klaus-Jürgen Schreiber vom Deutschen Wetterdienst erklärt, immer seltener. Der Wassermangel hat, als größtes Problem der Landwirte, den Frauenmangel abgelöst. Bald werden laut wissenschaftlicher Prognosen Wüstenpflanzen, etwa das Sudangras, sich bei uns ausbreiten, vielleicht auch Kakteen und wilde Kamele. Wir müssen unsere Häuser völlig anders bauen, hitzefest….

    Deutschland, 15. Juli 2012: 14°C / Dauerregen

  32. @Peter Heller

    …klasse, nach Pierre Gosselin nun auch Benny Peiser.

  33. Gerade hat man rausgefunden das es vor 2000 JAhren noch wärmer war als bislang angenommen.Das Meer lag trotzdem tiefer wie man an alten Häfen erkennen kann.Wie ging das?Lag das vielleicht an der Neigung der Erde?Klima heisst übrigens Neigung.

  34. Eine Äußerung Schellnhubers aus dem viel zitierten ZEIT-Interview „Manchmal könnte ich schreien“ sollte stutzig machen.
    Dort sagte er auf die seine Schulzeit betreffende Frage: „Hatten Sie Angst, den Boden zu verlieren?“

    Die letzten zwei Jahre vor dem Abitur waren phasenweise kritisch.
    […]
    Ich hatte das Gefühl, mich in eine hundertprozentige intellektuelle Waffe verwandeln zu können. Dabei schoss ich übers Ziel hinaus, und kurze Zeit stand meine seelische Gesundheit auf dem Spiel .

    Da er das Gymnasium Vilshofen/Ndb von 1960 bis zum Abitur 1970, also 10 Jahre besuchte und als „Hochbegabter“ wohl kaum eine „Ehrenrunde“ gedreht hatte, ist wohl seine „seelische Gesundheit“ die Ursache für das eine Fehljahr.
    Mir fallen da in diesem Zusammenhang gleich zwei Ortsnamen in der Nähe von Vilshofen ein, wo man sich mit einschlägigen Krankheitsbildern befasst.
    Wenn man so sieht wie er sich öffentlich geriert, könnte man schon in Versuchung geraten um zu spekulieren, ob da etwas geblieben, oder wieder aufgebrochen ist.

    Er fühlt sich jedenfalls offensichtlich zu etwas Höherem, zu Elitärerem“ berufen. Und er scheint mit und in seinem PIK nicht der Einzige zu sein, der der Implementierung einer Weltregierung unter dem Diktat elitärer gottgleicher Wissenschaftler mit dem Anspruch der Unfehlbarkeit das Wort redet.

    Auf die im gleichen Interview Frage: „Wann wechseln Sie in die Politik?“
    Antwortete Schellnhuber: „Überhaupt nicht. Es sei denn, ich bekäme eine Position angeboten, wo man so viel Sinnvolles bewirken könnte, dass eine Ablehnung schier unverantwortlich wäre ….“

    Na bitte ER ist bereit.

  35. Könnte es sein, rein VT -- mäßig, daß hier ein Sündenbock vorbereitet wird?

  36. @moosi #34

    Er fühlt sich jedenfalls offensichtlich zu etwas Höherem, zu Elitärerem“ berufen.

    Definition des Begriffes „Wahn”:

    Wahn: Bei der sog. Wahnvorstellung ist der Inhalt des Denkens (Vorstellungen, Überzeugungen) gestört. Die Patienten entwickeln im Rahmen des Wahns Ideen, von denen sie überzeugt sind (im Sinne von „wissen“), dass sie wahr sind, obgleich diese nicht der Wahrheit entsprechen. Sie treten mit ungeheurem Einsatz für ihre Vorstellungen und Ideen ein und lassen in der Regel keinen Widerspruch zu. Gelegentlich, jedoch keineswegs immer, erscheinen diese Vorstellungen auch für Außenstehende recht logisch und durchdacht, so dass man von einem regelrechten „Wahnsystem“ sprechen kann.

    Beispiel: Größenwahn (Megalomanie)

    Der Patient hält sich für den Retter der Welt, den genialsten Wissenschaftler, direkten Nachfahre von Napoleon oder Jesus oder eine andere übermäßig fähige Person.

  37. @ Tim Hardenberg #36

    BINGO

  38. Über Pierre und Rudolf ging das Ganze dann auch an Anthony Watts:

    http://wattsupwiththat.com/2012/07/15/german-mad-scientist-wants-to-rule-the-world/

  39. [Ich glaube es ist nicht hilfreich, hier Vergleiche zum Nationalsozialismus anzustellen. Ich habe den Beitrag gelöscht. RK]

  40. Die FAZ und der GröSchAZ

    Ist das nicht toll, von einem speichelspritzenden, schwanzwedelnden Schreiberling das goldumrandete Spieglein gehalten zu bekommen, in dem man sich dann selbstgefällig betrachten kann?

    [FAZ]: Sie als Erdsystemforscher sind doch der Prototyp des holistischen Denkers.

    [GröSchAZ]: Ja, ich liebe es, systemanalytisch vorzugehen; immerhin beschäftige ich mich seit 35 Jahren mit komplexen Systemen. Aber das ist gerade kein windelweiches Geschäft, wo man sich in beliebiger Ganzheitlichkeit ergeht, sondern eine mathematisch unglaublich anspruchsvolle Kiste mit knallharten Ergebnissen zu gewissen Systemaspekten. Entsprechend tiefenscharf und spezifisch muss der SDG-Prozess angelegt sein, wenn er bei konkreten Problemen im großen, weiten System Erde Fortschritte erzielen soll. Darüber hinaus verspreche ich mir, wie gesagt, einiges von den Diskussionen über neue Umweltorganisationen.

    [FAZ]: Was denn? Dass eine charismatische Persönlichkeit an der Spitze der Umweltpolitik, ein Hochkommissar, der Nachhaltigkeitspolitik endlich das Gesicht gibt, das ihr bisher fehlt?

    [GröSchAZ]: Das wäre in der Tat eine wichtige politische Geste und würde die Sichtbarkeit erhöhen.

    Quelle: Guckst du hier

    „Erdsystemforscher”, „Prototyp des holistischen Denkers”, „Hochkommissar”….. also bitte, wenn schon, dann „Allerhöchstkommissar”…. oder besser noch „Generalissimus der Nachhaltigkeit” !!!

    @moosi #37….. noch mehr Vorschläge?

  41. Schellnhuber ist hier angestellt:

    UN Agenda 21/Sustainable Development is implemented worldwide to inventory and control all land, all water, all minerals, all plants, all animals, all construction, all means of production, all information, and all human beings in the world. INVENTORY AND CONTROL.

    Der Plan ist nicht, das Klima zu schützen oder Rohstoffe zu sparen, der Plan greift überall ein, um zu plündern, nach generationenlanger Vorbereitung:

    This plan is a whole life plan. It involves the educational system, the energy market, the transportation system, the governmental system, the health care system, food production, and more. The plan is to restrict your choices, limit your funds, narrow your freedoms, and take away your voice. One of the ways is by using the Delphi Technique to ‚manufacture consensus.‘ Another is to infiltrate community groups or actually start neighborhood associations with hand-picked ‚leaders‘. Another is to groom and train future candidates for local offices. Another is to sponsor non-governmental groups that go into schools and train children. Another is to offer federal and private grants and funding for city programs that further the agenda. Another is to educate a new generation of land use planners to require New Urbanism. Another is to convert factories to other uses, introduce energy measures that penalize manufacturing, and set energy consumption goals to pre-1985 levels. Another is to allow unregulated immigration in order to lower standards of living and drain local resources.

  42. Nun ja, man beachte doch bitte auch, in welche Reihe ich oben Schellnhuber gestellt habe: Dr.No, Dr. Seltsam, Lex Luthor und der Grüne Kobold. Alles überzeichnete Comicfiguren mit klischeehaft ausgearbeiteten Charaktern.

    Ich denke, da passt der alte Mann aus Potsdam besser rein, als in eine Vergleichsgruppe realer, historischer Persönlichkeiten. Wir wollen ihn und seine Möglichkeiten doch nicht künstlich aufwerten.

  43. Wir wollen ihn und seine Möglichkeiten doch nicht künstlich aufwerten.

    Stimmt -- und ich möchte damit meinen Vorschlag wieder zrückziehen. Für einen richtigen Sündenbock fehlt doch noch ein gewisser pepp, eine Frauengeschichte beispielsweise, die sich bißchen aufpusten ließe.. Dafür dürften in diesem Fall die Chanchen wohl eher gering sein. Schade!

  44. Bitte, Herr Heller, relativieren Sie Ihren ausgezeichneten Artikel übr diesen Herrn auf dem Telegraphenberg nicht über Gebühr! Der Mann ist beileibe noch kein „alter Mann“ und er ist gefährlich. Denn dieser CBE hat nicht nur das Ohr unserer Regierung, sondern ist zusammnen mit seinen Kettenhunden auch in der übrigen Welt der pseudowissenschaftlichen policy maker zu hoch angesehen und wohl auch vernetzt, um ihn wie eine Comic-Figur abtun zu können. Seine „WBGU-Bibel“ wird zwar kaum gelesen, aber auch das Programm eines Herrn Hitler wurde seinerzeit kaum gelesen, bevor es zu spät war. Wollen wir uns nicht wünschen, daß wir eines Tages erwachen und Schellnhubers „Große Transformation“ in voller Aktion erleben müssen!
    Herzlichst grüßt Sie
    kosmin

  45. @kosmin

    Der Mann ist beileibe noch kein “alter Mann” und er ist gefährlich.

    …..das sehe ich leider genauso. Man braucht auch nicht lange zu googeln, um auf weitere äußerst bedenkliche Statements dieses Professors aus Potsdam zu stoßen:


    Die Weltkarte des Klimaschutzes hat sich verändert

    [FAZ]: Sie meinen, die Weltkarte des Klimaschutzes hat sich verändert?


    [GröSchAZ]: Ja, es hat sich ganz klar eine Allianz Europa/Afrika herausgebildet. Damit hat man ein Segment der Welt vom nördlichen Polarkreis bis zur Antarktis, in dem man alles vorhanden ist, was man für den Umbau braucht. Das ist ein neues Subuniversum, das für sich allein die neue Version des Wirtschaftens hervorbringen kann….

    ….von der Etsch bis an den Belt war gestern. Das neue „Subuniversum” muss sich natürlich vom nördlichen Polarkreis bis in die Antarktis erstrecken. Noch Fragen?

  46. @ kosmin, #44:

    Ich will nichts relativieren. Nur denke ich, Nazi-Vergleiche sind unangemessen. Sie könnten zu leicht als Gleichsetzung verstanden werden. Und ich denke, Geschichte wiederholt sich nicht. Allein schon deswegen, weil es 1933 viele Technologien nicht gab, die heute selbstverständlich erscheinen.

    Ich glaube, man trifft den Narziß in Leuten wie Schellnhuber dann am effektivsten, wenn man sie auslacht.

  47. Für mich ganz persönlich war der Schellnhuber immer eine eher witzige Figur. Mit all seinen Anmaßungen, einfach lächerlich. Dennoch ist das was er vertritt, und aus was er keinen Hehl macht, ist im Grunde brandgefährlich.

  48. Ja, lieber Herr Heller, Auslachen ist gut! Leider hilft es nicht immer. Man hat es bekanntlich beim Dritten Reich ja auch versucht -- wenn auch vergeblich!
    Vielleicht gelingt es Ihnen, noch einmal den schönen Kurt-Hoffmann-Film „Wir Wunderkinder“ aus den sechziger Jahren zu sehen. Da gibt es z. B. den Song „Adolf, du solltest mal zum Film gehn…“. Dergleichen hat gegen den damaligen Narziß dann auch nicht mehr geholfen.
    Herzliche Grüße
    vom alten kosmin

  49. @Quentin

    Gaddafi war z.B. auch ’ne lächerliche Figur mit all seinen Zelten und pompösen Generalsuniformen. Trotzdem war er alles andere als ’n harmloser Witzbold.

  50. @ Peter Heller #46

    Um beurteilen zu können muss man vergleichen dürfen ohne gleich mit der Totschlagkeule eins übergebraten zu kriegen. Ein Vergleich mit der Zeit des 1000 jährigen Reiches und dessen Protagonisten ist in meinen Augen keineswegs eine Gleichstellung mit diesen fragwürdigen Typen.

    Eine Tabuisierung der Zeit 33/45 in der Diskussion bedeutet nichts Anderes, als die Gefahr einer Wiederholung gewisser fragwürdiger (um es mal vorsichtig auszudrücken) Verfehlungen und Versäumnisse zu verharmlosen oder gar zu ignorieren.

    Das sagt einer der die Zeit und deren Ende –wenn auch ‚bloß‘ als Kind- bei vollem Bewusstsein noch erlebt und teilweise auch durchlitten hat.

  51. @ Tim

    Ja natürlich. Doch Gaddafi, und alle anderen Despoten auch, versuchen mit verschiedensten Dekorationen ihrer Macht eine Symbolik zu verleihen. Dies gleitet dann oftmals ab ins Groteske.

    Davon kann ja beim Schellnhuber keine Rede sein. Der hat keine Macht und auf mich wirkt seine Symbolik lächerlich. Aber harmlos ist es deswegen trotzdem nicht, nur hat es eben noch nicht die Qualität von denjenigen die schon an der Macht sind.

  52. @Moosi

    Du musst nicht unbedingt den Teppichbeisser rauskramen, auch zu DDR-Zeiten hatten wir diesen Personenkult.
    Nur eins hat gefehlt…der Fanatismus, denn der real existierende Sozialismus ist an der Realität gescheitert und am direkten Vergleich mit dem anderen System da „drüben“.

    Blöd nur, das wir kein Vergleich der Systeme mehr haben, alles ist grün angepinselt und die globalen Alternativen sehen nun auch net so glorreich aus.
    Wir haben heute eine Einmaligkeit, Dank UNO-Gebrabbel vom nachhaltigen Jahrzehnt samt schulischer „Unbildung“ hat der ganze grüne Scheiß eine weit aus größere Dimension angenommen. Ausserdem und sowieso….dat dämliche 2-Grad-Ziel stammt vom PIK…und die „Transformation“ der Gesellschaft auch.
    Die Typen sind gefährliche Erfüllungsgehilfen, der schnelle Huber sitzt in Kreisen, die global den Ton angeben wollen……der gute Mann ist nicht zu unterschätzen, auch wenn er etwas….hmm, lächerlich wirkt in seinen Getue.

    Für mich stellt sich daher nur eine Frage……ist Schelli nur im WBGU um Mutti die Argumente zu liefern?
    Man sollte im Hinterkopp behalten, das das neue Gebäude des PIK samt Supercomputer (500 kW Leistungsaufnahme) vom Bund und Land Brandenburg finanziert wird, wo die doch angeblich ein e.V. sind und die Münchener Rück als Fördermitglied in den Reihen haben.
    Man sollte den Wissenschaftsdarsteller mit den gewissen Wahn in den Augen weder überbewerten noch unterschätzen, er erfüllt eine Aufgabe, nach besten Wissen und Gewissen……und dat sollte uns viel mehr zu Denken geben.

    Ich kann natürlich auch komplett falsch liegen…….und wäre sogar froh, wenn es so wäre.
    H.E.

  53. @ Onkel Heinz #52

    Meine Bemerkung hat nichts mit „Teppichbeißen“ zu tun, sondern sollte lediglich ein zarter Hinweis dahingehend sein, was in einer freien Diskussion möglich sein muss.

    Abgesehen davon, kann ich beim besten Willen an den Ausführungen von ‚kosmin‘ keinen Nazi-Vergleich feststellen.
    Er hat lediglich eine Verhaltensweise moniert, die ohne Zweifel eine gewisse Ähnlichkeit mit damaliger Sorglosigkeit aufweist. Denn die Äußerungen des Oberpikaderos sind brandgefährlich und die, die es betrifft, werden im Nachhinein wieder sagen, sie hätten von allem nichts gewusst, obwohl sie hätten lesen brauchen.

    Schöne Grüße aus dem saukalten Moos

  54. @Moosi, alter Hasugeist

    Hihi…..ich dachte eigentlich den Begriff „Teppichbeisser“ kanntest Du noch, denn so nannte man in Berlin den Schnauzbartträger, weil der wohl berühmt für seine Wutanfälle war…..vor allem in der Endphase des Krieges.

    Tja, mich nervt dat geheime Tabu/ungeschriebene Gesetz auch etwas, keine Vergleiche mit der wohl dunkelsten Phase der deutschen Geschichte machen zu dürfen, denn gerade der Massenwahn in der damaligen Zeit ist ein Phänomen, vor dem sich heute alle noch verstecken oder wegen der Ungeheuerlichkeit dieser Tatsache lieber den Kopp in den Sand stecken.

    Und ja, wir müssen unsere Geschichte nun endlich mal annehmen um sie verarbeiten zu können, ick bin Nachgeborener, ick hab keine Schuld am Krieg und ick hab keine Lust weiterhin eine Erbschuld auszubaden, die mir meine Großeltern eingebrockt haben, basta. Im Gegenteil….meine seelige Mutter war Trümmerfrau, bei 2 trockenen Bemmen am Tag hat die Deutschland wieder mit aufgebaut und ick hab ihr immer aufmerksam zugehört, wenn se aus der damaligen Zeit erzählt hatte. Seid dem habe ich zumindest eine leichte Ahnung von dem, wie es so kommen musste und warum das deutsche Volk wie bekloppt den Führer gehuldigt hatte (mit Ausnahmen).

    PS. Der Ruf des Deutschen ist am Schlechtesten……in Deutschland selber, wenn man mal im Ausland rumhorcht, würde so manch einer staunen, welch große Stücke man da auf uns hält…..naja, zumindest bis kurz vor der Eurokrise.

    PPS. Tja, und leider ist auch heute wieder eine Tendenz in Deutschland zu erkennen, die mir a bisserl Angst macht…..nur das der Führer heute Gajia heißt.
    Ups…….gleich gibbet wieder Mecker
    Duck und wech
    H.E.

  55. [Ich glaube es ist nicht hilfreich, hier Vergleiche zum Nationalsozialismus anzustellen. Ich habe den Beitrag gelöscht. RK]

    Selbstverständlich respektiere ich Euer „Hausrecht“, habe aber den Eindruck, dass hier etwas „reflexartig“ gelöscht wurde. Ein Vergleich wurde hier nicht gezogen. Das Zitat von Jacob Bronowski („Der Aufstieg des Menschen“, 1973) entstammt einem Kontext seines Buches und seines Filmes, in welchem er versucht, die Ursachen eines bis dahin beispiellosen Massenmordes in den Kontext der menschlichen Evolution und i.e. das Verständnis von Wissenschaft zu setzen: Es war nach Meinung Bronowskis menschliche Hybris und nicht die technologische Möglichkeit, nicht der technologische Fortschritt, der Menschzen tötet(e). Dieses Prinzip ist nicht einmalig und fand in der Shoah nur einen vorläufigen, für unsere Generationen präsenten, historischen Höhepunkt. Im Zusammenhang dieses Threads diskutieren wir nichts anderes als menschliche Hybris und ein -aus meiner ärztlichen Sicht- evidentes Beispiel für dessen pathologische Ausprägung.

  56. FK9 Pilot,

    ich möchte auch wissen, wie diese scheinbar unsichtbaren Grenzen des korrekten „freien“ Diskurses entstanden sind.
    Die Abneigung Herrn Hellers gegenüber Büso verstehe ich auch nicht, bis vor einem Jahr kannte ich Büso nicht, was machen die falsch? Möchte ich ehrlich wissen-das ist keine Provokation!

  57. @ FK9 Pilot

    Ihr Beitrag war aus meiner Sicht deutlich über das Ziel hinaus geschossen. Man kann Leute wie Schellnhuber auch charakterisieren und bloßstellen ohne dass man sie in Bezug auf die 1000jährige deutsche Geschichte stellt.

    Wir können übrigens gerne, wenn gewünscht, über Grenzen des Diskurses Diskutieren, dazu sollten wir aber einen eigenen Thread aufmachen. Das hat hier nichts verloren.

  58. Soviel Zeit habe ich nicht verloren, wenn ich dies hier lese:

    Erst in den letzten Jahren haben normale Menschen begonnen zu erkennen, dass die nachhaltige Entwicklung eine globale Initiative ist, den höchsten Ebenen der Regierung auferlegte. Menschen stehen erst am Anfang, um einen Einblick in das Ausmaß der Transformation von Amerika erhalten, die im Gange ist.

    Die Frage, die unbeantwortet bleibt: Amerikaner akzeptieren diese neue nachhaltige Zukunft, die für sie geplant und ihnen auferlegt wurde?. Oder, wie Amerikaner in der Vergangenheit getan haben, werden sie zur Verteidigung ihrer Freiheit aufzustehen, und verlangen, dass ihre gewählten Beamten zu erzwingen, die Bürokraten und Fachleute in der Rolle der dienen die Menschen, die ihre Gehälter zu zahlen, durch die Verwaltung von Richtlinien erlassen nur durch gewählte Vertreter, sondern als Verschwörung die Richtlinien festlegen, nach denen alle Menschen leben müssen.

    Die Idee der Agenda 21 Nachhaltigkeit ist wohl folgende:
    Die Befugnisse werden langsam aber sicher in die Hände von nichtgewählten Bürokraten und Experten gelegt, die besser wissen, was für den Menschen gut ist. Schelli ist so einer, er weiß, was uns fehlt und er möchte ungewählt regieren, wir müssen nur die Einsicht in diese UN Notwendigkeit erlangen.

    Putzig ist, das diese Agenda 21 in keinem Land ratifiziert ist aber schon fleißig umgesetzt wird. Auch in Deutschland machten sich die Nachhaltigen dran, alles zu verteuern und zu enteignen und in privatwirtschaftliche Verträgen verschwinden zu lassen.

    Broder berichtete von unserem Nachhaltigkeitsparteitag und Mutti konnte nicht mal sustainable richtig aussprechen.

    http://www.democratsagainstunagenda21.com/sustainable-development-article.html

    Fazit, die Agenda 21 will die gesamte Welt knechten, haben aber schon viele versucht.

    Wer kennt sich noch aus mit der Agenda 21?

  59. Ich persönlich bevorzuge den offenen Dialog, solange er die Grenzen der Legalität respektiert.

    Ich akzeptiere natürlich auch das „Hausrecht“ einer virtuellen Plattform, auch wenn mir persönlich Entscheidungen im Einzelfall nicht passen mögen.

    Parteienwerbung (gleich welcher Couleur) sowie Werbung allgemein würde ich persönlich hier auch ablehnen.

    Persönliche Meinung zu La Rouche (Büso) in aller Kürze: Möglicherweise geben die vor, etwas zu bekämpfen, was sie eigentlich sind. Die sind in der Vergangenheit schon unter verscheidensten bis hin zu menschewistisch -- trotzkistischen Fähnchen in Erscheinung getreten…

  60. Lieber Herr Kipp,
    Ich jedenfalls hätte das Bronowski-Zitat, das FK9 Pilot gestern brachte, gern noch einmal nachgelesen. Offenbar zu Unrecht hatte ich darauf vertraut, daß die Verhaltensmuster des Miniwahr, wie sie in „1984“ beschrieben sind, für Ihren Blog nicht gelten und mir deshalb keine Kopie von FK9 Pilots Statement gespeichert. Nun bin ich einigermaßen entsetzt über Ihren Stil, weil ich mir den Bronowski zum Nachlesen nun erst mühsam besorgen müßte. Als Ossi habe ich das Buch leider nicht in meinen Bücherschrank stellen können.
    Es sei denn, Sie könnten FK9 Pilot bitten, mir seinen von Ihnen so selbstherrlich gestrichenen Beitrag separat und privatissime zu senden.
    Nebenbei bemerkt: Ich schätze Sie als Fachmann sehr, denn Ihren Schiefergas-Artikel vom 1. Juli habe ich mit Gewinn gelesen.
    Gruß von kosmin

  61. Kaiser, Könige und berühmte Feldherren ließen sich in der Vergangenheit von Hofmalern in „Essig & Öl” auf Leinwänden verewigen. Für die Ablichtung des Größten Schellnhubers Aller Zeiten, natürlich zeitgemäß als Thermogramm, wurde 2009 die Werbeagentur Scholz & Friends Group bemüht.

    Die FAZ und der GröSchAZ:

    Kluger Kopf für kühles Klima

    Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber mit einer Wärmebildkamera in Szene gesetzt.

    Deutet seine rote Stirn etwa darauf hin, dass die Gedanken von Professor Hans Joachim Schellnhuber im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz heiß gelaufen sind? Zumindest zeigt die Farbe, dass der Wissenschaftler an dieser Stelle wohltemperiert ist: Für das aktuelle Motiv der F.A.Z.-Kampagne hat Scholz & Friends den Klimaberater der Bundesregierung mit einer speziellen Wärmebildkamera abgelichtet.

    Aus dem Arbeitsplatz des Forschers in Potsdam ist eine Landschaft aus Grün-, Blau- und Rottönen entstanden, die an Wärmebildaufnahmen von schmelzenden Gletschern erinnert. Und genau das soll sie auch. Denn für Professor Schellnhuber kann zurzeit nicht genug auf das Problem der globalen Erwärmung hingewiesen werden -- besonders im Hinblick auf die UN-Klimakonferenz, die vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen stattfindet.

    …..tja, zumindestens bis Kopenhagen lief alles nach Plan für den „wohltemperierten” Retter der Welt.

  62. @kosmin

    Es sei denn, Sie könnten FK9 Pilot bitten, mir seinen von Ihnen so selbstherrlich gestrichenen Beitrag separat und privatissime zu senden.

    Lieber kosmin, wir als Nutzer dieses Blogs sollen die Entscheidungen des Betreibers akzeptieren, auch wenn sie dem persönlichen Verständnis von Liberalität jedes Einzelnen nicht immer in vollem Umfang entsprechen. Aber das ist nun mal das Recht des Blogbetreibers, der ja schließlich auch die volle Verantwortung für die hier wiedergegebenen Inhalte übernehmen muss. „Selbstherrlich” ist Rudolf Kipps Entscheidung m.E. jedenfalls nicht gewesen.

    Mit freundlichem Gruß
    Tim

  63. Lieber kosmin,

    Als Betreiber haben wir hier die Verantwortung für alles, auch was von den Kommentatoren eingestellt wird. Dass wir dabei Kommentare des Inhalts „Lieber Herr Schellnhuber, andere mit ähnlicher Denkweise wie Sie haben früher Juden vergast“ nicht dulden möchten, mag für den einen oder anderen überzogen klingen, führt aber aus meiner Sicht weder zu einem Erkenntnisgewinn, noch zur Verbesserung der Gesprächskultur hier. Gerade als skeptischer Blog sehen wir uns auch so schon Anfeindungen zu Genüge ausgesetzt. Da müssen wir durch Bestätigungen von Gowins Law nicht noch zusätzlich Angriffspunkte liefern.

  64. Wenn man den Leuten erklären will, was genau an den Vorstellungen eines Herrn Schellnhuber zur „Großen Transformation“ falsch ist, kommt man aus meiner Sicht mit Nazi-Vergleichen nicht weiter. Solche beenden eine Debatte, statt sie zu eröffnen, sie polarisieren, statt die Leute zum Nachdenken zu bringen.

    Ich werde dazu in den kommenden Tagen noch einen Artikel schreiben.

  65. @Tim #61

    Hmm, wenn ick mir dat Thermobild richtig angucke, scheint auch der Hosenboden verdammt heiß zu sein, als ob er uff glühenden Kohlen sitzt.
    Ähmm, ein kleiner Aufheiterungsversuch.
    H.E.

  66. @Onkel Heinz

    ….tja, und wie’s hinter der vorgehaltenen Zeitung aussieht, darüber wolle mer lieber net spekulieren, gelle?

  67. Hach, ick hab wat Versöhnliches…….kleiner Tip eines Zettel-Kommentators.

    Maos blutige Ernte

    Acht Jahre war es her, dass Mao Zedong auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking die Volksrepublik ausgerufen hatte. Vom Herbst 1957 an wollte er nun das weitgehend noch bäuerliche Riesenreich mit aller Gewalt industrialisieren. China setzte an zum »Großen Sprung nach vorn«. Doch als das Unternehmen vor fünfzig Jahren zu Ende ging, war es auf die schrecklichste Weise gescheitert…….

    Einer der Gründe war das aberwitzige Tempo, das Mao vorgab. Im November 1957 verkündete der Große Vorsitzende der Kommunistischen Partei, China werde binnen 15 Jahren Großbritannien überholen. Die Fristen wurden in den folgenden Monaten laufend verkürzt. Es ging nicht um eine planvolle Entwicklung, sondern um einen einzigen gewaltigen – und gewalttätigen – Schub……

    Da ham wa die Gründe, wahnwitziges Tempo (wie unsere so-genannte Energiewende) und die Ausblendung der Machbarkeiten, alles nur weil ein Wahnsinniger dachte, sein Volk bestände nur aus schnöden Arbeitssklaven.

    Klasse….gaaanz ohne Nazis und so……
    Grins und wech
    Onkel Heinz………..bekloppte Diktatoren ham wa ja gott sei dank genug

  68. So, während die Chinesen eben mal so wegen einer Vision in Massen verhungert sind oder ermordet wurden, ham wa gleich Nebenan ein Monster, dat ………..ähm, ich unterlasse jetzt den Vergleich.

    POL POT

    Der letzte Gedanke ist entscheidend: Ein ethnisch-rassisch ›reines‹ Volk der Khmer sollte geschaffen werden: auf bäuerlicher Grundlage und ohne Klassenunterschiede. Drei Aspekte sind also entscheidend: die ethnisch-rassische Säuberung, zum zweiten die straffe zentralistische Führung und Dämonisierung des angkar, der alles sieht (»big brother is watching you!«) und drittens eine Auslöschung jeglicher Individualität – Ideen, Gedanken, Liebe, Kreativität – und ihr Ersetzen durch das Kollektiv: gleiche Sitten und Gebräuche, gemeinsames Essen und entfremdete Arbeit, Beseitigung jeglichen Privatlebens und Denunziation. Das Individuum geht dergestalt auf in der Masse und verschwindet damit. Es tut willenlos, was angkar befiehlt, und mordet auf Befehl: aus Angst, dem Herdentrieb folgend oder aus Lust. Die Rache der bislang zu kurz Gekommenen auf jene da oben lässt alle Dämme von Moral und Sittlichkeit zusammenbrechen.

    Aufhebung aller Klassen und Unterschiede zwischen den Menschen
    Alle Kambodschaner mussten den gleichen Haarschnitt und die gleiche Kleidung tragen
    Verbot von religiöser Betätigung
    Erziehung der Kinder in politischen Schulen
    Allabendliche politische Schulungen und Versammlungen der Erwachsenen
    Gezielte Ermordung zunächst aller Intellektuellen und später aller Kambodschaner chinesischer oder vietnamesischer Abstammung
    Einführung von Gemeinschaftsküchen und Verbot der Nahrungsmittelaufnahme außerhalb einer Gemeinschaftsküche
    Einführung von Gemeinschaftskindergärten
    Verbot von Gefühlsäußerungen (Weinen, Lachen, Trauern), sofern sie nicht der Bejubelung von Parteimaßnahmen galten
    Verbot allen persönlichen Eigentums
    Etablierung von Dreierteams als kleinste Arbeitseinheit mit Auflage der gegenseitigen Überwachung – bei Flucht eines Teammitgliedes wurden die verbleibenden beiden Teammitglieder getötet
    Vereinheitlichung der persönlichen Ansprache und Begrüßung. Jede Form von persönlicher Anrede wie „Mama“, „Papa“, „Tante“ usw. wurde durch das Wort „Kamerad“ ersetzt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Kambodschas

    Fazit, die Vollendung einer gesellschaftlichen Transformation……….bist Du nicht willig, stell ick Dich an die Wand, bist Du aufmüpfig, kommt der Denunziant, Du stehst trotzdem an der Wand.

    Wat ick mich jetzt eigentlich fieserweise frage, was passiert wenn wir die Schellnhubersche Transformation nicht mitmachen wollen?

    Jetzt ist mir der Appetit gründlichst vergangen.
    H.E.

  69. Nachtrag zu #68
    Ein paar nette Details hatte ich noch vergessen.

    --Politische Schulung und Nutzung der Kinder zur Überwachung der Erwachsenen (inklusive der Überwachung der eigenen Eltern)
    -Zerstörung bzw. Konfiszierung aller Kommunikationsmittel (Radio, Telefon, Funk) im Land
    -Zerstörung aller technischen Geräte mit Ausnahme von militärisch nutzbaren Geräten
    --Einteilung der Reisfelder in einheitliche Parzellen der gleichen Größe und der gleichen Reisart unabhängig davon, ob dies technologisch sinnvoll war

    Ähmm, wer Ähnlichkeiten findet, darf sie behalten.

    H.E.

  70. Ach übrigens, auch Mao tse tung Biografie offenbart ungeheuerliches.

    http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/MaoTsetung/index.html

    1949
    Mao proklamiert die Volksrepublik China und wird zu ihrem „Vorsitzenden“ gewählt. Erste grundlegende Maßnahmen sind eine Bodenreform, der Aufbau einer eigenen Industrie und ein neues Eherecht, das die Gleichstellung der Frau beinhaltet. In China beginnt eine Welle von Liquidierungen potentieller Gegner, besonders aus der bisher führenden Gesellschaftsschicht.

    1958
    Mao bleibt Vorsitzender des Politbüros und des Zentralkomitees der KPCh. Immer wieder zieht er sich vorübergehend aus der Tagespolitik zurück, bleibt aber bestimmende Persönlichkeit innerhalb der Partei. Von den chinesischen Medien wird er zunehmend als Halbgott mit übernatürlichen Fähigkeiten dargestellt.
    Mittelpunkt seiner Lehre ist die absolute Erziehbarkeit des Menschen, der im Verschmelzen mit der Gemeinschaft seine höchsten Tugenden entwickeln soll.

    1959-1962
    Die offizielle Parteipolitik setzt sich unter dem Motto „Der Große Sprung nach vorn“ das Ziel, China binnen weniger Jahre zu einer industriellen Großmacht zu machen. Bauern werden angehalten, in der Eisen- und Stahlprodukton tätig zu werden. Ein Element dieses Umbaus der chinesischen Wirtschaft ist die Zwangskollektivierung und die Bildung von Volkskommunen. Die Folge sind große Hungersnöte, denen landesweit zwischen 30 und 40 Millionen Menschen zum Opfer fallen.

    1966-1976
    Nach einer kurzen Periode der wirtschaftlichen Liberalisierung unter Parteisekretär Deng Xiao-ping leiten Mao und seine Gefolgsleute die „Große Proletarische Kulturrevolution“ ein. China soll nach dem Willen Maos direkt vom Feudalismus zum Kommunismus übergehen. Es beginnt der Kampf gegen die mutmaßlichen „Partei-Reaktionäre“, die den „kapitalistischen Weg eingeschlagen haben“. Die genaue Zahl der Opfer von Zwangsarbeit und Hinrichtungen ist bis heute nicht bekannt. Schätzungen reichen von einigen Hunderttausend bis zu 10 Millionen.

    Fanatische Visionäre ohne jegliche Skrupel, man könnte jetzt noch Stalin rauskramen, wäre wohl der selbe Dreck.
    Hüte uns die Demokratie davor, das jemals wieder ein einzelner Mensch derart viel Macht bekommt….denn die Folgen werden grausam sein.

    Oh man, ick beweg mich jetzt aber komplett abseits von meinen Stammthema, sollte also jemand geistige Fehlschlüsse finden, korrigiert mich bitte.
    Onkel Heinz….fühlt sich etwas unwohl in seiner Haut

  71. Vielleicht kann man politische Auseinandersetzungen streckenweise mit dem Schachspiel vergleichen, wo man sich die Gegener und seine Taktik genauer ansehen sollte? Nur: Bringen solchen monströse Vergleiche dazu neue Erkenntnisse?

  72. @nLeser

    Bringen solchen monströse Vergleiche dazu neue Erkenntnisse?

    …..na vielleicht nicht unbedingt neue, dafür aber die Wiedererkennung längst bekannter Erfahrungen. Warum fallen Menschen reihenweise und immer wieder auf’s Neue auf selbsternannte Heilsverkünder herein, die zuerst das Paradies auf Erden versprechen und vom Menschen neuen Typus träumen, am Ende jedoch stets nur eine physische und/oder psychische Trümmerlandschaft hinterlassen? Offenbar ist die Verweildauer menschlicher Erinnerung viel begrenzter, als wir uns bewusst machen. Dass z.B. die DDR ein totalitärer Unrechtsstaat war, halten bereits heute – gerade mal etwas über 20 Jahre danach – viele wieder für eine Räuberpistole, oder es geht ihnen – pardon – schlichtweg am Arsch vorbei….. also: nix gelernt aus der Geschichte.

    Insofern halte ich es für durchaus sinnvoll, immer wieder ähnliche Beispiele menschenverachtender Regimes aufzuzeigen. Geschichte wiederholt sich zwar nicht 1:1, worauf auch Herr Heller bereits hinwies, aber die Anfänge unheilvoller totalitärer Entwicklung verlaufen fast immer nach dem gleichen Muster und über einen längeren Zeitraum. Erschwert wird die Wahrnehmung dessen allerdings durch die immer komplexer werdenden modernen Kommunikationstechnologien und immer subtilere Propagandakonzepte der Heilsverkünder.

  73. Lieber Tim:

    es lassen sich auch andere Beispiele finden und vor allem: Nein, die modernen Kommunikationstechniken sind es nicht.

    Bei der letzten Klimakatastrophe (Damals wurde es kälter) hatten die Menschen noch nicht mal Zeitungen, aber es war europäischer Konsens, dass die Hexen daran schuld sind und schleunigst verbrannt weren sollten. Das war übrigens auch ‚parteiübergreifender‘ konsens, im protestantischen Ländern brannten die Scheiterhaufen ebenso wie in katholischen.

    Und hier ist ein nettes Zitat:


    Ungeachtet ihres unterschiedlichen Glaubens und Kults, sind alle modernen Reformer der Meinung:
    -- Dass unsere Politik nicht perfekt ist und deshalb durch eine neue ersetzt werden muss.
    -- Dass alle, die ihnen widersprechen, „Im Bund mit der Hölle und im Pakt mit dem Tod“ sind.
    -- Dass sie eine unfehlbare Medizin haben, die jedermann gesetzlich verordnet schlucken muss und dass, anschließend, das Böse verschwindet, das Leid beendet sein wird, Mann und Weib sich in Engel verwandeln und alles eitel Freude sei – vor allem, wenn es dem Reformer gelingt, sich damit eine lukrative Karriere zu sichern.

    Dementsprechend beginnt die Agitation, Bekehrte werde geworben, die Dummen werden geködert, die Gesprächsrunden besetzt, und die Damenkränzchen weinen. Derweil ziehen zahlreiche angeheuerte Frauen und Männer an den Fäden, indem sie sich als selbstlose Repräsentanten der Moral ausgeben. Der politische Kandidat, der den aufziehenden Sturm beobachtet, hängt prompt sein kleines Segel in den Wind und steuert damit in ein Amt.

    Zweifel plagen den modernen Reformer nicht. Wie der Quacksalber, der Patentmedizin verkauft, macht er sich selbst zum Herrn aller menschlichen Leiden und geht schnurstracks seinen Weg. Nur zu oft ist das Publikum überzeugt. Noch öfters wird eine aktive und organisierte Minderheit gewonnen und furchtsame Abgeordnete gehen in Deckung, obwohl sie nicht überzeugt sind. So werden unausgegorene Pläne, gefördert von Intoleranten, Marktschreiern und Träumern, über das Land gestülpt. Und bevor das gutmütige Volk es merkt, wird es gezäumt, seine Rechte beschnitten und seine Vorrechte abgeschafft…

    Wie alt ist das wohl?
    Von heute, möchte man meinen, nicht wahr? -- wenn da nicht ein paar seltsame, altmodische Ausdrücke drin wären.
    Tatsächlich ist es fast 100 Jahre alt! US-Senator James Reed beschrieb damit 1925 die Propaganda-Kampagne der Prohibitionisten

  74. @Tritium

    Nein, die modernen Kommunikationstechniken sind es nicht.

    ….nun ja, aber wieviele Leute waren damals mit so einer Propagandaaktion beschäftigt und wieviele hat man damit erreicht? ….. Gib ein solches Konzept heute einer Werbeagentur mit klangvollem Namen, und ein paar Texter, ADs und Mediendesigner machen in Kürze ’ne knackige Multimedia-Online-Kampagne daraus.

  75. Ich gebe zu auch immer wieder historische Vergleiche zu ziehen. Manchmal ist es hilfreich um zu verstehen, was manche Menschen unter bestimmten Bedingungen tun oder wollen. Oder auch wenn man sich über die Elemente von Macht oder Ideologien klar werden will. Wie gesagt, das kann hilfreich sein um zu verstehen. Doch direkte Vergleiche hinken meist und lenken den Blick auf das Geschehene und versperren den Blick auf das Besondere der derzeitigen Situation.

    Ein Beispiel, wenn hier viel von Despoten die Rede ist um Schellnhubers Anmaßungen zu beschreiben, dann wird zwar von menschenverachtenden Vorgängen in der Vergangenheit gesprochen, doch ausgeblendet, dass bei allen diesen Vorgängen dennoch der der Mensch im Mittelpunkt steht. Der der zur richtigen Rasse gehört, oder die richtige Überzeugung hat, wird das Glück finden. Dazu werden diejenigen die nicht diesen speziellen Gruppen angehören unterdrückt oder umgebracht. Von Vorgängen bei denen psychopathische Despoten ihren perversen Neigungen nachgehen brauchen wir nicht zu sprechen. Kurz und gut, auch in Diktaturen steht der Mensch im Mittelpunkt und diejenigen die der herrschenden Ideologie zugeneigt sind, wollen ja tatsächlich Gutes für den Menschen.

    Schellnhubers Machtphantasien unterscheiden sich hier. Nicht dass ich meine, ihm wären die Menschen egal, er meint es sicher auch gut für die Menschheit, doch die Macht geht nicht mehr von den Menschen aus, sondern von der Mutter Erde. Und was die Mutter Erde braucht, das meint Schellnhuber erkannt zu haben und gibt daher den Rahmen vor in welchem sich die Menschen entwickeln dürfen. Wenn ich hier ein Vergleich ziehen müsste, dann fällt mir am ehesten das Paradies nach biblischer Darstellung ein. Für alles ist gesorgt, Adam und Eva können tun und lassen was sie wollen, doch den Apfel dürfen sie nicht anrühren, das ist Gottes Gebot. Statt einem Apfel haben wir eben heute 450 ppm CO₂ welches nicht überschritten werden darf.

    Der Wissenschaftler tritt sozusagen als Interpret des Willens von Mutter Erde auf, ohne die Menschen nach ihren Willen und Wünschen und Bedürfnissen zu fragen. Auch nicht danach welche Gesellschaftsordnung die Menschen sich gegeben haben, Entfaltung ist nur möglich innerhalb der Grenzen die Wissenschaftler vorgeben. Da denkt man natürlich sofort an Platons Philosophenkönige, dies wurde ja hier schon des öfteren genannt. Aber auch der Vergleich hinkt, da die Wissenschaftler ja nicht die Menschen direkt beherrschen wollen, sondern nur den Regierungen den Rahmen vorgeben, in welchem diese agieren können. Schellnhuber ist sozusagen der Papst, als Stellvertreter der Mutter Erde, und steht als oberste geistliche Instanz über den Königen. Die, wenn sie sich nicht an die Rahmenbedingungen halten, exkommuniziert werden können.

    Auf mich wirkt dies alles so grotesk und anmaßend, letztlich lächerlich.

  76. Richtig, wir haben einen angemaßten Oberpriester, der sich bei seinen Enzykliken auf das ‚Höhere Wesen‘ beruft, welches mit ihm spricht. Ein sehr altes Muster.
    Aber auch sehr lebendig: Was Schellnhuber vorschwebt, ist ja nichts anderes als der iranische Wächterrat, welcher letztinstanzlich der Regierung die Leitplanken‘ vorgibt, innerhalb derer sie sich bewegen darf. Am besten mit Schellnhuber in der Rolle des Ajatollah Chomeini.

    Ich denke, wenn man sich die Realität im Iran ansieht, hat man ein gutes Muster für die Zukunft einer Schellnhuber’schen Gesellschaft.

  77. @ Tritium

    Wächterrat ist gut. Den Ausdruck könnten wir übernehmen. Es gibt aber auch Wissenschaftler, die haben den Bodenkontakt noch nicht verloren. Für diejenigen die es noch nicht kennen, hier das Kontrastprogramm:
    Gottfried Schatz über Wissenschaft, Politik und Kultur.

  78. @Quentin

    Ich fasse es nicht, die „Klimanuss“ ist immer noch erreichbar……

    3. Die Langzeitfolgen wären ein Meeresspiegelanstieg im 30-50 Meterbereich und eine massive Versauerung der Ozeane, die einem Abfall des marinen ph-Werts von 8,2 auf 7,7 entspräche.

    4. Außerdem kann ein ungebremster Klimawandel eine Reihe von „Kippschaltern“ im Erdsystem (wie den Amazonasregenwald, das El Nino-Phänomen oder den Indische Monsun) umlegen und die Betriebsweise ganzer Subkontinente und Meeresbecken auf den Kopf stellen. Sich gegenseitig aufschaukelnde Wechselwirkungen könnten schließlich sogar einen „galoppierenden Treibhauseffekt“ auslösen.

    7. Die Begrenzung der Erwärmung auf 2 °C und die Anpassung an den Restklimawandel erfordern nichtsdestotrotz eine globale „Kulturrevolution“, bei der Stadt- und Landleben neu definiert werden müssen.

    Stadt und Landleben neu definieren……etwa im Sinne Pol Pot´s? oder Mao?
    Bedenkt man diesen Spruch und meine vorherigen Ausführung zu den roten Faschisten……macht plötzlich so einiges Sinn.

    Und nochmals die Frage, wie will man die globale Transformation durchsetzen, wenn das dumme Volk nicht mitspielen mag?
    MfG
    H.E.

  79. Heinz,
    die Transformation läuft. Lese die Agenda 21 der UN. Dieses nie ratifizierte Machwerk wird umgesetzt, auch in Deutschland.An gewählten Parlamenten vorbei wird es in aller Welt in vorauseilendem Gehorsam von zahlreichen Kommunen beherzigt.

  80. @ Heinz

    Ich gehe davon aus, dass es hauptsächlich zwei Wege gibt eine Gesellschaft zu verändern. Evolution und Revolution. Natürlich gibt es noch Putsch und dergleichen, doch das lasse ich mal weg. Ich halte eine Revolution mit dem Inhalt die Nachhaltigkeit oder den Klimaschutz als oberste Priorität einzusetzen für nicht wahrscheinlich. Das wissen auch die Schellnhubers dieser Welt, deshalb setzen sie auch auf evolutionären Wandel. Das bedeutet aber, nach Karl Popper, einen pluralistischen fortwährenden Prozess von Verbesserungsversuchen und Irrtumskorrekturen. Und genau das erleben wir ja gerade mit der Energiewende und dem Euro.

    Nach jeder Korrektur haben wir einen neuen Ausgangszustand, auf dem mit dem Hintergrund der gewonnen Erkenntnisse eine neue Theorie aufgebaut wird, die dann auch wieder korrigiert wird. Und auf diesem Wege eine komplett neue Gesellschaftsordnung zu etablieren, so wie es Schellnhuber und andere vorschlagen, ist meines Erachtens nicht möglich. Theoretisch vielleicht temporär einzelne Länder, doch auch hier wird es dann schnell zu Fehlerkorrekturen kommen, wenn man sich der Welt gegenüber nicht abschotten will.

    Ich will es nicht verharmlosen, was Schellnhuber vorschwebt ist gefährlich, doch Angst dass sich diese Vorstellungen durchsetzen könnten habe ich nicht.

  81. @Quentin

    „““Verbesserungsversuchen und Irrtumskorrekturen““““

    Nun ja, ich bin da anderer Meinung.
    Es geht um die Umerziehung der Menschheit, erdacht und durchgeführt von einen gewaltigen Netzwerk, das sich in der westlichen Welt etabliert hat.
    Man gucke sich nur mal die einzelnen Institute an und wer wo in welchen Beirat rumlungert.
    http://www.pik-potsdam.de/institut/organisation/beirat
    -Prof. Lord Nicolas Stern
    -Prof. Georg Weizsäcker (DIW)

    DIW

    http://www.pik-potsdam.de/institut/organisation/kuratorium
    -Klaus Milke, Germanwatch

    Das ganze erinnert mich an den Frosch, den man in den Kochtopp geworfen hat und jetzt langsam anfängt das Wasser zu erhitzen.
    Politik der kleinen Schritte, hier ein kleines Verbot, da ein kleiner Umbau, dort a bisserl mediale Hetze….Hauptsache unsere Freiheit wird langsam aber sicher immer mehr eingeschränkt.
    Speziell Deutschland……wenn hier mal ein Gesetz nicht durchzubringen ist, kommt es halt indirekt von der EU, wie schon 80% der Gesetze , die wir jetzt schon von Brüssel übergeholfen bekommen.
    Im Prinzip ist der schnelle Huber nur eine Gallionsfigur…..so ne Art Nachhaltigkeits-Maskottchen, der seine Aufgabe erfüllt im großen Plan der Umerziehung der Weltbevölkerung.

    Ick kann aber auch wieder komplett daneben liegen…..und eigentlich wehrt sich mein Hirn dagegen die endgültigen Konsequenzen zu überdenken, damit ich auch Morgen noch ruhig schlafen kann.
    MfG
    H.E.

  82. Nun ja,da schreibe ich oben einen Text, in dem ganz klar drinsteht, daß Schellnhuber und Co. keine Chance haben.

    Und jetzt werden doch wieder nur Ängste aufgebaut. Wir können nicht gewinnen, wenn wir die eine Angst durch die andere ersetzen. Nein, die Story ist eine andere. Sämtliche Nachaltigkeitsideologien werden nach meiner Auffassung durch den technischen Fortschritt marginalisiert.

    Ich hätte erwartet, daß sich die Leser fragen, wer wohl mehr Einfluss auf unser Leben hatte. Diesel oder Malthus? Und wer kann in Zukunft unser Leben prägen? Schellnhuber oder Bowyer? Man sollte sich immer wieder verdeutlichen, daß Demokratie nicht etwas ist, in dem gute Führungen etabliert werden, sondern etwas ist, in dem schlechte Führungen leicht wieder entfernt werden können. Wodurch der Einfluss, den Leute wie Schellnhuber auf unser tägliches Leben haben, doch immer weiter reduziert wird.

    Die Leute reden viel von Nachhaltigkeit, aber sie setzen es nicht um. Von Unterhaltungselektronik über Autos bis hin zum nächsten Flugurlaub: Die Leute wollen vor allem Spaß haben (biologische Ebene). Da enden Macht und Einfluß von Regelsetzungen.

  83. @ Heinz

    Du hast schon recht, versucht wird viel. Aber man muss das alles in Relation zur Praxis sehen. Und da werden Entscheidungen, dann wenn es wirklich darauf ankommt, nicht auf Grundlage von Nachhaltigkeitsideologien getroffen. Das was wir in Deutschland zur Zeit erleben, ist gewissermaßen ein Luxusproblem. Wenn der Lebensstandart fühlbar sinkt wird wieder gegengesteuert.

    Wenn einzelne Kommunen Entscheidungen treffen spielen sicher finanzielle Aspekte eine große Rolle, es werden Subventionen abgegriffen, oder Grundstücke verpachtet etc. Die Gewinne einzelner Kommunen stehen dem Verlust in der breiten Masse entgegen. So etwas kann nicht im großem Maßstab funktionieren. Und dann muss man ja auch noch sehen, dass was wir heute als Energiewende bezeichnen ist im Grunde nur eine Stromerzeugungswende, eigentlich noch nicht einmal das. Kernkraft soll verschwinden, NIE soll kommen, aber vor allem soll gespart werden. Wenn das ursprüngliche Ziel erreicht werden soll, nämlich dass Deutschland 2050 nur noch 60 Millionen Tonnen CO₂ emittieren darf, muss es eine weitestgehende Decarbonisierung geben. Da ist die Stromerzeugung ja nur ein kleiner Teil.

    Diese Vorstellungen einzelner Eliten werden zerplatzen wie Seifenblasen und zwar aus ökonomischen Gründen. Die Ökonomie steht über der Politik, wie das Peter auch hier dargestellt hat.

    Bis zu diesem Scheitern, oder der Korrektur, wird natürlich einiger Schaden angerichtet sein, und dies ist ja auch das was uns hier so aufregt. Werden die Korrekturen aber nicht vorgenommen, wird der Druck im Kessel immer größer und die derzeitigen Eliten werden davongejagt. Das wäre auch eine Revolution, aber anders herum.

  84. Ups. Da hatte Peter eigentlich schon geantwortet und ich hätte mir meine Worte sparen können. Das nächste mal werde ich vorm abschicken eines Kommentars das Browserfenster aktualisieren, dann passiert so etwas nicht.

  85. @Heller
    Ihre optimistische Einstellung kann nicht jeder bedingungslos teilen.
    Europa und besonders Deutschland lehnt zunehmend Technologien ab, von Kernkraft über Gentechnik und jetzt auch nach Shale-Gas, der Rest der Welt mag sich ja in aller Ruhe weiterentwickeln aber bei uns wird eben Rückentwickelt.

    Gerade heute spüren wir die gewaltigen technischen und finanziellen Auswirkungen einer enormen Fehlentwicklung (NIE), die nun schon vor Jahrzehnten in Deutschland eingeleitet wurde, der bisher angerichtet Schade geht inzwischen in den dreistelligen Milliarden-Bereich, die Beseitigung dieser Fehlentwicklung wird uns nochmals den selben Betrag kosten.

    Im Prinzip ist Herr Schellnhuber nur die Spitze des Eisberges, der grüne Unterbau ist aktiver denn je und vermag wahrscheinlich auch in der nächsten Zeit positive technologische Entwicklungen zu verhindern.
    Wir dürfen die Augen nicht verschließen vor der enormen Verzahnung von grünen NGO, Medien, Politik und Bildung, die es vermögen, jede positive Entwicklung schon im Keim zu ersticken.

    Während die USA eine Entwicklung hinlegen die einem den Atem stocken lässt, macht Europa gerade das ganze Gegenteil…..und bisher sieht es nicht so aus, als ob sich daran in absehbarer Zeit was ändern könnte, leider.
    MfG

  86. @Quentin

    Im Prinzip steckt Europa in einen Korsett, das Tag für Tag von abgehobenen E-Bürokraten immer enger gezogen wird.
    Das sture Festhalten an so-genannte Klimaschutzziele, an CO2-Handel, die Abgabe der nationalen parlamentaren Oberaufsicht über die Finanzen bis hin zu immer schweren Eingriffen in die nationale Souveränität, lässt für die Zukunft nix gutes erwarten.

    Was in mir die größte Besorgnis auslöst, ist die Tatsache, das ich auf friedlichen Weg kein Ausweg aus dieser verfahrenden Situation sehe. Weit und breit ist keine Kraft erkennbar, die Europa aus dem selbstgestrickten Dilemma befreien könnte, deswegen habe ich auch die beiden krassen Beispiele aus Asien angeführt.
    In Kambodscha endete der Massenmord erst durch Eingreifen der Vietnamesen und in China erst durch den Tod Mao´s…..deshalb glaube ich auch, das Europa nicht mehr aus eigener Kraft die Irrsinnsspirale unterbrechen kann.

    Scheiß globale Erwärmung, das derzeitige Regenwetter macht echt depressiv.
    MfG

  87. @ Heinz

    Ich möchte ganz entschieden widersprechen. Die Entwicklungen in Europa in der Finanz- und Klimapolitik, die mangelnde demokratische Legitimation und dergleichen, sind Missstände, keine Frage. Doch daraus zu schließen,

    das ich auf friedlichen Weg kein Ausweg aus dieser verfahrenden Situation sehe

    Um dann dann gleich im nächsten Satz Pol Pot und Mao an zuführen, hat für mich mit Analyse oder Kommentar eines Missstandes nicht mehr zu tun, das ist schon Paranoia.

  88. @Quentin
    Paranoia………
    Nun ja, selbst der Umweltminister befürchtet soziale Verwerfungen aufgrund explodierender Strompreise und versucht vorsichtig gegen zu steuern.
    Gerade Griechenland hat uns gezeigt, wie schnell die Bürger auf der Strasse sind, wenn die wirtschaftlichen Bedingungen den Bach runter gehen und leider sind dort auch schon Todesfälle zu betrauern.
    Das Konfliktpotential wächst stündlich und mich sorgt, das wenn unsere Bürgschaften zur Eurorettung mal fällig werden, auch in Deutschland die Demonstrationen losgehen werden.
    Gerade der letzte Verfassungsschutzbericht zeigt eine zunehmende linksextremistische Aktivität, die sich immer mehr verstärkt auf die Polizeikräfte konzentriert.

    Vllt hab ich mich bloss dümmlich ausgedrückt, hier will niemand einen Bürgerkrieg vom Zaume brechen, ich schon garnicht.

    Aber, die Stimmung in Europa wird zunehmend aggressiver………und davor kann niemand die Augen verschließen.
    Die Frage ist nur noch, können wir aus eigener Kraft die Mißstände beseitigen?
    MfG
    H.E.

  89. @Onkel Heinz #88

    Das Konfliktpotential wächst stündlich und mich sorgt, das wenn unsere Bürgschaften zur Eurorettung mal fällig werden, auch in Deutschland die Demonstrationen losgehen werden.

    ….hmm, ich frage mich nur, wogegen die deutschen Wutbürger dann demonstrieren werden. Wohl eher nur gegen „den Kapitalismus” im Allgemeinen und für „ein bedingungsloses Grundeinkommen” im Besonderen. Und unsere ganz besonderen Occupisten des Lichts werden weiterhin ihren heiligen Zorn auf „Chemtrails, HAARP und die Illuninaten” richten. Und alle gemeinsam werden natürlich nach wie vor „Atomkraft nein danke” brüllen und einen „noch schnelleren Ausbau der Erneuerbaren” fordern…… leider bin ich net so optimistisch, dass die Aktivitäten unseres „Souveräns” endlich mal in ’nen konstruktiven Verlauf annehmen.

    …..der „Chip” ist bei vielen drin und er wird auch net so schnell rausfallen.

  90. @ Eng:

    Die Frage ist nur noch, können wir aus eigener Kraft die Mißstände beseitigen?

    Vorschlag: Sie machen sich einen eigenen Blog auf, in dem Sie nach Herzenslust zetern und schimpfen können. Die konstruktiven Ideen, wie die Mißstände zu beseitigen wären, laden Sie dann hier ab.

    Freiheit ist eben immer auch die Freiheit anderer Leute und man darf niemals vergessen, daß sehr viele Menschen die Energiewende unterstützen und das für absolut sinnvoll und richtig halten. Wenn man die Energiewende erfolgreich bekämpfen will, dann geht das nicht mit Mao und Pol Pot, dann geht das nur, in dem man bessere Alternativen aufzeigt.

    Wir tun das hier, in dem wir bspw. Thorium, Schiefergas oder Schieferöl intensiv beleuchten und durchdenken. Zu diesen Themen werden noch viele Texte kommen. Und ich mag einfach nicht mehr jedesmal lesen, wie doof doch die Kanzlerin ist (sie ist nicht doof) und wie totalitär die EU-Bürokratie (die ist nicht totalitär). Wir könnten auch einfach mal darüber sprechen, wie clever fracking ist oder wie elegant die Flüssigsalztechnologie.

    Ich denke, wir können gegen die Negativvisionen von Ressourcenknappheit oder Klimkatastrophe nur ankommen, wenn wir diesen ein positives Zukunftsbild entgegensetzen. Wir sollten daran arbeiten und nicht an immer radikaleren Schimpfkanonaden.

  91. Lieber Herr Heller,
    Ich denke Sie haben Recht. Wir müssen positiv denken.
    Es gibt ja auch allen Grund dazu. Die deutschen Ingenieure und Naturwissenschaftler sind sehr gut. Vielleicht entsteht ja auch eine Nische für NIE und ein Markt für Thorium
    Im Grunde ist Altmeier auf dem richtigen Weg das Ziel zu setzen, dass Energie bezahlbar
    bleiben muß. Auf dem Weg dahin werden sich Gelegenheiten ergeben
    CO2 zu reduzieren und kostengünstig Energie bereit zu stellen. Entscheidend ist es Rahmenbedingungen zu schaffendie es erlauben frei zu entwickeln und Gelegenheiten und Lösungen entstehen zu lassen.
    Marktwirtschaft eben und keine Planwirtschaft.
    Alleine die Umstellung der US Wirtschaft auf Gas wird den Amerikanern einen großen relativen Fortschritt bringen in Richtung Klimaziele bringen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  92. Beispiel:

    Nico Stehr:

    Das Papier schlägt vor, das Prinzip der Menschenwürde zum Leitgedanken unserer Bemühungen zu machen, und zwar vermittelt über drei übergreifende Ziele:

    ■ dass es Zugang zur Energie für alle gibt;
    ■ dass wir uns nicht auf eine Weise entwickeln, die wesentliche Funktionsabläufe des Erdsystems untergräbt;
    ■ dass unsere Gesellschaften gut gerüstet sind, um den Risiken und Gefahren zu begegnen, die mit den Wechselfällen des Klimas verbunden sind, was immer deren Ursache ist.

    Wenn das eine neue „Klimaschutzdoktrin“ sein sollte, wer wäre damit nicht einverstanden?

    Es kommt natürlich darauf an, solche Ziele intelligent auszugestalten. Fundamentalopposition ermöglicht keinen konstruktiven Beitrag.

  93. @Heller

    Hmm, scheint echt nicht mein Thema zu sein, sorry.
    Da halt ick mich jetzt lieber mal lieber raus.

    MfG
    H.E.

  94. Man kann aus dem dem Zusammenbruch der DDR auch Optimismus schöpfen: Über Nacht wurden die Bürger aktiv, griffen furchtlos ins Staatsruder, scheinbar aus dem Nichts sprangen neue politische Talente auf die Bühne, langweilige Mitläufer bis dahin und viele der großen Heiligen verschwanden spurlos in der Versenkung -- innerhalb weniger Wochen, auf zivilisierte und auf rationale Art.
    Auch ich rechne mit politischen Veränderungen in den nächsten Jahren: Daß die gewohnte staatliche Behütung aus Geldmangel deutlich reduziert wird, viele Leute endlich in Arbeit geschickt werden, Leistung sich wieder lohnt und anerkannt wird usw. Und ich bin überzeugt, daß wir auch diesmal in zivilisierter und rationaler Weise weiterkommen werden. mfG

  95. So, „Urlaub ohne Internet“ beendet!

    #94. nLeser

    moin Lieber nLeser,

    ich hätte es mir damals auch nicht träumen lassen, dass ein Staatswesen bzw. ein Gesellschaftssystem, „so einfach“ implodieren kann, wenn meiner Meinung nach dafür aber eher ökonomische, denn politische Gründe maßgeblich waren.
    Eins hat sich bei mir aber eingebrannt, Nichts ist für die Ewigkeit und gesellschaftliche und ökonomische Verwerfungen wurden noch immer wieder begradigt. Auch jetzt wird eines Tages wieder die Vernunft einkehren, schon allein aus ökonomischen Gründen (nicht aus ideologischen). Ich bin da mal Optimist. Schade ist eben nur, dass bereits horrende Geldsummen regelrecht verbrannt wurden, die weit besser Verwendung hätten finden können. Aber gut, das ist nicht mehr zu ändern. In diesem Sinne

    Gruß
    karl.s

  96. #94

    Man kann aus dem dem Zusammenbruch der DDR auch Optimismus schöpfen: Über Nacht wurden die Bürger aktiv, griffen furchtlos ins Staatsruder, scheinbar aus dem Nichts sprangen neue politische Talente auf die Bühne, langweilige Mitläufer bis dahin und viele der großen Heiligen verschwanden spurlos in der Versenkung — innerhalb weniger Wochen, auf zivilisierte und auf rationale Art.

    Das ist sicher richtig, aber die Grundlage dafür war doch, daß eine klare Alternative greifbar nahe lag, in Form der westdeutschen Bundesrepublik. Hätte im Westen der DDR beispielsweise Nordkorea gelegen, dann schiene es schon wesentlich unwahrscheinlicher, daß die Bürger „furchtlos ins Staatsruder“ gegriffen hätten. Die Furchtlosigkeit kam wohl auch daher, daß Sowjet-Gorbi dezidiertes Desinteresse an weiterer Stützung des DDR-Regimes signalisiert und Ungarn das Tor in den Westen schon geöffnet hatte, so daß eine Wiederholung von 1953 nicht zu erwarten war.

    Wenn aber einerseits eine klares, erwiesen tragfähiges Alternativkonzept, andererseits die freundschaftlich helfende und leitende Hand von außen fehlt, dann ist es für die so inhomogene Menge der Bürger mit ihren ausdifferenzierten politischen Ansichten schon erheblich schwerer (gelinde gesagt), eine grundsätzliche Umgestaltung des Staatswesens in Angriff zu nehmen und auch erfolgreich durchzuführen. Daß aus einem bloßen Volksaufstand oder Bürgerprotest ein besseres Staatswesen entsteht, ist alles andere als selbstverständlich.

  97. #90

    Ich denke, wir können gegen die Negativvisionen von Ressourcenknappheit oder Klimkatastrophe nur ankommen, wenn wir diesen ein positives Zukunftsbild entgegensetzen. Wir sollten daran arbeiten und nicht an immer radikaleren Schimpfkanonaden.

    dem möchte ich mich ausdrücklich anschliessen!

    wenn ich an meine kindheit / jugend zurückdenke (ich bin knapp ü30, also noch ni so lange her), und was es damals für tolle reportagen und dokus hinsichtlich positiver zukunftsvisionen gab und was dagegen heute zu sehen ist…

    alle welt redet heute von der *apokalypse‘ und wie schlecht wir doch sind. doch was bringts?

    uns, also der gesellschaft, sind die visionen verloren gegangen. das erlebe ich selbst im privaten bereich. nicht die möglichkeiten werden hervorgehoben, sondern irgend welche (eingebildeten) nachteile, selbst wenn man persönlich nicht von betroffen ist.
    wenn dann ein sehr guter freund von mir oder ich dagegen argumentieren, bekommen wir letzten endesdann doch meist zustimmung.

    um wieder auf p. heller zurück zu kommen: ein positives Zukunftsbild

    PS: und wenn jetzt wer argumentieren solle, das ich gut reden mag, weil gute ausbildung und gut bezahlter job…
    alles selbst hart erarbeitet + bisl glück, auch wenn ich noch keine wirklichen tiefpunkte in meinem leben hatte :)

    PPS: diese negative grundeinstellung im allgemeinen geht mir persönlich übelst auf den sack 😀

  98. um wieder auf p. heller zurück zu kommen: ein positives Zukunftsbild

    fehlt was

    um wieder auf p. heller zurück zu kommen: ein positives Zukunftsbild ist das was fehlt

  99. #97./98. michael m.

    Hallo micha,

    das Problem ist halt, dass eine positive Zukunftsdarstellung in gewissen Kreisen (Politiker, NGO`s etc.) ja gar nicht gewollt ist. Mit der Angsttrommel läßt es sich eben leichter regieren bzw. lassen sich Macht und Einfluss gewinnen. Das permanente Rühren der Angsttrommel bleibt dann natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die breite Masse.

    karl.s

  100. Natürlich ist Optimismus von den Ablasshändlern nicht gewollt.
    Na und? Haben etwa DIE zu bestimmen, was wir sagen dürfen?

    Ich bin da mit Herrn Heller einig:
    Kritik muss fundiert sein, vor allem aber konstruktiv.
    Was ist denn die letzte Ausflucht, wenn eine NIEler in die Ecke gedrängt ist?
    Er fragt „‚Ja was sollen wir denn sonst machen, ausser Windrädchen aufstellen?“
    Und als Zusatz: „Kernkraft kann es ja wohl nicht sein, was du als Alternative anbietest!“

    Nicht umsonst ist das Lieblingswort der Warmisten ‚Alternativlos‘ -- damit soll jedes Nachdenken sofort geblockt werden. Genau deshalb müssen aber Alternativen aufgezeigt werden.

  101. Ich halte es für ausgeschlossen, dass Herr Schellnhuber in seiner Jugend tatsächlich ein so guter Schüler gewesen sein soll, wie im Sinne einer erwünschten Legendenbildung hie und da kolportiert wird. Das was Herr Schelnhuber anhand eines Globus in der Sendung von Karsten Schwanke im ZDF zur Frage des Abschmelzend der Himalaya Gletscher von sich gegeben hat, zeigte übderdeutlich, dass der Mann ein höchst durchschnittliches Bildungsniveau und sprachliches Ausdrucksvermögen besitzt. Mir fallen auf Anhieb mindestens 10 Namen von Teilnehmern dieses Blogs hier ein, die Schellnhuber intellektuell und sprachlich weit überlegen sind.

    Ein wirklich gescheiter Kerl sagt nicht von sich „ich habe einen guten Instinkt für Themen“, oder sonst irgendwelche Phrasen in welchen das Wort „stinken“ vorkommt. Seine Vergleiche von sich mit Einstein am Telegraphenberg sind an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

  102. Hier mal ein interessanter Artikel auf EIKE passend zum Thema

    „Nachhaltige Gerechtigkeit” = Umverteilung des Mangels

    karl.s

  103. @Franz Zuber

    Seine Vergleiche von sich mit Einstein am Telegraphenberg sind an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

    ….wenn jemand es nötig hat, andauernd in geradezu zwanghafter Weise auf seine eigene Genialität, mit der sich in weitem Rund niemand messen kann, hinzuweisen, dann ist wohl die Vermutung einer behandlungsbedürftigen, schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung nicht von der Hand zu weisen.

    Die Botschaft und ihr Prophet

    „Es war völlig klar, dass ich irgendwann als Geistesarbeiter tätig sein würde“, begründet er seine Entscheidung. In die Politik zu gehen, sei nie seine Sache gewesen. Kein Wunder. Wer schon als Kind archäologische Schriften liest und mit 14 Jahren Albert Einsteins Relativitätstheorie oder Immanuel Kants Schriften studiert, lässt eine Affinität zum Intellekt erkennen. Es war die Welt des Wissens, die Schellnhuber reizte und die seinen Lebensweg bestimmte. „Die Wissenschaft ist das Gravitationszentrum meines Lebens“, sagt er…..

  104. #103. Tim Hardenberg

    bei soviel „Genilität“, wie der Gutste vorgibt zu haben, müßten wir uns doch eigentlich vor Bahnbrechenden Forschungsergebnissen ala Einstein, Heisenberg etc. etc. gar nicht retten können, oder? Nur, ich kann nix finden was in die Kategorie passen würde. Woran das wohl liegt 😉

    karl.s

  105. @karlchen

    bei soviel “Genilität”, wie der Gutste vorgibt zu haben….

    ….hi hi, „Genilität” – war das jetzt ’n Freud’scher Versprecher? Da is ’n Buchstabe falsch – und zwar der erste.

  106. #105. Tim

    Jep 😉

  107. Apropos Weltherrschaft……….

    Anti-Korruptionsabkommen 30 Konzernchefs machen Druck auf Bundesregierung

    Mehr als 160 Staaten haben die UN-Konvention gegen Korruption ratifiziert. Deutschland nicht. Damit steht Deutschland in einer Reihe mit Syrien und Saudi-Arabien. 30 Konzernchefs wollen das nicht länger dulden -- und haben einen Appell an die Regierung geschickt. ……

    Die schwarz-gelbe Koalition blockiert bislang die Ratifizierung. Begründet wird dies mit dem im deutschen Recht unzureichend geregelten Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung. Durch eine Verschärfung würden die Parlamentarier nach Ansicht von Union und FDP in der freien Ausübung ihres Mandats gehindert.

    Hihi, dat Thema hatte ick auch schon mehrfach angesprochen, nun übernehmen mal die großen Jungs.

    Die Verschärfung des Straftatsbestandes der Abgeordnetenbestechung….würde Abgeordnete an der freien (Handaufhaltung) Ausübung ihres Mandats hindern………noch dümmer kann man ja kaum noch reagieren, oder?
    Hand in Hand mit lupenreinen Demokratien wie Nordkorea, Saudi-Arabien……….schützen wir die Politiker vor Bestrafung, auf das sie ungerührt weitermachen dürfen wie bisher,……… nur dat zu babbeln, wat am besten bezahlt wird.

    Tja liebe Leser und Leserinnen………deshalb konnte die Energiewende und EEG ausschließlich in Deutschland erfunden werden, deshalb sind wir die weltbesten Klimaschützer, deswegen bauen wir in Alaska Ananas an, ähmm Solaranlagen auf unsere Dächer, deswegen werden für Windmühlen Wälder umgehackt, deswegen verseuchen Biogasanlagen die Umwelt………es hat keinerlei strafrechtliche Folgen für Entscheider.

    In Sinne des schnellen Hubers auch die absolute Mindestanforderung um die tolle Transformation der Gesellschaft in die Tat umsetzen zu können, entgegen den Wählerwillen, entgegen der Demokratie….entgegen jeglichen gesunden Menschenverstandes.

    Sorry, diese Tatsache dürfte für eine Demokratie mehr als nur peinlich sein.
    Onkel Heinz……….haste mal ne Mark

  108. #107. Heinz Eng

    haste mal ne Mark

    wat willst haben, DDR Mark oder D Mark oder kannst Du noch warten auf die Neue Deutsche Mark (NDM), früher hieß das in der DDR auch mal MDN = Mark Deutscher Notenbank :-)

    Die schwarz-gelbe Koalition blockiert bislang die Ratifizierung. Begründet wird dies mit dem im deutschen Recht unzureichend geregelten Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung.

    Was bitte hindert diese Flachzangen denn daran, das Deutsche Recht entsprechend zu regeln? Ein Schelm wer arges dabei denkt 😉

    karl.s

  109. @Karlchen

    Such Dir wat aus…..
    http://www.versuchschemie.de/upload/files2/71627209_3571.jpg

    http://www.shopblogger.de/blog/uploads/februar_06/eine_winwortendoppelpunkteine_deutschemarkvonneunzehnfuennefsiebenzich.jpg

    http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/04/1mark.jpg

    Grins und wech
    Onkel Heinz…..zur Not geht auch eine Billionen Euro

  110. @Onkel Heinz —-- sagt :….“auf friedlichem Wege sehe ich keine Lösung…..“!
    Wieviele Divisionen der himmlischen Heerscharen soll ich zur Hilfe und Lösung der Probleme bei Petrus erbitten?
    (Frei nach Onkel Joe )

  111. Herrn Schellnhuber – der sich zuweilen in reichlich peinlicher Weise mit seinem Wissen über Chaosforschung brüstet, und der von seinen Anbetern gepriesen wird, „durch sein Interesse an komplexen Systemen und nichtlinearer Dynamik, vielfach Chaostheorie genannt, von der Grundlagenphysik zur Klimaforschung gelangt zu sein” – wärmstens zum Lesen empfohlen (ganz besonders das nachfolgende Zitat):

    Neurodebatte: Why are you free? von Boris Kotchoubey
    Von Thilo Spahl

    Das Verhalten von komplexen Systemen kann nicht vorhergesagt werden, auch wenn alle elementaren Teilprozesse strikt deterministisch ablaufen. Das sei nicht eine Frage von nicht ausreichender Rechnerleistung, betont der Autor: „Um ein emergentes System zu verstehen, bedarf es mehr als eine sehr große Anzahl von Faktoren und ihrer Wechselwirkungen mit sehr großer Präzision zu kennen – vielmehr müssen wir eine unendliche Anzahl von Faktoren mit unendlicher Präzision kennen. Deshalb ist es nicht einfach so, dass wir den Klimawandel nicht vorhersagen können. Es ist vielmehr so, dass wir nicht die geringste Ahnung haben, wie die Vorhersage eines Klimawandels jemals möglich sein könnte.“ Es ist zwar praktisch unmöglich, aber zumindest theoretisch möglich, alle möglichen Schachpartien in einem Computer zu berechnen. Das Klima oder einen Gedanken exakt vorherzusagen, ist jedoch nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch unmöglich. Denn es gibt hier gar keine abgrenzbaren, den exakt definierten Schachzügen vergleichbare Teilmechanismen.

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