Stefan Rahmstorf: Die Nordsee war um 1-2°C wegen des Klimawandels zu warm, deshalb brachten Nordwinde Schneerekorde!

16. Januar 2019 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Schnee und Eis

RahmstorfSchneerekorde

Stefan Rahmstorf twittert gerade, dass eine aktuell um 1-2°C zu warme Nord- und Ostsee eine Folge des Klimawandels wäre und Nordwinde deshalb Schneerekorde in den Alpen und Erzgebirge mit sich bringen würden. Was ist davon zu halten?

Der DWD gibt gerade neue Schneerekorde für die ersten zwei Januarwochen in den Alpen bekannt:

SchneerekordeDWD

Darunter einige Jahrhunderrekorde, die sich nur einmal pro Jahrhundert wiederholen. Die Neuschneesummen erreichten bis über 4,5 Meter!

Die Klimafolgenforscher vom PIK in Potsdam sind nun der Meinung, dass würde an zu warmen Ozeanen und einer aktuell um 1-2°C zu warmen Nord- und Ostsee liegen. Die Nordwinde laden sich dabei mit der ganzen Feuchtigkeit über der Nordsee und Ostsee auf, die dann in den Alpen abschneit.

Für unser Winterwetter ist aktuell eine positive Noradatlantische Osziallation (NAO) im Nordaatlantik verantwortlich. Der Nordatlantik ist unsere Wetterküche. Zwischen Islandtief und Azorenhoch bringen Westwinde Tiefdruckgebiete mit Wind und Niederschlägen zu uns.

NAO-Schnee

Im Sommer hatten wir eine gänzlich andere Wettersituation. Es stellte sich eine stabile Omega-Wetterlage ein. Die Omegalage, auch Omegahoch, ist eine Wetterlage, die von einem großen Hochdruckgebiet charakterisiert wird. Die Omegalage bewirkt im Bereich des Hochdruckgebietes eine typische sommerliche Schönwetterlage mit ausgeprägter Trockenheit und Wärme bis hin zu Hitzewellen und Dürren, im Winter hingegen Tiefsttemperaturen und Kältewellen. Aktuell haben wir genau das Gegenteil davon, eine positive Noradatlantische Oszillation mit Westwinden und durchziehenden Tiefdruckgebieten vom Nordatlantik zu uns ist dominant. Das hat nichts mit Klima zu tun, sondern mit Wetter.

Schaut man sich die Temperaturen über dem Nordatlantik (also unserer Wetterküche) vom Herbst 2018 an, so zeigt sich, dass es dort nicht besonders warm war, sondern besonders kalt.

Kalter-Nordatlantik

Das Wasser im Nordatlantik war im letzten Herbst um rund -1°C zu kalt! Die Tiefdruckgebiete ziehen über den zu kalten Nordatlantik zwischen Islandtief und Azorenhoch mit dem Westwind über tausende von Kilometern zu uns. Dabei gelangen sie auch über die Nordsee. Die südliche Nordsee und westliche Ostsee waren im Herbst und sind es auch noch, um etwa 1-2°C zu warm für die Jahreszeit.

AnomalienNordOstsee

Das PIK und auch Herr Rahmstorf sind nun der Meinung, dort hätte sich die Luft mit all der Feuchtigkeit aufgeladen, die dann in den Alpen abgeschneit ist. Dabei hat es nur einige Stunden gedauert, bis die Tiefs über die südliche Nordsee und die westliche Ostsee gezogen waren.

Die aktuelle Wassertemperatur der südlichen Nordsee liegt bei 5°C. Schaut man sich Klimadiagramme an, so sind das Werte, die im normalen Bereich liegen.

nordsee klima sylt deutschland

Für Januar sind für Sylt Werte um 4°C normal. Der heutige Tageswert liegt dort auch bei 4°C.

Festzustellen ist, der Nordatlantik, wo sich die Tiefdruckgebiete bilden und über den sie ziehen ist für die Jahreszeit zu kalt. Die südliche Nordsee und die westliche Ostsee sind ebenfalls nicht außergewöhnlich warm für die Jahreszeit. Die Temperaturen liegen in der normalen Schwankungsbreite. Mit dem Klima hat das folglich wenig zu tun! In den letzten Jahren gab es diverse Winter, in denen die südliche Nordsee und die westliche Ostsee genauso warm und auch wärmer waren, als aktuell. Wir hatten dadurch aber keine Schneerekorde in den Alpen. Jetzt aber sollen warme Ozeane und Randmeere infolge der Klimaerwärmung dafür verantwortlich sein. Hätten wir anstatt einer Westwind-Wetterlage mit vielen Tief (wir haben aktuell ca. 50% mehr Niederschläge als im Mittel) ein stabiles Omegahoch mit sibirischen Temperaturen, so hätten die Klimafolgenforscher aus Potsdam vermutlich auch vermeldet das würde am Klimawandel liegen. Als nächstes wird vermutlich vom PIK vermeldet es ist Winter im Winter Dank Klimawandel und es ist Sommer im Sommer Dank Klimawandel!

Video eingebettet aus youtube

Auch der sog. Lake-Effekt kommt hier nicht in Betracht!

Dieser Effekt tritt auf, wenn im Winter kalte Winde über große Seeflächen mit warmem Wasser strömen. Dabei wird über dem See Wasserdampf aufgenommen, der jedoch schnell gefriert und am Lee-Ufer des Sees als Schnee niedergeht. Der Lake Effekt tritt in Deutschland vor allem an den Küsten auf und in den westlichen Mittelgebirgen an Seen wie z. B. im Sauerland. In schwacher Ausprägung sorgen Nord- und Ostsee häufig für Schnee in den angrenzenden Bundesländern, insbesondere in der hügeligen Holsteinischen Schweiz bei nordöstlichen Winden.

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38 Kommentare
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  1. Die Schnee-Rekorde traten alle in Österreich auf. Gab es eigentlich auch einen Schneerekord in Deutschland?

  2. Keine Ahnung in Sachen interner natürlicher Klimavariabilität
    Weder Rahmstorf, noch Mann
    quelle

  3. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, twittert es sich ungeniert.
    Die Katastrophenmanufaktur beim PIK läuft auf Hochtouren. Jedes Wetterereignis wird jetzt genutzt um den Menschen den unausweichlichen Klimawandel in die Hirne zu drücken.
    Wenn es in den Alpen keinen Schnee gegeben hätte? Kein Problem, ist mit Klimawandel gut begründet.
    Sollte diesen Winter noch einmal Schnee im Flachland auftauchen wird die überhitzte norddeutsche Seenplatte dafür ursächlich sein. Also der Klimawandel.

  4. Prof. Unrat hat mal wieder seinen Müll entlassen. Ihm sollte doch noch der h.c für Behauptungs- und Konjunktivwissenschaften verliehen werden.

  5. Wie kam es eigentlich in früheren Jahren dazu, dass im Winter Schnee fiel? War da die Nordsee auch zu warm?
    Schnee ist nichts anderes als Niederschlag. Hat die warme Nordsee schon im Sommer für extreme Niederschläge gesorgt?

    Ist es der Klimawandel, der das Wetter verursacht oder ist es das Wetter, das den Klimawandel verursacht?.

  6. Veranstaltungshinweis

    Klimawissenschaftler Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung hält an diesem Donnerstag, 17. Januar, 18.30 Uhr, im Oskar von Miller Forum einen Vortrag über „Klimakrise -- Ursachen, Folgen, Lösungswege“

    Neue globale Temperaturrekorde in den vergangenen Jahren, ein schwächelndes Golfstromsystem, ein steigender Meeresspiegel und eine nicht abreißende Folge von Wetterextremen. Der Klimawissenschaftler Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung geht in seinem Vortrag „Klimakrise -- Ursachen, Folgen, Lösungswege“ an diesem Donnerstag, 17. Januar, im Oskar von Miller Forum, Oskar-von-Miller-Ring 25, auf die Ursachen ein und stellt Lösungswege dar. Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr.

  7. @6 Veranstaltungshinweis: Ergänzung in München

    Die von Herrn Rahmstorf gezeigte linke Grafik „Sea surface temperatures in North Sea and Baltic“ kann man sich hier anschauen. Mir ist aufgefallen, dass sich die Wasser-Temperaturen täglich ändern. Ich habe Wasser-Temperaturen für relativ konstant gehalten.

  8. Die Temperaturen von Nord und Ostsee müssen extrem gestiegen sein, den dieser Tage soll es in ganz DE schneien, sogar bis nach Spanien runter, und kalt soll’s werden.
    Schei* Klimaerwärmung.:D

  9. @Berberich

    Natürlich ändert sind die SST in der Nordsee und Ostsee täglich. Schon wegen der Winddurchmischung und der Sonne. Als Badegast an der Nord- und Ostsee schreibt die DLRG immer die tagesaktuellen Wassertemperaturen ab 9 Uhr auf eine Tafel.

    Das PIK behauptet aber die Sommerwärme wäre im Oberflächenwasser immer noch gespeichert. Und das bei 5°C aktuell.

  10. PS

    Wenn wir ein bis zwei Wochen starken Frost hätten, dann gefrieren Ost- und Nordsee. Hatte wir ja erst im Frühjahr 2018. Da waren die Osfriesischen Inseln tagelang mit der Fähre wegen Eisgang nicht mehr erreichbar. In der Ostsee ist das oft bei Hiddensee der Fall.

  11. PPS

    Mich wundert auch, dass der Ozeanograph Herr Rahmstorf meint, die Randmeere und Binnenmeere Nord- und Ostsee würden die Sommerwärme über Monate hinweg im Oberflächenwasser speichern und uns nun Feuchtigkeit und Niederschläge als Schnee in den Alpen bringen. Nord- und Ostsee sind gut winddurchmischt und kühlen sich im Winter sehr schnell ab. Schon im September geht niemand mehr dort baden. Ich war im September diverse Male in Cuxhaven am Strand. Da ist keiner mehr ins Wasser gegangen.

  12. #9 Michael Krüger

    „Natürlich ändert sind die SST in der Nordsee und Ostsee täglich.“

    Das sind Satelliten-Messungen im IR. Die Eindringtiefe im IR beträgt nur einige Millimeter. Diese Schicht ist natürlich sehr beeinflusst durch Wind-Durchmischung. Das ist aber auch die relevante Schicht für die Verdunstung von Wasser.

  13. @ 1 Ich musste nach Weihnachten dreimal in zwei Wochen schippen. Persönlicher Rekord hier im Remstal 😉

  14. @Berberich

    Das Klimadiagramm von Sylt im Artikel zeigt auch, dass die Wassertemperatur fast unmittelbar der Lufttemperatur und den Sonnenstunden folgt. Wie das PIK nun darauf kommt, dass die Ozeane und Rand- und Binnenmeere als Speicher des letzten Sommers fungieren ist schon mehr als abenteuerlich. Wenn dann wird die Wärme im Tiefenwasser gespeichert, nicht aber im Oberflächenwasser, dass gut winddurchmischt ist.

  15. Mal schauen, ob Rahmstorf hierfür auch die Ost- und Nordsee verantwortlich macht 😀

  16. Btw, hatte die Sturmflut an Ost- und Nordsee die Temperaturen der Meeresoberfläche zusätzlich extrem durchmischt ?
    Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Rahmstorf auch nur annähernd Recht haben könnte, im Gegenteil, das ist ausgemachtester Blödsinn.

  17. @Krishna

    Herr Rahmstorf und das PIK sollten ihren eigenen Ansprüchen genügen und die Theorie peer-review bei Science, oder Nature einreichen. ☺

  18. Bei den Peers ginge das sogar durch 😀

  19. Einige klimatische Betrachtungen für die SST auch hier: http://diekaltesonne.de/der-alpenschnee-im-januar-klimawandel/

  20. Prof. Stefan Rahmstorf freilich muss sich um Fakten nicht scheren.

    Hat er bisher nicht gemacht, warum sollte er jetzt damit anfangen ? 😀

  21. @Bosse

    Danke. Dann werden PIK und DWD bald verkünden die NAO ist wegen des Klimawandels stärker geworden und deshalb erwärmt sich die Nordsee und es fallen mehr Niederschläge. Latif hat ja auch schon Ende der 90er 20 kalte Winter wegen negativer NAO prognostiziert. Nun ist es einfach anders herum. Heute liegt übrigens auch bei uns Schnee in Norddeutschland wegen Klinawandel. Und die Schüler schwänzen deshalb heute die Schule und demonstrieren in der Stadt. Vielleicht fahr ich gleich mal hin und schau mir die an.

  22. PS

    Der NAO-Winter-Index ist seit den 60er Jahren von negativ auf positiv gewechselt.

    https://climatedataguide.ucar.edu/sites/default/files/styles/node_lightbox_display/public/key_figures/climate_data_set/naots2_3.gif?itok=W9z0fewZ

    Damit ist auch die Temperatur der Nordsee leicht angestiegen und die Winterniederschläge haben leicht zugenommen.

    Nun liegt es noch an den Klimafolgenforschern nachzuweisen, dass das am AGW liegt und keine natürliche Schwankung von Islandtief und Azorenhoch ist.

    Dann hat aber Herr Rahmstorf ein Problem mit seinen versiegenden „Golfstrom“. Der wird nämlich von der NAO angetrieben.

  23. Die Schneekatastrophe in Europa Ost-West-Nord und Süd ist eine vorübergehende Fatamorgana und wird von Wetter Psychologen Latif-Ramstorf-Schellenhuber und Co. als Zukunftssommertheater erkannt. Die Herren sind momentan dabei dieses Problem durch freiwilliges Schneeschippen aus dem Blickfeld zu verbannen.
    Das im Frühling erwartete Hochwasser in der Kölner Altstadt wird selbstverständlich das letzte in diesem Jahrtausend sein.

  24. Genial. Die Klimaideologie vorgeführt:

    Es geht um die große Transformation und alle zum Mitwirken zu bringen. Und diejenigen die das nicht tun zu überwachen, auszugrenzen und bei denen ein schlechtes Gewissen zu erzeugen.

  25. Hat gerade viel AGW:
    https://pbs.twimg.com/card_img/1086389192203141120/o0SPlAwe?format=jpg&name=600x314

  26. „Hat gerade viel AGW“

    Richtig gnadenlos, wie die Gegenstrahlung in den Boden brennt…

  27. #22 Michael Krüger 18. Januar 2019 12:16

    Nun liegt es noch an den Klimafolgenforschern nachzuweisen, dass das am AGW liegt und keine natürliche Schwankung von Islandtief und Azorenhoch ist.

    Noch mal: eine einzelne Wettererscheinung kann wegen der großen Schwankungsbreite des Wetters nicht einer einzelnen Ursache zugeordnet werden. Erst die Häufigkeit (bzw. Korrelation) kann Hinweise auf etwas geben bzw. die Auswertung physikalischer Ursachen.

    Beispiel: Ein Lottoziehungsgerät kann fehlerhaft sein (z.B. weil einige Kugeln zu leicht oder zu schwer sind). Bei jeder einzelnen Ziehung ist dieser Fehler nicht zu bemerken. Wenn aber nach vielen Ziehungen die Ziehungswahrscheinlichkeiten einiger Zahlen deutlich von der Normalverteilung abweichen ist der Gerätefehler dokumentiert.

    Mit Wetterballons wird das Ansteigen der Tropopausenhöhe bei höherer CO2-Konzentration gemessen. Die dickere Troposphäre transportiert wie ein dickeres Rohr stärker (d.h. sie fördert den Luftaustausch Äquator-Pole). Das verringert die Temperaturdifferenz Äquator-Pole. Gleichzeitig sinkt aber mit dem sinkendem Temperaturunterschied auch der Antrieb für den Luftaustausch.

    Und an der zunehmenden CO2-Konzentration durch den menschlichen CO2-Eintrag sollte eigentlich niemand zweifeln -- sogar Gerlich/Tscheuschner machen das nicht.

  28. Bitte freischalten -- Das Verschwinden hat grundlos zugeschlagen.

  29. Bitte nicht 😉

  30. „Stefan Rahmstorf twittert gerade, dass eine aktuell um 1-2°C zu warme Nord- und Ostsee eine Folge des Klimawandels wäre und Nordwinde deshalb Schneerekorde in den Alpen und Erzgebirge mit sich bringen würden.“

    Bilder und Aussagen passen nicht zusammen. Gezeigt sind die Windverhältnisse am 14.1.2019 in 500 hPa Höhe, also nicht in Meereshöhe. Gezeigt sind die Temperaturanomalien zur gleichen Zeit. Diese wurden aus Satelliten-Messungen im IR bestimmt. Im IR misst man die Skin-Temperatur der Oberfläche in einigen mm Wassertiefe. Diese Temperatur wird im Winter vor allem durch den Wind bestimmt und ändert sich entsprechend schnell. Um seine Aussage zu belegen, hätte er die Temperatur-Anomalie des Tiefenprofils zeigen müssen. So gesehen sind die Schneerekorde in Österreich der Variabilität des Wetters zuzuschreiben.

  31. Wenn man dieser Studie glauben schenkt, dann wird sich ein Herr Rahmstorf aber umgucken, er sollte sich schon mal Munition beschaffen 😀

  32. Rahmstorf hat jetzt wieder das Kälteloch über unserer Wetterküche dem Nordatlantik entdeckt und macht eine Abschwächung des Golfstroms wieder verantwortlich.

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/was-sagen-die-klimaberichte-von-2018-ueber-die-abschwaechung-des-golfstromsystems/

    Und ich dachte die Ozeane erwärmen sich und auch der Golfstrom und bringen mehr Feuchtigkeit und Schneerekorde über die Nordsee zu uns.

  33. #32 Michael Krüger:

    „Rahmstorf hat jetzt wieder das Kälteloch über unserer Wetterküche dem Nordatlantik entdeckt“

    Herr Rahmstorf sollte einmal das 12 Monate-Gleitmittel der an der Säkularstation Potsdam gemessenen Temperaturen analysieren. Da gibt es Überraschungen. Nur die Boden-Temperatur in 12 m Tiefe zeigt am Jahresende 2018 einen Allzeit-Rekord.

  34. #32 Michael Krüger

    Herr Rahmstorf schreibt:

    „Er ist so stark, dass der subpolare Atlantik die einzige Region der Welt ist, die sich in den letzten hundert Jahren der globalen Erwärmung widersetzt hat und sich sogar abgekühlt hat. 2015 erreichte sie gar einen Kälterekord, während die Erde als Ganzes rekordheiß war.“

    Diese Aussage ist missverständlich. In der Tabelle sind die Temperatur-Anomalien (°C) von GISS (Basis 1951-1980) und HADCRUT 4.6 (Basis 1961-1990) für das Flächen-Element 55-60°N,40-35°W als 12 Monate-Mittel angegeben.

    12M-Intervall;GISS;HADCRUT
    201712-201811;-0,73;-0,65
    201612-201711;-0,12;-0,17
    201512-201611;-0,23;-0,10
    201412-201511;-0,91;-0,76
    201312-201411;0,17;0,24
    201212-201311;0,15;0,35
    201112-201211;0,76;0,87
    201012-201111;0,30;0,63
    200912-201011;1,29;1,42
    200812-200911;0,14;0,09

    Man sieht, dass die Anomalien vor 2013 positiv waren und erst danach negativ.

  35. @micha
    Rahmstorf und sein Trauma AMOC 😀

    Klimawandel schwächt AMOC ? Nö, er hat, wie immer die Sonne vergessen 😀

    Furthermore, our results reveal possible additional side effects of the solar radiation management technique: a reduction in the incoming solar radiation in space to mitigate the temperature increase caused by the emission of GHGs might affect the tropospheric circulation patterns in the NH and cause a weakening of AMOC with climatic consequences,
    in particular for the temperate climate in western Europe

    Response of the AMOC to reduced solar radiation – the modulating role of atmospheric chemistry

  36. Bei KlimaLounge kommen ihm auch die Anhänger abhanden. Bei Twitter ist er jetzt sehr aktiv und freut sich über Greta und die Demos. Und in Australien ist es jetzt ja soooo heiß.

  37. Bei Klimalounge habe ich das da oben mal verlinkt und kommentiert -- schaun mer ma 😀

  38. Ich habe mein Berufsleben in der Stahlindustrie begonnen und in der Automobilzulieferindustrie fortgesetzt, zum großen Teil im Bereich instrumentelle Analytik, Labor, Qualität. Ein bisschen Statistik gehörte auch dazu und wir haben zum Beispiel gelernt, bei einem systemischen Eingriff nicht die alte Messreihe fortzusetzen, sondern eine neue Messreihe zu beginnen. Wenn ich z.B. einen Temperaturfühler gewechselt habe, kann ich die Messreihen vergleichen, feststellen, ob signifikante Schwankungen dem Eingriff geschuldet sind. Bei Klimadaten werden Messreihen einfach fortgeschrieben, obwohl Messtationen, Messzeiten, Messsysteme, Satelliten geändert werden. Bei ihnen bekommt man teilweise Hinweise auf solche systemischen Eingriffe, mir ist eine Grafik im Gedächtnis zum Meeresspiegelanstieg bei dem der systemische Eingriff Satellitenwechsel geradezu ins Auge springt. Diese Dokumentation muss immer Bestandteil der Statistik sein, lässt man das weg, halte ich das für unwissenschaftlich und mindestens so verwerflich, wie das Weglassen von Quellen bei Zitaten. Eigentlich ist Klimastatistik doch ohnehin fragwürdig, denn das ist ja keine Schraubenproduktion. Ich habe auch keine korrekte ideale Mittagstemperatur, keinen Sollwert wenn mein Mittelwert xquer um eine bestimmte Standardabweichung schwankt, nicht mal die gleiche Grundgesamtheit, also was soll das Ganze? Hier beginnt doch schon der Irrtum, es handele sich um ein regelbares System Klima oder Wetter und wenn ich am CO2 rumspiele, kann ich Temperatur justieren. Ich plädiere dafür den Luftdruck zu ändern, rettet den Luftdruck!

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