Stefan Rahmstorf eiskalt beim Manipulieren von Temperaturgrafen erwischt

13. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Wissenschaft

Rahmstorf-Manipulation

Vor drei Tagen hat der Klimafolgenforscher Stefan Rahmstorf in seinem Blog KlimaLounge einen Artikel zur Anhörung des jüdischen Klimawissenschaftlers Nir Shaviv im deutschen Bundestag zur Klimakonferenz in Katowice veröffentlicht. Dort beschreibt er Shaviv als einen von der fossilen Lobby und AfD hofierten „Klimaskeptiker“, der hanebüchende Theorien veröffentlicht. Die Linken warfen Shaviv während der Anhörung gar vor, dass er offensichtlich dafür bezahlt würde klimaleugnerische Grafen zu veröffentlichen. Stefan Rahmstorf geht sogar noch weiter, er behauptet, „es geht hier um gezielte Irreführung des Laienpublikums“. Wer wen in die Irre führt, dem möchte ich hier nachgehen.

Der Konflikt zwischen den jüdischen Klimawissenschaftler Nir Shaviv und Stefan Rahmstorf geht auf das Jahr 2003 zurück.

2003 schrieb Stefan Rahmstorf folgende Mail an seine Kollegen:

“I feel another recent paper may require a similar scientific response, the one by Shaviv & Veizer (attached). …This paper got big media coverage here in Germany and I guess it is set to become a climate skeptics classic: …”

“Ich glaube, dass eine andere Veröffentlichung eine ähnliche wissenschaftliche Antwort erfordert, die von Shaviv & Veizer. Diese Veröffentlichung macht in Deutschland die große Runde und könnte ein Klassiker für Klimaskeptiker werden…”

Seither ist Shaviv bei Stefan Rahmstorf in Ungnade gefallen.

Aber kommen wir auf die wissenschaftlichen Fakten zurück.

Im Kommentarbereich zum Artikel von Herrn Rahmstorf kritisierten einige Kommentatoren, die daraufhin gleich von Mitkommentatoren im rechten Spektrum verordnet werden, dass die Temperaturkurve der NASA in Abbildung 5 im Jahr 2016 abgeschnitten sei. Genau dort, wo der letzte El-Nino die Globaltemperatur in die Höhe getrieben hat. Die Kritik weist Herr Rahmstorf vehement zurück.

Im Artikel verweist Herr Rahmstorf auf einen Link wie man sich ein Wiget entsprechend der Abbildung 5 selbst erstellen kann.

HIER DER LINK.

Dort ist das Jahr 2017 mit enthalten und der Graf nicht ab 2016 abgeschnitten. Zwischen 2016 und 2017 ist die Globaltemperatur um 0,1°C gefallen. Und 2018 um weitere 0,1°C. Im Jahr 2016 lagen wir bei 1°C Temperaturanomalie gemäß NASA (ein neuer Rekord!), heute im Jahr 2018 nur noch bei 0,8°C. Das wollte Herr Rahmstorf durch geschicktes Abschneiden ab 2016 offensichtlich verheimlichen. Vermutlich in der Hoffnung, sein Laienpublikum wird es nicht bemerken?

Herr Rahmstorf zeigte zunächst folgende Abbildung 5 im Artikel, die im Jahr 2016 abgeschnitten wurde.

Als der „Schwindel“ aufflog veränderte er schnell Abbildung 5, ohne weitere Kommentierung und nahm das Jahr 2017 mit auf. Jetzt sieht die Abbildung so aus:

Es fehlt weiterhin das Jahr 2018, welches aktuell, kurz vor Jahresende nur noch bei 0,8°C liegt, also nochmal um 0,1°C niedriger als 2017.

Mit der Grafik versucht er zudem den Eindruck zu erwecken, dass zwischen CO2-Anstieg und Temperaturanstieg eine enge Beziehung bestehen würde. Schaut man sich den Korrelationskoeffizieten an, also ob eine lineare Beziehung zwischen CO2- und Temperatur-Anstieg besteht, so erkennt man gleich, dass zwischen 1880-1970/80 CO2 und Temperatur nur eine mäßige Korrelation besteht. Sie betragt rund 0,6. Null bedeutet keine Korrelation, 1 eine perfekte Korrelation. Erst zwischen 1980-heute wächst die Korrelation auf rund 0,9 an. Somit kann man sagen, dass eigentlich erst seit 1980 eine gute Korrelation besteht.

Dabei zu berücksichtigen ist, dass beim Temperaturanstieg auch noch andere Klimafaktoren mit einspielen und nicht nur das CO2 alleine. Hinzu kommt, dass in der näheren Vergangenheit (rund letzten 1. Mio. Jahre) wie durch Eiskerne in der Antarktis und Arktis gut belegt ist, immer erst die Temperatur angestiegen ist und dann das CO2. Es kann also gut sein, dass auch heute der Temperaturanstieg dem CO2-Anstieg vorausgeht und der CO2-Anstieg teils temperaturbedingt ist, z.B. da weniger CO2 in warmen Meeren gebunden werden kann. (Die Hälfte des CO2 verbleibt in der Luft, die andere Hälfte geht in den Ozean). All das erwähnt Herr Rahmstorf in seinem Artikel natürlich nicht, in dem Glauben es würde keiner merken. Oder anders gesagt, es geht hier um gezielte Irreführung des Laienpublikums“. Allerdings nicht durch Herrn Shaviv.

Entsprechend fallen auch die Kommentare aus. Den Anhängern von Herrn Rahmstorf ist es offenbar egal, ob Herr Rahmstorf sich gerade der Methoden bedient, die er anderen vorwirft. Es geht um gezielte Diskreditierung von Meinungsgegnern und nicht um eine Debatte auf der Sachebene mit den Meinungsgegnern. Die Klimaschützer halten sich wissenschaftlich und politisch legitimiert ihre Politik den Meinungsgegner aufzuzwingen, notfalls auch unter Anwendung von Diskreditierung und Gewalt. Da wird auch schon mal ein jüdischer Wissenschaftler in der „Rechten Ecke“ verordnet und Meinungsgegner im Kommentarbereich bei der AfD. Das große gemeinsame Ziel legitimiert die Mittel.

Im Folgenden möchte ich kurz noch auf weitere „Irreführungen“ im Artikel von Herrn Rahmstorf eingehen.

Herr Rahmstorf schreibt:

Vor 30 Jahren, 1988, erklärte berühmterweise der amerikanische Klimaforscher James Hansen im US-Senat, die lange vorhergesagte Erwärmung sei jetzt da und in den Daten erkennbar.

Und lag mit seinen Szenarien von 1988 völlig falsch, wie wir heute wissen. Siehe folgende Abbildung:

Hansen1988vs2017c

Weiter verteidigt Stefan Rahmstorf die Hockeyschlägerkurve von seinen Freund Michael Mann aus dem Jahre 1998/99. Neuere Rekonstruktionen würden immer noch das selbe Ergebnis zeigen. Dazu anzumerken ist, der Hockeystick von Mann 1998/99 wurde 1980 abgeschnitten, da die Proxydaten am Ende der Zeitreihe keinen Anstieg zeigten. Sein Kollege Briffa hat gar 1960 abgeschnitten. Angehängt wurden daran Wetterdaten/ Temperaturen von Wetterstationen, die viel größere Ausschläge zeigen als die Proxydaten, die gemittelt werden. Hier die Briffa-Version einmal mit Proxydaten bis in die Gegenwart und in der Überblendung ab 1960 abgeschnitten und durch Daten von Wetterstationen ersetzt.

briffa

Bei den von Herrn Rahmstorf angesprochenen, neueren „Rekonstruktionen“ wurde das ebenso gemacht. Darauf angesprochen meint Herr Rahmstorf, „das sind altbekannte “talking points” der “Klimaskeptiker”, und nahezu alles ist falsch oder irreführend …“. Gewiss doch Herr Rahmstorf.

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72 Kommentare
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  1. In diesem Zusammenhang verweise ich auch auf seine Abb. 3, in der er 2 inhomogene Datensätze einfach überlagert. Dies kritisierte ich sofort mit Hinweis auf seinen Artikel von 2013, in dem er die Arbeit von Marcott et al. hervorgehoben hatte:
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/palaeoklima-das-ganze-holozaen/

    Damals wies ich in mehreren Beiträgen darauf hin, dass bei dem Vergleich das Abtasttheorem von Shannon grob verletzt sei. Zu den Grundlagen der digitalen Signalanalyse habe ich bei Kalte Sonne eine Übersicht verfasst:
    http://diekaltesonne.de/signalanalyse-randbedingungen-fur-die-klimaforschung/

    Offenbar haben meine Einwände Prof. Rahmstorf nicht beeindruckt, obwohl er als Physiker dies besser wissen sollte. In einer Antwort auf meinen Kommentar von heute pries er die Entgleisung von Marcott et al. wiederum als Referenz an.
    Ich bin echt erschüttert.

  2. Heute Abend um 22:15 tritt Herr Rahmstorf im ZDF als Experte bei Maybrit Illner auf.
    Das werde ich mir nicht entgehen lassen.

  3. Tüte nicht vergessen !!! 😀

  4. Der wird wohl eher nicht durchkommen 😀

    Irgendwie finde ich es bezeichnend, das erst der Kommentar eines skeptischen Lesers Sie dazu gebracht hat, die den Laien irreführende Grafik in Abb.5 gegen eine aktuellere auszutauschen.

  5. Danke für den Tipp. Schaue ich mir im ZDF an. Mit seiner Frau habe ich gerade E-Mail-Kontakt gehabt. Die möchte anscheinend von ScSK Geldentschädigung für Bildrechte haben? Mal schauen. Ich habe eine freiwillige Spende zur Skipistenaufforstung für den Alpenverein angeboten. 100€, welche sie verlangt. Möchte sie nicht.

  6. Ich erinnere auch an die Beckschen Manipulationen (EG Beck) welche die Warimsten für sich ausgeschlachtet haben und zuletzt haben die Linken im Bundestag Shaviv vorgeworfen er hätte seinen Grafen im Jahre 1900-2000 abgeschnitten und einen Skandal daraus konstruiert. Bei Rahmstorf ist das hingegen offenbar legitim und ehrenwert?

  7. Primalounge oder KlimaKlima ? Wer von beiden ist der große Bruder?
    Wo lügt man besser?

  8. „Es fehlt weiterhin das Jahr 2018, welches aktuell, kurz vor Jahresende nur noch bei 0,8°C liegt, also nochmal um 0,1°C niedriger als 2017.“

    So sieht meine aktuelle Kurve (1850-201810) aus. Sie ist der von Herrn Rahmstorf veröffentlichten Kurve sehr ähnlich. Ich habe die Funktion Ts= c0+c1*[ln(cCO2(t)/ln(cCO2(t0)] an die Temperaturdaten angepasst. (cCO2(t0)= 277 ppm). Aus dem Fit erhalte ich bei Verdopplung von cCO2 eine Temperaturänderungd dTs = c1*ln(2) von 2,0 °C.

  9. @Berberich

    Die Kurve ist nicht von Herrn Rahmstorf, sondern per den Link im Artikel erschaffen.

    Sie haven doch auch 2018 mit drin und nicht 2016 abgeschnitten.

  10. „Die Kurve ist nicht von Herrn Rahmstorf, sondern per den Link im Artikel erschaffen“.

    Herr Rahmstorf könnte natürlich selbst leicht solche Kurven erstellen. Ich frage mich, warum er es nicht tut, sondern einen Laien als Mitarbeiter benötigt. Der Grund ist wahrscheinlich, dass CO2 nicht der einzige Klimaantrieb ist, und eine solche Darstellung nur ein grobe Näherung darstellt.

    „Hinzu kommt, dass in der näheren Vergangenheit (rund letzten 1. Mio. Jahre) wie durch Eiskerne in der Antarktis und Arktis gut belegt ist, immer erst die Temperatur angestiegen ist und dann das CO2.“

    Den Kurven kann man auch entnehmen, dass die CO2-Konzentration nicht stetig ansteigt. Der Anstieg ist größer, wenn die Oberflächen-Temperatur stark ansteigt. Doch dies ist ein kleiner Effekt in Vergleich zum generellen Anstieg.

  11. @Beberich

    Die Daten sind ja bei Rahmstorf über den Link verlinkt. Ich habe mir auch die Grafen selbst geplottet und Korrelationskoeffizienten, etc. berechnet. Ohne Abschneiden. Herr Rahmstorf muss halt zum ZDF und hat keine Zeit? Den neuen Plot konnte er per App aber gerade noch erstellen?

  12. War nichts, bei Illner. Man war sich nur einig, dass man VO2-Steuern erheben muss. Rahmstorf hat auch nicht viel mehr gesagt.

  13. Rahmstorf hat übrigens keine Probleme damit, wenn Kritiker von seinen Fans dumm angemacht werden:

    @Kohl: Immerhin hat Herr Rahmstorf Ihnen nicht sein Klima-für-Kinder-Buch als Lektüre empfohlen. Vielleicht hat er Sie aber auch als ganz hoffnungslosen Fall eingestuft!?

    Wenn man sich dagegen wehren will, wird dann aber der eigene Beitrag wegzensiert. Echt toll!

  14. Dass Rahmstorf den Endpunkt der Temperaturkurve nach seinem Gusto legt, ist das eine.

    Viel schlimmer in meinen Augen ist das Zitieren der unsäglichen Arbeit von Marcott et al. als Referenz. Hier wird das Abtasttheorem von Shannon mit Füßen getreten. Darauf werde ich morgen antworten.

    Bei Kalte Sonne hatte ich das bereits thematisiert:
    http://diekaltesonne.de/signalanalyse-randbedingungen-fur-die-klimaforschung

  15. @Kohl

    Machen Sie sich nichts draus, meine Antworten löscht Herr Rahmstorf auch immer, wenn es für ihn heikel wird. Der ärgert sich übrigens maßlos über mich. Er ist der Meinung das ich ein Troll bin und ein Laienpublikum täusche und den Klimawandel verharmlose. Sagt er mir immer wieder. Seine Frau ist jetzt auch sauer auf mich, weil ich ihr vorgeschlagen habe die 100 €, die sie für die Bildrechte ihrer Mannes bei ScSK einfordert, den Alpenverein zu spenden. Da ihr Mann die Pisten dort immer unsicher macht und ich das hier thematisiert hatte. Jetzt will sie weiter „böse“ Briefe schreiben. Direkt an die Redation von ScSk. Macht ihr Mann bei Zeitungen ja auch schon seit über 15 Jahren. Ich habe ihr geantwortet es verbleiben noch 600 Gt CO2 bis zum Kippen des Klimasystems gemäß PIK. Schon deshalb sollte man sich nicht unnötig aufregen und CO2 damit verschwenden.

  16. Ist doch „merkwürdig“. Da ist selbst in diesem Blog mehrfach vom “ jüdischen Klimawissenschaftler“ Nir Shaviv (Betonung natürlich auf „jüdisch“) die Rede, aber bei keinem anderen der Genannten scheint der Glaube eine Rolle zu spielen. So heißt es etwa z.B. nicht der „christliche“ (oder was auch immer) Stefan Rahmstorf, da käme wohl niemand auf die Idee.

    Dieses Phänomen beobachte ich immer wieder. Gern wird betont, daß jemand „jüdisch“ ist. Als ob das -- außer vielleicht bei speziellen Themen -- eine Rolle spielte. Ich gehe davon aus, daß, oft vielleicht unbewußt, mehr dahintersteckt. Aus meiner Sicht ist es ein tiefsitzendes allgemeines Ressentiment (nein, ich nutze in diesem Blog nicht das böse „A-Wort“). Oft werden Texte auch ohne weiteres Nachdenken im Tenor übernommen. Bei mir bleibt dann immer ein Kopfschütteln -- und ein Unwohlsein.

  17. David,
    warum das hier benutzt wurde weiß ich auch nicht.
    Vielleicht verstehst du die Möglichkeiten, wenn du Vera F Birkenbihl memetische Viren anhörst.

  18. Hier ging es wohl eher auch um den fehlenden allgemeinen und speziellen Respekt gegenüber Nir Shaviv, darüber hinaus hat sich auch die Moderation der Runde nicht mit Ruhm bekleckert.

  19. Ansonsten besteht in der Tat nicht die Notwendigkeit darauf herum zu reiten…

  20. Siehe dazu den entsprechenden Artikel bei EIKE.

  21. Nu geilt euch doch nich so ans jüdische auf….zitieren wir einfach ein wenig Wiki-Quark:

    „““Nir Joseph Shaviv (hebräisch ניר יוסף שביב‎; * 6. Juli 1972 in Ithaca, New York) ist ein israelisch-amerikanischer Physiker. Er ist Professor am Racah Institut für Physik der Hebräischen Universität Jerusalem.[1] Shaviv bestreitet den menschengemachten Klimawandel, ist in verschiedenen Klimaleugnerorganisationen aktiv und gilt als einer der Stars der internationalen Klimaleugnerszene. „“““
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nir_Shaviv

    Tja…..soweit zu Wikipedia…..dat ideologisch verseuchte Pseudo-Dingens ist die Spenden nicht wert, die se grade wieder erbetteln müssen……Beweise?….einfach weiter lesen:

    „“““Shaviv ist Klimaleugner und bestreitet den in der Wissenschaft herrschenden Konsens, dass der Mensch der maßgebliche Faktor für die gegenwärtig beobachtete globale Erwärmung ist. Stattdessen hält er eine veränderte Sonnenaktivität für ausschlaggebend. Shaviv ist ein regelmäßiger Teilnehmer von Klimaleugnerkonferenzen, insbesondere den Veranstaltungen des Heartland Institutes. Von bestimmten Leugnerorganisationen wie CFACT und der Global Warming Policy Foundation wird als Berater geführt. Eine Beratung von CFACT bestreitet er jedoch. Er trat auch in einem Video für Astroturfing-Organisation Friends of Science auf, für die er den wissenschaftlichen Konsens zur menschengemachten Erderwärmung bestritt.[14] Laut WDR ist er ein „Star der Klimawandel-Leugner-Szene“ und „Dauergast“ bei Konferenzen von EIKE.[15] Unter anderem war er 2018[16] und 2017[17] Gastredner bei einer von EIKE bzw. CFACT und EIKE veranstalteten „Klimakonferenz“ in Düsseldorf. „““““

    Bei Honnecker wäre der Typ schon längst im gelben Elend in Bautzen gelandet…….oder ne Generation früher…..in Buchenwald, zumindest, wenn die Öko-Freaks ihre feuchten Wunschträume in die Tat umsetzen könnten.

    So, ich geh jetzt gleich wieder mit meinem SUV die Luft verpesten, solange se mich dat noch machen lassen, die gelbe Weste liegt schon im Handschuhfach…..schaun wir mal, wie weit sie das noch treiben wollen mit ihrem Diesel-Hass.

    Meine fünf Cent zum Thema, Senf ist leider alle.
    H.E.

  22. Es geht darum, dass von Linken immer wieder konservative jüdische Israelis in die Rechte Ecke gestellt werden. Das geht auf die 70er und RAF zurück. Die haben sich mit den Palästinensern solidiert und dort im Kampf ausbilden lassen. Bei Flugzeugentführungen wurden dann von Deutschen Terroristen jüdische Israelis herausgezogen. Auch heute ist die Antifa vehement gegen Israel. In Deutschland nimmt die Judenfeindlichkeit auch deshalb durch Linke wieder zu, wie gerade in Befragungen und Studien festgestellt wurde.

  23. PS

    Ein konservativer, jüdischer Israeli stellt gerade für viele Linke an sich schon ein Feindbild dar. Die AfD hat hingen damit überhaupt kein Problem. Herr Limburg/ AfD hat Shaviv eingeladen bei Eike und in den Bundestag begleitet soweit mir bekannt ist.

  24. Die „rechte Ecke“ ist auch deshalb reinste Ironie, weil die NSDAP weltweit eine der ersten Parteien war, die Naturschutz in den Mainstream geholt hat. Und gerade „Ausbeutung“ des Planeten (und der damit assoziierte Kapitalismus) wurde von der NSDAP-Propaganda als jüdische Idee verstanden („Macht euch die Erde untertan“ aus der hebräischen Bibel), während die Germanen dagegen als Naturvolk stilisiert wurden.

  25. @eeree

    Quatsch. Ausbeutung des Planeten wurde nicht als jüdische Idee von den Nazis gesehen. Himmler und Co. hingen einen Germanenkult an. Damit waren auch Wald und Waldtiere der Germanen für die Himmlerleute heilig.

  26. PS

    Und solche Leute, wie Opa Vogel im Spot der Grünen zur Bundestagswahl 80 sind von den Nazis Himmlers dann direkt zu den Grünen gegangen.

  27. PPS

    Eine Studie

    http://juedischerundschau.de/linker-judenhass-eine-geschichte-der-verharmlosung-135910674/

  28. @Michael Krüger: Genau das meine ich doch, ich habe mich nur nicht ganz unmißverständlich ausgedrückt.

  29. @eeee

    Gut. Dann habe ich das falsch verstanden.

    Der Begriff des Antisemitismus wurde von Linken im Kaiserreich erfunden.

    Den haben später die Nazis wie ein AH aufgegriffen. In Mein Kampf brachte er seinen Judenhass zum Ausdruck, weil er als gescheiterer Künstler durch „Juden“ offenbar tief beleidigt war.

    Den „Juden“ wurde damals (übrigens auch schon im Mittelalter) Geschäftemacherei vorgeworfen.

    Himmler und Co. hingen einen Germanenkult an. Mit Runenring und Reichsburg. Im Osten/ Baltikum sollten germanische Wälder entstehen. Es wurde an Rückzüchtungen des Auerochsen geforscht. (Heckrind). Das hatte nichts mit den „Juden“ zu tun.

    Der Großmufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini floh vor den Briten im 2 WK ins deutsche Reich. Es war glühender Anhänger des Antisemitismus und von Hitler und Mein Kampf. Es rief in Arabien die Auslöschung der Judentums aus. Hatte sogar eigene, muslimische SS-Divisionen im Balkan. Husseini wird heute noch Libanon dafür verehrt. In großen Teilen des nahen Ostens wird immer noch Mein Kampf auf arabisch gelesen. Die RAF ließ sich genau von solchen Palästinensern ausbilden. Seit den 70ern besteht zwischen der Antifa und den Palästinensern eine enge Kooperation und Freundschaft. Und ein Antizionismus. Deshalb habe ich dieses Thema angesprochen.

    Die Linken im Bundestag haben Shaviv Datenfälscherei und Bezahlbarkeit vorgeworfen. In der Anhörung und danach nochmal im Bundestag. Das alte „Judenbild“. Gehts noch?

    Selbes passiert gerade im Kommentarbereich bei Herrn Rahmstorf. Ich bin darüber zumindest sehr sauer.

    Ein Werner Vogel, einst Sturmführer der SA und Mitglied der NSDAP der ersten Stunde und Antisemit warb 1980 im Werbespot der Grünen für diese bei der Bundestagswahl. Zudem war Opa Vogel Päderast. Der Antisemitismus wird von Linken und Grünen in den eigenen Reihen totgeschwiegen, Leute wie Herrn Shaviv stellt man hingegen in die Ecke der „Klimaleugner/ Holocaustleugner“. Für mich unerträglich.

  30. Ich denke mal, das gehört hier alles nicht her und ist 100% am Thema vorbei.

  31. @Krishna

    Da die Debatte aufgeworfen wurde, weshalb ich das Wort „jüdisch“ verwendet wurde, habe ich das nochmal genauer erklärt.

    Ich habe gerade im Kommentarbereich der KlimaLounge mitgelesen und wundere mich, was für Kommentare dort erscheinen.

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/nir-shaviv-erklaert-den-klimawandel-fuer-die-afd-im-bundestag/#comment-82654

    Vermutlich wieder ein Fake-Kommentar. Aber das sowas nach Durchsicht der Moderatoren veröffentlicht wird?

  32. Mich würde ja mal interesseieren, wer da als Thorsten Seifert aufgetreten ist 😀

  33. Bitte einen von 2 Kommentaren aus dem Spam holen, erster kam nicht, ein 2. nachgeschobener ebenfalls nicht.

  34. Papierkorb war wieder voll. Habe gerade ein paar Kommentare befreit.

    Krishna, ist ja bei Rahmstorf inzwischen so schlimm wie bei primaklima.

    Warum löscht da nicht mal ein Verantwortlicher von Wissenlogs und Sciencelogs? Das sind ja Verlage, die dahinter stehen. Zweiter Verlag wollte mich auch mal als Autor. Habe ich aber abgelehnt.

  35. Guter Artikel. Ich verstehe jedoch nicht häufigen Hinweis, dass Shaviv „jüdisch“ sei. Einmal „israelisch“ reicht völlig aus, um zu wissen, woher er kommt. Seine Glaubensüberzeugung, so er eine hat -- es gibt auch säkulare Juden -- , spielt keine Rolle bei der Auseinandersetzung mit seinen überzeugenden Thesen.
    Jeder weiß, dass ohne Sonne ein Leben auf der Erde unmöglich ist. Jeder weiß, dass die Sonne ungeheure Mengen von Wasserstoff in Helium umwandelt und dabei Energie freisetzt. Und jeder kann sich denken, dass -- wenn es selbst auf der kaltschaligen Erde immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt -- die Sonne ein wahrer Hexenkessel von außergewöhnlichen Ereignissen ist und keine gleichmäßige LED-Lampe.

  36. @Tiede

    Hatte ich in den Kommentaren zuvor erklärt.

    Hier noch die Version vom Rahmstorf-Artikel vom 10.12.

    https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:idOUhWWsDUMJ:https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/nir-shaviv-erklaert-den-klimawandel-fuer-die-afd-im-bundestag/+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

  37. #15
    „Der ärgert sich übrigens maßlos über mich.“
    Wahrscheinlich hält er sich eher den Bauch vor lachen.

    „Er ist der Meinung das ich ein Troll bin und ein Laienpublikum täusche und den Klimawandel verharmlose.“
    Das trifft doch den wahren Kern doch ganz gut.

  38. @Thomas Schwalbe:
    Woran machen Sie Ihre Behauptung fest?
    Welche falschen Behauptungen hat Michael Krüger in die Welt gesetzt?

  39. @Kohl

    Herr Schwalbe ist nur beleidigt, da ich seine Ikone angreife. Ich habe in den letzten über 10 Jahren immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Anhänger von Herrn R. sich persönlich angegriffen führen, wenn man einen Herrn R. „bloß stellt“. Viele von denen stehen übrigens im engen E-Mail-Kontakt mit Herrn R. und versuchen ihn für Solarprojekte, etc. zu gewinnen. Einige spionieren sogar für Herrn R. „KlimaLeugner“ aus und tragen die Ergebnisse Herrn R. zu. Herr R. macht dann Räuberpistolen in der KlimaLounge daraus. Da gibt es ein gut strukturiertes Netzwerk.

  40. Ich habe gestern Prof. Rahmstorf auf seine Marcott-Schwärmerei geantwortet und heftige Kritik an dieser Arbeit (und an der von Nerem et al. bezüglich des Meeresspiegelanstiegs) geübt, weil beide Arbeiten Grundbedingungen der Signalanalyse verletzen.
    Und ich habe die Frage gestellt, ob dies der Standard moderner Klimaforschung sei.
    Da habe ich wohl einige Anfeindungen zu erwarten -- falls mein Posting überhaupt online gestellt wird. Es wäre nicht das 1. Posting, das der Zensur zum Opfer fällt.

  41. @Kohl

    Habe ich auch verfolgt. Ich schau 1-2 mal dort am Tag rein. Meine Kommentare und die von Krishna erscheinen auch nicht. Bei Ihnen zweifelt er die wissenschaftliche Reputation an und fordert Veröffentlichungen. Dann lässt er seine Anhänger auf Sie los und schaltet Ihre Kommentare nicht mehr frei. Macht er schon seit Jahren so. Er fordert gar seine Anhänger teilweise dazu auf, die Argumente der skeptischen Kommentatoren auseinander zu nehmen. Seine Anhänger sind offenbar genauso gestrickt.

  42. Werner Kohl schrieb am 15. Dezember 2018 13:19:

    Ich habe gestern Prof. Rahmstorf auf seine Marcott-Schwärmerei geantwortet und heftige Kritik an dieser Arbeit (und an der von Nerem et al. bezüglich des Meeresspiegelanstiegs) geübt, weil beide Arbeiten Grundbedingungen der Signalanalyse verletzen.
    Da habe ich wohl einige Anfeindungen zu erwarten — falls mein Posting überhaupt online gestellt wird. Es wäre nicht das 1. Posting, das der Zensur zum Opfer fällt.

    Ich habe Ihren Kommentar (14. Dezember 2018 @ 09:17) und Rahmstorfs Antwort darauf (14. Dezember 2018 @ 12:37) gestern schon gelesen. Haben Sie noch einen anderen Kommentar geschrieben?

  43. Hallo, Herr Müller,
    ich habe schon mehrfach (auch heute) nach diesem Kommentar gesucht, finde ihn aber nicht.
    Sehen Sie ihn aktuell?

  44. Werner Kohl schrieb am 15. Dezember 2018 13:45:

    Hallo, Herr Müller,
    ich habe schon mehrfach (auch heute) nach diesem Kommentar gesucht, finde ihn aber nicht.
    Sehen Sie ihn aktuell?

    Wenn der Zeitstempel, den ich zitiert habe, stimmt, dann sehe ich ihn auch jetzt noch. Er beginnt wie folgt:

    Werner Kohl
    14. Dezember 2018 @ 09:17
    Die weithin anerkannte Rekonstruktion von Marcott et al. zumindest legt das Gegenteil nahe, nämlich dass wir bereits heute über den Temperaturen des Holozänen Maximums liegen.

    Werter Herr Prof. Rahmstorf,
    Sie sind – genau wie ich – Physiker. In meiner Ausbildung an der exzellenten Universität Würzburg lernte ich die Grundlagen der Signalanalyse kennen, insbesondere die beiden Grenzfrequenzen, die den Bereich festlegen, innerhalb dessen Analysen digitaler Signale möglich sind:

    Rahmstorfs Antwort endet mit „p.s. Sie schulden mir noch die wissenschaftliche Quelle der von Ihnen verlinkten Grafik.

  45. Hmm, meine ausführlichere Antwort ist im spam filter gelandet, daher nur kurz: Ja ich sehe auch aktuell die von mir mit Zeitstempel erwähnten kommentare …

  46. Das ist wirklich interessant:
    In 3 verschiedenen Browsern (Win10, Android-Handy, Amazon Fire HD8) tauchen die Postings von gestern trotz Neuladen nicht auf.
    Im Browser von Windows Phone 10 sehe ich diese jetzt.
    Seltsam.

  47. @Werner Kohl #40

    Und ich habe die Frage gestellt, ob dies der Standard moderner Klimaforschung sei.

    Der folgende Artikel legt schon nahe, dass die Standards nicht besonders hoch sind. In dem Artikel
    wird einem Paper aus Nature elementare Fehler nachgewiesen.

  48. Passend zu dem Thema:
    Wie ich gestern -- unabhängig von meiner Kritik im Rahmstorf-Blog -- bei NoTricksZone las, wird in einem neuen Paper bei Science die Arbeit von Marcott et al. verrissen und das sofortige Zurückziehen empfohlen:

    http://science.sciencemag.org/content/339/6124/1198/tab-e-letters

  49. Nic Lewis wird sowas wie ein 2. Steve McIntyre 😀

  50. … also ein weiterer Klimaleugner. 🙂

    Meine Antwort bezüglich Marcott und Nerem werde ich am Montag schreiben, wenn ich wieder am PC sitze.

    Rahmstorf glaubt weiter, dass man nicht vorhandene Daten aus dem Hut zaubern könne und dass die Einschätzung von Marcott et al. Meinungssache sei. Da irrt er.

  51. @Werner Kohl #49

    … also ein weiterer Klimaleugner.

    Nö, der findet nur Fehler, und das relativ schnell 😀 und relativ viel 😀

  52. @Kohl

    Das habe ich auch beim Kommentarbereich der KlimaLounge. Die Kommentarzahl oben stimmt oft auch nicht mit den Kommentaren überein. Aber es wird auch viel wegzensiert.

  53. McIntyre und McKitrick werden von Rahmstorf zumindest als „Klimaskeptiker“ (mit Anführungszeichen) bezeichnet:
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/palaeoklima-die-hockeyschlaeger-debatte/

    Bis zum „Leugner“ ist es dann nicht mehr weit.

  54. Werner Kohl schrieb am 15. Dezember 2018 14:36

    Wie ich gestern — unabhängig von meiner Kritik im Rahmstorf-Blog — bei NoTricksZone las, wird in einem neuen Paper bei Science die Arbeit von Marcott et al. verrissen und das sofortige Zurückziehen empfohlen:

    http://science.sciencemag.org/content/339/6124/1198/tab-e-letters

    Da ist ja einiges schräg -- NoTricksZone als Quelle, „neu“ und „Paper“. Auf NoTricksZone kann man auch regelmäßig lesen, es gäbe keinen Treibhauseffekt. Das „Paper“ ist ein eLetter (kann jeder schreiben, kein review), und 16 March 2013 ist alles andere als „neu“…

  55. Stimmt, Herr Müller, ich hatte zuerst gelesen, dass die verlinkte Arbeit vom letztem Monat sei. Das war aber vor 5 Jahren. Mea culpa.

    Bitte machen Sie aber nicht den Fehler, unsinnige Artikel auf NoTricksZone (z.B. in Bezug auf den Treibhauseffekt) zu verallgemeinern. Die damalige Kritik an Marcott et al. war sehr wohl berechtigt und es ist ein Skandal, dass diese Arbeit nicht zurückgezogen wurde.
    Dass sie offenbar „weithin anerkannt“ wurde (Zitat Rahmstorf), ist m.E. ein Armutszeugnis für die Klimaforschung.

  56. Werner Kohl schrieb am 15. Dezember 2018 16:08:

    Bitte machen Sie aber nicht den Fehler, unsinnige Artikel auf NoTricksZone (z.B. in Bezug auf den Treibhauseffekt) zu verallgemeinern.

    Verallgemeinern liegt mir fern, aber die stammen in der Regel aus der Feder von Kenneth Richard, der auch den von Ihnen verlinkten Artikel verfasst hat.

  57. @Werner Kohl #48

    interessant ist diese Passage aus ihrem Link:

    3. The Phd thesis of the first author uses the same data sets and plots similar graphs, but with no trace of any sharp increase. This earlier contradictory work is not cited in the paper.

    Denn das verstößt gegen die naturwissenschaftliche Ethik. Das Paper wäre also unseriös da es den Leser manipuliert, weil es bekannte Daten weglässt die gegen die These des Papiers sprechen. Das Paper gehört zurückgezogen und ist peinlich für Science sollte ihr verlinkter Kommentar Recht haben.

  58. @Günter Heß
    Genau das hatte ich 2013 in Rahmstorfs Blog angemerkt, was ihn aber nicht im Geringsten gestört hat.

  59. @Werner Kohl #58

    Für manche Leute mit naturwissenschaftlicher Ausbildung zählen anscheinend Politik und Ideologie mehr.

  60. Für manche Leute mit naturwissenschaftlicher Ausbildung zählen anscheinend Politik und Ideologie mehr.

    ich denke, der ehrenwerte Herr Prof. wird sich weder für Politik noch Ideologie interessieren. Die Verbissenheit und Energie die in diesem „Institut“ seit seinem Bestehen aufgebracht wird, mit selbstgebastelten Szenarien, Ängste zu verbreiten hat nur einen Grund: Es wird bezahlt.
    Welchen Mehrwert kann „Klimafolgenforschung“ darstellen? Und was nützt die beste wissenschaftliche Ausbildung wenn man nirgendwo unterkommt?

  61. Noch mehr Sockenpuppen:

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/nir-shaviv-erklaert-den-klimawandel-fuer-die-afd-im-bundestag/#comment-82711

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/nir-shaviv-erklaert-den-klimawandel-fuer-die-afd-im-bundestag/#comment-82666

  62. Meine Replik zu den Ausführungen von Rahmstorf:

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,
    in meinem letzten Posting ist ein Absatz zu Beginn beim Editieren verstümmelt worden. Richtig müsste dieser so heißen:
    … die beiden Grenzfrequenzen, die den Bereich festlegen, innerhalb dessen Analysen digitaler Signale möglich sind:
    -- die Nyquist-Frequenz fmax (https://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Shannon-Abtasttheorem), die aus der Abtastrate resultiert. (fmax = 2*Abtastrate; f kleiner als fmax)
    -- eine untere Frequenz fmin, die aus der Dauer der Aufzeichnung resultiert. (fmin = 2*Aufzeichnungsdauer; f größer gleich fmin)

    *) (siehe unten)

    Sie weisen darauf hin, dass in der Studie von Nerem et al. keine Projektion vorgenommen worden sei. In der Studie heißt es:

    If sea level continues to change at this rate and acceleration, sea-level rise by 2100 (∼65 cm) will be more than double the amount if the rate was constant at 3 mm/y.

    Eine solche Extrapolation ist aber reichlich sinnlos, wenn dafür die Grundlagen fehlen.

    Wenn ich bei der Zahlenreihe (-0.50,-0.48), (-0.25,-0.25), (0.00,0.00), (0.25,0.25), (0.50,0.48) schlussfolgere, dass wir bei x=4 einen Wert von y=4 bekommen, falls dieser Trend anhält, dann ist das eigentlich Quatsch, besonders falls diese Punkte Teil einer Sinuskurve darstellen. Im konkreten Fall könnte der tatsächlich existente Meeresspiegelanstieg seit der Kleinen Eiszeit durch eine (oder mehrere) Oszillation(en) moduliert sein, erscheint es doch nicht abwegig, dass beispielsweise AMO hier eine gewisse Rolle spielt:
    http://woodfortrees.org/plot/hadcrut4nh/mean:12/detrend:0.8/plot/esrl-amo/mean:12

    AMO war während des gesamten Untersuchungsintervall von Nerem et al. in der positiven Phase. Falls AMO eine Rolle spielt, dann führten die Autoren in gewisser Weise eine Extrapolation auf dem ansteigenden Ast einer Sinuskurve durch. AMO habe ich nur als Beispiel aufgeführt. Andere Größen (z.B. PDO) mögen evtl. auch Einfluss ausüben. Bei einem so kurzen Untersuchungsintervall von 25 Jahren werden alle längerperiodischen Einflüsse ignoriert, weshalb Nerem et al. die untere Grenzfrequenz verletzen, wenn sie Extrapolationen bis 2100 vornehmen. In einer seriösen Arbeit muss die Diskussion oder auch nur Erwähnung einer solchen Einschränkung zwingend enthalten sein.
    Außerdem habe ich nirgendwo vernommen, dass die Autoren dagegen protestiert haben, als dies in der Presse hochgepusht wurde. Das ist doch fast immer so, wenn die Projektion einer „wäre-vielleicht-möglicherweise“-Untersuchung als Prognose missbraucht wird.

    Sie fragen nach der Quelle des von mir verlinkten Temperaturverlaufs. Da es hierzu kein Peer-Review-Verfahren gibt, hatte ich Sie doch gefragt:

    Oder ist diese Grafik falsch?

    Als Antwort präsentierten Sie die Kurve von Marcott et al. als die von Ihnen bevorzugte Kurve.

    Nach wie vor weisen Sie meine Analyse zurück, dass hier das Abtasttheorem von Nyquist und Shannon verletzt ist und glauben, dass die Spikes von Foster als Gegenbeispiel herhalten können.
    Offenbar glauben Sie immer noch, nicht vorhandene – und prinzipiell nicht rekonstruierbare – Daten aus dem Hut zaubern zu können. Das wäre eigentlich Nobelpreis-verdächtig. Aber Sie irren. Die Interpretation der Arbeit ist keineswegs Meinungssache. Sie ist wissenschaftlich nicht haltbar und müsste zurückgezogen werden.

    Auch wenn Sie (und Foster) dies nicht gemerkt haben, wurden die Spikes de facto in die Gesamtkurve eingeführt. Dabei wurden mehrere Fehler gemacht:
    1. Es wurden mehrere (vermutlich 3) Stützpunkte der Gesamtdauer 200 Jahre in Zeitreihen eingefügt (Foster: „The spike is a rise of 0.9 deg.C over a span of 100 years, followed by a return to zero over the next 100 years.“), die eine wesentlich gröbere zeitliche Auflösung besitzen. Damit wurde in bestimmten Intervallen die zeitliche Auflösung künstlich verfeinert.
    2. Diese Stützpunkte wurden offenbar so eingefügt, dass das Maximum des angenommenen Ereignisses mit einem eigenen Stützpunkt erfasst wurde.
    3. Es wurde außer Acht gelassen, dass die Stützpunkte der (72 bzw. 73) Proxys zeitlich voneinander unabhängig erfasst wurden und darüber hinaus der jeweilige Zeitpunkt einer Unsicherheit unterliegt, also entlang der x-Achse nicht sicher platziert werden kann. Durch diese Unsicherheit müsste ein solches Pseudoereignis zeitlich verschmiert werden.
    4. Da die Stützpunkte der Proxys zeitlich grob aufgelöst und über die Proxys hinweg auch nicht zeitlich korreliert sind, kann ein solches Pseudoereignis nur in einzelnen Proxys – zufällig – erfasst werden. Keinesfalls kann dies in allen Proxys nachgewiesen werden. Dieses Ereignis würde sich in diesen Proxys so äußern, dass ein Spike der Dauer 200 Jahre in genau einen Stützpunkt erscheinen würde, aber mit einer wesentlich geringeren Amplitude als 0.9 Grad.
    Ich empfehle jetzt zum 3. Mal, einen Blick auf die Einzelproxys der Dissertation zu werfen (http://ir.library.oregonstate.edu/xmlui/bitstream/handle/1957/21129/MarcottShaunA2011.pdf; S. 200 ff.). Hier finden Sie sehr wohl Spikes.

    Überhaupt ist es erstaunlich, dass Marcotts hochinteressante Dissertation diesen „Uptick“ am Ende der Kurve (S. 204 f.) nicht enthielt, während er – bei gleicher Datengrundlage – in der Publikation sehr prominent dargestellt wurde. Wie die Autoren dies geleistet haben, wurde ja zur Genüge auf der Seite von Steve McIntyre gezeigt. In meinen Kommentaren zu Ihrem Artikel hatte ich dies ja teilweise beschrieben, z.B. hier:
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/palaeoklima-das-ganze-holozaen/#comment-7721

    Wenn Sie mir nicht glauben wollen, dann konsultieren Sie bitte die Fachbücher zur Signalanalyse. Auch durch Tricks kann man kurzzeitige Ereignisse aus Messreihen prinzipiell nicht herauskitzeln, wenn das Abtasttheorem nicht erfüllt ist.

    *) Wie ich gerade sehe, war der verstümmelte Absatz kein Editierfehler von mir, sondern die Forensoftware verstümmelt den Text. Das „Kleiner“- und das „Größer“-Zeichen werden missinterpretiert.
    Also wird dieser Absatz auch in meiner heutigen Replik verstümmelt sein.

  63. @Werner Kohl
    Ein vielleicht interessanter Artikel zum Thema

    Modern Climate Wavelet Patterns
    Wavelet analyses of modern global temperature anomalies provides an excellent visualization tool of temperature signal characteristics and patterns over the past 150 years. Scafetta recognized key temperature oscillations of about 9, 20 and 60-years using power spectra of global surface temperature anomalies. There has been much discussion about the 60-year quasi-oscillation both in WUWT and publications.

  64. @Krishna Gans:
    Danke für den Hinweis.

  65. @ Werner Kohl

    Erschienen ist Ihr Post noch nicht, oder?

  66. Hallo, Herr Heß,
    offenbar noch nicht.
    Entweder hatte Rahmstorf noch keine Zeit oder ihm passt nicht, was ich schrieb. Ist auch nicht so angenehm für ihn. Vermutlich weiß er, dass ich Recht habe.

  67. Gerade wurden in Rahmstorfs Blog 6 weitere Kommentare (17.+18.12.) online gestellt.
    Mein Kommentar (17.12.) ist nicht dabei. Möglicherweise wurde dieser zensiert.

    Ich hatte am 17.12. einen weiteren Kommentar als Antwort auf
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/nir-shaviv-erklaert-den-klimawandel-fuer-die-afd-im-bundestag/#comment-82715
    verfasst (s.u.). Auch dieser ist nicht erschienen. Wie Rahmstorf interpretiert, dass ich damit die Forenregeln verletzt hätte, erschließt sich mir nicht.

    Hier der Kommentar:

    Die Verdoppelung bringt eine Erwärmung von ca. 3 °C – egal ob von 400 auf 800 oder von 280 auf 560, weil der Effekt logarithmisch ist. Und nachdem Sie gewartet haben, bis die Ozeantemperatur ins Gleichgewicht gekommen ist. Das ist die sogenannte Klimasensitivität.
    Der Wasserdampgehalt der Atmosphäre wird nicht durch die Emissionen von Wasserdampf bestimmt (die sind aufgrund der Verdunstung von den offenen Wasserflächen der Erde ohnehin riesig) sondern durch den Sättigungsdampfdruck. Überall dort, wo der Überschritten wird, fällt das Wasser als Niederschlag wieder aus der Atmosphäre aus. In guter Näherung passiert das bei einer – im globalen Mittel – konstanten relativen Luftfeuchte, sodass der Wasserdampfgehalt einfach nach Clausius-Clapeyron-Gleichung mit der globalen Temperatur zunimmt (um 7% pro °C). Das ist eine verstärkende Rückkopplung bei allen Klimaänderungen, egal ob anthropgen oder Eiszeitzyklen.

    Prinzipiell kann ich Ihnen zustimmen. Im Einzelnen habe ich aber doch Anmerkungen.
    Das IPCC weist für die vermutete Sensitivität einen Bereich von 1,5 -- 4,5 Grad aus. Im AR5 wurde noch angemerkt, dass es hierfür keinen „best estimate“ gebe:

    No best estimate for equilibrium climate sensitivity can now be given because of a lack of agreement on values across assessed lines of evidence and studies.

    Leider gab es in Bezug auf die Sensitivität in den letzten Jahrzehnten -- zumindest beim IPCC -- keinerlei Erkenntnisgewinn. Seit 1979 wird diese auf 1,5 bis 4,5 Grad beziffert (nur beim AR4 wurde die Untergrenze etwas angehoben). Das ist sehr unbefriedigend.

    Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass es neuere Arbeiten gibt (z.B. Lewis & Curry, 2016, 2018), die ein ECS nahe der unteren Grenze nahelegen. Diese Arbeiten gehen oft implizit davon aus, dass die gesamte Erwärmung anthropogenen Ursprungs sind. Derzeit ist es ja auch nicht möglich, das anthropogene „Signal“ aus den Daten zu extrahieren.
    Roy Spencer hat in seinem Blog untersucht, wie sich ECS ändert, wenn man einen gewissen Prozentsatz natürlichen Ursprungs annimt.
    Otto et al. berichtete ein ECS von ~2,1 Grad pro CO2-Verdopplung.
    Bei einer Annahme von 50% natürlichem Einfluss reduzierte sich die CO2-Sensitivität auf ~0,8 Grad!

    Noch eine Bemerkung zur positiven Rückkopplung von Wasserdampf (dem stärksten Treibhausgas der Erdatmosphäre).
    Wenn Wasserdampf aufsteigt, werden Wolken gebildet, die beim Abregnen Energie in den Weltraum abstrahlen. Dieser Wärmetransport (Wärmeaufnahme im Wasserdampf beim Verdunsten bzw. Wärmeabgabe bei Kondensieren und Abregnen) stellt eine negative Rückkopplung dar. In Summe könnte die Wasserdampfbildung daher eine negative Rückkopplung darstellen. Leider können die Klimamodelle diesen Prozess derzeit noch nicht nachbilden, da Wolkenbildung in einem Bereich von 20-25 km abläuft, während die Klimamodelle eine horizontale Auflösung von schlechter als 100 km leisten. Dieser Prozess muss also „parametrisiert“ werden -- ein Pseudonym für „geraten“.

    —————————

    Und gerade versuche ich, diese Antwort auf
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/nir-shaviv-erklaert-den-klimawandel-fuer-die-afd-im-bundestag/#comment-82727
    zu geben:

    Lieber Herr Foysi,
    ich weiß nicht, ob es Sinn macht, Ihnen zu antworten, nachdem Prof. Rahmstorf offenbar meine beiden letzten Kommentare „wegmoderiert“ hat, ohne dass diese den Forenregeln widersprochen hätten. Ich schreibe ungern, wenn ich davon ausgehen muss, dass meine -- offenbar nicht genehme -- Meinung unterdrückt wird.

    Im 1. dieser beiden Kommentare hatte ich nochmals angeregt, die einzelnen Proxys in Marcotts Dissertation heranzuziehen (http://ir.library.oregonstate.edu/xmlui/bitstream/handle/1957/21129/MarcottShaunA2011.pdf; S. 200 ff.). Wozu über die potentiellen Spikes spekulieren, wenn es dort tatsächlich welche gibt? Macht sich denn niemand die Mühe, in die Dissertation zu schauen?

    Wir haben neben Marcotts Daten noch andere Paleo Proxies zur Verfügung.

    Sie können nicht höhere Auflösungen in Marcotts Daten reindiskutieren, nur weil Sie noch andere -- in der Arbeit nicht genutzte -- Daten haben. Wir reden von Marcott et al. und darüber, was deren Daten hergeben.

  68. @Werner Kohl

    Meine Kommentare und die von Krishna werden auch nicht veröffentlicht.

    Dafür aber irgendwelche Sockenpuppen.

  69. Am seltensten werden Widersprüche veröffentlicht, du schreibst was, kriegst eine widersprüchliche Antwort und kannst nicht reagieren, obwohl die bekommene Antwort absoluter Blödsinn ist, Widerlegung nicht möglich.

  70. Und Herr Büchner gibt dann seinen Senf ab. Von mir hat der weiß Gott nicht immer was verlangt, wenn ich nicht mehr veröffentlicht wurde.

  71. Herr Jürgen Bucher natürlich.

  72. Ich werde wohl eine Beschwerde beim Verlag einlegen.
    Bringen wird das aber vermutlich nichts.

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