Diesel: Die Lückenmedien im Glashaus (6)

15. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Politik

Diesel-Verteufelung: Krieg gegen das eigene Volk

Deutschlands politische und mediale Eliten blasen zum Krieg gegen das angeblich klima- und gesundheitsgefährdende Automobil. Da man damit nahezu das ganze Volk trifft, von den knapp 1 Mio. Beschäftigten der Branche über zahllose Mitarbeiter bei Zulieferern und Werkstätten bis zu den rund 45 Mio. Autobesitzern, greift man zur Salamitaktik. Deshalb wird zurzeit der Diesel-PKW als angeblich gesundheitsschädlicher Schmutzfink in die Ecke gestellt. Er soll die Luft in den Städten verpesten und jedes Jahr zigtausende Tote verursachen. ARD und ZDF verhalten sich wie Staatsmedien und nehmen kritische Stimmen mit einem sogenannten „Faktenfinder“ aufs Korn [FAKT]. Ganz vorne dabei: Andrej Reisin vom NDR und Wolfgang Wichmann von tagesschau.de. Doch wie gut hält deren „Faktenfinder“ einem Faktencheck stand?

 

Bild 1. Grünes Zukunftskonzept – ein Mercedes mit öko-biodynamischem Holzvergaser, CO2-Fußabdruck Null, garantiert feinstaubfrei (nur Grobstaub!) und maximiertem Ausstoß an Karzinogenen

Bild 1. Grünes Zukunftskonzept – ein Mercedes mit öko-biodynamischem Holzvergaser, CO2-Fußabdruck Null, garantiert feinstaubfrei (nur Grobstaub!) und maximiertem Ausstoß an Karzinogenen

 

 

In den bisherigen Teilen dieses Aufsatzes wurde nachgewiesen, dass die NO2-Belastung der Luft in ganz Deutschland und auch an den sogenannten „Hotspots“ in den Städten auf im Prinzip unbedeutende Werte zurückgegangen ist. Wichtiger Grund hierfür ist die stetige Ablösung älterer durch jüngere Fahrzeuge mit besseren Abgasbehandlungssystemen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Auch wurde aufgedeckt, wie fragwürdig die Messmethoden sind und welche Tricks und Manipulationen zum Einsatz kommen. Im dritten Teil wurden die teils grotesk übertriebenen Behauptungen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Stickstoffdioxid sowie die offensichtliche Parteilichkeit sowohl der öffentlich-rechtlichen Medien als auch industriefeindlicher Behörden behandelt. Im vierten Teil wurde festgestellt, dass das Auto auch in der Stadt der Zukunft unverzichtbar bleibt und Elektromobilität zurzeit nicht realisierbar ist. Außerdem wurden Widersprüche in den Aussagen des Umweltbundesamtes beleuchtet und anrüchige Querverbindungen zwischen der Deutschen Umwelthilfe sowie Ministerien und Behörden aufgedeckt. Im fünften Teil wurde gezeigt, dass an der angeblichen Gesundheitsgefährdung selbst durch geringste NO2-Konzentrationen nichts dran ist und die Horror-Stories über zigtausende Tote durch Dieselabgase nicht wissenschaftlich fundiert sind. Zahlreiche Studien basieren sogar auf gefälschten Zahlenwerten. Die jetzt folgenden Teile untersuchen grobe Mängel bei den Studien, mit denen behauptete Gesundheitsgefahren von Stickoxiden „belegt“ werden sollen.

 

Auch unter Gleichen sind nicht alle gleich

Um Manipulationen mit Zahlen über angebliche „Todesfälle durch Stickstoffdioxid“ entgegentreten zu können, muss man sich zunächst ein wenig mit der Ermittlung von Lebenserwartungen beschäftigen. Die Bevölkerung ist kein einheitlicher Block identischer Individuen, die allesamt ein gesundes Leben bis zum Todestag führen und dann friedlich und ohne Leid entschlafen. Jeder Mensch ist unterschiedlich, zudem besteht die Gesellschaft aus unterschiedlichen Gruppen, die sich bezüglich Lebenserwartung, Gesundheitszustand, Lebensstil, Wohnort, Einkommen etc. wiederum von anderen Gruppen unterscheiden. Gesicherte Aussagen sind daher nur möglich, wenn man möglichst große und zugleich in sich einheitliche Gruppen selektiert und versucht, diese mithilfe statistischer Verfahren zu charakterisieren. Am bekanntesten ist sicherlich die Tatsache, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich fast fünf Jahre älter werden als Männer. Es gibt jedoch noch viele weitere Einflussfaktoren. So scheint vordergründig der Wohnort erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung der jeweiligen Einwohner zu haben, Bild 2.

 

Bild 2. Unterschiede in der Lebenserwartung von neugeborenen Jungen und Mädchen in den verschiedenen Regionen Deutschlands (Grafik: [BBSR])

Bild 2. Unterschiede in der Lebenserwartung von neugeborenen Jungen und Mädchen in den verschiedenen Regionen Deutschlands (Grafik: [BBSR])

 

 

Die Unterschiede sind wesentlich größer als man als Laie erwarten würde: So haben neu geborene Jungen in Pirmasens (73,6 Jahre), Emden (74,1 Jahre) und Eisenach (74,3 Jahre) die geringste Lebenserwartung. Mit einem besonders langen Leben können dagegen Mädchen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (85,0 Jahre), Dresden (84,9 Jahre) und München (84,8 Jahre) rechnen. Ein in Pirmasens geborener Junge stirbt demnach im Mittel mehr als elf Jahre vor einem zum gleichen Zeitpunkt im Breisgau zur Welt gekommenen Mädchen. Anders ausgedrückt liegt dessen Lebenserwartung um mehr als 15 % über der des Jungen.

Natürlich interessiert angesichts dieser doch recht erheblichen Unterschiede die Frage nach den Ursachen für diese regionalen Variationen. Der Blick auf Bild 2 zeigt sofort, dass Luftverschmutzung als Ursache ausscheidet, denn die kürzesten Lebenserwartungen findet man häufig in ländlichen Regionen mit wenig Industrie, mit einem deutlichen Schwerpunkt in den neuen Bundesländern. Umgekehrt leben die Menschen dort am längsten, wo die Luft, wenn man den Panikmachern der „Umwelt“-Verbände und ihren Verbündeten in Parteien, Ministerien und Medien Glauben schenken darf, am schmutzigsten und giftigsten ist, nämlich in Großstädten wie Stuttgart, München oder Frankfurt, Bild 3.

Bild 3. Entwicklung der Lebenserwartung von Einwohnern verschiedener deutscher Großstädte sowie für Deutschland insgesamt für die Geburtsjahrgänge 1995 und 2010 (Daten: [LEBE], Statista)

Bild 3. Entwicklung der Lebenserwartung von Einwohnern verschiedener deutscher Großstädte sowie für Deutschland insgesamt für die Geburtsjahrgänge 1995 und 2010 (Daten: [LEBE], Statista)

Der Blick auf Bild 3 offenbart zweierlei: Zum einen gibt es mit höherer Schadstoffbelastung der Luft kein Absinken, sondern sogar einen erheblichen Anstieg der Lebenserwartung. Diese hat gerade in den Ballungszentren in den letzten Jahrzehnten sogar stetig weiter zugenommen, obwohl uns die Presse und Herr Resch von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mitsamt seinen grünen Gesinnungsgenossen pausenlos einzureden versuchen, dass wir uns und unsere Kinder einem frühen Tod ausliefern, wenn wir nicht schnellstens unsere Autoindustrie vor die Wand fahren. Zum zweiten kann man daraus lernen, dass bei der Aufstellung von Statistiken Sorgfalt die erste Wissenschaftlerpflicht sein sollte. Rein mathematisch könnte man beispielsweise aus der Statistik herauslesen, dass gute Landluft schlecht für die Gesundheit ist und Abgase dagegen das Nonplusultra. Dass dies Unsinn ist, kann man den Zahlen selbst nicht entnehmen: Dazu muss man den gesunden Menschenverstand hinzuziehen, und hieran scheint es dem einen oder anderen Professor aus dem Lager der Epidemiologen etwas zu mangeln.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Abgase fördern sicherlich nicht die Gesundheit, und ihre Reduzierung ist eine Aufgabe, die den Schweiß des Edlen wert ist. Hier sollte man den Hut vor dem ziehen, was die Entwickler der Automobilbranche in den letzten Jahren vollbracht haben, statt sie als Scharlatane und Betrüger darzustellen. Der Gegensatz von Bild 2 und Bild 3 beweist jedoch eindeutig, dass die Verhältnisse wesentlich komplizierter sind, als dies von den Medien dargestellt wird. Bei Studien über die Auswirkungen von Abgasen muss man daher sehr sorgfältig aufpassen, um nicht Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen und zu Pseudo-Zusammenhängen zu kommen.

 

Wer arm ist, stirbt früher…

Die Ursache für die unterschiedlichen Lebenserwartungen, die Bild 2 zeigt, ist schon sehr lange bekannt: Es ist die soziale Stellung der Betreffenden, charakterisiert durch z.B. Einkommen, Beschäftigungssituation, Lebensstil und Gesundheitsvorsorge. Der zusammenfassende Begriff hierfür lautet „sozioökonomische Faktoren“. Diese sind die mit Abstand wichtigsten Einflussgrößen auf die Lebenserwartung. Wirtschaftliches Wohlergehen und soziale Stellung sind eng miteinander verknüpft. Das trifft nicht nur auf Individuen zu, sondern auch auf der Ebene größerer Bevölkerungsgruppen. Eine schlechte wirtschaftliche Lage wirkt sich stark nachteilig auf Gesundheit und Lebensdauer aus. Dies ist beispielsweise in Pirmasens der Fall, das in seiner wirtschaftlichen Entwicklung deutlich hinterherhinkt. Gleiches gilt auch für das Ruhrgebiet sowie für viele Regionen in den neuen Bundesländern. Kurz gesagt: Wer arm ist, stirbt früher. Fachleute in zuständigen Stellen wie Sozial- und Gesundheitsämtern, Krankenkassen usw. wissen darum. So schreibt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: „Analysen des BBSR zeigen jedoch, dass sich die Lebenserwartung regional ähnlich verteilt wie die Bildungschancen, die qualifizierte Beschäftigung sowie ökonomische Belastungen und soziale Benachteiligung. Die Lebenserwartung ist in den Regionen höher, in denen der Anteil sozial und ökonomisch schwacher Bevölkerungsgruppen gering und der Arbeitsmarkt günstig und attraktiv für hoch qualifizierte und kreative Arbeitnehmer ist. Dieser Zusammenhang ist bei Männern deutlicher ausgeprägt als bei Frauen [BBSR]“. Warnend wird allerdings hinzugefügt, dass sich diese Zusammenhänge kleinräumig – auf Stadt- oder Kreisebene – nicht leicht ermitteln lassen: Dafür seien die Einflüsse auf die Lebenserwartung zu komplex und die regionalstatistischen Daten zu begrenzt. Im weiteren Verlauf dieses Beitrags wird noch deutlich werden, dass viele Verfasser epidemiologischer Studien diesbezügliche Hinweise entweder nicht verstanden oder nicht ernst genug genommen haben.

Die Wirkung dieser sozioökonomischen Faktoren im Zusammenhang mit der Arbeitsplatzsituation ist vielfach belegt, Bild 4, Bild 5 und Tabelle 1.

Bild 4. Gesundheitszustand von Männern in Abhängigkeit vom Beschäftigungsverhältnis (Grafik: [ARB])

Bild 4. Gesundheitszustand von Männern in Abhängigkeit vom Beschäftigungsverhältnis (Grafik: [ARB])

 

 

Bild 5. Besonders erschreckend ist die starke Zunahme der Sterblichkeit bei langdauernder Arbeitslosigkeit (Grafik: [ARB])

Bild 5. Besonders erschreckend ist die starke Zunahme der Sterblichkeit bei langdauernder Arbeitslosigkeit (Grafik: [ARB])

 

 

Tabelle 1. Lebenserwartung in Abhängigkeit vom Einkommen (Daten: [GBE])

Tabelle 1. Lebenserwartung in Abhängigkeit vom Einkommen (Daten: [GBE])

Die Grafiken sowie die Tabelle zeigen anschaulich, dass vor allem Männer mit geringem Einkommen oder prekärer bis gar keiner Beschäftigung einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand haben und bis zu mehr als 10 Jahre früher sterben als ihre Geschlechtsgenossen mit einem höheren sozioökonomischen Status. Würde man dies mit den Methoden quantifizieren, die bei manchen epidemiologischen Studien zur Beurteilung von Abgasen angewandt werden, so käme man voraussichtlich zu dem Schluss, dass Armut in Deutschland jährlich Millionen Tote verursacht. Das traut sich natürlich niemand zu sagen. Zunächst stellt sich jedoch die Frage, wie es denn überhaupt zu diesen drastischen Unterschieden bei Gesundheit und Lebenserwartung kommt.

 

…lebt ungesünder…

Auch dieser Frage wurde natürlich schon seit langem sehr akribisch nachgegangen. Die Antworten sind eindeutig: Menschen mit schlechterem sozioökonomischem Status leben ungesünder, treiben weniger Sport und gehen seltener und später (d.h. wenn eine Erkrankung schon weit fortgeschritten ist) zum Arzt als diejenigen, die einen höheren Status haben. Auch hierzu gibt es zahlreiche statistische Unterlagen, Bild 6 und Tabelle 2.

Bild 6. Bei langzeitarbeitslosen Männern über 45 ist die Raucherquote mehr als doppelt so hoch wie bei Gleichaltrigen mit sicherer Beschäftigung (Grafik: [GESU])

Bild 6. Bei langzeitarbeitslosen Männern über 45 ist die Raucherquote mehr als doppelt so hoch wie bei Gleichaltrigen mit sicherer Beschäftigung (Grafik: [GESU])

 

 

Tabelle 2. Menschen mit niedrigerem sozialem Status verhalten sich deutlich weniger gesundheitsbewusst (Adipositas = Fettleibigkeit) (Daten: [GESU])

Tabelle 2. Menschen mit niedrigerem sozialem Status verhalten sich deutlich weniger gesundheitsbewusst (Adipositas = Fettleibigkeit) (Daten: [GESU])

 

 

Die Gründe liegen einerseits in teils deutlich ungesünderer Lebensführung wie Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung oder Alkoholkonsum sowie geringerer Bereitschaft, bei Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Zudem informieren sich diese Personengruppen weniger über Gesundheitsgefahren und werden auch vom eigenen Umfeld wie Familie und Bekanntenkreis weniger zu gesundheitsförderlichem Verhalten angeregt.

 

…und ist entsprechend kränker

Erwartungsgemäß wirkt sich diese Lebensweise entsprechend nachteilig auf die Gesundheit aus, wobei bestimmte Krankheitsbilder mit besonderer Häufigkeit auftreten. So berichtet z.B. die „Welt“, dass Mecklenburg-Vorpommern – eines der ärmsten Bundesländer – mit 9,6 % die zweithöchste Arbeitslosigkeit aufweist. Zugleich belegt das Land bei gleich fünf Krankheiten, darunter Diabetes, Asthma und Leberschäden, den schlechtesten Platz in der Statistik [WELT]. Eine qualitative Übersicht über die gerade bei Menschen aus unteren sozialen Schichten besonders häufig auftretenden Krankheitsbilder zeigt Tabelle 3.

Tabelle 3. Bei Menschen mit niedrigem Einkommen ist das Risiko für bestimmte Erkrankungen teils deutlich höher (Quelle: [GBE])

Tabelle 3. Bei Menschen mit niedrigem Einkommen ist das Risiko für bestimmte Erkrankungen teils deutlich höher (Quelle: [GBE])

 

 

Betrachtet man mit diesem Wissen jetzt noch einmal die Karte (Bild 2) mit den regionalen Unterschieden der Lebenserwartungen, so versteht man, warum es nicht die Luftqualität ist, welche zu krassen Unterschieden der Lebenserwartung führt, sondern in erster Linie der Unterschied in der Prosperität und damit im sozialen Status erheblicher Teile der Bevölkerung. Der ungesündere Lebensstil der sozial schwächeren Schichten hat eine markante Häufung ganz bestimmter Krankheitsbilder zur Folge, welche zu einem früheren Tod führen. Dazu gehören auf den deutlich höheren Tabakkonsum zurückzuführende Krebsarten wie Lungen- und Darmkrebs, aber auch Diabetes und Tuberkulose sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen [RAUCH]. Hinzu kommen noch chronische Bronchitis, chronische Lebererkrankungen sowie Bluthochdruck mit allen damit verknüpften Risiken wie Schlaganfällen und Herzinfarkt.

Bild 7. Entlang stark befahrener Straßen bilden sich schmale Linienghettos (Foto: Pixabay)

Bild 7. Entlang stark befahrener Straßen bilden sich schmale Linienghettos (Foto: Pixabay)

 

 

Linienghettos entlang der Hauptverkehrswege

Bereits in früheren Folgen dieser Untersuchung wurde darauf hingewiesen, dass sich in großen Städten entlang der stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen ein deutliches soziales Gefälle ausbildet. Dies betrifft insbesondere Wohnbebauungen, wo Häuser in mehrstöckiger geschlossener Front ohne Vorgärten direkt an der Straße stehen, so dass eine mehr oder weniger ausgeprägte „Straßenschlucht“ vorliegt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich mehr oder weniger ausgeprägte „Linienghettos“ speziell entlang der am stärksten befahrenen Straßen ausbilden, in denen sich bevorzugt Menschen aus unteren sozialen Schichten ansiedeln. Grund hierfür ist die starke Beeinträchtigung des Wohnumfelds u.a. durch Verkehrslärm, Gerüche und die geringe Attraktivität von Ausblick und Umgebung. In Abhängigkeit von der Nähe des Wohnorts zur Hauptverkehrsader wird man dann markante Zunahmen insbesondere der Krankheiten finden, die in der obigen Aufzählung enthalten sind.

Stellt man dem jetzt die Liste der Erkrankungen gegenüber, die von Epidemiologen dem NO2 zugeschrieben werden, so entdeckt man wesentliche Übereinstimmungen, Tabelle 4.

 

 

Tabelle 4. Auslösende Faktoren von typischerweise häufiger auftretenden Erkrankungen bei sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen im Vergleich zu den von Epidemiologen behaupteten Folgen selbst geringer Gehalte von NO2 in der Atemluft (Angaben: [GBE], [HOSHO])

Tabelle 4. Auslösende Faktoren von typischerweise häufiger auftretenden Erkrankungen bei sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen im Vergleich zu den von Epidemiologen behaupteten Folgen selbst geringer Gehalte von NO2 in der Atemluft (Angaben: [GBE], [HOSHO])

Um besser verstehen zu können, warum die in Tabelle 4 aufgeführten Angaben der Epidemiologen Mißtrauen erwecken sollten, muss man zunächst wissen, dass sich mögliche nachteilige Wirkungen von NO2 ausschließlich auf die Lunge beschränken. Bei der Absorption in der Lunge wird das NO2 über Zwischenstufen in Nitrat umgewandelt und mit dem Blut abtransportiert. Die dabei gebildete Nitratmenge ist zwar nachweisbar, fällt jedoch gegenüber derjenigen, die mit der Nahrung aufgenommen wird, kaum ins Gewicht [STICK]. Es gibt deshalb keinerlei Wirkzusammenhang, der eine Schädigung solcher Organe wie Herz, Adern, Leber oder Bauchspeicheldrüse (Diabetes) etc. durch NO2 erklären könnte. Auch Lungenkrebs kann nach bisherigem Kenntnisstand der Toxikologie nicht auf eine Belastung mit NO2 zurückgeführt werden. Deshalb ist NO2 in der offiziellen Liste krebserregender Substanzen gar nicht erst aufgeführt [TRGS]. Epidemiologische Untersuchungen, die NO2 mit Lungenkrebs in Verbindung bringen, sind daher eher unglaubwürdig.

 

NO2 wird zum Universal-Sündenbock gemacht

Eine Erklärung dafür, wieso bei so vielen epidemiologischen Studien Effekte „gefunden“ werden, die toxikologisch nicht erklärbar sind, liefert ein Beitrag aus dem Tropen- und Public-Health-Institut der Schweiz. Dieses Institut arbeitet eng mit der WHO zusammen und berät sowohl die Schweizer Regierung als auch die EU. In diesem Zusammenhang tritt es auch als Sprachrohr der automobil-und dieselfeindlichen Kräfte in Deutschland auf [SMCE]. In einer von diesem Institut erstellten Studie findet sich eine äußerst aufschlussreiche Passage: „Wichtige Erkenntnisse zur Beurteilung gesundheitlicher Wirkungen von Schadstoffen auf die Bevölkerung stammen aus epidemiologischen Studien[….]Dabei muss beachtet werden, dass die statistischen Zusammenhänge, welche zwischen Gesundheitsgrössen und Schadstoffbelastungen gefunden werden, isoliert kaum Aussagen über ursächliche Beziehungen zulassen[…..]Gefundene Zusammenhänge mit einem Schadstoff können daher ein Hinweis sein auf direkte (kausale) Wirkungen oder sie stehen stellvertretend für Schadstoffe, welche die gleiche Quelle haben und mit ihm korrelieren. Oftmals sind NO oder NO2 Indikatoren für das verkehrsbedingte Schadstoffgemisch. In diesem Sinne ist NO2 auch als Leitschadstoff in der Luftreinhalteverordnung reguliert“ [LUDOK]. Auf gut Deutsch gesagt: Wenn man die Wirkung von z.B. karzinogenen Luftschadstoffen aus älteren Benzinern statistisch nicht von derjenigen des NO2 aus Dieseln unterscheiden kann, schiebt man alle Wirkungen der anderen Schadstoffe dem NO2 in die Schuhe. In der EPA-„Bibel“ [EPA2] ist immer wieder der Satz „Effect of NO2 independent from traffic-related copollutants is uncertain….“ zu finden. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Als Begründung für eine Kampagne, die darauf abzielt, eine deutsche Spitzenbranche zu vernichten, ist das eigentlich recht dünn.

 

Die Zweifelhaftigkeit vieler epidemiologischer Studien…

Zählt man Zwei und Zwei zusammen, so ergibt sich ein sehr begründeter Verdacht: Bei epidemiologischen Studien zum NO2, welche als Hauptkriterium die räumliche Entfernung zu stark frequentierten Straßen verwendet haben, ist die eigentlich unbedingt erforderliche Trennschärfe zwischen den unterschiedlichen Belastungsfaktoren nicht gegeben. Vielfach hat man es weder geschafft, die wichtigen sozioökonomischen Faktoren aus der Statistik herauszufiltern, noch die Wirkung der unterschiedlichen Schadstoffe sauber voneinander zu trennen. Vermutlich liegt dies daran, dass man diese Aspekte schon bei der Auswahl der jeweils untersuchten Gruppe sowie bei der Art der vorgenommenen Messungen nicht ausreichend beachtet hat. In diesem Fall ist es unwahrscheinlich, dass diese Studien selbst bei Neubearbeitung überhaupt belastbare Ergebnisse liefern können. Zweifelhaft sind generell alle Untersuchungen, die angeblich Auswirkungen von NO2 auf innere Organe festgestellt haben. Diese sollte man grundsätzlich mit einem Fragezeichen versehen und einer eingehenden und kritischen Nachprüfung bezüglich Methodik und Sauberkeit der Selektionskriterien der Probanden unterziehen. Auch bei den dann noch übrig bleibenden Arbeiten ist eine genaue Überprüfung empfehlenswert, was die Erfassung und korrekte Berücksichtigung sozioökonomischer Hintergrundinformationen der untersuchten Personengruppen angeht. Und last but not least sind geographische Aspekte zu beachten. Untersuchungen in der Luftschadstoff-Hölle vieler Millionenmetropolen der 2. und 3. Welt voller Abgasschwaden von zweitaktgetriebenen Tuk-Tuks wie in Indien oder mit Kraftwerkssmogverhältnissen wie in Beijing lassen sich nicht zwanglos auf mitteleuropäische Verhältnisse übertragen. Auch in Europa oder den USA durchgeführte Analysen älteren Datums können vermutlich nur in begrenztem Umfang herangezogen werden, da die Zusammensetzung der Abgase heutzutage nicht mehr die gleiche ist wie vor 10 oder gar 20 Jahren.

 

…betrifft auch die daraus zusammengestellten „Bibeln“ von WHO und EPA

Aus den gleichen Gründen ist sicherlich auch ein Großteil der diversen Metaanalysen zum Thema nur bedingt vertrauenswürdig. In der Regel beziehen sich die Verfechter von Dieselverboten auf zwei Kompendien, in denen der „Stand der Wissenschaft“ bezüglich der Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch NO2 zusammengeführt sein soll: Die Studien der WHO sowie der US-amerikanischen EPA [WHO2], [EPA2]. Beide Werke stützen sich jedoch bei ihren Schlussfolgerungen auf zahlreiche Arbeiten, die im Lichte der hier dargelegten Erkenntnisse nur als bedingt tauglich eingestuft werden können. So findet sich in der WHO-Studie beispielsweise eine Untersuchung mit 1,26 Mio. Teilnehmern in Rom (Cesaroni et al., 2013), bei der nicht einmal das Rauchverhalten der Probanden systematisch erfasst, sondern geschätzt wurde. Die 1148 Seiten dicke EPA-Studie führt gerade einmal 13 Untersuchungen mit einigermaßen realistischen Zielsetzungen auf, bei denen sozioökonomische Faktoren einbezogen wurden. Auch dürften nach aktuellem Stand der Erkenntnisse sogar direkt gefälschte Daten eingeflossen sein [DUKE]. Von daher sind auch bezüglich der Fundiertheit der in beiden Dokumenten getroffenen Schlussfolgerungen Zweifel geboten. Als nicht mehr verhandelbare „settled Science“ sind sie nicht glaubwürdig. In den nächsten Folgen werden noch andere methodische Fehler thematisiert, welche die Glaubwürdigkeit zahlreicher weiterer epidemiologischer Studien erschüttern dürften.

 

Fakten und „Faktenfinder“

Die bisherige Analyse der von den „Faktenfindern“ von NDR und Tagesschau präsentierten Aussagen lässt erkennen, dass man sich dort alles andere als kritisch-investigativ mit dem Thema NO2-Immissionen der Stadtluft beschäftigt hat. Stattdessen übernimmt man einfach die Positionen von Hendricks und dem UBA, als seien deren Ansichten der Weisheit letzter Schluss. Eine eigenständige kritische Wertung von Daten und Hintergründen ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Dies bestätigt die bereits bisher gemachte Erfahrung, dass die Mehrzahl der Medien – allen voran die Fernsehanstalten ARD, ZDF und ihre Landesdependancen – beim sogenannten „Diesel-Skandal“ einseitig, parteiisch und irreführend berichtet. Statt um Ausgewogenheit und Sorgfalt bemüht man sich offenkundig eher darum, das Thema so darzustellen, wie bestimmte Bundesbehörden sowie die etablierten Parteien es gerne haben möchten. Abweichende Meinungen von Medien, Journalisten oder Bloggern werden als unglaubwürdig hingestellt. So leistet man dem ideologischen Ziel der Deindustrialisierung Deutschlands durch „Dekarbonisierung der Volkswirtschaft“ Vorschub. Der Diesel ist dabei nur das erste Opfer. Die Vernichtung der deutschen Automobilindustrie wird anschließend auch beim Benziner weitergehen, und zwar alternativlos.

Fred F. Mueller

 

Demnächst folgt Teil 7

 

Quellen

[ARB] Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 13 Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Robert Koch Institut

[BBSR] http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/Topthemen/lebenserwartung.html

[DUKE] http://dailycaller.com/2017/07/03/epa-funded-research-lab-accused-of-fabricating-data-on-respiratory-illnesses/

[EPA2] U.S. EPA (2016): Integrated Science Assessment for Oxides of Nitrogen –Health Criteria. Final Report.

https://cfpub.epa.gov/ncea/isa/recordisplay.cfm?deid=310879

[FAKT] http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/stickstoffdioxid-111.html

[GBE] GBE Kompakt 5/2010, Zahlen und Trends aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Robert Koch Institut

[GESU] https://www.lzg.nrw.de/ges_foerd/ges_chanc_gl/arbeitslosigkeit_gesundheit/gesundheitsverhalten/index.html

[HOSHO] https://www.uni-duesseldorf.de/home/fileadmin/redaktion/Oeffentliche_Medien/Presse/Pressemeldungen/Dokumente/Kurzstellungnahme_Experten_Umweltepidemiologie.pdf

[LEBE] http://www.lebenserwartung.info/index-Dateien/ledeu.htm

[LUDOK] Kutlar Joss M, Dyntar D, Rapp R: Gesundheitliche Wirkungen der NO2-Belastung auf den Menschen: Synthese der neueren Literatur auf Grundlage des WHO-REVIHAAP Berichts. Basel

[RAUCH] https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/rauchen-zahlen-und-fakten.html

[SMCE] https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/rapid-reaction/details/news/diesel-skandal-wissenschaftler-widersprechen-schlussfolgerungen-der-abgeordneten-zu-gesundheitlich/

[STICK] Bundesgesundheitsblatt 1/98, S. 9-12.

[TRGS] Technische Regeln für Gefahrstoffe, Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe, TRGS 905.

[WELT] https://www.welt.de/gesundheit/article144337205/So-krank-ist-Deutschland.html

[WHO2] WHO (2013): Review of evidence on health aspects of air pollution – REVIHAAP Project, Technical Report

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25 Kommentare
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  1. Eine lückenlose Indizienkette zur Demontage des Faktenchecks und zur Entlastung des NO2.

  2. Die meisten Lungenerkrankungen gehen auf Tabakkonsum zurück?!
    Nein! -- Doch! -- Ooohh!

    Jedenfalls, Vielen Dank für Ihre Recherchen und deren Zusammenfassung auf diesem Blog!

  3. Deprimierend ist die Wirkung derartiger Trends: Die Medien -- öffentlich-rechtlich und Mainstream -- stellen sich immer mehr als Meinungsmacher ohne faktische Grundlage dar. Dieses zeigt wirkung und bildet selbstverstärkende Kreise: Politik oder Pressure-Groups machen Vorgaben. Die Medien verstärken dies durch angebliche, aber oft fabrizierte und einseitige Belege. Dies wiederum verstärkt den Trend in Politik und Wirkung der Umweltgruppen.

    Die Beobachtung, dass die Zahl der Querulanten, die diesem Teufelskreis nicht folgen wollen, durchaus spürbar ist, jedoch im Mainstream verpufft. Auch Aufklärungsarbeit wie diese Artikelserie wird vermutlich weitgehend folgenlos bleiben.

  4. Die Lebenserwartung hängt auch stark von psychosomatischen Krankheiten ab, die gerade bei Grünen, Vegetariern und Veganern auf den Vormarsch sind. Psychosomatische Erkrankungen sind an erste Stelle für Erwerbsunfähigkeit gerückt. Es ist ein Irrglaube, dass Vegetarier und Veganer gesünder leben und länger leben. Dieses Klientel leidet besonders an Umweltängsten und psychosomatischen Erkrankungen, wegen Selbstzweifeln und Schuldgefühlen und auch die Selbstmordraten sind dort besonders hoch.

    Ich sehe dieses Klientel auch oft in den Biosupermärkten bei mir um die Ecke einkaufen. Einen gesunden und körperlich fitten Eindruck machen die Leute nicht. Aus Sorge vor Umweltgiften kaufen die aber in Biosupermärkten ein, leben aber in den Innenstädten mit viel Feinstaub und Stickoxiden, da dort die Ökoszene lebt.

  5. Und was mir auch immer wieder auffällt, gerade jene Leute, die Angst vor Feinstaub und Stickoxiden haben, ziehen gerne mal einen Joint durch und fordern die Legalisierung von Marihuana. Nebenwirkungen wie schädlicher Rauch, Lungenkrebs und die Gefahr von Psychosen durch THC sind da nebensächlich.

  6. PS

    An einen Tag ziehen diese Leute gegen Feinstaub und NOx auf Demos durch die Straßen, am nächsten Tag für die Legalisierung von Marihuana und das freie Rauchen von Joints. Macht man die Leute auf den Widerspruch aufmerksam, da beides Lungenkrankheiten auslösen kann, so werden die sofort aggressiv. Einsicht Fehlanzeige, die machen weiter so.

  7. @Michael

    Bei Drogen oder allgemein Genussmitteln gibt es keine Logik, denn aufgrund der Tödlichkeit von Alkohol müsste man diese Droge verbieten. Lässt sich nur nicht umsetzen. Bei Tabak genauso. Eine funktionierende Gesellschaft kommt nun mal nicht ohne Drogen aus.

  8. denn aufgrund der Tödlichkeit von Alkohol müsste man diese Droge verbieten.

    #hust

    dann müsste man aber auch das leben verbieten, denn dieses endet immer mit dem tod!

  9. Gibt es denn eine Studie darüber, wie gross der Prozentsatz an Drogensüchtigen oder gelegentlich oder regelmässig Drogen Konsumierenden bei den grünen Parteimitgliedern eigentlich ist? Meinem Eindruck nach müsste der nahe bei 100% sein. Das würde auch gut erklären, warum gerade bei den Grünen so viele Tölpel anzutreffen sind, die nicht einmal Gigabyte von Gigawatt unterscheiden können. Bei Lanz waren gerade wieder einige dieser Tölpel zu bestaunen, die ganz hingerissen von den grossartigen Fortschritten bei der Windmühlentechnik sind und vom tollen Power-to-Gas schwärmen: grüne Schriftsteller, Entertainer, Politberater, alle mit einem tollen naturwissenschaftlichen Hintergrundwissen iin Elektrotechnik und Atmosphärenphysik.

  10. @MK #4

    Meinst du wirklich, der Hauptantrieb für die „Bio“-Supermärkte sei Angst? Das glaube ich nicht, es gehört in gewissen bürgerlichen Schichten zum Lebensstil und ist eher Ausweis gehobenen Einkommens (allein schon wegen der Preise). Sicher gibt es auch Menschen die sich durch die ganze Ökopropaganda in Verzweiflung treiben lassen. Vor Jahren gab es in Argentinien einen kollektiven Familien-Selbstmord aus Angst vor Klimawandel:

    http://www.smh.com.au/world/baby-survives-three-days-with-bullet-in-chest-after-parents-suicide-pact-20100302-pgtm

    Aber ich kann mir nicht vorstellen dass die Angst weit verbreitet ist, selbst in Deutschland nicht. Der Filmfall ist auch kein gutes Beispiel, der vmtl. wahre Grund seiner Depressionen wird im ersten Satz beiläufig genannt: Seit Jahren erwerbslos. Seine CO2-Furcht ist nur die Projektion. Wenn er einen guten Job hätte, würde er das alles gelassen sehen.

  11. @MK #6

    Grüne Gesinnung und Eintreten für Drogenfreigabe sind erstmal kein Gegensatz. Das Recht auf Drogenkonsum kann man als Ausdruck der persönlichen Freiheit ansehen, dem Gedanken sind auch Grüne nicht grundsätzlich abgeneigt. Solange derjenige sich nur selbst schädigt, ist es auch kein Umweltthema.

    Das Problem beim Rauchen (von egal-was) im Gegensatz zu anderen Drogen ist, dass man damit zwangsläufig andere mitschädigt, es sei denn man tut es in freier Natur wo im Umkreis von mehreren hundert Metern kein andere Mensch ist. Sofern der Grüne die Drogenfreiheit nur unter dieser Maßgabe befürwortet, ist auch dagegen nichts zu sagen.

    Heuchelei ist es erst dann, wenn er sich über Luftverschmutzung beschwert, und dabei in Gegenwart anderer Menschen raucht wie ein Schlot. Damit schädigt er sie nämlich mehr als eine ganze Autokarawane.

  12. Rauchende Grünen-Wählern sind ihre eigenen Widersprüche entweder nicht bewusst, oder aber sie meinen, mit ihrem Aktivismus müssten sie Sühne tun. Überraschend nur, dass Leute, die doch eigentlich gar nicht dumm sind, sich von Unsinnspropaganda steuern lassen.

  13. @8

    Wenn du so ran gehst, dann brauchst du keine Gesetze mehr. Ob du an Altersschwäche oder durch Mord stirbst, ist ja schließlich egal.

  14. @oxy

    Marihuana kann man ja auch essen nicht nur rauchen. Es wird aber von der grünen Klientel bevorzugt geraucht. Das hat Kultstatus.

    @anorak

    Das grüne Klientel aus der Ökoszene in den Innenstädten kauft bei Aleco, oder Alnatura, oder in Unverpacktläden. Alles Menschen mit Selbstzweifeln und Schuldgefühlen und Umweltängsten, die sich dort finden. Ich schau mir das oft dort an. Ich kaufe dort nur Öle und Tees. Für die anderen Leute dort ist es eine Lebensauffassung. Normalos kaufen dort nicht, viel zu teuer. Das Klientel dort glaubt auch an Umweltängste wie NOx.

    @Beobachter

    Das grüne Klientel konsumiert bevorzugt Marihuana und keinen Alkohol. Auch das gehört zur Lebenseinstellung. Anscheinend auch, um in andere Sphären zu entfliehen und der Realität zu entfliehen. Ich habe das nie ausprobiert, muss ich auch nicht. Ich habe auch keine Ängste vor NOx, Feinstaub und Klimawandel. Vor allem will ich mir keine Psychose durch THC einfangen. Diesbezüglich haben die Grünen aber kaum Bedenken.

  15. Neurowissenschaftler des *National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism * jetzt gemeinsam mit Medizinern der University of Bristol in den USA herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Nahrung und Depressionen gibt.

    In ihrer Untersuchung wurden 311 Männer, die sich vegetarisch ernährten und 39 Männern, die vegan aßen, zu ihrem mentalen Zustand befragt. Der Rest der 10.000 Männer die untersucht wurden aßen Fleisch, Milch und Eier.

    Das erschreckende Ergebnis: Vegetarier und Veganer hatten siginifikant höhere Depressionswerte. Je länger sie kein Fleisch aßen, desto höher waren die Werte.

    Als Grund dafür, wird angenommen, dass der Vitamin-B12-Mangel dafür verantwortlich ist. Das Vitamin ist fast ausschließlich in Fisch, Fleisch, Milch und Eiern enthalten. In geringen Mengen auch in Pilzen und verschiedenen Algen. B12 schützt neuronale Verbindungen im Gehirn und dient der Übertragung der Botenstoffen von Serotonin und Dopamin, welche für Glücksgefühle zuständig sind.

    Fehlt Serotonin und Dopamin fühlen wir uns müde und Abgeschlagen. Sogar Psychosen können sich entwickeln.

    Eine andere Erklärung der Forscher: Es könnte aber auch sein, dass Menschen, die zu Depressionen neigen sich eher vegetarisch oder vegan ernähren. Wie findet Ihr das, liebe Vegetarier/Veganer?

    Fest steht: Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, sollte mit seinem Arzt besprechen, ob Mangelerscheinungen vorliegen und diese im schlimmsten Fall mit Nahrungsergänzungen bekämpfen.

    Meine Erfahrung, Menschen, die zu psychosomatischen Krankheiten und Umweltängsten wie NOx neigen, ernähren sich auch eher vegetarisch und vegan. Leben aber damit keinesfalls gesünder und haben dadurch auch keine höhere Lebenserwartung. Zumal oftmals der Konsum von Gras hinzukommt. Dieses Klientel ist auch leichtgläubiger und empfänglicher für Umweltängste und grüne Lebensweisen.

  16. Die Konsequenz wäre eigentlich, seine Ängste vor NOx, Feinstaub und Klimawandel behandeln zu lassen und abzulegen und somit ein gesünderes und normaleres Leben führen zu können. Die Leute machen es aber genau anders herum. Sie möchten ihre Umwelt so verändern, dass alles Angstmachende beseitigt wird. Kaufen also bei Aleco und Alnatura ein und demonstrieren gegen NOx, Feinstaub und gegen den Klimawandel. Viele Psychologen sind übrigens auch in diesen Teufelskreislauf verfangen.

  17. Im Berliner Raum heißt die verbreitetste Bio-Kette „BIO COMPANY“. Ich war noch nie dadrin und hab auch nicht die Absicht, aber vom Immitsch her ist das ein reiner Konsumladen und die sind ganz klar profitorientiert aufgestellt.

  18. @anorak

    Geh mal rein. In diesen Läden liegt auch Infomaterial für Veranstaltungen, Demos, etc aus. Dort wird auch die NOx-Angst geschürt.

  19. kohlebetriebene Windräder als Sondierungserfolg einer möglichen Jamaika-Koalition -- F…N… 🙂
    wie schreibt Vera L. „…Jamaika hat eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt, eine zerfallende Infrastruktur und Banden, die von Drogenhandel und Schutzgelderpressung leben…“

  20. Gestern gelesen im Kommentarteil der Zeit online zum Thema Jamaika, Lindner gegen Merkel

    Franz … Kommenar gelöscht, bitte drücken Sie sich anständig aus

    seeufiger ….. Kommenar gelöscht, bitte vermeiden Sie unakzeptable Ausdrücke

    hikzufer …. Kommenar gelöscht, bitte vermeiden Sie Beleidigungen
    ….. usw. usf.

    Mich würde nur zu gerne interessieren, was diese „Diskutanten“ sich da alles so an den Kopf geworfen haben. Der Vollpfosten von Totalzensur bei der ach so „toleranten“ Zeit hatte mal wieder seine Anfälle von typisch wutbürgerlicher Scheissbesserei in den Kreisen der links-grün verseuchten Lückenjournailie.

  21. Solange die gelöschten Texte nicht bekannt sind, sollte man eine Wertung unterlassen.

  22. #20

    Die Online-Foren der meisten „Qualitätsmedien“ sind heute zensiert moderiert (Ausnahme heise.de) Dass dabei Meinungszensur stattfindet kann man ahnen, besonders auch bei ÖR (Noch eine lobenswerte Ausnahme: rbb-online.de ist nominell moderiert, aber sie lassen fast alles durch)

    Ich hab mir schon manchmal überlegt, ob man nicht unzensierte Alternativen einrichten sollte, also für jedes moderierte Forum einer Zeitschrift oder eines Senders ein namensgleiches Forum mit der gleichen Artikelgliederung, nur die Diskussion wäre unzensiert. Hürde ist natürlich die Bekanntmachung.

  23. @norak2 #22

    also für jedes moderierte Forum einer Zeitschrift oder eines Senders ein namensgleiches Forum mit der gleichen Artikelgliederung, nur die Diskussion wäre unzensiert. Hürde ist natürlich die Bekanntmachung.

    Sicherlich spielt da auch die Frage des Copyrights mit rein.

  24. @KG #23

    Sicherlich spielt da auch die Frage des Copyrights mit rein.

    Die Inhalte darf man natürlich nicht kopieren. Aber wenn man nur die Headline zitiert, auf den Beitrag auf der Original-Website verlinkt, und dazu schreibt „Hier könnt ihr darüber frei diskutieren“, was sollte rechtlich dagegen sprechen?

  25. @anorak2 #24
    In #22 klang das aber noch anders, daher mein Einwand.

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