Diesel: Merkel & Co. contra Grundgesetz

2. Februar 2018 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Energiewende, Innovationspolitik, Politik

Wir hatten in den letzten Tagen ein Anschauungsbeispiel erster Güte dafür, wie schnell mediale Hetzer mit falschen oder verdrehten Behauptungen eine unglaubliche Pogromstimmung gegen angeblich kriminelle Automanager entfachen können. Diesen wurde vorgeworfen, sie hätten aus niederen Beweggründen Affen und sogar Menschen illegal mit Abgasen gequält. Im Getöse dieses Shitstorms, der zeitweilig sogar das Aufmacherthema der Nachrichtensendungen war, ist vermutlich nur wenigen aufgefallen, welch schwerwiegenden Angriff auf das Grundgesetz unsere Regierung in diesem Zusammenhang durchführte.

 

Einer Meldung von „Spiegel Online“ zufolge forderte hierbei auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Aufklärung. Ihr Regierungssprecher Steffen Seibert wird mit folgender Aussage zitiert: „Diese Tests an Affen oder sogar Menschen sind ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen“. Die Autokonzerne, so Merkels Sprecher, hätten Schadstoffemissionen zu begrenzen und Grenzwerte einzuhalten und nicht die vermeintliche Unschädlichkeit von Abgasen zu beweisen.

 

Maul halten und kuschen

Abgesehen von der Tatsache, dass insbesondere die Versuche an Freiwilligen in Aachen überhaupt nichts mit der sogenannten Diesel-Abgasaffäre zu tun hatten, beweist unsere politische Führung mit diesen Aussagen, dass ihr die DDR-Verfassung vertrauter zu sein scheint als unser Grundgesetz. Denn hiermit wurde eklatant gegen eines unserer wichtigsten Grundrechte verstoßen: Das der Meinungsfreiheit. Der entsprechende Artikel 5 des Grundgesetzes stellt dazu in seinem Absatz 3 eindeutig fest: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

Diese Freiheit von Forschung und Lehre wird durch unsere Regierung ganz offensichtlich nicht respektiert. Zur Freiheit der Forschung bzw. der Universitäten gehört auch, dass sie ethische Aspekte ihrer Tätigkeit ohne regierungsamtliche Einmischung eigenverantwortlich abklären. Wenn dann eine Bundeskanzlerin erklären lässt, die Versuche seien in keiner Weise ethisch zu rechtfertigen, dann ist das ein Frontalangriff auf die Forschung. Versuche an Menschen und Tieren sind seit jeher fester Bestandteil des wissenschaftlichen Instrumentariums. Ihre Durchführung wird durch universitäre bzw. berufsständische Ethikkommissionen begleitet und beurteilt. Solange keine eindeutigen Rechtsverstöße nachgewiesen werden, hat der Staat sich herauszuhalten. Hiergegen wurde im vorliegenden Fall gravierend verstoßen.

 

Politik mit dem Rücken zur Wand

Hintergrund der ganzen Geschichte ist, dass unsere politischen Parteien inzwischen merken, dass sie sich mit ihrer Politik der „Dekarbonisierung zur Klimarettung“ in eine Sackgasse manövriert haben, aus der sie nicht mehr herausfinden. Angesichts der katastrophalen Stimmenverluste bei den letzten Wahlen versuchen die beiden größten Verlierer mit fast schon verzweifelten Manövern, sich irgendwie an der Macht zu halten und Sündenböcke zu finden, denen sie die Schuld für ihr eigenes Versagen aufbürden können. Vorzugs-Sündenbock ist hierbei die Autoindustrie.

Das Problem der Regierung: Die CO2-Emissionen des Landes gehen nicht so schnell zurück, wie die Klimakanzlerin sich das vorgestellt hatte. Neben einem massiven internationalen Gesichtsverlust drohen jetzt auch empfindliche Strafen seitens der EU. Die „bösen“ Kohlekraftwerke kann man nicht so schnell wie gewünscht stillsetzen, weil sonst massive Blackouts einen Volksaufstand provozieren und der Regierung ein jähes Ende bereiten würden. Also sucht man sich einen anderen Sektor, der ein lohnendes Ziel für verstärkte Maßnahmen zur „Dekarbonisierung“ darstellt, und das ist der Individualverkehr. Das ist jedoch nicht so einfach. Die goldenen Zeiten, in denen man den ungeliebten Individualverkehr wirksam eingrenzen konnte, indem man die Werktätigen mehr als 10 Jahre auf ihren Trabi warten ließ, sind leider vorbei. Angesichts der Widerstände hier im Westen hat man sich den hiesigen Verhältnissen kreativ angepasst.

 

Nieder mit dem Privatauto

Die entsprechende Kampagne läuft bereits seit etlichen Jahren und wurde auch längst mithilfe der EU in Gesetzesform gegossen. Die unsinnigen Grenzwertvorgaben bezüglich Emissionen – egal ob Feinstaub, NO2 oder CO2 – wurden schon vor mehr als einem Jahrzehnt auf Kiel gelegt. Automatische Verschärfungen alle paar Jahre sorgen dafür, dass den Automobilherstellern ebenso wie den Autofahrern die Luft schön langsam immer weiter abgedrückt wird. Egal welche unsinnigen Vorgaben die Ingenieure bei VW, BMW oder Daimler mit unendlichen Mühen und Kosten auch immer einzuhalten vermögen: Kaum ist das vorgehaltene Stöckchen übersprungen, wird es höher gehalten mit der Aufforderung, jetzt auch darüber zu springen. Es ist wie mit dem Hasen und dem Igel: Am Ende der Furche stellt man fest, dass man trotz aller Anstrengungen wieder verloren hat. Begleitet wird dies von einer seit vielen Jahren immer schriller werdenden Hass- und Verleumdungskampagne mit verlogenen Zahlen über angebliche Todeszahlen durch Stickoxide, Feinstaub, Klimagase etc. Die Medien machen bei diesem Spiel begeistert mit. Wenn die Gemobbten versuchen, sich zu wehren und beispielsweise diese immer schärferen Grenzwertvorgaben zu hinterfragen, tobt die Meute der Journaille – so wie in den letzten Tagen geschehen – erst recht mit massivsten Verleumdungen los. Und mitten in diesem Shitstorm kommt dann der Herr Regierungssprecher daher und stellt in arrogantem Tonfall fest, die Autokonzerne hätten Schadstoffemissionen zu begrenzen und Grenzwerte einzuhalten und nicht die vermeintliche Unschädlichkeit von Abgasen zu beweisen. Das beweist vor allem eines: Unsere Regierung tritt sowohl die Meinungsfreiheit als auch die Freiheit von Forschung und Lehre mit den Füßen.

 

Die Dekarbonisierung in ihrem Lauf…

Sowohl den Autoherstellern als auch den Bürgern sollte eigentlich klar sein, dass dieses Spiel weitergehen wird, bis das Volk auf seine individuelle Mobilität verzichtet hat. Dabei ist man sehr flexibel: Kaum hat die Automobilindustrie bezüglich der Versuche den Kotau gemacht, Buße gelobt und ein paar Unglückliche bestraft, da tauchen in der Presse Berichte über die „plötzlich“ entdeckte (dabei jedem Eingeweihten seit langem bekannte) Schädlichkeit der Abgase von Benzinmotoren auf. Wie die Zulassungszahlen belegen, haben in letzter Zeit viele geglaubt, künftigen Enteignungen entgehen zu können, indem sie einen Benziner statt eines Diesels kauften. Das kann sich schon bald als erneuter teurer Reinfall erweisen. Und auch „Stromer“ sind keine sichere Zuflucht, denn es gibt inzwischen auch dazu bereits Studien, die eine erschreckende Umweltschädigung auch dieser Antriebsart belegen. Sobald es den Herrschenden passt, werden die netten Leute in den Radaktionsstuben auch diese Argumente nutzen, um E-Autobesitzer als Tier- und Menschenfeinde an den Pranger zu stellen. Vierjährige Kinder, die im Kongo die entsprechenden Rohstoffe aus der Erde buddeln, liefern schliesslich noch bessere Argumente als Affen oder menschliche Probanden.

Unsere Regierung ist eisern entschlossen, Deutschland zu „dekarbonisieren“. Koste es was es wolle. Und auf diesem Weg wird sie sich durch nichts aufhalten lassen. Nicht durch Arbeitsplätze im Automobilsektor und auch nicht durch das Grundgesetz. Die Bundestagssitzung am 2. Februar wird hierfür wieder Anschauungsmaterial liefern.

Fred F. Mueller

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24 Kommentare
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  1. Vielleicht wäre es einfacher Begriffe auszutauschen. Dekarbonisieren=entmobilisieren oder entmündigen. Die Befürworter denken, es ginge nach der e-Mobilisierung einfach weiter wie bisher und alles wird gut. Gibt es schon Überlegungen, den zukünftigen Verkehrswegeplan nur noch pro forma zu erstellen? Wofür noch neue Verkehrswege?

    An verlogenen Berichten und Diskussionen fehlt es nicht. Der Reporter, sagen wir aus dem berüchtigten „Rechercheverbund ÖR, SZ , berichtet über unhaltbare Zustände beim Abbau von Kobalt, bei der Textilherstellung usw. . Trotzdem trägt er diese Kleidung und nutzt ein Smartphone und kam per Flugzeug. Genau wie die 25000 Teilnehmer der Klimakonferenz. Es ging eben nicht anders……. tönt es von Teilnehmern und Veranstalter. Ein Land, drei Teilnehmer und Punkt aus. Das wäre mal ein Zeichen gewesen.
    Niemand hier verschließt sich Neuerungen in Sachen Umweltschutz, aber im Moment sägen ganz wenige Menschen an vielen Ästen in der Hoffnung, ihnen bleibe noch der Stamm. Niemand der wissenden Verantwortlichen traut sich noch was. Feiglinge !!!! Ein Helmut Schmidt hätte gesagt: Wer Visionen hat………..

  2. Nichts fürchtet die uns beherrschende und bevormundende Clique so sehr wie die Realität.
    Es könnte ja bei solchen Versuchen am Ende herauskommen, dass die sogenannten Grenzwerte viel zu niedrig angesetzt sind. Das würde für das herrschende Regime bedeuten, keine Argumente mehr zu haben, um uns noch mehr zu gängeln und vor allem noch mehr Abgaben zu erpressen.

  3. Ein Teilnehmer der Studie in Aachen hat sich jetzt vor versammelter Presse zur Wort gemeldet. Es hält das alles nicht für schlimm, es ist ihm nicht passiert und er kann nicht verstehen, dass das jetzt so hochgekocht wird. Allerdings wurde nur in den Kurznachrichten darüber berichtet. Die Grünen hingegen debattieren das Thema gerade groß im Bundestag.

    Und die Politik unter Merkel reagiert einfach nur auf die Presse, regiert aber seit Jahren schon nicht mehr.

    Wenn alle schreien, die armen Flüchtlinge, macht Frau Merkel die Grenzen auf, wenn alle schreien, die Kommunen und Behörden sind überlastet, werden die Außengrenzen dicht gemacht, wenn alle schreien Fukushima und AKWs sind ganz schlimm, so werden alle AKWs dicht gemacht, wenn alle schreien Glyphosat und Dieselabgase sind ganz schlimm, so werden Verbote ausgesprochen und die Grenzwerte verschärft, wenn alle schreien Versuche mit Affen und Menschen sind ethisch nicht korrekt, werden Köpfe rollen und die Schuldigen gesucht und durch die Journalisten fertig gemacht.

    Eine Marionettenregierung. Politiker von heute haben nicht mehr die Courage unbequeme, aber richtige Entscheidungen zu treffen.

    Gestern war übrigens bei Lanz der Prof. von der Uni Aachen, der die E-Scoter für die Post entwickelt hat. Auch er sah an den Versuchen seiner Kollegen an der Uni Aachen nicht Außergewöhnliches, würde selbst solche Versuche aber nicht machen. Seine E-Scoter wurden aber bei Lanz als voller Erfolg gewertet und nichts von den liegen gebliebenen Mobilen bei der Post berichtet. Der Prof. gab aber zu, das E-Mobile nur für Kurzstrecken geeignet sind. Für Langstrecken würde er auf Hybridfahrzeuge setzen.

  4. Merkels Devise lautet übrigens, nur keine Experimente. Sie reagiert nur auf Druck der Presse. Innerpolistische Probleme sitzt sie einfach aus. Das hat sie von Kohl übernommen. Eine Politik des Stillstandes und ohne Zukunft.

  5. Mal eine sprachliche Anmerkung: Die Bundeskanzlerin sprach von ‚ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen‘. Das ist nicht nur völliger Unsinn, sondern auch gegen den Sinn der Sprache:

    ethisch
    1. die Ethik betreffend, zur Ethik gehörend
    2. auf einer Ethik beruhend, dazugehörend; von sittlichem Verhalten bestimmt, davon zeugend; sittlich

    Das sagt eigentlich so noch nichts. Gibt es denn allgemeinverbindliche Regeln, die ethisch sind ? Man kann da einen Wertekanon zwar definieren, aber dieser dürfte stets umstritten bleiben. Weiter zu den Wortbedeutungen:

    Ethik
    1.a philosophische Disziplin oder einzelne Lehre, die das sittliche Verhalten des Menschen zum Gegenstand hat; Sittenlehre, Moralphilosophie
    1.b die Ethik darstellendes Werk
    2. (bildungssprachlich) Gesamtheit sittlicher Normen und Maximen, die einer [verantwortungsbewussten] Einstellung zugrunde liegen
    3. Ethik als Schulfach

    Nun ist bekannt, dass bereits Ethikkommissionen diese Forschungen geprüft haben und nicht beanstandet haben. Folglich ist es von Menschen, die eigens dafür ausersehen wurden, zu einem völlig entgegengesetzten Urteil gekommen. Es ist im Zuge der Meinungsfreiheit natürliche jedem überlassen, beliebige Urteile zu äußern, mögen diese auch noch so abwegig und absurd sein. Aber es verträgt sich nicht mit den höchsten Staatsämtern, absurde Verlautbarungen zu geben. Denn sachlich falsch ist die Diktion der Bundeskanzlerin offensichtlich. Es wurde bereits gezeigt, dass diese Forschung ethisch zu rechtfertigen ist.

    Bestenfalls kann die Bundeskanzlerin sich nur auf ihre persönliche Moral beziehen oder die einiger Medienverantwortlicher, die ihrerseits den Anspruch erheben, der Hüter der Moral zu sein. Selbst der Papst darf diesen allgemeinverbindlichen Anspruch (für Katholiken) nur dann erheben, wenn er eine Aussage ausdrücklich als Ex Cathedra deklariert …. und das haben bereits viele Päpste gar nicht mehr gemacht.

    Ich halte es dagegen für unmoralisch, potentielle Gefährdungen nicht angemessen wissenschaftlich zu untersuchen. Ich wüsste nicht, wie man die Wirkungen von NO2 ohne Tests am Menschen und Tieren untersuchen kann.

  6. @Landvoigt

    Die Bundeskanzlerin folgt lediglich wieder dem Meinungsdruck der Presse und der Meinung der gutgläubigen Menschen, welche der Presse folgen. So kann die Presse im Gegenzug Frau Merkel für ihre Weitsicht loben und die Wähler sind ihr weiterhin sicher.

  7. @ Michael Krüger 2. Februar 2018 13:54

    Hier bin ich geneigt zu schreiben: Das ist ‚ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen‘.

  8. Das Irrenhaus hat wieder getagt:

    Die Affäre um Abgastests an Menschen und Affen war am Freitag Thema im Bundestag. Die Grünen hatten eine Aktuelle Stunde beantragt. Sie wollten wissen, ob die Bundesregierung bereits vor Bekanntwerden der Affäre am vergangenen Wochenende von den „zwielichtigen Methoden“ der Autoindustrie wusste und inwieweit diese Methoden aus öffentlichen Geldern finanziert wurden.

    Der neue Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Grünen-Politiker Cem Özdemir, warf der Autoindustrie und „ihren Freunden in der Politik“ vor, ihre Machenschaften gefährdeten nicht nur die Gesundheit der Menschen sondern schädigten zugleich den Ruf der Produkte „made in Germany“ und damit den Standort Deutschland. Deutschland müsse „endlich aufhören, Jobs und Gesundheit gegeneinander auszuspielen“ und stattdessen forciert die Verkehrswende hin zum emissionsfreien Auto mit intelligenten Mobilitätskonzepten einleiten.

    Er erneuerte den Ruf der Grünen nach einer Blauen Plakette: Nur sie könne den Kommunen wirksam helfen, die Stadtluft sauberer zu machen.

    Die Linken forderten erneut Strafzahlungen für die Automobilhersteller und flächendeckende Nachrüstung der Dieselmotoren. Es liege an der „Ignoranz der Regierung, dass wir alle, die gesamte Bevölkerung, Versuchstiere in einem deutschlandweit angelegten Abgastest sind“, sagte auch die Abgeordnete Ingrid Remmers (Linke). Das politische Signal sei: „Die Autoindustrie steht über dem Gesetz“.

  9. Wenn man weiß, dass die Automobil-Industrie eine Schlüsselindustrie ist, an der maßgeblich Wertschöpfung und Arbeitsplätze hängen, ist es erstaunlich, mit wie wenig Sachverstand völlig normale Vorgänge skandalisiert werden. Natürlich ist das kein Freibrief für Manager, nach belieben betrügen zu dürfen, aber auch kein Recht von Politikern, die Ganz, die die goldenen Eier legt, zu schlachten, weil es gerade mal Quote bringt. Man ist mit Leibeskräften und ohne Not dabei, den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen.

  10. FM [oben]

    ist vermutlich nur wenigen aufgefallen, welch schwerwiegenden Angriff auf das Grundgesetz…

    das war 2015 viel krasser mit allen Folgen.
    Selbst in dieser guten Zusammenfassung Warum Angela Merkel die Grenzen nicht schließen ließ wird auf „Dublin ausser Kraft setzen“ etc. hingewiesen, jedoch nicht den Grundgesetz-Verstoß.
    26.1.18 Wir haben Euch NICHT vergessen! Untersuchungsausschuss Merkel: AfD bleibt dran
    s.a. Absatz „Es gilt für einige Juristen und alle EU-Politiker als feststehende Tatsache, dass das EU-Recht das Grundgesetz überlagert…“

  11. Ich dachte, Hetze sei ab jetzt in der Gesellschaft verpöhnt.
    Ach so… wenn die grün lackiert, dann ist’s gut und erlaubt und erwünscht.
    na dann -- grün heil!

  12. beweist unsere politische Führung mit diesen Aussagen, dass ihr die DDR-Verfassung vertrauter zu sein scheint als unser Grundgesetz. Denn hiermit wurde eklatant gegen eines unserer wichtigsten Grundrechte verstoßen: Das der Meinungsfreiheit. Der entsprechende Artikel 5 des Grundgesetzes stellt dazu in seinem Absatz 3 eindeutig fest: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

    Nitpick: Die Verfassung(en) der DDR garantierten Meinungsfreiheit, die erste auch Freiheit der Wissenschaft.

    Im Detail: Die DDR hatte während ihrer Existenz 3 Verfassungen: 1949, 1968 und 1974. In allen dreien wird Meinungsfreiheit garantiert, in der ersten auch die Freiheit der Wissenschaft. Die erste Verfassung von 1949 unterscheidet sich in nichts von der eines x-beliebigen westeuropäischen Landes. Demokratie, Gewaltenteilung, Grundrechte und Föderalismus sind darin enthalten, von Sozialismus kein Wort. Die letzten beiden sind dagegen ganz klar sozialistisch, aber Grundrechte und Demokratie sind darin auch festgelegt.

    Nur dass das alles nur auf dem Papier stand und in der Realität übergangen wurde. Es gab z.B.den Straftatbestand „Staatsfeindliche Hetze“, ein Gummiparagraph unter den jede missliebige Meinungsäußerung fallen konnte. Damit wurde die in der Verfassung nominell deklarierte Meinungsfreiheit praktisch ausgehebelt.

  13. Unsere Regierung ist eisern entschlossen, Deutschland zu „dekarbonisieren“.

    Das glaube ich nun nicht, zumindest nicht die Merkel. Die ist zu gar nichts eisern entschlossen, sondern sie ist eine aalglatte Opportunistin. Sie schlägt sich immer auf die Seite der gefühlten Mehrheit unter den „Eliten“, bzw. dessen was gerade als politisch korrekt gilt. Das erklärt auch ihre vielen U-Turns.

    Für den Wähler ist das natürlich die absolute Gegenanzeige. Egal was deine politische Meinung sein mag, einen Politiker der überhaupt keinen erkennbaren Standpunkt hat sondern sein Fähnchen stets nur nach dem Winde hängt, solltest du auf keinen Fall wählen. Die Mehrheit der Deutschen hat das aber bis heute nicht gerallt, sondern sie ist „beliebt“. Das ist was uns eigentlich Sorge machen sollte, das zeigt nämlich dass die Deutschen ziemlich blöde sind.

  14. @MK #3

    Eine Marionettenregierung. Politiker von heute haben nicht mehr die Courage unbequeme, aber richtige Entscheidungen zu treffen.

    Das kann man so nicht verallgemeinern. Merkel und ihr Umfeld sind Opportunisten, aber Kleinparteien wie FDP, Grüne und Linke sind ihren jeweiligen Programmen durchaus treu.

  15. Sie schlägt sich immer auf die Seite der gefühlten Mehrheit unter den „Eliten“, bzw. dessen was gerade als politisch korrekt gilt. Das erklärt auch ihre vielen U-Turns.

    Für den Wähler ist das natürlich die absolute Gegenanzeige. Egal was deine politische Meinung sein mag, einen Politiker der überhaupt keinen erkennbaren Standpunkt hat sondern sein Fähnchen stets nur nach dem Winde hängt, solltest du auf keinen Fall wählen. Die Mehrheit der Deutschen hat das aber bis heute nicht gerallt, sondern sie ist „beliebt“. Das ist was uns eigentlich Sorge machen sollte, das zeigt nämlich dass die Deutschen ziemlich blöde sind.

    Dem kann ich nur zustimmen. Die Deutschen sind das dümmste Volk in der EU, aber übernehmen dort die Führungsrolle. Die Polen wollen jetzt auch raus aus der EU, wegen Merkel. Die Engländer sind auch bald raus.

    Was mich wundert, nach fast einem halben Jahr ohne neue Regierung begehrt das Volk nicht mal gegen Merkel und Co. auf. Außer der Osten natürlich, der hat ja schon einmal seine Erfahrungen mit Regierungen und deren Versprechungen gemacht. Gestern war dazu eine Dokureihe im TV. Was ich nicht wusste, die DDR hatte den höchsten Alkohol pro Kopf Verbrauch der Welt. Vermutlich, weil die Verhältnisse anders nicht mehr erträglich waren.

    Jetzt wundern sich übrigens gerade Städte und Kommunen, dass kaum noch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht, trotz Mietbremse.

  16. PS

    Die Sozialisten würden jetzt Plattenbausiedlungen hochziehen. Aber anstatt dessen empört man sich über NOx-Versuche und Ethik. Und die Planziele werden alle erfüllt. Bis 2030 65% Strom aus EE und es fahren dann nur noch E-Mobile. Ganz bestimmt. Auch die Tierschützer von Peta regen sich jetzt über die Affenversuche auf. Die Großställe sind und Qualhaltungen sind auf einmal nebensächlich. Auch der Konsum von Billigfleisch. Aber die lieben Affen, die tun einem unheimlich leid.

  17. PPS

    Den Schwarzen Kanal mit Sudel von Ede (mit Haus und eigener Limousine, aber strammer Antikapitalist und Sozialist) und die Aktuelle Kamera haben die DDR-Bürger übrigens nicht eingeschaltet. Die waren damals den Westdeutschen schon weit voraus.

  18. Die Insekten und Bienen will die Bundesregierung übrigens auch retten, darauf konnte man sich in den Koalitionsverhandlungen einigen.

  19. Der entsprechende Artikel 5 des Grundgesetzes stellt dazu in seinem Absatz 3 eindeutig fest: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

    Zur Freiheit der Forschung bzw. der Universitäten gehört auch, dass sie ethische Aspekte ihrer Tätigkeit ohne regierungsamtliche Einmischung eigenverantwortlich abklären.

    Wir leben im Kapitalismus. Daher wird Forschung an Universitäten auch durch Unternehmen finanziert. Nun ist das Ziel von Unternehmen Geld zu verdienen und nicht ethisch oder moralisch einwandfrei zu handeln. Wenn aber Geld einen höheren Stellenwert hat als Ethik, so ist das Klonen von Menschen oder das Eirzeugen eines Mensch-Tier-Hybriden kein Problem mehr.

  20. @ oxybenzol 4. Februar 2018 11:53

    Wir leben im Kapitalismus. Daher wird Forschung an Universitäten auch durch Unternehmen finanziert.

    Der Begriff Kapitalismus hat zwar mit der sozialen Marktwirtschaft, wie sie eingeschränkt heute gilt, war wenig zu tun, aber dafür ist auch keine zwingende Verbindung zur Forschung begründet. Aber: Was ist schlecht daran? Waswäre die Alternative? Forschungseinrichtungen der Industrie ohne Verbindungen zur Universität?

    Nun ist das Ziel von Unternehmen Geld zu verdienen und nicht ethisch oder moralisch einwandfrei zu handeln.

    Ein falsches Dilemma. Wenn z.B. betrogen oder andere ethisch fragwürdige Entscheidungen getroffen werden, besteht das Risiko, dass dies zu erheblichen Strafen oder Image-Verlusten führt. Darum sollten hier in der Regel keine Gegensätze entstehen.

    Wenn aber Geld einen höheren Stellenwert hat als Ethik, so ist das Klonen von Menschen oder das Eirzeugen eines Mensch-Tier-Hybriden kein Problem mehr.

    Das hat aber nichts mit dem Geld-Verdienen oder dem ‚Kapitalismus‘ zu tun.

  21. Nichts fürchtet die uns beherrschende und bevormundende Clique so sehr wie die Realität.

    Sie fürchtet vor allem den informierten, gebildeten, selbständig denkenden, finanziell unabhängigen Bürger. Da die Nomenklatura der Mittelmäßigkeit mit ihren Verteilungsorgien diesen nicht erreichen kann, wurde dieser zum Feindbild erklärt.
    -- Gegen Information setzt sie Desinformation und das Mittel der Zersetzung ein (z.B. NetzDG, ÖR Rundfunk)
    -- Gegen Bildung gibt es das Mittel der Bildungspläne, der Genderwissenschaften sowie die Flutung mit Analphabeten
    -- Gegen selbstständiges Denken hilft „Durchregieren“ , soziale Ausgrenzung und Rufmord
    -- Gegen finanzielle Unabhängigkeit helfen Steuern und Abgaben

  22. John Lennon wußte es

    „Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran.“ 

    Lennon argumentiert, wir benötigen keine Regierungen: „Das Volk hat die Macht, alles was wir tun müssen ist diese Macht im Volk zu wecken,“ während er die Hand von Yoko hält. „Die Menschen haben das nicht begriffen. Sie sind nicht darauf getrimmt zu realisieren, dass sie die Macht haben. Das System ist so ausgelegt damit alle glauben, der Staat wird alles richten. Wir sind aber der Staat.“ 

  23. @Martin

    Ein falsches Dilemma. Wenn z.B. betrogen oder andere ethisch fragwürdige Entscheidungen getroffen werden, besteht das Risiko, dass dies zu erheblichen Strafen oder Image-Verlusten führt. Darum sollten hier in der Regel keine Gegensätze entstehen.

    Wir haben Gesetze, die sagen , was wir nicht machen dürfen und dennoch haben die Gerichte kein Beschäftigungsproblem. Verbrechen lohnt sich, wenn man nicht erwischt wird.

  24. Das Narrenhaus tagt wieder. Merkel nur noch eine Lachnummer.

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