Diesel: Wie der RBB das Volk hinter die Fichte führt

21. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Mobilität, Politik

Deutschlands politische und mediale Eliten blasen zum Krieg gegen das angeblich klima- und gesundheitsgefährdende Automobil. Da man damit nahezu das ganze Volk trifft, von den knapp 1 Mio. Beschäftigten der Branche über zahllose Mitarbeiter bei Zulieferern und Werkstätten bis zu den rund 45 Mio. Autobesitzern, greift man zur Salamitaktik. Deshalb wird zurzeit der Diesel-PKW als angeblich gesundheitsschädlicher Schmutzfink in die Ecke gestellt. Er soll die Luft in den Städten verpesten und jedes Jahr zigtausende Tote verursachen. Eine besondere Pointe bei dem üblen Spiel der Medien setzte am 12.12.2017 der RBB-Journalist und engagierte Klimaaktivist Robin Avram mit einer in Rundfunk, Fernsehen sowie online breit ausgewalzten Kampagne zur Untersuchung der NO2-Werte in Berliner Straßen, die unter dem Slogan „Abgasalarm“ präsentiert wurde. Hierzu eine kurze kritische Wertung.

„Mehr Berliner als bislang bekannt sind zu hoher Stickoxid-Belastung ausgesetzt – das zeigen Messungen von rbb|24 und der TU Berlin. Das Problem ist flächendeckend: An 73 Standorten liegen die Werte über dem Grenzwert. Unsere Datenanalyse zeigt die Belastung in Ihrer Nähe“ – so reißerisch steht es in dem Online-Text, den der RBB dazu veröffentlicht hat [RBBA]. Und weiter: „Unsichtbar und gesundheitsgefährdend: Stickoxide sind eines der größten Umweltprobleme des Landes Berlin. Recherchen von rbb|24 zeigen: Weitaus mehr Einwohner als bislang bekannt sind von einer zu hohen Stickoxid-Belastung in der Atemluft betroffen. Dass Berlin nicht nur an einigen Stellen, sondern ein flächendeckendes Luftverschmutzungsproblem hat, zeigt eine aufwändige Stickoxid-Messreihe, die der Rundfunk Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) durchgeführt hat“.

 

Mit der dicken Angstmach-Keule…

Etwas später kommt dann die Angstmache gleich mit der ganz dicken Keule: Unter der Zwischenüberschrift „Ein Jahr weniger Lebenszeit an vielbefahrenen Straßen“ folgt die Warnung: „Die Auswirkungen von Stickoxiden auf die Gesundheit sind groß: Die Lunge und das Herz-Kreislaufsystem werden belastet. Die Atemwege können sich entzünden, was negative Auswirkungen anderer Luftschadstoffe wie Feinstaub verstärkt. Folgen können Atemnot, Bronchitis, Lungenödem und Lungenfunktionsminderung sein. Besonders gefährdet sind chronisch Lungenkranke wie Asthmatiker, aber auch Senioren und Kinder”.

Anschließend darf die bekannte Aktivistin Prof. Dr. Barbara Hoffmann von der Universität Düsseldorf als Sprachrohr der Wissenschaft orakeln: „Im Mittel leben wir alle durch die Belastung durch Feinstaub und Stickoxid zehn Monate kürzer. Wer an einer starkbefahrenen Straße lebt, hat dabei eine höhere Wahrscheinlichkeit, mehr Lebenszeit zu verlieren als im Durchschnitt“. Um dann eine Hochrechnung der Europäischen Umweltagentur, wonach 2016 in ganz Deutschland 12.860 Menschen wegen Stickoxiden vorzeitig starben, als „unterm Strich für seriös“ zu werten.

Bild 2. Solche unbequemen Wahrheiten des Diesel-Untersuchungsausschusses des Bundestags [BUTA] werden vom RBB totgeschwiegen. Stattdessen serviert man uns Horrormeldungen über „Diesel-Tote“

Bild 2. Solche unbequemen Wahrheiten des Diesel-Untersuchungsausschusses des Bundestags [BUTA] werden vom RBB totgeschwiegen. Stattdessen serviert man uns Horrormeldungen über „Diesel-Tote“

Extrem einseitige Auswahl der „Experten“

Die Zahl anderslautender Fachmeinungen in diesem Beitrag ist exakt: NULL. Dies kann man mit Fug und Recht als Extrembeispiel für die Missachtung jeglicher Pflichten eines Journalisten zur Ausgewogenheit bei der Berichterstattung bezeichnen. Es gibt nämlich jede Menge Wissenschaftler mit anderen Ansichten. Solche Wissenschaftler mit Sachkenntnis über gesundheitliche Auswirkungen von Stickoxiden finden sich in Deutschland z.B. in den beiden Fachgremien, welche für die Festlegung von Grenzwerten am Arbeitsplatz (MAK-Kommission, 36 Mitglieder) bzw. in Büros und Privaträumen (Ausschuss für Innenraumrichtwerte, 18 Mitglieder) zuständig sind. Es ist seitens des Herrn Avram und des RBB schon eine ziemliche Dreistigkeit, diesen insgesamt 54 meist hochrangigen Wissenschaftlern, deren Kernkompetenz der Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen ist, eine derart extreme Einzelmeinung sozusagen vor die Nase zu setzen und so zu tun, als ob diese Einzelperson die einzig entscheidende medizinische Kapazität bezüglich der Beurteilung der Gesundheitsschädlichkeit von NO2 sei.

Zu diesem Thema hat es immerhin erst vor kurzem einen Untersuchungsausschuss des Bundestages gegeben, auf dem zahlreiche Experten zum Thema „Gefahren durch Abgase“ angehört wurden. Und die dort gezogenen Schlussfolgerungen lauteten ganz anders:

„– Die Kausalität unterstellende Aussage, jährlich würden 10.000 Menschen durch Verkehrsemissionen sterben, ist auch nach Ansicht des Ausschusses nach dem Ergebnis der Sachverständigenanhörung nicht haltbar.

– In Deutschland bestehen keine toxikologisch bedenklichen NO2-Werte in öffentlich zugänglichen Bereichen.

– Es gibt keine wissenschaftlich erwiesenen Zahlen dazu, wie viele Menschen aufgrund grenzwertüberschreitender NO2-Expositionen erkrankt oder gar gestorben sind.

Überschreitungen von NO2-Grenzwerten an bestimmten Orten allein haben relativ wenig Aussagekraft. Es kommt vielmehr auf die an einem Ort bestehende Komposition bzw. Mischung mit anderen „Giftstoffen“ an“.

Bild 3. Zitat aus dem Abschlussbericht des Diesel-Untersuchungsausschusses des Bundestags

Bild 3. Zitat aus dem Abschlussbericht des Diesel-Untersuchungsausschusses des Bundestags

 

Fragwürdige Messkampagne

Bezüglich der durchgeführten Messkampagne kann man mit wenigen Worten feststellen, dass diese wohl kaum wissenschaftlichen Kriterien genügen dürfte. Bei der Beurteilung von Stickoxidgehalten ist allein der Jahresdurchschnitt entscheidend, da dieser ständigen Schwankungen unterliegt, die im Tages-, Wochen-, und Jahresrhythmus auftreten. In der Regel ist es dazu erforderlich, dass mehrjährige Messreihen mit den gleichen Methoden an den gleichen Orten durchgeführt werden.

Das trifft bei der hier präsentierten Kampagne nicht zu. So wurde nur an zwei Monaten und in der kalten Jahreszeit gemessen, wenn die Immissionen durch Heizungen nach oben getrieben werden. Was das bedeutet, erkennt man bei der Analyse einer Untersuchung des Bayrischen Landesamtes für Umwelt an der Landshuter Allee, einem der beiden extremsten „Hotspots“ in Deutschland. Hier zeigten sich Unterschiede des sogenannten „städtischen Hintergrunds“ – das ist derjenige Anteil, der nicht von den örtlichen Emissionen des Verkehrs stammt – von 31 µg/m3 in der kalten Jahreszeit (Wochen 3-11) zu lediglich 16 µg/m3 im Sommer (Wochen 25-32). Berechnet man den Mittelwert aller Messdaten der RBB-Kampagne, so kommt man übrigens trotz aller Alarmschreie auf lediglich 43 µg/m3. Berücksichtigt man dazu die Messungenauigkeit der verwendeten Passivsammler von immerhin 10 %, so liegt der NO2-Gehalt der Berliner Luft im Durchschnitt selbst im Winter im Rahmen der Vorschriften. Im Sommer dürfte er nochmals deutlich darunterliegen.

Wie tendenziös das Vorgehen war, lässt sich auch an folgender Aussage erkennen: „An Hand der Verkehrsstärkekarte im Berliner Umweltatlas wurden Messstandorte ausgewählt, wo eine hohe Belastung zu vermuten war und/oder viele Bewohner betroffen sein konnten“. Deshalb nimmt es nicht Wunder, dass allein acht der 131 Messstellen an stark befahrenen Autobahnen liegen. Schon auf den ersten Blick sticht noch eine weitere hervor, und zwar die am Görlitzer Bahnhof. Dies ist ein Knotenpunkt für Buslinien, und gerade ältere Busse mit veralteten Abgasnachbehandlungssystemen sind besonders üble „Stinker“, die weit überproportionale Mengen an Ruß und Stickoxiden ausstoßen. Da der Hochbahnhof wie ein Dach wirkt und den Luftaustausch nach oben behindert, sind hier Extremwerte quasi garantiert. Es dürfte noch etliche weitere solcher „geschickt gewählter“ Messstandorte geben.

Bild 4. Eine weitere „unbequeme Wahrheit“ des Bundestags-Untersuchungsausschusses zur Dieselaffäre

Bild 4. Eine weitere „unbequeme Wahrheit“ des Bundestags-Untersuchungsausschusses zur Dieselaffäre

 

Wie man Messwerte manipulieren kann

Eine Erläuterung zu den Messmethoden im RBB-Bericht zeigt mit seltener Deutlichkeit auf, was von solchen Messkampagnen zu halten ist, wenn sie von Auftraggebern organisiert werden, die ein eindeutiges Ziel – nämlich die Diskriminierung des Verbrennermotors – verfolgen. In den Erläuterungen zu Messmethode und Daten steht: „Luftströme sind hochkomplex – das weiß jeder, der schon einmal Seifenblasen beobachtet hat: Es ist unmöglich vorherzusagen, wohin die Seifenblasen fliegen. Sicher ist nur: Jede Blase nimmt einen anderen Weg. Ähnlich verhält es sich mit Luftschadstoffen, deren Verteilung auch nur zum Teil erklärbar ist. Wind, Niederschlag, Bebauung, Verdünnung mit der Atmosphäre aber auch chemische Reaktionen können zu ganz anderen Werten selbst in unmittelbarer Nähe führen“.

Soll heißen: Wer sich damit auskennt, kann Messstellen so platzieren, dass sie das messen, was er gerne finden möchte. RBB-Mann Robin Avram dokumentiert doch schon durch die Wahl der „wissenschaftlichen Begleitmusik“ zur Sendung sowie den breiten Raum, den er den Herrschaften von der „Deutschen Umwelthilfe“ in seinem Bericht einräumt, dass er Partei genommen hat und keinerlei Interesse an einer objektiven Berichterstattung hat. Es ist kaum anzunehmen, dass er seine Vorstellungen gegenüber den ausführenden Institutionen verheimlicht hat. Und wenn dann schon im Bericht steht: „Die Passivsammler wurden vor Ort von Studenten an geeigneten Stellen aufgehängt“, dann dürfen an der Objektivität der Ergebnisse leichte Zweifel erlaubt sein.

 

Manipulation bei den Grenzwertangaben

Abschließend sei noch auf eine weitere subtile Methode hingewiesen, die zeigt, mit welchen Methoden Medien wie der RBB die Öffentlichkeit hinter die Fichte führen. Bei der Angabe der Luftgrenzwerte wird einfach unterschlagen, dass für Innenräume – Wohnzimmer, Kinderzimmer, Büroräume, Schulen, Krankenhäuser und Hochschulen – ein erheblich höherer NO2-Grenzwert von 60 µg/m3 gilt, obwohl sich der durchschnittliche Mitteleuropäer zu rund 90 % in solchen Innenräumen und nicht auf der Straße aufhält [AIR, AIRA, HIST]. Deshalb ist das ganze Getue über die „Vergiftung“ unserer Bevölkerung durch NO2 in der Luft auf der Straße schlicht Unsinn, einfach nur Panikmache und sonst gar nichts. Unsere Politik hat uns einen unsinnig niedrigen Grenzwert ohne Konsultation der zuständigen Fachleute aufoktroyiert und ist eher bereit, gigantische Schäden für den einzelnen Bürger ebenso wie für die ganze Volkswirtschaft in Kauf zu nehmen, als ihren Irrtum einzugestehen. Der RBB agiert hierbei als Staatsfunk – ganz wie zu Zeiten des Karl-Eduard von Schnitzler unseligen Angedenkens.

 

Zustände wie in der Anstalt

Wenn man sich dies alles vor Augen führt, kann man sich nur fragen, wie es eine hochtechnisierte Nation wie Deutschland zulassen konnte, sich von einer Handvoll Umwelthysteriker in die derzeitige missliche Lage manövrieren zu lassen. Künftige Generationen werden sich verständnislos an die Stirn fassen. Wie konnte man nur Ökofanatikern wie dem DUH, die zugegebenermaßen Meister der Manipulation sind und willige Helfer in Behörden und Medien fanden, soviel Einfluss zugestehen. Nicht zu vergessen ist dabei die Rolle der EU, die uns den ganzen Schlamassel mit ihrer unsinnigen Vorgabe von 40 μg/m3 erst eingebrockt hat. Dem aktuellen „noch mehr EU“-Geschrei der Verantwortlichen insbesondere bei der SPD sollte man angesichts solcher Erfahrungen mit äußerstem Misstrauen begegnen.

 

Fakten und „Faktenfinder“

Die Analyse der von „Faktenfindern“ a la Robin Avram vom RBB präsentierten Berichte zeigt, dass man sich dort alles andere als kritisch-investigativ mit dem Thema NO2-Immissionen in der Stadtluft beschäftigt. Eine kritische Wertung von Daten und Hintergründen ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Dies bestätigt die bereits bisher gemachte Erfahrung, dass die Mehrzahl der Medien – allen voran die Fernsehanstalten ARD, ZDF und ihre Landesdependancen – bei ihrer Arbeit einseitig, parteiisch und irreführend berichtet. Statt um Ausgewogenheit und Sorgfalt bemüht man sich offenkundig eher darum, das Thema so darzustellen, wie bestimmte Bundesbehörden, die Auslandsagenten von der DUH sowie die etablierten Parteien es gerne haben möchten. Man präsentiert extremistische „Wissenschaftler“ und ignoriert abweichende Meinungen gestandener Fachleute. So leistet man dem ideologischen Ziel der Deindustrialisierung Deutschlands durch „Dekarbonisierung der Volkswirtschaft“ Vorschub. Der Diesel ist dabei nur das erste Opfer. Die Vernichtung der deutschen Automobilindustrie wird anschließend auch beim Benziner weitergehen. Die sich jetzt abzeichnende „GroKo“ – egal ob sie als echte oder als wilde (Duldungs-) Ehe zustande kommen sollte – ist für Deutschland ein sehr schlechtes Omen.

Fred F. Mueller

 

Quellen

[AIR] https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte-vormals-ad-hoc#textpart-1

[AIRA] https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte-vormals-ad-hoc#textpart-1     abgerufen am 9.12.2017

[BLFU] https://www.lfu.bayern.de/luft/luftreinhalteplanung_verkehr/nox_projekt/index.htm

[BUTA] Drucksache 18/12900 – 492 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode

[HIST] Bundesgesundheitsbl. 1/98, Richtwerte für die Innenraumluft: Stickstoffdioxid, S. 9-12.

[RBBA] https://www.rbb24.de/politik/thema/2017/abgasalarm/beitraege/abgasalarm-Stickoxid-Werte-in-Berlin-flaechendeckend-zu-hoch.html#top

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18 Kommentare
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  1. Die sachliche Auseinandersetzung mit Ökogläubigen, ist so sinnlose Zeitverschwendung wie die Diskussion mit einem Salafisten, oder einem Pius_Bruder, oder Zeugen Jehovas. Während letztere weitgehend harmlos ihrem Welt-, Menschen- und Gottesbild nachhängen, sind die ersten zwei ganz andere Kaliber. Die Salafisten und andere Islamisten sind zum Teil absolut brand- oder bombengefährlich, aber nur für den Bürger der zufällig am Anschlagsort ist und für den Steuerzahler der die „Vorsorgekosten“ und Ermittlkungskosten zu tragen hat. Die Ökogläubigen schädigen jedoch unser Gemeinwesen tag täglich und immer. Sie streuen Sand ins Getriebe und stören unsere Gesellschaft nicht nur in der Funktion, sondern ständig auch durch von Ihnen verursachte Kostentreiberei.Wann läßt sich das die Mehrheitsgesellschaft, durch so eine zunehmend totalitär auftretende Minderheit und eine links grüne Medien“vormundschaft“ nicht mehr gefallen?

  2. ES ist eine ganze Anzahl von RBB:s
    NYT, CNN, WP, Neue Züricher Zeitung, Frakfurter Anzeiger, ZDF, ARD, schwedischer Rundfunk/TV, Finnischer Rundfunk/TV, Dagens nyheter, Helsingin Sanomat, alle Medien nördlich der Alpen und von Rio Grande:
    folgen der Pseudokirche in den Akypalypsys der Lüge.
    Auch wenn ich Trump nicht mag. ER ist der Retter von den Lügenmedien…

  3. Zu Beginn der Pegida-Aufmärsche war mir der Begriff „Lügenpresse“ nur in Verbindung mit Bild-Zeitung oder sonstiger Boulevardpresse bekannt. Für mich war z. B. der „Spiegel“ immer ein Sinnbild dessen, was freien Journalismus ausmacht. Aber seit Redaktionen nicht mehr sich selbst verantwortlich sind, sondern dem Konzernergebnis, kann es keine Pressefreiheit geben. Wer Privatfernsehen schaut, weiß worum es geht …Kohle Kohle Kohle. Oder der ÖRR: Meinung Meinung Meinung….. für die Regierung. Was für ein Glück, das es nicht auch ÖR-Presse gibt.

    Vor einiger Zeit lief eine Reportage über Umweltbelastung in den Städten. Man fuhr mit Meßgeräten ausgestattet hinter Fahrzeugen her und gab den augenblicklichen Schadstoffausstoß direkt Vorausfahrender bekannt. Unfaßbar unprofessionel. O-Ton: „Und jetzt ein LKW vor uns, der weniger Schadstoffe ausstößt, als ein davor gemessener VW-Diesel. Das liegt vermutlich an der Harnstoffeinspritzung, die bei LKW schon länger eingesetzt wird“.
    Das der Auspuff des LKW quasi vorn links die Gase seitlich ausstößt, interessierte nicht wirklich.
    Die Krönung war allerdings, die Sendung über eine junge Familie, deren Tochter Hühner im Garten hielt. Die Tochter wunderte sich, das die Hühner trotz fortgeschrittener Jahreszeit im September immer noch Eier legten. Das liegt am Klimawandel, denn eigentlich dürften sie keine Eier mehr legen, in der kühlen Jahreszeit.
    Ich war platt. Ein Blick in den Supermarkt hätte doch genügt, um festzustellen, daß selbst im Winter ausreichend BIO-Freilandeier zur Verfügung stehen. Wer das Geheimnis der Legepause ergründen will, der schaue einfach im www nach.

    Karl-Eduard von Schnitzler konnte es nicht besser. Einfach die Wirklichkeit zerschnipseln, neu zusammensetzen, Dinge weglassen, fremdeTeile hinzufügen, fertig ist die „richtige“ Wirklichkeit. Die Botschaft: Mit uns oder du gehst unter.

  4. @ Renken, #3:

    Aber seit Redaktionen nicht mehr sich selbst verantwortlich sind, sondern dem Konzernergebnis, kann es keine Pressefreiheit geben.

    Also falls das tatsächlich dahinter stecken sollte, machen die Redaktionen das aber völlig verkehrt. Denn die Auflagen aller Zeitungen befinden sich seit Jahren im Sturzflug. Ich denke nicht dass es im Interesse irgendeines Konzern ist ein Produkt anzubieten das niemand haben will, weil man damit trivialerweise auch kein Geld verdient.

    Das Kernproblem ist m.E., dass die Medienschaffenden einfach in einem Paralleluniversum leben und von der Realität nicht mehr allzu viel mitbekommen. Wolfgang Röhl hat dazu kürzlich einen sehr unterhaltsamen Artikel auf AchGut veröffentlicht: http://www.achgut.com/artikel/notleidende_medien_ran_an_die_staatsknete

  5. Ökofanatiker kann man halt nicht bekehren. Neulich habe ich einen Bericht über Tschernobyl gesehen. Im Westen machte dort auch die ganze Presse und Künstler wie Wolf Maahn, Wolfgang Niedecken und Herbert Grönemeyer mobil.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=

    Im Ostern gab es keine Aufregung, sondern volle Supermärkte mit Obst und Gemüse aus dem Westen.

    Und die Ökofanatiker geben nicht eher Ruhe, ehe das scheinbare „Problem“ und die ausgemachte „Ursache“ beseitigt sind. Stellt sich dann im Nachhinein heraus, dass die Gefahren übertrieben wurden und die „Ursache“ nicht alleinig ursächlich war, so behauptet man, man hätte irgendwie doch richtig gehandelt und Erfolge erzielt.

  6. PS

    Der Link nochmal:

  7. PPS

    Und was stellt sich mittlerweile in Tschernobyl heraus. Wölfe, Hirsche, Wildschweine und andere Wildtiere vermehren sich prächtig und ohne Strahlenschäden und Mutationen. Und wer Angst vor Dieselabgasen hat, der kann einfach aufs Land ziehen, oder eine Schutzmaske tragen. Und wer unbedingt in den Innenstädten leben möchte, wie ausgerechnet die Grünenwähler, muss halt mit dem Problem leben.

  8. Die Frage nach sinnvollen Grenzwerten wurde ja in der Artikelserie mehrfach behandelt. Wir wissen von dem star reduzierten MAK Grenzwert von 950 µg, vom Innenraum-Grenzwert von 60 µg von den Straßen-Grenzwert 40 µg und haben etwas von einer Nachweisgrenze der physiologischen Wirksamkeit für Asthmakranke von 195 µg -- allerdings nur im Kommentar --
    gelesen. Es ist dann allu offensichtlich, dass vor allem die niedrigen Grenzwerte zwar als Aufhänger für Alarmmeldungen verwendet werden, aber die sachliche Relevanz fehlt.

    Die Absurdität der Bestimmungen und des Journalismus sind das Eine -- aber man fragt sich: Was wäre denn ein vernünftiger Umgang mit NOx Grenzwerten? Sollte man gar keine Grenzwerte mehr festschreiben? Sollten alle Grenzwerte harmonisiert werden? Auf welcher Grundlage sollte man denn einen vernünftigen Grenzwert bestimmen? Was wäre von der Annahme von 200 µg zu halten, denn darunter kann so gut wie gar keine Wirksamkeit festgestellt werden?

    Ist der Grenzwert definitiv an Langzeit-Durchschnittsmessungen zu orientieren oder doch für Spitzenbelastungen?

    Damit das Wirrwarr der Grenzwerte und Verfahren aufgelöst wird, sollte es eine klare Richtung empfohlen werden, zu der auch alle vernünftigen Menschen eine Zustimmung finden könnten.

  9. Passt vielleicht auch ganz gut hier her:

    Man kann sich nur noch kaputtlachen. Die Probleme mit Elektroautos sind seit 100 Jahren bekannt und der Grund dafür, dass es sich auf so gut wie keinem Markt durchsetzen konnte. Kein Grund für den Dummdeutschen, es nicht trotzdem noch mal zu probieren.

    P.S.:
    Ich meine übrigens mich an einen Artikel hier erinnern zu können, in dem genau das Problem thematisiert wurde, dass der Fahrer sich im Winter dann aussuchen kann, ob er in seiner Kiste erfriert oder auf halber Strecke liegen bleibt. Tja…

  10. Hatte den Link oben vermurkst, sorry… hier nochmal:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article171801021/Deutsche-Post-Winterprobleme-mit-dem-Streetscooter.html

  11. @F.Alfonzo #10
    herzlichen Dank für den Link. Auf so etwas hatte ich schon seit einiger Zeit gewartet. Ist schon der Publikations-Pipeline…

  12. Es gab schon mal Batterie betriebene Paketzustellfahrzeuge…
    Ist aber Jahrzehnte her und klappte…

  13. @Krishna

    Klappt auch auf den Ostfriesischen Inseln. Aber ich will die E-Postfahrzeuge nicht im Gebirge und bei Neuschnee sehen.

  14. Nun gut, wenn ich bedenke dass der DHL-Zusteller bei mir im Haus sowieso nie klingelt sondern die Lieferung direkt in der am weitesten entfernten Postfiliale ablegt könnte das natürlich auch mit dem Streetscooter klappen. 🙂

  15. @Micha #13
    Dass man dann dennoch auf Benziner und Duesel umstieg war sicher nicht ganz grundlos. Irgendwann fuhren in Berlin keine E-Pob stautos mehr.

  16. Sorry, auf dem Smartphone getippt, selten Fehlerfrei 🙁

  17. @MK #6

    Argh, dieses Lied war die schlimmste Folge von Tschernobyl im deutschsprachigen Raum. Die 12 Inch Version war aber noch peinlicher.



  18. die in Bild1 stehn Sylvester soo nicht beim Böllern -- Feinstaubalarm: 31.12.2017-01.01.2018… „Zum Jahreswechsel 2016/2017 wurden 1860 µg/m³ um 1 Uhr in Leipzig gemessen…“

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