„Selbstfahrendes“ Uber-Auto: Tod durch Geldgier

5. April 2018 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Innovationspolitik, Mobilität, Politik

Ein Musterbeispiel für Vertuschung

 Am 20.3.18 gingen die ersten Berichte über den tödlichen Zusammenprall eines selbstfahrenden Uber-Fahrzeugs mit einer Fußgängerin durch die Presse. Sofort wurde der Eindruck erweckt, dass es sich um eine verhängnisvolle Kombination unglücklicher Umstände gehandelt habe und der Unfall wegen des Fehlverhaltens der Fußgängerin unvermeidbar gewesen sei. Die Frau sei „plötzlich aus dem Dunkeln gekommen“, es habe keine Chance gegeben, die Kollision zu vermeiden. Diese Aussagen hätten bei Journalisten sofort Misstrauen erwecken müssen.

Erst zwei Tage später wurde dann in Deutschland eine Videoaufzeichnung des Unfallhergangs öffentlich zugänglich gemacht [SPIE]. Im Zusammenhang mit dem kommentierenden Text ist diese hochinteressante Kreation der Deutschen Presseagentur (dpa) ein Lehrstück dafür, wie man seitens der Behörden und in den Medien „Tatsachen“ in manipulativer Absicht so darstellen kann, dass der gewünschte Eindruck – in diesem Fall im Sinne von Uber und den ganzen Vertretern des Hypes vom „selbstfahrenden Auto“ – entsteht. Schaut man nämlich genau hin, so geht selbst aus den kurzen verfügbaren Abschnitten des Videos eindeutig hervor, dass das „selbstfahrende“ Auto an diesem Unfall in erheblichem Umfang Schuld trug. Von „investigativen Journalisten“ hätte man eigentlich entsprechende Hinweise erwarten dürfen. Doch weit gefehlt: Es gab wieder einen hochpeinlichen Beweis dafür, wie sich sogenannte Spitzenmedien als willige Handlanger behördlich verbreiteter Tatsachenverfälschungen zugunsten dubioser Geschäftemacher hergeben, sofern diese nur der „richtigen“ Ideologie zuzuordnen sind.

Bild1ScreenshotUberKBild 1. Angeblich tiefschwarze Nacht und kein Fußgänger zu erkennen. Ein Screenshot des allem Anschein nach manipulierten Videos der Bordkamera des Uber-Autos kurz vor dem Aufprall [VERGL]

Microsoft Word - SchlechtbeleuchtetBild 2. Kommentar zum Film (siehe Bild 1) im begleitenden Artikel [SPIE]

Medien und Behörden: Verharmlosung im Schulterschluss

Schon beim ersten Bericht über den Vorfall hatte der Spiegel-Redakteur Michael Kröger getitelt: „Unfall mit Uber-Roboterauto   Der Computer ist trotzdem der bessere Fahrer“ [KROE]. Dieses Vor-Urteil zog sich als roter Faden durch seinen Beitrag.

  • „der Fall ist kein Beleg dafür, dass die Technologie ihre Versprechungen nicht erfüllen kann“
  • „Denn in diesem Punkt sind sich Ingenieure, Unfallforscher und Versicherungsmathematiker einig: Sensoren oder Software eines Roboterautos mögen bisweilen versagen, doch die Zahl der Fälle, in denen ein menschlicher Fahrer für einen Unfall verantwortlich ist, liegt dramatisch höher“
  • „Die Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Unfälle um neunzig Prozent reduzieren ließe, wenn nur noch Computer die Autos steuerten“
  • „Der Computer-Pilot ist einem menschlichen Counterpart dermaßen überlegen, dass man eigentlich nicht fragen sollte, ob Computer Autos steuern sollten, sondern warum sie es immer noch nicht tun“, (Bild 3)

Microsoft Word - STatementComputerüberlegenBild 3. In Treue fest: Schon beim ersten SPON-Artikel stand das Fazit des Journalisten Michael Kröger fest [KROE]

  • „Auf dem Überwachungsvideo des Uber-Wagens ist die Frau offenbar erst in allerletzter Sekunde zu erkennen. Polizeichefin Sylvia Moir sagte dem „San Francisco Chronicle“, das Video zeige, dass die Frau „direkt aus dem Schatten auf die Fahrbahn getreten“ sei. „Es ist klar, dass dieser Zusammenstoß in jedem Modus, ob autonom oder manuell, schwer zu verhindern gewesen wäre““

Das „Beweis“-Video

Auf dem zwei Tage später bei „Spiegelonline“ [SPIE] veröffentlichten Video von der Bordkamera sieht man eine extrem dunkle Straße mit breiten Fahrspuren, einem ziemlich breiten Bürgersteig und einem ebenfalls sehr breiten Radweg. Lichter im Hintergrund lassen Gebäude und eine Kreuzung erahnen. Die Straße ist durch beidseits aufgestellte Laternen gut ausgeleuchtet. Die Kamera scheint jedoch so lichtschwach zu sein, dass nur die jeweils zwei oder drei nächstgelegenen Teilstreifen der unterbrochenen Mittellinie zu erkennen sind. Alles, was weiter hinten gelegen ist, wird von Schwärze verschluckt. Erst etwa anderthalb Sekunden vor dem Zusammenprall taucht „urplötzlich“ eine Gestalt auf, die von der anderen Straßenseite kommend mit ihrem unbeleuchteten Fahrrad die Straße überquert, Bild 4, Bild 5, Bild 6 und Bild 7.

Bild4Sequenz1Bild 4. Bei der Zeitmarke 3 s tauchen von links her schemenhaft die Schuhe der Fußgängerin im Scheinwerferlicht in einer Entfernung vermutlich ca. 25 m auf. Screenshots aus dem von der Polizei freigegebenen Video

Microsoft Word - STatementUnbheleuchtetBild 5. Kommentar zum Film im begleitenden Artikel [SPIE]

Bild6Sequenz2Bild 6. Nur rund eine Sekunde später befindet sich die Fußgängerin lediglich noch etwa 10 m vor dem Auto. Screenshots aus dem von der Polizei freigegebenen Video [VIDE]

Den eigentlichen Zusammenprall zeigt das Video nicht, stattdessen wird die Szene davor nochmals wiederholt, wohl auch um den Eindruck der Plötzlichkeit zu unterstreichen. Dazu kommen folgende erklärende Texte im Video selbst:

  • „Laut Polizei hätte die Fahrerin das Unglück wohl nicht verhindern können“
  • „Die Frau taucht sehr spät im Lichtkegel des Fahrzeugs auf“
  • „Dennoch: Das Sensorsystem des Autos soll eigentlich weit entfernte Objekte erkennen können“
  • „Derzeit hat das Lidarsystem allerdings noch Probleme bei Dunkelheit“

Bild7Sequenz3Bild 7. Schon beim dritten Bild nach der Zeitmarke 4 s hat das Fahrzeug das Opfer fast erreicht. Screenshots aus dem von der Polizei freigegebenen Video

Microsoft Word - StatementNichtzuVerhindernBild 8. Die lächerliche Aussage der Polizeichefin Sylvia Moir [SPIE]

Aus dem Abstand der Zeitmarken im Video und der bekannten Geschwindigkeit des Fahrzeugs von ca. 17,8 m/s lässt sich berechnen, dass die Fußgängerin auf dem Video erst in einer Entfernung von rund 25 m vor dem Auto sichtbar wird. Dies ist angesichts der Mindest-Leuchtweite der Fahrzeugscheinwerfer von 90 m ein klarer Hinweis auf massive Manipulationen am Video.

Im Text des zum Film gehörenden Artikels finden sich ergänzend noch folgende Kommentare:

  • „Die Außenaufnahmen der Kamera auf dem Armaturenbrett zeigen, wie das Auto eine schlecht ausgeleuchtete Straße entlangfährt. Im Scheinwerferlicht des Fahrzeugs taucht unvermittelt von links eine Fußgängerin auf, die ihr Fahrrad über die Straße schiebt. Die 49-jährige war aus einem unbeleuchteten Bereich auf die Fahrbahn getreten. Zuerst sind nur die Füße der Passantin zu sehen, die Sekunden später vom Fahrzeug erfasst wird“
  • Ebenfalls findet sich dort folgendes Zitat der Polizeichefin Sylvia Moir: „Es ist klar, dass dieser Zusammenstoß in jedem Modus, ob autonom oder manuell, schwer zu verhindern gewesen wäre

 Eine plumpe Vertuschung…

Diese Kommentierung ist so naiv, dass man sich wirklich fragen muss, wie man als Journalist ein solch offensichtlich getürktes Video so kritiklos durchgehen lassen kann. Jedem, der schon einmal nachts auf innerstädtischen Straßen unterwegs war, muss doch sofort auffallen, dass diese vorgeblich „miserablen Sichtverhältnisse“ nie und nimmer der Realität entsprechen können. Auf einer solchen beleuchteten innerstädtischen Straße liegt die Sichtweite bei Nacht und ohne Regen oder Nebel bei mehreren 100 Metern. Das wissen sogar Fußgänger oder Radfahrer, warum fällt Journalisten das nicht auf?

Zunächst hätte man sich die Frage stellen müssen, wieso der Lichtkegel der Scheinwerfer auf einer Stadtstraße mit vorhandener Straßenbeleuchtung anscheinend lediglich eine Strecke von vielleicht 20-25 m ausleuchten konnte. Diese Entfernung lässt sich leicht abschätzen, weil auf dem Film in der Regel nur zwei, selten drei Striche der unterbrochenen Mittellinie zu sehen sind. In Deutschland ist deren Abstand innerorts 9 m, bei 2,5 Strichen also 23 m [MARK]. Auch in den USA dürften diese Maße nicht um ganze Größenordnungen unterschiedlich ausfallen.

Zweifel an der Leuchtkraft der Scheinwerfer des Volvo XC 90 sind nicht angebracht. In Schweden gehören nächtliche Elchunfälle zum Alptraum jedes Autofahrers. Volvo legt seine Fahrzeuge deshalb so aus, dass man einen dunklen Elch in einer dunklen Landschaft auch im besonders dunklen arktischen Winter noch rechtzeitig genug erkennen kann, um einen Crash zu vermeiden. Der Blick in das Datenblatt des Fahrzeugs bestätigt dies. Die superhellen LED-Scheinwerfer heißen sicherlich nicht ohne Grund „Thors Hammer“. Selbst ihr Abblendlicht reicht rund 90 m weit, außerdem kann man das Fernlicht die ganze Zeit anlassen, da der Wagen die Leuchtweite bei Gegenverkehr automatisch anpasst, um Blendungen zu vermeiden [VOLVO]. Da auf dem Film keinerlei Gegenverkehr zu sehen ist, hätte die effektive Leuchtweite also mindestens 120 m statt der mickrigen 25 m auf dem Video betragen müssen. Dies lässt den Schluss zu, dass hier an einem primären Beweismittel für ein Verfahren wegen eines tödlichen Unfalls in erheblichem Umfang manipuliert worden ist. In den USA, wo man dem Vernehmen nach als Autofahrer bei Unfällen mit Todesopfern von Glück sagen kann, wenn man nicht im Knast landet, ist das ein sehr schwerwiegendes Vergehen.

Die Aussage der Polizeichefin Sylvia Moir: „Es ist klar, dass dieser Zusammenstoß in jedem Modus, ob autonom oder manuell, schwer zu verhindern gewesen wäre“, kann man demnach als Indiz für ihre Komplizenschaft bei der Manipulation zur Vertuschung der Angelegenheit auffassen. Dies zeigt, mit welcher Konsequenz die Behörden in den USA die Interessen ihrer eigenen Industrien schützen.

…und die Realität

Dieses seltsame Video ist natürlich verschiedensten Leuten auch vor Ort aufgefallen. Im Internet sind inzwischen Bilder von Dashcam-Videos zu sehen, die am gleichen Ort und zu vergleichbaren Zeiten aufgenommen wurden, und dem „Beweisvideo“ gegenübergestellt worden, Bild 9.

Bild9ScreenshotVergleichKBild 9. Gegenüberstellung des von der Polizei veröffentlichten Videos mit einer Dashcam-Aufnahme aus dem Internet [VERGL]

Die im unteren Teilbild gezeigten Sichtverhältnisse können als realistisch gewertet werden und lassen erkennen, wie stark die „offizielle“ Aufnahme offensichtlich manipuliert wurde. Es ist kaum vorstellbar, dass bei einem derartigen Milliardenprojekt – allein der in Stückzahlen von mehr als 10.000 vorgesehene Volvo XC90 hat einen Basispreis von knapp 60.000,- € – derartig miserable Dashcams zum Einsatz gekommen sein sollten. Die unglaublich schlechten Lichtverhältnisse kann man fast nur so interpretieren, dass der Film mit geeigneter Software sehr kräftig nachbearbeitet wurde, um die von der Polizei verbreitete Version zu stützen. Ob dies von Uber selbst vorgenommen wurde oder ob die Polizei mitgetrickst hat, sei hier dahingestellt. Glaubhaft ist das Ergebnis jedenfalls in keinster Weise.

Eine klare Antwort sollte in jedem Fall auf die Frage gefordert werden, wo denn die sonstigen vom Uber-System aufgezeichneten Daten abgeblieben sind, wozu neben den Lidar- auch Videodaten gehören dürften, und zwar solche von höchster Qualität. Warum werden diese Daten und die entsprechenden Systeme nicht erwähnt, und warum hat anscheinend kein Journalist danach gefragt, ob darin nicht eventuell Antworten auf die drängenden Fragen zu finden sein könnten, die sich nach Vorlage dieses dubiosen Dashcam-Videos geradezu aufdrängen. Eigentlich hätte die Polizei den Wagen beschlagnahmen und sicherstellen müssen. Wenn Uber nicht zu verbergen hat und, wie behauptet, mit den Behörden kooperiert, dann hätte man der Polizei unverzüglich unverfälschte Originaldaten zur Verfügung stellen müssen. Wo sind diese, und was lässt sich darauf erkennen?

Für die Redaktion von SpiegelOnline, die sich bei der Hetzjagd auf deutsche Autohersteller in enger Zusammenarbeit mit der US-gesponsorten Deutschen Umwelthilfe DUH mehrfach durch außergewöhnlichen „investigativen Eifer“ hervorgetan hat, ist das hier dokumentierte unkritische Nachplappern plumper Lügen und Vertuschungsversuche in jedem Fall ein ganz besonderes Armutszeugnis.

Ein Fall für den Staatsanwalt

Rund um den Fall ergeben sich jedenfalls etliche drängende Fragen, was die Sicherheit der getesteten Technologie und die offenkundig systematischen Gesetzesverstöße im vorliegenden Fall angeht. Dazu gehören neben den Fragen, welche die Manipulation des Films aufwirft, vor allem folgende Punkte:

  • Wer trägt die Verantwortung für die überhöhte Geschwindigkeit? Zum Zeitpunkt des Unfalls war das Fahrzeug nach Angaben der Polizei mit einer Geschwindigkeit von 64 Kilometern pro Stunde unterwegs (erlaubt waren 56 km/h (35 Mph), real 64,4 (40 Mph). Diese Überschreitung muss programmiert worden sein. Es ist davon auszugehen, dass dies nicht von einem subalternen Programmierer auf eigene Kappe gemacht wurde, sondern auf Anordnung des Managements erfolgte.
  • Warum gab es keine Warnung aufgrund des offensichtlichen Ausfalls der Kollisionswarnsysteme? Bei einem solchen Fahrzeug sollten mindestens zwei, besser drei derartiger Systeme parallel in Betrieb sein, da immer mit einem Ausfall zu rechnen ist. Sobald eines davon ausfällt, muss das Fahrzeug sofort und automatisch zu einem sicheren Stillstand gebracht werden. Dazu gehören z.B. Anhalten am Straßenrand, Warnblinkanlage, automatischer Notruf an die Firmenzentrale und ggf. an die Polizei.
  • Wer hat veranlasst, dass der Volvo-eigene Notbremsassistent ausgeschaltet wurde? Dieser bremst bei erkannten Hindernissen selbstständig ab [VOSI] und hätte dazu beitragen können, den Unfall zu vermeiden oder zumindest seine Folgen zu mindern.
  • Wieso durften Uber-Fahrzeuge überhaupt bei Nacht verkehren, wenn laut dem SpiegelOnline-Artikel das Lidarsystem bereits früher Probleme bei Dunkelheit hatte? Wer trägt die Verantwortung dafür, dass ein offensichtlich bereits früher als fehleranfällig aufgefallenes System nicht sofort und dauerhaft von der Straße genommen wurde, bis es mit dem erforderlichen Mindestmaß an Zuverlässigkeit funktioniert? Menschen dürfen nicht als Versuchskarnickel für unsichere Technologie missbraucht werden. Kein Pharmakonzern darf ein Medikament verkaufen, das nicht umfassende und extrem strenge Versuchsreihen erfolgreich absolviert hat. Die gleichen Maßstäbe sollten auch für Google und Uber gelten.

Angesichts dieser Gesamtumstände kann man die sonstigen Ablenkungsmanöver der Polizei, die das Opfer als „vermutlich obdachlos“ bezeichnete und sich zu der Behauptung verstieg, dass weniger passieren würde, wenn man die Zebrastreifen benutzen würde, nur als zynisch bezeichnen.

Die Gier nach dem ganz großen Profit…

Um die Hintergründe des Vorfalls zu verstehen, muss man wissen, dass sich große IT-Konzerne – wie Alphabet/Google mit Uber und Waymo, NVidia oder Qualcomm – sowie diverse Autohersteller derzeit ein wildes Match um den erhofften künftigen Markt der selbstfahrenden Autos liefern. Sie haben gesehen, wie mit der Idee der „Klimarettung“ gigantische Summen – die Billionengrenze ist inzwischen weit überschritten – in bestimmte Märkte gelenkt werden können. Ähnliches erhofft man sich von den sogenannten „selbstfahrenden“ Autos. Die Politik ermuntert dies nach Kräften, wie das Beispiel Deutschlands beweist. Schließlich ist dessen politische Führung bereit, sogar die eigene Autoindustrie zu zerstören, siehe die aktuelle Anti-Diesel-Kampagne. Ziel ist es, die Hersteller vom Verbrenner abzubringen und zur bedingungslosen Unterwerfung unter die Kanzlerinnenvision vom selbstfahrenden Auto zu „motivieren“, Bild 9.

Microsoft Word - ZitatMerkel1Bild 10. Aus einem Bericht der „Welt“ über einen Vortrag von Bundeskanzlerin Merkel vor deutschen Studenten in Argentinien [WEME]

Nachrichtenfetzen in zahlreichen Börsenzeitschriften und Blogs lassen erkennen, was sich im Markt der künftigen „selbstfahrenden“ Autos derzeit abspielt. Beflügelt von den aktuellen politischen Signalen liefern sich insgesamt rund 20 „Elefanten“ ein erbittertes Wettrennen um die Führungsposition. Software- und Chiphersteller wetteifern mit allen Mitteln darum, wer sich als Technologieführer durchsetzen kann. Wer vorne liegt, kann mit sagenhaften Gewinnen rechnen, den Verlierern droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Die Nase vorn hat derjenige, der am schnellsten den Markt mit seinen Ergebnissen überzeugen kann. Wichtig sind Kennziffern wie die Zahl der fahrerlos zurückgelegten Kilometer, (geringe) Anzahl der Unfälle und niedrige Quote der Zahl der erforderlichen Eingriffe durch Sicherheitsfahrer. Der Mitteleinsatz ist enorm: Firmen wie Uber oder Waymo kaufen teure Limousinen von z.B. Volvo oder Jaguar in Paketen a 10.000 oder 20.000. Mit hohen Summen für Niederlassungen und Errichtung von Fabriken lockt man auch jene US-Bundesstaaten, die bei der Zulassung solcher Fahrzeuge Sicherheitsbedenken „ein wenig“ weiter zurückstellen als andere.

Dies bildet auch den Hintergrund für den Vorfall in Arizona. Man hat bei Uber vermutlich versucht, schnellstmöglich möglichst viele „ereignisfreie“ Kilometer abzuspulen. Als geeignet erschienen Nachtfahrten mit überhöhter Geschwindigkeit auf leeren Straßen, auf denen kein anderer Verkehr stört. Auf den Biorhythmus der Fahrer, die um halb vier Uhr morgens am Tiefpunkt ihrer Fähigkeiten angekommen sind, wurde dabei keine Rücksicht genommen. Ebensowenig auch auf Fußgänger wie die Ehefrau und Mutter einer Tochter Elaine Herzberg. Übermüdete Menschen verhalten sich um derartige Uhrzeiten manchmal äußerst unlogisch. Viele Sicherheitsbeauftragte in großen dreischichtig arbeitenden Industriebetrieben haben ein abendfüllendes Repertoire an Anekdoten, was zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens in ihren Unternehmen schon so alles an haarsträubenden Dingen vorgefallen ist und wie oft pures Glück Schlimmeres verhindert hat.

…dürfte noch weitere Menschenleben fordern

Eine lesenswerte Analyse der Situation hat Raul Rojas, Informatikprofessor an der FU Berlin, in einem Interview mit SpiegelOnline am 23.03.2018 geliefert [ROJA]. Er zieht aus dem Vorfall unter anderem folgende Schlüsse:

  • „Aus dem Video, das die Polizei von Tempe veröffentlicht hat, wird klar, dass das Auto die Fußgängerin gar nicht erkannt hat. Der Wagen fährt ungebremst weiter, auch als die Frau im Bild erscheint“
  • „Selbst wenn das Lidar ausgefallen war, hätte der Computer allein aufgrund der Daten aus dem Videosystem bremsen müssen, und das ist nicht passiert. Ich gehe davon aus, dass das System zusammengebrochen war. Die Eingangsdaten waren zwar vorhanden, wurden aber vom Computer nicht ausgewertet“
  • „Die Programmierung hat versagt. Ich nehme an, dass die Sensoren alle aktiv waren, aber die Software die Daten nicht verarbeitet hat und das Auto deshalb nicht einmal versucht, abzubremsen“
  • „Es müssen Redundanzketten wie in der Luftfahrt eingebaut werden, das heißt, es muss immer ein System geben, das im Notfall übernehmen kann. In der Luftfahrt ist das Standard, bei autonomen Autos ist das entscheidend, um die Sicherheit zu garantieren, die Leute sind ja irgendwann nur noch Passagiere“

Prof. Rojas sieht die Verantwortung eindeutig bei Uber, die er als „Disruptionsfirma“ charakterisiert, Bild 11.

Microsoft Word - StatementRojasBild 11. Aus Sicht von Prof. Rojas liegt die Schuld am Vorfall eindeutig bei der Firma Uber [ROJA]

Allerdings wären zusätzlich noch drei weitere Tatbeteiligte zu nennen. Das sind zum einen die Regierungen von US-Bundesstaaten wie Arizona, die bereit sind, ihre Bürger als Versuchskaninchen für derartige Windhunde zur Verfügung zu stellen. Dann die mit ihnen offenkundig kooperierenden Polizeibehörden. Jeder US-Sheriff hat heute standardmäßig mit Dashcams und ihren Bildern zu tun und ist mit ihren Möglichkeiten vertraut. Somit hätte den Beamten die unterirdische Qualität des Uber-Materials sofort ins Auge springen müssen. Die Polizeichefin gehörte von Rechts wegen eigentlich vor einen Untersuchungsausschuss. Allerdings ist man in solchen Dingen von US-Polizeibehörden ja schon einiges gewohnt. Und last but not least tragen die Verantwortung auch gewisse Politiker, die durch ihre realitätsfernen Visionen überhaupt erst das Goldfieber hervorgerufen haben, das Geschäftemacher wie Uber in dieses „Business“ gelockt hat.

Ausblick

Die Visionen vom emissionsfreien (batterieelektrischen) Verkehr und die vom autonomen Fahren stammen aus dem gleichen politischen Umfeld wie die Klimahysterie und die „Dekarbonisierung der Volkswirtschaft“ nebst der Vorstellung, moderne Industrienationen mit Sonne und Windenergie betreiben zu können. Die Verantwortlichen haben es geschafft, in ungeheurem Umfang Ressourcen für ihre Vorstellungen zu mobilisieren. Das hat entsprechende Goldgräber angelockt. Manche Firmen versprechen den Einstieg ins autonome Fahren bereits im laufenden Jahr, andere erwarten dies erst in den 2030er Jahren. Das, was bisher gezeigt wurde, entspricht zumeist Wunschdenken, und es wird vermutlich noch etliche Tote weitere geben, wenn diese unausgereiften Systeme auf die Straßen losgelassen werden. Wann soll ein solches System beispielsweise imstande sein, Haltsignale eines nicht uniformierten Passanten richtig zu interpretieren, der vor einer abgerutschten Böschung hinter einer Biegung warnen will? Dass diese unausgereiften Systeme imstande sein sollten, die zureichende Bewältigung der Mobilitätsanforderungen einer modernen Gesellschaft oder gar unseres Warenwirtschaftsverkehrs in nennenswertem Umfang zu bewältigen, scheint im Moment – falls überhaupt realisierbar – zumindest noch in weiter Ferne zu liegen.

Vordringlich sollte man darauf dringen, jeglichen weiteren Missbrauch der Bevölkerung als Versuchskaninchen für derart unsichere Konzepte zu verhindern. Einige der Beteiligten gehören sicherlich vor den Kadi, und die Strafen sollten sich vom Mindestmaß her an dem orientieren, was man dort für den „kleinen Fisch“ der VW-Affäre, den deutschen VW-Mitarbeiter Oliver Schmidt, für angemessen hielt.

Fred F. Mueller

 

Quellen

[KROE] http://www.spiegel.de/auto/aktuell/uber-unfall-mit-roboterauto-computer-sind-trotzdem-die-besseren-fahrer-a-1199025.html

[MARK] https://www.dvr.de/publikationen/schriftenreihe/17-leitfaden-fahrbahnmarkierung/

[ROJA] http://www.spiegel.de/auto/aktuell/uber-unfall-die-software-war-laut-fu-berlin-professor-schuld-a-1199607.html

[SPIE] http://www.spiegel.de/auto/aktuell/toedlicher-uber-unfall-polizei-veroeffentlicht-unfallvideo-a-1199373.html

[VIDE] Topsvid.com

[VERGL] https://img1.picload.org/image/dacpdoll/screenshot386.png

[VOLVO] http://ipaper.ipapercms.dk/Volvocars/CH/XC90CHde/?page=22

[VOSI] http://www.spiegel.de/auto/aktuell/uber-standardsoftware-des-volvo-haette-fussgaengerin-entdeckt-a-1200349.html

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

40 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Die Unvernunft der PS-Protze dürfte bewiesen sein. Ein paar simple funktionierende Automaten dürften die meisten Probleme eleminieren. Automatischer Abstandshalter. Spurhaltezwang bei Stau. Geschwindigkeitsdrosselung laut Anzeigetafel zwingend automatisch. Selbstfahrautomaten sind nicht die Zukunftslösung.Der verantwortliche Mensch sollte die Lösung sein.

  2. Ich frage mich, warum das Auto nicht mit einer Nachtsichtkamera mit IR, oder Restlichverstärker ausgestattet ist. Habe ich alles in meiner Wildkamera für 80€. Und das Auto kann vermutlich auch nur bremsen und nicht ausweichen, genau wie die Aufahrsicherung bei LKWs. Einen Elchtest wird das Fahrsystem nicht hinlegen können. Zumindest sollte es einen Alarm für den Fahrer geben, wenn sich ein Hindernis auf der Straße befindet. Das System scheint mir Murks zu sein.

  3. Jede Motorsteuerung hat sehr aufwändige Überwachungsrechner.
    Das sieht mehr nach bewusster Abschaltung, oder früher Entwicklungsstand, also A Muster, aus.

  4. Wirklich merkwürdig, wie sich die Schatten am linken Fahrbahnrand verhalten und zurückziehen.

    Und ist das eine Fahrerin, oder ein Fahrer im Auto? Jedenfalls auch nicht besonders ausgeschlafen.

  5. @Fred Müller

    Sie erwarten von Journalisten, dass sie so komplexe Zusammenhänge verstehen, wie sie sie oben beschreiben. Ich denke das dürfen sie nicht tun. Ihre hohen Erwartungen an das technische und methodische Verständnis von Journalisten sind also die eigentliche Ursache dafür, dass sie von Spiegel online enttäuscht sind. Also runter mit den Erwartungen und sie werden nicht enttäuscht. Dazu kommt. das sie anscheinend ein antiquiertes Verständnis von der Aufgabe unserer Qualitätsmedien haben. Sie denken sicherlich, dass diese Qualitätsmedien hinterfragen sollten und kritische Dinge aufdecken sollten. In Zeiten des Internet sind wir Bürger aber immer stärker überfordert herauszufinden und zu beurteilen was moralisch und politisch richtige Fakten sind. Deshalb mussten die Qualitätsmedien dazu übergehen uns Bürgern zu erklären was die richtigen Fakten wirklich sind. Da bleibt naturgemäß weniger Zeit für das Hinterfragen. Dazu kommt das kritische Dinge uns Bürgern nicht gut bekommen. Wir zweifeln dann an der selbsternannten politischen und medialen Elite. Durch diese Zweifel laufen wir dann Gefahr ins dunkle Deutschland abzurutschen oder zum Beispiel von Rahmhuber und Schellendorf zum Klimaleugner eingestuft zu werden. Damit das nicht passiert bezahlen wir die GEZ Gebühr.
    Das erklärt unser Bundespräsident sehr schön. Hier der Kommentar und das Video dazu. Unsere Qualitätsmedien betreuen also uns Bürger beim Erkennen der richtigen Fakten. Betreutes Lesen bzw. Fernsehen sozusagen.
    Der Fokus unserer Qualitätsmedien liegt also in der moralisch und politisch korrekten Präsentation und Interpretation der von den Qualitätsmedien als richtig herausgegriffenen Fakten. Die falschen Fakten werden von den Qualitätsmedien verworfen bzw. müssen so präsentiert werden, dass sie uns nicht verwirren. Wie können die das tun fragen sie, wenn ihnen doch das simple technische und methodische Denken fehlt wie sie in ihrem Artikel zeigen. Ganz einfach diese Qualitätsmedien haben ja ihren moralischen Kompass der ihnen diese Einstufung ermöglicht. Dazu gleichen sie sich natürlich über den Parteienproporz ARD/SPD und ZDF/CDU jeweils mit der Politik ab. Stellen sie sich mal die Katastrophe vor, wenn die wirklich unabhängig wären.
    Man kann dadurch auch deutlich sehen, was ihr Problem ist. Sie verstehen diese technischen Zusammenhänge, aber das hindert sie natürlich daran die moralisch richtigen Fakten zu erkennen und politisch richtig zu präsentieren sowie sich in der verwirrenden digitalen Welt von den Qualitätsmedien leiten zu lassen..

  6. Ein Beispiel wie unser politisch -- mediales Konglomerat Arbeit.

    QED zu meinem #5.

  7. Günter Heß 6. April 2018 05:21

    Das gleiche Befremden angesichts des rapiden Verfalls journalistischer Tugenden entsetzt mich. Nur eine Bitte: Die Unsitte, das ‚Selbsternannte‘ zu kritisieren, ist nicht erforderlich, denn eine Fremdernennung -- von wem auch immer -- macht es nicht besser.

  8. Mein Lob an Fred F. Mueller: Die Argumentation, dass es sich hier um Manipulation des Videos und die Kumpanei der Polizei gehandelt haben muss, ist sehr überzeugend. Auf den ersten Blick dachte ich zunächst auch, dass es eben schlecht zu sehen war. Die erkennbare Straßenbeleuchtung hatte auf dem (manipulierten) Bild keine erkennbare Wirkung. Erst das alternative Bild wirkt überzeugend.

    Es ist ein Skandal, wie hier ein Todesfall vertuscht werden soll. Denken wir daran, wie im Gegensatz der Dieselskandal, der zu keinem einzigen Todesfall, oder auch nur nachweisbare Gesundheitsschäden führte, Milliardensummen vernichtete, hier aber werden Menschenleben für nichts geachtet und mit Floskeln wie ‚tragisch‘ bemäntelt.

  9. In Bild 9 sieht man beim Unfall selbst die Verkehrsschilder nicht. Ist schon merkwürdig. Und die Straßenbeleuchtung ist hell, leuchtet aber nicht die Straße aus. An der Kamera kann das kaum liegen. Meine Billig-Dashcams zeigen da deutlich hellere Bilder in der Nacht. Und der Fahrer hat im Auto eine Dashcam, die den hell aufnimmt.

  10. Und auf den Forschungseisbrecher Polarstern wird ein Lidar schon seit ca. 20 Jahren zur Atmosphärenerkundung eingesetzt, auch nachts.

    https://blogs.helmholtz.de/polarstern/wp-content/uploads/sites/16/2017/06/Bild-1.jpg

    Warum soll das in der Nacht nicht funktionieren?

  11. Ich würde erwarten, dass hier eine Klagewelle losbricht:

    1. Gegen Uber und die Techniker wegen fahrlässiger Tötung
    2. Gegen die Zulassungsbehörde wegen fahrlässiger Tötung
    3. Gegen Polizeichefin Sylvia Moir wegen Strafvereitelung im Amt oder wie immer dieses Delikt in den USA lautet.

  12. Hier wurde der Unfall nachgestellt.

    Auf einmal alles hell erleuchtet durch die Straßenbeleuchtung und gut zu erkennen.

    http://www.azfamily.com/clip/14222058/video-investigators-test-self-driving-uber-suv-that-hit-killed-pedestrian

  13. Wenn dieser Unfall von einem Fahrer/in verursacht worden wäre, würde kein Hahn danach krähen.
    Zuerst sollte man/ frau die Ursachen des Unfalles untersuchen, statt hysterisch zu werden.
    Selbstfahrende Autos werden kommen. Und das ist gut so. Jeder Computer fährt besser Auto als zB. ich oder ca.95% der Autofahrer/innen.Und natürlich wird es Unfälle auch mit selbstfahrende Autos geben. Aber viel weniger als jetzt, mit Menschenfahrer.

  14. So ich habe das Video jetzt man aufbereitet. Aufgehellt und mit Zeitlupe versehen. Scheinbar wurde ein Schatten über den Oberkörper der Passantin gelegt, der kurz vor dem Aufprall erst verschwindet.

  15. PS

    Zunächst Beine hell erleuchtet, Kopf mit blonden Haaren später auch, nur über den Oberkörper reicht bis zuletzt dieser Schatten, der sich dann auflöst. Das scheint mir nicht natürlich zu sein.

  16. Bitte spam check

  17. Selbstfahrende Autos werden kommen.

    Und dann übernimmt ein Hacker die Kontrolle und dann? Oder ein System fällt aus und dann? Fahrassistenten sind OK, aber dem Computer sollte man nicht die Kontrolle überlassen. Oder es laufen hinter parkenden Autos 10 Schulkinder auf die Straße und der Computer kann dann entscheiden, wie viele und welche er überfährt? Oder ob er das Auto in die links parkenden PKWs fährt und den Fahrer opfert?

  18. Ich habe nochmal den Kontrast etwas verbessern können:

  19. Klartext: Das Video wurde vor Veröffentlichung wenigstens mit schwarzem Fleck bearbeitet, oder die Kamera hatte massive Defekte.
    Entsprechend der Ausführungen von Fred Müller ist aber davon auszugehen, dass noch viel massivere Manipulationen hinsichtlich der Gesamtausleuchtung vorgenommen wurden. Wie sonst ist zu erklären, dass andere Dashcams ein wesentlich besseres Bild erzeugen?

    Ist es nur denkbar, dass man im Probebetrieb eines Hightech-Autos die schlechtest denkbare Kamera, die zudem noch erkennbare Defekte aufweist, einsetzt?

  20. Hier noch das Bild mit dem Schatten über dem Oberkörper der Frau in unterschiedlichen Helligkeitseinstellungen.

    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=53439d-1523017877.gif

    Der Schatten schwebt mitten im Raum, vor dem Oberkörper der Frau und verschwindet wenige Meter vor dem Aufprall. Und der Begrenzungsstreifen direkt links von der Frau scheint durch den Schatten durch. Das ist definitiv kein Kamerafehler.

  21. Und hier noch die Auflösung des schwebenden Schattens:

    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=989209-1523018718.gif

  22. @Martin Landvoigt #19

    Ist es nur denkbar, dass man im Probebetrieb eines Hightech-Autos die schlechtest denkbare Kamera, die zudem noch erkennbare Defekte aufweist, einsetzt?

    Selbstverständlich muss man um die Sicherheit zu Gewährleisten in der Automobilindustrie auch geringwertige Teile qualifizieren. Allerdings dürfen sie dabei ja keine Menschen gefährden. Dazu kommt, dass die Norm vorschreibt, dass sie Vorkehrungen treffen müssen für den Fall dass das Teil ausfällt. Wenn das auf Kamerafehler geschoben wird sind ist der Betreiber des Autos meines Erachtens trotzdem voll haftbar. Wenn man dann davon ausgeht, dass die vor Betrieb eine Sicherheitsrisikoanalyse durchführen müssen, hätte der Algorithmus das Fahrzeug bremsen müssen bei so schlechten Licht.
    Meines Erachtens müssten alle diese Fahrzeuge jetzt erstmal eingezogen werden, denn egal ob es ein Kamerafehler war oder schlechtes Licht. Die Fahrzeuge sind ein Sicherheitsrisiko.

  23. Ich bin immer noch der Meinung, ein solches Schattenbild produziert keine noch so billige Dashcam. Da ich etliche davon habe. An meinen Rad, Drone, Wildkamera, etc.. Der Fahrer/ Fahrerin im PKW wurde zudem mit einer Dashcam mit Restlichtverstärker aufgezeichnet.

  24. Die kommen ob es uns passt oder nicht.

    Entscheiden ist nur ob beim Selbstfahrenden-Auto mehr oder weniger Tote je z.B. 10.000.000 km zu beklagen sind als mit der manuellen Fahrweise.

    Entscheiden ist nur ob beim Selbstfahrenden-Auto mehr oder weniger Unfälle je z.B. 10.000.000 km zu beklagen sind als mit der manuellen Fahrweise.

    Sind Selbstfahrenden-Autos zuverlässiger als der Mensch so ist klar wohin die Reise geht, ist nur noch eine frage der Zeit.

    Gut die Deutsche Autobauer sind da nicht dabei.
    Tesla hat zumindest bereits die meisten km runter im realen Straßenverkehr in selbstfahrenden Modus.

    MfG

  25. „Selbstfahrendes“ Uber-Auto: Tod durch Geldgier

    Auch bei deutschen Autobauern hat es bereits Todesfälle gegeben bei Testfahrten von Werkstestfahrer.
    Das Drift dann auch für Deutsche Autobauer zu „Tod durch Geldgier“ oder wie soll man das verstehen.

    https://www.welt.de/vermischtes/article7331063/Toedliche-Erlkoenige-auf-Deutschlands-Autobahnen.html

    http://www.spiegel.de/panorama/frau-ueberfahren-erneut-toedlicher-unfall-durch-mercedes-testfahrer-a-343498.html

    https://www.abendblatt.de/vermischtes/article106699800/Draengler-Unfall-mit-zwei-Toten-War-es-ein-Mercedes-Testfahrer.html

    MfG

  26. @ Udo Stemmer,
    Sie sind offensichtlich ein besonders trauriges Beispiel für einen kaltschnäuzigen Zyniker, der auch über Leichen gehen würde.
    Offensichtlich können Sie zwischen verschiedenen Graden von Schuld und Verantwortung nicht unterscheiden. Es ist eine Sache, ob einem menschlichen (Test)Fahrer im Verkehr ein Fehler unterläuft, wie es im Leben nun mal unvermeidlicherweise vorkommen kann. Dafür gibt es die Strassenverkehrsordnung und entsprechende Gerichte. In der Regel geht es dabei darum, wer einen Fehler gemacht hat, der zum Unfall führte. Dann gibt es darüber hinaus gehende Verantwortungen, die unter die Kategorien Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz fallen. Testfahrer von Kfz-Herstellern werden z.B. verpflichtet, sich an die Verkehrsregeln zu halten. Tun sie dies nicht, geht es nicht um eine Verantwortlichkeit des Herstellers, sondern ausschliesslich um ein möglicherweise schuldhaftes Verhalten des individuellen Fahrers.
    Im Falle des UBer-Fahrzeugs war das Auto dagegen „selbständig“ auf Befehl von Schreibtischtätern im Management der Firma unterwegs. Diese standen nicht unter Stress und haben dennoch eine zu hohe Geschwindigkeit vorgegeben und ganz offensichtlich zusätzlich grundlegendste Sicherheitsmassregeln missachtet. Solche Fahrzeuge müssen mit redundanten Sensorsystemen ausgerüstet sein und diese ständig überwachen. Fällt irgendetwas aus, muss das Fahrzeug stoppen. Die Missachtung solcher Regeln bedingt die Schuld der Firma. Hier ist von zumindest grober Fahrlässigkeit auszugehen. Zudem wurde augenscheinlich ein Beweismittel gefälscht. Das ist ein schwerwiegendes Vergehen.
    Aufgrund Ihrer sonstigen Einlassungen hier habe ich allerdings den Eindruck, dass Sie wohl Probleme damit haben dürften, diese Unterschiede überhaupt zu verstehen. In dem Fall wäre es besser, hier nicht so herumzutönen.

  27. Man kann es offenbar nicht oft genug wiederholen: Diskussionen mit Udo Forentroll Stemmer und Konsorten sind sinnlos. Mit solchen Personen könnte man sogar darüber streiten, ob es nachts immer kälter ist als draußen. Die werden immer etwas dazu zu sagen haben. Ist es wirklich interessant oder gar wertvoll, seine Zeit so zu verdödeln? Laßt ihn doch schreiben. Wenn sich keiner mehr mit ihm abgibt, verliert er garantiert mal das Interesse.

    Jeder darf seine Meinung frei äußern (sogar völlig schrankenlos von mir aus). Aber muß man auf jede Meinung eingehen, vor allem, wenn es doch überhaupt nichts bringt? Wie oft muß Udo Forentroll Stemmer noch belegen, daß er an keiner Sachdiskussion interessiert ist, ja daß er gar keine führen kann?
    Meint hier einer von den Permanent“diskutanten“, die sich mit dem Udolein „duellieren“, daß der seinen Sendungsauftrag aufgibt oder einem Argument auch nur einmal ein besseres entgegensetzen kann? Na denn, viel Glück, täglich grüßt das Murmeltier!

  28. @Herbert Frankel #27
    Vollkommen richtig.
    Aber der Eine oder Andere möchte auch gern die Meinungshoheit behalten, warum auch immer in solch einem Fall. 😀

  29. 26. Fred F. Mueller 11. April 2018 18:28
    Sie sind offensichtlich ein besonders trauriges Beispiel für einen kaltschnäuzigen Zyniker, der auch über Leichen gehen würde.

    BMW und Merceder geht über Leichen, Beispiel aus der vergangen gefällig ?

    #

    26. Fred F. Mueller 11. April 2018 18:28
    Offensichtlich können Sie zwischen verschiedenen Graden von Schuld und Verantwortung nicht unterscheiden.

    Schult an den Unfall und auch die Verantwortung für den zusammenstoßen in den USA tägt die Fußgängerin.
    Wenn die der Meinung ist man muss in der der Nacht eine befahren Straße überqueren trotz Autoverkehr ist das bereits ein etwas seltsame Vorgehensweise.
    Zur „Tarnung“ zieht die Frau noch eine schwarze Jacke an.
    Am Fahrrad ist keine Beleuchtung vorhanden, somit auch nicht eingeschaltet.

    Jeder ist seines Glückes Schmied, würde ich das sagen, wenn man der Nervenkitzel sucht.

    #

    26. Fred F. Mueller 11. April 2018 18:28
    Im Falle des UBer-Fahrzeugs war das Auto dagegen „selbständig“ auf Befehl von Schreibtischtätern im Management der Firma unterwegs.

    Nach meine Kenntnisstand war das Uber-Fahrzeugs legal auf der Straße unterwegs und hatte alle erforderlichen Zustimmungen, Zulassungen.

    Die Frau betrat gesetzwidrig die Fahrbahn, man könnte auch sagen illegal.

    26. Fred F. Mueller 11. April 2018 18:28
    Solche Fahrzeuge müssen mit redundanten Sensorsystemen ausgerüstet sein und diese ständig überwachen. Fällt irgendetwas aus, muss das Fahrzeug stoppen. Die Missachtung solcher Regeln bedingt die Schuld der Firma.

    Es ist aber nichts ausgefallenen an der Technik, so der aktuelle Stand der Ermittlungen.

    MfG

  30. @29 U. Stemmer
    Wie schon gesagt, Sie sind ein besonders trauriges Beispiel für einen kaltschnäuzigen Zyniker. Ein menschlicher Fahrer hätte angehalten. Insbesondere in den USA, wo man Autofahrer in solchen Fällen sehr hart anfasst.
    Die Frage der Zulassung durch die Behörden begründet keine Unschuld. Ein solch unsicheres Fahrzeug hätte nie eine Zulassung erhalten dürfen. Hier gehört stattdessen die Behörde mit auf die Anklagebank.
    Wenn Sie sagen, es sei nichts ausgefallen an der Technik, warum hat das Fahrzeug dann nicht einmal ansatzweise gebremst? Merken Sie noch nicht einmal, wie unlogisch Sie argumentieren?

  31. Don’t feed the trolls !

  32. 30. Fred F. Mueller 12. April 2018 09:37
    Wie schon gesagt, Sie sind ein besonders trauriges Beispiel für einen kaltschnäuzigen Zyniker.

    Ja so ist es Herr Fred F. Mueller,
    das Leben ist Lebensgefährlich und endet mit dem Tot, bei allen.

    „Ein menschlicher Fahrer hätte angehalten.“

    Es gibt genügend Unfälle mit menschlichen Fahrern die nicht angehalten haben um einen Unfall zu vermeiden, selbst bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Unfällen wurde nicht mal die Bremse beschädigt.

    „Die Frage der Zulassung durch die Behörden begründet keine Unschuld.“

    Ich habe keinen die Unschuld attestiert, ich und auch Sachverständige und die Polizei habe festgestellt das sich die Frau Rechtswidrig verhalten hat und so an dem Unfall selber schult ist.

    „Ein solch unsicheres Fahrzeug hätte nie eine Zulassung erhalten dürfen.“

    Ach so, das entscheidet ein Fred F. Mueller in, aus Deutschland was in den USA Zulässig ist oder nicht.
    Doch etwas anmaßend Herr Fred F. Mueller für meinen Geschmack.

    Wenn die USA entscheidet das fast jeder eine „Beispritze“ haben darf, so ist das deren Sache.
    Wenn die BRD entscheidet das jeder so schnell auf der Autobahn fahren darf wie er möchte ist das auch Okay, das können die Leute in den USA auch nicht Nachvollziehen.

    „Wenn Sie sagen, es sei nichts ausgefallen an der Technik, warum hat das Fahrzeug dann nicht einmal ansatzweise gebremst?“

    Wo haben die Sie dies Information her ?

    Ich habe gelesen das der Notbremsassistenten in jenem Testwagen außer Betrieb gesetzt wurde, der der Fußgängerin am 18. März das Leben genommen hat, alles korrekt funktioniert.
    Wenn das so ist sollte der Notbremsassistent ja gar nicht abbremsen und hat das auch gemacht.

    Die Polizei von Tempe führe die Untersuchungen noch weiter und Informationen werden veröffentlichen, sobald sie verfügbar sind, schreibt sie auf Twitter.
    Wie es bereits die Polizei vermeldet hatte.
    „Das Auto ist mit 40 mph (ca. 64 km/h) in einem Bereich gefahren, in dem nur 35 mph erlaubt waren“
    Die fahrt des automatisierten Fahrzeugs von Uber ist im vorliegenden Fall als Automatisierung nach Stufe 2 einzuschätzen.
    Dies bedeute, dass die in diesem Fahrzeug sitzende Sicherheitsfahrerin ständig alle Funktionen des Fahrzeugs überwachen und im Zweifelsfall hätte eingreifen müssen.

    Also kein Fehler vom Notbremsassistenten, der sollte ja gar nicht automatisch bremsen sondern die Fahrerin.

    „Ein menschlicher Fahrer hätte angehalten.“ aber eine Fahrerin ?????????

    MfG

  33. @32 Stemmer
    selten so einen Stuss gelesen wie Ihren. Allein Ihr Deutsch ist ja schon zum Haareraufen. Haben Sie überhaupt einen Schulabschluss? Und inhaltlich ist Ihr Geschreibsel ja noch erbärmlicher als sprachlich.

  34. 30. Fred F. Mueller 12. April 2018 09:37
    „Wenn Sie sagen, es sei nichts ausgefallen an der Technik, warum hat das Fahrzeug dann nicht einmal ansatzweise gebremst?“

    Man schaltet das Navi (Navigationssystem) im Auto AUS um von Frankfurt nach Hamburg fahren.

    Sich aber wundert wenn man dann in München herauskommt ?

    Ihre Schlussfolgern eines Herrn Fred F. Mueller ist dann (vermutlich mit Schulabschluss) das Navi hat nicht einmal ansatzweise den Weg gefunden.

    Seltsames technisches Verständnis.

    Herr Fred F. Mueller,
    nach jetzigen Sachstand hat die Technik einwandfrei funktioniert bei der Uber-Testfahrt.
    Der Notbremsassistent sollte doch gar nicht automatisch bremsen, sonder die Fahrerin.

    Das der Notbremsassistent abgeschaltet ist wusste Uber und auch die Fahrerin.
    Die Abschaltung vom Notbremsassistenten hat ja Uber selbst veranlasst für diese Testfahrt, so zumindest der jetzige Sachstand.

    Das versteht sogar jemand aus der Baumschule wenn was abgeschalteten ist dann kann und braucht es auch nicht zu funktionieren.

    Aber ein Herr Fred F. Mueller ist der Meinung das selbst geschaltet Systeme ihre Arbeit verrichten sollen und wenn die das nicht machen, hat das nicht mal ansatzweise funktioniert.

    Wie gesagt, da hilft auch kein Schulabschluss, abgeschaltet ist abgeschaltet und eingeschaltet ist eingeschaltet, zumindest das sollt man noch wissen was das bedeutet.

    MfG

  35. nach jetzigen Sachstand hat die Technik einwandfrei funktioniert bei der Uber-Testfahrt.

    ..
    Wie gesagt, da hilft auch kein Schulabschluss, abgeschaltet ist abgeschaltet und eingeschaltet ist eingeschaltet, zumindest das sollt man noch wissen was das bedeutet

    Oder doch ein Softwarefehler?

  36. @Autor: Das Video muss nicht unbedingt manipuliert sein. Wenn der „Uber-Volvo“ tatsächlich mit den orginal „Thors Hammer“-Scheinwerfer ausgestattet war, kann die Belichtungssteuerung der Dashcam schon (in Verbindung mit den gellen orangenen Oberlichtern) dazu verleitet werden, den Hintergrund im Dunkeln absaufen zu lassen. Dass sich die Dashcam eher an dem Lichtkegel der Autoscheinwerfer orientiert kann man auch am Weissabgleich der Szene sehen.

    Der Alternativshot aus dem Internet wurde mit einem Fahrzeug gemacht, dessen Scheinwerfer sich kaum gegen das Umgebungslicht durchsetzen können (vermutlich ältere Karre mit alten Halogenbirnen und verdrecktem Glas), da gibt es ein insgesamt helleres Bild mit mehr Details.

    Da es aber nur Aufnahmen der vom System unabhängigen Dashcam ist, sagt das über die Funktionstüchtigkeit des eigentlichen Fahrsystems nichts aus.

  37. @ Freebyte 11. Mai 2018 22:46

    Da es aber nur Aufnahmen der vom System unabhängigen Dashcam ist, sagt das über die Funktionstüchtigkeit des eigentlichen Fahrsystems nichts aus.

    Aber es sagt etwas darüber aus, wenn ein Auto ungebremst eine Fussgängerin mit überhöhter Geschwindigkeit tot fährt, wenn zumal die Straße gut ausgeleuchtet ist.

    Im Vergleich mit diesem Todesfall ist die Diesel-Betrugs-Hysterie ein Witz, jahrelange Prozesse, deftige Gefängnisstrafen und Milliardenverluste, obwohl hier nur unsinnige Bestimmungen unterlaufen wurden, aber kein Mensch wurde an Leib und Leben geschädigt. Dies zeigt, wie Menschenverachtend die Medien und Gerichte werten.

  38. kann die Belichtungssteuerung der Dashcam schon (in Verbindung mit den gellen orangenen Oberlichtern) dazu verleitet werden, den Hintergrund im Dunkeln absaufen zu lassen.

    Ich denke, die Aufzeichnung dient auch der Auswertung der Probefahrten? Warum sollte man bei Testfahren Kameras verwenden, die nur zeigen, was im Lichtkegel einige Meter vor dem Auto passiert? Die Kamera sollte eigentlich auch Hindernisse aufzeichnen können, die sich nicht im Lichtkegel befinden, um zu sehen, welche Hindernisse das Auto erfasst und in welcher Entfernung und mit welchen Seitenabstand.

  39. Nach einem Medienbericht von dieser Woche geht der Unfall nach bisherigen Untersuchungen auf einen Software-Fehler zurück.
    Der Computer habe die Sensor-Daten, die ein Hindernis auf der Straße anzeigten, ignoriert, weil er sie als einen Fehlalarm einstufte, berichtete die Technologie-Website „The Information“.

    Uber kann nach US-Regelungen während laufender Untersuchungen der Unfallermittlungsbehörde NTSB keine Kommentare zu dem Fall ohne ihre Freigabe abgeben.

    Abwarten was im NTSB Abschlussbericht steht, das in „The Information“ ist zumindest noch nichts offizielles, erst mal nur der Kaffeesatz.

    Hat da „ Uber“ was falsch gemacht so ist das in den USA ja Ruck-Zuck vor Gericht mit einer fetten Schadenersatzklage.

    MfG

  40. Die Diskusion um die Kamera ist m. E. völlig irrelevant, moderne Fahrzeuge sind mit einer Infrarotkamera ausgerüstet. Da ist es völlig egal wie dunkel es ist.
    Bei mir werden Personen sogar automatisch markiert, und das zuverlässig. Hier wäre bestenfalls eine Information zur herrs henden Temperatur interessant, da Infrarotkameras einen Temperaturunterschied Person/Umgebung erfordern. Der Nachtsichtassistent erkennt Personen und Tiere bei ausreichender Dunkelheit und einer Umgebungstemperatur von unter 28 °C..

Schreibe einen Kommentar