Umweltbehörden: Panikmache mit „Voodoo-Wissenschaft“

13. April 2018 | Von | Kategorie: Artikel, Politik

Die deutsche Bevölkerung ist mehrheitlich auf das Auto angewiesen. Obwohl derzeit keine wirklichen Alternativen verfügbar sind, wird dessen Antrieb – der Verbrennungsmotor – bereits seit Jahren massiv kritisiert und im Falle des Diesels regelrecht verteufelt. Zu den wichtigsten Taktgebern dieser Kampagne gehören das Umweltministerium sowie das Umweltbundesamt (UBA). Diese geben fragwürdige Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen von Abgasen in Auftrag, deren „Erkenntnisse“ dann von den Medien sowie einer ganzen Reihe von sogenannten Nichtregierungsorganisationen wie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) genutzt werden, um Panik zu verbreiten und unsinnige Forderungen nach Fahrverboten zu erheben. 

Hilfe, Deutschland wird vergiftet!

„Unsere Messergebnisse zeigen an 89 Prozent der Messstellen zu viel NO2 in der Luft! Hier verpesten Diesel-Abgase die Luft! Gemeinsam mit vielen hundert freiwilligen Helfern haben wir einen Monat lang an 559 Orten in Deutschland die Luftqualität nachgemessen. Die Ergebnisse sind erschreckend! 89 Prozent der Messstellen zeigen mit Werten über 20 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (µg/m3) gesundheitlich bedenkliche Belastungen der Atemluft mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid [DECKE]“. Mit dieser Panikmeldung wirbt die angeblich gemeinnützige DUH, in Wirklichkeit ein Lobby- und Abmahnverein mit dubiosen Finanzierungen durch amerikanische und japanische Konzerne sowie durch Industriestiftungen, auf ihrer Webseite um Freiwillige und um Spenden für ihre Aktivitäten gegen die deutschen Autofahrer, Bild 1.

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Bild 1. Raffiniert im sonstigen Wortgeklingel verpackt unterstellt hier die DUH, dass bereits ein NO2-Wert von 20 µg/m3 eine „gesundheitlich bedenkliche Belastung“ darstelle

Das ist sehr geschickt gemacht, denn wer nicht aufpasst, hat den Köder schon geschluckt: Die DUH ist in einer anrüchigen Zusammenarbeit im Huckepackverfahren mit der „Abgasalarm“-Aktion des SWR sowie weiteren Sendern unterwegs auf der Jagd nach angeblich überhöhten NO2-Abgaswerten. Dabei versucht sie der Öffentlichkeit Grenzwertvorgaben unterzuschieben, die bei lediglich der Hälfte des gesetzlichen Limits von 40 µg/m3 liegen. So kann man wunderbar Panik schüren. Aber woher stammt eigentlich diese seltsame, in keinem europäischen oder US-Gesetz aufgeführte Angabe von 20 µg/m3? Denn einen derart niedrigen Wert findet man in keinem einzigen Gesetzestext beiderseits des „großen Teichs“, Bild 2.

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Bild 2. Aktuelle Vorgaben und daraus abgeleitete Handlungsanweisungen für die Gehalte an NO2 in der Außenluft in der EU (links) sowie in den USA (Grafik: Autor)

Auftakt zur nächsten Stufe der Dieselverteufelung

Die Antwort auf diese Diskrepanz ist einfach: Die DUH interessiert sich für den aktuellen Stand der Gesetzgebung nur insoweit, wie es ihren Profitinteressen dient. Gleichzeitig ist sie längst dabei, dieses Geschäft, das sich bereits bisher als äußerst profitabel erwiesen hat, noch erheblich auszuweiten. Zusammen mit einer kleinen Clique von Beamten sowie den von diesen finanziell abhängigen sogenannten Forschungsinstitutionen arbeitet man intensiv daran, den deutschen Autofahrer in Zukunft noch viel weitergehender zu schädigen. Was wir im Moment erleben, ist die Vorbereitung der „Grenzwertfalle 2.0“, nachdem sich bereits die erste als erfreulich wirksam erwiesen hat. Die dabei verfolgte Strategie: Das Auto als gesundheitsgefährliches Übel darzustellen, das Menschen vergiftet und tötet. Wie das bei der ersten Grenzwertfalle gemacht wurde, zeigt Bild 3.

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Bild 3. Das gesamte „Dieselproblem“ ergab sich erst durch die abrupte Absenkung des NO2-Grenzwerts von 100 auf 40 µg/m3 in den Jahren 2008 (EU) bzw. 2010 (DE) (Grafik: [GREFAL])

Erst die drastische Verschärfung des Immissionsgrenzwerts für NO2 von vorher 100 µg/m3 auf nur noch 40 µg/m3 führte zu jenem plötzlichen Anstieg der Grenzwertüberschreitungen, der heute der DUH ihre Klagewelle ermöglicht. In den USA blieb der Grenzwert dagegen selbst bei neuerlicher Begutachtung im Jahre 2017 unverändert bei 100 µg/m3, siehe auch Bild 2.

Diese massive Verschärfung durch die Brüsseler EU-Bürokratie ist ein durchschlagender Erfolg der intensiven Lobbyarbeit grünlinker NGO’s auf EU-Ebene. Dabei erhielten sie tatkräftige Unterstützung durch das von Trittin mit eigenen Leuten sowie Gesinnungsgenossen aus der SPD durchsetzte Umweltministerium und das diesem angegliederte Umweltbundesamt UBA. Letzteres hat soeben mit seiner neuesten „Studie“ den Startschuss für eine neue Verteufelungskampagne gegeben. Das Ziel ist hierbei, dem Diesel durch erneute drastische Absenkung von Immissionsgrenzwerten endgültig den Garaus zu machen.

Die neue Horrorstudie des UBA

Die neue UBA-Studie über angeblich neue Erkenntnisse bezüglich der „Giftigkeit“ von NO2 [UBASTU] wurde am 8. März 2018 präsentiert. Diese unterstellt knapp 6.000 im Jahr 2014 angeblich direkt mit dem NO2-Gehalt verknüpfte Todesfälle sowie einen Zusammenhang mit hunderttausenden weiteren Erkrankungen, Bild 4.

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Bild 4. Aussagen der vom UBA vorgelegten Studie zu den angeblichen Auswirkungen von NO2 auf die Gesundheit in Deutschland

Noch weitaus erschreckender sind die Angaben zum Auftreten von Diabetes Typ 2. Zwar werden hier für 2014 „nur“ 1.492 (zusätzliche!) Todesfälle, aber volle 436.841 Krankheitsfälle dem NO2 zugeschrieben. Obwohl die Gesamtzahl der behaupteten Todesfälle damit immer noch unter derjenigen anderer Studien wie derjenigen der Europäischen Umweltagentur EEA liegt, übersteigt die Zahl der angeblichen Todesfälle die Gesamtzahl der Verkehrstoten um gut das Doppelte.

An der Studie fällt auf, dass es für nachteilige Auswirkungen von NO2 keine Untergrenze geben soll. Dieser sogenannte LNT-Ansatz (Linear-No-Threshhold) geht davon aus, dass jedes zusätzliche Mikrogramm/m3 einen schädlichen Einfluss hat, so dass es im Prinzip keinen unschädlichen unteren Grenzwert geben kann. Herr Resch von der DUH hat diese „regierungsamtliche“ Steilvorlage natürlich sofort genutzt und seine Kampagnen für das laufende Jahr sofort angepasst, indem er jetzt bereits Gehalt ab 20 µg/m3 als gesundheitsschädlich verteufelt.

Ein abstraktes Computer-Zahlenspiel…

Schon der erste Blick auf das vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz-Zentrums in München sowie der IVU Umwelt GmbH in Freiburg vorgelegte Werk offenbart, dass es sich hierbei um eine reine statistische Zahlenspielerei ohne Realitätsbezug handelt. Man hat Messung und Erfassung durch Simulation und Statistik „ersetzt“, den Computer simulierte Jahresverteilungen für NO2-Gehalte in der Luft vor allen deutschen Haustüren ausrechnen lassen und diese NO2-Gehalte dann den in den jeweiligen Gebäuden wohnenden Bürgern zugeschrieben, Bild 5.

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Bild 5. Einteilung der Bevölkerung nach Konzentrationsklassen (Grafik: UBA)

Interessant an Bild 5 ist der (so ganz bestimmt nicht beabsichtigte) Nachweis, dass nur ganz geringe Anteile der Bevölkerung in Bereichen mit NO2-Mittelwerten oberhalb von 40 µg/m3 wohnen. Zudem beweist es die Unsinnigkeit des Untersuchungsansatzes nach Wohnort. Der halb im Grünen bei 15-20 µg/m3 wohnende Bergmann in Datteln, der jedoch im Bergwerk jeden Arbeitstag acht Stunden mit einen NO2-Gehalt von 950 µg/m3 zu tun hat, gilt von vornherein als weit weniger exponiert als der Stuttgarter Buchhalter aus der Hohenheimer Straße (69 µg/m3), der beruflich in der siebten Etage eines reinen Bürogebäudes in Botnang den ganzen Arbeitstag lang höchstens 20 µg/m3 ausgesetzt ist. Dieser Ansatz ignoriert die Tatsache, dass unsere Bevölkerung ihre Zeit zu mehr als 90 % nicht etwa auf der Straße direkt vor dem Haus verbringt, sondern sich überwiegend in Innenräumen aufhält, wo sich die NO2-Gehalte drastisch von denjenigen auf der Straße unterscheiden. Dabei ist diese Erkenntnis schon seit mehr als zehn Jahren Stand der Wissenschaft, siehe z.B. die Arbeiten von Mitchell et al. [MITCH] oder Oglesby et al. [OGLE]. Die Verwendung derart sinnlos klassifizierter Eingangsdaten macht die Studie daher vorn vorherein wertlos. Schade um das Papier. Wieviel Steuergeld wurde dafür verschwendet?

…mit sinnlosen „Ergebnissen“

Ein weiterer Kardinalfehler, der schon vom Ansatz her die Arbeit wissenschaftlich wertlos macht, ist das Ignorieren gesicherter toxikologischer Zusammenhänge. Toxikologen machen dasselbe wie Pharmazeuten, indem sie genau erforschen, wie der Körper auf Substanzen reagiert und welche Mengen welche Auswirkungen haben. Ohne diese Grundlagenforschung wäre es nicht möglich, Medikamente wirksam zu dosieren. In der UBA-Studie wird dagegen ausdrücklich erwähnt, dass „keine Tierstudien, In-vitro-Versuche und experimentelle oder toxikologische Studien berücksichtigt“ wurden. Stattdessen wurden Schlüsse rein aufgrund statistischer Auswertungen von mangelhaft selektierten Eingangsdaten gezogen. Dies kann man als äußerst fragwürdigen Umgang mit Statistik einstufen. Zu den wichtigsten Irrtümern bei statistischen Auswertungen zählen sogenannte Scheinkorrelationen, d.h. die Ermittlung von „Geister-Zusammenhängen“. Sehr bekanntes Beispiel ist der statistisch ermittelbare Zusammenhang zwischen der Storchenpopulation und der Geburtenrate, Bild 6.

Storks Deliver Babies (p= 0.008)Bild 6. Da Störche keine Kinder bringen, ist der statistisch nachweisbare Zusammenhang zwischen Storchenpopulationen und Geburtenraten eine Scheinkorrelation [STORCH]

Solche Scheinkorrelationen sind alltäglich. Sie kommen auch vor, wenn zwei verglichene Merkmale eine gemeinsame Ursache haben, z.B. die positive Korrelation zwischen zivilen Opfern und zerstörten Häusern in Kriegsgebieten. Beide sind – obwohl voneinander völlig unabhängig – auf die gemeinsame Ursache „Bombardierungen“ zurückzuführen. Dass kaputte Häuser keine Zivilisten töten noch umgekehrt, wird man nicht aus der Statistik erfahren. Dazu muss man halt das einschalten, was man als gesunden Menschenverstand bezeichnet.

Bei jeder statistischen Untersuchung besteht deshalb eine der Hauptaufgaben darin, sich vorab zu vergewissern, dass man nicht solchen Scheinkorrelationen aufsitzt. Wichtigste Voraussetzung hierfür ist die genaue Untersuchung möglicher Wirkmechanismen. Korrelationen, für die es keine biologisch oder toxikologisch gesicherten Wirkzusammenhänge gibt, sollte mit größtem Misstrauen begegnet werden. Dies gilt umso mehr, wenn die Erfassung der Eingangsgrößen auf derart wackliger, um nicht zu sagen dubioser Basis beruht wie bei der UBA-Studie.

Warum wurden Raucher, Säufer & Co. „vergessen“?

Zu den wichtigsten Ursachen für zahlreiche der auch in der UBA-Studie aufgeführten Erkrankungen zählt beispielsweise auch das Rauchen. Starke Raucher leiden wesentlich häufiger an Krebs sowie anderen schweren Krankheiten insbesondere auch des Herz-Kreislaufsystems und sterben im statistischen Mittel wesentlich früher als andere Mitbürger [SPIRA]. Bei einer solchen Untersuchung hätte man daher in jedem Fall das Merkmal „Rauchen“ ebenfalls erfassen müssen, um dessen Einflüsse herauszurechnen. Im gesamten Bericht findet sich jedoch kein einziger diesbezüglicher Hinweis. Das Gleiche gilt auch für andere entscheidende Kriterien wie Einkommen, Sport, Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit, Stockwerk und Orientierung der Wohnung (siehe Bild 7 und Bild 8), Beruf, Alkoholkonsum oder geographische Herkunft.

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Bild 7. Selbst in Straßen, wo der NO2-Gehalt auf EG-Niveau über dem Grenzwert liegt, liegen die Luftwerte der oberen Etagen im grünen Bereich (Grafik: [RBBAVR])

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Bild 8. Bei größeren Mietshäusern macht es einen enormen Unterschied, ob die Fenster der Wohnung zur Straße oder zum Hinterhof hin orientiert sind (Grafik: [RBBAVR])

Die Forderung nach Erfassung der geografischen Herkunft hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit der bekannten Tatsache, dass z.B. Diabetes genetisch und von den Essgewohnheiten her bei Menschen in Ozeanien, dem mittleren Osten und Nordafrika ein besonders hohes Erkrankungsrisiko ist und dort wesentlich häufiger auftritt als bei solchen aus Nordwesteuropa [DIABE]. In diesen Regionen sind die Diabetes-Raten heute fünf- bis zehnmal so hoch wie bei uns. Und die von dort kommenden Migranten müssen sich meist mit dem billigsten verfügbaren Wohnraum bescheiden. Den finden sie vor allem entlang der besonders stark verkehrsbelasteten Straßen mit entsprechend hohen NO2-Werten in der Luft. Mit Eingangsdaten, die dies nicht berücksichtigen, kann man keine vernünftige Statistik betreiben.

Ein weiterer, für die individuelle NO2-Beaufschlagung ganz entscheidender Punkt sind die NO2-Gehalte in der Wohnung selbst. Von außen eindringendes NO2 wird in Innenräumen sehr schnell in erheblichem Umfang abgebaut, so dass die Innenraumwerte nur äußerst selten über dem Grenzwert liegen. Sie können jedoch auch teils extrem höher liegen als auf der Straße, falls die Bewohner NO2-Quellen wie Zigaretten, Shishas, Räucherwerk, Kerzen, Gasherde, Gas-Zusatzheizungen etc. verwenden, Bild 9 und Bild 10.

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Bild 9. Das Kerzenlicht eines Adventskranzes vermittelt ein starkes Gefühl von Heimeligkeit und familiärer

Geborgenheit. Zugleich sind Kerzen jedoch regelrechte NO2-Schleudern (Foto: Autor)

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Bild 10. Simulation der NO2-Konzentration in einem 50-qm-Wohnzimmer beim Abbrennen von Kerzen (Grafik:

Uni Wuppertal/ Kleffmann) Hellgrün: Zulässiger Konzentrationsbereich auf der Straße, Dunkelgrün: Zulässig

für Innenräume, Gelb: Bereich unterhalb des 1-Stunden-Grenzwerts für den Schutz der menschlichen

Gesundheit, Orange: als gefährlich definierter Bereich zwischen 1-Stunden-Grenzwert und MAK-Wert. Die rote

Linie markiert den Grenzwert für die Luft auf der Straße

Der vom UBA vorgelegte Bericht enthält jedoch keinerlei Hinweise auf die Erhebung entsprechender Daten. Die Macher dieser Studie scheinen die Regeln ordentlichen wissenschaftlichen Arbeitens weitgehend ignoriert zu haben.

Degeneriert die Epidemiologie zur Voodoo-Gefälligkeitswissenschaft?

Die Wissenschaftler hinter dieser Studie – insbesondere die zuständige Professorin Annette Peters – müssen sich fragen lassen, was sie geritten hat, dass sie ihren wissenschaftlichen Ruf in derartiger Weise in Gefahr gebracht haben. Zusätzlich hat man sich durch den Versuch, die bestehende Untergrenze von 40 µg/m3 infrage zu stellen, gefährlich weit aus dem Fenster gelehnt. Die Tatsache, dass die DUH diese Folgerungen der Studie sofort und verschärfend in ihre politische Kampagne eingebunden hat, ist entlarvend und zeigt, wie sich deutsche Beamte, um Geld für Forschungsaufträge bemühte Institute sowie die DUH mit verteilten Rollen gegenseitig auf Kosten der auf’s Auto angewiesenen Bevölkerung die Bälle zuspielen. Dem Ruf der Epidemiologie als Ganzes sowie dem der beteiligten Institute haben die Autoren damit keinen Gefallen getan. Denn die Mängel dieser Untersuchung sind so eklatant, dass sie inzwischen eine ganz besondere „Auszeichnung“ erhalten hat.

Unstatistik des Monats: Eine Ohrfeige der peinlichsten Art

Die Auszeichnung als „Unstatistik des Monats“ gilt als eine der schlimmsten Peinlichkeiten, die einem Wissenschaftler widerfahren können. Verliehen wird sie vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, einem hochkarätig besetzten Forschungs- und Beratungsinstitut mit einem breiten Betätigungsfeld in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen Prof. Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Prof. Dr. Walter Krämer, Leiter des Sonderforschungsbereichs „Statistik nichtlinearer dynamischer Prozesse“ der TU Dortmund sowie RWI-Vizepräsident Prof. Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Hier Zitate aus der Begründung:

„Die Unstatistik März 2018 sind die 6.000 angeblichen Stickstofftoten im Jahr 2014 in Deutschland. Eine Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, will herausgefunden haben, dass 5.996 Bundesbürger an Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzeitig verstorben seien, die sie sich durch NO2-Belastung zugezogen hätten. Die methodischen und konzeptionellen Mängel dieser Studie wurden schon an anderer Stelle kritisiert…Die Zahl 6.000 ist das Produkt einer reinen Modellrechnung; es gibt zwar die Vermutung, aber keinen Nachweis, dass NOx zum Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Kaum ein Arzt hat bisher die NOx-Belastung als Todesursache angegeben“.

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Bild 11. Stellungnahme des Statistikprofessors Krämer zur UBA-Studie über angeblich 6.000 Dieseltote in einem Interview [KRA1]

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Sehr zu empfehlen sind in diesem Zusammenhang die Interviews von Prof. Krämer in den „Stuttgarter Nachrichten“ [KRA1] sowie in der WAZ [KRA2].

Fred F. Mueller

 

Quellen

[DECKE] https://www.duh.de/abgasalarm/

[DIABE] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/diabetes-bericht-der-who-die-welt-ist-zuckerkrank-a-1085458.html

[GREFAL] https://postimg.org/image/5m5xgtfth/

[KRA1] https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.statistikprofessor-kritisiert-studien-zu-diesel-abgasen-die-abgastoten-sind-reine-panikmache.eccdfa2c-1441-49b9-88d5-c52735b9e41b.html

[KRA2] https://www.waz.de/staedte/essen/es-ist-panikmache-von-tausenden-abgas-toten-zu-sprechen-id213702577.html

[MITCH] http://www.healthyheating.com/Thermal_Comfort_Working_Copy/indoor_environmental_quality_health.htm#.WsefNpcuCUk

[OGLE] Oglesby, L., Rotko, T., Krutli, P., Boudet, C., Kruize, H., Nen, M.J., et al. (2000): Personal exposure assessment studies may suffer from exposure-relevant selection bias. J Expo Anal Environ Epidemiol 10(3): 251-266.

[RBBAVR] https://www.rbb24.de/politik/thema/2017/abgasalarm/beitraege/abgasalarm-Stickoxid-Werte-in-Berlin-flaechendeckend-zu-hoch.html#top

[SPIRA] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/rauchen-toetet-in-deutschland-vor-allem-die-sozial-schwachen-a-1201327.html

[STORCH] http://robertmatthews.org/wp-content/uploads/2016/03/RM-storks-paper.pdf

[UBASTU] https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/quantifizierung-von-umweltbedingten

[UNSTA] http://www.rwi-essen.de/unstatistik/77/

 

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26 Kommentare
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  1. Das Ökologisten-Paradoxon. NO2 aus den PKWs bööööse. NO2 von Energiemaisfeldern und aus Holz vom Kamin nicht gefährlich.

    Elektrosmog durch Überlandleistungen böööse. Elektrosmog durch PV-Anlagen und Wechselrichter auf und im Haus nicht gefährlich. Haben gerade erst Herr Grabs und Stemmer bestätigt.

    Und auch beim Osterfeuer habe ich die Ökologisten ganz dicht am Feuer feiern sehen.

  2. Ach so und jetzt grillen die auch wieder bei mir am Badesee mit Kind und Kegel. Anreise natürlich mit dem PKW.

  3. Die Gesellschaft zerfällt, so auch die Wissenschaft. Seriöse Forschung wird durch absurde Ansätze völlig diskreditiert. Während eine gut begründete Kritik an offensichtlich unbegründeten Arbeiten, die Wissenschaftlichkeit beanspruchen seitens der Ideologen und Aktivisten … und der zugehörigen Journalisten völlig ignoriert werden und weiterhin gebetsmühlenhaft mit Unsinn weiter gearbeitet wird, werden vernünftige Leute marginalisiert.

    Dies scheint aber ein Trend der Zeit -- auch in anderen Politikfeldern zu sein: Bricht zur Zeit ein kollektiver Wahn aus? Sind es doch die Atomstrahlen aus der Asse, die einen gut teil der Mitbürger sämtliche kognitive Kompetenz entzieht? Die potenzieren sich homöopatisch, um so geringer sie werden.

  4. @ Müller

    Ich sehe gerade, dass Sie eins meiner Bilder (Bild 3) verwendet haben. Keine Angst, ich habe nichts dagegen. Ich wollte Sie nur darauf hinweisen, dass das Bild einen kleinen Fehler hat. Ich hatte irgendwie die 100 microgramm/m^3 als alten Grenzwert im Kopf, als ich die Grafik gemacht habe. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es vor 2010 in D überhaupt keinen Grenzwert für das Jahresmittel gab. Es gab nur den 200 microgramm/m^3 Kurzzeitgrenzwert. An der Aussagekraft des Bildes ändert dies jedoch nichts.

    Der 2010 er Grenzwert wurde in Deutschland eingeführt, obwohl Politik und Behörden bereits Jahre zuvor durch belegbare Studien (s. u. ) wussten, dass er weder in 2010 noch in 2015 noch in 2020 zu halten sein wird, selbst unter der Annahme, dass nur noch EU6 Fahrzeuge auf der Straße wären! Das sollte man sich ganz langsam durch den Kopf gehen lassen und danach noch einmal an die Fahrverbote und die Weigerung der Autoindustrie zur Beteiligung an Nachrüstungen denken.

    Es nimmt damit auch kein Wunder, dass BMU und Co. 2009 beim VDA aufkreuzten und darum bettelten, die EU5 und EU6 Fahrzeuge früher auf den Markt zu bringen. Was die Hersteller dann auch taten. Die Aktion war dann die Abwrackprämie, die mit diesem Wissen in anderem Lichte erscheint. Dass das die Sachlage aber verschlimmerte, überriss keiner. Denn bei EU5 wurde auch der Partikelgrenzwert drastisch gesenkt. Das war zusammen mit der Co2 Vorgabe technisch ein klarer Zielkonflikt. Man hat sich dann für die Partikel und das Co2 entschieden. Die Stickoxide schaffte man wirklich nur im Normzyklus. So kam es, dass das Vorziehen der EU5 Fahrzeuge real sogar zu mehr Stickoxidemissionen führte. 🙂

    Außerdem war und ist allen in der Politik klar, dass dieser saudoofe Grenzwert bis vielleicht 2030 gerissen wird, selbst wenn alle Fahrzeuge auf EU6 umgerüstet werden. D. H. mit den bisher kommunizierten EU5 Fahrverboten wird es nicht getan sein. Bestimmte Stellen müssten fast komplett gesperrt werden, d.h. auch Benziner. Bei einer Hintergrundbelastung von 24 microgramm bleibt wohl auch nicht mehr viel für den Verkehr des meist befahrenen Streckenabschnitts Deutschlands. Das ist Politik und Behörden auch bewusst und wird dort bereits seit 2016 geplant, also lange vor der Fahrverbotsdiskussion.

    Studie 2010 IFEU
    Studie intern UBA
    BMU beim VDA
    LAI Maßnahmen 2016

  5. #3 M.L. u. 4 L.

    vor 2010 in D überhaupt keinen Grenzwert für das Jahresmittel

    eine zielsichere treffende Bezeichnung von F.M. „Voodoo-Wissenschaft“.
    Wie sagte eine Bekannte (aus Thüringen) zu mir bei einer Reflexion der AFD-Wahlergebnisse in Sachsen: „die Leute da sind vielleicht nicht ganz so zugekaspert wie hier [im Westen]“.
    zugekaspert, Vodoo-Wissenschaften -- eben postfaktisch

  6. Hallo Herr Müller,
    Sehr schön recherchiert und dargestellt!
    Irgendwo ist mein Name gefallen.
    Drei Anmerkungen habe ich:
    1.
    Wenn sich die Umwelt bessert, kommen Störche.
    Und auch die Kinder.
    Es muß nicht unbedingt ein Fake sein.
    2.
    Es werden jedes Jahr 2 Säue durchs Dorf getrieben
    Ein Umwelt Gift und ein Virus.
    3.
    Die Behörden schaukeln ihre Eier auf dem Schoß der Industrie.
    Damit war der Abgas Betrug vorprogrammiert.

    Wichtig scheint zu sein dass der kleine Mann zahlt.
    Fahrverbote bedeuten Enteignung.
    Die Autoindustrie möchte nicht nachrüsten.
    Wer hat hier eigentlich das sagen?

    @Herr Krüger,
    Bitte versuchen sie nicht meine Gesinnung zu interpretieren.
    Danke.

  7. Ich habe gerade die Panik-Meldungen zu Holzfeuerungen aus eine völlig unverdächtigen Quelle gelesen:

    http://www.zeit.de/2017/14/holzoefen-heizen-emissionen-verbot

    Wegen der Holzöfen sollte es nicht nur 6000 vorzeitigen Todesfällen kommen, sondern 60 000 -- ist das nicht beeindruckend? Leider habe ich keine derartige Feuerstelle mehr. Ich kann also weder was zur Rettung der Welt tun und diese einmotten, noch fröhlich kräftig einheizen.

    Was aber ist mit moderen Pellet-Heizungen, die unter Ökos doch recht beliebt waren: Haben die auch richtig ’schlimme‘ NO2 und Feinstaub-Werte?

    Ich bin gestoßen auf viele Webseiten, die hier beschwichtigen und am Rande erwähnen, dass schon mit erhöhte Feinstaub-Emissionen zu rechnen ist. Z.B.

    https://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/heizen-holz-pellets-umwelt-energie-100.html

    Außerdem steht da noch erstaunliches:

    „Im Vergleich zu anderen Heizsystemen zeichnen sich Pelletanlagen durch einen sehr geringen CO2-Ausstoß aus“, teilt das Deutsche Pelletinstitut in Berlin mit.

    Das hört sich eher nach Fake News an und ich schlage nach:
    http://www.heizkoerper-wissen.de/pelletofen-umweltfreundlichkeit/

    Im Vergleich belastet die Ölheizung mit 290 g CO2 pro kWh Wärmeenergie das Klima am meisten. Darauf folgt die Gasheizung, die 260 g CO2 pro kWh ausstößt, das sind 21 % weniger Emissionen als bei der Ölheizung. Der absolute Sieger im Heizungsvergleich ist der Pelletofen – durch ihn werden nur 60 g CO2 pro kWh Energie verursacht; das ist etwa 77 % weniger Emissionen als bei den anderen fossilen Heizsystemen.

    Potz-Blitz! weniger als ein Viertel der CO2 Emissionen pro kWh ? Hört sich für mich nach Voodoo an.

    https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/die-feinstaub-vorhersagekarte

    Da steht da zwar nichts von Pellets … aber hier sind es schon 75 000 vorzeitige Tote … vielleicht geht noch ein bisschen mehr. Vielleicht stellt sich heraus, dass die Zahl der Toten durch Bomben in Syrien wahrscheinlich weit übertroffen wird von dem Feinstaub, den diese verursachen.

  8. @ML #7

    Potz-Blitz! weniger als ein Viertel der CO2 Emissionen pro kWh ? Hört sich für mich nach Voodoo an.

    Na nich wirklich. Die ziehen halt das CO2, das der Baum während seines Wachstums eingeatmet hat, wieder ab.

    Der Fehler is woanders:

    1. CO2 ist kein Schadstoff, ihn zu vermeiden ist daher kein Umweltschutz selbst wenn’s stimmt
    2. Tatsächliche Schadstoffe werden bei der Übung erheblich mehr frei als bei Öl- und erst recht Gasheizung.

  9. @ anorak2 16. April 2018 16:57

    Die ziehen halt das CO2, das der Baum während seines Wachstums eingeatmet hat, wieder ab.

    Das erklärt zumindest den Ansatz, macht es aber nicht wirklich besser. Das heißt nämlich, dass der ganze wald nichts zum Klimaschutz beiträgt, außer, dass man beim Verfeuern eben weniger neues CO2 erzeugt. Ich halte das für eine Milchmädchenrechnung, die nur dieser manischen Ideologie zum CO2 Sparen geschuldet ist. Summarisch zwar bedeutungslos, denn der im Gesamten verschwindend geringe Anteil kann auch nicht beliebig ausgeweitet werden … es werden zunehmend Wälder verfeuert, die man eigentlich dafür gar nicht hat. Eher eben ideologisch bedingter Aktivismus ohne Nutzen.

  10. Zunächst mal ist die spezifische CO2 Emission pro Kilowattstunde bei Holz leicht höher als bei Braunkohle, etwa doppelt so hoch wie bei Erdgas.

    Einen deutschen Fichtenwald dafür abzubrennen ist gar keine gute Idee. In Deutschland beträgt die Umtriebszeit für Fichten etwa 80 Jahre.
    Wenn wir das jetzt verfeuern wird das CO2 dass der Baum die letzten 80 Jahre gebunden hat unmittelbar freigesetzt und braucht 80 Jahre das wieder rauszuholen aus der Atmosphäre. Würden wir also zuhause unsere Gasheizung mit Holzheizung ersetzen beschleunigt sich der Klimawandel.
    Was man bräuchte sind Monokulturen mit schnellwachsende Pflanzen, aber das ist eine Sauerei für die Umwelt.

  11. #9/#10

    Ihr analyiert das zu tief, solche feinsinnigen Gedankengänge finden da gar nicht statt. Andernfalls gäbe es die ganze CO2-Hysterie nicht. Deren Logik ist: Holz das in den letzten 100 Jahren gewachsen ist zu verbrennen ist gut(TM), Holz das vor 100 Millionen Jahren gewachsen ist zu verbrennen ist böse(TM). An der Stelle wird das Hirn abgeschaltet.

  12. @anorak2 #11

    Schon richtig. Mir ging es nur um Information.
    An dem Thema sieht man im Grunde, dass die Grünen von Gestern sind. Diese Informationen gibt es ja seit Jahrzehnten. Lediglich der ideologische Blick verstellt das bei den Grünen. Holz verbrennen ist Unsinn in unserer modernen Gesellschaft und das seit Jahrzehnten. Das schreibe ich hier seit Jahren.
    Die Masche der Grünen, Probleme hysterisch aufbauschen. Die nennen das dann Welt retten.

  13. Brandaktuell:

    Razzien bei Porsche wegen Abgasskandal

    Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit dem Dieselskandal zahlreiche Gebäude der VW-Tochter Porsche durchsucht. Demnach handelt es sich um zehn Objekte in Baden-Württemberg und Bayern.

    Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sind mehr als 30 Staatsanwälte und etwa 120 Polizisten, Einsatzkräfte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern, an den Durchsuchungen beteiligt. „Bei den insgesamt drei Beschuldigten handelt es sich um ein Mitglied des Vorstands und ein Mitglied des höheren Managements der Porsche AG“, hieß es weiter. Der dritte Beschuldigte sei mittlerweile nicht mehr bei der Porsche AG beschäftigt.

    Das Unternehmen erklärte, die Ermittler hätten Unterlagen gesichtet und gesichert. Porsche und Audi würden in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren. Die VW-Tochter Audi liefert große Sechszylinder-Dieselmotoren auch an Porsche.

  14. Ach so, die sog. Tierrechtler drehen auch gerade wegen der Einschläferung von Chiko durch. Und rufen zur Lynchjustiz auf. Bald werden die auch Dieselfahrer lynchen.

  15. Wenn man dann noch weiß, dass es bei diesen Abgas-Betrug nur um absurde und willkürliche Grenzwerte ging, aber kein Mensch zu Schaden kam, wird die Sache wahrlich skurril. Statt dessen sind aber bei den Versuchen mit selbstfahrenden Autos schon mehrere Tote zu beklagen, aber das scheint dann weit weniger schlimm zu sein.

  16. Pellets werden nicht aus Bäumen gemacht.
    Daraus macht man Bretter und Balken.
    Aus den anfallenden Spänen macht man Pellets.
    In Deutschland haben wir nachhaltige Forstwirtschaft.
    Der Vergleich mit Kohle ist ein bisschen hergeholt.
    Holzumtrieb ist 80 Jahre.
    Auf 80 Hektar kann jedes Jahr 1 Hektar geerntet werden.
    Bei der Kohle ist es pro Jahr 1/100000000 des Vorkommens
    Ich sehe keine Wiederaufforstung der Kohle.
    Vielleicht kann mir jemand sagen wie das funktionieren soll.
    Bitte, ein bisschen seriöser sollte es schon gehen.
    Das soetwas unwidersprochen hier durchgeht lässt tief blicken.
    CO2 und Nox sind natürliche Gase.
    Nox wird durch Gewitter erzeugt, 5Tg pro Jahr.
    CO2 durch Atmung und Verbrennung.
    Beide sind für Pflanzen Wachstum wichtig.
    Die Dosis macht das Gift.
    Die wird von Instituten und Leuten wie Rahmstorf vorgeschlagen und von Lobbyisten werwurstet.
    Die schönste Suppe bekommt den Zuschlag.
    Da geht’s um Geld.
    Die Kohle nicht weniger als eure so geliebten Ökos.

  17. @16 + @6 M. Grabs
    Zu (6) Ich bin immer noch am Rätseln, wo Ihr Name gefallen sein soll. Konnte ihn im Text des Artikels nirgendwo finden. Ich hoffe, ich habe Ihnen keine Ungelegenheiten bereitet.
    Zu (16) Diskussion über Pellets usw. Zu solchen Diskussionen der Leser meiner Beiträge nehme ich in der Regel nicht Stellung, solange es sich nicht um Widerspruch zum Inhalt des Artikels handelt. Solange hier einigermassen sachlich diskutiert wird, sehe ich die Meinungsfreiheit als oberstes Prinzip. Hier kommen ja viele zu Wort, die (noch) keinen Doktortitel in der jeweils besprochenen Materie haben und als Laien ihre Meinung einbringen. Oft ergeben sich im Verlauf der Diskussion dann schon die richtigen Hinweise, und damit ist letztlich allen gedient.
    BTW kommt CO2 auch in riesigen Mengen aus dem Erdinneren, und zwar durch Vulkanimus. Wenn Sie sich für das Thema CO2-Kreislauf interessieren, suchen Sie mal mit dem Begriff „Die biologisch-geologische CO2-Sackgasse“. Der Aufsatz ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber vielleicht dennoch nützlich.

  18. Hallo Herr Müller,
    Mein Name ist in Post 1 von Herrn Krüger gefallen.
    Nicht in ihrem Artikel, der mir ausgesprochen gut gefallen hat.
    Mit dem CO2 kenne ich mich gut aus, für meinen Beitrag sind die genauen Daten nicht relevant.
    Danke und Gruß
    Manfred Grabs

  19. Auch Post 16 bezieht sich nicht auf ihren Artikel, sondern auf die Kommentatoren.
    Das hatte mich ein bisschen erschreckt.

  20. Gerade habe ich ihren CO2 Artikel gelesen.
    Eine Anmerkung:
    In den warmen Erdzeitaltern war kein CO2 in den Ozeanen gebunden. desswegen konnten Korallen wachsen.
    Ob CO2 Klima wirksam ist kann ein kleines Gedankenexperiment klären.
    Nehmen wir eine Atmosphäre ohne Klimagase.
    Eine von der warmen Erde erwärmte Luftblase steigt auf.
    Ohne Energieverlust kommt sie nicht mehr runter.
    Energie Verlust ist nur durch Strahlung möglich.
    Das können aber nur Klimagase.
    Daraus folgt sofort das Klimagase für unsere Kühlung sorgen.
    Denken Sie Mal darüber nach.
    PS.
    Trotzdem bin ich ein Fan von Wind und Sonne.
    Grüße
    Manfred Grabs

  21. @Grabs

    Deshalb ist Regen auch sauer. Weil Wasser kein CO2 bindet.☺

  22. €20 M. Grabs
    die ursprüngliche Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre wird auf zwischen 12 und 25 % geschätzt. Um den Zeitraum von vor 550 Mio. Jahren war dies auf ca. 6.000-8.000 ppm gesunken. Dass kein CO2 in den Ozeanen gebunden war, ist falsch. Sonst hätte es nie Kalkbildung geben können, siehe den Artikel, der ganze Kalk ist maritimen Ursprungs. Auch übersehen Sie, dass die Ozeane eine mittlere Tiefe von ca. 3.800 m haben. Das Temperaturgefälle der Ozeane ist hierbei negativ, d.h. am Grund liegt die Temperatur bei ca. 4 ° C, das muss schon nach sehr kurzer Zeit (wenige hundert Mio. Jahre) so gewesen sein, denn maritimes Leben gab es schon vor mehr als 4 Mrd. Jahren. Seitdem haben sich die Temperaturverhältnisse in der Tiefsee vermutlich kaum noch verändert.
    Dass die „Klimagase“ die Erde kühlen, stimmt teilweise. Es gibt drei wesentliche Kühlmechanismen, direkte Strahlung der Oberfläche durch das atmosphärische Fenster (+ direkte Reflexion im sichtbaren Bereich), Strahlung von der Oberfläche der Wolken (+ deren direkte Reflexion) und schliesslich Abstrahlung durch IR-strahlungsfähige atmosphäreische Bestandteile wie H2O und CO2.
    Sie werden es kaum glauben, aber auch ich liebe Sonne (auf der Haut) und Wind (im Haar, als noch genug davon hatte). Nur als Rückgrat unserer Stromversorgung taugen beide halt nicht.

  23. @ Fred F. Mueller 19. April 2018 07:51

    Guter Betrag! Informativ und knapp formuliert. Mein Applaus!

  24. @Manfred Grabs 18. April 2018 14:18

    „Pellets werden nicht aus Bäumen gemacht.
    Daraus macht man Bretter und Balken.
    Aus den anfallenden Spänen macht man Pellets.“

    Schauen Sie mal hier:
    https://www.waz.de/staedte/essen/rwe-baut-weltweit-groesstes-pelletwerk-in-den-usa-id3307777.html
    und hier
    http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/21723-eu-kritisiert-pelletflut-aus-usa

    Ich denke die Nachfrage und Verbrauch von Pellets übersteigt längst die aus Spänen produzierbaren Pellets.

  25. @Heinz Reeg #24
    Wie recht Du hast:

    Huge areas of hardwood forest in the state of Virginia are being chainsawed to create ‘biomass’ energy in Britain as the government attempts to reach targets to reduce greenhouse gas emissions in efforts to tackle climate change, an investigation by Channel 4 Dispatches has found.

    Quelle

  26. @Krishna Gans #25

    Das ist genau der Punkt. Holz ist ja da. Wenn wir also Holzverbrennung wirtschaftlich fördern, wird mit dem Holz das schon da ist Kohle gemacht. Es kommt zum Abholzen der Wälder. Die neue Vision der Grünen. Alle Wälder weg, nur noch Windräder und Photovoltaikanlagen.

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