Beiträge zum Stichwort ‘ Hydraulic Fracturing ’



Die wahren Probleme kommen noch

26. Juni 2019 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Sonnensturm
Da haben wir Klimaforscher, die derart ideologisiert und politisiert sind, dass sie meinen, sie müssten uns vor dem Verbrennen (Globaltemperatur), ertrinken (Meeresspiegelanstieg) oder generell die Welt retten, weil sie nur ein Molekül vor Augen haben, das sich da CO2 nennt und für sie das Übel der Welt ist. Da werden dann von alarmierten Politikern, „Journalisten“, die per Ukas vom UBA zum Märchen erzählen verdammt werden, NGOs, die ihr eigenes ökologistisches Süppchen kochen, Maßnamen gefordert und ergriffen, Milliarden an Forschungsgeldern einer gewissen Forschergilde zugeschustert, eine „Große Transformation“ der Gesellschaft gefordert, die tendenziell umstürzlerisch ist, die demokratischen Rechte einschränkt, eine s.g. Energiewende umgesetzt, die vorne und hinten weder richtig funktioniert, noch preiswert ist und vom Prinzip her zum Scheitern verurteilt ist, nur um einige wenige ppm CO2 einzusparen, mit etwas Glück den Anstieg der globalen Temperatur um einige wenige Jahre, 5 oder so, hinaus zu zögern.
Als wären einige 1/100 K ein Problem, die Erwärmung generell hat überwiegend positive Aspekte, mehr CO2 ist dem Pflanzenwachstum förderlich.

Aber was uns wirklich Probleme bereiten könnte, wird durch Behandlung des eher nachrangigen Problemchens „Klimawandel“ komplett vernachlässigt und wohl komplett aus den Augen verloren.
Das Aktuellste wäre wohl der zu erwartende Polsprung, bei dem man sich



Aktivisten stilisieren Leckage an kalifornischer Gasspeicherbohrung zur Umweltkatastrophe

10. Januar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Erdgas

UGS Rig in TeutschenthalSeit gut zwei Monaten entströmt in großen Mengen unkontrolliert Erdgas aus einem Untergrundspeicher in Kalifornien. Erstaunlicherweise fand dieses Ereignis bis zur abgelaufenen Woche kaum Niederschlag in der deutschen Medienlandschaft. Dabei handelt es sich tatsächlich um eine bedeutende Havarie. Umweltschützer stellen sogar den maßlos übertriebenen Vergleich zur „Deepwater Horizon“-Katastrophe an.

Ende Oktober 2015 bemerkten Anwohner der Siedlung Porter Ranch den Geruch von faulen Eiern in der Luft. In der Erwartung, dass die für die Region typischen Windböen den unangenehmen Geruch schnell vertrieben, schenkten sie dem Ereignis wenig Aufmerksamkeit. Doch die Beeinträchtigung ging entgegen den Erwartungen nicht zurück.

Die Ursache für den Gestank war schnell gefunden. Aus einer Bohrung des nahegelegenen Erdgasspeichers im Aliso Cañon, der vor gut vier Jahrzehnten in einer ausgeförderten Erdöllagerstätte eingerichtet wurde, trat unkontrolliert Erdgas aus. Insgesamt können bis zu 2,26 Milliarden Kubikmeter Erdgas gelagert werden.

Die eruptierende Bohrung mit der Bezeichnung SS 25 hat eine Teufe von 8.750 Fuß bzw. 2.667 Metern. Aus dieser Bohrung entweichen täglich etwa 1.200 Tonnen Methan. Soweit die nackten Zahlen, die im Wesentlichen auf dem seriös wirkenden Artikel „Two months in, Porter Ranch gas leak compared to BP Gulf oil spill“ der Los Angeles Daily News (LADN) basieren. Doch nun dazu, wie



Moderne Konzepte zur Erdgasgewinnung in Deutschland

15. November 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Erdgas

Erdgas gilt als vergleichsweise „sauberer“ kohlenstoffhaltiger Energieträger und ist zudem ein nicht unwesentlicher Rohstoff der chemischen Industrie. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten wird Erdgas in großem Stil in Deutschland gewonnen, seit etwas mehr als zehn Jahren jedoch mit fallender Tendenz. Bislang unerschlossene Lagerstätten sind jedoch vorhanden, erfordern aber aufgrund ihrer Lage, der chemischen Zusammensetzung der Erdgase sowie der Lagerstättenbeschaffenheit Konzepte, um den Rohstoff mit Rücksicht auf Umwelt und Bevölkerung zu gewinnen. Verschiedene bislang nicht in die Praxis umgesetzte Ideen sollen im Beitrag vorgestellt werden.

1. Erdgasförderung in einem touristisch sensiblen Raum

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Erdgasbohrungen Heringsdorf 5 und 6 bei Bansin ©chef79

Bereits in den späten 1990er Jahren erdachte die Erdöl-Erdgas Gommern GmbH (EEG), eine Tochtergesellschaft von Gaz de France-Suez (heute ENGIE), für die auf der Insel Usedom sowie vor dessen Küste situierten Erdgaskondensatlagerstätte „Heringsdorf“ ein innovatives Gewinnungs- und Aufbereitungskonzept. So sollte die Lagerstätte, deren flächenmäßig überwiegender Teil sich offshore befindet, ausschließlich von Land aus erschlossen werden. Entsprechende bis zu über zwei Kilometer abgelenkte Bohrungen sind bereits in den 1980er Jahren erstellt worden.

Da sich der angedachte Förder- und Aufbereitungsplatz unweit des touristisch bedeutsamen Seebades Bansin befindet, regte sich Widerstand als die EEG Mitte der 1990er Jahre öffentlich bekannt gab, das seit 1981 bekannte



Besteht ein Risiko für die inländische Erdgasversorgung? Ein Gedankenspiel.

9. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas

 

ITAG23Am 12. Februar 2015 erschien bei der Wirtschaftswoche (WiWo) ein interessanter und gelungener Artikel von Benjamin Reuter, der sich ausführlich mit der Erdgasversorgung Europas in näherer Zukunft auseinandersetzte. Dabei arbeitete Reuter heraus, dass diese unter keinem guten Stern stünde. Der Artikel Versiegende Vorkommen Europa geht das Erdgas aus“ gab Anlass für eine Betrachtung für Deutschland, die hier gedanklich durchgespielt werden soll.

 

1. Einleitung

Erdgasförderbohrung "Püggen 113" in der Altmark ©chef79

Deutschland deckt gegenwärtig seinen Primärenergieverbrauch zu ca. 20 Prozent aus Erdgas, und das bereits seit mehreren Jahren auf stabilem Niveau. Im Jahr 2013 betrug der Anteil z.B. 22,9 Prozent, während die Energieträger Wind und Sonne inklusive Solarthermie lediglich ziemlich exakt 1/10 diese Betrages beisteuern konnten. Die vielgepriesenen „Erneuerbaren“ brachten es mit insgesamt 10,4 Prozent auf knapp die Hälfte (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie). Das unterstreicht die Bedeutung von Erdgas.

Doch Erdgas ist nicht nur Energieträger sondern auch Rohstoff für die chemische Industrie und ein interessantes Substitutionsgut für Erdöl in der petrochemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen sowie anderen klassischen Erdölprodukten. An dieser Stelle soll auf den Vortrag Hydraulic Fracturing in Deutschland – Die Risiken aus geowissenschaftlicher Sicht von Dr. Volker Wrede vom Geologischen Landesdienst Nordrhein-Westfalen (NRW) hingewiesen werden, der in seinen Ausführungen



Öffentlich-rechtliche Sender wollen „Gasland“ nicht mehr ausstrahlen – Warum die Entscheidung vier Jahre zu spät kommt

8. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Unkonventionelles Gas und Öl

ITAG23_DüsteZ10vkl-e1395494632228Vor einigen Wochen hatte mich Peter Heller ausdrücklich darum gebeten, den folgenden Artikel auch hier zu veröffentlichen. Der Bitte komme ich hiermit mit einer leicht verbesserten Version gegenüber dem Original Öffentlich-rechtliche Sender wollen “Gasland” nicht mehr ausstrahlen – Entscheidung kommt vier Jahre zu spät auf meinem Blog „Erdöl und Erdgas in Deutschland – Unabhängige Infos und Meinungen zur Erdöl- und Erdgasförderung sowie deren Erkundung in Deutschland“ gerne nach.

Die Meldung, dass die öffentlich-rechtlichen Sender „Gasland“ nicht mehr ausstrahlen wollen, erschien Anfang Januar 2015 im PR-Magazin (hier der Link zur Einleitung, ). Angeblich reagierte der Programmbeirat auf einen FAZ-Artikel, der die reißerische Ankündigung des „Kampagnenjournalismus“-Films auf Arte noch im August 2014, deutlich kritisierte. Doch die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender kommt viel zu spät.

Denn bereits spätestens seit Mai 2011 ist bekannt, dass der „Gasland“-Filmemacher Josh Fox bewusst unwahre Aussagen/Darstellungen in sein Machwerk integriert hat. Das hat der investigative Journalist Phelim McAleer herausgefunden, indem er bei einer Veranstaltung Josh Fox unbequeme Fragen stellte. Im Verlauf der Befragung musste dann Fox eingestehen, dass ihm bekannt war, dass lange vor Fracarbeiten Methan im Grundwasser enthalten war und somit das Phänomen der entflammbaren Wasserhähne altbekannt ist (YouTube-Video „Gasland director hides full facts



Öffentlich-rechtliche Diffamierung von Wissenschaftlern

4. Oktober 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Medien

Anfang September 2014 befasste sich das NDR-Magazin „panorama3“ mit dem Thema „Fracking“. Überraschenderweise widmete man sich dort sowie in folgenden Beiträgen bei „Panorama“ und „Panorama-Die Reporter“ in der ARD ausgesprochen sachlich bezüglich des Reizthemas.

Erdgasförderbohrung Mellin 14 in der Altmark

Erdgasförderbohrung Mellin 14 in der Altmark ©chef79

Hintergrund der Reportagen war, dass sich die Autoren Gedanken über die (eigene) Berichterstattung und deren Wirkung gemacht haben:

Wir haben uns einfach über die Wucht der Berichterstattung gewundert und dann angefangen zu recherchieren und sind mit Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen ins Gespräch gekommen.

Das Nachdenken und die Recherche führte sogar soweit, dass man Fehler aus früheren Beiträgen offen zugibt:

Allerdings hat Panorama damals auch das Bild des „brennenden Wasserhahns“ aus Colorado verwendet, obwohl dieser Wasserhahn nachweislich nicht wegen Fracking brannte. Da hat Panorama – genau wie alle anderen – auf das spektakuläre Bild gesetzt und vertraute den Machern von „Gasland“ rückblickend zu stark.

Für die insgesamt vier Beiträge, die sich mit dem Thema „Fracking“ dezidiert auseinandersetzten, ernteten die Redakteure teilweise sehr scharfe und meist unsachliche Kritik von „Fracking“-Gegnern. Das kann z.B. anhand der Kommentare zum ersten Beitrag „Das schlechte Image von Fracking“ nachvollzogen werden. Dagegen setzten sich die Autoren dann in einem mit „Die Wucht der Vorwürfe hat uns überrascht“



Professor der TU Bergakademie Freiberg gegen Verbot von Hydraulic Fracturing

15. Februar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Unkonventionelles Gas und Öl

Tightgas-Bohrung Düste Z10 im Landkreis Diepholz ©chef79In der Debatte um das Hydraulic Fracturing wird jeder Zwischenfall, der dem Verfahren oftmals zu Unrecht angelastet wird, medial breit präsentiert. Durchaus existierende sachliche, nicht dramatisierende oder sogar befürwortende Äußerungen von Fachleuten sind, von einigen Ausnahmen abgesehen, in der Medienlandschaft nicht auszumachen, da sie schlichtweg ignoriert werden. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein dpa-Interview mit dem Freiberger Professor Mohammed Amro soll hier zusammengefasst und kommentiert werden.

Doch zunächst noch einige Worte zur Einleitung: Im vergangenen Jahr erschien eine Studie, die erhöhte Methankonzentrationen in Hausbrunnen fand, die sich in der Nähe von Schiefergasbohrungen befinden. Zur Erschließung von Schiefergaslagerstätten ist das Hydraulic Fracturing-Verfahren zwingend erforderlich, um künstliche Fließwege durch Rissbildung (Fracturing) zu schaffen. Obwohl die Forscher in der Studie „Increased stray gas abundance in a subset of drinking water wells near Marcellus shale gas extraction“ nicht das Verfahren dafür verantwortlich machten, sondern unzureichend ausgebaute Bohrlöcher, titelte z.B. SpiegelOnline: „Studie über Pennsylvania: Fracking treibt Gase ins Trinkwasser“ . Auf diese Fehlinformation soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden, sie wurde bereits hier im Juli 2013 kommentiert. Das sollte nur eines von vielen Beispielen sein, bei denen zu Unrecht dem Hydraulic Fracturing Vorfälle angelastet werden.

Doch nun zum Interview, dessen Inhalt nach kurzer